Beiträge von tomduly

    Das Center for Infectious Disease Research and Policy (CIDRAP) an der Universität Minnesota hat drei mögliche Szenarien zum weiteren Verlauf der Sars-CoV2-Pandemie vorgestellt:


    Szenario 1: kleinere Wellen über einen längeren Zeitraum

    Im ersten Szenario folgen auf den ersten Corona-Ausbruch in diesem Frühjahr weitere kleine Wellen im Sommer und in den kommenden Jahren. Diese Erkrankungswellen verlieren jedoch bereits 2021 an Heftigkeit.Das Ausmaß kann geografisch unterschiedlich sein und davon abhängen, welche Einschränkungen jeweils gelten und wie sie gelockert werden. Die Pandemie flacht in diesem Szenario insgesamt zwar ab – dauert aber auch über längere Zeit an.


    Szenario 2: Höhepunkt im Herbst 2020 mit Folgewellen

    Das zweite Szenario der US-Forscher zeichnet ein düsteres Bild. Dabei kommt es im Herbst zu einem erneuten Corona-Ausbruch, der größer als die erste Infektionswelle ausfällt.Das würde erneute Beschränkungen erfordern, um die Ausbreitung von Infektionen und die Überlastung der Gesundheitssysteme zu verhindern. Danach folgen eine oder mehrere kleinere Wellen im Jahr 2021, bis die Kurve deutlich abflacht. Dieses Muster orientiert sich an dem der Spanischen Grippe in den Jahren 1918 und 1919.


    Szenario 3: langsames Abklingen des Virus ohne erneuten Höhepunkt

    Das dritte Szenario rechnet nach dem Höhepunkt im Frühjahr mit kontinuierlich auftretenden Fällen ohne klares Muster. Ein erneutes Hoch wird hierbei nicht mehr erwartet. Trotzdem dauert es auch hier vermutlich noch bis 2022, bis die Pandemie gänzlich verschwindet, und das Virus würde weiterhin zu Krankheits- und Todesfällen führen.


    (Quelle: T-Online vom11.7.2020 "Wie lange könnte die Corona-Pandemie noch dauern?")


    Ich halte Szenario 2 für plausibel, weil das Virus inzwischen "überall" angekommen ist und bisher durch Lockdowns vor Ansteckung halbwegs geschützte Wirtspopulationen nun vermehrt ungeschützt unterwegs sind und die Menschen wieder Kontakte und soziale Nähe suchen.

    Nimmt man die Sache mit der Aerosol-Ansteckung ernst, dann muss es nach der Frischluft-Periode im Sommer zwangsläufig wieder zu mehr Infektionsfällen kommen, wenn die Menschen wieder mehr Indoor zusammen sind. Masken, Scheiben und Abstandsregeln reichen nur gegen Tröpfchen-Infektion, aber nicht gegen Aerosol-Übertragung.


    Für mich bedeutet das, sich auf einen unschönen Herbst/Winter einzustellen und sich entsprechend vorbereiten, um sich bei Bedarf auch über mehrere Wochen isolieren zu können (Vorräte, Infrastruktur, Einkommen).


    Grüsse

    Tom

    Oh mann, solche textlichen Ergüsse kommen heraus, wenn Betriebswirte meinen, sich auf technisches Terrain wagen zu müssen, nur weil ihr Abschluss "Wirtschaftsingenieur" heisst. Oder wenn man einen fremdsprachlichen Text mehrmals mit einem Online-Übersetzungstool hin- und her übersetzt.


    So wird dann aus dem (wohl vom Autor selbst erfundenen Begriff BOS zunächst ein Solar Balance of System und später im Text (Zitat) eine "Sonnensystemwaage".

    Und dann kommt die "Plant Balance" - gemeint ist wohl die Einbeziehung von Kraftwerkstechnik und -komponenten (power plant - Kraftwerk) - sie mutiert in einer Überschrift gar zur "Pflanzenbilanz". Entweder wurde der Text von einem Bot generiert, als "Pseudo-Content" oder der Autor hat es nicht für nötig gehalten, auch nur einmal drüber zu schauen.


    In der Kostenrechnung kennt man den Begriff TCO total cost of ownership, der macht bei einer ganzheitlichen Betrachtung von Investitionen in Anlagen auch Sinn: Anschaffung, Montage, Betrieb, Wartung, Reparatur, Abbau, Entsorgung/Recycling. Die Begriffe BOS und BOP & Co. sind etwas an den Haaren herbeigezogen, finde ich.


    Nix für ungut ;)


    Grüsse

    Tom

    Ich gebs zu, ist etwas overengineered. Die GAKs hab ich sehr günstig aus einem Anlagenrückbau bekommen, da waren je zwei PV-Sicherungen und der Schalter schon drin. Die Sammelleitung zum Technikraum hätte ich auch nicht in 25qmm ausführen müssen, bei meinen 40A Maximalstrom und der verlegten Leitungslänge hätten 10qmm gereicht; mit 25qmm könnte ich bis 100A gehen. Andererseits, wer weiß, ob die Module in 5-10 Jahren mal gegen stärkere ausgetauscht werden. Die ersten PV-Module der 400Wp-Klasse gibt es ja bereits (Maxeon 3 von SunPower). Bei mir auf dem Dach sind es noch "alte" 195Wp-Module.

    Die Kachelöfen, die ich (aus schwäbischen Wohn-/Bauernhäusern) kenne (hatte schon in zwei Häusern, die ich bewohnt hatte, welche und mein Bruder hat aktuell auch einen) heizten relativ schnell, weil es Warmluft-Öfen waren. Erkennbar an den Lüftungsgittern. Es muss also nicht stundenlang massives Mauerwerk erwärmt werden, wie das z.B. bei alten Kachelöfen z.B. in Berghütten der Fall ist.

    Diese Warmluft-Kachelöfen wurden meist in einer Raumecke eingebaut, vorzugsweise mit der Bedienung vom Hausflur aus (wg. Dreck/Asche). Der eigentliche Ofen stand dann z.B. im Wohnzimmer und beheizt zwei weitere angrenzende Räume über Lüftungsgitter. In einem Haus, das wir mal gemietet hatten, ging sogar ein Warmluftschacht nach oben in den ersten Stock und man hatte dort wiederum Lüftungsgitter in drei Räumen. Die Gitter sind als verstellbare Lamellen ausgeführt und so kann man die Heizwirkung auch halbwegs regulieren.


    Gegenüber einem Kaminofen hat so ein Warmluft-Kachelofen unschlagbare Vorteile, weil es eine wirksame Low-Tech-Heizanlage darstellt. Nachteil ist: man sieht das Feuer nicht schön durch eine Scheibe lodern.


    Und wie Asdrubal schreibt, ist ein Kachelofen im Bestand in D angezählt, was die Genehmigungsfähigkeit nach der BImschV angeht. Und da in D alle 5 Jahre eine Feuerstättenschau durch den Bezirksschornsteinfegermeister stattfindet, kann man so einen Ofen leider auch nicht einfach so weiter nutzen. Spätestens bei der nächsten Feuerstättenschau fällt er durch, muss stillgelegt werden und es droht ein Bußgeld. Bis Ende 2020 laufen die meisten Übergangsfristen ohnehin aus.


    Man kann einen Bestands-Kachelofen durch einen neuen Ofeneinsatz "upgraden", so dass er wieder betrieben werden darf, aber das kostet inkl. Austausch locker 4-5.000€, da bekommt man auch 2-3 aktuelle Kaminöfen dafür.


    Grüse

    Tom

    Hallo,

    bei meiner Inselanlage ging es auch wieder ein Stück voran. Die Generator-Anschlusskästen sind montiert und verdrahtet. 7 Stränge à 3 Module und 2 Einzelmodule. Die 7 Stränge liefern 21x195Wp = 4.095Wp welche an eine "Flexpower One"-Einheit von Outback gehen - MPPT-Laderegler, Wechselrichter, Ladegerät. Die beiden Einzelmodule habe ich über einen eigenen GAK direkt in den Technikraum geführt, um z.B. 12V/24V-Akkus separat zu laden oder auch einen Microwechselrichter als "Dauereinspeiser" betreiben zu können.


    Als nächstes gehts im Technikraum weiter. Der Kabelbaum zwischen Dachboden und Technikraum liegt ja schon.

    Das Werkzeug-Arsenal wird mit der Zeit auch deutlich umfangreicher:

    Crimpzange für MC4-Solarstecker: check

    Aderendhülsenzange bis 6qmm: check

    Aderendhülsenzange bis 35qmm: check

    Hydraulik-Presszange für Rohrkabelschuhe: check


    PV-GAKs.jpg


    Grüsse

    Tom

    Also ich wüsste nicht, wo ich Vorräte für ein oder gar zwei Jahre unterbringen sollte

    Mal eine Überschlagsrechnung: meine "Wochenvorratskisten" mit haltbaren Lebensmitteln für 2-3 Personen für 1 Woche haben Eurobehälterformat (30x40x28cm). Also etwa 33l Volumen, die ziemlich vollgepackt ausgenutzt sind. Für einen Monatsbedarf wären das 132l Volumen, für ein Jahr entsprechend 1.584l. Ein typischer Werkstattschrank aus Stahlblech mit 120x60x195cm hat ein Volumen von rd. 1.400l brutto, netto etwa 1.300l. Mit zwei solchen Schränken käme man auf ein Nutzvolumen von 2.600l. D.h. man würde den Jahresvorrat an Lebensmitteln locker unterbringen und hätte noch 1.000l Volumen für Getränke und div. Ausrüstung. Mit überschaubarem Aufwand machbar ist das schon, wenn man will.

    Zum Vergleich: ein 6türiger Kleider-/Schlafzimmerschrank "Pax" von IKEA misst etwa 300x60x200cm - das entspricht 3.600l


    Unsere Vorratshaltung ist aber auch nicht auf 1-2 Jahre Autarkie angelegt. Wir haben einen großzügigen Vorratsschrank für trockene Lebensmittel, Konserven und selbst Eingekochtes, der Inhalt dürfte 1-2 Monate ausreichen. Dazu eine kleine Kühltruhe, die rechnerisch 1-2 weitere Monat abdecken dürfte. Dann sind im Reiselaster vier vorgepackte Wochenkisten drin, so dass wir damit 3-5 Monate auskommen könnten. Als SHTF-Reserve habe ich derzeit 50kg Getreide (Weizen und Dinkel) eingelagert und ein paar Kilo Salz und Zucker. Mormon-Style quasi.


    Da wir einen kleinen Gemüsegarten im insgesamt 400qm Garten bewirtschaften, haben wir praktische Erfahrung im Anbau von Gemüse und könnten notfalls weitere Beete etc. anlegen. Ich achte auch darauf, dass wir immer einen Bestand an nicht überlagertem Saatgut, sowie Dünger und Frühbeetfolien etc. im Haus haben.


    Angedacht ist zum Beispiel, das ich für 1 Monat je ein Weckglas pro Produkt haben möchte, wobei ich wohl ca auf 3-4 Weckgläser mit einem Volumen von ca 3 Liter pro Glas / Monat kommen sollte (Schätzung).

    Die Glasgröße würde ich auf die vorhandene Einkochmöglichkeit optimieren. Lieber mehr kleine Gläser, als wenige große. Schon allein, wenn mal eins Luft zieht, dann ist der Verlust nicht so groß. Kleine Gläser kann man auch mal zwischendurch in einem großen Kochtopf einkochen und muss nicht den großen Einkochautomat nehmen.


    Grüsse

    Tom

    Dann frage ich dich warum ist der Mensch so blöd immer wieder die selben Fehler zu machen, die ihn ein Stück näher an den Abgrund bringen.

    Ich nenne es Schwarmdummheit. Einzelne Menschen mögen durchaus intelligent und zu schlüssigem nachhaltigem Handeln fähig sein. In der großen Gruppe scheint der Mensch jedoch ein paar Gänge runterzuschalten, was den Intellekt angeht. Während eine einzelne Ameise nicht besonders intelligent ist, kann die Ameisenkolonie durchaus komplexe Aufgaben lösen, beim Mensch ist eher das Gegenteil der Fall.


    Geschichte wiederholt sich halt. Gewalttätige Gruppen bekriegen sich, egal ob das die antiken Römer und ihre Gegner waren oder ob es heute in der Stadt Chaoten gegen Polizei sind. Die "genetischen" Mechanismen dürften die gleichen sein. Ein Gruppe gewinnt und befriedet das ganze mit "Brot&Spielen". In der Antike waren es die Armenspeisung und Gladiatorenkämpfe - heute sind es Harz4 und die Bundesliga bzw. RTL2.


    Irgendwann wird es den Leuten trotz Brot&Spielen zu langweilig und die Machteliten übertreiben es mit ihrer Selbstbereicherung und das Ganze gleitet in die Dekadenz ab. Dann gibts wieder gewalttätige Umwälzungen und eine andere Gruppe gewinnt. Und dann geht es wieder von vorne los.

    ...als Mikroelektroniker, der nebenan die Quantenphysiker hat, schmerzt mich der sorglose Umgang mit Helium etwas. Helium ist ein in reiner Form absolut knappes und vor allem endliches Gut. Es gibt in der Wissenschaft inzwischen Forderungen, den freien Verkauf von Helium just for fun einzuschränken.


    Versorgungsengpass bei Helium : Luftballonkrise in der Party-Branche (FAZ vom 24.05.2019)


    Knappe Ressourcen: Die Quellen des Kältetreibstoffs Helium versiegen. Ob in Forschung, Industrie, Technik oder Medizin – der Verbrauch von Helium nimmt zu. Doch das Edelgas ist auf der Erde rar und es gibt keinen Ersatz.

    (ZEIT vom 27.10.2011)

    Wer behauptet, dass Corona überstanden ist? Weltweit hat die Pandemie ihren Höhepunkt noch nicht mal erreicht.

    Ich glaube, wir werden spätestens im Herbst wieder alle brav zuhause sitzen (Lockdown) und das Reisen wird wieder massiv eingeschränkt. Was spricht dagegen, sich einen Umzugskarton mit Hygienematerial einzulagern? Klopapier, Schutzmasken, Desinfektionsmittel, Flüssigseife. Jetzt gibts das Zeug im Überfluss und zu stark fallenden Preisen. Das sind einmal 50 Euro investiert und die Sachen sind einige Jahre haltbar. Ich würde da gar keine Diskussion aufkommen lassen...


    Was Lebensmittelvorräte/Wasser/Notbeleuchtung/Kochmöglichkeit/Fluchtgepäck angeht: die Mindestempfehlung der Zivilschützer (wie dem BBK) sollte man ja eh zuhause haben, Corona hin oder her. Da fahr ich doch keine Vorbereitungen zurück, wenn es weniger Corona-Beschränkungen gibt. Das Zeug ist da, wird eingelagert und vergängliches wird rotiert.


    Ich würde die jetzige Situation als Verschnaufpause sehen, bevor es im Herbst/Winter wieder mit Einschränkungen weitergeht. UNd ich würde die Zeit nutzen, um z.B. meine Homeoffice/Homeschool-Bedingungen zu optimieren, aufgeschobenes zu erledigen (Autoreparaturen, Zahnbehandlungen etc.). Und wenn es dann doch nicht so schlimm kommt, mich freuen. Und falls die zweite Welle dann doch heftig zu uns kommt, entspannt bleiben, weil ich nicht losrennen muss, um mich mit anderen um Nudeln oder Klopapier balgen zu müssen.


    Grüsse

    Tom


    JHP22062020.jpg

    (Quelle: Johns Hopkins Covid-19 Dashboard vom 22.6.2020)

    Was man so über die FR40 liest, ist dass die Temperaturanzeige gerne mal falsche Werte anzeigt, also einen Offset hat, den man zwar korrigieren kann (was aber nicht in der Bedienungsanleitung steht). In Foren liest man was von 3 Grad zu niedriger Anzeige ggü. der tatsächlichen Temperatur.

    Ein weiterer Punkt scheint die geringere absolute Kühlleistung zu sein, die Box kühlt nicht tiefer als -10°C. Ist also nicht als "Tiefkühltuhe" zu gebrauchen, weil das für Fisch/Fleisch nicht kalt genug ist. Und bei den FR40-Modellen mit falscher Temperaturanzeige gibt man -10°C vor (tiefer kann man nicht vorwählen) und die Box kühlt dann aber nur bis -7°C. Sowas ist Murks.

    Die klassischen Kompressorkühlboxen kühlen normalerweise bis -18°C

    Dann hat bei der FR40 eine elektronische Bedieneinheit Einzug gehalten, mit Up-/Down-Tasten und Digitalanzeige für die Temperatur. Wie Udo schon beschrieben hat, sind solche Lösungen erfahrungsgemäß nicht sehr langlebig, weil Folientastaturen spröde werden, Kunststoffe reissen und Elkos austrocknen. Eine FR40 dürfte 3-5 Jahre funktionieren, aber nicht 20 Jahre. Eine "Anschaffung fürs Leben" ist sie jedenfalls nicht. Dafür kriegt man sie immer wieder mal für deutlich unter 300 Euro, was natürlich auch ein Argument ist (z.B. bei Camping Wagner für 288€). Natürlich nicht vor dem Beginn der Sommersaison...

    Ich hatte neulich einen offensichtlichen "Hygiene-Demonstranten" im Laden gesehen. Der trug allen Ernstes nen BH im Gesicht. Ein Cup als "Maske", der andere baumelte ihm vor der Brust. Begleitet wurde er offenbar von seiner Partnerin, die einen normalen MNS trug. Manchen ist nichts zu peinlich...

    Was man bei den genannten Mobicool-Modellen beachten sollte: die haben einen relativ kompakten Wärmetauscher für die Abwärme, der über einen permanent laufenden Ventilator gekühlt wird. Ein Amazon-Kunde hat den serienmäßig verbauten Lüfter ganz pfiffig durch einen temperaturgeregelten flüsterleisen Lüfter aus dem PC-Zubehör ersetzt. Umtausch und Garantie sind durch so einen Eingriff natürlich futsch.


    Unsere (uralte) Waeco-Kühlbox im Unimog hat noch einen klassischen (passiven) Wärmetauscher, wie an Haushaltskühlgeräten auf der Rückseite zu finden. Er ist als schwarzes Schutzgitter Teil des Gehäuses und um die Kompressoreinheit herum gebaut und kommt ohne Ventilator aus (das Gitter wird allerdings bei Raumtemperaturen um die 40°C sehr heiss, wenn man die Kühltemperatur auf -18°C eingestellt hat (um in Südtunesien für die Kinder Fruchtsaft in Leck-Eis zu verwandeln...)


    Grüsse
    Tom

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    Auch wenn man bekanntlich den Anhängern von Verschwörungstheorien nicht mit Fakten beikommen kann, hier ein Versuch:


    Die sprunghaft gestiegene Sterblichkeit in Europa zeigt sehr deutlich, dass in den letzten Monaten etwas passiert ist, was über die normale Grippe-Sterblichkeit weit hinausgeht: www.euromomo.eu/graphs-and-maps


    Dass die Corona-Toten bei uns in Europa nicht am Strassenrand gestapelt werden, wie in Ecuador, liegt vor allem daran, dass "unsere" Corona-Patienten zu 50% in Pflegeheimen sterben, unsichtbar für Otto-Normalverbraucher. Wer im privaten Umfeld mit Altenpflegerinnen oder Krankenhauspersonal zu tun hat, konnte deren Verzweiflung in den letzten Wochen deutlich miterleben, als ihre Einrichtungen zu regelrechten Todeszonen geworden sind. Normalerweise sterben in einem typischen Altersheim nicht mal eben 40-60 Leute in einem Monat, in letzter Zeit leider in sehr vielen Einrichtungen schon.


    Und nochmal für Leute wie Hans: es ist nicht die direkte Tödlichkeit des neuen Corona-Virus das Problem (verglichen mit dem Ebola-Virus, ist das neue Corona-Virus eher mild, was den typischen Krankheitsverlauf angeht). Es ist vor allem die Neuheit des Virus das Problem. Vor dem Übergang des Virus auf den Menschen als neuem Wirt kannte das menschliche Immunsystem diesen Erreger noch nicht. D.h. es gibt ein Potenzial von 8 Milliarden Menschen, die sich anstecken können und deren immunsystem nicht auf den Erreger vorbereitet ist. Und für so einen Fall genügt halt auch ein im Durchschnitt "weitgehend milder Verlauf" der Covid-19-Erkrankung, wenn von 8 Mrd. Menschen nur 1% diese Krankheit mit einem schweren Verlauf bekommt, sind das mal eben 80 Millonen Intensivpatienten zusätzlich zum normalen Patientenaufkommen. Und wenn von denen jeder Vierte stirbt, sind das 20 Mio. Tote zusätzlich. Und weil die begründete Sorge besteht, dass die weltweiten Gesundheitssysteme so eine zusätzliche Belastung durch Patienten nicht verkraften können und kollabieren, muss man nach wie vor davon ausgehen, dass diese 80 Mio. Intensivpatienten überwiegend nicht fachgerecht behandelt werden können und die überwiegende Mehrheit davon dann wegen Covid-19 verstirbt. Das wären dann bis zu 80 Mio. Tote. Kollateralschäden durch eine allgemeine Verschlechterung der Gesundheitsversorgung noch gar nicht eingerechnet. Und das ist nur ein Beispiel, wenn gerademal 1% der Bevölkerung schwer an Covid-19 erkrankt. Sind es 2%, verdoppeln sich die Zahlen der Opfer - mindestens.


    Mein Vorschlag an die Corona-Skeptiker ist, sich doch bitteschön zu Corona-Parties zusammenzufinden, sich freiwillig anzustecken (ist ja eh nur wie ne Grippe) und vorher eine Patientenverfügung unterschreiben, dass sie im Falle einer Covid-19-Erkrankung auf jegliche medizinische Versorgung verzichten, egal wie schwer die Krankheit verläuft.


    Grüsse

    Tom

    Die Gemengelage in den USA bleibt weiterhin interessant - bewaffnete, weiße "Bürgerwehren" mischen nun auch aktiv mit:


    "Beim Versuch von Demonstrierenden, die Statue des spanischen Konquistadors Juan de Oñate in der US-Stadt Albuquerque zu stürzen, hat ein Angehöriger einer Miliz einen Demonstranten angeschossen.(...)

    Bewaffnete einer selbst ernannten Bürgerwehr hatten versucht, den Sturz der Statue zu verhindern, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. (...)

    Die Gouverneurin des Bundesstaats New Mexico, Michelle Lujan Grisham, verurteilte die selbst ernannte Bürgerwehr. Sie seien vor Ort gewesen, um Demonstranten zu bedrohen. In ihrem Bundesstaat gebe es keinen Platz für Milizen, die versuchten, Menschen "zu terrorisieren".Der Polizeichef von Albuquerque, Michael Geier, teilte mit, es gebe Berichte, dass Bürgerwehrgruppen für die Gewalt verantwortlich gewesen seien. Sollte sich dies bewahrheiten, würden die Betroffenen zur Rechenschaft gezogen." (SPIEGEL, 16.6.2020)

    Ich verwende einen USB-Stick mit eingebauter Hardware-Verschlüsselung. Kingston DTVP Data Traveler Vault Privacy.

    Darauf sind die Daten AES-verschlüsselt. Das Ver- und Entschlüsseln übernimmt ein Prozessor im USB-Stick "on the fly", d.h. immer dann, wenn Daten übertragen werden. Im Flash-Speicher des Sticks sind die Daten immer verschlüsselt. Das Passwort zur Entschlüsselung gibt man am Rechner ein. Nach zehn Fehlversuchen bei der Passworteingabe löscht der Stick seinen internen Schlüssel und die Daten sind nicht mehr wiederherstellbar. Den Fehlversuchszähler kann man nur durch Formatieren des Sticks zurücksetzen.

    Es gibt auch eine Variante, mit Tastenfeld direkt am Stick, was prinzipiell sicherer ist, als das Passwort an einem potenziell unsicheren PC einzutippen.

    Aber wenn man seine Daten im Wesentlichen vor dem Verlust des Sticks schützen will, ist die Sicherheit der Passworteingabe zweitrangig.


    Steckt man einen DTVP-Stick an einen Rechner, erkennt dieser ein CD-Laufwerk im nur-Lesen-Modus. Darauf ist eine ausführbare Datei, die man starten muss. Es gibt die Anwendung dort für Linux, Mac und Windows. Dazu braucht man keine besonderen Rechte auf dem Rechner. Die Anwendung öffnet ein kleines Fenster und fragt nach dem Passwort und man kann den Betriebsmodus festlegen (Read-only oder Read&Write). Hat man das Passwort richtig eingegeben, gibt der Stick die Daten-Partition frei, die dann wie ein normaler USB-Stick eingebunden wird,


    Grüsse

    Tom

    Den Odroid C4 gibts mittlerweile für 69 Euro bei Pollin. Wer Pollin-Kunde ist oder deren Newsletter abboniert hat, weiss, dass die ca. einmal pro Monat einen 5-Euro-Gutschein ausgeben (für Bestellungen ab 29/39 Euro). Da lohnt ein Eigenimport für 54Euro + 19% EinfuhrUSt = 64,26 Euro nicht mehr wirklich. Zumal man die Sendung noch selber beim Zollamt abholen muss und dort für jeden Lagerungstag nach Sendungseingang auch noch mal Gebühren zahlen muss (50 Cent je Packstück und Tag). Von der lästigen Diskussion, ob gewerblich oder privater Import, Produktkonformität (CE) etc. mal ganz abgesehen. Und im Garantiefall bzw. bei Nichtgefallen schicke ich das Zeug kostenlos an Pollin zurück und bekomme mein Geld wieder.


    Hab auch schon mehrfach Sachen selbst importiert (China und USA) und kenne das Prozedere beim Zoll. Einmal hatte ich zwei USB-Endoskopkameras bestellt. Geliefert bekam ich zwei pinkfarbene Hello-Kitty-Kinderkopfhörer... Der chinesische Absender entschuldigte sich für das Versehen und bot mir Erstattung an, wenn ich die Kopfhörer frei zurückschicken würde. Hätte mich 16 Euro gekostet. Nach dem Motto "man wirft schlechtem Geld kein gutes hinterher", hab ich das Ganze dann abgeschrieben.


    Grüsse

    Tom