Beinwell

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Echter Beinwell (Symphytum officinale) auch Gemeiner Beinwell, Arznei-Beinwell, Beinwurz, Bienenkraut, Hasenlaub, Milchwurz, Schadheilwurzel, Schmalwurz, Schwarzwurz, Wallwurz, Komfrei, Wundallheil, Soldatenwurz, Soldatenwurzel, Speckwurz, Wilder Comfrey, Wilder Komfrey, Wottel, Wundschad

allgemeine Infos

Die Beinwell-Arten wurden schon in alter Zeit als Heilkraut verwendet. Der Name Beinwell kommt von Bein (Füße) und well (engl. gut).

Vielleicht leitet sich der Name auch von ihrer Anwendung bei Knochenverletzungen ab (altes Wort für Knochen ist Bein oder Gebein).

giftige Pflanzenteile!

Beinwell enthält wechselnde Mengen von Pyrrolizidinalkaloiden, die (in hoher Dosierung!!! und als Einzelsubstanz) leberschädigend und krebsauslösend wirken. Die Kommission E hat daher für Deutschland den Gebrauch als Heilpflanze nur unter Einschränkungen zugelassen. In geringen Mengen ist es nicht gefährlich. Man sollte jedoch davon absehen, Beinwell über lange Zeit anzuwenden. Gerbstoffe sind auf Dauer generell ungesund.

medizinische Wirkung

Hauptsächlich:

  • schlecht heilenden Wunden,
  • Knochenbrüche, Sehnenscheidenentzündungen,
  • Drüsenschwellungen, alles was allgemein mit Knochen und Sehnen zutun hat.

Früher hat man Beinwell auch innerlich verwendet, z.B. gegen Bronchitis. Er hat eine entzündungshemmende, schmerzlindernde Wirkung.

Anwendung

Kann zur äußerlichen Anwendung zu einer Salbe oder einem Öl verarbeitet werden.

Bei Prellungen, Stauchungen, Sehnenscheidenentzündungen und Knochenbrüchen kann man auch Aufgüsse daraus machen und als Umschläge um die Wunde legen.

Ebenso sind Tees oder das Essen der rohen Pflanze möglich.

Die Wurzel enthält die meisten Wirkstoffe. Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man die ganze Pflanze vorsichtig ausgraben und komplett verwerten.

Am stärksten wirken die frischen Wurzeln. Trockene gehen auch, sind aber nicht ganz so stark und man braucht evtl. mehr davon

Verwendung: in Kytta-Salbe f

Wirkstoff: 35% Beinwellwurzel-Fluideextrackt (1:2)

Bei Prellungen, Zerrungen und Verstauchung

Persönliche Erfahrung: hilft sehr gut gegen Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich

Verwendung in der Küche

Die frischen Beinwellblätter sind sehr proteinhaltig. Diese Proteine sind biologisch hochwertig und in ihrem Nährwert mit tierischem Eiweiß vergleichbar.

Man kann die Blüten und Blätter unter den Salat mischen, was farblich recht hübsch aussieht. Die Blätter lassen sich ebenso in Teig einlegen und dann ausbacken (wird in der Schweiz gemacht).

Wenn man große Blätter findet, kann man sie auch als Ersatz für Weinblätter nehmen und Fleisch (oder Tofu) darin einrollen und grillen.


Aber nochmals der Hinweis: innerlich in nicht zu hoher Dosis, da leberschädigend und evtl. krebserregend. Ab und zu im Sommer kann man Beinwell bedenkenlos z.B. als Zugabe zum Salat essen, jedoch nicht massenweise.

Inhaltsstoffe

Allantoin, Schleim- und Gerbstoffe, Asparagin, Alkaloide, ätherisches Öl, Flavonoide, Harz, Kieselsäure, Pyrrolizidinalkaloide, Stigmasterol,

Weblinks

Heilkräuter / Heilpflanzen von Karl-Heinz Baake

Beinwell (Symphytum officinale)

Symphytum off. und peregrinum. Familie der Borretschgewächse. Bild rechts Symphytum officinalis.

Wintergrüne Belaubung. Tiefgründig-feuchter Boden, Düngung mit Kompost. Halbschatten. Ernte der Blätter den ganzen Sommer über, der Wurzeln im Herbst oder Frühjahr. Zum Trocknen geeignet. Er sollte allein stehen und kann dort jahrelang bleiben. Die Blätter dienen als ausgezeichnetes Mulchmaterial, sie sind kalireich. Durch seine zahlreichen Inhaltsstoffe (2 % Allantoin, es regeneriert das Gewebe, der höchste Anteil im Vergleich), Cholin, Flavonoide, Gerbstoffe, Rosmarinsäure, Schleim, Stärke, Pflanzensäuren, Pyrrolizidinalkaloide, Triterpene, Vitamin B 12) als Jauche gut geeignet. Durch seinen Gehalt an Allantoin werden Stroh und cellulosehaltige Pflanzen schnell verrottet. Es ist besonders in der Wurzel verbreitet. - Beinwell fördert Nährstoffe aus den Tiefenschichten des Bodens hervor. Auf den Baumscheiben fördert er das Wachstum durch seine Wurzelausscheidungen. Beinwell setzt im Boden Eisen, Kalium und Kieselsäure frei. Davon profitieren wasserreiche Fruchtgemüse wie Gurke, Kürbis und Zucchini. - Er darf nicht wegen seiner Pyrrolizidinalalkaloide getrunken werden. - Auch für handelsübliche Steingartenstauden geeignet.

- Der rote Beinwell Symphytum rubrum ist weniger heilkräftig. - Beinwell besser mit Handschuhen ernten. Vermehrung durch Stecklinge aus der Wurzelteilung. Es ist klar, dass der Beinwell einen so dichten Teppich bildet, dass etwaige Bäume nicht mehr richtig Wasser aufnehmen können. Hauptbestandteil: Allantonin, Cholin, Consolidin, Gerbstoff, Schleim, Symphytocynoglossin. Das Symphytum enthält am meisten von allen bisher untersuchten Pflanzen Allantoin.

S. azureum, himmelblau, ausläufertreibend, 50 cm, 4 - 5 blühend.

S. grandiflorum, Kaukasus-Beinwell, Blüte gelblich-weiß, 4 - 5, 20 cm. Sehr guter Bodenbedecker zwischen Gehölzen in guten Gartenböden in halschattiger oder schattiger Lage. Blüten rahmgelb mit überhängenden Trauben. Bei Bodenfeuchte mit Sonne auch

S. " Blaue Glocken, reinblau, 30 cm, 4 - 5 blühend.

S. " Goldsmith, cremeweiß, gelbgerandete Blätter, 30 cm, 4 - 5 blühend.

S. " Hidcote Blue, zartblau, im Verblühen verblassend, 30 cm. 4 - 5 blühend.

S. " Hidcote Pink, rosa bis cremefarben, 30 cm, 4 - 5 blühend.

S. x uplandicum, russischer Comfrey. Diese Beinwellkreuzung hat die höchste Menge an Allantoin.

S. rubrum, tiefrot, schwächer wachsend, 40 cm, 5 - 7 blühend.

Sammelzeit: Frühjahr und Herbst.

Autor, Lizenz & Quelle

Karl-Heinz Baake ("Der Bio-Gärtner")

Friedberg/ Hessen
Lizenz & Quelle: http://www.bio-gaertner.de

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Alles außer der Karl-Heinz Baake-Text von Alexis Solvey Viorsdottir