Tip´s zum Heizen mit Holz

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Vorwort

Feuer

Das Heizen mit Holz, die Nutzung des Feuers ist fast so alt wie die Menschheit und entwickelte sich weiter mit ihr, und ist mehr als ein romantischer Brennstoff.

Warum Holz?

1. Holz ist gespeicherte Sonnenenergie.

Sonnenlicht, Wasser und Kohlendioxid sind die Bausteine, aus denen Holz entsteht. Ein Baumleben lang wird Sonnenlicht bei der Assimilation chemisch gebunden. Sonne wird zu Lignin und Zellulose. Dementsprechend kann man ruhig sagen - Sonnenenergie heizt den Kachelofen, wenn Holz verbrannt wird.

2. Holz enthält weder Schwefel noch Schwermetalle.

Und was nicht drin ist, kann beim Verbrennen auch nicht herauskommen.

3. Holz ist ungefährlich zu transportieren.

Holz explodiert nicht und verdunstet nicht. Es verschmutzt weder Wasser noch Boden.

4. Holz läßt sich ungefährlich lagern.

Jahrelang, ohne Technik, ohne Wartung, ohne Belastung für die Umwelt.

5. Holz ist praktisch unerschöpflich.

Ein Brennstoff, der nachwächst. Eine Energiequelle, die auch in Krisenzeiten vorhanden ist.

6. Holz hinterläßt keinen Abfall.

In einem modernen Kachelofen verbrennt Holz zu einem winzigen Rest Asche. So winzig, daß die Asche wochenlang im Ofen bleiben kann, weil sich das Herausholen gar nicht lohnt. Asche ist nichts anderes als konzentrierte, wertvolle Mineralstoffe. Wenn endlich eine gute Portion Asche im Ofen zusammengekommen ist, dann ist sie viel zu schade zum Wegwerfen. Reine Holzasche ist ein hochwertiger Dünger für Garten, Rasen, Beete und Blumentopf.

7. Holz macht keine Schulden bei der Natur.

Es gibt nur so viel Kohlendioxid ab, wie es zuvor als Baum aus der Luft geholt und gebunden hat. Dabei ist es gleichgültig, ob das Holz verbrennt oder im Wald verrottet die Kohlendioxidabgabe bleibt immer gleich. Neue Bäume verschlucken das Kohlendioxid, das Holz beim Verbrennen abgibt. Ein geschlossener Kreislauf, Gleichgewicht der Natur.

8. Holz hat eine Umweltbilanz, die sich sehen lassen kann.

Das gilt auch und gerade angesichts des Waldsterbens. Der Wald stirbt an den Abgasen fossiler Brennstoffe, nicht an den Emissionen von Brennholz. Im Gegenteil: Die Nutzung von Waldrestholz und Schlagabraum als Brennmaterial hilft mit, fossile Energieträger einzusparen. Das entlastet den Wald. Das Risiko einer Massenvermehrung von Holzschädlinge wie Borkenkäfern wird stark gesenkt, wenn das Restholz aus dem Wald geräumt wird. Und der Erlös aus dem Brennholzverkauf kommt den Waldbauern und Forstwirtschaften zugute. So leistet jeder Kachelofenbesitzer gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Wiederaufforstung und Pflege des Waldes. Wenn Sie weitere Fragen zum Thema Holz haben, sprechen Sie mit uns...

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Die goldenen Regeln

1. Heizen Sie ausschließlich naturbelassenes, lufttrockenes Holz in Scheiten oder Stücken mit maximal 20% Restfeuchte, anhaftende Rinde kann mitverfeuert werden.

2. Heizholz wird am besten zwischen Dezember und Februar geschlagen und sollte dann sofort vor dem Lagern gespalten werden. Das Austrocknen des Holzes wird so erheblich gefördert. Die einzelnen Scheite sollten üblicherweise eine Länge von 33 Zentimeter aufweisen und 10 bis maximal 20 Zentimeter Umfang haben.

3. Heizholz muß vor dem Verbrennen 2 bis 3 Jahre luftig, vor Regen und Feuchtigkeit geschützt, gelagert werden. Nach 2 bis 3 Jahren Lagerzeit hat das Holz nur noch maximal 15 bis 20% Restfeuchte. Es heizt hervorragend und verbrennt schadstoffarm.

4. Heizholz lagert am besten unter einem vorgezogenen Dach oder in einer luftigen Holzhütte. Es sollte zu Kreuzstapeln aufgeschichtet werden. Lagern Sie frisch geschlagenes Heizholz nicht im Keller. Dort kann es nicht austrocknen, sondern stockt. Nur ganz trockenes Holz kann in einem gut belüfteten Keller gelagert werden. Heizholz sollte nicht in eine Plastikplane eingepackt werden. Holz braucht Luft und Wind zum Trocknen. Wenn Sie es zulange im Freien der Witterung ausgesetzt und im Schatten lagern, kann es auch seine Heizkraft durch die zersetzende Wirkung von Holzschädlingen und Mikroben verlieren.

5. Holz verschiedener Baumarten hat unterschiedliche Heizwerte. Wer Holz nach Gewicht kauft, kommt bei Nadelholz am besten weg, aber trocken muß es sein! Wer das Holz für den Kachelofen nach Raummetern bemessen kauft, der nimmt besser Laubholz.

6. Eichen- und Buchenholz hat den höchsten Heizwert nach Volumen. Ein Raummeter luftgetrocknetes Laubholz mit 15% Restfeuchte, das sind rund 450 Kilogramm Holz, enthält soviel Heizenergie wie 210 Liter Heizöl oder 385 kg Braunkohlebriketts. So viel fossile Energie wird eingespart, wenn stattdessen mit Holz im Kachelofen geheizt wird.

7. Halten Sie sich immer genau an die Bedienungsanleitung und verwenden Sie ausschließlich die vom Hersteller genehmigten Brennstoffe. Behandeltes Holz (mit Lack, Holzschutzmitteln u.a.) sowie Müll zu verheizen ist streng verboten. Um weitere Informationen zum richtigen Heizen zu erhalten, sprechen Sie mit uns...

Autor:

Kamin- und Heizungsbau
Ofenbau- Meister Robert Weiß

http://www.weiss-kamine.de

Heizwerte verschiedener Baumarten im Vergleich zu fossilen Brennstoffen

Art Heizwert je kg / m3
bzw. Liter in kWh
Kosten je kWh circa in
EURO (Stand Nov.05)
Vergleichbares Volumen
zu 1 Liter Heizöl
Lagerbedarf (durchschn
. Haushalt)(26.000 kWh/a)