Beiträge von Fairlane

    @Cephalotus


    Natürlich eröffnet eine große Menge Geld auch mehr Möglichkeiten, aber so schnell wie manch "Glückliche" es angehäuft haben, kann es auch wieder weg sein - das hängt immer davon ab in was man es investiert hat. Beispielsweise haben etliche Leute an der Börse in den letzten Crashs ihre Kursgewinne nicht realisieren können....wieder andere waren der Meinung, dass Gold ja keine Zinsen abwirft usw. usf..

    Schaut man sich manche Reiche an, dann bekomme ich zumindest den Eindruck, dass sie ihre Reichtümer nur dazu verwenden um damit ihr Ego noch weiter aufzupumpen.


    Hätte ich beispielsweise 2 Mio. EUR, dann müßte ich nicht mehr arbeiten gehen. Würde ich mir deswegen einen Sportwagen zulegen, oder ein größeres Haus mit Pool? Nein, ich wäre froh darüber unabhängig zu sein, könnte mich mehr um meine Kinder kümmern und ein Leben führen in welchem ich mich nicht um die Probleme meiner Kundschaft kümmern müsste. Ein Ferienhaus in Finnland wäre schön; das wäre mir lieber als irgendwelcher Konsum-Schrott mit welchem man anderen Leuten vor Augen führt wie reich und toll man ist.


    Wir hier haben doch - unabhängig von der eigenen Finanzlage einen viel größeren Reichtum - wir feilen an unseren Fertigkeiten mit denen man draußen überleben kann, haben unsere Vorräte, sind doch meistens am Puls der Zeit und ahnen wann es brenzlig werden könnte. Das Gespür haben bei weitem nicht alle, die reich sind. Berufsbedingt habe ich in gut 24 Jahren Praxis genügend Reiche erlebt und kenne deren Weltbild....es ist abgehoben von einem normalen, glücklichen Leben, das Geld ist ihre Krücke und ist es weg, dann sind viele dieser Menschen nichts mehr, weil sie alles darüber definiert haben.


    Gruss, Fairlane

    Man kann nicht für alles vorsorgen, das lassen limitierende Faktoren bei Normal-Sterblichen einfach nicht zu.

    Entweder reicht das Geld nicht, die Lagerkapazität oder die ganze Vorratshaltung und Ausrüstung frisst soviel Zeit, dass man mit der Pflege der ganzen Dinge nicht mehr hinterher kommt.


    Wenn Du aufgrund Deiner Kompetenzen keine Vorräte mehr anlegen mußt und in der Lage bist Deine Ressourcen zu sichern.


    Gruß


    Tid

    T I D hat das absolut puristisch auf den Punkt gebracht, nur werden sehr wenige in der Lage sein das erfolgreich auf die Reihe zu bringen, weil da draussen noch viele andere unterwegs sind, mit denen sich Ressourcenkonflikte ergeben werden.

    Das klappt ggf. in den Weiten von Sibirien oder dort wo die Bevölkerungsdichte ganz dünn ist.


    Für das aktuelle Problem waren wir jetzt auch nicht soooo toll vorbereitet; bei mir liegen 3 Vollmasken, eine Halbmaske, fünf Chemieschutzanzüge herum, 14 RD40 Filter, 5 Sätze FP3 Filter für die Halbmaske, ca. 80 Nitrolon-Handschuhe und davon habe ich einige Dinge auf der letzen "Rille" noch gekauft. Damit kommt man eine Zeit lang über die Runden.


    Bei uns stehen halt eher die Szenarien im Vordergrund, die in Richtung Zusammenbruch der Versorgung gehen, sprich wenn der Strom weg ist und bleibt, wenn die Regale im Supermarkt leer sind. Dass Corona zu so etwas führen könnte, ist nicht unwahrscheinlich; die Frage ist, ob es das noch wird....schaun wir mal was in ein, zwei Monaten sein wird.


    Sofern man derzeit für 1 bis 3 Monate genügend Futter in der Bude hat, braucht man nicht in Panik zu verfallen.


    Gruss, Fairlane

    Die Frisur war (bisher) das erste richtige Opfer, was Corona gefordert hat.

    Meine Frau wollte mir die Haare schneiden und freute sich auch noch drauf. Den Spaß ließ ich ihr nicht - morgens im Bad habe ich meinen Bartschneider auf 3mm gestellt und alles bis auf einen 1cm hohen Front-Spoiler runter gedreht. Schaut recht radi-kahl aus, ist aber sehr pflegeleicht. Habe zwar nicht unbedingt die Kopfform, die dafür geeignet wäre, aber bevor ich rumlaufe wie ein Hippie kommt die angegraute Wolle runter!

    So, mal ein paar aktuelle Erfahrungen und Erlebnisse von gestern und heute:


    Gestern waren wir mit den Kindern draussen im Wald; diese Idee hatten auch zahlreiche andere Leute und zunächst sahen wir auch nur andere Familien. Abstand wurde überwiegend gewahrt, einige schienen es jedoch nicht für nötig zu halten.

    Am Waldrand steht ein Vereinshaus; aktuell nimmt man ja an, dass das Vereinsleben "tot" ist, hier stellten wir jedoch recht erstaunt fest, dass vier Jugendliche auf einem Balkon eine kleine Feier am Laufen hatten, Essen wurde drinnen offenbar gekocht und Reste draussen an den Mülltonnen entsorgt - auf einer Wiese in der Nähe machten wir unser kleines Familien-Picknick und konnten beobachten, dass sich noch einige Jugendliche zur laufenden "Versammlung" einfanden. Die hatten es definitiv nicht verstanden die sozialen Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren....Klugscheißen oder aufspielen wollten wir uns nicht, dachten uns aber unseren Teil.


    Heute war für die Familie und die Eltern ein Einkauf beim Bäcker fällig, den ich absolvierte - "Vollschutz" mit Anzug sparte ich wegen der nicht zu lagen Verweildauer im Laden aus, dafür allerdings regendichte Outdoor-Kleidung, die ich hoch schloß und später in einem dichten Sack ablegte bevor ich wieder ins Auto stieg, Halbschutz-Maske mit FP3 Filter, dicht anliegende Schutzbrille und modisch schwarze Chemie-Handschuhe.....das war schon ein deutlicher Kontrast zum Verkaufspersonal, das hinter der Sabberschutz-Scheibe stand, keine Masken und keine Handschuhe trug. Zwei Kunden durften nur jeweils in den Laden, ein Älterer Herr, welcher der Dritte im Bunde gewesen wäre, wurde umgehend nach Draußen gebeten. Das was während meiner ca. 12Minuten an Kundschaft den Verkaufsraum betrat, trug mit Ausnahme einer Frau mit OP Mundschutz nichts an Schutz-Artikeln. Ich kam mir ein ganz klein wenig affig vor, aber "better safe than sorry". Ich wurde nicht schief angesehen, bei ein, zwei Leuten, die mir auf dem Weg vom und zum Auto begegneten, nahm ich eher so etwas wie "Neid" wahr. Aber ganz im Ernst - ich bin froh wenn diese Sache ein Ende findet. Selbstverständlich könnte ich auf den ganzen Schutz verzichten...wer will aber Roulette mit seiner Gesundheit spielen?


    Gruss, Fairlane

    Ich sehe die ganze Corona-Geschichte gemischt, es gibt positive Aspekte, die von den Vorschreibern erwähnt wurden und mir ebenso auffallen:


    - Der Himmel ist weniger von Kondensstreifen verkritzelt

    - Die Luftqualität ist merklich besser, wenngleich sie bei mir hier schon immer besser als in Ballungsräumen war

    - es ist vom Verkehrslärm her richtig ruhig geworden, vergleichbar mit dem Pfälzer Wald oder gar den dünn besiedelten Gebieten in Finnland.

    - Ich sehe all unsere Vorbereitungen auf Krisen als "lohnende und sinnvolle Investition" bestätigt


    Negativ:


    - Die zuletzt getätigten Vorbereitungen waren extra Ausgaben, die teuer waren.

    - Der Alltag ist komplexer geworden.

    - Es ist nicht mit Sicherheit zu sagen wann die Einschränkungen vorbei sind

    - Es ist ebenso nicht absehbar welche Probleme nach Corona uns alle heimsuchen werden.


    Gruss, Fairlane

    Meine Frau war gestern dran mit Einkaufen.

    Dass sie nicht "ungeschützt" gehen würde war vereinbart und so holte ich ihre Schutzbrille aus unserem Lager (Bolle Tactical), von denen ich zwei vor etlichen Jahren mal gekauft hatte - man weiß ja nie ob man so etwas mal braucht, aber haben ist besser...


    Vor Wochen hatte sie außerdem ein meiner Meinung nach dubioses Angebot von FFP-2 Schutzmasken online gekauft (chinesiche Markenbezeichnung...) und musste dann feststellen, dass es nur Filtervlies bzw. Aktivkohle-Einlagen waren.

    Ich stellte sie vor die Wahl "daheim bleiben" oder "ich geh am Wochenende", bzw. "Du trägst meine Halbmaske bzw. eine der Vollmasken" - was sie aber ablehnte.

    Da sie versiert auf der Nähmaschine ist, hatte sie innerhalb von 20 Minuten doch tatsächlich einen Mundschutz aus ihren "China-Einzelteilen" gebaut, der dicht am Gesicht anliegt und so zog sie los incl. Nitril-Handschuhen und Desinfektionsspray im Zerstäuber.


    Nach etwas über 80 Minuten war sie wieder daheim mit vollem Kofferraum.


    Die Bilanz des Einkaufs und der Erlebnisse gab einiges zum Schmunzeln her:


    Im Getränkemarkt betete ein Vertreter einer großen Weltreligion unentwegt und sprach überzeugt davon, dass Allah uns alle verlassen hätte. Ein Großteil der Kundschaft trug keinenen Schutz der Atemwege, aber Schutzhandschuhe waren recht verbreitet. An Getränken gab es keinen erkennbaren Mangel. Im Lebensmittelmarkt gegenüber war sie natürlich auch, von dort benötigten wir den üblichen Einkauf für drei Wochen plus das, was meine Mutter samt Freund noch auf der Shopping-Liste stehen hatten:


    - Klopapier war zu haben, aber nur eine Packung pro Kopf

    - Nasshefe und Trockenhefe waren nicht erhältlich - wäre was da gewesen, dann
    rationiert, d.h. ein Würfel Hefe oder eine Packung Trockenhefe

    - Nudeln waren nicht erhältlich

    - Konserven ziemlich ausgedünnt

    - Seife ausgedünnt


    Die Leute hätten sich zivilisiert verhalten, hier und da wäre Maulerei gewesen, weil manche mehr mitnehmen wollte, als "haushaltsüblich".


    Gruss, Fairlane

    Okay, nehmen wir mal wirklich an dieses Virus behelligt uns länger als gedacht:


    Wir müssen damit rechnen, dass es zu immer mehr Ausfällen in den verschiedensten Bereichen kommen wird.


    Da hätten wir zum einen den ganzen Bereich der Nahrungsmittel von denen es immer weniger geben wird, weil hier Leute ausfallen, die sie produzieren und damit die verfügbare Menge schrumpft.


    Ebenso wird es zu Ausfällen im Bereich Transport kommen, weil Speditionen, Bahn usw. ebenso mit einem größeren Krankenstand zu kämpfen haben.....zieht sich das wie ein roter Faden durch alle Bereiche, dann bleibt im Prinzip kein Stein auf dem anderen. Am Ende wird immer ein gewisser Teil der Bevölkerung krank sein und die Gesundeten werden sich zwangsläufig immer wieder anstecken und ein Teil davon versterben.


    Das sind dann die Zutaten, aus denen eine langfristige Krise mit allen Konsequenzen entsteht. Je nachdem, was sich die Regierungen an neuen Ideen einfallen lassen, fliegt hier und da der Deckel vom Topf und wenn es an ausreichend Ortnungshütern fehlt, kann man sich recht einfach ausmalen was noch alles im Schlepptau kommt: Proteste, Plünderungen, Aufstände - so gehen Nationen unter. Jedes Land ist neun Mahlzeiten von ner "Revolution" entfernt - nur würde eine solche nichts wirklich besser machen.


    Klar mag das jetzt brachiale Schwarzmalerei von mir sein und ich verspüre definitiv nicht den Wunsch dass wir alle von einem derartigen Zusammenbruch gefressen werden...aktuell ist garnicht absehbar was noch passieren wird, aber ich rate einfach mal und sage, dass uns das Problem noch mit Sicherheit bis Ende 2020 mit seiner Anwesenheit beehren wird. Und bis dahin werden wir sicherlich auf einige Dinge unserer Vorräte zurückgreifen müssen.


    Wichtig ist vor allem nicht die Nerven zu verlieren und übrig zu bleiben.


    Persönlich hoffe ich, dass wir alle gesund bleiben, dass wir für den kommenden Winter genügend Holz und Kohle kaufen können, dass die normalen Einkäufe noch alles Notwendige beinhalten.


    Aktuell ist Ausharren angesagt; wir sitzen alle in einem Boot und keiner weiß wirklich wohin die Reise geht und was wir auf dieser unfreiwillig gebuchten Tour erleben werden.


    Einerseits spannend....andererseits beunruhigend!


    Gruss, Fairlane


    Wenn man essen will, dann muß man etwas da haben; bei solchen Dingen sollte man sich niemals auf andere verlassen - das hat nichts zwingend etwas mit Mißtrauen gegen den Staat zu tun. Es wird an so vielen Ecken und Enden Geld investiert, aber wer das System genau anschaut, wird schnell verstehen, dass "totes Kapital" nie bevorzugt behandelt wird. Mag ja sein, daß es große Getreidespeicher gibt und entsprechende Vorräte für den Krisenfall. Sind aber im Fall der Fälle auch genügend Mühlen da, die das Korn verarbeiten können? Hat man auf die Schädlingsbekämpfung geachtet, oder waren schon Ratten und Mäuse dran? Gibt es genügend Säcke fürs Mehl....alles Fragen auf die wir keine Antwort bekommen...und wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, wissen wir nur, dass irgendwas nicht wie gedacht funktioniert hat. Etliche Leute werden nach Corona schlauer sein und zusehen, dass sie künftig Vorrat halten - im Rahmen ihrer Möglichkeiten, aber gewiss mehr als der übliche Einkauf für 2-4 Wochen.


    Gruss, Fairlane

    UrbanTrapper:


    Also ich finde das Kaufverhalten nicht wirklich ungewöhnlich, denn mit der Hefe kann man alle möglichen Sorten von Teig machen und entsprechend auch vielfältig backen. Es ist der schnellste Weg ohne großen Aufwand diverse Backwaren selbst zu machen. Mit einer Haltbarkeit von rund einem Jahr kommt man bei entsprechender Menge schon recht weit. Klar gibt es hochwertigere Alternativen und wieviel davon schlussendlich im Müll landen wird, werden wir nie erfahern.

    Es ist für mein Verständnis garnicht so abwegig was gekauft wird.


    Konserven halten sehr lange und der Schwerpunkt der neuen Hamster liegt auf günstigen Konserven - das mag zwar nicht immer ein kulinarischer Hochgenuß sein, aber man bekommt mehr für die investierten Euros.


    Nudeln - halten auch etliche Jahre, sind günstig und schnell zubereitet.


    Reis - verschiedene Sorten sind günstig zu haben, Zubereitung auch einfach, aber die Haltbarkeit ist nur mäßig - 1 bis 1,5 Jahre und er riecht ranzig.


    Hätten die Leute halt weniger von der Hand in den Mund gelebt und einen Vorrat mit Augenmaß angelegt, dann hätte es derartige Anstürme vermutlich nicht gegeben - das ist halt der Zeitgeist; etliche haben keinen Platz um etwas zu lagern; moderne Häuser sind ohne Keller gebaut, bei anderen ist am Ende des Geldes noch viel Monat über und plötzlich schauts so aus, als würde die Musik gleich aufhören zu spielen; da will jeder noch etwas brauchbares ergattern.

    Auch die ganzen Durchhalteparolen sind für mich ein untrügliches Indiz, dass man die Lage nicht auf die lockere Schulter nehmen sollte.


    Gruss, Fairlane

    1kg Trockenhefe? WTF!


    Ich ahbe nur so zwei packungen mit 5? Tütchen drin.



    :D Ja - sowas konnte man vor Corona problemlos bei amazon ordern; aktuell wird es mit dem Angebot sehr dünn und der Preis steigt auch.

    Wenn Du was auf halbwegs vernünftigen Niveau backen willst und im zweistelligen-Kilo-Bereich an Mehl hast, dann sind diese Mengen erforderlich.

    Klar ist Backen mit Sauerteig viel besser. Was ich mit meiner Trockenhefe z.B. an Brötchen bzw. Laugengebäck herausbekommen habe, sieht halt wie vom "Aufbäcker" in der Tanke aus....mit richtiger Hefe habe ich schon diese Dinge gebacken und zu Festivitäten im Verein blieb von einem großen Klappkorb mit ca. 50 Laugenstangen NIX übrig, ausser ein paar Krümel. Es scheint besser zu schmecken, als was mancherorts über die Theke wandert.


    Gruss, Fairlane

    Die Auswirkungen auf die Familie waren uns in gewissem Umfang klar und wir haben natürlich für unsere beiden Kleinen (4 und 2 Jahre alt) auch einen Beschäftigungsplan.....nur wissen wir alle, dass kein Plan den Kontakt mit der Realität überlebt.


    Nun gut; ich mache Homeoffice und meine Frau (Lehrerin) ist mehr oder weniger arbeitstechnisch unterbeschäftigt und kann sich somit um die Kinder kümmern.

    Unsere Kids können sich recht lange alleine beschäfigen und das total liebevoll ohne Streit; täglich geht es irgendwo raus in die Natur für Bewegung - "Hirn auslüfen" ist ganz wichtig. Ansonsten maximal 20min. was kindgerechtes im Fernsehen, Spielen, basteln, Vorlesen.

    Ich bin räumlich in einem anderen Stockwerk der Wohnung ungestört an der Arbeit...von daher geht es.


    Den Kleinen fehlen eben Freunde und die üblichen sozialen Kontakte im Kindergarten oder bei der Tagesmutter....aber so ist das jetzt.

    Sie gewöhnen sich dran, aber "easy goin' " ist das nicht immer.


    Gruss, Fairlane

    Wir handhaben es auch so, dass der Vorrat prinzipiell nicht angerührt wird - mit der Ausnahme, dass solche Dinge genutzt werden, die am Markt nicht mehr zu haben sind. Damit lässt sich Zeit gewinnen und noch ist die Corona-Geschichte nicht ausgestanden.


    Wir haben beispielsweise 1kg Trockenhefe auf Reserve, davon habe ich jetzt eine Packung angebrochen, um Laugengebäck zu backen und meine Frau hat Rosinenbrötchen für die Kinder gemacht. Das fanden wir okay, da somit ein Besuch beim Bäcker vermeidbar war.


    Trockenhefe ist aktuell schwer bis garnicht mehr zu bekommen.


    Der Zeitpunkt zum kompletten Schwenk auf den Vorrat ist meiner Meinung nach dann gekommen, wenn in den Läden nichts brauchbares mehr im Angebot ist; sprich wenn es nur noch WC-Frisch-Steine und Skittles gibt.

    Einerseits wird man das selbst beim Einkaufen bemerken, andererseits spricht sich das in Foren herum.

    Noch ist es meiner Ansicht nach dafür zu früh....lassen wir mal zwei Monate ins Land gehen....dann ist das Lagebild hoffentlich klarer.


    Gruss, Fairlane

    Also hier mal meine Erfahrungen zu den jeweiligen Punkten:


    1. Richtigen Zeitpunkt zum Handeln erkennen - ist das möglich?


    Das Thema Corona verfolgte ich in diversen Nachrichtenportalen schon mit dessen Auftreten, muß aber auch ganz ehrlich sagen, dass ich es für unser Land zunächst nicht als großes Problem eingeschätzt habe. Als die ersten alarmierenden News übers Netz kamen, dass die Chinesen Straßen mit Erdwällen absperren usw. sah ich das Thema kritischer. In der letzten Februar Woche dann unser Entschluss hier:


    Wir fahren hoch! Schnell noch die Vorräte aufstocken so weit es geht, 128 Rollen Klopapier kaufen, Isopropylalkohol kaufen, diverses Zeuchs um die Kinder zu belustigen, damit man in tristen Zeiten noch "Überraschungen" parat hat incl. Belohnungen in Form von Süßkram.


    Fazit: Es war ein solider Grundstock an Vorräten vorhanden, die Wasser-Reserven sind frisch getauscht, im Prinzip können wir mindestens einen Monat vollkommen unabhänig agieren.


    Normale Einkäufe werden getätigt, aber zeitlich gestreckt um so wenig wie möglich raus zu müssen - und wenn, dann nur mit Halbmaske, Schutzbrille.

    Sollte sich die Lage drastisch verschlimmern und das Risiko hoch sein, dann werde ich auch nicht zögern im Vollschutz in einen Markt zum Einkauf zu gehen.



    2. Bug-in oder Bug-out?


    Ganz klar - Bug-in, das Problem wird ausgesessen.

    Zwar wäre ich persönlich ganz gerne mal für eine Tour mit Übernachtung im Wald, aber meine Frau würde mich killen, wenn ich sie für mein Vergnügen mit den Kindern daheim hängen lasse. Mittlerweile ist es hier so unbeschreiblich ruhig im Ort und auf dessen Straßen, dass man sich fast wie der letzte Mensch fühlt. Das ist einer der wenigen Aspekte, die "angenehm" an der Krise sind.


    3. Sicherer Ort?


    Our house is our castle. Wir haben keinen sicheren Ort ausserhalb unseres Hauses.


    4. Fluchtfahrzeug?


    Zwei Autos sind vorhanden, eine Familienkutsche und mein Subaru Forester...aber wohin wollen wir denn fahren. Das Virus ist so ziemlich überall - die Antarktis scheint noch nicht coronös zu sein, aber dahin wollen wir nicht und kommen wir auch nicht.


    5. Lone Wulf oder Service-to / with-others?


    Zunächst mal ist das eigene Wolfs-Rudel dran...Freunde und Co. haben schon diverse Anfragen wegen Wasserfiltern und Co. gehabt (scheinbar rechnen auch die mit einem Ausfall der Infrastruktur irgendwann)....aber von mir wollte bisher niemand was kaufen oder tauschen. Noch haben wir diese Phase auch nicht erreicht. Service to others - das gabs bei mir die letzten 10 Jahre mit ewigen Hinweisen, dass jeder was für sich tun sollte und besser nen kleinen Vorrat anlegt.



    6. Abwarten & Tee trinken, die Sache ist noch nicht vorbei....da wird noch einiges kommen - auch wenn das Virus weg ist.


    Gruss, Fairlane

    Mentale Aspekte:


    Nun...da gibt es einige, die ich persönlich bemerke. Aktuell verweile ich noch auf der Arbeit (Büro-Job), aber in Kürze werde auch ich ins Homeoffice wechseln müssen, da die Personalabteilung das so entscheiden hat. Ich bin ein Gewohnheitstier und schätze eine klare Trennung zwischen Büro und dem Zuhause - kurzum: Die Veränderung stresst mich in gewissem Maße. So ziemlich alle Menschen in meinem sozialen Umfeld zeigen gewisse Auffälligkeiten, was von fahrlässiger Sorglosigkeit bis hin zur Paranoia geht; jedem macht die Situation zu schaffen.


    Mehr Zeit daheim zu verbringen ist für mich nicht zwangsläufig eine Last, aber den Kindern fehlt der Kontakt zu ihren Freunden; ich selbst vermisse die wöchentlichen Treffen im Verein, das Training (Schießsport), die verschobenen Meisterschaften....ich finde mich damit ab, dass das gewohnte Leben derzeit auf Sparflamme kocht, aber von einem "Koller" kann keine Rede sein. Stattdessen wird halt im Haus die Zeit vertrieben, aufgeräumt....liegen gebliebene Dinge erledigt und die coronöse Situation in etlichen Newsquellen aktiv verfolgt.


    Wir können die Sache recht gut aussitzen, machen uns keine übermäßigen Sorgen, versuchen aber so bedächtig und vorsichtig wie nur irgend möglich zu handeln. Im Laufe dieser Woche steht ein Essens-Einkauf an, den ich erledigen werden muß und meine Hemmungen den örtlichen ReWe in Vollschutz-Montur zu betreten sinken stündlich. Das wird ein Spaß....?(


    Gruß, Fairlane

    Ich hatte mir auch die Tactikka in der RGB-Variante gekauft - guter Preis, gute Leistung...aber auch ich habe den Kritikpunkt der Wasserdichtigkeit. Da ist kein Dichtring verbaut - einfach nur "nichts" und es reicht schon etwas Regen, damit Wasser im Batteriefach steht. Mir ist das schleierhaft, dass man eine solche Stirnlampe nur für Schönwetter-Anwendung konstruiert.....das hätte man viel besser lösen können.

    Viel kann man da nicht machen; grundsätzlich halte ich Abstand von Menschen, die mir suspekt sind (näher brauche ich darauf nicht einzugehen...) und ich achte darauf, dass niemand aus diesem Personenkreis hinter mir oder neben mir steht. Sollte das so sein, stelle ich mich anderswo hin! Am Bahnsteig halte ich grundsätzlich Abstand zum einfahrenden Zug; Gepäck habe ich vor mir stehen, trag ich nen Rucksack und habe diesen nicht abgesetzt, dann stehe ich in einer möglichst stabilen Haltung.

    Eine gute Wahrnehmung der Umgebung ist allzeit erforderlich; denn das schafft Abstand zu aufkeimenden Problemen was wiederum Zeit zum Entscheiden und Handeln schafft.


    Sind unsere Kinder dabei, dann bekommen die schon gesagt, dass sie nicht herumtollen sollen und werden an die Hand genommen - nicht auf den Arm, sonst ist man in allen weiteren Dingen eingeschränkt.


    Generell sehe ich Reisen mit der Bahn seit rund vier Jahren "kritischer", da man ggf. mit Leuten zusammen fährt, die man besser nie getroffen hätte. Natürlich gibt es auch positive Begegnungen....aber das Risiko genau das Gegenteil zu erleben, ob nun im Zug, oder auf dem Bahnhof lässt mich sehr nachdenklich werden.


    Gruss, Fairlane

    Da ich die von SBB+ angeführte Liste gut finde, bin ich so frei und übernehme sie mal:




    Blackout --> ja.

    Erdbeben --> nein, da in meiner Region höchst selten

    EMP Angriff --> nur rudimentär; es wäre möglich, ich schätze es aber weniger dringlich ein.

    Krieg --> Abhängig von der Eskalationsstufe und wo bzw. weshalb einer ausbricht.

    Zusammenbruch der Gesellschaft --> Ja; nebst sozialen Unruhen - abhängig davon wo. Ich lebe in einem etwas ländlicher geprägten Region, die kein Brennpunkt ist.


    Schneesturm --> indirekt ja, abhängig vom Wetterbericht, aber der Winter ist aktuell mild.

    Überschwemmung --> nein, spielt bei mir lokal bedingt eine vernachlässigbare Nebenrolle.

    Zombie Apokalypse --> nein

    Alien Invasion --> nein

    Ausfall Wasserversorgung --> ja. Wasserversorgung ist eine der wichtigsten Säule bei den Vorräten.

    Ausfall Heizung --> ja. Meine Heizung läuft netzunabhängig, brauch keinen Strom, nur Holz und Kohle - Vorrat stets vorhanden

    Ausfall Spritversorgung --> ja

    Ausfall Internet --> Nein. Wenns weg ist, ist es weg.

    Ausfall Telefon --> bedingt. PMR & CB-Funk sind vorhanden und können mit Batterie bzw. im Kfz genutzt werden.

    Ausfall Zahlungssysteme (digital) --> jein. Alternativ eben Bargeld.

    Ausfall Feuerwehr --> Nein.

    Ausfall Lebensmittelversorgung --> ja, unbedingt.

    Unfälle mit starker Rauch oder Belastung der Atemluft --> Teilweise. Grundschutz mit Gasmasken und Filtern.

    Pandemie --> fehlt fast und steht nicht an erster Stelle

    Kollaps der Verkehrssysteme --> BugIn, grobes Konzept falls ich die Region verlassen müsste.

    Also ich habe mir gerade wegen §42 ein Leatherman Rebar geholt. Sicherlich ist es nicht die Qualität wie andere Multitools von Leatherman (Charge Ti oder Wave, die ich auch habe), aber es ist ein funktionierender Kompromiss. Das Swisstool ist in jedem Fall wertiger und stabiler als das Rebar, auch vom Funktionsumfang her vielfältiger, aber auch richtig schwer. Bisher konnte ich mich mit dem Rebar anfreunden, es ist eine gute Ergänzung draussen im Wald zu einem Fixed und einem Taschenmesser mit ner Schere dran.

    Also mit Tau hatte ich bisher noch keine Probleme am Tarp - womöglich bekommt man Feuchte am Tarp wenn man auf ner Wiese sein Lager aufschlägt und es morgens halt noch frisch ist...dann kann ich mir vorstellen, dass sich dort was niederschlägt, vermutlich auch am Schlafsack. Aber da ich ja meist auf Waldboden lagere, und ne Plane drunter habe (grundsätzlich) habe ich derartiges noch nicht gehabt - wohl gemerkt von Mai bis Oktober. Im Januar hatte ich an der Tarp-Innenseite schon gefrorene Atemluft ;-)
    Ehrlich gesagt habe ich auf derartige Begleiterscheinungen noch nie so sehr geachtet, da ich mein ganzes Equipment nach einer Tour ohnehin daheim aufspanne und ordentlich lüften lasse, damit mir da nichts zu gammeln anfängt.
    Was die Montagehöhe betrifft, so ziehe ich die Ridgeline meist auf 1,5m, also grob Brusthöhe bei mir, schlussendlich hängt es aber davon ab wie groß mein Tarp ist, meist habe ich ein 3x3m dabei, seltener ein 3x4m großes.


    Gruss, Fairlane

    Einen Bug-Out halte ich persönlich erst dann für angebracht, wenn wirklich etwas Großes passiert - AKW-Gau z.B.; es müsste schon einen Grund geben, der ein Bleiben absolut unmöglich macht.
    Ein Bürgerkriegsszenario halte ich in unserem Land nicht unbedingt für wahrscheinlich, ich tendiere aber dazu, dass es in größeren Städten und verzeinzelt mal zu Problemen kommen könnte, die für die dort wohnenden Grund genug sein könnten ihre Sachen zu packen und das Weite zu suchen.
    Ich lebe in keiner Großstadt, also sehe ich es auch nicht als Punkt auf der Liste der möglichen Top-Gefährdungen an.
    Selbst wenn etwas in dieser Richtung geschen sollte, bin ich sehr wohl davon überzeugt, dass es sich nicht über Monate hinziehen wird und da besteht immer noch die Möglichkeit es für einige Zeit auszusitzen.


    Gruss, Fairlane