Beiträge von Fairlane

    Ich sehe die ganze Corona-Geschichte gemischt, es gibt positive Aspekte, die von den Vorschreibern erwähnt wurden und mir ebenso auffallen:


    - Der Himmel ist weniger von Kondensstreifen verkritzelt

    - Die Luftqualität ist merklich besser, wenngleich sie bei mir hier schon immer besser als in Ballungsräumen war

    - es ist vom Verkehrslärm her richtig ruhig geworden, vergleichbar mit dem Pfälzer Wald oder gar den dünn besiedelten Gebieten in Finnland.

    - Ich sehe all unsere Vorbereitungen auf Krisen als "lohnende und sinnvolle Investition" bestätigt


    Negativ:


    - Die zuletzt getätigten Vorbereitungen waren extra Ausgaben, die teuer waren.

    - Der Alltag ist komplexer geworden.

    - Es ist nicht mit Sicherheit zu sagen wann die Einschränkungen vorbei sind

    - Es ist ebenso nicht absehbar welche Probleme nach Corona uns alle heimsuchen werden.


    Gruss, Fairlane

    Meine Frau war gestern dran mit Einkaufen.

    Dass sie nicht "ungeschützt" gehen würde war vereinbart und so holte ich ihre Schutzbrille aus unserem Lager (Bolle Tactical), von denen ich zwei vor etlichen Jahren mal gekauft hatte - man weiß ja nie ob man so etwas mal braucht, aber haben ist besser...


    Vor Wochen hatte sie außerdem ein meiner Meinung nach dubioses Angebot von FFP-2 Schutzmasken online gekauft (chinesiche Markenbezeichnung...) und musste dann feststellen, dass es nur Filtervlies bzw. Aktivkohle-Einlagen waren.

    Ich stellte sie vor die Wahl "daheim bleiben" oder "ich geh am Wochenende", bzw. "Du trägst meine Halbmaske bzw. eine der Vollmasken" - was sie aber ablehnte.

    Da sie versiert auf der Nähmaschine ist, hatte sie innerhalb von 20 Minuten doch tatsächlich einen Mundschutz aus ihren "China-Einzelteilen" gebaut, der dicht am Gesicht anliegt und so zog sie los incl. Nitril-Handschuhen und Desinfektionsspray im Zerstäuber.


    Nach etwas über 80 Minuten war sie wieder daheim mit vollem Kofferraum.


    Die Bilanz des Einkaufs und der Erlebnisse gab einiges zum Schmunzeln her:


    Im Getränkemarkt betete ein Vertreter einer großen Weltreligion unentwegt und sprach überzeugt davon, dass Allah uns alle verlassen hätte. Ein Großteil der Kundschaft trug keinenen Schutz der Atemwege, aber Schutzhandschuhe waren recht verbreitet. An Getränken gab es keinen erkennbaren Mangel. Im Lebensmittelmarkt gegenüber war sie natürlich auch, von dort benötigten wir den üblichen Einkauf für drei Wochen plus das, was meine Mutter samt Freund noch auf der Shopping-Liste stehen hatten:


    - Klopapier war zu haben, aber nur eine Packung pro Kopf

    - Nasshefe und Trockenhefe waren nicht erhältlich - wäre was da gewesen, dann
    rationiert, d.h. ein Würfel Hefe oder eine Packung Trockenhefe

    - Nudeln waren nicht erhältlich

    - Konserven ziemlich ausgedünnt

    - Seife ausgedünnt


    Die Leute hätten sich zivilisiert verhalten, hier und da wäre Maulerei gewesen, weil manche mehr mitnehmen wollte, als "haushaltsüblich".


    Gruss, Fairlane

    Okay, nehmen wir mal wirklich an dieses Virus behelligt uns länger als gedacht:


    Wir müssen damit rechnen, dass es zu immer mehr Ausfällen in den verschiedensten Bereichen kommen wird.


    Da hätten wir zum einen den ganzen Bereich der Nahrungsmittel von denen es immer weniger geben wird, weil hier Leute ausfallen, die sie produzieren und damit die verfügbare Menge schrumpft.


    Ebenso wird es zu Ausfällen im Bereich Transport kommen, weil Speditionen, Bahn usw. ebenso mit einem größeren Krankenstand zu kämpfen haben.....zieht sich das wie ein roter Faden durch alle Bereiche, dann bleibt im Prinzip kein Stein auf dem anderen. Am Ende wird immer ein gewisser Teil der Bevölkerung krank sein und die Gesundeten werden sich zwangsläufig immer wieder anstecken und ein Teil davon versterben.


    Das sind dann die Zutaten, aus denen eine langfristige Krise mit allen Konsequenzen entsteht. Je nachdem, was sich die Regierungen an neuen Ideen einfallen lassen, fliegt hier und da der Deckel vom Topf und wenn es an ausreichend Ortnungshütern fehlt, kann man sich recht einfach ausmalen was noch alles im Schlepptau kommt: Proteste, Plünderungen, Aufstände - so gehen Nationen unter. Jedes Land ist neun Mahlzeiten von ner "Revolution" entfernt - nur würde eine solche nichts wirklich besser machen.


    Klar mag das jetzt brachiale Schwarzmalerei von mir sein und ich verspüre definitiv nicht den Wunsch dass wir alle von einem derartigen Zusammenbruch gefressen werden...aktuell ist garnicht absehbar was noch passieren wird, aber ich rate einfach mal und sage, dass uns das Problem noch mit Sicherheit bis Ende 2020 mit seiner Anwesenheit beehren wird. Und bis dahin werden wir sicherlich auf einige Dinge unserer Vorräte zurückgreifen müssen.


    Wichtig ist vor allem nicht die Nerven zu verlieren und übrig zu bleiben.


    Persönlich hoffe ich, dass wir alle gesund bleiben, dass wir für den kommenden Winter genügend Holz und Kohle kaufen können, dass die normalen Einkäufe noch alles Notwendige beinhalten.


    Aktuell ist Ausharren angesagt; wir sitzen alle in einem Boot und keiner weiß wirklich wohin die Reise geht und was wir auf dieser unfreiwillig gebuchten Tour erleben werden.


    Einerseits spannend....andererseits beunruhigend!


    Gruss, Fairlane


    Wenn man essen will, dann muß man etwas da haben; bei solchen Dingen sollte man sich niemals auf andere verlassen - das hat nichts zwingend etwas mit Mißtrauen gegen den Staat zu tun. Es wird an so vielen Ecken und Enden Geld investiert, aber wer das System genau anschaut, wird schnell verstehen, dass "totes Kapital" nie bevorzugt behandelt wird. Mag ja sein, daß es große Getreidespeicher gibt und entsprechende Vorräte für den Krisenfall. Sind aber im Fall der Fälle auch genügend Mühlen da, die das Korn verarbeiten können? Hat man auf die Schädlingsbekämpfung geachtet, oder waren schon Ratten und Mäuse dran? Gibt es genügend Säcke fürs Mehl....alles Fragen auf die wir keine Antwort bekommen...und wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, wissen wir nur, dass irgendwas nicht wie gedacht funktioniert hat. Etliche Leute werden nach Corona schlauer sein und zusehen, dass sie künftig Vorrat halten - im Rahmen ihrer Möglichkeiten, aber gewiss mehr als der übliche Einkauf für 2-4 Wochen.


    Gruss, Fairlane

    UrbanTrapper:


    Also ich finde das Kaufverhalten nicht wirklich ungewöhnlich, denn mit der Hefe kann man alle möglichen Sorten von Teig machen und entsprechend auch vielfältig backen. Es ist der schnellste Weg ohne großen Aufwand diverse Backwaren selbst zu machen. Mit einer Haltbarkeit von rund einem Jahr kommt man bei entsprechender Menge schon recht weit. Klar gibt es hochwertigere Alternativen und wieviel davon schlussendlich im Müll landen wird, werden wir nie erfahern.

    Es ist für mein Verständnis garnicht so abwegig was gekauft wird.


    Konserven halten sehr lange und der Schwerpunkt der neuen Hamster liegt auf günstigen Konserven - das mag zwar nicht immer ein kulinarischer Hochgenuß sein, aber man bekommt mehr für die investierten Euros.


    Nudeln - halten auch etliche Jahre, sind günstig und schnell zubereitet.


    Reis - verschiedene Sorten sind günstig zu haben, Zubereitung auch einfach, aber die Haltbarkeit ist nur mäßig - 1 bis 1,5 Jahre und er riecht ranzig.


    Hätten die Leute halt weniger von der Hand in den Mund gelebt und einen Vorrat mit Augenmaß angelegt, dann hätte es derartige Anstürme vermutlich nicht gegeben - das ist halt der Zeitgeist; etliche haben keinen Platz um etwas zu lagern; moderne Häuser sind ohne Keller gebaut, bei anderen ist am Ende des Geldes noch viel Monat über und plötzlich schauts so aus, als würde die Musik gleich aufhören zu spielen; da will jeder noch etwas brauchbares ergattern.

    Auch die ganzen Durchhalteparolen sind für mich ein untrügliches Indiz, dass man die Lage nicht auf die lockere Schulter nehmen sollte.


    Gruss, Fairlane

    1kg Trockenhefe? WTF!


    Ich ahbe nur so zwei packungen mit 5? Tütchen drin.



    :D Ja - sowas konnte man vor Corona problemlos bei amazon ordern; aktuell wird es mit dem Angebot sehr dünn und der Preis steigt auch.

    Wenn Du was auf halbwegs vernünftigen Niveau backen willst und im zweistelligen-Kilo-Bereich an Mehl hast, dann sind diese Mengen erforderlich.

    Klar ist Backen mit Sauerteig viel besser. Was ich mit meiner Trockenhefe z.B. an Brötchen bzw. Laugengebäck herausbekommen habe, sieht halt wie vom "Aufbäcker" in der Tanke aus....mit richtiger Hefe habe ich schon diese Dinge gebacken und zu Festivitäten im Verein blieb von einem großen Klappkorb mit ca. 50 Laugenstangen NIX übrig, ausser ein paar Krümel. Es scheint besser zu schmecken, als was mancherorts über die Theke wandert.


    Gruss, Fairlane

    Die Auswirkungen auf die Familie waren uns in gewissem Umfang klar und wir haben natürlich für unsere beiden Kleinen (4 und 2 Jahre alt) auch einen Beschäftigungsplan.....nur wissen wir alle, dass kein Plan den Kontakt mit der Realität überlebt.


    Nun gut; ich mache Homeoffice und meine Frau (Lehrerin) ist mehr oder weniger arbeitstechnisch unterbeschäftigt und kann sich somit um die Kinder kümmern.

    Unsere Kids können sich recht lange alleine beschäfigen und das total liebevoll ohne Streit; täglich geht es irgendwo raus in die Natur für Bewegung - "Hirn auslüfen" ist ganz wichtig. Ansonsten maximal 20min. was kindgerechtes im Fernsehen, Spielen, basteln, Vorlesen.

    Ich bin räumlich in einem anderen Stockwerk der Wohnung ungestört an der Arbeit...von daher geht es.


    Den Kleinen fehlen eben Freunde und die üblichen sozialen Kontakte im Kindergarten oder bei der Tagesmutter....aber so ist das jetzt.

    Sie gewöhnen sich dran, aber "easy goin' " ist das nicht immer.


    Gruss, Fairlane

    Wir handhaben es auch so, dass der Vorrat prinzipiell nicht angerührt wird - mit der Ausnahme, dass solche Dinge genutzt werden, die am Markt nicht mehr zu haben sind. Damit lässt sich Zeit gewinnen und noch ist die Corona-Geschichte nicht ausgestanden.


    Wir haben beispielsweise 1kg Trockenhefe auf Reserve, davon habe ich jetzt eine Packung angebrochen, um Laugengebäck zu backen und meine Frau hat Rosinenbrötchen für die Kinder gemacht. Das fanden wir okay, da somit ein Besuch beim Bäcker vermeidbar war.


    Trockenhefe ist aktuell schwer bis garnicht mehr zu bekommen.


    Der Zeitpunkt zum kompletten Schwenk auf den Vorrat ist meiner Meinung nach dann gekommen, wenn in den Läden nichts brauchbares mehr im Angebot ist; sprich wenn es nur noch WC-Frisch-Steine und Skittles gibt.

    Einerseits wird man das selbst beim Einkaufen bemerken, andererseits spricht sich das in Foren herum.

    Noch ist es meiner Ansicht nach dafür zu früh....lassen wir mal zwei Monate ins Land gehen....dann ist das Lagebild hoffentlich klarer.


    Gruss, Fairlane

    Also hier mal meine Erfahrungen zu den jeweiligen Punkten:


    1. Richtigen Zeitpunkt zum Handeln erkennen - ist das möglich?


    Das Thema Corona verfolgte ich in diversen Nachrichtenportalen schon mit dessen Auftreten, muß aber auch ganz ehrlich sagen, dass ich es für unser Land zunächst nicht als großes Problem eingeschätzt habe. Als die ersten alarmierenden News übers Netz kamen, dass die Chinesen Straßen mit Erdwällen absperren usw. sah ich das Thema kritischer. In der letzten Februar Woche dann unser Entschluss hier:


    Wir fahren hoch! Schnell noch die Vorräte aufstocken so weit es geht, 128 Rollen Klopapier kaufen, Isopropylalkohol kaufen, diverses Zeuchs um die Kinder zu belustigen, damit man in tristen Zeiten noch "Überraschungen" parat hat incl. Belohnungen in Form von Süßkram.


    Fazit: Es war ein solider Grundstock an Vorräten vorhanden, die Wasser-Reserven sind frisch getauscht, im Prinzip können wir mindestens einen Monat vollkommen unabhänig agieren.


    Normale Einkäufe werden getätigt, aber zeitlich gestreckt um so wenig wie möglich raus zu müssen - und wenn, dann nur mit Halbmaske, Schutzbrille.

    Sollte sich die Lage drastisch verschlimmern und das Risiko hoch sein, dann werde ich auch nicht zögern im Vollschutz in einen Markt zum Einkauf zu gehen.



    2. Bug-in oder Bug-out?


    Ganz klar - Bug-in, das Problem wird ausgesessen.

    Zwar wäre ich persönlich ganz gerne mal für eine Tour mit Übernachtung im Wald, aber meine Frau würde mich killen, wenn ich sie für mein Vergnügen mit den Kindern daheim hängen lasse. Mittlerweile ist es hier so unbeschreiblich ruhig im Ort und auf dessen Straßen, dass man sich fast wie der letzte Mensch fühlt. Das ist einer der wenigen Aspekte, die "angenehm" an der Krise sind.


    3. Sicherer Ort?


    Our house is our castle. Wir haben keinen sicheren Ort ausserhalb unseres Hauses.


    4. Fluchtfahrzeug?


    Zwei Autos sind vorhanden, eine Familienkutsche und mein Subaru Forester...aber wohin wollen wir denn fahren. Das Virus ist so ziemlich überall - die Antarktis scheint noch nicht coronös zu sein, aber dahin wollen wir nicht und kommen wir auch nicht.


    5. Lone Wulf oder Service-to / with-others?


    Zunächst mal ist das eigene Wolfs-Rudel dran...Freunde und Co. haben schon diverse Anfragen wegen Wasserfiltern und Co. gehabt (scheinbar rechnen auch die mit einem Ausfall der Infrastruktur irgendwann)....aber von mir wollte bisher niemand was kaufen oder tauschen. Noch haben wir diese Phase auch nicht erreicht. Service to others - das gabs bei mir die letzten 10 Jahre mit ewigen Hinweisen, dass jeder was für sich tun sollte und besser nen kleinen Vorrat anlegt.



    6. Abwarten & Tee trinken, die Sache ist noch nicht vorbei....da wird noch einiges kommen - auch wenn das Virus weg ist.


    Gruss, Fairlane

    Mentale Aspekte:


    Nun...da gibt es einige, die ich persönlich bemerke. Aktuell verweile ich noch auf der Arbeit (Büro-Job), aber in Kürze werde auch ich ins Homeoffice wechseln müssen, da die Personalabteilung das so entscheiden hat. Ich bin ein Gewohnheitstier und schätze eine klare Trennung zwischen Büro und dem Zuhause - kurzum: Die Veränderung stresst mich in gewissem Maße. So ziemlich alle Menschen in meinem sozialen Umfeld zeigen gewisse Auffälligkeiten, was von fahrlässiger Sorglosigkeit bis hin zur Paranoia geht; jedem macht die Situation zu schaffen.


    Mehr Zeit daheim zu verbringen ist für mich nicht zwangsläufig eine Last, aber den Kindern fehlt der Kontakt zu ihren Freunden; ich selbst vermisse die wöchentlichen Treffen im Verein, das Training (Schießsport), die verschobenen Meisterschaften....ich finde mich damit ab, dass das gewohnte Leben derzeit auf Sparflamme kocht, aber von einem "Koller" kann keine Rede sein. Stattdessen wird halt im Haus die Zeit vertrieben, aufgeräumt....liegen gebliebene Dinge erledigt und die coronöse Situation in etlichen Newsquellen aktiv verfolgt.


    Wir können die Sache recht gut aussitzen, machen uns keine übermäßigen Sorgen, versuchen aber so bedächtig und vorsichtig wie nur irgend möglich zu handeln. Im Laufe dieser Woche steht ein Essens-Einkauf an, den ich erledigen werden muß und meine Hemmungen den örtlichen ReWe in Vollschutz-Montur zu betreten sinken stündlich. Das wird ein Spaß....?(


    Gruß, Fairlane

    Ich hatte mir auch die Tactikka in der RGB-Variante gekauft - guter Preis, gute Leistung...aber auch ich habe den Kritikpunkt der Wasserdichtigkeit. Da ist kein Dichtring verbaut - einfach nur "nichts" und es reicht schon etwas Regen, damit Wasser im Batteriefach steht. Mir ist das schleierhaft, dass man eine solche Stirnlampe nur für Schönwetter-Anwendung konstruiert.....das hätte man viel besser lösen können.

    Viel kann man da nicht machen; grundsätzlich halte ich Abstand von Menschen, die mir suspekt sind (näher brauche ich darauf nicht einzugehen...) und ich achte darauf, dass niemand aus diesem Personenkreis hinter mir oder neben mir steht. Sollte das so sein, stelle ich mich anderswo hin! Am Bahnsteig halte ich grundsätzlich Abstand zum einfahrenden Zug; Gepäck habe ich vor mir stehen, trag ich nen Rucksack und habe diesen nicht abgesetzt, dann stehe ich in einer möglichst stabilen Haltung.

    Eine gute Wahrnehmung der Umgebung ist allzeit erforderlich; denn das schafft Abstand zu aufkeimenden Problemen was wiederum Zeit zum Entscheiden und Handeln schafft.


    Sind unsere Kinder dabei, dann bekommen die schon gesagt, dass sie nicht herumtollen sollen und werden an die Hand genommen - nicht auf den Arm, sonst ist man in allen weiteren Dingen eingeschränkt.


    Generell sehe ich Reisen mit der Bahn seit rund vier Jahren "kritischer", da man ggf. mit Leuten zusammen fährt, die man besser nie getroffen hätte. Natürlich gibt es auch positive Begegnungen....aber das Risiko genau das Gegenteil zu erleben, ob nun im Zug, oder auf dem Bahnhof lässt mich sehr nachdenklich werden.


    Gruss, Fairlane

    Da ich die von SBB+ angeführte Liste gut finde, bin ich so frei und übernehme sie mal:




    Blackout --> ja.

    Erdbeben --> nein, da in meiner Region höchst selten

    EMP Angriff --> nur rudimentär; es wäre möglich, ich schätze es aber weniger dringlich ein.

    Krieg --> Abhängig von der Eskalationsstufe und wo bzw. weshalb einer ausbricht.

    Zusammenbruch der Gesellschaft --> Ja; nebst sozialen Unruhen - abhängig davon wo. Ich lebe in einem etwas ländlicher geprägten Region, die kein Brennpunkt ist.


    Schneesturm --> indirekt ja, abhängig vom Wetterbericht, aber der Winter ist aktuell mild.

    Überschwemmung --> nein, spielt bei mir lokal bedingt eine vernachlässigbare Nebenrolle.

    Zombie Apokalypse --> nein

    Alien Invasion --> nein

    Ausfall Wasserversorgung --> ja. Wasserversorgung ist eine der wichtigsten Säule bei den Vorräten.

    Ausfall Heizung --> ja. Meine Heizung läuft netzunabhängig, brauch keinen Strom, nur Holz und Kohle - Vorrat stets vorhanden

    Ausfall Spritversorgung --> ja

    Ausfall Internet --> Nein. Wenns weg ist, ist es weg.

    Ausfall Telefon --> bedingt. PMR & CB-Funk sind vorhanden und können mit Batterie bzw. im Kfz genutzt werden.

    Ausfall Zahlungssysteme (digital) --> jein. Alternativ eben Bargeld.

    Ausfall Feuerwehr --> Nein.

    Ausfall Lebensmittelversorgung --> ja, unbedingt.

    Unfälle mit starker Rauch oder Belastung der Atemluft --> Teilweise. Grundschutz mit Gasmasken und Filtern.

    Pandemie --> fehlt fast und steht nicht an erster Stelle

    Kollaps der Verkehrssysteme --> BugIn, grobes Konzept falls ich die Region verlassen müsste.

    Also ich habe mir gerade wegen §42 ein Leatherman Rebar geholt. Sicherlich ist es nicht die Qualität wie andere Multitools von Leatherman (Charge Ti oder Wave, die ich auch habe), aber es ist ein funktionierender Kompromiss. Das Swisstool ist in jedem Fall wertiger und stabiler als das Rebar, auch vom Funktionsumfang her vielfältiger, aber auch richtig schwer. Bisher konnte ich mich mit dem Rebar anfreunden, es ist eine gute Ergänzung draussen im Wald zu einem Fixed und einem Taschenmesser mit ner Schere dran.

    Also mit Tau hatte ich bisher noch keine Probleme am Tarp - womöglich bekommt man Feuchte am Tarp wenn man auf ner Wiese sein Lager aufschlägt und es morgens halt noch frisch ist...dann kann ich mir vorstellen, dass sich dort was niederschlägt, vermutlich auch am Schlafsack. Aber da ich ja meist auf Waldboden lagere, und ne Plane drunter habe (grundsätzlich) habe ich derartiges noch nicht gehabt - wohl gemerkt von Mai bis Oktober. Im Januar hatte ich an der Tarp-Innenseite schon gefrorene Atemluft ;-)
    Ehrlich gesagt habe ich auf derartige Begleiterscheinungen noch nie so sehr geachtet, da ich mein ganzes Equipment nach einer Tour ohnehin daheim aufspanne und ordentlich lüften lasse, damit mir da nichts zu gammeln anfängt.
    Was die Montagehöhe betrifft, so ziehe ich die Ridgeline meist auf 1,5m, also grob Brusthöhe bei mir, schlussendlich hängt es aber davon ab wie groß mein Tarp ist, meist habe ich ein 3x3m dabei, seltener ein 3x4m großes.


    Gruss, Fairlane

    Einen Bug-Out halte ich persönlich erst dann für angebracht, wenn wirklich etwas Großes passiert - AKW-Gau z.B.; es müsste schon einen Grund geben, der ein Bleiben absolut unmöglich macht.
    Ein Bürgerkriegsszenario halte ich in unserem Land nicht unbedingt für wahrscheinlich, ich tendiere aber dazu, dass es in größeren Städten und verzeinzelt mal zu Problemen kommen könnte, die für die dort wohnenden Grund genug sein könnten ihre Sachen zu packen und das Weite zu suchen.
    Ich lebe in keiner Großstadt, also sehe ich es auch nicht als Punkt auf der Liste der möglichen Top-Gefährdungen an.
    Selbst wenn etwas in dieser Richtung geschen sollte, bin ich sehr wohl davon überzeugt, dass es sich nicht über Monate hinziehen wird und da besteht immer noch die Möglichkeit es für einige Zeit auszusitzen.


    Gruss, Fairlane

    Also ich habe seit 2014 eine DAVIS Vantage Pro 2 im Einsatz und bin sehr zufrieden damit; das Datenlogger-Modul habe ich mir gleich dazu geholt, auch die Software, welche es ausließt und in einstellbaren Intervallen auf der Anlage (Konsole) mitloggt. Bei mir ist sie so eingestellt, dass sie alle 5min aufzeichnet, womit ich die Daten nach rund 50 Tagen auslesen muß (auf den PC per USB) bevor diese wieder überschrieben werden. Es gibt auch noch andere Datenlogger, die man anschließen kann, weiterhin gibt es auch verschiedene Versionen der DAVIS, die mit WLAN laufen und andere zusätzliche Sensoren haben (UV, weitere Temperatur-Sensoren, Verdunstung etc.)


    Ich bin sehr zufrieden und das Ding läuft weitestgehend störungsfrei.


    Gruss, Fairlane

    @ tempo3000


    Ich denke nicht, dass sich unter Berücksichtigung aller Zugriffsmöglichkeiten des Staates das eigene Vermögen wirklich schützen lässt.


    Nehmen wir einfach mal an, Du diversifizierst - kaufts also Gold, was Du dann an einem sicheren Ort ausserhalb einer Bank versteckst, investierst in Immobilien (z.B. Haus- oder Wohnungskauf) und den Rest steckst Du in einen auf Ertrag und Sicherheits ausgerichteten Aktienfonds.


    Kommt nun wirklich eine große Krise, dann wird es Ziel des Staates sein, die eigenen Schulden abzubauen und den Bürger dafür zahlen zu lassen. Es ist ja hinreichen bekannt, dass ein paar Schlaumeier Gold auf die Seite gelegt haben, also wird der Staat den Besitz von Gold unter Umständen für illegal erklären oder sogar hart bestrafen; damit ist schon 1/3 der an und für sich schlauen Diversifizierung futsch.
    Dank des Grundbuchs ist der Staat gut darüber informiert, dass Du Immobilienvermögen hast - prima, bei solchen Leuten kann man eine Zwangsgrundschuld zur Entschuldung des Staates auferlegen; kurzum: Du erhälst eine Zwangsgrundschuld und darfst ein Darlehen von vielleicht 30.000 EUR für den Staat und ohne Nutzen für Dich über etliche Jahre zurückführen.


    Das klingt unfair, gab es aber schon alles einmal und man bedenke, dass in einer Wirtschaftskrise, die wirklich existenzbedrohende Ausmaße annehmen kann eine entlohnte Beschäftigung nicht immer gegeben ist; somit kommt man auch in Schwierigkeiten zu zahlen.


    Zum Aktienfonds konsultiert man am besten ganz genau das Verkaufsprospekt und die jeweiligen Detailbeschreibungen (AGB usw.), aber man kann auch davon ausgehen, dass ein Fonds in Schieflage geraten kann und erheblich an Wert verliert. Das kann so weit gehen, dass der Fonds aufgelöst wird.


    Alles, was für Staat, Banken und Behörden nachvollziehbar ist kann belangt werden; es kann sein, dass manche Aktie eine Krise besser übersteht, als man es gedacht hätte, aber auf welches Pferd will man setzen?


    In einer Krise ist das wertvollste Kapital womöglich die eigene Qualifikation - gefragt ist man totsicher, wenn man Arzt ist, oder handwerklich etwas drauf hat.
    Aber was die Finanzen angeht, bin ich hinsichtlich all der Kontroll- und Verbotsmöglichkeiten eher pessimistisch eingestellt und gebe mich keinen Illusionen hin, dass im Fall einer schweren Krise davon viel zu retten wäre.
    Es ist nicht nur die Frage was während einer Krise geschieht, es ist auch in die Betrachtungen einzubeziehen, welche finanziellen Kontrollen und Einschränkungen danach vorherrschen werden.


    Gruss, Fairlane

    Als günstig würde ich das nicht gerade bezeichnen und ob diese Konserven "besser" gemacht sind, als alles andere in Dosen ist fraglich - einen Hinweis auf Konservierungsstoffe habe ich nicht gesehen.


    Ich persönlich würde es nicht kaufen; eher würde ich dazu raten, dass Du ganz "normale" Konserven kaufst, die stellenweise günstig zu haben sind und diese eben rotierst. Wenn gewöhnliche Ravioli im Einzeltest z.B. drei, fünf oder gar acht Jahre nach Ablauf noch schmecken kannst Du ja dazu übergehen diese länger einzulagern und die Dosen entsprechend vor Korrosion schützen.


    Man kann auch seinen Vorrat dahingehend organisieren, dass man definitiv lang haltbare Dinge wie eine oder mehrere Kisten NRG5 auf Reserve hat, womit man den Langfrist-Bereich sichert und die Konservendosen im zeitlichen "Mittelfeld" für zwei bis fünf Jahre.
    So schnell wird da ohnehin nichts schlecht; wenn eine Dose noch intakt ist, nicht leckt oder aufgebläht ist, kann man den Inhalt noch immer ruhigen Gewissens essen.
    Hatte erst neulich eine Käse-Suppe, die vier Jahre drüber war; die schmeckte genauso chemisch, wie die erste Dose, die ich mir kochte, als sie noch innerhalb des Verfallsdatums war.
    Hingegen hatte ich schon Fischdosen, die leichten Öl-Austritt hatten und leichte Rostspuren - das ißt man besser nicht mehr!


    Gruss, Fairlane

    Werbung war schon immer eine Sache, der ich zwiegespalten gegenüber gestanden habe. Einerseits kann sie hilfreich bei der Produktauswahl sein, andererseits zu einer richtigen Plage werden. Im Internet bin ich einer der "Spielverderber", weil ich einen AdBlocker verwende; die Inhalte mancher (durchaus guten und interessanten) Seite wären meinem Emepfinden nach sonst nicht mehr vernünftig lesbar. Im richtigen Leben nerven mich Postwurfsendungen im Briefkasten, da ich keinen Bedarf an Bezahlfernsehen oder Sonderangeboten von irgendwoher habe. Daher ist Werbung für mich ab einem gewissen Level eine Qual.
    Im Radio kann es tatsächlich unterhaltsam sein eine gut gemachte Werbung zu hören, aber hat mich das jemals zum Produktkauf verleitet? Nach gründlichem Nachdenken muß ich "nein" sagen,
    Suche ich etwas, oder glaube ich etwas zu "brauchen", dann packe ich das Thema selbst an und informiere mich; dabei spielt die Werbung eine komplett untergeordnete Rolle.
    Im Laufe von etlichen Jahren bemerkt man ohnehin, dass all die tollen Sprüche aus der Werbung weder Skandale bei diversen Marken ausgeschlossen haben, oder man einen unschätzbaren Vorteil durch einen Werbe-induzierten Kauf gemacht hätte. Man erhält ein Produkt für sein Geld, oder eine Dienstleistung....niemand würde es verkaufen, wäre nicht ein Gewinn für den Verkäufer drin.


    Gruss, Fairlane