Beiträge von tomduly

    Bei Kälte draußen übernachten ist das eine. Das geht tatsächlich mit nem guten Schlafsack und Biwaksack. Und bei strengen Frost trocknet Wäsche recht gut. Aber es macht einen Unterschied, ob man einmalig so übernachtet oder ob man Tage oder Wochen draußen (über-)leben muss. Ich war mal 5 Wochen mit dem MTB und Zelt auf Island unterwegs. Zwar im Sommer, aber im Hochland bei 10 Tagen Dauerregen kommt man auch an seine Grenzen, nämlich dann, wenn alle Klamotten, Schlafsack, Stiefel und das Zelt nass oder zumindest feucht sind. Ohne Heizung bekommt man da nichts mehr trocken. Und in einer holzfreien Steinwüste wie in Island hat man auch wenig Chancen, ein Feuerchen zu machen. Unsere "Rettung" war damals ein Zwischenstopp in einem Sommerskigebiet, wo wir uns für eine Nacht eine winzige elektrisch beheizbare Holzhütte mieteten. Nach 12h Elektroheizung am Anschlag und zwei Fenster auf Durchzug (um den Dampf rauszukriegen), war unser Equipment wieder trocken.


    Wie man aktuell im Winterhalbjahr in Zelten lebt, kann man sich von den Flüchtlingen in den Elends-Camps in Griechenland abschauen. Wer vier Europaletten ergattern kann, hat das wesentliche schon geschafft. Darauf baut er dann sein Zelt auf, dann läuft das Regenwasser bzw. der Schlamm schon mal nicht ins Zelt, sondern drunter durch. Auf die Paletten kommen im Optimalfall Holzplatten oder einige Lagen flachgemachte Pappkartons. Dann das Zelt und dadrin mehrere Lagen Wolldecken auf den Boden.


    Wichtig ist auch ein Schutz vor Zugluft, entweder durch entsprechende Aufstellung des Zelts im Schutz eines Waldrandes oder einer Mauer. Im Freien Gelände könnte man Planen senkrecht aufspannen, flattert natürlich bei Wind.

    Ein Zeltofen ist natürlich ideal, der muss aber permanent befeuert werden, weil weder das Zelt noch der Ofen Wärme speichern kann. D.h. geht der Ofen aus, ist es sofort wieder kalt.


    Als Bewohner der Schwäbischen Alb, in der es über 2.500 bekannte Höhlen gibt, würde ich mein Zelt bzw. Biwak in eine Höhle verlegen. Zumindest wenn es draußen unter 8°C hat, denn dann ist es in der Höhle, die bei uns ganzjährig konstant 8°C Innentemperatur haben, "wärmer" als draußen. Und es ist windgeschützt. Zur Not macht man sich ein Nest aus Tannenzweigen, das ist halbwegs bequem und isoliert von Felsboden.

    Mit einem Feuer am Eingang, so dass der Rauch nach oben ins Freie abzieht, bekommt man sogar etwas Strahlungswärme und kann in der Glut noch Fladenbrot backen.


    Grüsse

    Tom

    defekte Elkos:

    - PC-Mainboard (2 Stück)

    - SAT-Receiver

    - DSL-Router


    defekte Anlauf-/Motorkondensatoren

    - Elektro-Rasenmäher

    - Teichpumpe


    defekte/schlappe Akkupacks

    - Tablet

    - iPhone

    - Akkuschrauber


    ...konnten allesamt nach Tausch der betroffenen Bauteile wiederbelebt werden.


    Und noch eine Reparatur-Story:


    Im Autobereich sind die bei modernen Fahrzeugen verbauten Stellmotoren für die elektrische Parkbremse an den hinteren Bremssätteln ziemlich üble Showstopper. Im Fehlerfall macht der defekte Stellmotor die jeweilige Bremse nicht mehr auf. Das Auto ist unbeweglich und muss zur Reparatur per Kran verladen oder per Brille mit angehobener Hinterachse transportiert werden. Selbst ADAC-Techniker wissen nicht (oder bieten den Workaround bewusst nicht an), dass man den Stellmotor mit einem TX40-Schlüssel in 15min ausgebaut bekommt, dann kann man mit einem TX50 die Bremse mit zwei Fingern wieder aufdrehen und hat sofort wieder ein rollfähiges Auto, das aus eigener Kraft die nächste Werkstatt ansteuern kann (nur das permanente "ping" des Armaturenbretts wegen des Parkbremsenfehlers nervt beim Fahren mit fehlendem Stellmotor, man kann den defekten Motor auch wieder einbauen, dann blinkt es nur und pingt nicht - man darf dann nur nicht gewohnheitsmäßig die Parkbremse betätigen, sonst steht das Auto wieder unbeweglich).


    So schnell wie man den Stellmotor ausgebaut bekommt, hat man auch einen neuen eingesetzt. Ist er montiert und das Kabel wieder angeschlossen, betätigt man ein paar Mal dem Parkbremsschalter und das Steuergerät lernt den Stellmotor selbsttätig an und fährt ihn in die korrekte Position (ohne extra Werkstatt-Programmiergerät). Die Stellmotoren sind z.B. im VAG-Konzern über sämtliche Marken und Modellreihen gleich, also ein preiswertes Massenteil, das man im freien Ersatzteilhandel für knapp 100 Euro als Originalteil bekommt. Lässt man sich auf die Huckepackverladung und Werkstattreparatur a la VAG-Vorgabe ein, liegen die Kosten bei 600 Euro + Transport zur Werkstatt. Ich hab bei zwei Autos diese Stellmotoren getauscht und seither sind ein TX40 und ein TX50-Winkelschlüssel in meinem Bordwerkzeug.


    Grüsse

    Tom

    Auf Anhieb find ich keine Ladeleistung....

    Hab eine Bedienungsanleitung entdeckt...

    Zitat:

    "BATTERIEAUSWAHL

    Für eine optimale Betriebsqualität, verwenden Sie dieses Gerät mit Gel- oder bestimmten

    Säure-Batterien (Säure-Batterien, die während des Ladevorgangs 14,5 V erreichen) mit

    einer maximalen Kapazität von 100 Ah. Hersteller empfiehlt VIPOW Batterien.

    Für eine optimale Batterieauswahl benutzen Sie folgende Schätzformel:

    100 W Belastung = → 10 A Stromverbrauch für die Batterie

    Beispiel: mit 150 W Belastung und 100 Ah Batterie, geschätzte Funktionszeit ist etwa

    100 Ah/15 A ≈ (etwa) 6,5 h."


    und


    "Ladestrom Max. 10 A"

    Hallo,


    kennt jemand die"PROsinus"-Geräte der tschechischen Firma KEMOT? Oder hat schon praktische Erfahrungen damit? Das sind 230V-Sinuswechselrichter und 12V-Ladegerät in einem und dienen in Verbindung mit einer externen 12V-(Blei-)Batterie als Notstromversorgung für Heizanlagen oder als USV für Haushaltselektronik etc. So werden sie jedenfalls vom Hersteller beworben. Es gibt die Geräte in unterschiedlichen Leistungsklassen (300W-1600W) und sowohl tragbar als auch für Wandmontage. Die Umschaltzeit soll bei 4ms liegen. Preise sind erstaunlich niedrig. In den (wenigen) Bewertungen bei Amazon wird von solider, teils "klobiger" Bauweise geschrieben. Die Geräte sind wohl in Osteuropa bei wackligen Stromnetzen im Einsatz in Privathaushalten.


    Mir gefällt die Idee mit den herkömmlichen 12V-Blei-Batterien. Speziell für ein Blackoutszenario. Denn dieser Batterietyp ist doch sehr verbreitet und einigermaßen anspruchslos.


    Die von Goalzero ausgelöste Entwicklung bei den PowerStations zu All-in-One-Geräten mit integriertem Solar-Laderegler und Lithium-Akkus ist spannend, bei den kleineren Geräten habe ich aber Bedenken, ob man mit der verbauten Akku-Kapazität um die 150Wh weit kommt (was 230V betrifft). Und ausgewachsene professionelle Lösungen wie das B&W Energycase 1200Wh kosten derzeit noch richtig Geld. Interessant wäre ein Ansatz, der mit auswechselbaren Fahrrad-Akkus arbeitet. Da sind Kapazitäten von 500-700Wh mittlerweile üblich.

    Bei Li-Akku-Geräten sollte man zusätzlich darauf achten, dass LiFePo-Zellen verwendet werden, denn herkömmliche LiIonen-Zellen haben zwar eine höhere Energiedichte, sind aber deutlich kälte- und hitzeempfindlicher, da ist bei Frost nix mehr zu wollen, weder laden noch entladen. Und auch bei Temperaturen über 40°C ist bei LiIon-Schluß, während LiFePo im Bereich von -40...+60°C arbeiten. Vgl. angehängtes Datenblatt vom B&W Energycase.


    Grüsse
    Tom

    Ja, stimmt. Und dennoch basieren die schönen Android "convinient" Klicki-Bunt Buttons auf Linux. Da müsste sich doch "irgendwie" eine Anwendung finden lassen, wie man Schülern auf spassige Weise paxisorinetierte Computertechnik am Beispiel von Linux beibringen kann.

    Was man beim allgemeinen Wehklagen über die nur an der bequemen Technikanwendung interessierte Jugend von heute allzugerne übersieht: die Unternehmen, die diese Convenience-Technik entwickeln und anbieten, sind jung, verdammt jung. Mark Zuckerberg ist Jahrgang 1985. Google LLC ist 1998 gegründet worden, heute gehalten durch Alphabet (gegründet 2015). Der CEO von Alphabet, quasi der Kopf von Google, ist Sindar Pichai, mit Jahrgang 1972 auch noch kein Rentner.

    Eine der führenden KI-Forscherinnen ist Chelsea Finn an der Stanford University. Hat 2018 ihren Ph.D. gemacht und hat nun eine Professur inne. Sie ist mittlerweile 26. Oder Julian Schrittweiser, 25, der Programmierer, der dem Computer mittel KI-algorithmen Go beigebracht hat, was dazu geführt hat, dass der Go-Großmeister nach mehreren Niederlagen gegen AlphaGo aufgegeben hat und nicht mehr gegen Computer spielt.


    Usw. Es ist bei weitem nicht die Generation 50+, die unsere Technologien vorantreibt. Das Problem ist eher, dass die Macht- und Geldelite "alt" ist.

    Mich stört es nicht, wenn von 10.000 Kids nur 100 zu Technologie-Ingenieuren oder Naturwissenschaftlern werden und der Rest mit der modernen Technik "nur" umgehen kann. Mich stört es aber um so mehr, wenn die Alten den Jungen Zugang zu zeitgemäßer Bildung schlichtweg verweigern.


    Nur ein Beispiel: in Baden-Württemberg ("dem Land der Tüftler") wurde der Pflicht-Informatikunterricht an den Schulen vor einigen Jahren abgeschafft. Das muss man sich mal klar machen. Stattdessen schob man dann irgendwann Nebenfächer mit den schönen Bezeichnungen "Medienkunde" oder "Tastaturtraining" (kein Witz, hat unser Junior am Gymnasium beides als Fach).


    Ich erwarte auch nicht, dass man an allgemeinbildenden Schulen Programmieren in C oder C++ als Pflichtfach einführt. Aber eine Python-Umgebung einrichten und in Google Colab mal ein paar neuronale Netze trainieren (meinetwegen auf Katzenbilder im Web), sollte man in Klasse 12 an einem Gymnasium mal gemacht haben. Tut nicht weh, kostet kein Geld - geht alles komplett online und ist in 10 Unterrichtseinheiten mit Erfolgserlebnis vermittelbar. Meine Bachelor-Studenten aus Indien kommen mit diesem Handwerkszeug schon nach Deutschland.


    Die Lehrkräfte an unseren Schulen ticken aber noch so: "Ich hab das und das im Studium vor 5 oder 10 oder 20 Jahren gelernt und das vermittle ich jetzt, nicht mehr und nicht weniger. Für neue Sachverhalte müsste ich Fortbildungen belegen, dafür fehle ich dann aber im Unterricht, weil in der Freizeit mache ich das nicht."

    Und weil Lehrermangel herrscht, herrscht auch Fortbildungsmangel, ganz einfach. Und selbst wenn Lehrer zu Fortbildungen gehen, dann sind die dort vermittelten Inhalte auch schon mindestens 5 Jahre alt. Das ist beim aktuellen Innovationstempo leider viel zu langsam.


    Bestes Beispiel KI: vor 5 Jahren brauchte man noch einen vollwertigen leistungsstarken Rechner, um z.B. Videodaten in Echtzeit auf Muster (Gesichter, Autokennzeichen) oder Audio-Streams auf Muster (Spracherkennung, Identifizierung) zu untersuchen - Investition 500 Euro oder mehr für die Hardware, dazu die Software und eine Kamera. Heute, Ende 2019, bekomme ich ein System, das genau das leistet, im Taschenformat und für 25 Euro - aus China, sogar der KI-Chip wurde dort entwickelt.


    China hat im Moment den Vorteil, dass es einfach mehr junge Menschen hat, als wir im alten Europa. Und diese Jungen (bei uns und in China) wachsen mit den aktuellen Technologien auf. Und wenn nur 1% jedes Geburtsjahrgangs sind, die technikaffin sind und einen Ingenieur- oder Naturwissenschaftler-Beruf ergreifen, dann sind das halt bei 5 Mio. Geburten in EU und 15 Mio. Geburten in China pro Jahr 50.000 gegen 150.000 Nachwuchs-Techniker. Und wenn man es auf D alleine runterbricht, mit 700.000 Geburten/Jahr entsprechend 7.000 gegenüber 150.000 oder 21x mehr chinesische Tech-Kids pro Jahr.


    Europa muss Tempo in seine Bildungssysteme reinbringen.


    Grüsse

    Tom

    Hallo,


    das Stichwort heisst "Vorratsschutz". Es gibt eine Liste mit zugelassenen Insektiziden, die bei der Ein- und Umlagerung sowie bei der Lagerung verwendet werden dürfen. Im wesentlichen Pyrethrine (kombiniert mit Piperonylbutoxid als Wirkungsverstärker) und Kieselgur. Die Stoffe sind alle auch im ökologischen Anbau zugelassen. Das aus der Pyrethrum-Pflanze gewonnene Pyrethrine nutzt man auch in Anti-Moskito-Produkten. Der Wirkstoff ist nicht lichtstabil und zerfällt unter Tageslicht rasch.


    Amtliche Infos für D, welche Mittel wann und wie anzuwenden sind, findet man bei den zuständigen Stellen der Regierungspräsidien. Hier z.B. beim Pflanzenschutzdienst vom RP Giessen.


    Grüsse

    Tom

    Wir haben bei unserem Pfingsturlaub in einer quasi stromlosen Selbstversorgerhütte letztes Jahr gute Erfahrungen mit einem 40W-Faltmodul und einr 10.000mAh Powerbank gemacht. Es galt 3 Smartphones und ein Tablet zu versorgen.

    Das Solarmodul ist schon etwas älter (war mal beim Auto-Tuning-Teile-Händler D&W im Angebot und wurde dort sehr günstig abverkauft) und liefert 13...14V an einer Zigarettenanzünderbuchse. Damit kann man eine Autobatterie direkt laden, bei strahlendem Wetter funktioniert sogar eine thermoelektrische Kühlbox direkt am Solarmodul.

    In die 12V-Buchse des Solarmoduls stöpselte ich einen USB-5V-Autoadapter und lud damit tagsüber die USB-Powerbank. Über Nacht hingen dann 1-2 Geräte an der Powerbank zum Laden dran. War die Powerbank voll, konnten wir natürlich die Handys auch direkt am Modul (über den USB-Autoadapter) laden. Fürs Laden von AA- und AAA-Akkus nehme ich ein Ultraschnell-Ladegerät von Ansmann (DigiSpeed 4). Das hat ein Kühlgebläse für die Akkus und lädt mit 1.700 (AA) bzw. 750mA (AAA) - d.h. die Akkus sind in 1h wieder voll. Das ist zwar auf Dauer nicht förderlich für eine lange Akkulebensdauer, aber es passt gut zu der Verfügbarkeit von Solarstrom, wenn man outdoor unterwegs ist. Da kann man auch bei Aprilwetter eine kurze Sonnenphase effektiv nutzen und bekommt die Akkus z.B. in einer Ruhepause beim Wandern wieder voll.


    Brunnen.jpg Stromtankstelle.jpg 40W-12V-Faltmodul-mit-Akkulader_detail.jpg


    Ich habe auch noch ein kleineres 10W-Faltmodul, das eine USB-Buchse besitzt. Hier ist das Problem, dass der direkt verfügbare Ladestrom selbst bei idealer Ausrichtung und voller Sonne für die meisten Smartphones zu niedrig ist und sie gar nicht anfangen zu laden, sondern eine Fehlermeldung anzeigen. Man ist also gezwungen, zuerst eine Powerbank zu laden und selbst da dauert es, weil das "10W"-Modul effektiv nur 500mA (mit einem USB-Powermeter-Zwischenstück gemessenen) Strom an der 5V-Buchse liefert, wenn es in der Sonne liegt. Und sobald die Sonne weiterwandert und der Ausrichtungswinkel nicht mehr perfekt ist, bricht die Leistung völlig ein. Man ist also gezwungen, das kleine Faltmodul ständig manuell der Sonne nachzuführen. Das ist aber nicht praktikabel, vor allem Outdoor, wo man tagsüber anderes zu tun hat, als ein Modul zu betreuen. Das muss einfach funktionieren und liefern, wenn man es irgendwo aufhängt oder hinlegt. Und das geht nur mit entsprechender Überdimensionierung.


    Insofern gilt der Hubraum-Spruch sinngemäß bei Solarmodulen auch: Modulleistung ist durch nichts zu ersetzen, ausser durch mehr Modulleistung.


    Will man eine größere 12V- oder 24V-Batteriebank laden und Verbraucher wie in einem Wohnmobil betreiben, kommt man um eine Modulleistung von 200Wp oder mehr nicht herum, wenn das ganze halbwegs unbeaufsichtigt und zuverlässig funktionieren soll.


    Für den Winterbetrieb muss man die Modulleistung gegenüber Sommerwetter mindestens verzehnfachen, will man die gleiche Strommenge "ernten".


    Grüsse

    Tom

    Musste heute aus anderen Gründen auch nochmal in die Stadt und konnte das Schauspiel auch bestaunen. Schon irre, wie sich die Massen da über die Supermarktparkplätze wälzen. Zum Glück haben wir einen festen Einkaufsrhythmus, zum Supermarkt oder Discounter geht es maximal 1x im Monat. Frisches bekommen wir bei uns zum Glück noch im Dorf beim Metzger, Bäcker und im Dorfladen. Ebenso Getränke und Mehl gibts im Nachbarort im Mühlenladen. Ohne Parkplatzchaos. Beim Bäcker haben wir ein Brötchenabo, d.h. samstags ist die Tüte mit Brezeln/Brötchen und ein Brot vorgepack, wir brauchen es nur noch abholen. Geniale Sache, nutzen gefühlt 80% der Kunden. Dadurch geht das Einkaufen fix im kleine Lade, auch bei viel Andrang. Beim Metzger nutzen wir vor Festtagen die Möglichkeit der Vorbestellung und dann ist auch da schnell eingekauft (ok, die gesparte Zeit geht dann mit dem einen oder anderen Schwatz im Laden wieder drauf...).


    Grüsse

    Tom

    Bei komplexen technischen Anlagen geht manchmal nichts ohne das Know-how der Firmen, die Anlagenteile oder MSR-Technik geliefert haben. Das ist nicht wie bei einem Kopiergerät, für das man einen Wartungsvertrag hat und wenn die Wartungsfirma streikt, holt man sich eben einen anderen Techniker oder gleich ein anderes Kopiergerät. Bei speziellen Anlagen gibt es oft nur einzelne Anbieter weltweit.

    Lasst doch das politisieren...


    Der HIntergrund der Sorge vor Benzinknappheit ist offenbar, der dass die Erdölraffinerie von PCK in Schwedt durch Steuerungssysteme einer US-Firma gesteuert wird und diese Firma auch für die Wartung auf der Raffinerie zuständig ist.


    "Ein namhaftes US-Unternehmen, das die Leitzentrale des Werks mitgeplant und gebaut hat und die Anlagen wartet, hat Rosneft mitgeteilt, es werde die Leistungen einstellen, sollten die US-Sanktionen in den kommenden Wochen tatsächlich in Kraft treten. Die Raffinerie, die jeden Tag genügend Treibstoff herstellt, um 250.000 Autos, 60.000 Laster oder 50 Flugzeuge zu betanken, wäre dann nicht mehr zu steuern." (Quelle)


    Grüsse

    Tom

    In einem aktuellen Spiegel-Artikel über die nun von den USA beschlossenen Sanktionen gegen die am Bau der Ostsee-Pipeline Nordstream2 beteiligten Akteure steht ein bemerkenswerter Satz:

    "Die Sanktionen könnten die Fertigstellung des Projekts zumindest verzögern. Zudem könnten weitere US-Maßnahmen auch zu Benzinknappheit in Deutschland führen."


    Hintergrund dürfte sein, dass neben Gazprom aus Russland die europäischen Öl- und Gaskonzerne Wintershall-Dea, OMV, Royal Dutch Shell und Engie am Pipelineprojekt beteiligt sind. Wenn das Embargo auf diese Unternehmen ausgeweitet wird, könnte das entsprechende Auswirkungen haben.


    Grüsse

    Tom

    Das Thema Rüstung ist ein sehr weites Feld. Als erstes muss man sich klar machen, wozu man welches Waffensystem haben möchte.

    Will man...

    ...US-amerikanische Militäreinsätze im Stil der 1990er übernehmen (weil Trump kein Lust mehr hat auf US-Einsätze überall auf der Welt)?

    ...klassische Landesverteidigung a la Schweiz betreiben?

    ...vorbeugend intervenieren a la "Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt"?

    ...ein einsickern bewaffneter Kräfte ohne Hoheitsabzeichen a la Krim/Donbass verhindern?

    ...im Notfall Landsleute weltweit aus einer Krisenregion herausholen können?

    ...will man ein besseres Waffensystem haben, als potenzielle Gegner, um diese dadurch von Angriffen abhalten zu können (Prinzip der nuklearen Abschreckung)?


    Flugzeugträger braucht man nur, wenn man "US-Weltpolizist" spielen will wie Bush&Co. Das verschlingt gigantische Summen an Geld und bringt militärisch relativ wenig. Die Kampfjets, die man von Carriern aus starten kann, können nur "Nadelstiche" setzen. Die effektivste Waffe im Golfkriegen (Desert Storm) waren die B52-Bomber, die man in Schwärmen von mehreren Dutzend eingesetzt hatte und die eine Bombenlast von über 31t über 7.000km mitführen können, während das typische Trägerflugzeug, eine F/A-18, 7t über gerade mal 500km Einsatzreichweite transportieren kann. Zitat: "Sie [die B52] unternahmen drei Prozent aller Lufteinsätze dieses Krieges, warfen aber 30 Prozent der gesamten Bombenmasse ab. Es gab keine Verluste durch feindliche Einwirkung."

    Frankreich ist nur deshalb offen für eine deutsche Beteiligung an einem Flugzeugträger, weil man damit die irren Kosten teilen kann.


    Landesverteidigung mit Befestigungsanlagen, Bunkern, Strassensperren und so weiter geht von einem infanteristischen Angriffsszenario aus. Eine Abwehr von luftgestützten Angriffen, Raketen oder Angriffen auf technische Infrastrukturen ist damit aber nicht möglich und der Abschreckungseffekt ist auch eher mau.


    Vorbeugende Kampfeinsätze wie in Afghanistan sind auf lange Sicht wirkungslos, wie man aktuell beobachten kann. Die ehemals befriedeten Gebiete, in denen man nebenbei Brunnen gebohrt und Mädchenschulen eingerichtet hat, sind wieder Kampfzone und auf dem Stand von vor 15 Jahren. Hätte man sich sparen können.


    Die Abwehr einer ungefragt ins Land kommenden "Minderheitenschutzmacht" wie in der Ostukraine kann ein ernstzunehmendes Thema sein. Besonders, wenn diese Schutzmacht zur Einschätzung gelangt, dass sie in militärisch schwachen Ländern wie dem Baltikum ihren Minderheitenschutz ebenfalls anbieten muss und dabei nur ein geringes Risiko eingeht (Stichwort Abschreckung). Übrigens sollte man diesbezüglich auch China im Auge behalten: neben großzügigen Infrastrukturprojekten in Afrika und Osteuropa/Balkan baut China mittlerweile systematisch eigene (Polizei-)Einheiten auf, die im Ausland aktiv sind (z.B. in Serbien).


    Die Evakuierung eigener Landsleute aus fremden Krisenregionen ist eine Aufgabe, die z.B. Deutschland bislang nicht leisten konnte, weil schlicht die Flugzeuge dazu fehlten. MIt dem A400M ist das jetzt anders. Mit 37t Zuladung und über 6.000km Reichweite (bei 20t Zuladung) und 53 Maschinen (Zulauf bis 2026) hat die Bundwehr inzwischen außerdem eine respektable eigene Lufttransportfähigkeit auch mit Blick auf schnell verlegbare Interventionskräfte (Stichwort Baltikum-Abschreckung).


    Bleibt das "bessere Waffensystem". Die militärische Ultima Ratio sind seit über 70 Jahren Atomwaffen. Wer sie hat, wird von den anderen nicht angegriffen. Neben den "Großmächten" auch Israel, Pakistan, Indien, Nordkorea und evtl. Iran. Die "deutsche Atombombe" wird derzeit, wegen Trumps Anti-NATO-Kurs, wieder salonfähig. Technisch wäre der Bau kein Problem. Das radioaktive Material wäre auch verfügbar. Billiger als eine Eigenentwicklung wären französische Atomwaffen, auch hier kämpft Frankreich mit den Kosten und wäre vermutlich für eine Kooperation zu haben.

    In naher Zukunft werden autonome Waffensysteme auf Drohnenbasis eine größere Rolle spielen. Sie sind hoch beweglich und haben mindestens die selbe Feuerkraft wie ein menschlicher Infanterist, kombiniert mit der Reichweite und Schnelligkeit eines Flugzeugs, sind billiger und können, einmal mit einem Auftrag ausgestattet, sich selbst überlassen werden. Eine Verbindung zu einer Basis ist nicht nötig, wie das bei den derzeitigen ferngesteuerten Kleinflugzeugen der Fall ist.

    Airbus arbeitet am System FCAS, das neben einem Kampfflugzeug (als Mutterschiff) noch einen Schwarm bewaffneter (großer) Drohnen umfasst.


    Grüsse
    Tom

    Hallo,

    PapaB : auch von meiner Seite "Gute Besserung"

    Frei nach dem Hausärzte-Motto "Die Erkältung kommt zwei Tage, bleibt zwei Tage, geht zwei Tage" hilft bei derartigen infekten eigentlich nur Aussitzen. Medikamente lindern nur die Symptome, da es sich um Virusinfektionen handelt, kann man auch nichts mit Antibiotika erreichen (evtl. muss man damit später - bei schwerem Verlauf - die in Folge möglicherweise auftretenden bakteriellen Entzündungen bekämpfen).

    Was immer noch am besten hilft: Bettruhe, Wadenwickel, genügend Flüssigkeitszufuhr, ab und zu mal an die frische Luft, dann wieder hinlegen. Das menschliche Immunsystem hat schon eine Menge drauf, Fiebersenker, Schleimlöser etc. sind da manchmal eher kontraproduktiv.


    Als (noch) nicht angesteckter Mitbewohner gilt: Hygiene! Händewaschen! Separate Handtücher!


    Am besten ein Waschbecken/WC/Badezimmer für den/die Kranken und ein separates für die Gesunden.

    Benutztes Patientengeschirr vom Geschirr Gesunder getrennt abspülen und lagern. Spülmaschine bei 60°C

    Vor und nach dem Kontakt mit einem Erkrankten immer Hände waschen, desinfizieren. Während des Umgangs mit dem Patienten die eigenen Finger unter Kontrolle halten (z.B. nicht im eigenen Gesicht herumfingern - Auge, Nase, Mund sind ideale Eintrittspforten für Keime.

    DAs personal in Arztpraxen ist täglich einer Vielzahl von infizierten Patienten ausgesetzt und schafft es in der Regel, selber unbeschadet zu bleiben - vor allem weil sie die Hygiene-Grundregeln beachten. Das ist im familiären Umfeld nicht immer einfach, sollte aber im eigenen Interesse strikt beachtet werden. Und wenn es nur die Folgeansteckungen im Haushalt zeitlich staffelt und nicht alle gleichzeitig flach liegen.


    Grüsse

    Tom

    Aprilregen : dann sei froh, wenn es dich bislang nicht betroffen hat.


    Bei uns war die Lage z.B. am 28. Juli 2013 nach 15min Hagel so:

    "Von Sonntag, 28.07.2013, bis Dienstag, 30.07.2013, gingen bei der Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst über 10.900 Notrufe ein.

    Daraus wurden über 6.000 Einsatzmeldungen generiert und an die Feuerwehren im Landkreis bzw. an die Abschnittsführungsstellen in den Feuerwehrhäusern in den Stadtbezirken weitergeleitet. 2.534 Einsatzaufträge mussten in der Stadt Reutlingen generiert, angefahren und bearbeitet werden.

    (...)

    In der Stadt Reutlingen waren über 8 Tage rund 2.460 Einsatzkräfte mit über 530 Fahrzeugen eingesetzt.Es wurden folgende Materialien beschafft und an den Einsatzstellen verbaut:

    160.000 m² Folien31.000 m Dachlatten

    1.400 kg Nägel30.000 m Klebeband"


    Das ist Extremwetter.


    Grüsse

    Tom

    Hallo,


    nachdem wir in den letzten Jahren mit einem Jahrhundert-Hagelsturm, zwei Extremregen-Ereignissen innerhalb von 14 Tagen (jeweils liefen bei einem knappen Dutzend Häuser die Keller voll - auf der Alb in 800m Höhe ein Novum), einem weiteren kräftigen Hagelunwetter und in diesem Januar mit 90cm Nassschnee innerhalb von 3 Tagen konfrontiert wurden, sieht unsere persönliche Vorsorge für Haus& Hof so aus:

    - starke Tauchpumpe mit C-Schlauchanschluss + Schläuche

    - Benzinmotorpumpe mit C-Anschluss, denn bei den beiden Regenereignissen wurde im betroffenen Wohngebiet der Strom abgestellt - unsere 3 Feuerwehrfahrzeuge und ein weiteres im Rahmen der Überlandhilfe konnten die Einstzstellen nur nacheinander abarbeiten.

    - 12 Plexiglasplatten fertig auf Dachfenstermaße zugeschnitten (bei 12 Dachfenstern wäre mir im Hagelfall zuviel "Loch" im Dach). Die werden im Fall des Falles mit Silikon o.ä. von außen auf die Flügel der Dachfenster geklebt. Nach dem Reutlinger Hagelsturm dauerte es teilweise ein knappes Jahr, bis alle Dächer wieder hergestellt waren, weil einfach zuviele Baustellen gleichzeitig da waren.

    - 200l Diesel, 20l Benzin sowieso

    - Lebensmittel&Trinkwasservorräte sowieso

    - Gaskocher, LED-Laternen, BAtterie-Radios, CB-Funkgeräte sowieso

    - für etwaige Arbeiten auf Dächern zwei Sätze Höhensicherung (Klettergurt, Fall-/Seilbremse, Seile)

    - eigene Schneefräse gewartet und einsatzbereit (sowieso), "Patenschaft" für die Schneefräse der Nachbarin übernommen.

    - Schneeketten vorhanden und im Winterhalbjahr immer gute Winterreifen auf den Autos drauf.


    Grüsse

    Tom

    auf welche Art und Weise die Bevölkerung darunter leiden könnte?

    Kein Strom & keine Kommunikation - dadurch: keine Finanztransaktionen (Kartenzahlung, Geldautomaten), keinInternet (für die Jugend: kein Snapchat, Insta, Tiktok), kein Onlineshopping, keine Medikamentenversorgung für Apotheken und Krankenhäuser, kein Bahnverkehr, keine Belieferung der Lebensmittelläden, keine Kraftstoffe, keine Verkehrsleitstysteme (Ampeln), gesperrte Tunnels, kein Leitungswasser. Nach einer Woche Probleme bei Atomkraftwerken (Kühlung der Abklingbecken).


    Die Nato hats im Serbienkrieg vorgemacht: Grafitpulverbomben auf Umspannwerke zur Abschaltung der Stromversorgung.

    Heute käme noch hinzu: (Zer-)Störung der militärischen und zivilen Kommunikationsinfrastruktur (Satelliten, Datenknoten wie DE-CIX). Abschaltung von Mobilfunknetzen, IoT-Systemen (Smart Home, Smart Production, Smart X).


    Grüsse

    Tom

    Erstaunlich konkret ist ja diese Aussage "Das THW bekommt 33,5 Millionen Euro für die Anschaffung von 670 „50 kVA-Notstromaggregaten“ – zur Ausrüstung der Ortsverbände in Deutschland." - das wäre ja eine Verzehnfachung des momentanen Bestandes an NEAs beim THW. Immerhin. Hoffentlich denkt man auch an die Verzehnfachung der dafür nötigen Kraftstoffbestände.


    Grüsse

    Tom


    P.S. Dass das Kürzel THW mit einem Link hinterlegt ist, stammt nicht von mir, das macht die Forensoftware, warum auch immer. Hilfreich ist es nicht,

    Rauchen schadet halt der Gesundheit...


    Der Fehler war wohl, dass die Schiebetüre in der Cafeteria nicht auch von Innen abgeschaltet war, bzw. der Cafeteriea-Bereich außerhalb der Betriebszeit überhaupt zugänglich ist. Dass so eine Nebentür nachts von außen nicht aufgeht, ist sinnvoll und richtig. Keiner will im Nachtdienst ungebetene Besucher im Haus haben, nachts kommt man eigentlich nur über die Pforte rein und da auch erst, wenn der Pförtner den Türöffner betätigt hat. Evtl. gab es auf der Terrasse eine "Schwesternklingel" irgendwo?

    Hallo consuli,


    Wie soll so ein Beweis aussehen, dass Du ihn akzeptierst? Kommunikationsnetze sind extrem vielschichtig und komplex. In Datacentern ist es üblich, diverse Tätigkeiten an Dienstleister auszulagern, die wiederum aus der Ferne auf die Datenströme zugreifen. Es ist ziemlich unübersichtlich, wer zu welchem Zweck Daten hin und her schickt. Dazu kommt, dass die Hersteller von Netzwerktechnik wie Switches eigene Wartungszugänge haben, um z.B. Firmwarepatches aufspielen zu können, diese Fernwartungszugänge sind in der Regel herstellerspezifisch und nicht vollständig offengelegt. D.h. die vollständige Prüfung eines Mobilfunksystems auf "Datendichtheit" dürfte heute gar nicht mehr möglich sein. Und vor allem, wer soll es prüfen? Welcher Prüfinstanz kann ich das zutrauen und vor allem vertrauen? Ohne spezeilles Know-how der Hersteller der Anlagenkomponenten geht da gar nichts.


    Ich weiss nicht, wie tief Du in der Thematik "Mobilfunknetze" drin steckst. In IT-Sicherheitskreisen ist es kein Geheimnis, dass die Netzwerktechnik für Mobilfunknetze (und fürs Internet genauso) von den Herstellern so ausgelegt ist, dass staatliche Stellen des Landes, in dem die Technik ausgerollt wird, den Zugriff auf die Daten bekommen, den sie wünschen. Das ist normalerweise in jedem Land sogar durch Gesetze und Verwaltungsvorschriften geregelt. So hängt der BND ganz offiziell am DE-CIX-Knoten in Frankfurt mit dran und leitet Daten routinemäßig aus, auch wenn der Betreiber so tut, als würde ihm das nicht passen. Ericsson wurde mal dafür kritisiert, dass sie den Machthabern im Iran technischen Zugriff auf die Daten der Netzteilnehmer in iranischen Mobilfunknetzen ermöglicht haben, die dem Staat Menschenrechtsverletzungen ermöglicht haben.

    Technisch ist ein Zugriff auf die Daten auf allen Ebenen sowieso möglich, da es in Mobilfunknetzen keine echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gibt, die der Nutzer solcher Netze an seinem Endgerät anwenden und vor allem selber komplett kontrollieren kann.


    Es wäre reichlich naiv, zu glauben, dass ein chinesischer Konzern wie Huawei, der in seinem Land per Gesetz zur Zusammenarbeit mit den eigenen Geheimdiensten verpflichtet ist, sich aus alldem heraus hält und in anderen Ländern nur neutrale saubere Netzwerktechnik installiert.


    Ein Beispiel:

    China hat der Organisation "Afrikanische Union" ein neues Gebäude mit allem drum und dran gestiftet, inkl Fernwartung der dort installierten IT-Technik von China aus bzw. einem umfangreich verwanzten Gebäude.


    Grüsse

    Tom

    Hallo consuli,


    nur zwei Beispiele für ungefragte Kommunikation von bei uns verkauften Produkten mit Servern in China aus diesem Jahr


    "Die chinesische Firma Tuya stellt Hausautomationsprodukte mit Cloud-Steuerung per App her. Die Geräte landen aber nicht nur unter dem Markennamen "Tuya" im Handel. Der Hersteller bietet anderen Unternehmen für nur 1500 US-Dollar an, die Produkte unter eigenem Label inklusive App zu vertreiben. Daher sind auch in Deutschland viele Tuya-Produkte wie Schaltsteckdosen und Steckleisten im Umlauf: Im Onlinehandel, beim Discounter und im Baumarkt: Oft ist Tuya drin, wenn "WLAN" und "Smart Home" draufstehen. Weltweit sind es laut eigenen Angaben rund 11.000 unterschiedliche Geräte.

    Auf der Platine im Inneren findet sich nicht selten der Mikrocontroller ESP8266 von Espressif. Er stellt eine Verbindung mit dem WLAN her und kommuniziert darüber mit der Tuya-Cloud. In einer App kann der Anwender das Gerät steuern – natürlich nicht direkt, sondern mit einem Umweg durch die Cloud, also über Server von Tuya. Eine Weboberfläche, die eigentlich den Unternehmen vorbehalten ist, die das Gerät bei Tuya fertigen lassen, zeigt, dass Tuya nicht besonders sparsam beim Datensammeln vorgeht. Der Hersteller speichert unnötigerweise den genauen Standort des IoT-Geräts (via Smartphone-GPS bei der Einrichtung ermittelt) und wann es beispielsweise ein- oder ausgeschaltet wurde." (Quelle: heise-Artikel vom 23. Januar 2019)


    und


    "Das chinesische Unternehmen Orvibo stellt von Designer-Steckdosen bis hin zu Sicherheitssystemen mit IP-Videokameras über hundert Smart-Home-Geräte her. Mit der Sicherheit nimmt es das Unternehmen allerdings selbst nicht so genau: Die Sicherheitsforscher Noam Rotem und Ran Locar entdeckten laut dem Magazin Forbes eine ungeschützte Datenbank mit zwei Milliarden Einträgen im Internet. Darin waren massenhaft persönliche Daten von Orvibos Kunden zu finden - und der Zugang zu Millionen Smart-Home-Geräten.

    Die Sicherheitsforscher konnten ohne jeglichen Passwortschutz auf die Elasticsearch-Datenbank zugreifen. Diese enthielt neben E-Mail-Adressen, Nutzernamen und Passwörten auch die Account-Reset-Codes. Die Passwörter und Reset-Codes lagen zwar nur gehasht vor, allerdings wurde das alte Verfahren MD5 verwendet, das leicht umgangen werden kann. Angreifer hätten mit den Daten problemlos die Kundenkonten übernehmen und die Kunden durch eine Änderung der Daten dauerhaft aussperren können.

    Mit dem Kontozugang hätten Angreifer auch auf die hinterlegten Smart-Home-Geräte zugreifen können, darunter die Bilder von Überwachungskameras, schreiben die Sicherheitsforscher. Auch hätten sich Orvibos smarte Türschlüsser öffnen lassen. Die Datenbank lieferte zudem die genauen Standortdaten des Gerätes sowie den Familiennamen des Nutzers, was einen Einbruch deutlich erleichtert hätte." (Quelle: golem-Artikel vom 5. Juli 2019)


    usw usf.


    Eine Meldung vom 26. November 2019: "Unsichere Tracking-Smartwatch: Angreifer könnten Tausende Kinder stalken"


    Grüsse

    Tom