Beiträge von tomduly

    Halt mal eine entsprechende Gehaltsabrechnung von 1999 daneben

    Ich kann mich noch gut an eins meiner ersten Vorstellungsgespräche als frisch gebackener FH-Ing. im Jahr 1997 erinnern. Als ich nach meiner Gehaltsvorstellung gefragt wurde, antwortete ich ganz tapfer: "2.000DM netto wären so meine Vorstellung für den Einstieg". So ungefähr kam es dann auch. Damals war ich grad solo, wohnte mit günstiger Miete in einer Dachwohnung in einer Kleinstadt und bei diesem Verdienst sind monatlich über 1.000DM übrig geblieben, trotz Auto, Reisen und einmal wöchentlich im MediaMarkt nach ner Stunde Titel durchhören dann diverse Musik-CDs kaufen (27,99 DM das Stück).

    Könnte bei einem relativ neuen Ofen auch daran liegen, dass man den Zug nicht mehr soweit runterregulieren kann, dass das Holz nur noch schwelt. Denn dabei entsteht viel Feinstaub und Kohlenmonoxid, das will man ja heute nicht mehr. Wenn man mit großem Sauerstoffüberschuß verbrennt, geht das Holz ratzfatz durch den Kamin.

    Ich bin auf den Montag gespannt, da bin ich nach einer Woche Homeoffice erstmals wieder in der Firma. Die liegt praktischerweise im Einzugsbereich der Metzgerei und sie liefert dort dann per Kurier. Müsste gestern schon ausgeliefert worden sein. Hoffe, meine verfressenen Kollegen haben sich nicht schon darüber hergemacht...

    Der AJ1000-12 S ist ein schönes Gerät für ein 12V-Batteriesystem, um ein 230V-Inselnetz aufzubauen, z.B. für eine Jagdhütte, Schrebergarten. Die Probleme, nebenbei auch 12V-Verbraucher zu betreiben, hast Du ja erkannt. Deshalb würde ich es tatsächlich bei 230V-Verbrauchern lassen.


    Einziger Nachteil des AJ100-12 S ist die niedrige zulässige Modulspannung von 25V. Man kann also keine Standard-PV-Module mit 72, 80 oder mehr Zellen anschließen, wie sie millionenfach und preiswert auf Hausdächern verbaut sind. Die haben i.d.R. eine Leerlaufspannung von >36V.


    Du musst Dich auf 12V-Module (mit 36 Zellen und 18V Leerlaufspannung) beschränken, die bezogen auf die Leistung (€/W) deutlich teurer sind, weil das der Markt der Wohnmobile und Boote ist. Aber Du hast ja schon zwei Module, von daher würde ich KISS (keep it simple & stupid) bevorzugen und eine reine 230V-Insel mit dem Studer aufbauen.


    Für ein Inselnetz in 12V wäre z.B. ein Victron MPPT - Laderegler einfacher und völlig ausreichend, die BlueSolar-Laderegler bieten einen Lastausgang, der bei Unterspannung der Batterie abschaltet und die aktuellen Modelle lassen sich per Bluetooth vom Handy aus überwachen.


    Du kannst natürlich auch den Studer verkaufen (Neupreis um die 1.000€) und Dir ein 12V-System mit nem Victrom MPPT Laderegler (ab 75€) zusammenstellen. Dann hast Du halt keinen 230V-Wechselrichter, kannst aber auf Standard-PV-Module zurückgreifen.

    Alle Solarlampen die ich bisher in den Fingern hatte waren mit NiMh Akkus bestückt, also keine Brandgefahr.

    Auf den von Witness eingestellten Bildern erkenne ich in beiden Fällen Akkus mit der Aufschrift 18650, woraus ich schlußfolgere, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit Li-Ionen-Zellen sind. Ein Messung der Spannung würde abschließende Sicherheit geben.


    Li-Ionen-Zellen sind bekannntermaßen etwas heikler als andere Akku-Technologien. Während ein NiMH-Akku, der bei Überladung ebenfalls intern Gase entwickelt, die den Akku aufblähen bzw. an einer Sollbruchstelle platzen lassen, besteht bei Lithium-Ionen-Zellen noch die Gefahr des thermal runaways, d.h. dass der Akku immer heißer wird und sich selbst entzündet. Das ist bei NiMH- oder auch Blei-Akkus sehr selten (aber grundsätzlich auch möglich, es gibt sogar Versuche mit Blei-Gel-Akkus, in denen ein Thermal Runaway provoziert werden konnte, weil die i.d.R. großen Bleiakkus eine hohe Energiemenge bereitstellen können).


    Das Risiko einer Überladung einer Li-Zelle in einer Solarlampe mit der winzigen Solarzelle halte ich für gering. Für größer halte ich das Risiko einer Tiefentladung, wenn zu wenig oder lange Zeit gar nicht geladen wird (z.B. wenn solche Lampen den Winter über irgendwo gelagert werden), die Lampe leuchtet bis, der Akku leer ist und dann so herumliegen werden. Dann kann es spätestens beim nächsten Aufladen zu Problemen kommen.


    Ich weiss auch nicht, ob die Akkus über eingebaute Schutzschaltungen verfügen oder in der Elektronik der Solarlampe ein Ladecontroller drin ist, der bei drohender Unter- und Überspannung den Akku abschaltet. Dann wäre das Brandrisiko gering.


    Selbst die einfachen Solarlampen mit NiMH-Akku haben in der Regel einen simplen, aber wirksamen Ladecontroller (YX8018) eingebaut. Deshalb würde ich mal unterstellen, dass eine in der EU verkehrsfähige Solarleuchte mit Li-Akku ebenfalls über einen passenden Ladecontroller-IC verfügen (müssen), der eine Fehlladung des Li-Akkus unwahrscheinlich macht. Bei Eigenimporten über Alibaba&Co. mag das anders aussehen.


    Hier ein Fachartikel aus Brandschutzsicht über das Brandrisiko von Li-Akkuzellen, da ist auch eine ausgebrannte 18650-Zelle abgebildet. Die Empfehlung lautet, Li-Zellen niemals unbeaufsichtigt zu laden und die Akkus auf einer feuerfesten Unterlage mit Abstand zu brennbaren Materialien zu lagern. Wenn man die Solarlampen im freien aufstellt, um sie mit Sonnenlicht zu laden, sollte eigentlich nichts passieren. Lagern würde ich die Lampen aber auch ein einem feuersicheren Bereich und nicht im Bücherregal oder sonstigen Orten mit hoher Brandlast. Dann hat man schlimmstenfalls eine verkokelte Lampe und etwas Sauerei. Das gilt im Grunde auch für alle anderen Geräte mit Li-Akkus (Handy, Tablet, Notebook, Akkuwerkzeuge etc.). Je größer die Akkukapazität, um so größer auch das Schadenspotenzial. Ein abbrennender E-Bike-Akku reicht aus, eine komplette Wohnung unbewohnbar zu machen oder ein Wohnmobil in Brand zu stecken.

    Ich möchte kurz darauf hinweisen, dass - entgegen des allgemeinen Lebensgefühls und mit allem Verdrängen, das ich so beobachte - die Pandemie nicht vorüber ist. Gerade das "zusammenrücken" wird mit dem Aspekt dann schwierig.

    Das ist tatsächlich ein Problem, das es zu beachten gilt. In unserem kommunalen Krisenstab haben wir aus genau diesem Grund vereinbart, als Notunterkunft bei akutem Strommangel/Wärmemangel nicht eine Turnhalle als Notunterkunft für die Bevölkerung bereitzustellen, sondern eine Schule, die aus mehreren Bauabschnitten besteht, um so etwas wie eine Art Quarantänebereich oder auch einen Bereich für Corona-Positive einrichten zu können. Unser DRK-Ortsverein hat vorsorglich auch die Bestände an Hygienematerial und Schnelltests deutlich aufgestockt.

    Da die Impfquote bei uns recht hoch war/ist, sind die derzeitigen Covid-19-Erkrankungen weit überwiegend "Erkältungen", so dass wir davon ausgehen können, dass es für die einheimische Bevölkerung kein allzugroßes Thema sein wird, wenn es zu mehr Ansteckungen kommt. Vorsicht ist dennoch geboten, es können ja jederzeit wieder Mutationen in Umlauf kommen, die noch gefährlicher sind als Omikron.

    Was man in Pflegeheimen immer noch machen kann, ist die Angehörigen in die Verantwortung nehmen. Sprich, z.B. die nicht bettlägerigen Bewohner/innern nach Hause verlegen. So wird das auch in Krankenhäusern gehandhabt, wenn evakuiert werden muss: alle die auch ambulant versorgt werden können, schickt man nach Hause. Das reduziert die Betreuungslast schon mal ganz erheblich.


    Man sollte bei der ganzen Geschichte aber nicht die Nerven verlieren.


    Ich gehe zum einen nicht von einem flächendeckenden Blackout unbestimmter Dauer aus, ich rechne eher mit regional begrenzten stundenweisen Abschaltungen wegen fehlender Regelungskapazitäten. Und da könnte ich mir vorstellen, dass man zunächst Bereiche nimmt, bei denen man nicht sofort einen riesigen Schaden anrichtet. So könnte man einen Universitätscampus oder große Freizeiteinrichtungen vom Netz nehmen, ohne dass ich sofort mit Bränden, Straßenschlachten und Toten rechnen muss. Auch in Gewerbegebieten könnte man gezielt Unternehmen abschalten, die nicht "kriegswichtig" sind. Lebensmittelversorger und Treibstoff-Logistiker sollte man schützen, aber Möbel- oder Autohäuser oder auch Hochglanz-Shoppingmalls in Innenstädten könnte man bei Abschaltungen "bevorzugen".


    Zum anderen beobachte ich gerade eine bisher nicht gekannte Freisetzung von "ziviler Kampfkraft". Unsere Nahwärme-Genossenschaft rüstet ihre drei Biogas-Anlagen auf notfallmäßigen Inselbetrieb auf. Es gibt sogar Überlegungen, das örtliche Stromnetz in dem Teilort mit den Biogasanlagen bei einer Strommangellage aktiv vom überörtlichen Stromnetz zu trennen und über die 4 Gasmotoren mit je 500kW elektrischer Leistung zu versorgen. Eine "Großinsel" sozusagen. Gespräche mit der zuständigen NEtze BW laufen jedenfalls. Von Vorteil ist, dass wir einen leistungsfähigen Elektroinstallationsbetrieb im Ort haben, der auch 10kV-Schaltanlagen beherrscht und die Energiegenossenschaft von einem örlichen Ingenieurbüro für Elektrotechnik betreut wird.

    Die Turnhallen werden derzeit landauf landab schon als Unterkünfte für Geflüchtete aus der Ukraine belegt. Denn die guten Sozialleistungen in D und die quasi Gleichstellung der Ukrainer mit EU-Bürgern (aufgrund der EU-Massenszustrom-Richtlinie) macht sie zu "Premium-Flüchtlingen", da sie Anspruch auf Hartz 4/Bürgergeld und alle damit verbundenen Leistungen haben, das ist bedeutend mehr, als das Asylbewerberleistungsgesetz anderen Geflüchteten zugesteht. Das zieht momentan zigtausende Ukrainer, die schon in der EU sind, an.


    Ab nächster Woche beginnen in BaWü die Landkreise damit, ihren Kommunen Flüchtlinge einfach zuzuweisen, egal, ob die KOmmunen freie Unterkünfte vor Ort gemeldet haben oder nicht. Die Zuweisungsquote beträgt 2% der Einwohnerzahl. D.h. bei 4.000 Einwohnern muss eine Gemeinde 80 Personen unterbringen. Bei 100.000 Einwohnern entsprechend 2.000 Personen. In einer normalen Turnhalle kann man ca. 80 Personen einquartieren. Für eine 100.000-Einwohner-Stadt wie z.B. Reutlingen entspräche das 25 Turnhallen (die Stadt verfügt insgesamt über 37 Turn-/Sport-/Festhallen).


    Das ist im Moment die Dimension. Die Turnhallen werden knapp nicht nur für den Regelbetrieb der Schulen und Vereine, auch als Notfallreserve für den allgmeinen Bedarf.


    Hier im ländlichen Raum kommt immerhin etwas Bewegung in die Nutzung leerstehender Bauernhäuser. Um die haben die Landratsämter bislang einen Bogen gemacht (nicht zumutbarer Standard, zu niedrige Deckenhöhe, zu abgelegen usw.). Angesichts der sich verschärfenden Lage am Wohnungsmarkt für Geflüchtete und einer unsicheren Energie-Lage im Winter sind gerade diese Gebäude nun doch attraktiv: Möglichkeit der Ofenheizung, genügend Wohn- und Schlafräume, Anreiz für die Geflüchteten, sich selbst um ihr Dasein zu kümmern.

    ist das dann Zwangsurluab?

    Jein, nennt sich Betriebspause.


    Ist bei uns im Betrieb ähnlich und schon seit Jahren so. Da gibt es extra eine Betriebsvereinbarung dafür. Die genaue Dauer und der Zeitpunkt werden bei uns jährlich zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat ausgehandelt. Bei uns ist es so geregelt, dass man für diese Betriebspause Gleitzeit ansparen kann oder man eben Urlaubstage nehmen muss. Unsere Betriebspause geht meistens vom 22.12. bis 6. Januar (bzw. in 2023 bis 8.1. wg. Wochenende). Das sind dann um die 80h Gleitzeit oder 10 Urlaubstage, die man dafür aufbringen muss. Das hat einen "reinigenden Effekt" auf Urlaubs- und Gleitzeitkonten. Der ist bei uns auch von Seiten des Betriebsrats gewollt. Um die ausufernden Gleitzeitkonten in den Griff zu bekommen, wurde bei uns sogar eine automatische Kappung bei den Gleitzeitkonten festgelegt: hat ein Arbeitnehmer 100h auf dem Konto, wird der jeweilige Vorgesetzte vom Zeiterfassungssystem informiert, er soll dann schauen, warum der Kollege so viel arbeitet. Mehr als 160h erfasst das Gleitzeitkonto gar nicht, d.h. die darüberhinaus anfallenden Stunden werden nicht gezählt. Wir haben aber auch eine vergleichsweise großzügige Regelung, was das abfeiern von Gleitzeitguthaben angeht: es dürfen monatlich bis zu zwei Gleittage frei genommen werden, die man auch vor und nach Urlaubstagen platzieren kann. Ergibt 24 Gleittage, die man frei nehmen kann und zusammen mit 30 Tagen tariflichem Urlaub kommt man da nicht zu kurz.

    Ist vielleicht aber auch eine Besonderheit meines Arbeitgebers (Mikrochipforschung), da geht kaum einer unter 9-10h pro Tag aus dem Haus, so dass vor der Gleitzeitguthabenbegrenzung fast die Regel war, dass jeder 300-400 Stunden auf seinem Konto hatte.

    Es ist in D ja an sich so, dass die einem vertraglich zustehenden Urlaubstage in dem Jahr genommen werden müssen, in dem sie anfallen. Alturlaub ins neue Jahr mitnehmen ist nur unter bestimmten Bedingungen möglich, auch wenn da viele Arbeitgeber sehr großzügig sind. Bei uns müssen Urlaubstage aus dem Vorjahr bis zum 1.9. des laufenden Jahres genommen sein, sonst verfallen sie ersatzlos. Theoretisch könnte der Arbeitgeber die alten Urlaubstage auch schon am 1.1. verfallen lassen.


    Unternehmen, die das mit der Betriebspause erst jetzt einführen, müssen sich natürlich was einfallen lassen, weil man ja zum Jahresende davon ausgehen muss, dass die Leute ihre diesjährigen Urlaubstage aufgebraucht haben.

    Im Haus unserer Nachbarin befand sich früher die "Lichtstub", das war ein Raum von der Größe eines Wohnzimmers, beheizt mit einem Holzofen und beleuchtet mit Petroleum-Laternen. Dort trafen sich die Frauen im Winter am frühen Abend zum Stricken, Sticken, Nähen und zum tratschen. So teilte man einen Raum, der beleuchtet und beheizt war.

    Was spricht dagegen, das in einer Nachbarschaft auch ähnlich zu handhaben. Mitmachen darf, wer sich mit irgendwas nützlichem einbringt. Oder man trifft sich reihum jeden Tag bei einem anderen. In der Not rücken die Menschen zusammen, auch wenn wir uns das aus der "heilen Wohlstandswelt" heraus kaum vorstellen können.

    Bei uns wird der Gemeinderat in der nächsten Sitzung vom Netzbetreiber NetzeBW über die Vorbereitungen bezüglich einer Gas- und Strommangellage gebrieft.

    Die Kommunen in BaWü wurden zudem vom BaWü Gemeindetag dringend aufgefordert, das Thema Notunterkünfte bei Stromausfall konkret vorzubereiten.

    Es geht ja nicht (nur) um die Temperatur in den Büros, es geht ja ums Einsparen von Energie, in dem man z.B. die Produktion ruhen lässt Für den Arbeitgeber meiner Frau kenne ich jetzt zuwenig Details der Anlagentechnik. Aber bei meinem Arbeitgeber habe ich da Einblick. Wir haben z.B. in unserem Reinraumgebäude eine Lüftungsanlage mit insgesamt 520kW Motorleistung. Da kommen in 24h mal eben 12.500kWh Verbrauch zusammen. D.h. täglich der Jahresverbrauch von vier 4-Personenhaushalten... Da bringt eine um zwei Wochen verlängerte Weihnachtspause eine Ersparnis von 175.000kWh.

    Und nur, wenn mehr zu Hause als im Büro gearbeitet wird und idealerweise im Büro kein eigener Schreibtisch zur Verfügung steht (Desksharing) hat man eine Chance, das Arbeitszimmer zu Hause beim Finanzamt geltend machen zu können.

    Das Thema Arbeitszimmer ist m.E. überbewertet. Ich hatte bislang nie Probleme mit dem Finanzamt, wenn ich in der Steuererklärung angegeben habe, z.B. meine private Rechnerausstattung und meinen privaten Telefon-/Internetanschluss zu z.B. 40% dienstlich zu nutzen und die Ausgaben dafür entsprechend anteilig aufgelistet habe. Auch die Anschaffung eines größeren Monitors und Videokonferenzausstattung fürs HomeOffice habe ich als Werbungskosten angegeben und wurden akzeptiert.


    Für den Fall einer Prüfung oder kritischer Nachfragen, wie ich auf den Anteil dienstlicher Nutzung von privaten Geräten oder Infrastruktur komme, habe ich die detaillierte Zeiterfassung meines Arbeitgeber parat, die meine Anweseneitszeiten zuhause und im Betrieb nachweist.

    Veträge leider mit "Mobilem Arbeiten" => keine chance ein HomeOffice von der Steuer abzusetzen.

    Verstehe ich nicht, ich mach die o.g. anteilige Erklärung von Werbuingskosten schon seit langem und wurde vom FA noch nie nach irgendwelchen Vertragsdetails im Arbeitsvertrag gefragt.


    Die rechtliche Unterscheidung von Telearbeit und mobilem Arbeiten ist doch vor allem arbeitsrechtlicher Natur. Bei Telearbeit wird angenommen, dass man an einem anderen Ort als der üblichen Arbeitsstätte eine weitere Arbeitsstätte im Verantwortungsbereich des Arbeitgebers nutzt. Für diese Arbeitsstätte greift die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers, der sicherstellen muss, dass dieser Platz die Anforderungen an Arbeitssicherheit erfüllt.


    Mein Arbeitgeber verlangte von mir eine umfangreiche Fotodokumentation und Beschreibung der Lüftungs- , Sitz- und LIchtverhältnisse. Das wurde vom Arbeitssicherheitsausschuss bewertet (ich bekam die Auflage, den Monitor etwas höher zu stellen...). Damit ich beim Telearbeiten keinen tödlichen Stromschlag erleide, wurde mir eine geprüfte Steckdosenleiste mit eingebautem FI/LS-Schalter ausgehändigt und ich musste Stein und Bein schwören, dass ich daran alle elektrischen Arbeits- und Betriebsmittel anschließe, die ich am Telearbeitsplatz verwende. Diese Steckdosenleiste muss ich (glaub ich) alle drei Jahre dem Betriebselektriker vorlegen, damit er sie prüfen und mit einem neuen Bebberle "geprüft" versehen kann.


    Holt man sich an einem so geprüften und freigebenen Telearbeitsplatz dann im Lauf der Jahre eine Berufskrankheit, dann ist man unter dem Schutz der für den Arbeitgeber zuständigen Berufsgenossenschaft, d.h. Behandlungen, Reha, Kuren etc. oder eine Erwerbsunfähigkeit sind abgesichert.


    Mobiles Arbeiten ist dagegen die komplette Risikoabwälzung auf den Arbeitnehmer, so nach dem Motto: "Nimm Dein Notebook und arbeite wie und von wo aus Du willst. Und wenn es mitternachts im Central Park in Manhattan ist. At your own risk. Denn wir haben für Dich ja in der Firma einen Arbeitsplatz eingerichtet, der den ganzen Sicherheitsanforderungen entspricht und den Du nutzen kannst. Wenn Du das nicht willst, okay, aber auf eigene Verantwortung."

    Aber Termine für den Neueinbau gibt es hier erst wieder im nächsten Sommer.

    Einen Kaminofen anzuschließen ist doch Plug&Play. Sackkkarre, ggf. nen kräftigen Helfer und die passenden Ofenrohre. Nach dem Aufstellen zeitnah dem Schorni Bescheid geben, dass dieser den Ofen beim nächsten Besuch in Augenschein nimmt und "genehmigt". Den alten Ofen vors Haus stellen und "zu verschenken" dran schreiben. Je nach Lage dauert es ein paar Tage und es klingelt jemand, der den Ofen haben möchte.

    Für unseren Kaminofen kostet die gebogene Scheibe als Ersatzteil rund 600€ - bei einem Neupreis des Ofens von 1.500€, als wir ihn 2006 angeschafft haben, ist das dann wirtschaftlicher Totalschaden... Zumal der Ofen die aktuellen Feinstaubwerte eh nicht mehr schafft und bei der nächsten Feuerstättenschau über die Klinge springen dürfte. In der Schweiz habe ich den gleich Ofen in gebraucht für CHF 150 gefunden, wären aber 700km Hin- und Rückweg, um einen alten Ofen als Ersatzteilspender für einen alten Ofen zu haben, lohnt auch nicht wirklich.


    Eine kurze Recherche ergab, dass es - oh Wunder - immer noch Öfen im Handel zu kaufen gibt, in einem nahgelegenen Toom-Baumarkt gibt es sogar einen Kaminofen mit 7kW "im Markt verfügbar" für 700€.


    Deshalb wird keine Ersatzscheibe mehr angeschafft. Schätze mal, dass die Preise und die Liefersituation für neue Öfen sich in den nächsten Monaten wieder einpendeln wird, wenn alle, die jetzt panikartig einen Ofen für den russischen Winter beschafft haben, ausgestattet sind.

    Ähnlich wie der Effekt auf dem Markt der Wohnmobile: hab mich gestern mit einem Vermieter von Wohnmobilstellplätzen (zur Einlagerung über den Winter) unterhalten: es gibt gerade wieder jede Menge freigewordene Stellplatzkapazitäten, weil viele der WoMo-Käufer aus den Pandemie-Hochzeiten 2020/21 ihre Mobile wieder abstoßen und keinen Bedarfs mehr an Stellplätzen haben.


    Wir drücken uns die Daumen, dass die Scheibe diese Saison noch hält und dann kommt ein neuer Ofen in die Hütte. Sollte die Scheibe kaputtgehen, würde ich zunächst mit einem Blech am oberen Bereich die Öffnung verkleinern und den Ofen notfalls als offenen Kamin betreiben. Ein Blech, das die Öffnung komplett verschließt zu biegen, würde ich mir aber auch selber zutrauen. Man braucht halt eine Form mit dem passenden Radius, das könnte ein Plastikfass sein oder ein Stapel Autoreifen o.ä. Notfalls dengelt man das über ein dickes Rundholz/Baumstamm/Hackklotz... da findet sich schon was.

    Bisher dachte ich, die Faulgase werden nicht genutzt da sie extrem aggressiv sind

    Nach den letzen Energiekrisen (1973 und 1979) hatte man begonnen, das "Faulgas" in Kläranlagen aufzufangen. Damals waren sog. "Faultürme" en vogue, in denen der Klärschlamm ausgefault wurde. Das dabei anfallende Faulgas besteht ja überwiegend aus Methan, aggressiv sind die Schwefelwasserstoffverbindungen, insbesondere, wenn sie mit Wasser in Verbindung kommen und dann schweflige Säuren bilden. Das kann man aber durch entsprechende Filter in den Griff bekommen. Im Grunde sind die Gase, die in Biogasanlagen produziert werden auch nichts anderes. Technisch hat man das im Griff.


    In denn 1990ern war Energie dann wieder billig und in der Abwasseraufbereitung standen andere Dinge im Vordergrund, als den Biogasertrag zu maximieren. Man hat die Kläranlagen auf belüftete Becken umgestellt, in denen die biologischen Abbauprozesse dann anders ablaufen aerob statt anaerob. MIttlerweile sieht man das Potenzial an Biogas aus der Klärschlammaufbereitung wieder als wertvoll an.

    Die Gemeinde hat soweit erst mal alles richtig gemacht und auch die Fragen gut beantwortet.

    Aus rein praktischen Gründen halte ich auch Feuerwehrmagazine als die besser geeigneten Anlaufstellen für die Bevölkerung. Die Gerätehäuser (bzw. Feuerwachen in Städten) sind nämlich halbwegs gleichmäßig verteilt, weil hier gesetzliche Anforderungen an die Alarmierungs- bzw. Ausrückezeit erfüllt werden müssen. Das ist bei Rathäusern oder anderen kommunalen Gebäuden nicht der Fall. Rathäuser liegen zwar meistens zentral, aber nicht unbedingt von allen Stadtvierteln bzw. Ortsteilen gleich gut erreichbar. Ausserdem müsste man beim Betrieb von Rathäusern als Anlaufstellen diese zwingend mit irgendeinem autarken Kommunikationsmittel mit den Feuerwehrmagazinen verbinden, um eingeganene Hilfegesuche dorthin weiterleiten zu können.


    Natürlich kann man ein Rathaus ein wenig für Notstrombetrieb härten, damit dort der Krisenstab tagen bzw. die Rathausverwaltung einen Notbetrieb anbieten kann. Aber für die Abarbeitung akuter Notfallmeldungen halte ich Rathäuser für eher ungeeignet, weil die sowieso zur Feuerwehr bzw. dem Rettungsdienst gemeldet werden müssen. In Großstädten bzw. auf Landkreisebene ist das was anderes, da muss ein Lagezentrum eingerichtet und 24/7 betrieben werden können.

    Interessanter Schlenker von Erdogan (Quelle: spiegel.de vom 20.09.2022, Eintrag von 12:36 Uhr) :


    Erdoğan fordert Rückgabe russisch besetzter Gebiete an Ukraine


    "Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat die Rückgabe der von Russland besetzten Gebiete an die Ukraine gefordert. »Wenn in der Ukraine ein Frieden hergestellt werden soll, wird natürlich die Rückgabe des besetzten Landes wirklich wichtig. Das wird erwartet«, sagte Erdogan in einem Interview mit dem US-Sender PBS. »Die besetzten Gebiete werden an die Ukraine zurückgegeben.« Genauso müsse die von Russland annektierte Halbinsel Krim an die Ukraine zurückgegeben werden.Ankara hat bereits in der Vergangenheit die Annexion der Krim 2014 verurteilt und immer wieder auf die Achtung der Souveränität der Ukraine gepocht. Die Türkei pflegt eigentlich eine gute Beziehung zu Moskau und zu Kiew. Erdoğan hatte sich kürzlich mit einer Reihe von Aussagen jedoch deutlich an die Seite von Kremlchef Wladimir Putin gestellt und dem Westen etwa »Provokation« im Ukrainekrieg vorgeworfen. Am Wochenende hatte Erdoğan erklärt, das Nato

    -Land Türkei wolle der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) beitreten, deren größte Mitglieder China und Russland sind."