Wasseraufbereitung durch Filtern

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Wasserfilter

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Die einfachste Möglichkeit Wasser zu reinigen ist das Filtern. Es hält feinste Schmutzpartikel und deren anhaftenden Parasiten und Bakterien zurück. Ein einfaches Taschentuch oder ein selbst gebauter Sandfilter helfen bei der Aufbereitung von trinkbarem Wasser.

Ein Beispiel siehe Skizze auf der rechten Seite:

  • 1 ein Tuch (ein Stück Stoff) hält gröbste Partikel wie kleine Äste oder Blätter zurück
  • 2 feiner sauberer Sand (Quarzsand oder „Katzensand“) hält Schwebstoffe, wie Algen und Lehmige (im trockenem Zustand feinste Stäube), zurück
  • 3 Holz- oder Aktivkohleschicht nimmt sehr viele schädliche chemische Verbindungen auf
  • 2 Hält feinste Holzkohlestäube zurück
  • 4 grober Kies filtert weiter das Wasser und schützt davor, dass der feine Sand ausgeschwemmt wird.
  • 5 viele kleine Steine dienen wiederum dazu, den groben Kies an Ort und Stelle zu halten

Die Aktivkohle, ja selbst normale Holzkohle, wie man sie als Grillkohle verwendet, nimmt sehr viele und komplexe Chemikalien auf. Aktivkohle wird in der chemischen Industrie, wie auch großtechnisch in Wasseraufbereitungsanlagen verwendet. Auch in Atemluftfilter (ABC Schutzmasken kurz: Gasmaskenfilter) findet sich Aktivkohle.

Als ich diese „Idee“ mit meinem Freund und Kupferstecher Thomas Klinder besprochen hatte, meinte er nur: (hmm, warum die Kohle aus dem Filter nehmen, man könnte doch gleich durch einen bis dahin nicht gebrauchten oder einen „abgelaufenen“ Luftfilter Wasser filtern). Eine sehr gute Idee, wie ich finde. Wir haben diese Idee noch nicht ausprobiert, da wir nicht wissen, wie wir nachweisen können, dass dies wirklich funktioniert.

Problem

Ein Problem das ich nicht unangesprochen lassen möchte. In vielen Handbüchern zum Thema Wasseraufbereitung werden diese selbstgebauten Filter beschrieben. Aber woher nimmt man feinen und vor allem sauberen! Filtersand? Diese Frage muss ich für mich noch klären.

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Bemerkung am Rande

Aktivkohle bzw. Holzkohle hat eine desinfizierende Eigenschaft. (Beispielsweise wird empfohlen, Schnittkanten von Pflanzen mit fleischigen Blättern in Holzkohlenstaub zu tauchen, um einer Infektion vorzubeugen). Auch Kohletabletten (bei Durchfallerkrankungen) binden nicht nur die giftigen Abfallprodukte von Bakterien, sondern wirken negativ auf sie ein.

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Der „Katadyn“ Wasserfilter

Oder Wasser mit einem Hightech Keramikfilter reinigen. Der Keramikfilter weist viele extrem kleiner Poren auf, die nur Wassermolekühle und vereinzelt Salze hindurch lassen. Parasiten, Bakterien und Viren werden zurückgehalten und in neuen Modellen mittels Silberionen unschädlich gemacht. Für den Outdooreinsatz werden diese Filter in Form einer kleinen Handpumpe ausgeliefert. Mittlerweile werden verschieden Modelle und Größen angeboten.

andere Keramikfilter

Auch großtechnisch werden Keramikfilter Filter eingesetzt. Ursprünglich für den Einsatz auf Schiffen (Meerwasserentsalzung) gebaut werden sie in der heutigen Zeit zum Aufbereiten von Salz und Brackwasser (tief liegendes Salzwasser aus Wüstenregionen) verwendet. Eine sehr sinnvolle Methode, im Gegensatz zur Destillation, da sehr viel weniger Energie benötigt wird.

Wasserfilter: http://www.katadyn.de

Katadyn Camp

Der Wasserfilter Katadyn Camp soll bis zu 20.000 Liter Wasserfilterung schaffen, weshalb ich mich mit meiner 4-köpfigen Familie dafür entschieden habe.

Wie auf den Bildern zu sehen ist, kommt er sogar in (relativ) kompakter Form daher (ein Größenvergleich mit einer 1,5-Liter Lidl-Wasserflasche) und ist, mit Verpackung 660 g, wohl recht schwer.

Ausgepackt merkt man dann doch die gute Qualität. Der Sack ist von Ortlieb und macht einen sehr robusten Eindruck! Mit zusätzlichem Zubehör und ein paar Handgriffen lässt sich daraus auch ein Tragesack, oder eine Dusche machen.

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Zum Siphonfilter gehört eine Lehre, die natürlich anfänglich nicht über den Filter passt. Sollte diese irgendwann über den Filter passen, sollte der Filter nicht mehr benutzt werden. Außerdem liegt im Deckel der Verpackung ein recht rauher Reinigungslappen bei.

Im Sack selbst ist auch nochmal eine Art Gebrauchsanleitung angebracht und die Verschluss-Schnalle ist auch sehr massiv (muss ja auch was aushalten bei 10 Liter Wasser!). Auch habe ich den Filter mal ausgebaut und auf den Sack gelegt, um den Größenvergleich zu zeigen.

Den Praxiseinsatz muss ich noch absolvieren und das werde ich dann hier auch dokumentieren.

Autor: PapaB

http://www.survivalforum.ch/forum/showthread.php?t=936

Autor: André Pohle

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