Beiträge von Hanswurst0815

    Hallo Olaf,


    nur als Ergänzung, mal von der Datengier des Konzerns abgesehen: auch Google Maps bietet Offline-Karten an. Diese kann man für die eigene Stadt, oder auch für geplante Routen nutzen. Das Smartphone taugt dann wunderbar als Navi per GPS - Echtzeitmeldungen wie Staus gibt's dann (mit ausgeschaltetem Internet) allerdings nicht.


    BTT: ich nutze ein Sony Xperia Z1. Eigentlich ein ganz gutes, robustes "Standard"handy. Unglücklicherweise habe ich es einmal mitgewaschen (40°C), nach einer Woche "Reisbad" mit offenen Klappen hat es - zumindest bis jetzt - wieder wunderbar funktioniert.

    Wie bereits erwähnt, es kommt wirklich auf den Grund der Evakuierung an.
    Ich wurde eines nachts auch einmal evakuiert, da eine Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden wurde.
    In diesem Fall ist es sinnvoll, wichtige Sachen inkl. Verpflegung bereit zu haben, Widerstand zu leisten wäre in dem Fall weniger sinnvoll.

    Das ist eine schwierige Frage. Da es "nur" um Windows geht, kleiner Rahmen:


    "Relativ" sicher sind "wohl" Jondonym (http://www.ip-check.info) oder das TOR-Browser-Bundle (damit hat man wenig Probleme bei der Einrichtung). Aufgrund des recht hohen Sicherheitsstandards fallen dann aber Sachen wie Youtube-Filmchen gucken weg. Für kürzere Aufenthalte mit geänderter IP kannst du auch hidemyass.com (wurde hier im Forum auch schon empfohlen) nutzen (encrypted, falls der Link nicht nachvollziehbar sein soll).


    Wenn es dir wichtig ist, dass google wenig über dich wissen soll, nutze eine andere Suchmaschine (http://www.telefoniert-nach-hause.de als Hilfestellung) und NoScript (gibt es als Firefox-Addon, aber auch für Chrome-Browser; anfangs umständlich, aber man gewöhnt sich an die Bedienung).


    Wenn du es etwas sicherer willst, kannst du dir auch die Linux-Distribution "Tails" (hat Snowden benutzt) auf einen Stick packen und damit booten. Da ist dann die Möglichkeit, per TOR ins Netz zu gehen, gegeben und läuft auch ohne Windows (Viren, Trojaner...). Allerdings wird es dann hier schwieriger, generell Dokumente zu speichern.

    Zitat von DerGerald;172520


    PS.: Mich würde mehr interessieren, wie ich mein ebay PW ändern kann :)


    Unter Mein Ebay -> persönliche Daten -> im Feld "Nutzername und Passwort" in der Zeile "Passwort" auf "bearbeiten" klicken. Du bekommst eine Mail mit einem Link, hier kannst Du ein neues Passwort eingeben.


    Beste Grüße

    BP-5/NRG-5 wäre doch eine prima Ergänzung. Viele Kalorien, auch trocken verzehrbar, alles wichtige drin.


    Wenn ich es jetzt überlesen habe, tuts mir leid, aber ich meine kein Panzertape entdeckt zu haben. Ich habe ein wenig Panzertape ums Feuerzeug gewickelt.


    Ansonsten könnte man eventuell noch über eine weitere Reduktion nachdenken. Ist die Axt nötig, klappts mit Messer und Stein (oder Säge am Taschenmesser) nicht? Hängt natürlich davon ab, was man erwartet.


    Beste Grüße

    Wolfgangs Idee mit den Kühlakkus ist prima.
    Man kann übrigens auch ohne Stromausfall prima von Kühlakkus im Kühlschrank profitieren, indem man Freiräume mit ihnen asufüllt. So muss nach jedem Öffnen des Kühlschranks weniger neu eingeflossene warme Luft heruntergekühlt werden (spart Strom).


    Als Kühlakkus taugen im Übrigen auch einfache Wasserflaschen - sofern man dieses aber nutzen möchte, sollte man regelmäßig rotieren :rolleys:


    Im Gefrierschrank machen sich Wasserflaschen nicht allzu gut. Hier könnte man über Wodka nachdenken :unschuldig:

    Hallo Matthias,


    das finde ich auch ganz ernsthaft gut, dass Du das kannst und im Notfall aushelfen würdest (was generell unabhängig von der eigenen Meinung bzgl. Kernkraft erfolgen sollte :rolleys: ).
    Aber, einfach gesagt, Typen wie Dich gibt es nicht an jedem Kindergarten und an jeder Schule innerhalb eines 40 km Radius eines jeden AKWs.


    Weswegen es unterm Strich wahrscheinlich die vernünftigere Idee wäre, mindestens die Leiter der jeweiligen Einrichtungen entsprechend zu schulen, sowie die Medikamente vorrätig zu haben.
    Da solche Maßnahmen bisher augenscheinlich nicht ergriffen wurden, kann man schon von kriminellen Tendenzen sprechen...


    Beste Grüße

    Zitat von Waldschrat;171322

    Du solltest es im Haus haben. Kostet nicht viel.


    Hab ich. Frag doch bitte mal in den Kindergärten und Schulen in deiner Umgebung, wie es dort aussieht. Dazu gab es auch mal eine recht interessante Reportage, in der der Schulleiter mit „Brandschutz“ und „draußen sammeln“ kam und die Kindergärtnerin nichts von diesen Tabletten gehört hat.



    Zitat von Waldschrat;171322


    Auch das sehr spannend. Beide Fälle waren kein technisches Versagen , sondern kriminelles menschliches Fehlverhalten. Ich habe es schon in anderen Beiträgen geschildert.


    Hast Du. Und jedes Mal wird’s nicht besser. Die menschliche Komponente zu vernachlässigen ist ja offenbar ein gewaltig hohes Risiko. Und mit der Argumentation „der Mensch ist schuld“ kann man letztlich immer kommen. Der baut solche Teile.




    Zitat von Waldschrat;171322


    Tschernobyl. Ich habe einen notorisch unsicheren graphitmoderierten Reaktor. Sowas würde ich nicht bauen.


    Hinterher ist man natürlich immer schlauer. Stattdessen empfiehlst du schnelle Brüter, die mit flüssigem Natrium gekühlt werden. Für mich nicht gerade der Inbegriff von sicher. Geschweige denn wirtschaftlich.




    Zitat von Waldschrat;171322


    Die Kraftwerke waren auf eine Magnitude 9 ausgelegt, haben sie überlebt


    Nicht alles war auf eine Magnitude 9 ausgelegt.

    Zitat

    Die Kühlsysteme seien jedoch nach Vorgaben der Betreiberfirma nur für Erdbeben von maximal Stärke 8 ausgelegt worden.



    Und weiter:

    Zitat

    Das Erdbeben löste am 11. März ab 14:46:46 Uhr (Ortszeit) eine Vielzahl von Aktionen in Block 1 aus. Der Reaktor wurde planmäßig automatisch heruntergefahren und gleichzeitig wegen Ausfall der externen Stromversorgung auf Notstrombetrieb umgeschaltet. Arbeiter berichteten später von gebrochenen Rohren im Reaktorgebäude, aus denen Wasser herausschoss. Eines der Notkühlsysteme (Isolation Condenser) schaltete sich kurz ein und ging wieder außer Betrieb. Ein anderes (Containment Cooling System) kühlte danach vorerst den Sicherheitsbehälter, der den Reaktordruckbehälter umschließt. Tepco bestritt später, dass das Erdbeben nennenswerte Schäden oder Sicherheitsprobleme verursacht hätte, musste aber bereits kurz darauf ein ähnliches Dementi für Block 3 zurückziehen.

    Wiki


    Zitat

    Tokyo Electric Power Company
    has released data which suggests the March 11th earthquake damaged a critical piping system in the No. 3 reactor at its Fukushima 3 Daiichi nuclear plant.
    The utility said that analysis of pressure and temperature data from the days after the quake shows that the No.3 reactor lost its cooling system on March 13th.
    Much of its nuclear fuel likely melted down and collected at the bottom of the pressure vessel over the next 24 hours.
    The analysis also shows that piping in an emergency cooling mechanism, known as a high-pressure coolant injection system, may have been damaged by the earthquake. The system is designed to maintain the water level inside the reactor vessel during an emergency.


    Earthquake Report


    Übrigens: man hat nicht nur „einfach so“ die Notstromaggregate in den Keller gestellt, sondern auch noch eine Tsunami-Schutzmauer errichtet. Die war 5,70 Meter hoch. Dass der Tsunami mit Wellen von 13-15m eintraf, damit konnte ja wohl niemand rechnen :Ironie: Vielleicht haben sich die Ingenieure darauf verlassen. Glaubt man den Angaben des GFZ Potsdam, so gab es immerhin 100 Tsunamis über 10m seit 1562 und 26 über 30m. Ist natürlich die Frage, ob man das mitberücksichtigt. Auch die 30m höher hätten bei einem 35m Tsunami (der danach durch die Presse ging) nichts gebracht.


    Noch etwas: Erdbeben und Tsunamis sind keineswegs stochastisch unabhängig. Es ist also nur begrenzt sinnvoll, beides zu trennen. Das Erdbeben hat den Tsunami ausgelöst. Ob jetzt nichts passiert wäre, hätte man die Notstromgeneratoren einige Meter höher aufgestellt, das bleibt Spekulation.



    Beste Grüße

    Hallo De_Ba_Be,


    wer wird denn gleich... mit Zahlen kann man eben viel herumspielen. Ob man nun die jährliche prozentuale Steigerung, die prozentuale Steigerung über einen längeren Beobachtungszeitraum, die absolute Steigerung, die absoluten Zahlen, die absoluten Zahlen im Verhältnis zum BIP oder die prozentuale Steigerung der absoluten Zahlen im Verhältnis zum BIP setzt, ist auf den ersten Blick nicht unbedingt erfassbar und kann zu tendenziöser Berichterstattung in Abhängigkeit zur Intention des Autors führen.


    Putin als gut zu bezeichnen (und ich mag das Wort Gutmensch sowieso nicht...) läge mir fern. Ebenso wie ich die USA auch nicht als böse bezeichnen würde. Beide Parteien verfolgen eben ihre Interessen, die Berichterstattung macht es nicht immer leicht, vernünftig zu differenzieren.


    Beste Grüße

    Hallo De_Ba_Be,


    das ist natürlich ein interessantes Thema, welches du dort anschneidest.
    Problematisch bei den prozentualen Angaben ist natürlich, dass man nicht sieht, wieviel jetzt absolut dahintersteckt.
    Also mal bei Wikipedia nachgesehen:
    USA - 640 Mrd. USD, Russland liegt bei knapp 90 Mrd. USD, Frankreich bei 60 Mrd. USD.
    Klingt, wie ich finde, erstmal nicht weiter "dramatisch" (falls man das Wort im Kontext von Rüstungsausgaben nutzen darf :Sagenichtsmehr:) - insbesondere unter Berücksichtigung, dass die EU-Mitgliedsstaaten ihre Militärausgaben seit Jahren reduzieren.
    Auch der im Artikel gegenübergestellte Anteil am BIP sieht nicht dramatisch hoch aus.


    Deine genannten Zahlen scheinen natürlich trotzdem extrem hoch. Allerdings kann ich die Hauptquelle nur schlecht beurteilen, mein Russisch ist leider nur rudimentär. Was ich gefunden habe, war:

    Zitat

    Unter den Top 15 machte Russland den größten Sprung und erhöhte seine Ausgaben im Beobachtungszeitraum um 16 Prozent.

    Quelle: SPON
    Und weiter:

    Zitat

    Russland erhöht Militärhaushalt um 63 Prozent und kürzt bei Bildung und Gesundheit

    Quelle: Shortnews
    Wobei sich hier die Steigerung auf einen Beobachtungszeitraum von 3 Jahren bezieht.


    Also, wenn die Zahlen stimmen, dann sieht Putin offensichtlich die Notwendigkeit einer Aufrüstung. Das sah er aber offenbar (Datum der 2. Quelle) bereits schon vor einem Jahr so.


    Beste Grüße


    Edit: okay, in dem von dir verlinkten Blog ist auch die Rede von "seit 2011". Dann machen die Zahlen natürlich Sinn :rolleys:

    Hallo Apo,



    in dem von Dir gezeigten Wikipedia-Artikel steht:


    Zitat


    Verschiedene Medien und Beobachter berichteten, dass er seine jüdische Abstammung mit Blick auf die in seiner eigenen Partei herrschenden antisemitischen Stimmungen verschleiert habe.


    Und weiter


    Zitat


    Jazenjuk ist verheiratet, hat zwei Töchter und gehört der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche an.


    Außerdem auf der Seite seiner Partei:


    Zitat


    Am 27. Februar 2014 wurde Jazenjuk zum Ministerpräsidenten gewählt. Er bildete eine Übergangsregierung bestehend aus Politikern von „Vaterland“, der Swoboda-Partei sowie parteilosen Ministern.


    Schauen wir uns mal die Swoboda-Partei an:


    Zitat


    Am Abend des 18. März 2014 drang eine Gruppe von Parlamentsabgeordneten und Unterstützern der „Swoboda“ unter Führung von Ihor Miroschnytschenko (er ist stellvertretender Vorsitzender des „Ukrainischen Komitees für Meinungsfreiheit“) in das Kiewer Büro des Chefs des staatlichen Fernsehsenders Natsionalna Telekompanija Ukraïny, Olexandr Pantelejmonow, ein und zwang ihn mit Drohungen und Schlägen, eine Kündigungserklärung zu unterschreiben. […]


    Das EU-Parlament erklärte sich in einer Resolution vom 13. Dezember 2012 besorgt über eine "zunehmende nationalistische Stimmung in der Ukraine", die im Wahlerfolg der Swoboda zum Ausdruck gekommen sei. "Rassistische, antisemitische und ausländerfeindliche Auffassungen" ständen im Widerspruch zu den Grundwerten der EU. Das Parlament appellierte an die "demokratisch gesinnten Parteien in der Werchowna Rada", sich nicht mit Swoboda zu assoziieren, die Partei nicht zu unterstützen und keine Koalitionen mit ihr zu bilden.[…]


    Der deutsche Botschafter in der Ukraine habe den Vorsitzenden der Partei am 29. April 2013 zu einem Gespräch getroffen, dabei habe der Botschafter festgehalten, dass "antisemitische Äußerungen aus deutscher Sicht inakzeptabel seien".



    Für mich liest sich das in Summe doch sehr antisemitisch und rechts. Auch ganz interessant:
    http://www.derwesten.de/politi…und-russen-id9074942.html


    Nur weil der jetzige Ministerpräsident jüdische Wurzeln hat, heißt das nun doch nicht automatisch, dass die gesamte Übergangsregierung frei von rechtem Gedankengut ist. Wo jeder welche Partei wie einordnet, bleibt dem geneigten Leser überlassen.


    Beste Grüße

    Hallo De_Ba_Be,


    die im Text des Artikels angesprochene Stelle lautet original "Mr. President, the only thing that stops a bad guy with a nuke is a good guy with a nuke.", welche du in dem youtube-Video bei 22:50 - 22:55 finden wirst (wie du schon sagtest, äußerst schmerzhaft...).


    Ob man daraus automatisch eine Aufforderung zu Nuklearschlägen lesen kann, ist durchaus fragwürdig, jedoch ging es weiter oben auch eher darum, die Formulierungen eines Menschen nicht automatisch mit der Meinung des gesamten Landes gleichzusetzen.


    Beste Grüße

    Addendum II – „Fracking ist Teufelszeug“


    Hallo Matthias,


    Zitat von Waldschrat


    Wie die USA sitzt auch Deutschland auf grossen Vorkommen von Schieferöl und Schiefergas, die Deutschland vollständig unabhängig von russischen Erdgasimporten (derzeit knapp 40% unserer Versorgung) machen könnten.


    Die USA nutzen ihre Ressourcen, Deutschland nicht.


    Also Öl und Gas im Überfluss, die Energiewende ist dank Fracking obsolet? Mitnichten.


    Schauen wir uns ersteinmal den Prozess des Frackings in Kurzform an:


    Ziel ist die Gewinnung von Gas (oder Öl) mithilfe von Tiefenbohrungen und Druckausübung durch Stützmittelflüssigkeiten. Frack-Fluide erzeugen hierbei Risse im Gestein und halten diese auch offen. Nach dem Aufbrechen wird die Flüssigkeit (zumindest teilweise) abgepumpt. Mithilfe von (teilweise horizontalen) Bohrungen wird das ausströmende Gas gefördert.


    Soweit, so gut. Werfen wir einen Blick auf die Wirtschaftlichkeit.


    Aufgrund der Notwendigkeit vieler Bohrungen haben wir beim Fracking um ca. 70% höhere Förderkosten im Vergleich zur konventionellen Erdgasförderung. Dies führt dazu, dass die Wirtschaftlichkeit des Frackings eine Frage des aktuellen Gaspreises ist.

    Zitat

    Der Verfall der Preise reißt Löcher in die Bilanzen der Förderunternehmen. Kritische Experten wie Zittel halten einen großen Teil der Schiefergasreserven ohnehin für überbewertet. Auch der niederländisch-britische Energiekonzern Shell musste erst vor ein paar Monaten Abschreibungen in Höhe von zwei Milliarden Dollar auf seine Beteiligungen an nordamerikanischen Vorkommen vornehmen. Konkurrenten wie BP, Encana und die britische BG Group mussten den Wert ihres Schiefergasgeschäfts in den vergangenen zwei Jahren ebenfalls deutlich nach unten korrigieren. Das gilt auch für viele kleinere Produzenten.

    Quelle: hier.


    Allzu lang sinnvoll nutzbar sind die Gasfelder ebenfalls nicht, in dieser Publikation findet sich auf S. 32/33 des Dokuments eine entsprechende Grafik zu der jährlichen Abnahme der Förderraten.



    Wann also würde sich Fracking denn lohnen?


    Zitat

    Eine Megawattstunde konventionell gefördertes Erdgas kostet an den Großhandelsbörsen derzeit etwa 27 Euro (Stand: Januar 2013). Rund 30 Prozent der vom ZEW befragten Energiemarktexperten gehen davon aus, dass dieser Preis auf 40 bis 50 Euro pro Megawattstunde steigen muss, damit sich die Ausbeutung unkonventioneller Gasvorkommen in der EU überhaupt erst rechnet. 34 Prozent der Befragten erwarten sogar, dass der Großhandelspreis für unkonventionelle Gase auf 50 bis 60 Euro beziehungsweise darüber hinaus steigen muss, damit die Ausbeutung von Schiefergas, Kohleflözgas und Tight Gas in größerem Stil in Angriff genommen wird.


    Quelle: Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung.



    Sehen wir einmal von der Wirtschaftlichkeit ab und werfen einen Blick auf die Ursachen, wegen derer Fracking (außerdem) umstritten ist:


    Beim Fracking werden Chemikalien „in die Erde gepresst“. Diese können potentiell das Grundwasser verunreinigen. Außerdem steigt eben Gas auf. Das stellt sich nicht „am Bohrloch in eine Schlange“, sondern steigt eben auf, womit auch hier eine Grundwasserverunreinigung stattfinden kann. Diese Aussage ist teils umstritten, eine Publikation der Duke University in North Carolina hier. Über brennende Wasserhähne lässt sich natürlich hinsichtlich der Kausalität streiten, weshalb ich einen Verweis auf Dokus wie Gasland an dieser Stelle ausspare.
    Interessant dennoch:

    Zitat

    Die amerikanische Umweltbehörde (EPA) hat 2-Butoxyethanol in mehreren Brunnen in Pavillon, Wyoming gefunden. Das
    kanadische Unternehmen EnCana hat in unmittelbarer Nähe diese Chemikalie beim Fracking eingesetzt. Den Bewohnern wurde
    geraten, auch wegen zahlreicher anderer Chemikalien aus der Gasförderung, das Wasser nicht mehr zu trinken und beim Duschen
    für gute Durchlüftung der Räume zu sorgen


    Quelle: hier.


    Neben des potentiellen Risikos der Grundwasserverunreinigung besteht ebenso die Gefahr, Oberflächengewässer zu verunreinigen, etwa durch zurückgepumptes Bohrwasser (inklusive Chemikalien) oder durch den Abtransport desselben.



    Fracking brauchen wir aber, politisch und so:


    Ein Blick auf Tabelle 1 (auf Seite 2/3) in dieser Publikation zeigt eine Schätzung über die technische entnehmbaren Schiefergasreserven.


    Dazu auch selbe Quelle, weiter unten:

    Zitat

    In Europa sind Potenziale zur Schiefergasförderung vorhanden, diese wurden aber zuletzt
    nach unten korrigiert und werden nicht ausreichen, den Produktionsrückgang an konventio-
    nellem Gas auszugleichen. Eine Verbesserung der Unabhängigkeit der europäischen Ener-
    gieversorgung und direkt sinkende Energiepreise sind aufgrund eines Ausbaus der Schiefer-
    gasförderung in Europa daher beim jetzigen Wissensstand nicht zu erwarten.


    Der SRU, resümierend zum Fracking:


    Hier die Quelle, das Zitat findet man auf Seite 44/45.



    Für mich persönlich stellt sich Fracking demnach als interessante Idee dar, die jedoch aufgrund vieler Unsicherheiten und Lücken bezüglich einer vernünftigen Risikoeinschätzung aktuell abzulehnen ist (nein, nicht weil ich es als „Teufelszeug“ deklariere, von Denkverboten sollte auch nicht die Rede sein). Pilotprojekte gibt es schon, dort kann man auch gern weiter forschen. Davon abgesehen, denke ich, dass wir uns hier durchaus dagegen positionieren und auf Erkenntnisse seitens der USA warten können, ähnlich wie Deutschland die Energiewende als Pilotprojekt wahrnimmt und der Rest der Welt gespannt zuschaut.
    Dass Fracking zur Zeit nicht das Allheilmittel ist, für das man es stellenweise verkaufen mag, dürfte klar sein.


    Zu den Brutreaktoren kann ich, wenn erwünscht, zu gegebener Zeit Stellung nehmen, es lässt sich aber sicher schon ahnen, worauf diese Betrachtung in Bezug auf Wirtschaftlichkeit und Risikoeinschätzung hinausläuft.


    Übrigens:

    Zitat von Waldschrat

    Energiewende? Diesen Sch**ssnuklearreaktor Sonne abschalten???


    Mit solchen Sachen zu argumentieren wäre ähnlich platt, als wenn man sagen würde „Wir brauchen Sprit, Wasser gibt’s im Supermarkt!“.
    Gesteinigt wirst du deshalb aber nicht :D


    Beste Grüße

    Hallo ACD,


    Zitat von Another Cold Day;170784

    Danke. Ich sehe da jetzt aber immer noch keine Hinweis darauf das dieser mal geändert werden sollte.


    Im Gegenteil: Es hat auch für jene Deutschen gehandelt, denen mitzuwirken versagt war.
    Die Jungs und Mädels, denen es versagt war, sind ja jetzt mit an Bord. Alles cool! :Gut:


    Die Stellen, die gemeint sind:


    Zitat


    [...] um dem staatlichen Leben für eine Übergangszeit eine neue Ordnung zu geben,
    kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland beschlossen.
    Es hat auch für jene Deutschen gehandelt, denen mitzuwirken versagt war.
    Das gesamte Deutsche Volk bleibt aufgefordert, in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands zu vollenden.


    Es ist übrigens auch keine Verschwörungstheorie oder so, diese Formulierung wurde 1949 absichtlich so gewählt, da man eher davon ausging, dass eine Wiedervereinigung wesentlich schneller stattfinden wird und das Grundgesetz nur für eine Übergangszeit gilt. Man hat es aus diesem Grunde auch Grundgesetz und nicht Verfassung genannt. Seit 1990 gilt das Grundgesetz in der Präambel als Verfassung. Wie gut das jetzt ist und wie gut das damals entschieden wurde, darüber lässt sich sicher streiten, damit will ich an der Stelle auch gar nicht anfangen. Historisch geplant jedenfalls war das Grundgesetz wie gesagt eher als "Übergangsverfassung".


    Beste Grüße

    Hallo ACD,


    ich will mich in eurer Diskussion nicht einmischen, aber hier die geforderte Version des Grundgesetzes:



    Quelle: http://www.documentarchiv.de/brd/1949/grundgesetz.html