Beiträge von Weltengänger

    Wenn du nochmal bei Wärme losgehen möchtest, wären meine Überlegungen
    Sonnenhut statt Beanie (du brauchst weniger Sonnenschutzmittel, der Schatten des Huts wirkt auch dann, wenn du die Creme runtergeschwitzt hast)
    ggf. ein Tuch im Nacken oder ein Hut, der den Nacken mit schützt
    Zusätzlich zu dem Wasser auch Salz und/oder Algentabletten (verbessern die Hitzetoleranz) mitnehmen
    Morgens eine Prise Salz und etwas Kardamom in den Kaffee geben (verbessert ebenfalls die Hitzetoleranz)
    20 kg sind sehr viel für einen BOB - ich würde auch zu Wasserfilter, sofern Wasser auf dem Weg verfügbar ist, und UL-Equipment tendieren
    Sehr früh und ziemlich spät gehen und die Mittagszeit im Schatten verschlafen
    Man braucht unterwegs nicht viel zu essen, morgens und abends reicht bei Erwachsenen, mittags evt. ein Müsliriegel oder so
    Ich gehe in Teva-Sandalen (mit Socken wegen Reibung) im Sommer
    Eine gute Basis-Fitness macht den Unterschied. Die Muskeln hast du in einigen Tagen trainiert, Sehnen und Bänder brauchen wesentlich länger zur Anpassung. Du brauchst viel Bewegung im Alltag, um auf solche Aktionen vorbereitet zu sein und sie dann "spontan" machen zu können. Besorg dir einen Schrittzähler, wenn du deinem Schweinehund misstraust.


    Das hat für wesentliche Teile des Jakobswegs und ein spontanes Nachhausegehen nach einem technischen Defekt über 30-40 km/Etappe gereicht, ohne Verletzung, Blasen oder Wolf.

    Als ich 1989 in der Ex-DDR gearbeitet habe, gab es da sowas, allerdings nicht fahrbar. Einen Badeofen, der mit Kohle beheizt wurde. 1 Stunde vorheizen, um baden/duschen zu können. Und nicht so großzügig mit dem warmen Wasser sein - sonst ist der Rest kalt, mit dem du die Haare nach dem Waschen spülst.


    Von der Benutzerfreundlichkeit ist so ein Boiler besser, wenn auch nicht so preppergerecht. Im Sommer ist das mit dem warmen Duschen einfach, wenn man einen schwarzen Wassersack tagsüber in die Sonne legt. Bloß der Sichtschutz ist in einem Reihenhaus schlecht realisierbar. Ich hatte schon echt darüber nachgedacht, so etwas in Trockenperioden zu machen, um das Duschwasser anschließend zur Gartenbewässerung nutzen zu können. Es war mir allerdings zu aufwändig, einen transportablen Sichtschutz zu bauen.


    Aber vielleicht fällt einem der Mitforisten hier etwas ein, das dann auch für mich ein Must-Have wäre?

    Diesen http://www.jerven.com/jervenba…-hunter#&variation=192343 mit dem Steintarnmuster
    Durch die Primaloftisolierung kann ich ihn im Sommer allein und im Winter mit Schlafsack verwenden. Die Größe reicht mir, und der Mini Hunter ist kleiner und leichter als die reguläre Version. Hier in Norddeutschland sind Wind und Nässe immer Faktoren, die man berücksichtigen muss. Und dafür ist er super geeignet. Sogar wenn ich auf der Terrasse sitze und am Notebook arbeite. Das ist nun keine Bushcraft-Anwendung, aber auch sehr praktisch.

    Ich habe die Bushbox in normal und in XL. Die XL-Box brennt deutlich ruhiger, zieht besser und muss nicht ständig gefüttert werden. Wenn man mit der kleinen Bushbox kocht, ist einer praktisch nur damit beschäftigt, das Feuer glücklich zu halten.
    Man kann mit beiden kochen und sogar grillen. Aber es ist aufwändig, die Verbrennung so zu steuern, dass das Ergebnis genießbar ist. Beide brennen besser und ruhiger, wenn man nicht nur Holz, sondern auch etwas Grillkohle verbrennt (die liegt hier am Strand oft herum, wir gehen vorher immer suchen). An trockenem Holz suche ich die abgestorbenen dünnen Äste von möglichst Nadelbäumen zum Anfeuern und danach eher von Laubbäumen zum Unterhalt des Feuers.


    Das Zerkleinern des Brennholzes geht mit der Säge am Leatherman ausreichend gut.


    Der Vorteil eines "Lagerfeuers" in der Bushbox XL liegt darin, dass der Untergrund geschont wird und eventuell vorbeikommende Uniformierte eher den Eindruck gewinnen, dass die Situation unter Kontrolle ist (vor allem, wenn man auch noch einen Wassersack mit Löschwasser vorweisen kann). Bei gemütlichen Usertreffen in der Stadt ist das durchaus ein Kriterium.

    Ich hab am Arbeitsplatz eine Kleinigkeit zu Essen, die man auch mitnehmen könnte (z.B. Müsliriegel), Nähzeug für kleine Reparaturen, und in der Anoraktasche habe ich immer ein kleines Multitool (Leatherman Squirt 4) mit Feuerstahl. Die längste Strecke, die ich nach Hause zu Fuß unterwegs war (durch einen technischen Defekt am Fahrzeug), waren 41 km. Regenzeug und etwas zu Trinken sind dann sehr hilfreich. Das könnte ein Ponchotarp sein oder eine Rettungsdecke, aus der man sich einen Wetterschutz machen könnte (wobei das Ponchotarp tarngrün ist, was eher positiv ist, falls man verfolgt wird). Ein Wasserfilter nützt dann etwas, wenn du unterwegs Zugang zu Wasserquellen hast. Falls es sich vorrangig um die Strecke vom Arbeitsplatz nach Hause handelt, würde ich eher eine Flasche am Arbeitsplatz deponieren und die dann mitnehmen. Diese wenigen Sachen könnte man in einer Hüfttasche unterbringen oder in einem Laufgürtel mit Trinkflaschenhalterung. Das trägt sich besser als eine Plastiktüte, obwohl man im Notfall sicherlich wenig wählerisch sein würde. 50 km zu Fuß erfordern gute Schuhe. Mit Pumps würde ich eine solche Strecke nicht schaffen. Vielleicht müsstest du das auch berücksichtigen.