Beiträge von Thomas

    Bei einem flächendeckenden Blackout würde ich mal nicht davon ausgehen, dass man über Radio Informationen bekommt. Zwar haben die öffentlich-rechtlichen Sender für eine gewisse Zeit Notstrom, aber was da genau abgesichert ist, weiß ja auch keiner, wahrscheinlich bezieht sich das eher auf lokale Ausfälle. Es gibt heute keine Mittelwellensender mehr, die im ganzen Verbreitungsgebiet empfangbar sind. Es müssten zig UKW-Sendestationen und der Übertragungsweg dorthin über Tage per Notstrom abgesichert sein. Das wird nie was, und selbst wenn, müsste die Radioredaktion ja selbst erst mal an Informationen kommen. Das hat nicht mal am Warntag bei voll funktionsfähiger Infrastruktur funktioniert, was soll das erst beim Ausfall von Telefon und Internet werden?


    Wenn man trotzdem einen Radio für diesen Fall vorhalten will, würde ich auf Gimmicks wie tolles Display und und solange nicht zwingend nötig auch auf DAB-Empfang verzichten, denn das verkürzt massiv die Batterielaufzeit. Stattdessen würde ich gezielt ein Gerät mit langer Batterielaufzeit wählen, zum Beispiel Philips AE2160. Die 300 Stunden Batterielaufzeit wird man vielleicht nicht brauchen, aber das ist ja auch der Idealfall mit frischen Batterien, geringer Lautstärke usw.

    Sobald die Akkus größer werden, käme aber das Problem dazu, dass das Laden zwar möglich, aber die Steckdose nicht für so eine dauerhaft hohe Belastung vorgesehen ist.

    Aus dem Grund wird über die "Ladeziegel" meist nur mit 10 A geladen, während die Steckdose maximal 16 A könnte. Die 10 A sollten schon dauerhaft gehen, wenn die Installation entsprechend ausgeführt ist.

    Abgesehen davon dauert ein Ladevorgang bei den größeren E-Autos auch gerne bis zwei Tage.
    https://teslawissen.ch/tesla-tipps-laden-steckdose/

    Klar, bei einem komplett leeren Tesla braucht man mit sowas nicht anzufangen. Aber so viel wird ja kaum jemand täglich fahren.

    [...] würde mein erster Weg wohl nach Nordamerika führen.

    Dort ist es beispielsweise von Walmart explizit erlaubt, dass du auf deren Parkplätzen kostenlos stehen und übernachten darfst.

    Achja und Afrika ist jetzt nicht so die Destination die mich anzieht.

    Dann verstehe ich ehrlich gesagt nicht, warum du ausgerechnet einen Allrad-Lkw deutschen Fabrikats als Wohnmobil willst.


    Deutsche Lkw sind in den USA nicht sehr verbreitet. Du wirst Schwierigkeiten haben, geeignete Werkstätten zu finden und Ersatzteile zu bekommen.


    Pisten, auf denen man so ein Allradfahrzeug braucht, gibt es in Nordamerika ja nicht. Das normale Straßennetz ist gut ausgebaut, und die meisten 4WD-Tracks und Waldwege wirst du aufgrund der Größe des Fahrzeugs sowieso nicht befahren können oder zumindest keinen ausreichend großen Stellplatz dort finden. Man darf zwar auf vielen Walmart-Parkplätzen übernachten, aber längst nicht an allen, das ist regional sehr unterschiedlich. An Truck Stops gibt es eh schon zu wenige Plätze für Lkw, Wohnmobile sind da sehr ungern gesehen. Du wirst mit so einer riesigen Kiste in aller Regel in RV Parks übernachten müssen, und dafür brauchst du kein Allrad-Expeditionsmobil, dafür reicht ein normales RV der gewünschten Größe. Wenn du das nicht willst, nimm ein möglichst kompaktes Allradfahrzeug - maximal einen Truck Camper, besser noch einen Van mit Umbau auf Allrad. Damit kannst du kostenlos in State Forests etc. übernachten und auch die in Nordamerika oft großzügiger bemessenen Pkw-Parkplätze wirst du damit oftmals nutzen können.

    Ja, aber ich frage mich wie das entstanden ist, dass die Menschen so umgedacht haben und selbst vorgesorgt haben?


    Und vor allem: Würde das bei uns auch so sein? Zum Beispiel nach einem mehrtägigen Blackout, dass die Menschen sagen: "Das war jetzt nicht so angenehm. Ich geh lieber auf Nummer sicher und kauf mir ein Aggregat, damit ich mein Haus selbst versorgen kann".

    Im Libanon ist das nicht nur eine Vorsorge, die erzeugen ihren Strom teils dauerhaft selbst.


    Sich bei funktionierendem Stromnetz nur zur Vorsorge entsprechend auszurüsten, ist schon eher aufwändig, zumal es hierzulande auch zahlreiche Vorschriften gibt, die das nicht einfach machen. Sich einen kleinen Inverter-Generator und ein Kanister Aspen in die Garage zu stellen kann ja Sinn machen, aber arg weit kommt man damit nicht. Um das ganze Haus über mehrere Tage zu versorgen, bräuchte man größere Generatoren, die vom Installateur umschaltbar ans Hausnetz angeschlossen werden müssen. Und dann braucht man einen entsprechenden Kraftstoffvorrat, der aber nicht lange lagerfähig ist. Auch kommt man bei der Lagerung größerer Kraftstoffmengen mit dem Gesetz und mit der Brandversicherung in Konflikt, für privat gibt es glaube ich gar keine Möglichkeit, das legal zu machen. Möglich wäre es höchstens, wenn man eh eine Ölheizung hat und das Aggregat mit Heizöl betreiben kann.


    Und dann stellt sich natürlich die Frage, was das ganze überhaupt bringt. Was nutzt mir Strom in meinem Haus, wenn trotzdem kein Wasser aus der Leitung kommt, kein Telefon und kein Internet geht, kein ÖPNV und keine Tankstelle funktioniert? Ob ich persönlich Strom habe ist doch relativ unwichtig, die öffentliche Infrastruktur wäre das entscheidende.

    Mein Bruder hat gerade zur Altersvorsorge eine Wohnung gekauft zum vermieten. Neubau Mehrfamilienhaus in einer Gemeinde. "Nein, die Parkplätze sind nicht für Ladestationen vorgesehen. Dafür reicht der Trafo hier nicht aus."
    Die legen noch nicht einmal die Leitungen oder Leerrohre. ?(

    Das Problem wird eben sein, dass die zusätzliche Anschlussleistung für die Ladestationen vom E-Werk nicht bereitgestellt werden kann. Zumindest nicht, ohne die entsprechenden Kosten für stärkere Trafostationen und Leitungen in Rechnung zu stellen, daran scheitern viele solcher Projekte. Den Bauträger trifft da erst mal keine Schuld, solange er durch die Installation der Ladestationen keinen entsprechend höheren Verkaufspreis erzielen kann, wird er das natürlich nicht machen. Und der Netzbetreiber hat wiederum gar kein Interesse daran, das Netz entsprechend auszubauen, und erstellt daher eher Abwehrangebote. Am Verkauf des zusätzlichen Stroms verdienen schließlich in erster Linie andere und er handelt sich nur Ärger mit zusätzlich benötigter Regelleistung etc. ein.


    Wobei es bei privaten Carports ja evtl. ausreichen würde, eine normale Steckdose zu installieren und an den Zähler der zugeordneten Wohnung anzuschließen. Für die typischen Pendlerstrecken bekommt man das Auto über Nacht auch per "Ladeziegel" vollgeladen, da braucht man nicht zwingend eine Wallbox. Auf Firmenparkplätzen wird das abrechnungstechnisch und auch von der Gesamtleistung her schon schwieriger.

    Mag sein, wenn man "Firmenparkplatz" eng definiert. Aber irgendwo steht doch das Auto die ganze Zeit, während man bei der Arbeit ist? Natürlich mag es Fälle geben, wo die Leute ihr Auto vom Laternparkplatz vor der Wohnung auf einen öffentlichen Stellplatz in der Nähe der Arbeitsstelle umparken und weder hier noch da eine Lademöglichkeit haben. Ich weiss aber nicht, ob es klug ist, deswegen "nichts" zu tun, nur weil wir keine Lösung haben, die 100,00% aller Fälle abdeckt, sondern vielleicht nur 38%. Die Zeit, zu trödeln haben wir glaube ich, nicht mehr.

    Leider gibt es an der Stelle kein "wir". Als potentieller Elektroauto-Pendler hat man keinen Einfluss darauf, ob nutzbare Lademöglichkeiten zur Verfügung stehen. Firmenchefs und hohe Politiker haben kein Problem damit, ihr eigenes E-Auto zu laden, wo ein kleiner Mitarbeiter parken und laden soll, kümmert die halt nicht. Dafür nehmen die kein Geld in die Hand.


    Ich stehe in der Regel auf einem öffentlichen Parkplatz, auf dem es theoretisch tatsächlich Lademöglichkeiten gibt, nur ist davon selten eine frei. Um Abhilfe zu schaffen, baut man nicht etwa weitere Ladestationen. Nein, man führt eine "Blockiergebühr" von 12 Euro ein, wenn man länger als vier Stunden dort steht. Ich muss aber leider länger als vier Stunden arbeiten, das war es dann mit der Lademöglichkeit während der Arbeitszeit ...


    Das Problem beginnt aber schon viel früher. Warum fährt man überhaupt lange Strecken zur Arbeit? Das macht doch keiner freiwillig, weil es Spaß macht. Das liegt vielmehr daran, dass es in den Städten, wo es Arbeit gibt, oftmals keinen für Normalverdiener erschwinglichen Wohnraum gibt. Wenn man das Wohnungsproblem mal angehen würde, hätte man früher oder später das Verkehrs- und Energieproblem automatisch zur Hälfte mitgelöst. Aber das will ja scheinbar gar niemand, Energiepreise erhöhen und das Problem damit auf die Betroffenen verlagern, ist natürlich einfacher. Zunächst zumindest, auf Dauer wird das nicht gutgehen.

    Die DB kann ihren Strom kaufen, wo sie will, wenn Kraftwerke abschalten, ist Schicht im Schacht. Da helfen auch ein paar Notstromaggregate nox.

    Der Bahnstrom (16,7 Hz) ist ein separates Netz mit eigenen Kraftwerken, das bislang mehr oder weniger unabhängig vom "normalen" Stromnetz (50 Hz) ist. Es gibt natürlich Kopplungen zum "normalen" Stromnetz, um auch von dort Energie beziehen zu können, immerhin zwei Drittel werden aber noch in den eigenen Kraftwerken erzeugt. Im Prinzip wäre es daher schon möglich, das Bahnstromnetz mit reduzierter Leistung weiter zu betreiben, auch wenn im "normalen" Stromnetz ein Blackout ist. Allerdings gibt es auch Anlagen der Bahn, die mit 50 Hz versorgt sind, z. B. Stellwerke auf nicht elektrifizierten Strecken oder Schranken, es ist daher schwer zu sagen, ob und auf welchen Strecken noch Züge fahren können. Und wie das im Rahmen der Energiewende künftig funktionieren soll, ist natürlich fraglich, die Bahn wird ja kaum eigene Windparks bauen und eigene Leitungen dort hin legen, sondern sich wahrscheinlich zunehmend mit dem 50-Hz-Netz vernetzen.

    Die benannten grossen KH haben nicht gekündigt ???

    Die wissen ja wahrscheinlich nichts von Ihrem Glück.


    Wobei solche Verträge eh wenig bringen, wenn im Fall des Falles der Treibstoffvorrat von anderer Seite beschlagnahmt wird. Insofern ist es aus Sicht der "normalen" Kunden vielleicht sogar besser, wenn wenn das Lager keinen Notstrom hat, denn das würde sofort entsprechende Begehrlichkeiten wecken.

    Warum hamstern jetzt auf einmal alle Nudel und keine Pizza (Pizateig wird auch Hartweizemmehl hergestellt)?

    Momentan hamstert scheinbar noch keiner, die Nudelregale sind noch voll. Und Pizza kann man halt nur so viel hamstern, wie ins Gefrierfach passt.

    Und die Deutschen essen doch sowieso mehr Eiernudeln aus Weichweizen.

    Eiernudeln aus Weichweizen? Alle Eiernudeln, die ich kenne, sind ebenfalls aus Hartweizengries.

    Sicherlich hat eine PV-Anlage bzw. Notstrom allgemein nicht unbedingt die erste Priorität in der Krisenvorsorge. Eine PV-Inselanlage wird man bei vorhandenem Stromanschluss eher als Hobby bzw. technischem Interesse betreiben und weniger aufgrund einer Kosten-Nutzen-Betrachtung. Wobei es auf den Einzelfall ankommt, wenn man etwa lebensnotwendige Medikamente kühlen muss, sieht die Sache schon wieder anders aus.


    Dass eine PV-Anlage teuer ist, stimmt aber nicht unbedingt. Eine Menge Leute bauen sich die aufs Dach, um Stromkosten zu sparen. Und wenn man sie eh auf dem Dach hat, kann man sich schon überlegen, ob man sie nicht auch bei Stromausfall irgendwie nutzen kann. Wenn bei einem Stromausfall meine Lebensmittel im Gefrierschrank verderben, habe ich etliche 100 Euro Schaden, das Geld kann ich auch in PV-Technik stecken. Bei mir kommt noch dazu, dass ich beruflich Strom für den Computer brauche. Eine große Lösung mit gefördertem Speichersystem würde ich allerdings auch nicht bauen, das erscheint mir für den Normalbetrieb zu teuer und für den Krisenfall zu fehleranfällig.

    Italien baut selbst viel Hartweizen an, aber die Anbaufläche reicht halt nicht, 30-40% müssen bislang aus Kanada und Russland zugekauft werden. Es ist jetzt nicht zu befürchten, dass es gar keine Nudeln mehr gibt, aber mit nennenswerten Einschränkungen ist schon zu rechnen. Deshalb allein gibt es sicher keine Hungersnot, aber für die Nudelhersteller kann das schon zu einem ernsten Problem werden.

    :/ ...nun ja und was ist hiermit:

    "Pro Kopf und Jahr landen in Deutschland ca. 75 Kilogramm Essen im Müll! "

    Ich sehe jetzt nicht, was das eine mit dem anderen zu tun hat. Egal wie stark die Lebensmittelpreise bei einer Verknappung steigen, es wird immer so sein, dass einige sich das noch locker leisten und sogar verschwenderisch damit umgehen können, während andere halt immer weniger abbekommen.


    Komplett vermeiden lassen sich die Verluste aber wohl auch gar nicht, was man auch daran sieht:

    "Industrieländer und Entwicklungsländer unterscheiden sich in der Summe der Verluste an Lebensmitteln nicht wesentlich."

    Ein Großteil geht ja wohl verloren, indem die Lebensmittel bei der Lagerung oder beim Transport verderben.


    Auch wir als Prepper haben da leider einen Anteil daran, unsere eingelagerten Konserven usw. halten auch nicht ewig ....

    Oft geht es einfach nur um Nahrungsmittelproduktionsverbilligung. Nach dieser Logik sind das Schweinefleisch für 5Euro pro Kilo und die makellosen Äpfel in Gefahr, und das will der Konsument, denn er kauft es ja - also will er auch diese "Hilfsstoffe", ohne die man solche Ware zu diesen Preisen nicht erzielen kann.

    Solange man genug Geld auf dem Konto hat, kann man es natürlich so sehen, dass teurere Lebensmittel mit weniger Chemie besser sind. Allerdings muss man auch bedenken, warum die Preise dann höher sind. Das liegt einfach nur daran, dass die Erträge mit weniger Chemie sinken und die Welternte nicht mehr für alle reicht. Die Preise steigen dann genau soweit, bis es eben genügend gibt, die sich die Lebensmittel zu dem Preis nicht mehr leisten können. Wenn es dabei um Grundnahrungsmittel geht und die Betroffenen dann hungern müssen, ist das halt auch nicht so wünschenswert und die Rückstände in den Nahrungsmitteln möglicherweise das kleinere Übel.

    Moderne Laderegler, die nach dem MPPT-Verfahren arbeiten, haben Wirkungsgrade im Bereich von 99% (z.B. die von Victron).

    Der maximale Wirkungsgrad von 98% oder 99% bezieht sich auf einen bestimmten Arbeitspunkt. Der Wert kann nur erreicht werden, wenn die Solarspannung knapp über der Batteriespannung liegt. Wenn die Solarspannung ein Vielfaches der Batteriespannung beträgt, ist der maximale Wirkungsgrad etliche Prozent geringer. Leider veröffentlicht Victron keine Wirkungsgradkurven, hier daher als Beispiel die Daten des Morningstar Tristar für 12 V Batteriespannung:


    tristar.png


    Bei 48 V Batteriespannung sieht das dann nicht mehr so dramatisch aus, was aber nur daran liegt, dass die üblichen Laderegler gar kein Vielfaches der Batteriespannung können. Würde man 48-V-Batterien mit mehreren 100 V Solarspannung laden, würde der Wirkungsgrad genauso in den Keller gehen. Derart hohe Solarspannungen verwendet man vor allem bei Wechselrichtern, weil man da ca. 350 V Zwischenkreisspannung braucht.


    tristar48.png

    Beide Gebiete wurden massiv beschädigt, aber in Stolberg gibt es kaum freiwillige Helfer [...] Habe jetzt von Ortskundigen erfahren, dass die Bundeswehr in Stolberg viel zu früh abgezogen wurde

    Was können denn die Bundeswehr und sonstige Helfer langfristig überhaupt ausrichten? Die werden am Anfang gebraucht, um Leute aus einer unmittelbaren Gefahrensituation zu retten, aber dann? Wenn ich nicht mehr in Lebensgefahr bin, sind die Sorgen vor allem finanzieller Art. Wenn mein Haus zerstört ist, baut mir die Bundeswehr kein neues. Hier wäre es eher wichtig, dass Versicherungen und staatliche Hilfen schnell und großzügig zahlen, und davon hört man leider sehr wenig. Schäden an Häusern werden nur zu 100% bezahlt, wenn eine Elementarschadenversicherung besteht oder wenn diese beantragt aber abgelehnt wurde. Wie aber will man das nachweisen, selbst wenn jemand jeglichen Schriftverkehr aufbewahrt, hat er ihn in der Flut wahrscheinlich ebenfalls verloren. Für Einrichtung, Autos etc. wird eh nur der Zeitwert gezahlt, da sind also erst mal langwierige Gutachten nötig, und was die Versicherung dann als Zeitwert anerkennt, kann erschreckend wenig sein. Für Häuser zahlt die Versicherung die Wiederaufbaukosten auch nur, wenn an gleicher Stelle innerhalb kurzer Zeit wieder neu gebaut wird, sonst bekommt man ebenfalls nur den Zeitwert. Was aber wenn es aufgrund der gefährdeten Lage einfach keinen Sinn macht, an gleicher Stelle neu bauen, oder die Bauunternehmen auf Jahre ausgebucht sind? Das eigentliche Problem der Betroffenen wird sein, dass sie trotz aller Hilfen nur einen Bruchteil des tatsächlichen Schadens erstattet bekommen, und daher finanziell ruiniert sind, wenn sie nicht über eigene Ersparnisse verfügen.

    Mit anderen Worten: Updates gibts solange, wie wir Updates anbieten, basta. Das meinen wir mit lebenslang.

    Das ist eine sehr kreative Interpretation von "lebenslang", aber nicht unbedingt nachhaltig oder kundenfreundlich.

    Der Begriff "lebenslang" ist hier sicher unglücklich gewählt, aber wenn man sich daran ernsthaft stört, kann man ja gar nichts mehr kaufen. Bevor TomTom mit den kostenlosen Kartenupdates kam, gab es bei anderen Herstellern entweder gar keine Updates, oder nur gegen eine Gebühr (die schnell den Wert des Geräts überstieg) oder nur befristet für eine kurze Zeit. Die TomTom-Variante ist da schon sehr viel nachhaltiger und kundenfreundlicher, man bekommt die Aktualisierungen kostenlos, solange die betreffende Gerätegeneration eben halbwegs aktuell ist und weiterentwickelt wird. Wie soll man es denn anders machen? Es ist ja nicht so, dass man alte Geräte absichtlich nicht mehr unterstützt, aber unbefristete Updates "solange der Erstkäufer lebt" scheitern irgendwann an der Technik. Die Entwicklung geht ja weiter, die Karten werden z. B. detaillierter und passen einfach nicht mehr in den Speicher alter Geräte. Man kann doch nicht zig Gerätegenerationen parallel pflegen, weil irgendwo vielleicht noch eine Handvoll alter Geräte im Einsatz ist. Eine Firma, die das versucht, würde Pleite gehen und dann gäbe es für niemanden mehr Updates ...


    Bei TomTom ist sicher nicht alles Gold, was glänzt, zum Beispiel ist der Support weitgehend unbrauchbar. Die Geräte inkl. der versprochenen Updates funktionieren aber eigentlich ganz gut, auch über viele Jahre ...

    Weil der Erzeuger in China keine Konsequenzen befürchten muss, wenn in einem anderen fernen Land etwas passiert, juckts ihn nicht besonders.

    Wenn er nichts mehr verkauft, weil seine Produkte nirgends durch die Wareneingangskontrolle kommen, wird es ihn schon jucken. Auf chinesische Produkte zu verzichten geht jedenfalls schlecht, denn dann sind unsere Supermarktregale leer, es kommt einfach unheimlich viel von dort.

    Als Konsument hast du kein Recht auf Auskunft und die Produzenten schreiben die Herkunft bewusst nicht drauf, wenn sie nicht wollen, dass du weißt woher gewisse Zutaten kommen.

    Das Problem ist aber auch, dass der Hersteller u. U. gar nicht angeben kann, woher die Zutaten kommen, weil sich das ständig ändert. Selbst wenn er sehr qualitätsbewusst wäre und immer nur das beste nimmt: der Erdbeer-Drink wird ja wohl ganzjährig produziert, und die Erdbeeren halt da zugekauft, wo es jahreszeitbedingt gerade welche gibt. Größere Hersteller werden auch mehrere Lieferanten parallel haben, weil einer allein gar nicht genügend liefern kann oder das Risiko bei einem Ausfall oder einem Qualitätsproblem zu groß wäre. Da bleibt dann gar nichts anderes übrig, als "Erdbeeren anderer Herkunft" drauf zu schreiben, was soll man denn sonst tun?

    Können auch von einem pestizitverseuchten Feld in China stammen.

    Erdbeeren aus China werden mit hoher Wahrscheinlichkeit dabei sein, denn ein großer Teil aller verarbeiteten Erdbeeren kommt von dort. Aber wer sagt, dass Erdbeeren aus China pestizidverseucht sind, solche aus der EU aber nicht? Das kann doch auch genau andersrum sein? Das Herkunftsland ist doch kein Qualitätskriterium, ich weiß gar nicht, warum man da immer so drauf rumreitet. Wichtiger wäre eine vernünftige Wareneingangskontrolle mit Untersuchung auf Schadstoffe.

    Das hat aber schon relativ umfangreiche Toleranzgrenzen. Wenn man einfach nur in einem Gebiet mit schlechter Netzabdeckung unterwegs ist, dann ist nach meiner Erfahrung schon genug von der Karte zwischengespeichert, dass man da auch einige Kilometer überbrücken kann. Natürlich reicht das nicht für eine Expedition in irgendwelchen Wildnisgebieten, aber in Deutschland dürfte man mit Google Maps schon sehr umfassend hinkommen. Ich nutze die App jedenfalls relativ häufig, und mir ist es noch nie passiert, dass mal die Karte oder die Navigation nicht verfügbar gewesen wäre, weil das Netz weg war.

    Nun ja, Wildnis ist relativ. Wenn du nur innerhalb der Stadt fährst und das Handy permanent online ist, sicherlich kein Problem, da ist die Karte im Cache. Wenn du aber ein paar 100 km aus der Stadt rauswillst, ist der Teil der Karte nicht gespeichert, und sich das auf Offline-Karten vorher zusammenzustückeln, ist mühsam und unzuverlässig. Wobei im dicht besiedelten Deutschland das tatsächlich kein ernsthaftes Problem ist, zur Not fährt man halt paar km um an einen Standort mit Datenverbindung zu kommen. Im Ausland ist das auch wegen nur bedingt funktionierendem Roaming und ggf. teuren Datenpreisen schon schwieriger. In den USA konnte ich Google Maps außerhalb der Großstädte fast nie nutzen, ohne Offline-Alternative wäre ich wohl noch dort, weil ich nicht mehr heim gefunden hätte ;-)

    Ich habe nach dem günstigsten TomTom geschaut, ca. 80 euronen und habe da verheerende Rezensionen gelesen.

    Schreib doch mal genauer, auf welche Rezensionen du dich beziehst. Das "TomTom Start 52 Lite" für 80,- hat immerhin 4,3 von 5 Sternen, als ganz so schlecht ist es wohl nicht, wenn du keine Verkehrsinformation und keine Kartenupdates brauchst, kann man das durchaus nehmen. Für 95,- bekommst du das normale "TomTom Start 52" ohne "Lite" mit Kartenupdates und Verkehrsinformation über TMC. Und für 125,- schließlich das "TomTom GO Classic" mit besseren Verkehrsinformationen, wozu dann aber eine Internetverbindung per Handy-Kopplung nötig ist.


    Ich selber habe ein teureres TomTom mit integrierter Mobilfunk-SIM-Karte. Das war so gedacht, dass man auch ohne Handy und Mobilfunkvertrag Echtzeit-Verkehrsinformationen bekommt, und diese Funktion ist leider großer Mist. Sie war zwar gut wenn sie funktioniert hat, aber leider ist sie häufig ausgefallen und funktioniert inzwischen gar nicht mehr. Das Problem haben laut Hilfe-Forum viele, das Gerät gibt es inzwischen auch nicht mehr, und ich habe einen Teil des Kaufpreises von Amazon zurückerhalten. Ich nutze das Gerät jetzt halt wie ein billiges komplett ohne Verkehrsinformationen, diese Grundfunktion funktioniert nach wie vor bestens. Nur wenn ich in eine Baustelle o.ä. mit Straßensperrung gerate, muss ich das Handy mit Google Maps rauskramen, damit ich einen Weg außenrum finde.

    Also es sollte ab und zu das Auto wechseln können

    Warum sollte es das nicht können? Habe ich mit meinem schon oft gemacht. Die Geräte werden per Saugnapf an der Scheibe befestigt, was nicht immer optimal hält aber naja. Es gibt auch selbstklebende Pads die aufs Amaturenbrett o. ä. geklebt werden können, um den Saugnapf dann dort zu befestigen, das geht oft besser. Diese Klebepads brauchst du dann halt ggf. mehrfach.