Beiträge von tomduly

    Ach für dich sind irgendwelche Twitterbeiträge seriöse Quellen? Darauf komme ich bei Gelegenheit zurück.

    Du hast meine Links explizit angesprochen und ihnen den Quellenstatus verweigert. Wenn du mir jetzt noch eine einzige Twitter-Verlinkung bei mir zeigst, wäre ich dir dankbar. Nur so als Tipp. Tweets verlinke ich nicht, da sie i.d.R. eine persönliche Sicht darstellen (Meinung). Allerdings gibt es durchaus auch Tweets, die ihrerseits wieder auf zitierfähige Quellen verweisen, da kann es sinnvoll sein, sich diese dann näher anzuschauen.

    Nudnik: du machst es dir sehr einfach, indem du selbst bestimmst, was "Quelle" ist und was nicht. Wärst du so fair und würdest dann wenigstens deine Kriterien benennen, die erfüllt sein müssen, um ein Quelle als Quelle gelten zu lassen?


    Vermutlich ist ein FAS-Report, der kritisch über NATO-Atomwaffen berichtet, aus deiner Sicht eine Quelle, aber ein FAS-Bericht über russische Atomwaffen ist keine?


    Und ein Medwedew-Zitat über die Stationierung von Iskander-Raketen ist selbstredend westliche Propaganda???

    2008: "Russia's President Dmitry Medvedev on Wednesday, Nov. 5 announced plans to position short-range missiles in the western Russian territory of Kaliningrad, located on the EU's eastern border between Lithuania and Poland. Medvedev justified the move as a reaction to US plans to set up a missile defense shield in Poland." (Quelle)


    2017: "Russia said on Thursday it may send more Iskander missiles to its military base in Kaliningrad as a direct response to the US building up its military presence in neighboring Poland." (Quelle)


    2018: "Kaliningrad photos appear to show Russia upgrading nuclear weapons bunker" (Quelle)


    2022: "Russia Already Has Nuclear Weapons in the Baltic Region, Says Lithuania" (Quelle)


    2022: "Russland verlegt MiG-31K mit Kinschal nach Kaliningrad" (Quelle)


    Ich weiss, man kann jetzt argumentieren, Iskander sei keine Hyperschallwaffe und eine Kinshal unter einer MIG noch keine Atomwaffe, aber das ist Erbsenzählerei.

    Die Angriffsfantasien des russischen Staatsfernsehens, u.a. von Kaliningrad aus in wenigen Minuten europäische Städte atomar zu vernichten, wurden in den letzten Tagen auch hier oft genug verlinkt, die suche ich jetzt nicht auch noch raus.

    Man kann E-Maschinen auch komplett ohne die berühmten seltenen Erden bauen. Die braucht man nur für starke Permanentmagneten. Setzt man z.B. in WKA elektrisch erregte Synchrongeneratoren ein, braucht man gar nix von dem Zeug. Ähnlich ist es bei E-Motoren, da ist z.B. der Reluktanzmotor ein heißer Kandidat, anstelle der Neodym-Magnetmotoren eingesetzt zu werden. Der Motor ist zwar etwas zickig in der Regelung, kriegt man aber hin.


    Die seltenen Erden bzw. die damit möglichen starken Permanentmagnete setzt man quasi aus Bequemlichkeit oder Marketinggründen ein (man kann die Motoren/Generatoren kompakter bauen und die elektr. Regelung ist simpler. Aber überlebensnotwendig sind sie nicht.


    IG Windkraft - Seltene Erden

    Du musst deine Zitate besser lesen.

    Natürlich kann Selensky die rechtswidrigen Annexionen bzw. die russischerseits geförderten Separatismusbestrebungen nicht einfach anerkennen. Ich hab sein Angebot so verstanden, dass er für diese Territorien Gesprächsbereitschaft zeigt(e), wenn sich z.B. deren Bewohner frei und ohne Druck irgendeiner Seite mehrheitlich für eine russische Verwaltung entscheiden würden und die Sicherheit der bspw. ukrainischen Minderheiten in diesen Regionen fortan gewährleistet ist. Die Krim hatte vor 2014 in der Ukraine schon den Status einer "autonomen Region", also mit mehr eigenstaatlichen Befugnissen als andere Oblaste in der Ukraine.

    Aus welchem Grund sollte der ukr. Präsident im März bezüglich dieser Regionen sonst "Gesprächsbereitschaft" gezeigt haben? Ganz sicher nicht, um sie zurückzuerobern, das wäre ein paradoxes Angebot an Russland, oder?


    P.S. Es macht Sinn, die von mir verlinkten Texte ganz zu lesen und nicht nur bis zu einer Stelle, die mein einführendes Zitat scheinbar widerlegt und dann den Fall abzuhaken.

    Also nur die anschreiben, die zwischen 18 und 60 Jahre alt sind UND die deutsche Staatsbürgerschaft haben? Kann man machen.

    Wird man machen. Die Wehrpflicht in D ist nicht abgeschafft, sondern nur ausgesetzt. Sicher, es gibt keine Kreiswehr-Ersatzämter mehr, aber es gibt die "Karriere-Center" der BW, die im Grunde nichts anderes sind, die kümmern sich um Bewerber, deren Musterung, ärztliche Untersuchung und Zuweisung möglicher Dienstverwendungsarten. Und ob der Bewerber nun freiwillig dort erscheint, weil er bei der BW anheuern will, oder ob er unfreiwillig wegen einer Aufforderung zur Musterung dort aufschlägt, ist für die anschließenden behördlichen Vorgänge einerlei.

    Und dass man medizinische Kapazitäten bei Bedarf hochskalieren kann, hat man mit den Corona-Impfzentren ja hinlänglich gezeigt. Die medizinische Untersuchung im Rahmen der Musterung dauert je Rekrut keine15min, so meine Erinnerung an meine Musterung 1988. Einmal Herz und Lunge abhorchen, zweidrei Kniebeugen, einmal "husten Sie mal" beim "Eier-Kontroll-Griff" (Leistenbruchuntersuchung), Sehtest, Hörtest, kurzes Interview bezüglich Vorerkrankungen, Psyche und dann Abschlußgespräch mit Mitteilung des Tauglichkeitsgrades.

    "Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist bereit, mit Russland über die Separatistengebiete im Osten des Landes und die Schwarzmeer-Halbinsel Krim zu sprechen." (Ruhr-Nachrichten vom 8.3.2022)


    "Zuvor hatte sich Selenskyj im US-Sender ABC zu Gesprächen über den Status der ostukrainischen Separatistengebiete und der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim bereit gezeigt." (merkur.de vom 10.3.2022)


    "Selenski zu Dialog über Donbass und Krim bereit" (orf.at vom 8.3.2022)

    Wenn Paris/Berlin für einen Kompromiss und Ende des Krieges eintritt, kommt von der Ukraine und dem ehem. Ostblock die Antwort man kann gerne über Russisch-Korsika oder Russisch-Holstein verhandeln wenn DE und FR Land an Russland abtreten möchten um Putin einen Gesichts wahrenden Kompromiss und Gewinn ermöglichen möchten.

    War es nicht der ukrainische Präsident Selensky selber, der im Rahmen der Gespräche zwischen ukrainischen und russischen Unterhändlern genau diese Gebietsabtretungen angeboten hatte, um den Krieg zu beenden? Das jetzt einer angblich putinnahen Achse Paris-Berlin anuzlasten, finde ich etwas seltsam. Es gibt auf ukrainischer Seite (leider) zunehmend Stimmen von Scharfmachern, die sich von den derzeitigen (überschaubaren) Gebietsgewinnen der ukrainischen Kämpfer tragen lassen, jetzt "alles" an Territorium zurückzufordern. Inwieweit das auch nur ansatzweise realistisch ist, wird der weitere Verlauf der Geschichte zeigen. Die ukrainischen Scharfmacher zerschlagen gerade eine Menge Porzellan, auch wenn das menschlich verständlich ist, aber realistisch ist ein "Sieg" der Ukraine über Russland aus meiner Sicht nicht. Von daher sollte sich die europäische Politik durchaus Gedanken machen, welche realistischen Optionen es gibt, und welche davon auf keinen Fall eintreten sollten.

    Aus der Sicht der ukrainischen "Rückeroberer" scheint es nur eine Opion zu geben, selbst wenn auf dem Weg dorthin ganz Europa ins Chaos abgleitet und untergeht und das Ziel gar nicht erreicht werden kann.

    Insofern halte ich die diplomatischen Bemühungen der dt. und franz. Regierungen parallel zu immensen Leistungen für die Ukraine (militärisch, zivil und finanziell) für sehr wichtig.

    Ich hab von meinem Vater so einen 12V-Reisewasserkocher aus den 70ern geerbt - Made in Japan - geschmackvoll aus hellbraunem Plastik...

    150W Heizleistung. Kann man sich ausrechnen, wie lange das dauert, bis da ne Tasse Wasser kocht.

    Lt. diesem Online-Rechner braucht ein 150W-Wasserkocher 7min, um 150ml Wasser von 20 auf 100° zu erhitzen, ein 3.000W-Kocher braucht 21s.


    In unserer Küche akzeptiere ich keine Wasserkocher unter 3kW (die Auswahl ist in dieser Leistungsklasse nicht besonders hoch, aber es gibt sie). Denn nur dann geht das Erhitzen sekundenschnell-

    Ich hab ja seit Jahren so ein Ding auf dem Unimog als Wohnkabine. Sind schon praktisch.


    Die VEBEG verkauft allerdings nur noch an Gewerbetreibende. Bisherige Privatkundenkonten bei der VEBEG sind seit diesem Jahr für die Gebotsabgabe gesperrt. Man muss sich neu registrieren und seine Unternehmereigenschaft nachweisen (Gewerbeschein oder Handelsregisterauszug).

    Bei dem verlinkten Angebot wird auf den "Posten" geboten, d.h. alle drei Container en bloc.

    Wir nutzen die selben Kanister wie StefanS . Die grünen Kautex-Kanister von der Bundeswehr sind unzerstörbar und durch den großen Deckel kann man sie bei Bedarf auch mit einer Bürste innen reinigen. Wir haben 10 Stück davon, das waren bei Sahara-Touren unsere Trinkwasser-Kanister.


    Von Faltkanistern halte ich gar nichts. Ausser dem im Neuzustand geringen Packmaß haben sie keinerlei Vorteile. Wenn man sie einmal benutzt hat und wieder kleinfalten möchte, werden sie an den Nähten/Knickstellen gerne undicht.

    Das gleiche gilt für Kanister mit einem einfachen Auslaufhahn im Bodenbereich. Die sind iurgendwann undicht oder es drückt beim Transport den Hahn und seine Dichtung kaputt. Oder es verstellt sich nur der Plastikhebel. Dann lieber einen Standard-Kanister nehmen und einen zweiten Deckel mit integriertem Hahn dazu besorgen. Das ist unsere Version für kurze Wochenendtrips: zwei 10l Kanister gleicher Bauform, einer mit normalem Schraubdeckel, der andere mit einem Hahn im Deckel.


    Wer einen Euro-6- Diesel fährt, braucht AdBlue, das kommt meist in 5 oder 10l Kanistern daher. Meistens sogar mit einem Ausgießer, den man in die Öffnung stecken kann und der bei Nichtgebrauch in einer Vertiefung des Kanisters festgeklemmt wird. Wässrige Harnstofflösung ist harmlos, man kann die Kanister ausspülen und dann für Wasser verwenden.


    Große 50- oder 60l-Fässer sind gefüllt halt kaum noch transportabel. Das ist eher was für den heimischen Keller.

    Ich bin da auch anderer Ansicht als tomduly dass unter bestimmten Bedingungen Widerstand sinnlos wäre und es nichts mehr zu verteidigen gäbe.

    Wohin sollen wir denn fliehen, soll ich meine alten Eltern (beide über 80 und beide schon einmal aus der angestammten Heimat vertrieben worden), denen wir viel zu verdanken haben im Stich lassen und mit Frau und Söhnen einfach abhauen?

    Das ist am Ende eine Kombination aus Glück und einer Kosten-Nutzen-Abwägung.

    Als meine Großmutter mütterlicherseits vor den heranrückenden Rotarmisten aus Pommern im Winter übers zugefrorene Stettiner Haff flüchtete, hatten sie sich obwohl ja nur Zivilisten, für die extrem gefährliche Flucht aller Familienangehörigen entschieden. Da packte man, was einem wichtig war, in einen Koffer, nahm ein Pferde- oder Kuh-Fuhrwerk und die gebrechlichen Alten kamen auf die Fuhrwerke. Hauptsache weg, war damals die Devise. Die Angst vor den russischen Soldaten war größer als die Angst vor den Risiken einer Flucht. Ob ein Bleiben und Ertragen der Besatzer "besser" gewesen wäre, wollten die Menschen damals nicht ausprobieren. Meine Großmutter floh zunächst nach Rostock, dann weiter nach Berlin, wurden dort ausgebombt und flohen schließlich nach Süddeutschland.


    Mein Großvater väterlicherseits war WK1-Veteran und im 2. WK zu alt für den Dienst an der Front, er war ehrenamtlicher Luftschutzwart in seinem kleinen Schwarzwalddorf und trieb eine kleine Landwirtschaft um und war als Metzgermeister im Dorf "unabdingbar". Bei ihm gab es nicht mal den Gedanken an Flucht, auch als die letzten Rückzugsgefechte der Wehrmacht seinen Ort erreichten, so verwurzelt war er. Da bei ihm ein belgischer "Fremdarbeiter" (Zwangsarbeiter) auf dem Hof beschäftigt war und er als Luftschutzwart uniformierter Funktionsträger war, sollte er vom ersten französischen Trupp standrechtlich vor seinem Haus erschossen werden, nur das leidenschaftliche Plädoyer "seines" belgischen Arbeiters rettete ihm das Leben in letzter Sekunde. Wie sich die französisch-marokkanischenen Einheiten im Schwarzwald vor allem in den ersten Wochen nach der Eroberung aufführten, kann man in den Chroniken der örtlichen Gemeinden nachlesen. Gab man nicht genügends Eier oder Hühner ab, gab es Stockhiebe und Gefängnis. Kinder/Jugendliche wurden bei Regelverstößen nach Frankreich in Kinderheime verbracht, die Eltern ließ man im Unklaren, wann ode rob sie ihre Kinder wiedersehen. Frauen/Mütter wurden vor ihren Kindern/Eltern vergewaltigt, oft mehrfach an einigen Tagen nacheinander.


    In den Besatzungszonen der Westalliierten war die Chaos-Phase vergleichsweise kurz und es war nach einigen Monaten möglich, Vergehen der Besatzungssoldaten anzuzeigen und diese wurden dann auch streng verfolgt, mit der Währungsreform war auch die extreme Mangelphase der Jahre 1946/47 am Abklingen, es musst nicht mehr gehungert werden, es gab Arbeit und viel zu tun. In der sowjetischen Besatzungszone wurde das Unrechtsregime jedoch mehr oder weniger nahtlos fortgesetzt, Privateigentum wurde willkürlich enteignet (wobei die bis dahin wohlhabenden Gutsbesitzer nun plötzlich zu LPG-Chefs wurden und weiterhin wohlhabend und privilegiert waren), Konzentrationslager wurden weiterbetrieben, nur zum Teil mit anderen Insassen, denn auch die Sowjets hatten so gar nichts übrig mit den Dropouts der Gesellschaft (Kleinkriminelle, "Abartige", Sinti&Roma usw.) und ließen sie gerade weiter in den Lagern schmachten, die sie kurz zuvor noch mit viel Tamtam "befreit" hatten.


    Ich glaube deswegen nicht, dass man das vorab im trockenen am Schreibtisch für sich entscheiden kann: "ich flüchte niemals und verteidige mein Vaterland/System/Haus/Dorf/Familie bis zum letzten Atemzug" oder "sobald es hier komisch wird, bin ich weg"


    Es kommend da sehr viele Faktoren zusammen und vermutlich ist es dann am Ende eine kurzfristige Bauchentscheidung.

    Zum Artikel über klimaschädliches Home-Office:


    Die Annahmen mögen stimmen, wenn man voraussetzt, dass die Alternative zum "ländlichen Home-Office" eine schon vorhandene bezahlbare bzw. überhaupt eine Wohnung in der Nähe des Arbeitsplatzes ist. Falls nicht:


    Kurzer OT-Einschub:

    Da der Wohnungsmarkt in sämtlichen Ballungsgebieten (in denen sich nunmal die Mehrzahl der Home-Office-fähigen Jobs befindet) aber vollkommen aus dem Runder gelaufen ist (im Raum Stuttgart zahlt man aktuell für den Quadratmeter bei einer sanierten Altbauwohnung um 5.000€ und für eine Neubauwohnung 6.500€/m² Kaufpreis. Macht für eine 100m² mal eben 650.000€. Und da die Wohnungen im Regelfall in einem verwalteten Mehrparteienhaus sind, fällt mal noch monatlich ein Hausgeld von 300-600€ an. Welche Familie kann sich das noch leisten? Eine Wohnung für 650.000€ bringt beim Kauf 69.000€ Erwerbsnebenkosten mit sich, die müssen vom Käufer aus eigenen Mitteln bestritten werden. Läuft auf eine 100%-Finanzierung der 650.000€ hinaus. Kostet aktuell bei 20 Jahren Zinsbindung 3,6% eff. Jahreszins und ergibt bei 2% Tilgung eine Monatsrate von 3.000€ (und nach Ablauf der 20 Jahre Zinsbindung hat man noch eine Restschuld von 270.000€), daneben muss das Hausgeld gezahlt werden, 2 Kinder kosten, bis sie volljährig sind jeweils rund 100.000€, Essen und Trinken will man auch noch. D.h. ohne ein verfügbares Haushaltsnettoeinkommen von wenigstens 5.000€ im Monat ist das für eine Familie gar nicht mehr darstellbar, in der Stadt in der eigenen Wohnung zu leben. Von einem Haus im städtischen Randbereich reden wir erst gar nicht. Da kostet ein unsaniertes Reihenhaus aus den 1950ern auf 280m² Grund mittlerweile locker 800.000€, eine umfassende Sanierung bringt einen dann lässig über die Millionengrenze.

    Eine Mietwohnung, Beispiel von heute, in Stuttgart-Rohr, 2 Zimmer, 57m², in einem Wohnblock aus dem 1960ern, kostet 1.100€ Kaltmiete. Sind 19,30€/m²


    Zum Vergleich: wir haben uns vor bald 18 Jahren ein eigenes Haus ausserhalb der städtischen Speckgürtel gesucht: Kaufpreis in einer 4.000-Einwohner-Gemeinde damals 97.000€ (leerstehendes Bauernhaus Bj. vor 1900 auf 850m² Grund in Ortsmitte, Wohnfläche 120m²), Gesamtinvestition für Kauf und Sanierung inkl. Fördermittel rund 240.000€. Monatliche Finanzierungskosten 1.600€. Nächstes Jahr ist das Ding dank einiger Sondertilgungen abbezahlt.



    Es ist für die meisten Pendler heute schlicht gar nicht möglich, mit Familie in der Stadt zu leben oder dorthin umzusiedeln. Von daher ist das Argument des Ifo-Forschers, Home-Office würde die Menschen dazu ermuntern, aufs Land zu ziehen, um dort verschwenderischer mit Energie umzugehen (weniger sparsames Auto, mehr Quadratmeter Wohnfläche, die beheizt werden müssen), willkürlich konstruiert. Und er lastet den Land-Heimarbeitern dann noch an, sie wären dafür verantwortlich, dass dann der ÖPNV in der Stadt weniger ausgelastet sei, also wegen der fehlenden Innenstadtpendler. Irgendwie etwas krude, die Ifo-Argumentation. Nochmal ein Beispiel aus Stuttgart: dort sind die S- und U-Bahnen 2018 übers Jahr mit 105% Auslastung gefahren. Der Verkehrsverbund verzweifelt regelmäßig an der politischen Forderung, 20% Autofahrer zum Umstieg in den ÖPNV zu motivieren. Die passen schlicht nicht in die Züge rein. Mehr Züge fahren zu lassen, ist wegen der Gleissteuerung aus den 1970ern nicht möglich und die S-Bahnen fahren zu Stoßzeiten schon mit 3er-Zügen, die von der Länge her gerade noch in die Haltestellen passen.


    Insofern ist das durch die Pandemie entdeckte Home-Office-auf-dem-Lande endlich eine Möglichkeit, sich privat als Familie wohntechnisch verwirklichen zu können und gleichzeitig einem Beruf nachgehen zu können, den man so auf dem Land nicht finden würde. Und man bringt als Pendler/Homie in erheblichem Umfang Kaufkraft aufs Land, was der Infrastruktur und dem Gemeinwohl dort zugute kommt. Und was den oft bemühten Flächenfraß durch Wohnen auf dem Land betrifft: ich behaupte mal, dass der Flächenfraß durch städtische Kommunen/Großstädte und ihre Randbezirke um Größenordnungen höher liegt, als der Flächenverbrauch auf dem Land. Dort steht seit Jahren "Innenentwicklung kommt vor Außenentwicklung" als ungeschriebenes Gesetz über den Rathäusern. D.h. man nutzt das Potenzial der in den Ortskernen "leersterbenden" Bauernhäuser und Gaststätten und realisiert dort z.B. ein 8-Parteien-Haus anstelle einer ehemaligen Gaststätte oder eines Bauernhauses. Während Großstädte mit einem Schlag riesige Flächen im grünen Außenbereich durch Startbahnen, Messegelände oder neue Industriegroßprojekte (Batteriefabriken, Brennstoffzellenwerke etc.) verbraucht werden, während in zentraler Lage in den Innenstädten oft riesige Brachflächen (alte Güterbahnhöfe oder Industrieanlagen) jahrzehntelang ungenutzt bleiben. Zumdem gibt es die Unsitte viele Konzerne, sich alle 20-30 Jahre eine neue Konzernzentrale zu bauen (EnBW in Stuttgart ist so ein Beispiel). Da die Bauzeit locker 10 Jahre dauert, blockiert man in dieser Zeit 200% Grundstücksfläche, weil man ja in der alten Zentrale residiert, bis die neue bezugsfertig ist. Oder Standortzusammenlegungen. Macht der Allianz-Konzern in Stuttgart gerade: die rund 5.000 Arbeitsplätze, die auf 15 Standorte verteilt sind, werden in einem "Synergiepark" in Stuttgart-Vaihingen zusammengelegt. Bauzeit >10 Jahre. Auch hier bläht sich der Immobilienbedarf mal eben auf das Doppelte auf, bis die Neubauten fertig sind. Im gewerblichen Immobilienbereich ist in den Ballungsgebieten daher extrem viel Redundanz drin, die das Angebot verfügbarer Flächen künstlich verknappt.


    OT-Ende


    Noch ein paar persönliche Covid-19-Erfahrungen:


    Ich hatte vorletztes Wochenende ab Samstag Schüttelfrost, Gliederschmerzen und anhaltende Kopfschmerzen. Das zog sich drei Tage lang hin. Es wanderte ein Infekt von den Mandeln/Hals zum Innenohr und die Kopfhaut schmerzte extrem (bei Berührung). Dann klang alles innerhalb weiterer drei Tage ab. Atemwege waren unauffällig, kein Schnupfen, kein Husten. In den letzten 10 Tagen habe ich täglich 2 Corona-Schnelltests von drei verschiedenen Herstellern gemacht, und blieb zuhause. Alle meine Tests waren negativ. Bin 2x geimpft und geboostert. War es jetzt Omikron oder was anderes? Unser Sohn klagte auch zwei Tage über Kopfschmerzen und Mattigkeit, aber auch er bei täglich zwei Tests negativ. Bei ihm waren die Symptome nach zwei Tagen weg.

    Weil ein Ukrainischer Fernsehkomiker meinte auf die Versprechungen aus Washington zu hören und sich mit Russland anzulegen.

    Damit hast du deinen an sich nachdenkenswerten Beitrag disqualifiziert. Definiere mal bitte "sich nicht mit Russland anlegen" - bedeutet das, die Grenzübergänge zu öffnen und die Entnazifizierungseinheiten herzlich willkommen zu heißen, mit Fähnchen und Blumen? Denn das sagst du mehr oder weniger mit deinem Satz aus. Hätte Selensky sich nicht mit Russland angelegt (sprich die Krim-Annexion und die Separatistenbewegung in der Ostukraine akzeptiert und den Einmarsch russischer auf mittlerweile 20% des ukrainischen Staatsgebietes) halt akzeptiert, dann wäre alles gut?


    Ich will nicht in so einer Welt leben.

    Also darf der Westen machen was er will aber der Russe nicht? Weil wir sind die Moralisch guten,

    Und ich ziehe auch das Leben im Westen (unter USA-"Diktatur") dem Leben in Russland (unter Putins Diktatur) eindeutig vor. Und ja, für mich zählt die westliche Art und Weise, wie Staaten und Gesellschaften funktionieren zu den "Guten", im Vergleich dazu das russische Staatswesen und der dortige Gesellschaftsentwurf zu den "Bösen". Ganz klar. Die beiden Systeme (System freier Westen und System Putin) sind definitiv nicht auf Augenhöhe.

    Dass es in westlichen Staaten auch Auswüchse, Gewaltexzesse und Kriegsverbrechen gibt, streite ich nicht ab. Es gibt "im Westen" aber regelmäßig korrigierende Faktoren, entweder durch Wahlen oder durch Gerichte (Den Haag z.B.). Auch in den USA sind die wenigsten Leute glücklich über militärische Auswüchse oder wirtschaftspolitisch getriebene Destabilisierung von irgendwelchen Staaten. Das macht den Unterschied zu Putins Welt aus. Er macht was ihm passt, wer opponiert, verschwindet im Gefängnis oder stirbt, weil er spontan aus dem Fenster fällt, was ungesundes isst oder erschossen wird.

    Das erscheint mir doch ein wenig seltsam.

    Sehe ich nicht so. Wenn ein Angreifer aus der Distanz mit Artillerie wochenlang meine Stadt beschießt, dann macht es keinen Sinn, dort als Zivilist auszuharren (vgl. Mariupol). Also versuche ich, meine Familie/Peergroup doch per Flucht in Sicherheit zu bringen. Das kann erst mal mit einem kürzeren Sprung ins Hinterland sein oder gleich ins Ausland.


    Natürlich kann ich eingezogen werden bzw. werde ich ggf. von meinem Staat zu irgendwelchen Diensten verpflichtet. Dem würde ich mich auch nicht entziehen. Bevor das soweit ist, will ich aber die Familie in Sicherheit wissen.


    Ein anderer Fall wäre eine nukleare Eskalation zwischen Russland und der Nato. Hier halte ich die vaterländischen Pflichten tatsächlich für vernachlässigbar. So etwas spielt sich dann auch auf einer anderen Ebene ab, da haben gewöhnliche militärische Mannschaften keinerlei Einfluß mehr.


    Schließlich gibt es den Fall: mein Land wird vom Feind überrollt und besiegt. Es wird eine mörderische Diktatur errichtet, die alle verfolgt, die nicht schon immer auf ihrer Seite stehen (die russischen Propagandisten haben das ja schon ausführlich für die Ukraine vorgestellt: mehrere zehntausend Angestellte und Beamte des ukrainischen Staats gelten als nicht erziehbar und müssen getötet werden, mehrere Millionen gelten als evtl. korrigierbar und kommen in Umerziehungslage - die ersten Feldversuche mit solchen Lagern mit gut eine Million deportierten Ukrainer laufen ja mutmaßlich schon in Russland).


    Wenn sich eine derartige Perspektive eindeutig abzeichnet, dann ist Widerstand aus meiner Sicht sinnlos und es bleibt nur die Flucht. Da gibt es dann nichts zu verteidigen. Das könnte ein Szenario für die baltischen Kleinstaaten sein. Wenn da mal 150.000 Soldaten anklopfen, dann ist es zwar ehrenwert, sich mit ein paar tausend Mann entgegenzustellen, aber nutzlos.

    Die schreiben sollte man dann auch im Fluchtfall mitführen!?

    Wen willst Du damit beeindrucken? Einen Kommandeur vor Ort? Einen rangniedrigen Soldaten an einem Checkpoint?

    In der Ukraine dürfen Männer im wehrfähigen Alter zwischen 18 und 60 Jahren das Land nicht verlassen. Fertig aus. Und wer von denen nicht fit genug für den Kampfeinsatz ist oder aus gesundheitlichen Gründen das nicht kann, für den gibt es immer noch genügend Verwendungsmöglichkeiten. Innendienst, Fahrer im rückwärtigen Bereich, Instandsetzung, Sanitätsdienst, Küche etc. Selbst der nach deutschen Recht amtlich mit unanfechtbarem Bescheid anerkannte Zivi ist lediglich berechtigt, den Kriegsdienst an der Waffe zu verweigern. Im V-Fall wird der Zivi aber genauso eingezogen und ensprechend seiner Qualifikation eingesetzt werden. Und wenn es dann Fahrdienst für die Truppe ist. Und wenn Du nun bei einer Fluchtbewegung dem Feind in die Hände fällsts, dann lacht er nur über so eine Bescheinigung, denn unser Grundgesetz und unsere "unanfechtbaren Bescheide" interessieren ihn nicht, weil er ja aus einen ganz anderen Rechtssystem kommt, er wird sich nach seinen Vorschriften verhalten, nicht nach denen des Flüchtlings...


    Grundsätzlich sollte ein Flucht weg vom bewaffneten Konflikt führen. Und um Gottes Willen nicht dorthin. Es sei denn man freut sich so über die ankommenden Befreier. Aber wenn ich mal annehme, Putins Heere walzen sich mit Orbans Hilfe durch Ungarn Richtung Westeuropa, dann gehe ich doch nicht nach Osten?


    Ich würde versuchen, in Namibia Fuß zu fassen. Kenne da jetzt ein paar Leute und Platz wäre auch da. Evtl. wäre auch Angola interessant. Das hat momentan niemand auf dem Schirm und hat sich in den letzten 20 Jahren erstaunlich gemausert.

    Als Elektroingenieur dürfte man weltweit ohnehin relativ gefragt sein, so dass eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis erreichbar scheint.

    Die EU will mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen ein Ausweichen russischer Öl-Exporteure erschweren. Bekanntlich besteht ja das Problem bei einem europäischen Öl-Embargo gegen Russland, dass Russland sein Öl dann woandershin verkauft. Das Embargo kann also ausgehebelt werden, was bei Öl zudem einfacher ist, als bei Gas, da Öl in großem Stil per Tanker verschifft werden kann. Mit den nun geplanten Maßnahmen wird ähnliches versucht, wie die USA es beim Bau der Pipeline Nordstream 2 probiert haben.


    • Tanker, die unter der Flagge eines EU-Mitglieds fahren oder von einem Reeder betrieben werden, der seinen Sitz in der EU hat, sollen kein russisches Rohöl und keine Raffinerieprodukte mehr befördern dürfen.
    • Zudem will die Kommission alle für den Schiffstransport nötigen Dienstleistungen untersagen, wie die Finanzierung oder Brokerdienste.
    • Vor allem aber sollen die Öltanker nicht mehr in der EU gegen Umweltkatastrophen und andere Schäden versichert werden können. Ohne solche Versicherungen sind die Schiffe für den Transport von Erdöl faktisch wertlos.

    Quelle: FAZ vom 5.5.2022


    Das kann natürlich dazu führen, dass Tanker mit russischem Öl dann überwiegend unterversicherte Seelenverkäufer seltsamer Reedereien sind. Mit entsprechendem Risiko für Fracht, Mannschaft und Umwelt.

    Der Begriff "Kernkraft..." wurde von den Befürwortern und Betreibern derartiger Kraftwerke geprägt. Als Gegenentwurf zum zunehmend in der Öffentlichkeit negativ belegten "Atom..."

    In den 50er Jahren, als die Welt regelrecht von einer Atom-Euphorie erfasst war ("Das Atom - Dein Freund"), gab es noch keine Kernkraftwerke, nur Atomkraftwerke, Atomantrieb für Schiffe, für die Raumfahrt, Atomenergie als unerschöpfliche Quelle, Atomstrahlung in der Medizin und Lebensmittelindustrie (um Lebensmittel haltbar zu machen). Irgendwann kippte das in der allgemeinen Wahrnehmung dann aber immer mehr Richtung Atombombe, Atomkrieg, atomare Verseuchung, atomare Bedrohung usw.