Beiträge von tomduly

    Solarheizung kannst du vergessen. Die Umwandlungsverluste wurden ja schon erwähnt.

    Geht prinzipiell schon. Ich würde aber auch eher Solarthermie zu Heizzwecken bevorzugen. Und beim heutigen Wetter funktioniert ST sehr gut.

    Die Temperatur auf unserem Westdach mit den Solarkollektoren war um 6:50 mit -8,3°C recht frisch. Sobald die Sonne über den Dachfirst kommt, ändert sich das aber ziemlich schnell. Jetzt gerade läuft die Solarpumpe holt ganz ordentlich Wärme vom Dach und lädt damit unseren 300l-Warmwasser-Schichtspeicher. Der Vorlauf hat stabil 60°C und der Rücklauf geht mit 54°C wieder rauf zu den Kollektoren. Lässt man die Pumpe mit niedrigster Drehzahl laufen, kühlt man den Kollektor auch nicht unnötig runter, sondern kann kontinuierlich Wärme entnehmen. Wenn unser Schichtspeicher komplett auf 60° aufgewärmt ist, schaltet sich die Solarzirkulation ab und die Temperatur am Kollektor steigt auf deutlich über 80°C. Jetzt Anfang April auf der Alb auf 800m.


    Wir ziehen unsere Setzlinge aber in Kästen im Haus vor, die stehen in der Küche auf einem kleinen Tisch am Fenster. Ende April kommen dann die ersten ins Hochbeet, was dann für die Anfangszeit noch einen Folientunnel drüber bekommt, es wächst dann schneller und man muss nicht soviel gießen. Erfroren ist uns da noch nie etwas. Frostschäden hatten wir im Garten eher bei Einzelpflanzen in großen Töpfen.


    Ein richtiges Gewächshaus haben wir eigentlich noch nicht vermisst. Der Folientunnel überm Hochbeet reichte bisher.


    Grüsse

    Tom


    20200402_065026.jpg 20200402_150850.jpg 20200402_151012.jpg CIMG1362.jpg

    borath: das Buch ist eine deutschsprachige Adaption des Entwicklungshelfer-Standardwerks "Where there is no doctor" der Hesperian Foundation. Dieses Buch und einige weitere zu Gesundheitstehmen kann bei Hesperian gekauft, aber auch (kapitelweise) als PDF kostenlos heruntergeladen werden.

    Das Buch vom RKH-Verlag kann man dort übrigens auch in Einzelkapiteln als kostenloses PDF herunterladen.


    Meine Buchtipps für ein kaputtes Gesundheitssystem:

    Juchli Pflege - Klassiker in der Krankenpflegeausbildung, mein Exemplar stammt aus meiner Zeit als Zivi&Pflegehelfer.

    Für angehende Klinikärzte das Oxford Handbuch der Klinischen Medizin - inklusive humoriger Merksätze ("Wenns auf der Inneren brennt, können die Parkinsonpatienten auf einmal rennen" - massiver Stress kann die Bewegungsblockade bei M. Parkinson überwinden).

    Und wer mal mit Ärzte ohne Grenzen und ähnlichen zu tun hatte: Conflict and Catastrophe Medicine - A Practical Guide. Leider nicht ganz billig.

    Und wer Kinder hat: Schnelle Hilfe für Kinder: Notfallmedizin für Eltern


    Grüsse

    Tom


    juchli1.jpg juchli2.jpg CCM-und-OxfordHandbuch.jpg CCM-und-OxfordHandbuch2.jpg

    Ich konnte mich auch nicht so recht entscheiden, am Ende hat man dann beide Varianten.

    Wobei ich das Schnitzer-Steinmahlwerk mit einem Moulinexmotor hintendran bekommen konnte. Das Mahlwerk ist über einen Bajonettverschluss an den Motor gekoppelt, wie die Mahlwerke für Küchenmaschinen.

    Die Elsässer-Mühle ist dagegen ein kleines Monster, mit gut 15kg Lebendgewicht. Die baut man nicht alle Tage auf und ab, die sollte ihr festes Plätzchen irgendwo haben.


    Grüsse
    Tom


    Getreidemuehlen.jpg Schnitzer-Moulinex1.jpg Schnitzer-Moulinex2.jpg Schnitzer-Moulinex3.jpg

    lord_helmchen: es gibt doch den Teams-Client für Android und es gibt Anddroid für Raspi - wäre das nicht ein Weg?


    Ansonsten hat mich Dein Artikel bewogen, mich endlich auchmal mit dem Raspi zu beschäftigen. :thumbup:

    Und für die schmerzlose Skype-Kommunikation empfehle ich als alter Hardware-Recycler ein beliebiges kleines Netbook mit Windows 7. Da hat man dann Kamera, Bildschirm, Mikro und Lautsprecher auch schon eingebaut. Mit etwas Glück kriegt man ein gebrauchtes Netbook inkl. Win 7 für 20-30 Euro.

    Die Situation in China ist wohl alles andere als unter Kontrolle...


    Die chinesische Newsseite Caixin zeigt Fotos von einem LKW, der offenbar Urnen anliefert. Caixin zitiert den Fahrer, dass er 2.500 "Aschen" von Verstorbenen aus einem der 8 Krematorien in Wuhan geladen hätte. Und dass er am Vortag auch schon die gleiche Menge Urnen abtransportiert habe. Das wären alleine 5.000 Tote von einem Krematorium in Wuhan. Laut offiziellen Angaben gab es in China bislang insgesamt gerademal um die 3.000 Covid-19-Opfer.


    Chinesische Expats berichten ausserdem, dass kurz nach der Lockerung der Isolations- und Schließungsmassnahmen in China, diese überall wieder hektisch erneut angeordnet werden.

    Hallo,

    ich bringe noch einen Aspekt ein: Recycling und "slow-cycling".


    Mit der Umsetzung von Zero-Waste tu ich mich zugegebenermaßen schwer.


    Was ich aber fast bis zum Exzess mache, ist Recycling. Ich verwende fast nur Gebrauchtware, z.B. was Haushalts- und Alltagsgegenstände betrifft. Aber auch bei Fahrrädern etc. bis zum Auto. Ich würde mal sagen, dass 95% unserer Gebrauchsgegenstände nicht extra "für uns" neu produziert worden sind, sondern schon ein Vorleben hatten. Selbst unser Haus ist "gebraucht" mit Bj. vor 1900.

    Ich bastle gern mit alter IT-Hardware herum und pimpe alte PCs und verkaufe sie dann wieder über Kleinanzeigen.

    Da ich Previval/Krisenvorsorge nicht als ein Hobby, sondern als Bestandteil des normalen Lebens und der Haushaltsführung ansehe, sind auch hier die allermeisten Sachen gebraucht bzw. wieder instand gesetzte Dinge, die andere loswerden wollten.


    Und mit "slow-cycling" verbinde ich das möglichst lange Verwenden eines Produkts. Stichwort Smartphone oder PC/Notebook u.ä. Man muss nicht alle zwei Jahre ein neues Handy haben. Mein Alltagsfahrrad habe ich 1995 für eine Island-Radreise neu gekauft (ein Focus Long Lake), einen Tubus Gepäckträger und einen Brooks Ledersattel draufgemacht und so fährt es heute noch. Kettenblätter, Ritzelpaket etc. wurden schon zwei mal getauscht, auch der Lenker. Aber damit fahre ich heute noch täglich herum. Ach ja ne Anhängekupplung kam mal dran, für den (gebrauchten) Kinderanhänger. Nachdem wir den nicht mehr brauchten, haben wir den im Freundeskreis weiterverkauft. Dafür kam eine Kugelkupplung dran, für nen sehr praktischen Anhänger mit auswechwelbarer Mörtelwanne.


    Grüsse

    Tom

    Asdrubal: dass die geheilten Fälle abgezogen werden, ist doch bei den großen Datensammlern wie worldometers oder der Johns Hopkins University schon immer so. Da gibts die "total cases" (Bruttozahlen gemeldeter Erkrankter), die "recovered" (Geheilte) und die "active cases" (gemeldete Fälle abzüglich geheilter und verstorbener Personen).

    Das ändert aber nichts an der Meldepflicht jedes einzelnen neuen Falles an die oberste Infektionsschutzbehörde, wie bei jeder meldepflichtigen Krankheit.


    Da nach einigen Wochen die Anzahl wieder gesunder Personen deutlich ansteigt, halte ich das auch für sinnvoll, die aus der Gesamtzahl der Infektionen herauszurechnen und nur die Anzahl dem momentan "noch" Betroffenen in den Medien zu kommunizieren. In D sind es Stand gestern 62.000 Infektionen gesamt und davon waren 52.000 "aktiv", etwa 10.000 Fälle sind geschlossen, weil diese Leute entweder wieder gesund oder tot sind.

    bosselerodr: die Daten sind ein bis zwei Wochen hinterher, die Diagramme enden in KW12/2020, morgen beginnt KW14/2020. Die Covid-19-Epidemie folgt einer Exponentialfunktion. Warte mal, bis die Werte von dieser und den nächsten Wochen drin stehen.

    Aus den oberen Grafiken kann man sehr schön den massiven Anstieg während der Grippelwelle 2017/18 herauslesen, die Erwachsene und Ältere heftig betroffen hat.

    Aus den unteren kleinen Grafiken, die offenbar je Land alle Altersgruppen zusammenmischen, sieht man bei Italien und der Schweiz einen deutlichen Anstieg. Die Grafik für Italien mit nur den >65jährigen würde mit Sicherheit noch erschreckender aussehen. Also ich lese da keine neuen "Wahrheiten" heraus. Eher eine Bestätigung der aktuellen Lage.

    lord_helmchen: so handhabe ich das auch. Im Büro- und Gewerbebedarf hab ich vor zwei Wochen eine Großpackung Klopapier geordert und nach zwei Tagen bekommen. Die bis dahin bei uns vorhandenen drei 10er-Packs aus dem Supermarkt habe ich mittlerweile den Senioren-Singlehaushalten gegeben, die wir derzeit mitversorgen. Die Hamsterei ist ein Phänomen, aber es ist nun mal da. Wenn Leute wie ich die Möglichkeit haben, sich aus anderen Quellen zu versorgen, dann muss ich nicht anderen Menschen, die ihren täglichen Bedarf zu Fuß aus dem Supermarkt nach Hause tragen, nicht auch noch die Sachen wegschnappen. Und sie dadurch zwingen, mehrere Läden abzusuchen.

    Auf dem Weg von der Arbeit nach Hause könnte ich theoretisch bequem mit dem Auto 5 Standorte mit Discounter- Drogeriemarkt-Doppel abklappern. Aber was soll das? Abgesehen davon, dass wir Haus und Hof derzeit ohnehin so gut wie gar nicht mehr verlassen (max. 1 mal pro Woche, max. 1 Person).


    Was die gefühlte Verknappung von Mehl, Nudeln etc. betrifft: einerseits ist das zwar ein Selbstverstärkungseffekt ("Alle reden davon, also nehme ich doch sicherheitshalber auch mal Mehl und Nudeln mit - einfach so.") andererseits muss man auch die derzeitigen Randbedinungen sehen:

    Durch die geschlossenen Schulen und Kitas essen allein in D derzeit 13 Mio. Kinder 7 Tage in der Woche zuhause und nicht in der Kita oder Schulmensa. Durch Betriebsschließungen, HomeOffice, Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit kommen nochmal etliche Millionen Menschen dazu, die sonst von Kantinen, Restaurants oder anderen Gastrobetrieben versorgt werden. Auch diese Leute kochen und backen nun 7 Tage die Woche zuhause. Es wäre seltsam, wenn man das _nicht_ in den Supermärkten merken würde.


    Ich würde die Situation in unseren Supermärkten auch nach wie vor nicht als "Hamsterkäufe" bezeichnen. Das medienwirksam zu beklagen, ist eher eine Art Propaganda, die die Leute zur Ordnung und Zurückhaltung aufrufen soll, weil der Handel erhebliche Mühe hat, auf die sprunghaft veränderte Versorgungslage (statt Kantine/Restaurant nun Selbstversorgung zuhause) zu reagieren. Über alles gerechnet, wird zwar nicht mehr konsumiert, aber die Vertriebswege haben sich durch das angeordnete Social Distancing und Stay Home-Anordnungen innerhalb von vielleicht 48 Stunden komplett gedreht.

    Gingen Nudeln und Mehl bisher in Großgebinden an die Kantinen, die nun geschlossen sind, wird das Zeug nun in Haushaltsgrößen zu 500g oder 1kg benötigt. In den Metro-Märkten gibts z.B. gerade den 15kg-Karton (3x5kg Beutel) Barilla Spaghetti für 36 Euro brutto. Bei Edeka kostet die gleiche Menge in 500g Beuteln 50 Euro. Der 25kg-Sack 405er-Mehl kostet im Großhandel brutto 12,80 Euro, bei REWE die gleiche Menge knapp 20 Euro. Und man hat das Gerenne unter Ansteckungsgefahr von Laden zu Laden, wenn die Ware im ersten Markt gerade vergriffen ist.


    Das ist im Grunde wie bei den Schutzmasken: der einzige Grund, warum die Bevölkerung zunächst keine Masken tragen sollte, war die (berechtigte) Angst, dass Behörden und Gesundheitsbetriebe aufgrund ihrer Trägheit sonst komplett leer ausgehen.


    Grüsse

    Tom

    Wo unterscheiden sich denn die Keramikfilter von der Aktivkohle, werden die Keramikfilter auch in der Aquaristik eingesetzt ?

    Ein Keramikfilter ist bildlich gesprochen, ein Sieb.

    Partikel und Mikroorganismen passen ab einer bestimmten Größe nicht mehr durch. Ihren Ruf als Outdoor-Wasserfilter (Katadyn) haben sie, weil sie die für Magen-Darm-Erkrankungen berüchtigten Darmparasiten, Amöben und Kolibakterien nicht durchlassen.

    Katadyn gibt z.B. für alle seine Keramikfilter einen Durchmesser von 0,2µm (200nm) an. E.coli Bakterien sind Stäbchen von ca. 1µm Dicke und 5µm Läng. Die passen schlicht nicht durch die Filter. Ein SARS-CoV--Virus in freier Wildbahn hat einen Durchmesser von 60 bis 140nm. Würde also durch den Keramikfilter problemlos durchpassen. Allerdings scheint es so zu sein, dass behüllte Viren wie die Coronaviren in Wasser nicht lange stabil sind rasch zerfallen. In der Abwasseraufbereitung sind eher unbehüllte Viren (Noro, Hepatitis, Polio etc.) als wasserbeständig bekannt.Laut dieser Quelle neigen im Wasser befindliche Viren aufgrund elektrochemischer Wechselwirkungen aber ohnehin dazu, sich an Oberflächen anzulagern. Demnach gibt virenbehaftetes Wasser nach genügend Kontakt mit Oberflächen seine Viren nach und nach an diese ab.


    Aktivkohle hat aufgrund ihrer porösen Struktur eine sehr große Oberfläche und zieht die im Wasser gelösten chemischen Substanzen an, die sich an der Kohleoberfläche anlagern.


    Ein Keramikfilter verstopft mit der Zeit (Sieb!) und muss entweder gereinigt werden (abbürsten) oder durch einen neuen ersetzt werden. Macht man das nicht, kann gerade bei Wasserfiltern der Biofilm durchwachsen, da Sporen kleiner sind als die daraus entstehenden Mikroroganismen bzw. Bakterien. Man spricht dann vom Filterdurchbruch.


    Aktivkohle erschöpft sich mit zunehmender Beladung durch adsorbierte Chemikalien. Sie muss dann durch frische Aktivkohle ersetzt werden. Großtechnisch kann man erschöpfte Aktivkohle auch reaktivieren, in dem man sie auf bis zu 900°C erhitzt, die gebundenen Substanzen lösen sich dann wieder und gasen aus.


    Grüsse

    Tom

    Hallo,

    bin heute über einen Artikel bei T-Online gestolpert, wie man Hefe selber machen kann:

    Der Aufmacher des Berichts ist dass mittlerweile auch Hefe in den Supermärkten vergriffen sei. Interessant finde ich das Rezepte zum Selbermachen.


    Grüsse

    Tom


    Hefe mit drei Zutaten selbst machen


    Bis die Supermarktregale wieder aufgefüllt sind, können Sie Hefe selbst machen. Dazu benötigen Sie nur drei Zutaten:

    500 Milliliter stilles Mineralwasser oder Leitungswasser mit einem geringen Kalkgehalt

    1 ungeschwefelte Dattel

    1 TL brauner Zucker

    1 Schraubglas oder eine Flasche mit Verschluss


    Tipp

    Anstatt Datteln können Sie auch andere, ungeschwefelte Trockenfrüchte wie Feigen oder Aprikosen verwenden. Wichtig ist, dass das Obst viel Zucker enthält und eine klebrige Oberfläche aufweist, an der sich die Pilze und Bakterien ansammeln können.


    Zubereitung

    Füllen Sie 500 Milliliter lauwarmes Wasser in das Schraubglas.

    Geben Sie einen Teelöffel braunen Zucker hinzu. Wenn Sie keinen braunen Zucker zur Hand haben, können Sie alternativ auch Honig oder raffinierten Zucker verwenden.

    Legen Sie nun die Trockenfrucht in das Glas.

    Verschließen Sie den Deckel gut.

    Schütteln Sie das Gefäß, damit sich alles gut miteinander vermengen kann.

    Das Wasser-Trockenfrucht-Gemisch sollte nun für mindestens acht Tage bei Raumtemperatur gelagert werden. In der Zeit fermentieren die Zutaten.

    Wichtig dabei ist, dass Sie das Gefäß mindestens zweimal täglich gut schütteln. Durch die Bewegung der Flüssigkeit wird die Schimmelbildung verhindert. Zudem können Sie einmal täglich kurz den Deckel abschrauben, damit die gebildeten Gase entweichen können.

    Die Hefemischung ist fertig, wenn Ihnen beim Öffnen ein leicht vergorener Geruch entgegenkommt.

    Nach acht Tagen sollten Sie das Gemisch in den Kühlschrank stellen.


    So wird das Hefewasser verwendet


    Beim Backen können Sie das Wasser ganz leicht durch das selbst hergestellte Hefewasser im Rezept ersetzen. Wichtig ist, dass der Teig ohne Frischbackhefe länger ruhen muss, damit er aufgeht. Am besten setzen Sie den Teig etwa 24 Stunden vorher an und stellen ihn zum Ruhen in den Kühlschrank.


    Tipp

    Wenn Ihnen der typische Hefegeschmack in Ihrem Gebäck zu intensiv ist, können Sie die Hefe einfach geringer dosieren. Allerdings sollte in dem Fall der Teig länger ruhen, damit er entsprechend aufgehen kann.

    Hefewasser vermehren


    Nachdem Sie etwas Hefewasser für den Teig verwendet haben, können Sie das Gefäß erneut mit lauwarmem Wasser befüllen, Zucker hinzugeben und die Trockenfrucht austauschen. So haben Sie nach wenigen Tagen ein neues Triebmittel für Ihren Teig.


    Das Hefewasser ist im Kühlschrank mehrere Monate haltbar. Wichtig ist, dass Sie es zweimal täglich schütteln und einmal am Tag das Gefäß öffnen.


    Große Aquarien, vor allem mit Warmwasserfischen sind gewaltige Stromfresser (lt. hier braucht ein 500l-Aquarium mit 28°C 1.880kWh/a). Mit Photovoltaik eher schlecht aufzufangen, da der größte Heizbedarf jahreszeitlich mit dem geringsten PV-Ertrag einhergeht.


    Ich würde auf Raumtemperatur-Besatz umstellen, die heimischen Fische sind halt nicht so bunt...und bei anhaltendem Stromausfall den Fischbesatz rausnehmen. Das Wasser stellt aber eine nicht zu unterschätzende Brauchwasser-Reserve da.


    Und wenn es alle ist, würde ich im trockengelegten Aquarium Indoor-Farming betreiben: Gemüse anbauen.


    Grüsse

    Tom

    Aktuelle Spiegel-Titelmeldung: "Vertrauliche Regierungsstudie beschreibt Corona-Szenarien für Deutschland"


    "...In einem Worst-Case-Szenario beschreiben die Wissenschaftler, was passiert, wenn der Staat gegen die Corona-Epidemie nur wenig unternimmt, etwa nur Großveranstaltungen verbietet und Reisetätigkeiten einschränkt. Infolgedessen wären bald 70 Prozent der Bevölkerung infiziert, mehr als 80 Prozent der Intensivpatienten müssten von den Krankenhäusern abgewiesen werden, die Todeszahlen in Deutschland überstiegen die Millionengrenze..."


    Wow...man liest Tomas Pueyos Artikel (oder Forendiskussionen hier und anderswo) und macht daraus eine "vertrauliche Regierungsstudie".


    Dabei pfeifen das doch die Spatzen seit Tagen von den Dächern:

    überlastetes Gesundheitssystem (als Folge von "keine Maßnahmen" und unzureichender Ausstattung) = 5% (oder mehr) Sterblichkeit

    oder

    funktionierendes Gesundheitssystem (als Folge von Eindämmungsmaßnahmen und ausreichender Ausstattung) = 0,5% Sterblichkeit.

    Und bezogen auf 2/3 Durchseuchungsquote entsprechend viele Tote. So einfach und grausam kann Logik manchmal sein. Da brauchts keine "vertrauliche Regierungsstudie" zu. Nur Einsteigerkenntnisse in Lesen, Nachdenken und Grundrechenarten.


    Grüsse

    Tom

    Soweit ich weiß, schließt man ja in einer PV lebenserhaltende Maßnahmen nicht pauschal aus (wäre nach einem Verkehrsunfall oder einer aus dem Urlaub mitgebrachten Malaria-Infektion ja auch unpraktisch), sondern z.B. nur für die Fälle

    - ich befinde mich unabwendbar im unmittelbaren Sterbeprozess

    - ich befinde mich im Endstadium einer unheilbaren, tödlich verlaufenden Krankheit

    - ich habe massive direkte oder indirekte Gehirnschädigungen erlitten [Fälle sind dann detailliert beschrieben]

    - ich bin wegen eines weit fortgeschrittenen Hirnabbauprozesses auch nicht mit Hilfestellung mehr in der Lage, Nahrung und Flüssigkeit zu mir zu nehmen


    So zumindest in dem PV-Vordruck, den ich vor mir liegen habe (C.H. Beck, ISBN 9783406717871). Ein Fall, in einer Triage-Situation zugunsten "fitterer" Patienten auf Behandlung verzichten zu wollen, müsste man schon selber formulieren.


    Grüsse

    Tom

    Ich halte es für einen Euphemismus, hier von Sterbebegleitung zu sprechen, wenn der RD ins Pflegeheim gerufen wird und dann gezielt ein Schlafmittel und Opiate verabreicht, der Patient umgehend verstirbt und der RD wieder geht. Rein technisch betrachtet, stirbt der Patient nämlich an den in der Situation verabreichten Medikamenten und nicht irgendwann am Versagen seiner Lungen. Unter Sterbebegleitung verstehe ich einen würdevollen Prozess in einem Hospiz, der sich über Tage oder Wochen hinziehen kann. Hier geht es ums aktive Einschläfern von rein aus Kapazitätsgründen nicht behandelbaren Menschen. Natürlich ist das ethisch ein Dilemma und es geschieht, um den Menschen Leid zu ersparen. Aber es ist keine (passive) Sterbebegleitung. Man könnte es als "aktive Sterbehilfe" bezeichnen, aber auch das trifft es nicht. Die Leute _wollen_ wahrscheinlich nicht sterben. Wir sollten da nicht um den Brei herum reden. Es ist schlicht grausam und ich möchte mit keinem der Diensthabenden tauschen.

    Hier ein Lagebericht über die Situation im Elsass. Die Rettungsdienste müssen Heimbewohner >80 Jahre, die beatmungspflichtig wären, töten. Kein Witz.


    "Deutsche Katastrophenärzte verfassen Alarmbericht über Straßburg

    Ihr Besuch in Straßburg im Auftrag des Innenministeriums Baden-Württembergs hat die Ärzte schockiert. Sie warnen, wie sich Deutschland vorbereiten sollte.(...)

    • Seit dem 21. März würden Patienten, die älter sind als 80 Jahre, nicht mehr beatmet. Stattdessen erfolge „Sterbebegleitung mit Opiaten und Schlafmitteln“
    • Patienten in Pflegeheimen, die älter als 80 Jahre und beatmungspflichtig wären, „erhalten eine schnelle Sterbebegleitung mit Opiaten und Schlafmittel durch den Rettungsdienst“.
    • Wegen der Krise sei die Ethikkommission berufen worden, die in jedem Einzelfall Vorgaben mache

    (...)"


    (Quelle: Tagesspiegel vom 25.03.2020)