Beiträge von jp10686

    Wir haben mit den Schwarzen Kunststoff-Kabelbindern Drahtgitter fürs Aussengehege der Hühner befestigt. Nach zwei, drei Sommern war alles ab.

    "Weiss der Bauer keinen Rat, dann nimmt er Draht" wäre für diesen Fall passend gewesen. Am schnellsten geht es mit dem fertigen Rödeldraht und dem Wickelhaken der Eisenleger vom Bau, aber eine Flaschzange und gewöhnlicher Zaundraht geht auch.

    Eben - es ging ja drum, dass die Pflicht einer festen Adresse, also das Angeheftetsein an einen definierten Ort, nicht mehr zeitgemäss sei.

    Ich hatte bei meiner ersten Anstellung nach Abschluss der Ausbildung, lange ists her, das Vergnügen an jemanden zu geraten, der mir den Lohn nicht zahlen wollte und auch noch bezüglich Ab- und Ummelden sehr beweglich war. Das ist sehr mühsam, wenn du eine berechtigte Forderung hast - ohne Wohnistzpflicht hätte sich diese Person sicher noch wesentlich geschäftstüchtiger benommen.

    Bei allen Havarien grosser technischer Werke wollen wir doch hoffen, dass es eine Verkettung unglücklicher Umstände war. Man kann damit die Unfallstatistik verschönern; bei AKWs käme sonst nämlich raus dass es alle zehn oder zwanzig Jahre mal so richtig knallt, siehe hier. Da jedes hochgegangene AKW und jede hochgegangene Pestizidfabrik als Einzelfall dargestellt wird, der sich so nicht wiederholen kann, sieht es für die gerade nicht betroffenen Betreiber besser aus.


    (Ich stelle mir gerade vor, wie man im Havariefall mit einigen Kubikmetern flüssigem radioaktivem Natrium umgeht, nachdem ich vom Chemiestudium weiss, wie sich ein erbsengrosses nicht radioaktives Stück davon benimmt. Kein Problem, die Werkfeuerwehr ist ausgebildet und die Aktionäre wohnen nicht in der Gegend)


    Das Problem kommt immer dann auf, wenn eine Katastrophe sehr selten zu erwarten ist und die Folgen für die Gesellschaft untragbar und irreparabel sind. Da sagt man dann vor dem Unfall, das Risiko sei vernachlässigbar klein, also problemlos zumutbar. Wenn doch passiert was nicht passieren konnte, haben die in der Nähe wohnenden eben Pech gehabt. Die Betreibergesellschaft geht dann hops oder wird verstaatlicht, die havarierte Region wird abgesperrt, die überlebenden Bewohner kriegen irgendwann eine lächerlich geringe Entschädigung und dürfen jahrelang in Notwohnungen hausen, die Armee schickt Stromerzeuger, Wolldecken und Milchpulver, gemeinnützige Organisationen sammeln fü die Opfer, ein Direktor des oberen mittleren Kaders wird als verantwortlich definiert und nimmt seine Verantwortung wahr, indem er bei vollem Gehalt in den vorzeitigen Ruhenstand geht, und nach ein paar Jahren ist die Sache nicht mehr aktuell.

    Na ich möchte mal sehen wie du vor einem Teller mit Gänse oder Hühnerfutter sitzt und sie dir genüsslich munden lässt. Das Gesicht mächte ich gerne sehen.
    Normales Korn wirst du aber in den Futtersilos kaum finden, das ist angereichertes Futten die zu Pellets gepresst sind. Aber das hatte ich ja auch geschrieben.

    Ist essbar aber nicht wohlschmeckend. Wenn du nix anderes hast, geht das rein.

    Hier

    steht warum Weissblech sofort rostet, wenn es strapaziert wird, und warum man es trotz dem teuren und nicht wirklich korrosionsbeständigen Zinn verwendet.

    Persönlich nutze ich kein Brenngel, sondern die alten Brenner die mit Brennsprit aus der Flasche befüllt werden. Findet man noch im Brockenhaus.

    Die Unfallgefahr bei der Verwendung von Brennsprit (wohl der Grund weshalb man keine neuen Spritbrenner mehr bekommt) ist bei der Einhaltung weniger Regeln, die für flüssige Brennstoffe selbstverständlich sind, kein Problem, und Brennsprit wird noch für vieles andere verwendet und ist immer da.

    Diese Pastenbrenner machen viel Abfall und eine grosse Sauerei, zudem sehen sie in halb aufgebrauchtem Zustand bescheiden aus.

    Für unterwegs kann man den Brennerkram in eine grosse Weithalsflasche aus Kunststoff geben und hat dann keine Probleme wenn mal was auslaufen sollte, oder man lässt den Brenner einfach leer brennen.

    Gerade in Zeiten wo alternative Wohnformen wie Vanlife boomen und Jobs digital von überall auf der Welt erledigt werden können, hat sich das eigentlich überholt, dass man eine Zustelladresse braucht.

    Es spricht ja nichts dagegen, sich eine Adresse bei einem Bekannten zuzulegen und dann Vanlife zu machen.


    Man sollte das aber mal aus der Sicht der anderen betrachten.

    Über den angemeldeten Wohnsitz können Behörden und Private die Pflichten eines Bürgers (Steuern, Klagen, Zustellung von Rechtsbescheiden usw. ) einfordern.

    Es soll ja Menschen geben, die Schulden machen und dann schwer erreichbar sind. Auch aus Sicht von Leuten, die gerne Steuern mehr optimieren als zulässig (soll es ja geben) wäre es interessant, nirgendwo gemeldet zu sein.

    Mal ganz einfach, man bezahlt seine Zeche nicht und der Wirt hat nur ein Kennzeichen. Das Amt würde nun bei der Nachfrage nach dem Fahrzeughalter sagen, Adresse unbekannt.

    Wenn alle Leute ehrlich wären, würde es das in der Tat nicht brauchen. Aber so ist die Welt nun mal nicht.


    Falls man eine Firma hat und nicht gerne Steuern zahlt oder nicht will, dass die Behörden wissen, was man eigentlich macht - in gewissen Gegenden der Schweiz gibt es ein blühendes Gewerbe, das einem dann hilft und nicht verstehen will, warum das dem internationalen Ansehen des Landes nicht förderlich ist.

    "Aber der Trend geht immer mehr dahin, nur die goldene Kreditkarte zu zücken, Campingfahrzeuge möglichst überall zu verbieten und Stellplätze zu vermieten mit der Größe eines Garagenvorplatzes und dafür gern 50 € zu verlangen....


    Wo ist in Europa denn die Freiheit geblieben ?"

    Wenn man das aus Sicht der Einheimischen in den oft besuchten Destinationen sieht, wird es wohl verständlicher. Udo hat ja einiges schon erwähnt. Es ist auch eine Frage der Menge, wie alles.


    In den Tourismusgebieten will man explizit, dass Wohnmobile und Camper die dafür geschaffenen Plätze benutzen und auch dafür bezahlen. Schliesslich leben diese Orte vom Fremdenverkehr, und Campen für lau wirkt halt wie kostenloses Abgreifen von Leistungen. Zumal gerade die Camper aus dem Ausland oft sehr genau auf den Pfennig schauen und Lebensmittel selbst mitbringen. Die verwechseln dann "die Freiheit" mit "ihr habt uns Platz und Infrastrukturen anzubieten, und zwar so kostenlos wie möglich".

    Es ist auch ein Missverhältnis, wenn man sich ein reines Freizeitfahrzeug im sechsstelligen Preissegment gönnt und dann von Abzocke redet, wenn die Stellplätze etwas kosten und benutzt werden müssen.


    Meine Devise wäre, klein und unauffällig. Die hier gezeigten Militärkolosse sind zwar eindrücklich, aber einfach viel zu protzig.

    Wie soll man, wenn der Strom weg ist, Radio und Internet checken?

    Das Problem erinnert mich irgendwie an die berühmten Windows-boot message:
    "Keyboard bad or missing. Hit any key to continue"

    Es würde voraussetzen, dass ich eine Notstromversorgung für die Geräte habe die Internet können und dass noch irgendwelche Daten gesendet werden.

    Wenn DSL nicht mehr funzt weil die Kiste im Quartier die das aufschaltet keinen Strom hat, und wenn die lokale Antenne für SmartPhones auch keinen Strom hat, dann habe ich ein Handy, das kein Netz mehr hat, und einen Laptop, der mir sagt, der Router habe kein DSL-Signal.

    Gut, irgend ein UKW_Radio das mit Batterein läuft wäre vielleicht noch aufzutreiben. Aber ob da mehr Informationen kommen als was man eh schon weiss? (Der Strom ist weg)

    Die Journalisten, bzw der Pressebetrieb sind also auch Teil des Problems da sie ja an einer normalen Berichterstattung nicht interessiert sind / an ihr nix verdienen.


    Schlicht und ergreifend : Da werden Auftragsarbeiten abgeliefert, das ist im Universitätsbetrieb nicht anders, sonst gibt es für das nächste Projekt kein Geld mehr.

    Diese Projekte sind Zeitlich begrenzt da muss also was rauskommen, am besten ein Skandal damit man im Anschluss ein ein Folgeprojekt finanziert bekommt.

    Bitte gestattet, dass ich das anders sehe:

    a) Pressearbeit ist zum grössten Teil Kilometerarbeit und normale Berichterstattung, so wie der Wetterbericht, nur hat man sich daran gewöhnt und nimmt nicht wahr, was nicht besonders interessiert.

    b) Der Unibetrieb ist nicht so, dass Aufragsarbeiten ausgeführt werden. Es werden vielmehr Lehrstühle oder Forschungsprojekte finanziert, mit hteoretisch offenem Ergebnisraum. Es wird erwartet, dass die Ergebnisse nach den Regeln akademischer Forschung publiziert werden. Wer schreit, man habe ihm seine Mittel gekürzt, weil seine Projekte nicht mehr finanziert würden, der hat fast ausnahmslos Regeln nicht beachtet und möchte sich nun mit der Behauptung, man lege ihm einen Maulkorb an, aus der selbst gelegten Schlinge ziehen.

    Hier ist natürlich ein dankbarer Boden für viele Verschwörungstheorien. Wer kein Geld für die Erforschung eines neuen Prinzips von Perpetuum mobile bekommt, der ist nicht Opfer einer Verschwörung gegen ihn geworden, sondern der hat einfach nicht erkannt, dass gewisse Dinge nicht so sind, wie er zu wissen glaubt.


    Natürlich gilt auch im akademischen Bereich, dass eine Hand die andere wäscht und wer sich wie ein Elefant im Porzellanladen benimmt, der muss damit rechnen, dass man ihn selber dann auch danach behandelt. Man kann aber sehr wohl zu anderen Aussagen kommen als andere, ohne diese deshalb persönlich diffamieren zu müssen. Es ist nämlich kaum je der Fall, dass "die anderen" keine Ahnung haben.


    In der angewandten Forschung mag das anders sein, da geht es schliesslich um sehr viel Geld. In der Grundlagenforschung ist das Geld erst mal weg, wenn das Projekt bewilligt ist, und kommt auch nicht in Form von rentablen Verfahren oder Patenten oder Spin-Offs wieder.

    Wer so publiziert oder öffentlich auftritt, dass er Skandale bewusst provoziert, der schiesst sich in den eigenen Fuss, denn wenn an der Sache was dran ist und man das belegen kann, dann muss man auch nicht so auftreten.

    Soll es angeblich noch irgendwo in Asien zwischen China und Südkorea geben.

    Habt ihr Ergänzungen/Kommentare?

    Ja. China hat keine gemeinsame Grenze mit Südkorea

    Wie gesagt, ich hatte mal was dazu geschrieben, da ging es auch um die Flussquerung bei Wien.

    Die Donau hatte, so glaube ich mich zu erinnern, irgendwas um 11km/s, wobei die Geschwindigkeiten je nach Tiefe variieren können.

    ganz schön schnell ... 11km/s ist ungefähr die Geschwindigkeit, die ein Körper benötigt, um das Schwerefeld der Erde zu verlassen. 11km/h wäre plausibler

    Ich denke, dass wir uns darin einig sein dürften, dass die viel beschworene Energiewende ein multifaktorieller Prozess ist, der auf vielen Ebenen sich abspielt.


    Natürlich ist es sinnvoll, Verbrennungsmotoren durch alternative Energiekonzepte zu ersetzen. Aber muss man deswegen beim PKW anfangen statt zum Beispiel bei der chemischen Industrie? Plakativ gesprochen macht es sich natürlich gut, 5 Millionen Autos auf den Schrott zu bringen anstatt ein Chemiewerk vom Erdgas auf Wasserstoff umzustellen.

    Du sagst es ja selbst. Nur wenn man sich mit dem Survival-PKW beschäftigt, geht es eben um Antriebe für Autos. Das bedeutet ja nicht, dass Chemiewerke damit warten müssen, es ist nur nicht das selbe Thema.

    Je nach Gesamtwirkungsgrad könnte man sich auch überlegen, aus Wasserstoff und CO2 Treibstoffe zu machen, die dann in sehr effizienten traditionellen Verbrennungsmotoren verbraucht werden können. Damit spart man sich den Umgang mit dem Gas Wasserstoff und kann die bestehende Infrastruktur fürs Tanken weiter verwenden.

    Aber auch dann sollte man sich damit abfinden, dass der Betrieb uneffizienter und überdimensionierter Autos nicht nur eine Geldfrage ist, sondern auch Egoismus.

    Zudem müssen jetzt fahrende Autos deswegen noch nicht auf den Schrott; wenn man Neuerungen bei neuen Autos durchsetzt, sterben die alten Energiefresser von selber aus.

    Ich glaube daher, daß das Notfallpaket erst einmal nix an der Situation auf den Straßen und in den Supermärkten ändern würde.

    Doch, tut es: Wer eins hat muss bei dem Spass nicht mitmachen. Ein Verkehrsinfarkt ist viel lockerer, wenn man nicht selbst fahren muss und nicht kann.

    Es ist aber schwierig, sich der Hamsterkaufpanik zu entziehen, auch wenn man genug Vorräte hat.

    Die Nachfrage nach angeblich oder tatsächlich knappen Artikeln verstärkt sich selbst, man kauft mehr von dem Kram, falls es noch hat.

    Gerade im Notfall ist die Wiederbefüllbarkeit von Flaschen ein grosser Vorteil. Was kann man mit leeren Wasserbeuteln anfangen?

    Was ein nicht allzu bemüht wirkender herbeikonstruierter Praxisvorteil von Wasserbeuteln sein könnte: Wenn man Instant Mahlzeiten, also etwa gefriergetrocknetes Zeug, das man vor dem Essen mit Wasser anmachen muss, gleich mit dem nötigen Wasser abpackt.


    Zur anderen Frage: PET-Flaschenverschlüsse sind nach mehrmaligem Gefrieren und Auftauen noch dicht. Auch randvoll befüllte PET-Flaschen platzen beim Durchgefrieren nicht, offenbar kann sich das PET so weit dehnen. Der Deckel wird durch das Gefrieren nicht abgedrückt. Im Gewindebereich ist das PET ja auch viel stärker und bei aufrecht stehender Flasche gefriert es oben unter dem Deckel zuerst.

    Ich würde jedoch sicherheitshalber die Flaschen aufrecht lagern und nicht ganz befüllen. Wenn man die Flasche zu 80% des Volumens füllt wird die Luftblase wegen der Volumenvergrösserung beim Gefrieren auf etwa die Hälfte zusammengedrückt, wenn die Flasche ihr Volumen nicht vergrössert, den daraus sich ergebenden Überdruck kann die Flasche problemlos ab.

    Ich finde, das gehört schon zum Thema. Immerhin gelten für Agrarprodukteexportflächen die gesetzlichen Vorschriften des Staates, in welchem sie sich befinden, und da dürften in Dritteltstaaten so manche Zutaten hinzukommen, die man im Essen nicht will und die hierzulande unzulässig wären.

    D.h. man hat bei Agrarproduktionsflächeneigentum in Drittweltstaaten folgende "Vorteile":

    billige Flächen, billige Arbeitskräfte (die einfach entlassen werden wenn sie z.B. bei ihrer Arbeit als Plantagenhelfer die Gesundheit ruinieren), wenig lästige Behörden wegen Spritzmitteln und Überdüngung, und Entscheidungsfreiheit was produziert und wo das Produkt verbraucht wird, da im Eigentum.

    Das sind alles eigentlich auch Zutaten zu Lebensmitteln.

    Bei uns steht dann nur noch ganz klein auf der Packung, dass die Dörrbohnen oder Raclettekartoffeln aus Ägypten oder China kommen. Die Ware präsentiert gut und ist billig, also was solls..

    Wir wohnen an einem Ort, wo es bestes Trinkwasser in fast unbegrenzter Menge gibt.

    Leider ist das, was aus dem Wasserhahn kommt, eine gesättigte Gipslösung, aus geologischen Gründen. Hygienisch einwandfrei und gesundheitlich unbedenklich, aber zum Trinken nicht so gut.

    Als fülle ich, wenn ich auf die andere Talseite gehe, Wasser von einem öffentlich zugänglichen Brunnen in die üblichen 1.5 l PETFlaschen ab.

    Das hält sich im Schuppen sehr lange, PET-Flaschen gehen durch Gefrieren auch nicht kaputt (Glasflaschen schon ... ). Die Qualität wird auch durch wochenlange Lagerung bei 25 Grad im Schatten nicht untrinkbar schlecht.

    Wenn man Bedenken wegen Stoffen hat, die aus PET ins Wasser diffundieren, dann sollten alle Arten von abgepackten Lebensmitteln ebenfalls gestrichen werden, ebenso Freilandgemüse (wegen Eintrag von zweifelhaften Substanzen mit Niederschlägen), Gewächshausgemüse (wegen Pflanzenschutzmitteln, Kontamination des Giesswassers durch Leitungen und Apparate, und so weiter), Früchte von Bäumen die weniger als 50 km von einer Verbrennungsanlage entfernt stehen (wegen unvollständiger Rauchgasreinigung) und so weiter.

    Falls man schlechtes Leitungswasser und keinen Zugang zu einer guten Quelle hat:

    Ich würde wenn schon für Wasserlagerung nicht Hahnenwasser entkeimen und abkochen und vakuumieren und einfrieren, sondern einfach beim Supermarkt des geringsten Misstrauens bereits abgefülltes Trinkwasser kaufen, 1.5 Liter für 20 Cent im Sixpack oder so. Das ist allemal billiger, als was beim selber machen für Strom und Vakuumbeutel draufgeht, und man kann es auch noch trinken wenn man es ein paar Jahre stehen lassen hat.


    Man kann auch das da kaufen, es hat Gewichtsvorteile beim Mitnehmen.

    Das liegt einfach nur daran, dass die Erträge mit weniger Chemie sinken und die Welternte nicht mehr für alle reicht.

    Man kann es auch anders sagen: Das Ziel der industriellen Nahrungsmittelproduktion (manche sagen moderne Landwirtschaft dazu) ist es nicht, möglichst viele Nahrungsmittel zu erzeugen, sondern mit Nahrungsmittelproduktion möglchst viel Gewinn zu erzielen. Das ist insofern in Ordung, als dass jedes Gewerbe so wirtschaften muss, um bestehen zu bleiben. Aber es bedeutet eben auch, dass man sehr viel Abfall erzeugt oder in Kauf nimmt oder Luxuslebensmittel für kaufkräftige Kunden erzeugt, statt Grundnahrungsmittel.

    Theoretisch müsste der Markt durch Selbstregulierung dafür sorgen, dass es immer genung Grundnahrungsmittel hat, denn wenn diese knapp werden, steigen die Preise und es lohnt sich, mehr davon zu erzeugen. Das funktioniert aber nur, wenn die Abnehmer Geld haben. Aus dem gleichen Grund forschen Pharmafirmen lieber an Mitteln gegen Alzheimer oder Fettleibigkeit, statt an Impfstoffen gegen Malaria.

    Was die Investition der Chinesen in Landwirtschaftsboden in Afrika betrifft: Einmal liegt es auf der Hand, dass man mit den überschüssigen Devisen (die ja keinen Wert an sich darstellen, sondern deren Wert nur darauf basiert,d ass man hofft, später noch irgendwas damit kaufen zu können) Sachwerte erwirbt. Allerdings ist Land in Afrika wie anderswo nur solange etwas wert, wie es dort Staaten gibt, die das Eigentum zu etwas wertvollem machen. In failed states investiert niemand, weil weder Recht noch Infrastrukturen funktionieren, und ohne diese kann man Land nicht nutzen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Land seine Bevökerlung verhungern lassen kann während es gelichzeitig sehr viel Nahrungsmittel exportiert. Aber das ist auch schon vorgekommen, etwa in der grossen hungersnot in Irland nach 1845.

    Danke für die ausführlichen und detailtreuen Erklärungen!

    Als simpel gestrickter Praktiker würde ich einfach mal die PV-Fläche etwas grosszügiger dimensionieren, zumal ja meist nicht die vorhandene Fläche limitierend ist. Ob die Lade- und Wandlerverluste dann 95 oder 98% betragen, ist zwar sehr interessant, aber nicht wesentlich.

    Aber das Hauptptoblem an der ganzen Geschichte, nämlich wie man den Strom selber aufbewahrt, das scheint mir doch wesentlich weniger elegant gelöst zu sein als die Batterieladung mit der oben beschriebenen MPPT-Technik.

    Vor allem wenn es um mehr gehen soll als die simple Tag-Nacht-Pufferung oder die Überbrückung eines sonnenlosen Tages, also etwa um die wochenlange Autarkie im Winter, scheint mir noch kein anderer bezahlbarer Weg als ein Notstromer zu existieren.

    Das liegt schlicht daran, dass im Winter die Sonne fast nichts macht, auf 50 Grad Nord und bei den typischen sonnenlosen Wetterlagen im Winter kommt nun mal fast nix bei den Panels an. Da kann man entweder sich den Keller mit teuren Akkus zubauen oder eben für solche hoffentlich seltenen Fälle auf anderes ausweichen.

    Ich habe das durchgerechnet, ich wohne auf 46 Nord auf 1000m in einer auch im Winter nebelfreien und sonnigen Gegend, bin also gegenüber den meisten hier im Forum diesbezüglich privilegiert. Eine Akkubatterie lohnt sich selbst hier einfach hoffnungslos nicht.


    Wenn man die Elektroverbraucher auf das wirklich nötige runterfährt (Kühlschrank, Licht, Heizungssteuerung bei Stückholz oder Pellets) und sich vorher schon Gedanken über stromsparende Geräte gemacht hat, kommt man mit sehr wenig Strom aus und man braucht auch nicht kubikmeterweise Treibstoffvorrat. Elektrisch kochen ist dann natürlich kein Thema, und wer nur eine Wärmepumpe als Heizung hat, hat ein Problem. Den Kühlschrank kann man im Winter an einen kälteren Ort stellen, was sehr viel beim Verbrauch ausmacht; im Sommer ist es egal.


    Hier sehe ich ein grundsätzliches Problem für die Zukunft: Bei Neubauten werden fast nur noch Wärmepumpen mit PV auf dem Dach für Heizung und Warmwasser installiert. Auch Altbauten werden immer mehr so umgerüstet. Von März bis Oktober eine feine Sache, aber im Winter erzeugen die Dinger eine hohe Grundlast an Stromverbrauch, der "irgendwie" gedeckt werden muss.

    So etwas primitives wie einen Holzofen mit Kochplatte hat kaum einer mehr, macht halt Dreck und das Holz braucht Platz. Dabei haben die Dinger für den Notfall den unbezahlten Vorteil, dass sie so primitiv sind, dass nix kaputtgehen kann und dass der Brennstoff mindestens hier wo ich wohne jederzeit vorhanden ist.


    Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: PV für den Normalbetrieb, im Autarkiefall nur für Licht und Kühlschrank. Unsere Gesellschaft ist derartig auf Strom angewiesen, dass im Falle des grösseren Blackouts sowieso gar nix mehr funktioniert - dann hat man auch im Häuschen mit der autarken PV-Anlage vermutlich andere Probleme, als wie man den HomeServer am Laufen hält.

    das verstehe ich jetzt nicht: der alte PC in der Gartenhütte hängt doch dann auch nicht oft am Strom, oder ?

    Ich sah das im Zusammenhang, du möchtest im Winter auf der Wiese ...

    Außerdem scheinen mir einsame Gartenhütten geradezu ideal für Diebstahlseinbrüche oder Vandalismus.

    Oder meinst Du: Sichere Box in den Boden einbuddeln und tarnen, und DARÜBER eine Gartenhütte ?

    Ich denke, man kann diese Gartenhütte schon so gestalten, dass sie nicht gerade solche Leute anlocken. Die Lage sollte auch nicht allzu prominent sein. Ein gutes Verhältnis von Aufwand und Ergebnis ist aber immer noch, wenn da ein paar Hütten sind, und die Besitzer sich kennen und ein gutes Verhältnis zueinander haben.

    Die sichere Box im Boden eingebuddelt leidet darunter, dass es unbequem ist, sie selber zu benutzen, deshalb sollte man das anders lösen.

    Wenn erhöhte Diebstahlgefahr besteht (ein Kollege von mir hat so ein Freizeitgrundstück), dann muss man in passiven Einbruchschutz investieren und hat auch sonst viele Unbequemlichkeiten.