Beiträge von wolpertinger

    Ich sehe das ähnlich wie asdrubal. In den 60, 70, 80 wurden als Spätfolge des Wirtschaftswunders die Innenstädte aufgeblasen. Aus kleinen Läden wurden Mehrstöckige Einkaufszeilen. In den 90er und frühen 00er Jahren kammen dann noch die großen Shoppingmalls hinzu. Amerika war das große Vorbild.

    Das war alles deutlich am Bedarf vorbei. Jetzt reguliert sich das ganze halt wieder. Und Mal ganz ehrlich. Ich bin früher schon nicht gerne in die Innenstädte von Großstädten zum Einkaufen und seit einigen Jahren meide ich sie komplett. Nicht weil sie sich verschlechtert hätten sondern weil es früher für mich ein notwendiges Übel war das ich heute zum Glück vermeiden kann.

    Ich bin froh das es heute keinen Grund mehr gibt das kleine Dorf zu verlassen. Hier kann ich mittlerweile sehr gut arbeiten (HomeOffice) und muss auch nirgends mehr hin fahren um einzukaufen. Gab es noch vor einigen Jahren einen Trend fort zu ziehen kippt das gerade wieder.

    Nicht falsch verstehen, ich supporte sehr wohl die heimische Wirtschaft. Ich kaufe viel beim Bauern im Ort, beauftrage bevorzugt heimische Handwerke und kaufe Produkte aus der Region.

    Gute Beratung setzt sich auch online durch. Thomann ist da wirklich ein sehr gutes Beispiel. Ich hatte mal beruflich eine Aufgabe unter hohem Zeitdruck zu lösen die mit dem Kerngeschäft von Thomann nichts zu tun hatte.

    Nach einem kurzen Telefonat und Schilderung des Problems sind die mit dem Zollstock und einer Waage ins Lager gerannt und haben für mich Anlagen vermessen und aufs Gramm gewogen.

    Die haben Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt um mir zu helfen. Incl. Einem Kurierfahrer der die Ware 5h später bei mir abgeliefert hatte.

    Seitdem bestelle ich bei denen immer wieder gerne obwohl sie nicht immer die billigsten sind.


    Aber grundsätzlich ist das doch der Lauf der Dinge. Vor 40 Jahren haben die Discounter die kleinen Tante Emma Läden abgelöst. Der nächste logische Schritt ist das diese jetzt auch langsam abgelöst werden.

    Ich will ehrlich sein. Meine "Freizeit" ist Recht dünn, da sehe ich nicht ein auch noch stundenlang von Laden zu Laden zu tingeln und am Ende hat doch keiner was ich möchte. Ausnahmen sind ganz wenige Fachgeschäfte bei denen ich wirklich eine exzellente Beratung bekomme und die meinen Bedarf in der Regel auch auf Vorrat haben.

    Aber diesen Fachgeschäften geht es auch in der Corona Krise halbwegs gut.

    Meiner Meinung nach werden wir uns ob mit oder ohne Corona von gefüllten Innenstädten verabschieden müssen. Die Zeit ist einfach vorbei. Zum Glück stellen auch viele kleiner Betriebe auf Online Handel um. Und gerade hier ist dann plötzlich wieder ein Fachhandel auf dem Platten Land im Nirgendwo interessant. Da sind nämlich Miete für Lagerfläche und Lebenshaltungskosten niedriger. Ein Onlineshop aus Mecklenburg-Vorpommern hat definitiv weniger Betriebskosten als einer aus Hamburg oder München. Daher sehe ich die Entwicklung durchaus als Chance für den ländlichen Raum.

    Aber wir driften sehr weit vom eigentlichen Thema ab.

    Corona als Brandbeschleuniger trifft es eigentlich ganz gut.

    Die meisten Läden in den Innenstädten schliessen aber nicht wegen Corona sondern Corona hat ihnen den Rest gegeben. Wenn ich mir die Einkaufszeile der Innenstadt bei uns so ansehe ist das Zielpublikum 75+. Die Kunden sterben ihnen einfach altersbedingt irgendwann weg. Die Preise liegen gute 30 - 40% über dem was ich andernorts zahle. Und dabei sind das Angebot meistens beliebige Marken/Edelklamotten.

    Echter Fachhandel dagegen kann sich bei uns in der Gegend sehr gut halten. Diesen findest du aber schon seit mehr als 10 Jahren nicht mehr in den überteuerten Innenstädten. Und um die Fahrradhändler mache ich mir überhaupt keine Sorgen die erleben ja gerade einen echten Boom. Der Händler bei mir um die Ecke hat den Laden nahezu leer stehen weil er alles verkauft hat.

    Den MFA wurden auch sehr sehr gute Stundenlöhne angeboten. Und es herrscht absoluter Mangel an Fachpersonal. Es gibt nicht wenige Ärzte die mittlerweile als "One Man Show" ohne MFA's arbeiten müssen.

    Deswegen versucht man nun aus den Praxen Fachpwrsonal abzuwerben und ist dafür bereit Höhe Stundenlöhne zu zahlen.

    Das Personal fehlt dann an anderer Stelle.

    Zu meiner Zeit in Ostafrika - ist schon ein paar Jahre zurück - wurden genau diese Teile auf der Missionsstation mehrfach verwendet.

    Die Nadeln wurden über offener Flamme sterilisiert, konnten durchaus 10fach verwendet werden bis sie stumpf waren.

    Das war früher in Deutschland durchaus üblich. Aber irgendwann hat man festgestellt daß das keine so gute Idee ist. AIDS und andere Infektionskrankheiten freuen sich darüber.

    Man hatte fast ein Jahr Zeit, zu bestellen und die Produktion hochzufahren und stellt dann fest, das nicht genug Kanülen da sind?

    Ist leider so. Es soll Arztpraxen geben die mittlerweile zwar den für Oktober versprochenen Grippeimpfstoff erhalten haben die aber keine Kanülen mehr bekommen da diese für die Coronaimpfung zentral aufgekauft wurden. Die Lager sind leer.

    Murphyline

    Du weißt aber schon das Steckrüben und Erbsen nicht mehr so angebaut werden wie früher? Noch zu meiner Kindheit hätte da jeder Kleinbauern irgendwo ein Feld. Das letzte Feld mit Steckrüben habe ich bei uns in der Gegend wohl vor 10 Jahren oder so gesehen. Du wirst die Brühe wohl so trinken müssen.

    Ich denke Salz hat beim normalen Europäer fast keinerlei Bedeutung mehr. Beim täglichen kochen werden eher kleinere Mengen benötigt. Und Lebensmittel haltbar machen, Wursten, etc. Das kann doch keiner mehr. Und die die es noch können haben Pökelsalz, etc auf Lager.

    Das wird auf den Leitstellen noch nicht einmal ein müdes Lächeln erzeugen. Die Beleuchtung der privaten Haushalte ist eine absolut zu vernachlässigende Größe für die Netzbetreiber. Die an Silvester betriebenen elektrischen Raclette übersteigen den Strombedarf der Beleuchtung um ein Vielfaches.

    Wieso bist du der Meinung daß die rot markierten Bereiche auch heute zutreffen?

    Den ersten rot markierten Bereiche verstehe ich nicht. Meines Wissens gibt es nur ein deutsches Land. Somit kann man einen Impfstoff auch nicht als zweites deutsches Land einführen. Ich kann hier leider die Relevanz zu Covid19 nicht erkennen.

    Auch beim zweiten markierten Bereiche erschließt sich mir die Relevanz zu heute nicht. Ich wüsste nicht das die Impfstoffe von überforderten Klinikleitern in ihrer Freizeit in Hinterhoflaboren entwickelt wurden.

    Aber mach dir keine Sorgen zum einen sind unsere Zulassungsbehörden so langsam das bis es zu einer Zulassung in Deutschland/EU kommt schon Hunderttausende in England und US geimpft sein werden. Somit sind wir dann zwar die ersten deutschen Lande aber es gibt schon viele Erfahrungen.

    Ausserdem gibt es ja keine Impfpflicht. Es wird dir also keiner mit einer Nadel zwangsweise zu Nahe kommen.

    Vollzeitvater

    Könntest du noch in ein oder zwei Sätzen kurz mitteilen warum du denkst das dieser historische Vorfall in einem medizinischen Labor in einem Bezug zu Covid19 steht?

    Beim verlinkten Fall handelte es sich um grobe Fehler bei der Herstellung in einem einzelnen Labor durch fachlich schlecht ausgebildetem Personal in einem Labor mit Hygienefehlern . Grundsätzlich war der Impfstoff sicher.

    Ich denke da gibt es mittlerweile deutlich höhere Hygiene und Sicherheitsmaßstäbe in der Impfstoffproduktion.

    Wobei es in der Medizin (wie in allen anderen Berufen) immer Mal wieder zu Fehlern durch menschliches Versagen kommt.

    Zu 100% gibt es im Leben am Ende doch nur den Besuch von Gevatter Tod.

    @Tejujagu

    Wie sich die Länder dann doch unterscheiden. Auch bei der Blutspende dauert das Arztgespräch weniger als 3min.

    Grippeschutzimpfungen werden in D oftmals von den Arbeitgebern organisiert. Auch hier dauert das Impfgespräch weniger als 3min bei einem Arzt der mich nicht kennt.

    Da ich nichts von Hunderttausenden von Impfschäden in Deutschland aufgrund mangelhafter ärztlicher Aufklärung höhere funktioniert entweder die Zensur ganz gut oder das System funktioniert ganz gut.

    Bitte versuche nicht das deutsche Impfsystem bzw. das Vorgehen in der Pandemie aus mehreren Tausend Kilometern zu bewerten. Ich bemühe mich auch das Vorgehen in deinem Land, mangels Wissens, nicht mehr zu bewerten.

    Ein Altenheim direkt bei uns hatte vor 3 Wochen 29 Infektionen gemeldet. Mittlerweile sind 9 davon verstorben und der Rest bei weitem noch nicht gesund.

    Ein weiteres Altersheim bei uns hat jetzt 89 Fälle gemeldet. Ich fürchte mich davor was da die nächsten Wochen passiert. Einige davon sind Patienten meiner Frau. Sicher ab einem gewissen Alter hat jeder so seine Vorerkrankungen. Aber die meisten starben hier an und nicht mit Corona.