Beiträge von jp10686

    Aber es gibt Zeitgenossen, die haben grundsätzlich gar nichts. Noch nicht mal einen Schraubendreher. Und die stehen ständig auf der Matte und wollen was ausleihen.

    Gewöhnlich wollen die Dich samt Werkzeug ausleihen. "Du kennst dich ja damit aus, dir geht das viel leichter von der Hand ... "

    Wer sich selber zu helfen weiss, der hat auch die Sachen dazu.

    Selten gebrauchte Werkzeuge auf Gegenrecht ausleihen ist hingegen toll - ich habe eine Dachrinneneisenbiegezange, die leihe ich gerne dem Kollegen aus, und er mir dafür seinen kleinen Betonrüttler, oder so. Wer mit solchen Dingen etwas anfangen kann, weiss auch damit umzugehen, und da muss man dann auch nicht gegenrechnen.

    Für die anderen, denen man nicht so gerne etwas ausleiht, hat man eine Kiste mit schwer kaputtbarem Werkzeug, als da wären: eine grosse Kneifzange, eine Wasserpumpenzange, ein Schalhammer, ein Schraubenzieher Grösse 5, ein Geissfuss und ein grosser Rollgabelschlüssel. Dazu gehört eine Grabbelkiste mit einem oder zwei Pfund Schrauben und Nägel gemischt.

    Die Variante mit 3 Achsen, da laufen nochmal gut 5 Liter mehr auf 100km durch ...

    Sowas legt sich nur auf die Seite, wenn man ihn so fährt, wie man das von modernen Autos gewohnt ist. Den Elchtest bestehen Autos dieser Bauart grundsätzlich nicht. Es ist auch sehr gefährlich, damit im Gelände schräg zum Hang zu fahren.

    Ein schönes Detail dieser Fahrzeuge: Es gibt einen Batteriehauptschalter, das ist ein etwa 1 cm dicker Metallbolzen, über den der ganze Batteriestrom läuft. Wenn man den rausnimmt, ist die Batterie abgeklemmt.

    Starten lassen sich die Dinger auch mit dem Schweizer Armeesackmesser, falls man den Schlüssel mal verlegt haben sollte.

    Das beste Fahrzeug wäre wohl von der Bauart her der Vorgänger: der Steyr-Puch Haflinger.

    Eine motorisierte Variante von dem, was früher der Maulesel war.

    Klein, leicht, weniger durstig als der Pinz (aber immer noch viel verglichen mit was ein modernes Auto braucht)

    Hauptnachteil ist, dass die Superbenzin brauchen. Zu schade, um im Salzmatsch rumzufahren. Und, ich vermute, ziemlich wartungsintensiv.

    Und wenn ich diese Kartoffelsäcke mit Kleinholz sehe für exorbitantes Geld.... Da fällt mir nix meh ein,

    Hier vor jedem Supermarkt, Pappschachtel mit 15 kg Buche für 9.95 ...

    Offenbar verkauft sich das Zeug, denn sonst würden die es nicht so prominent anbieten.

    Ich habe erst eben einen Anhänger voll Brennholz von der Gründeponie mitgenommen: alles 3-7cm dicke Fichtenäste, bereits ziemlich trocken und auf 2m Länge gekürzt.

    Mir hat man gesagt, dass bei einer Holzwand die Scheiben besser sind als das Holz.

    Was den Wärmeleitwert angeht: der beruht nur auf Wärmeleitung, d.h. die Oberflächen werden auf eine Temperaturdifferenz gebracht und es wird die Leistung gemessen, um diese Temperaturdifferenz zu halten.

    Bei Scheiben geht aber viel durch Konvektion (Bewegung von Gas oder Flüssigkeit vom warmen zum kalten Ort hin) oder durch Strahlung verloren. Konvektion erklärt, warum eine Schumgummimatratze viel besser ist als eine gleich dicke Luftmatratze.

    In der Praxis läuft es auf das hinaus, was gesagt wurde: es muss für eine Reparatur vor allem einmal winddicht sein.

    Ungeschlagen immer wieder der Pinzgauer - aber nur als lokales Arbeitstier, sonst müsste man eine Tankstelle mitschleppen.

    Ach, die kenne ich von der CH-Armee. Durst ist das eine, das andere ist dass man bei mehr als 80 km/h mit der Kiste die ganze Strasse braucht, weil das Ding dann nicht mehr gerade aus fahren will. Jedenfalls waren die Pinzis der RS so.


    Zum Bergematerial: Das kann doch im Bergefahrzeug mitgeführt werden, für das Alltagsauto ist eigentlich nur der Anschlagpunkt wichtig.


    Ich kann hier wieder mal auf mein Lieblings-Kleinbergewerkzeug hinweisen: der Maasdam Rope puller. Funktioniert mit Kusnststoffseilen. Man hat den Ärger mit den Drahtseilen nicht, wo man viel Zeit mit Versorgen braucht, und das Ding zieht genug für die kleineren Sachen, also auch noch um mal einen Baum beim Fällen umzuziehen. Sonst kann man noch eine lose Rolle nehmen. Das Seil kann man auch für andere Zwecke verwenden.

    Seit ich so einen habe, brauche ich den 1.6t Habegger kaum mehr.

    Was hat es dann mit den Papier/ Zeitungsbriketts auf sich? In Videos wird gesagt, das soll gut sein vom Brennwert her, dort wird es pürriert, geformt, gepresst und dann getrocknet.

    Hab ich ganz früher mal ausprobiert. Ist möglich, aber macht keinen Sinn, ausser man hat gar nichts anderes zum Heizen.

     "

    Mir hat heute jemand erzählt, man könne sein Holz auch "übertrocknen". Wenns zu trocken ist, könnte man auch genausogut mit Papier heizen. Stimmt das?"

    das Holz nach zwei Jahren trocken und dann verbraucht werden sollte, da es mit der Zeit an Heizwert einbüst. Ich denke da ist was dran. Aber in meinem Holzschuppen lagert auch noch Holz von drei, vier Jahren, da merkt man den Unterschied noch nicht so.

    Ich heize oft mit uraltem Holz, das ich bekomme: Abbruchholz (unbehandelt) von alten Scheunen, Scheitholz aus Räumungen, das Jahrzehnte trocken herumlag.

    Das Zeug heizt so gut wie es schwer ist. Lästig bei Altholz sind folgende Sachen:

    Bei Abbruchholz werden die Sägen eher stumpf, wegen dem Staub und Sand in den Rissen. Natürlich muss man aufpassen, dass man keine Nägel erwischt.

    Nägel usw. können den Schüttelrost des Ofens blockieren.

    Altholz macht mehr Dreck, wegen Wurmstichigkeit.

    Nadelholz, das vom Hausbock völlig zerfressen ist, nehme ich nicht; es zerfällt beim Sägen in einen Staubhaufen und brennt schlechter, lässt sich auch kaum mehr spalten, wenn der Wurmbefall stark war.

    Grosser Vorteil: Kein unnötiges Mehrgewicht beim Transport.

    Meine Brennholzstapel sind oft 10 Jahre und mehr im Wald. Wenn die nicht direkt auf dem Boden liegen (wichtig!) und gut gedeckt sind, ist der Verlust wegen Wurmbefall (betrifft fast nur die Rinde) nicht gross.


    Mit Papier kann man nicht heizen. Der Brennwert wäre ähnlich wie der von Holz, aber es macht viel Asche, weil im Papier Kreidepulver enthalten ist. Vor allem aber brennt Papier wegen der blätterigen Struktur sehr schlecht, jedenfalls in Holzöfen, die man aus ähnlichem Grund auch nicht mit Sägemehl betreiben kann.

    ... denn die " poor white men" ohne Bildung und digital abgehängt - werden jedem weiterhin zuhören der ihnen eine Zukunft verspricht.

    Vermutlich hast du Recht, aber das Problem besteht auch bei uns. Der Neolibaralismus ist eine wesentliche Triebfeder davon. Wer es zu nichts bringt, ist selber schuld, und weil man das nicht sein kann, müssen irgendwelche Sündenböcke her.

    Seltsamerweise tut es der Wählbarkeit keinen Schaden, wenn man selbst reich ist und auf den eigenen Baustellen nicht mal Mindestlähne zahlt.

    Eine Zeitbombe - die Reichen täten gut daran, dafür zu sorgen dass das Präkariat nicht zu zahlreich wird, statt nominell immer nur noch reicher zu werden.

    Wenn man das zu Ende denkt, gibts eine düstere Gesellschaft:

    5% können sich alles leisten

    5% sind Gorillas oder Polizisten

    5% sind im Knast

    Der grosse Rest hat keine Perspektive und tritt bestenfalls vor Ort.

    Ich bin da jetzt ein bisschen hartnäckig.

    Was nützt mir ein Fahrzeug, mit dem ich namibianische Buschpisten bewältigen kann, für Survival bei einer Ausgangssperre hier in Mitteleuropa?

    Wozu - Survival! - soll ich hier Gelände fahren können, ausser um Brennholz zu holen und zur Alphütte zu kommen, und auch das geht nur auf Wegspuren? Strecke macht man damit nicht, Bei verstopften Strassen (vgl. Hurrikan Kathrina) bleibt man damit genauso stecken wie all die anderen auch.

    Gut, ich bin im Gebirge, da kann man sowieso nicht querfeldein fahren. Aber auch im Tiefland hats überall Hindernisse, Bahndämme, Wassergräben, kleine Flüsschen und so weiter. Nebenstrassen und Waldwege funktionieren nur bei sehr guten Ortskenntnissen und solange die anderen nicht auch auf den Trick kommen (was unwahrscheinlich ist). Bei nassem Boden ist auch mit gutem Allrad auf Ackerland sehr schnell fertig, vom gigantischen Spritverbrauch mal ganz abgesehen.

    So richtig schnell richtig weit käme man mit einer Enduro, aber da kann man kaum was mitführen.

    Bleibt der gut ausgerüstete SO, aber da kommt man nur hin, wenn man frühzeitig unterwegs ist, und bis in den Nahbereich dieses Ortes ist ein gewöhnliches Strassenauto gut genug.

    Womit wir wieder bei der schon vorher gezogenen Folgerung wären: Entscheidend ist der hinterm Steuerrad.

    Mir kommt dazu immer der Vergleich mit der Stadt im Stossverkehr in den Sinn: Um da schnell durch zu kommen, braucht man Köpfchen und Ortskenntnis, nicht aber viele PS unter der Haube.

    Ich merke gerade, dass mich der Thementitel "Tauschgeschäfte mit Nicht-Preppern" etwas irritiert.


    Ich würde jetzt nicht Dinge horten, die ich nicht brauchen kann, nur um sie mal bei "Nicht-Preppern" gegen etwas tauschen zu können.


    So Dinge wie Zitronensäure, Natron, Essig, Salz usw. hat der Nicht-Mann im Haushalt immer in grossen Mengen bevorratet, aber eher aus Kosten- und Effizienzgründen, Der Preisunterschied, wenn man gleich 20 Kilo bestellt, gegenüber den Kleinpackungen aus der Drogerie ist schon deprimierend gross. Es lässt sich ja auch problemlos lagern; Platz ist vorhanden.


    Was dann wirklich knapp wird, weiss man erst, wenn es soweit ist. Diesel? Die werden nicht den Sprit rationieren, sondern eine Ausgangssperre verhängen.

    Masl abgesehen vom Selbstbau-Effekt, den ich nur allzugut kenne:
    Was spricht dagen, ein paar PV-Zellen zu nehmen, wenn der Wind nicht ausreicht, um in Dachnähe einen 3W-Dynamo ausreichend häufig zu treiben?

    Es wäre vielleicht wieder mal an der Zeit, sich die Szenarien zu überlegen, wo aus dem PKW ein "Survival" Pkw werden soll.

    Denn danach richtet sich, was das Fahrzeiug können soll und was man an Ausrüstung braucht.

    Nasse Wiesen sind so eine Sache ... je nach Untergrund gräbt man sich da ein.

    Schief zum Hang kann sehr wohl schiefgehen, dann fährt die Karre seitwärts statt dahin wo der Pilot es will, und man macht einen riesen Landschaden.

    Sommerreifen sind auf nassem Gras schlecht, die drehen sich und das Auto bleibt wo es ist. Das kann dir auch mit Winterreifen passieren, und dafür gibts die grobstolligen Matschreifen. Aber bei denen hört der Spass auf, wenn man wieder auf der Strasse ist.

    Reifen mit Schneeketten haben zwar mehr Griff als solche ohne, aber die aufzuziehen wenn man sich schon eingegraben hat ist auch wieder eine Geschichte für sich. Man sieht nachher aus wie Sau, dafür ist man villeicht gerade noch aus eigener Kraft wieder rausgekommen.

    Auf schlechten Waldwegen scheitert es oft an der Bodenfreiheit.

    Ich denke, man sollte zuerst genauer wissen, was man wie oft machen möchte, und sich dann entscheiden. Der Preis für mehr Geländetauglichkeit ist weniger Fahrkomfort auf normalen Strassen und mehr Durst des Autos.

    Die Leute für Waldkartierungen der ETH Zürich sind z.B. oft mit den Allradvarianten des Skoda Octavia unterwegs, weil sie zwar längere Anfahrt mit Autobahn haben, aber eben auch oft ziemlich schlechte Waldwege fahren. Und sie kommen erstaunlich weit mit den Dingern.

    Das andere Extrem sind die, welche einen breiten Jeep Wrangler oder Hummer mit Grobstollenreifen, Schnorchel und aufgeschnallten Sandblechen benutzen, um damit Bier zu holen. Hauptsache, man wird gesehen.

    guck mal auf motor-talk.de, da gibts für mehrere Abende Berichte zum Thema.

    wie tauglich sind Ganzjahresreifen im Gelände?

    ich habe meine fahrzeuge jetzt auch auf Ganzjahresreifen mit runflat Technologie (Pannenschutz) ausgerüstet.

    Kommt drauf an was du unter Gelände verstehst ...

    Ich habe welche auf meinem Jimny, weil ich damit nie Autobahn fahre und mir das das Wechseln der Reifen erspart.

    Nasse Wiesen, steile unbefestigte Waldwege usw. mit Anhänger gehen damit "gut" - so gut wie man halt auf solchen "Wegen" unterwegs sein kann.


    "schweres" Gelände als Spassfaktor fahre ich nicht.


    Gegen "richtige" grobstollige Geländereifen spricht, dass man damit auf befestigten Strassen bescheiden unterwegs ist, und das dürfte doch die grosse Mehrheit der Fahrstrecken sein. In tiefem Schnee oder Sumpf kann man sich auch damit festfahren.


    Einige Sekunden nachdenken, bevor man irgendwo reinfährt, können Stunden Bergungsarbeit ersparen - habe ich selbst herausgefunden (*nichtstolzbin*) Wenns doch mal sein muss, kann man auch Schneeketten montieren.


    Es ist allerdings auch Glaubens- oder Hobbysache, in einschlägigen Foren findest du seitenweise Beiträge dazu.