Notheizung von Anton (Tony) Lennartz

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Es ist Winter und bitterkalt. Überfrierendes Eis oder ein Sturm beschädigt Überlandleitungen, was einen längeren Stromausfall zur Folge hat.... Zentralheizungen fallen aus und Wohnungen, die über keinen Kachelofen verfügen, kühlen langsam aus. Wasserrohre und Rohre der Zentralheizung drohen einzufrieren.

Eine von vielen vorstellbaren Szenarien, die es nötig machen, eine Notheizung zu betreiben. Entweder hatte man vorgesorgt und sich z.B. einen Schweizer Armee Turmofen L51 gekauft oder man hat irgendeine andere Wärmequelle.

Wenn man nichts hat, womit man seine Wohnung / Haus überschlagen hält (10 Grad Celsius) muss man improvisieren.

Hier hatte Anton (Tony) Lennartz eine gute Idee, die er auf seinem Youtubekanal veröffentlichte. Diesen nenne ich einfach: Tonys Notheizung.

Tonys Notheizung besteht aus Dingen, die sich in jedem Haushalt finden lassen:

  • eine große Bratpfanne
  • ein größerer Topf
  • ein Brettchen (Wärmeisolierung)
  • 2 Büchsen oder größere Tassen (Kaffeepötte)
  • trockener grober Sand, Splitt oder kleine Steinchen
  • Öl (Speiseöl)
  • Küchenpapier oder WC Papier

Den trockenen groben Sand, Splitt oder kleine Steinchen füllt man in die Pfanne. Dann dreht man sich Dochte und "vergräbt" sie so, dass die zwei Enden als Dochte dienen können.

Bein Einfüllen des Öls sollten alle Dochte mit dem Öl getränkt werden. Man füllt die Pfanne nur soweit mit dem Öl, das es gerade unter dem Sand steht.

Man sollte die Dochte einzeln entzünden und gleich die Flammengröße einregulieren. (Man vergräbt den brennenden Docht soweit bis die Flamme nicht mehr rußt und sauber brennt.

Optimal ist es, wenn man Tonys Notheizung im Freien oder auf dem Balkon entzündet. Wenn alle Dochte sauber brennen, stellt man die Pfanne z.B. auf den Tisch, ausreichend weit von schnell entflammbaren Materialien entfernt. Danach stülpt man einen weitaus größeren Topf über die kleinere Pfanne, indem man die Griffe des Topfes je auf eine Dose legt (siehe Foto).

Der Abstand zwischen Topf und Pfanne sollte um die 5 cm betragen. Die Abgase der kleinen Flammen gehen in den Topf, wo sich der größte Teil des Rußes niederschlägt. Ein großer Teil der Wärmeenergie wird in Strahlungswärme umgewandelt.

Diese Notheizung (siehe Bilder) hat es geschafft, mein Wohnzimmer in 2 h um 2 Grad Celsius zu erhöhen. Der Geruch (nach Öl) hielt sich in Grenzen und war angenehmer als der Betrieb von Selbstgefertigte Öl & Talglichter.

Obwohl der Topfboden sehr stark erhitzt wird (über 100 Grad Celsius), reicht die zugeführte Wärmeenergie nicht aus, Nahrungsmittel darauf zuzubereiten (Siehe Bild: Rührei geht nicht).

Zum Warmhalten von Heißgetränken sollte die Energie reichen.

Siehe: http://www.youtube.com/watch?v=Y9J9kFKPzew

Autor: André Pohle

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