Beiträge von Lilly

    Ja, wahrscheinlich hätte ich eher schreiben sollen: " Wir haben für die nächsten Jahre genug zu tun.", aber der Großteil sollte bis nächstes Jahr (2021) geschafft sein und der Rest kommt dann nach und nach dazu.

    Garten und Haus sind eh ewige Baustellen. :D


    Wir sind was das angeht auch keine Neulinge. Beide auf dem Land aufgewachsen und dann warum auch immer in der Großstadt gelandet. Dafür nun jedoch beide froh das es endlich wieder raus geht.


    Danke fürs Mut machen, den werden wir sicher noch das ein oder andere Mal brauchen. ^^

    Wir haben heute die Schlüssel für unser Haus abgeholt! :love:

    Endlich raus aus der Stadt, aber leider erst im Sommer, bis dahin muss noch saniert werden. Im Laufe der nächsten Monate gibt es also mehr als genug zu tun. Der Bastelkeller sieht dafür schon gar nicht mal so schlecht aus. (Bild = einer der vielen Schränke dort unten)


    Nach der Sanierung des Hauses folgt die Umgestaltung des Gartens. Beete anlegen, Bäumchen und Sträucher pflanzen, Ställe aufbauen, Gehegezäune ziehen, Vorratskeller füllen, ...


    Soooooo viel zu tun, aber es kann nur besser werden. ^^

    Wenn der Marder schon da war auf jeden Fall alles gründlich säubern (lassen).

    Je nach Fahrzeug und Talent kann man das selber machen, oder sollte es von einem Profi erledigen lassen. Dabei unbedingt sämtliche Elektronik gut vor der Feuchtigkeit schützen und dennoch ebenfalls geruchsfrei bekommen!

    Danach wie schon empfohlen Draht auslegen und wenn du auf Nr.-Sicher gehen möchtest ein entsprechendes Präparat zur Abwehr von Mardern ausbringen. Diese Pasten und Sprays riechen für den Menschen in der Regel leicht unangenehm, für den Marder jedoch widerlich, sodass er fern bleibt, sofern er in deinem Auto nicht dank übersehener Geruchsspuren einen Rivalen, oder sein eigenes gemütliches Heim vermutet. :)

    Vorab, für mich gibt es nichts Schöneres als abends, oder wann auch immer sich die Zeit dazu findet, irgendwo in Ruhe alleine meinen eigenen Dingen nachgehen zu können. Große Menschenmengen sind für mich anstrengend, ABER ich finde es sogar fatal wenn sich jemand wirklich komplett von der Gesellschaft abkapselt. Sicherlich wird es Gründe dafür geben wenn jemand diesen Weg für sich gewählt hat und aktuell mag es durchaus gut funktionieren, aber wenn wir den Faden weiter spinnen und bis zu dem Punkt gehen an welchem das System zusammenbricht und man eben nicht mehr nur sein Geld vorzeigen muss um das Gewünschte zu bekommen, spätestens dann wird es für Einzelgänger schwierig. Ich hoffe dann für jeden, dass ein stabiles soziales Netzwerk vorhanden ist in welchem sich gegenseitig geholfen wird. Ein solches erst aufzubauen wenn man sich bisher aus allem raus genommen hat halte ich für unmöglich, denn es erfordert dann nicht zuletzt einen eventuell sogar kompletten Wechsel im Denken.


    Man darf hier nicht vergessen, auch die beste Bevorratung, Ausrüstung und auch die beste eventuell vorhandene Bewaffnung bringen einem nichts, wenn man, eventuell sogar deutlich, in der Unterzahl ist, oder der Gegenüber deutlich besser ausgerüstet ist. Ist man nun alleine ist man eigentlich immer in der Unterzahl. Zudem spricht sich schnell rum wo alleinstehende Menschen leben. Eine genaue Adresse wird hierzu gar nicht benötigt. Eine ungefähre Ecke und etwas Zeit in die Beobachtung investiert reichen hierzu vollkommen aus. Dies betrifft auch kleine/junge Familien, alte Leute und abgelegene Häuser. Alles potenzielle Opfer da vermeintlich leichte Ziele.


    Da man schlecht komplett unsichtbar sein kann fällt irgendjemandem immer zumindest die reine Anwesenheit auf, auch wenn derjenige sich ansonsten vielleicht sogar noch nie mit den anderen Menschen unterhalten hat und sich auch sonst eher unauffällig verhält. Dieser letzte Punkt fällt sogar besonders negativ auf. Auch wenn heutzutage wenig miteinander gesprochen wird, so findet dennoch ein Mindestmaß an Austausch statt und sei es nur mit denjenigen die einem häufiger begegnen. Ein ausbleibendes "Hallo" reicht da manchmal schon um auf der "mentalen Abschussliste" der Nachbarin zu landen. Und hier beginnt dann der Anfang vom Ende. Der Nährboden für den Nachbarschaftsklatsch ist gelegt und nur schwer wieder zu bereinigen, denn wer interessiert sich heute schon wirklich für die ehrliche Antwort auf "Na? Wie geht es dir heute?" Niemand will hören das es einem heute eventuell nicht so gut geht und schon gar nicht warum. Jeder erwartet die Standardantwort "Gut" und dann geht es auch schon zum belanglosen Smalltalk über.

    Hier wird dann jedoch selten gelobt sondern eigentlich fast immer nur geschimpft und da bietet sich "der mürrische Kauz von gegenüber", neben dem schlechten Wetter und den gestiegenen Spritpreisen, dann wieder hervorragend an. Diese so weitergetragenen Infos verzerren sich mit der Zeit und ziehen Kreise, gelangen in Ohren die plötzlich sehr hellhörig werden und dann geht derjenige eben mal gucken. Ob mit guten oder mit schlechten Absichten ... wird sich aus der Situation ergeben.



    Doch zurück zum Thema:

    Eingekauft wird bei uns rechtzeitig und im Voraus. Sollte doch mal noch etwas wichtiges benötigt werden wird nur genau das besorgt und sonst nichts. Ist jedoch bereits im Eingangsbereich eines Ladens zu erkennen dass es hier viel zu voll ist wird im nächsten Geschäft nachgeschaut, oder eben in den sauren Apfel gebissen und sich angestellt. Hierbei konnte ich letztes Jahr beobachten wie manche Menschen in ihren Gewohnheiten gefangen sind.


    Wir haben in der Nähe ein sehr großes Lebensmittelgeschäft. Im letzten Jahr gingen die Schlangen der mittleren Kassen quer durch den ganzen Laden und haben sich sogar im Bereich der Kühltheken weiter durch die Regale geschlängelt. (Kein Witz! :huh:)

    Als ich mit meinen Mädels durch den Laden lief hatten wir uns anfangs noch gewundert wo die bloß alle anstehen, bekamen durch aufgeschnappte Gesprächsfetzen jedoch schnell ein ungefähres Bild. Als wir schließlich an der unglaublich langen Schlange vorbei weiter zu den Kassen gingen bestätigte sich dieses. Wir sind dann ganz gemütlich bis nach vorne durchgegangen und stellten erstaunt fest, dass die Kassen ganz links und ganz rechts am Rand zwar auch Schlangen besaßen, diese aber tatsächlich lediglich "normale" Längen hatten. Die Leute kamen jedoch größtenteils gar nicht auf die Idee mal zu gucken ob weiter vorne was geht. Die haben sich einfach schon hinten im Laden brav angestellt und geschimpft ... =O


    Im Krisenfall würde zwar sicher kaum noch einer so weit hinten stehen bleiben, aber dieses Verhalten war dennoch interessant.

    Aus der These ableitend müssten also die zivilisierten, emphatischen und gebildeten Menschen einen Schritt zurück in der Evolution gehen?

    Das kann es doch nicht sein?!


    Kann es auch nicht und sollte es auch auf gar keinen Fall.


    Man sollte als gebildeter Mensch jedoch immer mit der Dummheit, Unfähigkeit und auch Rohheit anderer rechnen und bei Bedarf entsprechend darauf reagieren können. Auch hierzu bedarf es einer gewissen eigenen Empathie und Zivilisiertheit.

    Wie ist der Gegenüber so drauf? Wie könnte er reagieren wenn ich das und das mache? Wie weit muss ich wirklich gehen um ihn/sie von mir weg zu halten? Reicht ein ruhiges und bestimmtes Auftreten, oder muss ich sofort aufs Ganze gehen, da ich sicherlich keine zweite Chance mehr bekommen würde?


    Sich körperlich zur Wehr setzen zu können ist ja nur der letzte Schritt. Die mentale Auseinandersetzung beginnt viel früher und kann somit viele körperliche Auseinandersetzungen verhindern. Manchmal dauert sie nur den Bruchteil einer Sekunde, nicht selten jedoch länger und genau hier kann man als gebildeter, empathischer und aufmerksamer Mensch, welcher gelernt hat aufkeimende Konflikte anders als durch körperliche Gewalt zu lösen, durchaus auch frühzeitig deeskalierend einwirken.

    Es gibt jedoch leider kein Patentrezept. Nicht alles hilft bei jedem. Manchmal wähnt sich der Gegenüber einem selbst gegenüber so stark im Vorteil, dass man sehr schnell sehr deutlich werden muss, aber auch hier gibt es wieder Abstufungen und somit je nach Situation ganz unterschiedliche Ansätze. Man kann nicht sagen wenn das und das passiert muss man das und das machen und dann passiert garantiert nichts (mehr). Man muss immer genau schauen, sich oftmals aber auch sehr schnell entscheiden, womit wir wieder beim Punkt Empathie sind.



    Es ist ein schöner Gedanke das Gewalt in unserer Gesellschaft irgendwann nicht mehr vorkommt, aber in meinen Augen wird das nie passieren. Sie verschiebt sich nur.

    Es wird immer Menschen geben die sich als Verlierer der Gesellschaft sehen. Es wird immer Neid, Missgunst und Betrug geben, so ist der Mensch eben leider gestrickt. Wohl jeder kennt diese Gedanken, die Frage ist nur wie man damit umgeht.

    Nicht jeder hatte allerdings eine gute, wohlbehütete Kindheit mit liebevollen und Rücksicht nehmenden Eltern, die jedoch auch Grenzen setzten.

    Viel zu viele laufen einfach so nebenher, müssen sich ihre Grenzen selber suchen, erfahren selber Gewalt und geben diese irgendwann weiter. Manche geraten in Gruppen oder Kreise welche ihre eigene Dynamik haben und kommen da so schnell nicht wieder raus, weil von allen Seiten Druck aufgebaut wird. Nicht jeder kommt mit Druck klar.

    Hinzu kommt: Menschen sind sehr soziale Wesen. Alleine sein ist für viele tödlich, wird aber zumindest, wenn es lange der Fall ist, von jedem als äußerst unangenehm empfunden. So mancher geht da dann lieber den vermeintlich einfacheren Weg. Gerade unter Jugendlichen ist dies weit verbreitet. Der Ausstiegsversuch erfolgt meist erst viel später und oft nach Taten welche später nicht selten stark bereut werden, jedoch zum damaligen Zeitpunkt noch vollkommen OK erschienen. Es ist daher gar nicht so einfach zu sagen "Ach man müsste ja nur ... und ... und es gibt ja ... oder ... .".


    Fakt ist jedoch auch, das Soziale Netz in Deutschland ist quasi nicht mehr vorhanden und kaum noch zu retten. An manchen Ecken wird ein wenig getan damit es hübsch aussieht, aber da das System Familie schon an der Basis kaputt ist kommt auch der Staat da nicht mehr viel weiter ohne alles komplett umzuschmeißen. Kaum einer kennt seine Nachbarn, pflegt die eigenen kranken bzw. alten Familienmitglieder selbst, oder kümmert sich den ganzen Tag um sein Kleinkind. Heutzutage wird alles ausgelagert und Familie ist zu einem Konstrukt verkommen welches irgendwo zwischen die Speichen des Hamsterrades gequetscht werden muss. Traurig aber wahr und mit allen daraus resultierenden Konsequenzen.


    Nun wird es jedoch bald politisch, denn sicherlich gäbe es Möglichkeiten, sowohl im Kleinen als auch im Großen, hier sprengen wir jedoch nun auch langsam den Umfang dieses Threads und galoppieren am eigentlichen Thema vorbei.



    Nicht zuletzt bleibt allerdings noch der Punkt:

    Wenn ein Mensch wirklich Hunger oder Durst hat, friert oder Freunde/Familie/... versorgen muss bzw. möchte und dann sieht das jemand da ist der helfen könnte es aber nicht tut ... aus welchen Gründen auch immer... das entwickelt schnell seine eigene Dynamik und dann kommen noch die Menschen dazu die es zwar eigentlich nicht zum Überleben für sich oder andere brauchen, die aber der Meinung sind, dass es dem anderen auch nicht zusteht und sie damit viel mehr anfangen könnten ...


    Sicherlich sind wir von diesem Szenario im privaten und im großen Maßstab noch etwas entfernt, aber wenn wir in diesem Forum häufig auch von großen künftigen Krisen reden auf die wir uns ja vorbereiten, dann ist es plötzlich doch wieder sehr nah.

    Im Kleinen passiert es zudem ohnehin schon überall auf der Welt und das jeden Tag. Das geht mit geklauten Turnbeuteln im Kindergarten los und endet in sehr viel größeren Dingen. :|

    Nudnik

    Volle Zustimmung. Genau so ist es. :thumbup:

    (Bis auf den kleinen Punkt "Vergesst 1, 2, 3-Wochenkurse. Das bringt nichts.", denn auch die bringen was.)

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    Jede Art der Vorbereitung ist besser als gar keine.

    Und wenn es nur ist zu üben laut zu sein, also wirklich laut und "nein" zu sagen und es auch wirklich so zu meinen. Man glaubt es kaum, aber das können viele einfach nicht. Es wurde ihnen schlicht immer untersagt. Die versteinern und gucken nur noch wenn es unangenehm wird.


    Ansonsten solange es geht deeskalieren, aber wenn das nichts hilft, spätestens wenn der andere körperlich aufdringlich wird, ist der Spaß für mich definitiv vorbei. Wo die eigene Grenze ist muss jedoch jeder für sich entscheiden.

    Solche Grenzen hängen dann nicht zuletzt von der eigenen mentalen wie körperlichen Fitness, sowie von einigen anderen persönlichen Merkmalen (z.B. Geschlecht, Größe, Gewicht, äußerliches Erscheinungsbild, Erfahrung, ...) ab.

    Mein Partner mit entsprechender Erscheinung kann z.B. viel länger ruhig bleiben als ich als eher zierliche Frau. Da nimmt sich mancher Typ auch mal mehr raus, einfach weil er nicht abschätzen kann was da auf ihn wartet, wenn er noch diesen einen Schritt weiter geht.


    Dazu gibt es auch noch eine kleine Anekdote:

    Wir waren auf einem Konzert, ganz vorne und mitten im Gedränge. Mein Freund ging etwas zu trinken holen, ich stand da also einige Zeit alleine und irgendein Typ hinter mir meinte plötzlich mir dauernd äußerst schmerzhaft in die Hacken treten zu müssen. Ich stellte ihn zur Rede und es kam zu einem heftigen Streit doch plötzlich wurde der Typ ganz ruhig, schaute über meine Schulter, entschuldigte sich bei jemandem hinter mir und suchte das Weite.

    Ich dreh mich um und sehe meinen Freund mit zwei vollen Bechern in den Händen leicht verwirrt aus der Wäsche schauen. Den fremden Typen haben wir den Rest des Abends nicht mehr gesehen.

    Alleine das man in vielen Kampfsportarten meist vergleichbare Gegner gegenübergestellt bekommt und die wirklich effektiven Zonen ganz gezielt ausgelassen werden (müssen), einfach weil das sonst dem Sportcharakter entgegenstehen würde ... Man ist im Training zudem mental auf den Angriff vorbereitet, die Umgebung ist bekannt, in der Regel sogar entsprechend präpariert (weicher Hallenboden), usw.


    Echte Situationen gezielt zu trainieren ist ... schmerzhaft. Sehr schmerzhaft, nicht nur für den "Trainingspartner" sondern auch für einen selbst und daher nicht empfehlenswert, außer man will es wirklich wissen. Das Verletzungsrisiko ist jedoch unglaublich hoch wenn man wirklich kompromisslos kämpft, also z.B. auch ohne Bandagen und mit allem was einem zur Verfügung steht, oder sich in Reichweite befindet und deswegen macht das eigentlich niemand.

    (Das ein Meister seine Schüler vorführt mal nicht mit eingerechnet, denn auch diese Kämpfe folgen Regeln.)


    Wer echte Treffer jedoch nicht kennt, der hat auch bei noch so langjähriger KampfSPORTerfahrung und aller sonstigen Theorie selbst gegen die meisten einfachen Schläger schlicht das Nachsehen, insbesondere wenn es überraschend kommt. Hinzu kommt, es ist selten nur ein Angreifer. Spätestens wenn man sich, vielleicht sogar erfolgreich, gewehrt hat taucht irgendwo ein Sympathisant auf. Man darf sich auch nicht mitreißen lassen, sondern muss sofort wieder aufhören können sobald die Gefahr abgewehrt ist.


    Der Fokus sollte daher im öffentlichen Raum IMMER auf der Vermeidung jeglicher körperlicher Auseinandersetzungen liegen.

    Selbst wenn man mit einem, vielleicht auch noch mit einem zweiten Angreifer noch klar kommen könnte und sei es nur durch Glück... echte Kämpfe ohne Regeln dauern nie lange und man tut sehr gut daran sie so lange es geht zu vermeiden. Wenn es jedoch dazu kommen sollte, keine Kompromisse und genau hier hilft ein möglichst realitätsnahes Training dann doch wieder. Wer Kinder hat wird diesen Punkt verstehen. :)


    Kampfsport ist in meinen Augen übrigens nicht überflüssig. Aber es ist eben ein Sport. Gut um fit zu bleiben, je nach Sportart jedoch nur mehr oder weniger gut zur Selbstverteidigung geeignet.

    "Die eine" Selbstverteidigung gibt es zudem nicht, denn vielleicht ist ja auch der Gegenüber geübt und das auch noch ausgerechnet in dem was die Schwachpunkte der eigenen Sportart aufgreift ...

    Sind wir also wieder bei - Kämpfe vermeiden. :S

    Vor dem Problem stand ich vor einigen Jahren auch einmal. (Lebensmittel waren ja noch ok -siehe Biographie im Vorstellungspost- aber Ausrüstung? Wozu?)

    Meine Lösung für den Moment: Wir haben uns einen Schrebergarten zugelegt.

    Für Leute auf dem Land ist das sicherlich kein Anreiz, für meinen Partner und mich als Stadtkinder ist es jedoch genau der richtige Weg gewesen, sodass ich ihm schon einiges "unterjubeln" konnte.


    Im Herbst bekommt man Gärten oftmals für sehr wenig Geld. Die Leute sind einfach froh sich im Winter nicht mehr darum kümmern zu müssen. Ohne nennenswerte Anschlüsse wie Wasser, Strom, Heizung, Abwasser, usw. aber immerhin mit einer festen, kleinen Hütte (= Laube) bekommt man solche Parzellen meist sogar (fast) geschenkt.

    Warum ein Garten nun bei der Überzeugungsarbeit geholfen hat? Man möchte es doch auch trotz fehlender Anschlüsse im Garten gemütlich haben, also wurden von mir für unseren Garten schnellstmöglich folgende Dinge angeschafft:


    • ein gebrauchter 1000 l fassender IBC-Wassertank als Brauchwasserspeicher mit Überlauf und angeschlossen an die Regenrinne

    Zum Blumen gießen. ;) Im Winter wird dieser gut eingepackt und übersteht so auch im gefüllten Zustand Minusgrade und kann im Ernstfall daher auch dauerhaft als Trinkwasserreserve genutzt werden. Von diesem letzten Verwendungszweck und den extra dazu eingelagerten kleinen Wasserfiltern weis Mann bisher nichts, aber Frau sorgt ja vor. :saint:


    • Trinkwasservorräte + Lebensmittel

    Unmengen Sixpacks Wasser und sonstige Getränke, immerhin will man ja nicht dauernd soetwas mitschleppen müssen wenn man spontan im Garten vorbeischaut oder man sich dort gar spontan mit Freunden treffen möchte.

    OK, zugegebenermaßen funktioniert die frostfreie Lagerung nur bedingt und daher ist man insbesondere im Winter etwas eingeschränkt, aber ein paar Dinge gehen trotzdem. Sollte es richtig hart kommen gibt es ja zudem noch das Wasser aus dem IBC-Tank. Die Lebensmittelauswahl ist ebenso eingeschränkt, aber wir müssen zumindest mal nicht hungern und uns auch nicht mit dem Mob um viel zu kleine Portionen prügeln.


    • ein kleiner Gaskocher + einige Kartuschen (OK, es sind viele ...)

    Tee/Kaffee kochen auf einem Holzgrill ist halt schwierig. Strom gibt es nicht und die selben Dosen hatten wir ja schon für den Unkrautbrenner im Haus, denn Chemie hat im Garten nichts zu suchen und mit Fugenauskratzen ist man bei den vielen Platten ansonsten ja ewig beschäftigt...


    • eine mobile Gasheizung

    Frau friert im Fühjahr und Herbst doch sonst so schnell, wenn man abends noch gemütlich im Garten sitzen möchte und auch hier sind die hierfür benötigten Kartuschen doch eh schon da gewesen. Das die Tür der Laube oben und unten nicht ganz abschließt, und somit das schwere Gas der Kartuschen und auch das leichte Kohlenmonoxid bei Bedarf jederzeit ungehindert austreten können, ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil.


    • Licht

    Schaaaaaaaatz? Schau mal die Petroleumlampen / Sturmlaternen! Die sind ja soooooo schööööön! :love: Geschenkt bekommen. Check.


    • Schlafsäcke

    Ach lass uns doch über Nacht bleiben. Es ist eh schon so spät geworden und wir haben doch alles da. ;)


    • Wissen

    Nichts geht über Fehler und Probleme welche man überwinden konnte bevor es ernst wird. Man unterschätzt in seiner Naivität z.B. gerne wie empfindlich insbesondere kleine Pflänzchen sein können und wie nervig und gleichzeitig schädlich sich manche Unkrautarten auswirken.

    Da wir beide kein Fan von Chemie sind war von vornherein klar, wir machen das ohne. Ok, auch hier war und bin ich wieder Zugpferd (Ein Schelm wer jetzt böses denkt.), aber er macht mit und so haben wir uns über die Jahre einen hübschen kleinen Samenvorrat angelegt, sowie Wissen um die Macken der von uns bevorzugten Pflanzen. Pflänzchen selber ziehen macht zudem viel mehr Spaß als sie einfach fertig im Baumarkt zu kaufen. Er lacht zwar immer mal wieder, tut es aber als kleinen Spleen und Hobby ab und schmecken tut es ihm hinterher ja auch, also soll ich ruhig machen.

    Das hierzu nun immer mehr "Geräte" in den Garten Einzug halten, jaaa, es ist schon nervig immer alles heim schleppen zu müssen und dreckig ists dann auch noch überall, da ist es schon besser das gleich im Garten erledigen zu können. ^^

    Natürlich alles in kleinem Rahmen, aber wie gesagt, man hat es mal gemacht und weis somit bei Bedarf wie es zumindest schon ein paar Mal funktioniert hat.


    • Hygiene

    Brauchwasser aus dem IBC-Tank, eine preisgünstige und chemiefreie Komposttoilette, welche ganz nebenbei auch noch guten Dünger liefert, eine Waschschüssel in der Nähe und rein zur Vorsicht auch noch etwas Desinfektionsmittel. Man weis ja nie und wenn dann auch noch mal einer von uns gesundheitlich angeschlagen sein sollte ... Genau sein Ding. Es war gekauft. Genauso wie ein zusätzlicher Feuerlöscher (ich "kokel" ja so gerne, was ihm nicht immer geheuer ist :D) und ein Erste-Hilfe-Kasten, welchen ich selbstverständlich um ein paar Dinge erweitert habe. Der Grundstock war gelegt.

    (Bevor jemand anmerkt das eine Komposttoilette bei 4 Personen auf Dauer in einer Kleingartenanlage nicht so gut ist, sie hat Behälter deren Inlays man entnehmen und anschließend wie Windeln entsorgen kann. Da riecht auch nichts. )



    Auf diesem Weg habe ich ganz klein angefangen und alles über die Jahre nach und nach weiter ausgebaut.

    Mittlerweile sind nicht nur die Gasflaschen gewachsen (vorgeschobener Hauptgrund sind der Gasgrill und ein größerer Unkrautbrenner). Parallel dazu wurden ebenso die Kocher, Heizer, Lampen, usw. größer und mehr. Kürzlich hat sogar eine kleine Solaranlage als Insellösung mit 12V Technik bei uns Einzug gehalten. Also wenn unsere Wohnung mal abfackeln sollte ... Kein Problem, dann ziehen wir eben übergangsweise in den Garten, in welchem übrigens von mir (heimlich) dauerhaft 2 große Kisten mit zusätzlichen und sehr lange haltbaren Vorräten vergraben worden sind, sowie hübsch versteckt hinter der Wandvertäfelung Kopien unserer wichtigsten Dokumente lagern.

    Für 2-3 Wochen lässt es sich da schon aushalten. Sollte es länger ungemütlich bleiben würden wir eh weiterziehen. Nette Nachbarn gab es jedoch gratis dazu und die Netzwerkarbeit hat schon tolle Früchte getragen. 8)

    Ein interessantes Thema und je nach Aufenthaltsort sicherlich eines welchem man mehr oder weniger Gewicht zumessen sollte.


    Ich selbst wohne aktuell leider noch in einer Gegend in welcher man sich insbesondere abends gut überlegen sollte wo man lang geht. Tagsüber ist es durchaus friedlich, sofern man gewisse Ecken meidet, sobald es jedoch dunkel wird kommen ziemlich komische Gestalten zum Vorschein. Wenn wir auf dem Land sind gehen wir entspannter durch die Welt, gerade bei abendlichen oder gar nächtlichen und manchmal unvermeidbaren Wegen durch das Stadtzentrum und entlang gewisser Strecken ist jedoch immer etwas zusätzliche (physische) Ausrüstung mit dabei.



    1) Ja und zwar alle in unserem Haushalt/direkte Familie und das macht auch vor unseren Kindern (mittlerweile eher Jugendliche ^^) nicht halt. Angefangen haben wir/sie aber schon im Kindergartenalter (natürlich altersgerecht).

    Wir achten z.B. grundsätzlich darauf in großen Menschenmengen Ecken und Engstellen zu meiden, verschaffen uns schon vor Beginn von Veranstaltungen einen Überblick über potenzielle Fluchtwege und vereinbaren Orte an denen wir uns im Zweifel treffen können, sollten wir getrennt werden.


    Wir kennen die Handynummern der Familie auswendig und haben zwei Codeworts vereinbart.

    Nr. 1 dient als Beweis das jemand auch tatsächlich von uns (Eltern) geschickt wurde. Sollte die Kinder jemand fremdes ansprechen der ihnen, notfalls auch auf Nachfrage, nicht den Code sagen kann, dann kommt er oder sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht von uns, mit allen daraus resultierenden Konsequenzen.

    Nr. 2 dient einem versteckten Hilferuf z.B. per Handy. Es ist so abstrakt das es in unserem normalen Sprachgebrauch nicht vorkommt und nicht als solcher zu erkennen, sowie kurz. Sollte jemals eines von meinen Mädels mir auf welchem Weg auch immer diese Nachricht zukommen lassen weis ich, dass sie in ernster Gefahr ist und dann wird sofort die entsprechende Maschinerie in Gang gesetzt. Das wissen auch die Mädchen und so kam es noch zu keinem "Mal gucken wie Mama reagiert.".

    Plötzlich Akku alle gibt es bei uns auch nicht, da jeder eine Mini-Powerbank dabei hat wenn wir länger außer Haus sind. Jaja, die moderne Technik ... 8o


    Hinzu kommt:

    Wir alle gehen regelmäßig zum SV-Training, wobei ich hier ganz bewusst von Selbstverteidigung und nicht von Kampfsport rede, auch wenn es faktisch viele solcher Elemente enthält. Der Fokus liegt jedoch auf der verbalen und nonverbalen Vermeidung und Klärung von Konflikten, insbesondere auf der Vermeidung von körperlichen Auseinandersetzungen, sowie darauf, sollte das alles nichts geholfen haben, sich bei Bedarf schnell Raum zu verschaffen um anschließend wieder handlungsfähig sein zu können. Handlungsfähig heißt hier in der Regel für alle, für Erwachsene wie für Kinder, Beine in die Hand und weg, so schnell und so weit wie nötig. Dabei werden im Training, und natürlich erst Recht im Fall einer direkten körperlichen Bedrohung, insbesondere die Körperbereiche angegangen, welche im klassischen Kampfsport normalerweise ausgespart werden, einfach weil sie hierfür zu effektiv wären. Im Training wird zudem das Auge für gewisse Bewegungsabläufe sowie die Körperhaltung und die geistige Einstellung geschult denn, wer aufhört besser werden zu wollen hört auf gut zu sein.

    Wir sind KEINE "Elitekrieger" die alles platt machen können/würden und denen niemand etwas kann und sojemanden gibt es meiner Meinung nach auch nicht. Einmal unvorbereitet erwischt kann einen nämlich auch eine alte Oma umhauen, also werden immer schön die Augen und Ohren offen gehalten und auf das eigene Gefühl gehört, jedoch ohne dabei paranoid zu werden. Für manche möglicherweise eine Gratwanderung, uns geht es trotz aller Vorsicht jedoch ziemlich gut und wir nehmen ganz normal am Leben teil, nicht jedoch ohne mancher Situation mehr als nur einen skeptischen Blick zuzuwerfen.


    Dies äußerst sich in lauter Kleinigkeiten.

    An Bahnhöfen jeglicher Art warten wir z.B. nicht direkt am Gleis, sondern immer im Bereich der Treppen/Zugänge und gehen erst an den Bus/Zug/Straßenbahn/U-Bahn wenn diese schon steht. Nach Möglichkeit wird sich "bei Pausen" so hingestellt das eine Wand im Rücken ist, zumindest aber niemand mal eben so unbemerkt von hinten ankommen kann. Selbstbewusste Körperhaltung, entgegenkommende Menschen ansehen ohne sie anzustarren, komische Fahrzeuge ganz bewusst mustern und sich das Nummernschild und andere Details einprägen, Geldbörse und Handy nicht unnötig offen tragen, nicht zu "auffällig unpassend" gekleidet sein, ... usw.

    Alles aufzuzählen wäre hier viel zu viel.


    Es klingt vielleicht trotz allem ein wenig paranoid, geschieht zumindest bei mir mittlerweile jedoch schon ganz automatisch und belastet im Alltag kein Stück. Auch die Kinder bewegen sich ganz normal unter gleichaltrigen, erzählen aber doch öfters mal das sie froh um ihr Hobby sind und dass es ihnen hier und da schon geholfen hat.



    2.) Grundsätzlich nur Kleinkram, ABER wenn wir/ich in gewissen Gegenden unterwegs sein müssen/muss und keine Ausweichmöglichkeit habe/n auch mal die großen Geschütze.


    Eigentlich immer dabei:

    Mich selbst ;), ACME-Tornado Pfeife + kleine Taschenlampe am Schlüsselbund


    Wenn ich mit kleiner Tasche unterwegs bin:

    ein klassisches EDC samt kleinem Taschenmesser (wirklich ein praktisches Teil) und großer Taschenlampe + Kubotan als Kugelschreiber + Nagelfeile + der Schlüsselbund


    Die großen Geschütze (nur für den äußersten Notfall und nicht immer dabei):

    Pfefferspray + Gel und/oder Elektroschocker mit Sicherungsstift hübsch verstaut in der großen Damenhandtasche und je nachdem wann und wo ich unterwegs bin griffbereit oder weiter unten.



    3.) Ergibt sich aus den Punkten 1 und 2. Gut vorbereitet sein gibt ein gutes Gefühl, allerdings bringt alle Vorbereitung nichts wenn man nicht auf sich und seine Umgebung achtet. Also fit bleiben, körperlich und geistig, sowie immer aufmerksam. Bitte jedoch gerade Letzteres nicht übertreiben, das verdirbt einem ansonsten schnell die Freude am Umgang mit anderen Menschen und plötzlich ist man der seltsame alte Kauz den keiner so wirklich mag. :S

    Keine Angst derSchü, ich habe nicht vor das hier weiter zu vertiefen, denn ich denke es wurde (fast) alles gesagt.

    Wenn mein Beitrag an dem von dir gewünschten Thema vorbei ging tut es mir Leid.

    Ich glaube mittlerweile das du eher auf "Wann habt ihr euch das letzte Mal zum DEPPEN gemacht?" hinaus wolltest und nicht "wie man zu einem saublöden Tag gekommen ist, welcher jedoch eigentlich vermeidbar gewesen wäre" und dann eventuell sogar noch mit einem Bezug zum Thema preppen bzw. survival, oder gar beides. Lustig war meins sicher nicht, alle anderen Punkte sah ich jedoch erfüllt. :)


    Nur Eines noch, dann ist hier für mich zu meinem Ursprungsbeitrag erstmal Schluss.

    Meine Mädels laufen mittlerweile eher unter Jugendliche als unter Kind und kennen sich mit diesen Dingen aus, da wir solche Situationen regelmäßig trainieren. (jahrelange SV-Kurs-Teilnahme zwei Mal pro Woche + regelmäßige "private" Übungen mit uns Eltern)

    Vielleicht nimmt das ja dem ein oder anderen doch noch die starken Bedenken, welche ich verstehen könnte, wenn meine Kinder noch sehr jung wären oder mit soetwas keine Erfahrung hätten.

    Pfefferspray fällt in Deutschland übrigens nicht unter das Waffengesetz sofern es als Tierabwehrspray gekennzeichnet ist und darf unter dieser Voraussetzung problemlos von JEDEM, sogar von kleinen Kindern, geführt werden. Der Einsatz gegen Menschen ist zwar grundsätzlich verboten, aber da fragt in echten(!) Notwehrsituationen keiner nach.

    Falls dazu jemand noch etwas sagen möchte, bitte ein neues Thema erstellen, oder falls vorhanden an ein bereits bestehendes und passendes anknüpfen. :)

    Nur zugucken wenn andere Hilfe brauchen (heftige Pöbeleien im Zug) ist aber auch nicht gut.


    Meine Kinder sind zudem nicht mehr ganz klein, sowie wissen mit den ihnen zur Verfügung gestellten Dingen umzugehen. Natürlich tragen sie das Spray nicht im Alltag mit sich, in dem Moment war es mir jedoch lieber ich gebe ihnen etwas in die Hand mit dem sie auch umgehen können, weil wir es ab und an üben, als das sie sich gar nicht hätten wehren können.


    Auch der Hund ist kein Kampfmittel sondern wurde abgeleint damit es kein Chaos wegen Leinenwirrwar gibt, falls sich die Situation unkontrolliert verschärfen sollte. Sie steht voll im Training und hört auch in Stresssituationen aufs Wort. Eine Leine behindert jedoch insbesondere mich stark und kann für uns beide, für mich und für den Hund, gefährlich werden wenn diese ein anderer zu fassen bekommt.


    Das ich nicht auf Konfrontation aus war sollte wohl klar sein, sonst hätten wir nicht ruhig den Weg zu einer Stelle gesucht an der wir Schutz und Hilfe erwarten können, sondern uns wohl eher gestellt, was gelinde gesagt mehr als nur dämlich gewesen wäre.

    Ungeduld und Hektik bringen selten Gutes hervor.

    So könnte man meinen gestrigen Tag zusammenfassen, aber wir sind ja vorbereitet...


    Wir mussten an diesem Tag sehr früh aufstehen, da wir gleich morgens einen wichtigen Termin in einer anderen Stadt hatten und schon am Vortag hin fahren nicht möglich war. Natürlich hatten wir prompt verschlafen und auch noch nicht gepackt. Das Warum erspare ich euch, aber um 3:30 Uhr Nachts aufstehen ist halt einfach nicht unsere Zeit. Dennoch standen wir, nicht zuletzt angetrieben durch den Schreck, dann doch alle innerhalb weniger Minuten abmarschbereit da. Ich stellte mich innerlich schon auf quengelige, da hungrige, müde und gelangweilte Kinder ein. Bäcker und Co hatten um die Zeit noch geschlossen, unterwegs im Vorbeilaufen noch schnell etwas besorgen war daher nicht möglich und im Zug selbst hätten wir, trotz mehrstündiger Fahrt, ebenso keine Chance an etwas Essbares zu kommen (mehrere RE’s und zu kurze Umsteigezeiten). Doch dann, schon in der Tür, noch der Gedanke an die BOB ‘s. Also rasch einen der kleinen geschnappt und raus. Alles zusammen hatte keine 5 Minuten gedauert.


    Mittlerweile verbuche ich das als ungeplanten Testlauf für einen möglichen Krisenfall in dem wir schnell aus dem Haus müssen. Der BOB hat seine Aufgabe übrigens wunderbar erfüllt. - Wasser, Essen, Wechselkleidung, kleine Spiele, etwas Bargeld - Wir waren für den Tag gut versorgt, doch es ging noch weiter.


    Am Bahnhof angekommen war aufgrund der frühen Stunde so gut wie nichts los, da wir jedoch mehrere Stockwerke überwinden mussten um zu unserem Gleis zu kommen haben wir den Fahrstuhl genommen, welcher praktischerweise schon auf uns wartete. Wir, ziemlich ungeduldig, wahrscheinlich jedoch 1-2 Mal zu viel auf die Knöpfe gedrückt, da bleibt das Teil auf einmal stehen! Alarmknopf gedrückt, mittlerweile mehr als nur leicht gestresst, keine Reaktion. Auch einige Minuten später immernoch keine Reaktion … Naja, zum Glück war der Fahrstuhl schon fast vollständig im gewünschten Stockwerk angekommen (Glaswände), also erstmal die Türen aufgehebelt, was übrigens überraschend leicht ging worüber ich mich immernoch wundere, rausgeklettert und weiter auf zum Gleis. 

    Wir haben unseren Zug gerade so noch bekommen. Ziemlich kaputt konnten wir dann endlich etwas essen und dazu gab es sogar ein paar Gummibärchen für die Mädchen. Spiele waren auch mit dabei, die Zugfahrt wurde also doch noch sehr entspannt.


    Der Tag selbst war dann toll, als es wieder heim ging gab es jedoch schon wieder Stress.


    Diesmal Zugchaos am anderen Bahnhof, was dort allerdings nicht ungewöhnlich ist. Züge fielen aus, Ansagen waren in der allgemeinen Unruhe kaum zu verstehen, doch wozu hat man die Bahn.de-App und vorsorglich auch noch die des Verkehrsverbundes dieser Stadt?

    Wir kamen also doch noch, ohne auch nur ein Wort der Ansagen zu verstehen, zu einem alternativen Zug, aber diesmal war der Zug ungewöhnlich überfüllt und unter den Fahrgästen lauter Betrunkene. Leider war es die unangenehme, lautstarke und pöbelnde Sorte. Bis zum Zielbahnhof schafften wir es zwar ohne größere Zwischenfälle, doch als wir dann ausgestiegen waren meinte eine Gruppe dieser pöbelnden Menschen uns hinterherkommen zu müssen. Sie hatten es wohl nicht verkraftet, dass ich sie während der Fahrt ein paar mal angesprochen hatte ob sie sich nicht etwas mäßigen könnten da Kinder anwesend waren. Nicht nur meine, auch andere und insbesondere jüngere Kinder waren fast schon verängstigt aufgrund ihres Verhaltens und vom Zugpersonal war natürlich nichts zu sehen ...


    Kurzum, sie liefen uns nach dem Aussteigen quer durch den Bahnhof hinterher, grölten Ihre Parolen, drohten mit hohlen Phrasen und taten was solche Gruppen eben tun wenn sie keine Manieren haben...

    Tja, da hatten sie die Rechnung jedoch ohne uns gemacht. Beide Kinder hatten ihr Pfefferspray verdeckt in den Taschen jedoch im Anschlag und blieben relativ ruhig sowie dicht bei mir. Unsere große Hundedame war mittlerweile genauso wenig amüsiert wie ich selbst und bewegte sich mehr als nur in Habachtstellung, blieb aber brav, sowie war vorsorglich von mir abgeleint worden ... man weis ja nie.

    Ich hatte ein Ziel.

    Ortskenntnisse sind insbesondere in solchen Situationen wichtig und so konnte ich uns genau zur Polizeiwache des Bahnhofs führen. 

    In der Nähe der Wache angekommen begegneten uns dann tatsächlich auch schon zwei Polizisten, welche bei unserem Anblick prompt zum Funkgerät griffen. Dies bekamen die Typen natürlich mit und sind dann zum Glück, wenn auch weiter gröhlend und johlend, abgedreht.


    Ich kann euch nur sagen, ich hasse Großstädte und bin froh wenn wir hier weg sind.

    Aber es ging alles gut aus. Nach einem kurzen Wortwechsel mit den Polizisten ging es für uns, nun wieder unbehelligt, weiter heim und der Tag war endlich vorbei. 



    Fazit:

    Vorsorge in allen Bereichen schadet auch in “ganz normalen” Alltagssituationen nicht und kann so manche Dummheit wett machen.

    Ohne BOB wäre die Zugfahrt am Morgen eventuell gruselig geworden.

    Ohne Ortskenntnisse und Wissen um Selbstverteidigung, nicht nur von mir sondern auch der Kinder, hätte der Weg vom Zug heim gruselig werden können.

    Hundetraining schadet ebenso nicht, sonst hätte ich nämlich unseren Hund nicht ableinen können, was ebenso hätte gruselig enden können, genauso wie es hätte gruselig werden können, wenn ich sie in der Situation untrainiert abgeleint hätte.



    PS:

    Autofahren hat manchmal definitiv auch Vorteile, bringt aber nix wenn Auto und Mann zurzeit komplett woanders sind. :(

    Doch, schon zu Ende genommen, aber der Arzt hatte beim letzten Mal mehr verschrieben als ich schlussendlich einnehmen sollte. Den Rest der übrig blieb habe ich nur noch nicht weggeworfen, denn im Zweifel ist wenig meiner Meinung nach immernoch besser als nichts. Und der Zweifel ist hier für mich nicht "ich kann bei intakter Infrastruktur einfach nur nicht meinen Hintern aus dem TV-Sessel heben, weil was auch immer gerade wichtiger ist und nehme daher lieber irgendeine Tablette" sondern "ich bin irgendwo am Arsch der Welt unterwegs und kann gerade niemanden fragen", oder es gibt schlicht keine ärztliche Versorgung (mehr) bzw. es ist äußerst ungewiss wann ich wieder zu einem Arzt samt gut sortierter und vertrauenswürdiger Apotheke komme. Auch hier sind jedoch wieder Art und Entwicklung der Wunde entscheidend.


    Ein einfacher Kratzer durch was auch immer ist sicherlich kein Grund sich sofort solche Hämmer einzuwerfen, schon gar nicht auch noch solche welche eventuell für ganz andere Bereiche gedacht sind, oder wenn man nicht weis was sie genau bewirken. Das hatte ich ja auch nicht getan und niemandem geraten soetwas zu tun. Mein Rat war lediglich sich lieber auf legale weise solche Dinge zu organisieren, statt sie aus dem Ausland zu importieren. Wenn man verantwortungsvoll mit ihnen umgehen kann, und genau das muss man seinem Arzt nicht nur verständlich machen sondern es auch wirklich so verinnerlicht haben, dann kann so ein Medikament einem im Zweifel nämlich auch einfach mal den Hintern retten.


    z.B. Bisse, insbesondere im Handbereich, sind und bleiben hoch infektiös. Sobald da etwas auch nur ein wenig warm wird sollte man umgehend handeln können. Solange es Ärzte gibt natürlich immer schnellstmöglich zum Arzt, oder eben einen Notarzt kommen lassen und das idealerweise ohne bereits etwas eingenommen zu haben, aber genau das geht eben nicht immer und manchmal reichen auch schon ein paar Stunden damit es böse wird. Hier spreche ich mittlerweile aus eigener Erfahrung. Sobald man dann bei einem Arzt ist kann man diesem zudem problemlos mitteilen was man eventuell schon genommen hat und sollte dies auch dringend tun. Sofern hier kein hübscher Cocktail verschiedenster Substanzen bei rum kommt wird dies eher kein Problem sein.


    Bitte auf keinen Fall falsch verstehen.

    Den Arztbesuch ersetzt das eingelagerte Medikament auf keinen Fall und ich möchte auch niemanden dazu ermuntern hier Antibiotika oder sonstige Medikamente bei jeder Kleinigkeit wie Bonbons zu lutschen und trotzdem gehören sie für mich zur Krisenvorsorge dazu, sofern man sie auch wirklich nur nutzt wenn ein Arzt sein OK gegeben hat, oder es schlicht keine Ärzte (mehr) in Reichweite gibt, welche diese Entscheidung für einen treffen könnten.

    Sultamicillintosilat-dihydrat 375 mg in der Notaufnahme für die Hand und Amoxicillin im Anschluss nochmal vom Hausarzt für eventuell.

    Für eine Zyste im Unterkiefer die einfach nicht abheilen wollte fliegt hier auch noch ein Rest Clindamycin 600 mg rum, aber das ist zum Glück endlich ausgestanden.

    Zu diesem Thema gibt es verschiedene Apps.

    Ich selbst nutze zusätzlich noch " BIWAPP " und die ging schon öfters los. Unter anderem wegen Verkehrschaos mit weiträumigen Vollsperrungen wegen XY oder auch ähnlich wie bei dir Fenster und Türen im Raum Z geschlossen halten, Grund z.B. Brand einer Lagerhalle mit Autoreifen = starke Rauchentwicklung.

    Besonders interessant war allerdings mal ein Bombenfund in der Nähe, woraufhin großflächig evakuiert wurde. Die App war schneller als die Lautsprecherwagen.

    Eine feine Sache, insbesondere wenn man free-TV meidet und nur wenig Radio hört. :)


    Bei der App zusätzlich nett, man kann sich seine Standortkoordinaten und die Adresse bei aktiver GPS-Funktion ziemlich genau ausgeben lassen und Notrufe absetzen.

    Der im Thread vorgeschlagene Weg zum Hausarzt und einem offenen Gespräch mit Ziel eines Privatrezepts ist wohl für die meisten der einzig sinnvolle.


    Und auch gar nicht zwangsläufig unangenehm oder kompliziert.


    Antibiotika können sehr wichtig sein und in einigen Fällen kann es auch auf die schnelle Einnahme ankommen.

    Wenn man das seinem Arzt richtig verkauft, dann bekommt man auch das in diesem Thema schon so häufig angesprochene Privatrezept.



    Aus aktuellem Anlass ein kleiner Erfahrungsbericht:


    Ich war kürzlich mit meinen Hunden im Park spazieren. Es war schon sehr spät, der Park ist weitläufig, schwer einsehbar und wir waren allein. Dachte ich zumindest, waren wir aber nicht, denn plötzlich kam ein recht großer fremder Hund angerannt und ging auf meine los. Kein schönes Erlebnis. Vom Besitzer weder etwas zu hören noch zu sehen, also höchst wahrscheinlich ein Streuner. Wir konnten ihn recht schnell abwehren, die Hunde blieben unverletzt, ich hatte es aber irgendwie geschafft mir zwei Kratzer an der linken Hand einzufangen. Also erstmal grob verarztet und gereinigt, dann heim, noch einmal gründlich gesäubert und dann war die Sache für mich auch schon erledigt.

    Dachte ich zumindest. Die Mediziner unter euch schlagen sicher schon die Hände über dem Kopf zusammen.


    Es kam was kommen musste, am nächsten Morgen war die Hand dick, warm und schmerzte.

    Da kein Arzt auf hatte auf zur Notaufnahme, dort musste ich jedoch auch noch recht lange warten, weil ein größerer Notfall natürlich bevorzugt behandelt wurde und es auch so recht voll war. Über die Stunden die ich dort saß und wartete wurde es zunehmend schlimmer. Als ich denn endlich zu einem Arzt vorgelassen wurde fing dieser an zu schimpfen das ich nicht früher gekommen bin, dabei waren seit dem Zeitpunkt der Verletzung noch keine 12 Stunden vergangen und es waren doch eigentlich anfangs nur oberflächliche Kratzer welche ich sogar gereinigt hatte. :(

    Ende vom Lied, ich wurde mit zwei Packungen Antibiotika heim geschickt. Eine für diesen Vorfall, eine falls so etwas noch einmal passieren sollte.

    Die Wunden waren weder groß noch gingen sie tief, eine medizinische Versorgung welche über reinigen und desinfizieren hinaus geht, was ich ja getan hatte, in meinen Augen daher nicht nötig und dennoch hatte wohl schon der Heimweg gereicht um eine hübsche kleine Infektion auszulösen.


    Da ich nur 2 Tage später einen Termin beim Hausarzt hatte wurde ich natürlich auf die Hand angesprochen. Ende von diesem Lied, es gab noch ein zweites Antibiotikum, diesmal jedoch Breitband, falls ich mal nicht an einen Hund sondern an Scherben, rostiges Metall oder ähnliches geraten sollte. 8)