Beiträge von wolpertinger

    Nicht falsch verstehen. Ich baue momentan einen Raum aus der auch eine optisch rustikalere Elektroinstallation bekommen soll. Leider ist bei diesem Raum durchaus mit Besuch von Personen zu rechnen die an einer fachgerechte Elektroinstallation Interesse haben und diese auch kontrollieren werden.

    Bakalit und Porzellanschalter und Steckdosen mit aktueller Zulassung habe ich bereits gefunden.

    Heute kam ein längerer Bericht dazu im Radio. Zusammenfassung: ja es darf wieder aufgebaut werden. Aber nicht überall. Die besonders exponierten Grundstücke dürfen nicht mehr bebaut werden.

    Für den Rest gibt es verschiedene Auflagen. Mal darf es im Erdgeschoss keine Wohnungen mehr geben, mal muss das Haus verstärkte Fundamente und Mauern erhalten (z.B. Verstärkte Betonwände bis zum 1. OG).

    Funker in Teilen gebe ich dir Recht. Das gilt vor allem für die Billighersteller bzw. "Hippen" Produkte. Da ist der Produktlebenszyklus extrem kurz und keiner achtet auf Ersatzteile oder gar Kompatibilität.

    Das es anders geht beweißt Homematic. Die zentrale Steuereinheit basiert auf einem Raspberry Pi. Die Funkmodule gibt es einzeln. Die Software in einer Community Version als Open Source verfügbar. Da kann jeder seine eigenen Erweiterungen schreiben.

    Auch die verschiedenen Module gibt es immer als Fertiggerät bzw. als Bausatz ein paar Euro günstiger. Da kommt dann auch immer der komplette Schaltplan mit. Da kann man ein defektes Bauteile auch mal tauschen.

    Das Funkübertragungsprotokoll ist offen gelegt. Da haben schon etliche Bastler eigene Module entwickelt.

    tomduly

    die Alarmierung ist etwas umfangreicher wie oben geschrieben. Ich wollte nur als Beispiel die Verknüpfung der Sensoren erklären. Es gibt auch die Möglichkeit die Alarmmeldung über einen Funkschalter (versteckt in einem Schrank) dauerhaft ein, aus bzw eben auf Auto zu stellen. Daneben werden auch andere Sensoren berücksichtigt, z.B. die Bewegungsmelder im Flur (keine Fenster).

    Das System funktioniert recht gut. Und ja Automatisierung bietet immer das Risiko eines Fehlalarms. Ein vergessenes Smartphone kann die Scharfschaltung verhindern. Wenn ich jedes mal manuell die Alarmanlage scharf schalten muss kann es auch gut sein das ich es vergesse.


    Und seien wir mal ehrlich in 95% der Fälle passt das schon und man hat das Smartphone dabei bzw. schaltet bewusst die Alarmanlage ein falls das Smartphone zuhause bleibt.

    Die Funktion mit der Smartphone Überwachung haben wir übrigens rein programmiert weil das manuelle einschalten gerne vergessen wurde.

    Hm,

    ich finde hier sind viele falsche Vorstellungen über ein Smarthome unterwegs.


    Smarthome kann zum Beispiel bedeuten:

    Die Anwesenheit der Bewohner wird anhand der Smartphones erkannt. Bei Abwesenheit wird beim öffnen eines Fenster ein stiller Alarm (via Singal) an eben diese gesendet.

    Ist genau so bei meiner Schwester passiert. Die Terrasentür meldete ein Öffnen obwohl niemand zuhause war. Die alarmierte Polizei konnte dann 2 Einbrecher auf frischer Tat erwischen.

    Im Normalfall melden die Fenstersensoren ein öffnen an die Heizung damit diese runter regelt.

    Daneben werden sie auch für die Dunstabzugshaube verwendet. Ist der Temeperatursensor am Holzofen über der Raumtemperatur kann die Dunstabzugshaube nur eingeschaltet werden wenn eines der Fenster mindestens gekippt ist.


    Das verstehe ich unter einem smarten Home. Sensoren deren Werte vielfach für verschiedene Aufgaben ausgewertet werden können.


    Und das alles ohne an irgendeine Cloud angebunden zu sein, eine Alexa oder Siri zu benötigen.


    Aber Geld spart man damit keines. Man bekommt nur einen Mehrwert.

    Heute nur ein kurzer Beitrag von mir. Wir sind immer noch geschockt von den letzten Stunden.


    Kurz vor 5 Uhr heute morgen wurden wir durch Lärm in der Nachbarschaft geweckt. Eines der Nachbarhäuser stand lichterloh in Flammen.

    Schnell aufgestanden, angezogen und raus um zu sehen ob ich helfen kann.

    Durch den Wind gab es starken Funkenflug in Richtung unserer Scheune. Daher wollte ich schauen ob alles in Ordnung ist. Mit der alten Kübelspritze von der Bundeswehr wollte ich ggf. Derste Brandnester löschen.

    Als ich das Scheunentor geöffnet habe gab es auf der Bühne schon dichten Rauch. Einen Angriff mit der Kübelspritze machte keinen Sinn mehr. Jetzt galt es zu Retten was geht.

    Den Camper hatte ich zum Glück zu Beginn des Blackouts schon in den Hof gestellt damit die Solarzellen Laden.

    Ich schaffe es gerade noch den Traktor und einen Anhänger raus zu fahren. Die Anbaugeräte muss ich aufgeben. Zu stark ist der Rauch mittlerweile in der Scheune.

    Aus dem alten Stall (Nebeneingang) kann ich noch die Kettensäge und ein wenig Werkzeug raus holen. Dann wird es auch hier zu gefährlich.

    Die Feuerwehr erscheint erst nach 30min. Da der Wasserdruck nicht mehr hoch genug ist sind die Löschversuche der sprichwörtliche "Tropfen auf den heißen Stein".

    Immerhin kann ein Übergreifen aufs Haus verhindert werden. Wir müssen mit anschauen wie unsere Scheune und 2 Nachbarhäuser bis auf die Grundmauern niederbrennen.

    Neben etlichen landwirtschaftlichen Geräten verliere ich auch fast mein ganzes "Bauwerkzeug" sowie jede Menge Baumaterial. Bitter trifft mich auch das mein Funkraum und die Antennenanlage mit abgebrannt sind. Die Schüssel für Satcom liegt zur Hälfte geschmolzen in den Trümmern.

    Im Camper habe ich noch eine mobile Funkanlage für den Urlaub. Diese ist aber natürlich mit der großen Anlage nicht zu vergleichen.

    Beim Strom werden wir auch haushalten müssen. Die Inselsolaranlage auf der Scheune ist Auch Geschichte. Wir haben nun noch das Panel auf dem Camper und das Stromaggregat.


    Glück im Unglück, keiner wurde verletzt. Es gab nur Sachschaden. Ob der Strom wieder kommt? Wird die Versicherung für den Schaden aufkommen? Den ganzen Tag über haben wir mit der Feuerwehr Brandwache gehalten. Die Hilfsbereitschaft der Nachbarschaft war toll. Unsere Kinder haben den Tag bei Freunden verbracht. Zum Essen waren wir über der Straße.


    Jetzt ist es Abend und noch immer hängt beißender Rauch über der Straße. Wir sind fix und alle, aber an Schlaf ist nicht zu denken. Wir sind zu aufgewühlt. Unser Gedanken kreisen über die Zukunft. Was sie uns wohl bringen wird?

    Ich stehe früh auf und räume die leicht verderblichen Waren aus dem Kühlschrank in der Küche in den Kompressorkühlschrank im Camper.

    Dann koche ich im Camper Kaffee für die Familie.

    Danach geht's mit dem Rad 30min zur Arbeit.

    Meine Frau wird auch Arbeiten, Notversorgung. Ich gehe davon aus bei Ihr wird es spät werden.

    Auf der Firma angekommen ist ein Nebeneingang mit einem unserer Hausmeister besetzt. Die Kartenleser der Tür geht nicht.

    Teile des DECIX scheinen ausgefallen, viele Rechenzentren sind offline. Das Internet eigentlich nicht zu nutzen.

    Nach kurzer Rücksprache mit meinem Chef entscheiden wir das es keinen Sinn macht und wir wieder heim können. Wenn der Strom wieder kommt sollen wir wieder zur Arbeit. Ich stimme mich mit einem Kollegen der nahe an der Arbeit wohnt ab das wir uns jeden Morgen um 8 Uhr per Funk abstimmen werden.

    Danach radel ich wieder heim. Dabei mache ich einen kleinen Abstecher über unseren Hausberg. Ich hatte heute morgen ein Fernglas eingepackt. Am Horizont in ca. 60km Entfernung steigt dichter Rauch auf. Anscheinend hat es in einem großen Chemiebetrieb einen Unfall gegeben.

    Die Discounter auf dem Weg hatten alle geschlossen. Die Packtaschen hatte ich umsonst dabei.

    Zuhause schließe ich das Stromaggregat an der Tiefkühltruhe an und Kühle diese wieder runter. Nebenbei lade ich alle mobilen Verbraucher und den großen LiFePo4 Akku auf.

    Währendessen trage ich die 11kg Gasflasche auf den Balkon und baue dort den 2 flammigen Kocher auf. Dann muss ich nicht immer im Camper kochen.

    Nach einer Cafepause rufe ich meine emails via KW ab. Die Kollegen aus US können mir auch nichts genaues sagen. Die Ursache des Stromausfalls ist noch unklar. Immerhin scheint es nicht zu einer Haverie in einem AKW gekommen zu sein. Auf dem lokalen Afu Relais wird es langsam ruhiger. Es sind wohl die ersten Akkus der Handfunken leer. Über SAT und Radio gibt es auch keine neuen Informationen.

    Da es abends mittlerweile schon kühl wird bereite ich ein Feuer im Kachelofen vor.

    Nachmittags fahre ich mit dem Rad in den Nachbarort zu den Schwiegereltern. Es geht ihnen gut. Da ihr Kühlschrank nicht funktioniert nehme ich die leicht verderblichen Waren mit zu uns.

    Wir verabreden das ich am nächsten Tag bei ihnen vorbei schaue. Die Straßen waren alle frei, es war wenig Verkehr unterwegs.

    Zuhause bereite ich das Abendessen vor: Spaghetti Bolognese.

    Meine Frau kommt von der Arbeit. Es gab sehr viel zu tun. Etliche Verletzungen. Dazu ein Verdacht auf einen Herzinfarkt. Leider konnten sie keinen Krankenwagen rufen. Der Patient wurde von einem Angehörigen ins Krankenhaus gefahren. Ob er dort aufgenommen wurde konnte sie nicht sagen.

    Nach dem Abendessen zünden wir das Feuer im Ofen an und spielen bei Kerzenlicht noch ein Kartenspiel. Dann geht es früh ins Bett. Morgen wird vermtl. wieder ein Langer Tag.

    Welche Amateurfunkrelais in Deutschland laufen bei einem Blackout länger als 3 h ?

    Da sollten mal vor Jahren USV Konzepte realisiert werden, die sind aber verschollen.

    Obwohl bekannt ist, dass gerade die analogen Amateurfunkrelais bei Blackout extremst wichtig sind.

    Gleiches gilt natürlich auch für CB Relais.

    Die für mich relevanten Relais sind Notstrom versorgt. Sollte es in deiner Gegend nicht so sein kann ich dir nen warmen Tipp geben. Bring dich ein. Die Relais betreiben sich nicht von alleine. Die Betreiber sind in der Regel um jeden Unterstützer froh. Aber die Diskussion gehört hier nicht in den Thread. Hier ging es um die Maßnahmen in den ersten Stunden.


    Brighid

    du würdest ernsthaft den Autschlüssen auf den Beifahrersitz legen und dein Auto aufgeben? In den ersten Stunden eines Stromausfalls?

    Wäre ja echt doof wenn am nächsten Morgen der Strom dann wieder da ist. In der Regel kommt man schlecht gefahren am Ende meistens immer noch schneller ans Ziel als gut gelaufen.