Beiträge von tomduly

    Das ist aber auch wieder so ein "autozentrisches" Denken. Panzer sollen ja eigentlich nicht dutzendweise hunderte Kilometer über Straßen gezerrt werden. Dafür gibts die Bahn. Wie man nun die Panzerbattalione am schlauesten verteilt, müssen die Militärstrategen dann ausknobeln.

    Und wenn 40tonner im 50m Abstand mit Tempo 60 über eine marode Autobahnbrücke fahren dürfen, dann sollte es für einen 60t-Panzer auf einem Tieflader auch noch reichen, notfalls fährt man halt einzeln drüber.

    Schaue ich mir inflationsbereinigt die Kosten für eine PV-Anlage an so hat der gewonnen der gewartet hat weil der Kram immer billiger wurde/wird. Betrachte ich Wärmepumpen mit der jeweiligen Effizienz von früher zu heute auch beim Preis inflabereinigt so gewinnen auch die Wartenden. Das Problem gerade bei grüner Energie ist, das hier ideologisch argumentiert wird und Umsetzungszwang gerne ob eines übergeordneten Ziels akzeptiert werden soll. So funktioniert der Markt aber nicht.

    Die Komponenten für PV-Anlagen sind mindestens 10 Jahren so preiswert geworden, dass es sich für einen Hausbesitzer spätestens schon damals "gelohnt" hat, in eine PV-Anlage zum Eigenverbrauch zu investieren, ohne überhaupt irgendwelche Einspeisevergütungen zu brauchen. Und mit der Einspeisevergütung rechnete es sich allemal.


    2012 lag der durchschnittliche Strompreis in D bei knapp 26 Cent/kWh und ist seither nur gestiegen. Wenn ich bei einer PV-Anlage konservativ eine durchschnittliche Sonnenscheindauer von 1.000h/a ansetze (letztes Jahr waren es in BaWü ca. 2.500h), dann kann ich je kWp Anlagenleistung 1.000kWh pro Jahr produzieren. Bei einem konservativ gerechneten Eigenverbrauchsanteil (ohne Speicher) von 30% kann ich also 300kWh pro kWp und Jahr selbst erzeugen und verbrauchen. Bei einem Haushaltsverbrauch von 2.B. 3.000kWh im Jahr mit 30% Eigenverbrauchsanteil wären das 900kWh, die aus der eigenen PV-Anlage bezogen werden können. Die muss dazu eine Nennleistung von 3kWp haben. Das hat 2012 rund 6.000€ einmalige Investition gekostet. Rechne ich nur die 900kWh jährliche Eigenerzugung als eingesparten Strombezug in Höhe von 900kWh x 26 Cent/kWh = 234€ dann sind die 6.000€ Investition in 25,6 Jahren amortisiert. Da der Strompreis im Mittel in den letzten 10 Jahren aber eher bei 31Cent lag, verkürzt sich die Amortisation allein über den Eigenverbrauch auf 21,5 Jahre.


    Setze ich nun die durchschnittliche Einspeisevergütung seit 2012 mit 15 Cent/kWh und die jährliche Einspeisung (70% von 3.000kWh) mit 2.100kWh an, bekam ich pro Jahr im Mittel noch 315€ Einspeisevergütung dazu. Also ergibt sich im Mittel ein finanzieller Vorteil von 279€ eingespartem Strombezug und 315€ Einspeisegvergütung = 594€. Damit amortisiert sich die 6.000€-Investition schon in 10 Jahren. Bei einer projektierten Lebensdauer der PV-Anlage von 25-30 Jahren.


    Es ist daher eher so, dass die Leute aus "ideologischer Abwehrhaltung" heraus auf eine finanziell attraktive Eigenstromproduktion verzichtet haben. Oder aus reiner Bequemlichkeit. Es gibt heute immer noch Leute, die glauben, eine PV-Anlage im Bereich 4-10kWp würde mindestens 30.000€ kosten und sich "deshalb niemals lohnen".


    Von daher waren die Randbedingungen für den Betrieb privater PV-Anlagen auch schon in den letzten 10 Jahren durchaus gegeben.


    Was den Vorwurf der ideologischen Argumentation bei "grüner Energie" angeht: ich weiss nicht, ob man die Folgen des Klimawandels als Ideologie bezeichnen kann. Es sei denn, man zählt sich zu den Klima"skeptikern", die entweder behaupten, es gäbe ihn nicht (gibt es eigentlich auch Erdbebenleugner?) oder die die Folgen reflexartig bagatellisieren ("ganz normale Schwankungen, gab es immer schon, hat nichts mit dem Mensch zu tun").


    Die Dekarbonisierung der menschgemachten Energieprozesse ist aus wissenschaftlicher Sicht alternativlos. Das ist nicht über "stimme zu"/"stimme nicht zu" lösbar. Wir können natürlich klimaskeptische Politiker wählen oder welche, die das Thema ernst nehmen. Aber es ändert nichts daran, dass wir das Problem des menschgemachten Klimawandels haben.


    Um die Kurve zum Immobilienmarkt zu kriegen: Immobilien sind ja immer Langzeit-Projekte. Aktuell bekommt man von den Banken Finanzierungen über 30 Jahre und mehr als Standard angeboten. Im Jahr 2053, wenn der Immobilienkredit abgezahlt ist, dürfte Südeuropa das Klima von Nordafrika haben, und weite Teile der Nordseeküste stehen dann unter Wasser - denn selbst konservative Annahmen von Meeres- und Klimaforschern gehen von einem Anstieg des Meeresspiegels bis 2050 um einen Meter aus.


    Mein Eindruck ist, dass der Immobilienmarkt (und erstaunlicherweise auch die finanzierenden Banken) noch gar nicht realisiert hat. Denn der Dumme ist ja nachher nur der Käufer einer Immobilie, die zum Ende der Finanzierung gar nichts mehr wert sein wird.


    Von daher finde ich es zynisch, PV-Anlagen oder den Umbau des Energiesektors als "ideologisch" zu bezeichnen, weil das impliziert, dass man ja auch eine andere Ideologie auswählen könne. Und gerade vor dem Hintergrund, dass sich speziell PV schon im kleinen absolut rechnet, ist es mehr als erstaunlich, dass nicht jeder, der eine geeignete Fläche für PV hat, diese nicht dafür nutzt.

    Biden hat ja auch nur die Frage, ob die USA F16-Jets liefern würden, mit "no" beantwortet.


    Dabei sollten ukrainische Piloten schon im letzten Sommer in den USA auf F15-Jets ausgebildet werden: der US Kongress hat im Juli 2022 100 Mio. Dollar für die entsprechenden Trainings bewilligt.


    Laut Time-Magazin aus dem vergangenen August, sollen auch Trainings auf A10 Thunderbolt stattfinden.


    Manchmal habe ich den Eindruck, die Medienlandschaft hat den Überblick über sich selbst verloren.

    D beliefert die Ukraine laut Unterstützungsliste der Bundesregierung ja schon länger mit Ersatzteilen für die ukrainischen Mig-29.

    So lange hier aber nicht die Problematik gelöst wird, dass man als Vermieter nicht so ohne weiteres den erzeugten Strom an die Mieter weiter geben kann

    Es gibt mit dem novellierten EEG doch jetzt diverse Modelle, wie man PV-Strom auf Mietwohnhäusern lokal vermarkten kann, mittlerweile sogar auf Quartiersebene und nicht mehr auf ein einzelnes Gebäude begrenzt.


    Mieterstrommodell - So funktioniert das System | Wegatech
    Wie funktioniert eigentlich ein Mieterstrommodell und wann wird der Mieterstromzuschlag gewährt? Wir geben die wichtigsten Antworten.
    www.wegatech.de

    Was genau soll daran besonders bösartig sein verurteilte Strafgefangene vor die Wahl zu stellen zwischen 1) einem halben Jahr Fronteinsatz und 2) ganz normal die verurteilte Strafe abzusitzen?

    Manchmal verstehe ich deine Argumentationsweise nicht. Was ist daran nicht bösartig, einen verurteilten Mörder, Triebtäter oder sonstigen Schwerkriminellen, der eine langjährige Haftstrafe oder viellicht (und aus gutem Grund) sogar lebenslänglich bekommen hat, aus dem Knast zu holen und ihm einen Vertrag aushändigen, der ihm nach 6 Monaten Kriegsdienst (sollte er überleben) die Freiheit garantiert? Oder mit anderen Worten: findest du das gut?

    ie Begründung kann ich irgendwie nicht nachvollziehen. Heißt das im Umkehrschluss nicht, dass die Preise im Vorjahr künstlich hoch getrieben wurden und nun (bei zwestelligen Inflationsraten) massiv gesenkt werden können?

    Denke schon. Kürzlich griff der dt. Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir einen Vorschlag des Bundesverband Verbraucherzentralen auf, Übergewinne im Bereich der Lebensmittelproduktion und der Landwirtschaft abzuschöpfen(!). Aus seinem Haus hieß es, dass die Teuerung (Energie, Rohstoffe etc.) in diesem Bereich zwar mit typisch 60% zugeschlagen hätte, die Endverbraucherpreise jedoch teilweise um 160% erhöht wurden. Und erstaunlicherweise ist es momentan diesbezüglich sowohl in der Lebensmittelbranche als auch in der Landwirtschaft seeehr still - sonst rollen immer gleich die Traktoren vor den Reichstag, jetzt heißt es wohl "besser in Deckung bleiben".


    Da bleibt das Gefühl nicht aus, dass da einige die Hände und Taschen weit aufhalten, um einen Extragewinn mitzunehmen.


    So wie in der Strombranche sich gegenwärtig die "harten Ökostromanbieter", die eigene Wasserkraftwerke und Windparks etc. betreiben, den Vorwurf gefallen lassen müssen, warum _auch_ sie die Strompreise für Verbraucher massiv angehoben hätten, obwohl sie den höheren Börsenstrompreis, den sie für Kontingente bezahlen müssten ja auch mit gewaltig höheren Einnahmen für ihre Stromverkäufe kompensieren könnten.

    So wie EWS den Bestandskundenpreis von 30Cent zum 1.1.2023 auf 46Cent angehoben hat und nun per Rundschreiben "die Gute Nachricht" von der Strompreisbremse verbreitet, die den Strompreis nun auf 40 Cent deckelt. Da wird ein schnelles Geschäft gemacht: 16 Cent Preiserhöhung und 6 Cent davon lässt sich EWS vom Staat bezahlen.

    Vielleicht ist die Anspruchshaltung der Mieter teilweise überzogen.

    Dann hast du mein Beispiel aus unserer Familie falsch verstanden :winking_face: es ist kein Mieter, der so etwas sucht, sondern jemand, der in eine "zukunftsfähige" Wohnung investieren will, die er dann vermietet und die Wohnung als reine Kapitalage für sich selbst betrachtet. Da nimmt man nicht irgendwas, was der Vermietermarkt gerade hergibt, der zeitliche und finanzielle Druck ist in dem Fall nicht da.

    Beim Photovoltaik-Händler offgridtec.de gibt es noch bis übermorgen (3.2.2023) 10% Frühjahrsrabatt auf das gesamte Sortiment, wenn man den Aktionscode WINTER2023 bei der Bestellung angibt. Da offgridtec auch die 19%-MwSt.-Befreiung für PV-Komponenten anbietet, kann man aktuell 29% sparen.


    Die Lieferung erfolgt schnell und zuverlässig, hab am Samstag was bestellt, hatte noch eine Frage zu einem Artikel ins Kommentarfeld bei der Bestellung geschrieben, die Frage wurde am Sonntagabend in einer Mail beantwortet und die Ware kam dann am Dienstag an (größere Menge Kabel auf einer Holztrommel). Absolute Empfehlung für den Shop.


    Kein Vergleich mit greenakku.de, die in letzten 1,5 Jahren schlicht überfordert waren und man extrem viel Geduld und Nachsicht brauchte, weil selbst bei Bestellung als "ab Lager verfügbar" gekenneichnete Artikel erst nach monatelanger Verzögerung geliefert wurden und Bestellungen nur als Teillieferungen geliefert wurden ohne irgendeine Kommunikation, was mit dem Rest der (bezahlten) Ware geschieht und auch die Restlieferungen nur häppchenweise und erst auf mehrfaches Nachhaken überhaupt geliefert wurden. Dabei passierten (mir) auch solche Klopper, wie Lieferung einer Palette mit Li-Akkus, telefonisch vom Spediteur auf einen Mittwoch angekündigt, man richtet es ein, dass jemand da ist, der die Ware in Empfang nimmt. Dann klingelt zwei Tage vorher montags das Handy und ein gebrochen Deutsch sprechender Fahrer sagt "Kollege, ich bin in 5min bei dir zuhause und bringe Ware. Bisch du da?" - Ich: "Nein. Bin bei der Arbeit. 50km weg. Die Lieferung war doch für Mittwoch ausgemacht." Er: "Ja, aber ich bin heute schon da. Wenn du nix kommscht, dann nehme ich Ware wieder mit." Ich: [Panikmodus - ich warte seit 10 Monaten auf die Akkus] "Nein, nicht wieder mitnehmen." - am Ende gehe ich volles Risiko ein und lasse ihn die Palette unbeaufsichtigt vor dem Haus abstellen und kann noch einen Nachbar anfunken, der ein Auge drauf hat. Volles Chaos bei greenakku.

    Die USA stellen Mittel für die Lieferung der GLSDB an die Ukraine bereit. Damit verdoppelt sich die Reichweite der ukrainischen Raketenartillerie auf 150km. Die bisher für den Einsatz in den HIMARS/MARS2-Systemen gelieferten Raketen waren auf max 80km. beschränkt.

    Die Lieferung der ATACMS mit 300km Reichweite verweigern die USA derzeit noch.


    "Die USAI-Gelder würden demnach auch für den Kauf einer neuen Waffe, der »Ground Launched Small Diameter Bomb« von Boeing, verwendet, die eine Reichweite von rund 150 Kilometer hat. Die Präzisionsrakete ist den Herstellerangaben zufolge GPS-gesteuert, kann elektronische Störsender überwinden, ist bei allen Wetterbedingungen funktionsfähig und kann gegen gepanzerte Fahrzeuge eingesetzt werden. Die USA hatten Forderungen der Ukraine nach ATACMS-Raketen mit einer größeren Reichweite von 297 Kilometer abgelehnt." (spiegel.de vom 1.2.2023)


    Die GLSDB ist eine technisch interessante "Schnell-Entwicklung": sie kombiniert eine schon seit Jahren bei der USA im Einsatz befindliche "SDB"-Bombe, die normalerweise von einem Flugzeug aus abgeworfen wird und dann Flügel ausklappt und in einen gesteuerten Gleitflug (wahlweise GPS-gesteuert oder mit Laser-Zielmarkierung) übergeht, mit einer Booster-Raketenstufe. Dadurch kann sie vom Boden aus gestartet werden, z.B. aus einem MLRS oder HIMARS-Launcher.

    Man sollte bei all unseren Hobby-Feldherren-Einschätzungen aber auch nicht der russischen Propaganda erliegen, deren Saga natürlich auch die "auf lange Sicht unbezwingbare Überlegenheit und den langen Atems Russlands" enthält. Russland ist was die Einwohnerzahl betrifft nicht vielfach größer als die Ukraine (134 Mio. vs. 44 Mio.), sondern nur im Vehältnis 3:1. Das schließt auch die Zahl der möglichen Rekruten mit ein. Russland kann eben nicht 10 oder 20 mal mehr Soldaten mobilisieren, sondern nur dreimal soviele. Es rennen aber derzeit mehr als drei russische Soldaten (erfolglos) gegen einen ukrainischen Soldaten an.

    Das russische Militärbudget lag bisher bei 66 Mrd. pro Jahr, das waren gerade mal 18% mehr, als Deutschland zuletzt ausgab (56 Mrd.).


    Zu Propaganda gehört vor allem, sich selber unbesiegbar und groß zu machen, um den Gegner und vor allem dessen Gesellschaft zu verunsichern. Das sieht man auch gerade an der (trotzigen) russischen Ankündigung, jeden gelieferten Leopard etc. mit maximal 4 russischen Kampfpanzern knacken zu können. Und man hätte ja tausende davon. Das soll einschüchtern. Auch das Versprechen an die Wagner-Söldner, für jeden abgeschossenen Leo würden (nur) 66.000€ Prämie gezahlt, soll seine Wirkung im Westen entfalten.

    Wäre dieser ganze Firlefanz mit Fahrradgarage, Spielplatz usw in Württemberg aktuell nicht Vorschrift,

    Natürlich treibt das die Baukosten nach oben und senkt die Ertragsprognose. Aber auch nur, weil es derzeit mehr Wohnungssuchende als Wohnungen gibt.

    Wir suchen in der Familie seit einiger Zeit eine gut vermietbare Eigentumswohnung für einen Angehörigen, der Geld anlegen möchte. Dabei soll die Wohnung jetzt für Mieter attraktiv sein und auch möglichst barrierefrei. Zur Attraktivität einer Eigentumswohnung gehört im städtischen Bereich zunehmend ein Fahrradraum - das ist wichtiger als eine PKW-Garage oder ein ein TG-Stellplatz. Die Mobilität verlagert sich vom eigenen Auto zum eigenen E-Bike (Pedelec). Und das wollen die Leute weder vor dem Haus ungeschützt parken noch jeden Tag zwei mal durchs Haus tragen - zumal in den Wohnungen nicht unbedingt Platz dafür ist. Abgesehen davon kann ich mit einem Fahrradraum im EG oder einer Fahrradgarage die Frage des Brandschutzes (Akkubrände) wesentlich besser angehen.


    Weitere Kriterien sind (für uns):

    Wie von Ben schon geschrieben - keine Wohnung im Erdgeschoss (gerade ältere Alleinstehende haben Angst vor Einbrechern und verweigern EG-Wohnungen reglerecht). Was viele auch stört, ist, dass eine EG-Wohnung zwar mit Gartennutzung vermietet wird, aber dafür der Balkon fehlt. Und der Garten darf von allen Hausbewohnern gemeinsam genutzt werden. Dann bleibt dem EG-Bewohner das Rasenmähen und die Grillparties feiern die anderen, da ist die eigene Terasse zwar da, aber nutzlos.


    Ein weiteres NoGo sind Wohnungen unterm Dach, das ist selbst bei uns auf der Alb in 800m Höhe im Sommer bei 35°C und Windstille in Bestandsbauten unterträglich und zieht Folgekosten nach sich (Ventilatoren oder Klimaanlage).


    Eine Heizungsanlage ohne Rückfallebene sehen wir auch kritisch: Wohnungen mit Gas-Heizungen haben aktuell ein Problem (Neubauten dürfen künftig gar nicht mehr mit Erdgas beheizt werden), Ölheizungen sind ebenso ein Auslaufmodell, auch wenn sie krisenfester sind, weil man bei vollen Tanks keinen Versorgungsausfall fürchten muss. Und Elektroheizungen sind gerade in Bestandsbauten (große Wohnungen, schlechte Dämmung) nahezu unbezahlbar. Bekannte meiner Mutter beheizen ein recht großes Haus nur mit Nachtspeicher-Öfen (emissionsfreie Heizung ist in deren Wohngebiet vorgeschrieben) und liegen derzeit bei 700€ Stromkosten für die Heizung - pro Monat!

    D.h. die Wunsch-Wohnung sollte neben einer effizienten Heizung auch noch eine Reserve-Heizmöglichkeit haben, z.B. einen Kaminofen im Wohnzimmer. Das ist wiederum in vielen Städten aus gutem Grund (Abgase und Feinstaub) nicht mehr zulässig.


    Dass sich auch andere potenzielle Wohnungskäufer ähnliche Gedanken machen, sieht man in den Immobilienportalen, in denen freie Eigentumswohnungen im DG, im EG, mit Elektroheizung oder ohne Abstellraum für Fahrräder oft monatelang erfolgos inseriert werden. Und das, obwohl sie bedeutend günstiger sind, als andere Bestandswohnungen.

    Diese Auswirkungen also schon bei 50 Sprengköpfen zu je 15 Kilotonnen.

    Wie belastbar sind solche Simulationen? Hätten die massiven Atomtests in den 1950-1970er Jahren nicht auch schon zu ähnlichen oder noch schlimmeren Auswirkungen führen müssen?

    Die frühen Atomtests waren fast alle überirdisch oder in der Atmosphäre,

    1958 fanden über 100 Atombombentests statt, 1961 warens 140 Tests. Von 1957 bis 1988 gab es bis auf vier Jahre jährlich mindestens 45 Atombombentests.


    Die nukleare Abschreckung im Kalten Krieg lebte davon, dass man diese Waffen niemals einsetzen dürfe, weil sonst die gesamte Welt zerstört sei. Spätestens mit der massenhaften Produktion der Neutronenbombe ab 1981 galt unter Militärstrategen ein "begrenzter Atomkrieg" als führ- und gewinnbar. Die Arsenale in Osts und West wurden auf eine Zweitschlagsfähigkeit hochgerüstet.


    Heute kommen die zunehmenden Fortschritte bei der Raketenabwehr hinzu, die es realistisch erscheinen lassen, anfliegende Raketen mit einer immer höheren Erfolgsquote bekämpfen zu können.


    Damit zerfällt die Abschreckungswirkung mit der gegenseitig versicherten Zerstörung (MAD mutual assured destruction), die jahrzehntelang die Raketen in ihren Silos gehalten hat, weil sich der Angreifer sicher sein konnte, dass er selbst ebenfalls vernichtet würde.


    Dadurch dürfte der Einsatz von Atomwaffen wieder wahrscheinlicher werden. Angenommen, eine Atommacht entwickelt eine präzise umfassende Raketenabwehr und der Gegner ist nicht in der Lage dazu - dann ist das Gleichgewicht des Schreckens aufgehoben und der Angreifer könnte es riskieren, den schon in den 1980ern diskutierten "Enthauptungsschlag" zu führen, ohne dabei allzuviele eigene Verluste erleiden zu müssen.

    Wir wie gesagt spannen sein zu sehen was sich wie bewährt im Kampf und welche Konsequenzen daraus erwachsen.

    Die bisher vom Westen an die Ukraine gelieferten Waffen, wie HIMARS, MLRS, PzH2000, Gepard usw. scheinen ja weitgehend effektiv zu sein und von russischen Erfolgsmeldungen, solche Geräte zerstört zu haben, ist bislang nicht viel zu lesen - Abgesehen davon, dass laut Kreml-Propaganda ja schon weit mehr HIMARS-Systeme zerstört worden seien, als die Ukraine überhaupt bekommen hat. Insofern bin ich relativ optimistisch, dass die Ukrainer auch westliche Kampfpanzer nachhaltig einsetzen werden und nicht reihenweise von den Russen abschießen lassen. Ob es am Ende kriegsentscheidend ist, bleibt natürlich offen.


    Und die Ukrainer beherrschen die Technik recht gut. Das gilt auch für pragmatische Lösungen, die man im Westen nicht für möglich gehalten hat (z.B. kurzfristige Nachrüstung von ukr. MIG-Jets, um westliche Raketen und Smart Bombs einsetzen zu können). Und für die Artillerie-App Gis Arta hätte man in Westeuropa ein multinationales Konsortium gebildet, das 15 Jahre lang 25 Mrd. Euro konsumiert hätte, um dann 2035 eine auf Windows XP basierende Lösung herauszubringen mit einem Stückpreis von 20.000€ pro Endgerät.


    Kriegsentscheidend wird vermutlich der Zeitpunkt sein, an dem das militärische Rückgrat Russlands bricht. Das kann z.B. ein Ausfall der Nachproduktion von wirksamen Waffensystemen sein oder Mobilisierungsprobleme bei der Rekrutierung und Ausbildung neuer Soldaten. Es ist ohnehin verwunderlich, dass sich das russische Volk so vom eigenen Diktator ausnehmen lässst, nur um eine "militärische Spezialoperation" mit aller Gewalt durchzuziehen, nur wegen der Ukraine. Denn selbst wenn Russland am Ende sich durchsetzen sollte, wäre das ein extrem teuer erkaufter Sieg und die Beute wäre kläglich.

    Gewicht bei Schnee und Eis bei Steigungen.


    Sowas sollte nicht passieren:

    Gegen einen dummen Fahrer ist auch ein gutes Fahrzeug nicht gewappnet. Die sind ja sozusagen mit Sommerreifen unterwegs. Aber wenn ein Kanal shcon "wahnsinnige Fakten" heisst, ist die Sensation halt wichtiger.

    Hätte die M1-Besatzung Eisgreifer auf die Ketten montiert, die bei der BW jeder Kampfpanzer für solche Fälle mitführt, wäre das nicht passiert.