Beiträge von tomduly

    ...ja der Wahnsinn bricht sich langsam aber sicher auch bei uns seine Bahn. Fakten oder alternative Fakten, was solls. Aber dass Chemtrails und Haarp von den Irren mit den rosa Handzetteln gleich mit aus der Mottenkiste geholt werden...hmpf. Irgendwo hoffe ich immer noch, dass das alles nur eine bitterböse Satire von Martin Sonneborn ist und er gleich grinsend um die Ecke gehüpft kommt . Aber allein schon die Tatsache, dass es DIE PARTEI 2014 und 2019 zu Abgeordneten-Mandaten im EU-Parlament gebracht hat, lässt mich mittlerweile auch schon an der "Fakten-Fraktion" der Gesellschaft zweifeln...

    ...streng nach Dr. Schnitzer (der von den Getreidemühlen), soll gemahlenes Getreide _sofort_ nach dem möglichst luftarmem Mahlvorgang verarbeitet werden, weil sonst die wertvollsten Bestandteile im Mehl innerhalb kurzer Zeit oxidieren und damit wertlos würden. Für weißes Auszugsmehl gilt das sicher nicht, das ist ja nur noch Stärkepulver...

    Denke mal, dass der Unterdruck beim Vakuumieren den Deckel soweit anhebt, dass die Luft aus dem Glas entweichen kann. Wird die Vakuumkammer belüftet, drückt der dann höhere Außendruck den Deckel auf die Dichtung und das ganze bleibt dicht. Beim Einkochen passiert ja im Prinzip das Gleiche: die Dampfbildung im Glas führt zu einem höheren Innendruck, der den geklammerten Deckel hochdrückt und der Dampf entweichen kann. Lässt man das Glas abkühlen, entsteht im Inneren ein Unterdruck, der den Deckel auf die Dichtung "zieht" (in Wirklichkeit "drückt" auch hier der höhere Umgebungsdruck den Deckel auf die Dichtung) und man kann beim abgekühlten Einmachglas die Klammern abmachen und der Deckel bleibt trotzdem "festgesaugt.

    Die einzige halbwegs sichere Ersatzheizung dürfte ein Kaminofen sein. Setzt aber einen passenden Kaminanschluss voraus und einen Ofen und Brennholz. Auf dem Land weit verbreitet, in Stadtwohnungen eher nicht, teilweise sogar verboten (z.B. in Stuttgart je nach Quartier).

    Für die kaminlose Wohnung bleibt eigentlich nur eine Elektroheizung ich würde einen "Ölradiator" empfehlen). Damit kann man einen nicht allzugroßen Raum durchaus beheizen. Aus meiner ehrenamtlichen Arbeit mit Geflüchteten kenne ich eine weitere Heizmöglichkeit: den elektrischen Backofen... Auf 250°C bei Umluft stellen und die Klappe aufmachen. Die Heizleistung liegt über der eines Ölradiators. Aber nicht ganz ungefährlich mit Kindern und Haustieren. Elektroheizungen setzen natürlich voraus, dass man noch Strom hat. Und ein gewisses Budget: 2kW-Radiator im Dauerbetrieb macht ca. 7 Euro Heizkosten pro Tag.


    Von allen anderen Heizmöglichkeiten mit offener Flamme in Innenräumen würde ich die Finger lassen. Auch Kerzen/Teelichte verzehren Sauerstoff und produzieren zudem ziemlich viel ungesunden Ruß als Feinstaub. In kritischen Situationen (z.B. Säugling droht zu unterkühlen) lieber zum Aufwärmen ins Auto vor den Haus sitzen und den Motor ne Stunde laufen lassen, kann man nebenbei noch elektrische Geräte betreiben und aufladen. Ist zwar nicht umweltfreundlich, aber vom Spritverbrauch her überschaubar: im Stand brauchen PKWs so um die 0,5-0,8l pro Stunde. Mit vollem Tank kann man das so 70-100h lang machen. Keinesfalls sollte man das mit dem Auto in einer Garage oder einem Parkhaus machen.


    Grüsse

    Tom

    Getreiderzeugnisse sollte man in dicht schließenden Behältern auis Plastik, Glas oder Blech lagern. da kommen die Motten nicht dran. Wenn sie da drin auftauchen, dann waren die Eier vorher schon im Lebensmittel.

    Manchmal holt man sich die Motten z.B. mit den Haferflockenpackungen ins Haus. Ist uns passiert. Wir füllen Haferflocken in 1,5l-Plastikdosen von Lock&Lock um und irgendwann hingen da drin dann so Gespinstfäden mit Kokons vom Deckel runter...


    Wem diese Vorstellung Angst macht, der kann seine neu gekauften Flocken ja zwei Tage ins Tiefkühlfach legen, dann schlüpft da nichts mehr. Aber 100% vegan sind solche Lebensmittel nie.


    Ich würde da kein Drama draus machen, in Obst hat man auch mal ein Würmchen drin. Die betroffenen Packungen wegwerfen und gut ist. Allerdings nicht noch tagelang im Biomüll in der Wohnung lagern...


    Grüsse

    Tom

    Den Corsair Survivor hab ich auch, er wirkt mit seiner unzerstörbaren Alu-Schraubdose recht beeindruckend und auch seine Schreib-/Lese-Geschwindigkeit ist ok. Man muss allerdings wegen seiner Größe ziemlich aufpassen, dass man sich z.B. am Notebook eingesteckt, nicht die USB-Buchse am Rechner beschädigt. Bei flachen Notebooks hebt der eingesteckte Stick das Notebook an und das Gewicht des Rechners hebelt direkt auf die Buchse. Manchmal hilft es, das (unnötige) dicke Gummi vom USB-Stick abzumachen, damit der Stick ohne auf der Tischplatte aufzusitzen in den Rechner passt. Wo man auch aufpassen muss, ist an PCs, die man unterm Tisch hat, dass man den langen und klobigen Stick nicht mal versehentlich mit dem Bürostuhl oder dem Knie abrasiert, wenn er im PC steckt. Technisch könnte man den Stick auch nur halb so groß und schlanker bauen, die beiden "Lego-Reifen" brauchts nicht wirklich.


    Grüsse

    Tom

    Mir hat es mal ein radverrückter Kollege vorgerechnet: um die Kalorien einer 200g-Dose Erdnüsse zu verbrauchen, muss man 60km Rad fahren. :( Krafttraining soll wesentlich effektiver sein zum (Körperfett) Abnehmen, weil man viel mehr Kalorien verbraucht, als bei Ausdauersport. Allerdings baut man gleichzeitig Muskelmasse auf, was per se aber nicht schlecht sein muss.

    Wenn man riesig viel Platz und riesig viel Geld hat, kann man fast alles möglich machen.

    "Wie hoch Saliha Öczans genauer Verdienst ist, ist nicht bekannt. Doch ihr Vermögen dürfte sich mittlerweile in Millionenhöhe bewegen. Einen Teil ihres Geldes hat Sally in den Bau eines neuen Familienhauses mit eigenem Fernsehstudio in Waghäusel bei Karlsruhe investiert. Sechs Millionen Euro hat das Projekt gekostet." (Quelle: BW24)


    ...für diese Bausumme ist mir das Weinregal im Vorratsraum eindeutig zu mickrig. :)


    Aber im Ernst, das Video ist relativ ehrlich, zeigt es doch auch die ganzen Schwächen des Konzepts "Garage - Vorratsraum - Küche":

    - Mit der Einkaufskiste in den Händen kommt sie nicht um die offene Autotür herum

    - Hochbordige Schubladenauszüge in Kopfhöhe sind sinnfrei

    - Dito bei Getränkekisten-Fächern, wenn man die vollen Kisten über Schulterhöhe wuppen muss (den Innenarchitekt hätte ich wegen Falschberatung belangt, beide Hausbesitzer sind ja eher kleinwüchsig)

    - Apothekerschränke haben ausserhalb von Apotheken nichts verloren, gerade wenn man z.B. Glasflaschen doppelreihig einsortiert, wie im Video, ist das ergonomisch eine Katastrophe und in Küchen sind Apo-Schränke eigentlich nur Lückenfüller. Aber in einem 30qm-Vorratsraum mit 3m Deckenhöhe? Wenn man schon aus purer Verzweiflung Tetrapaks ins Weinregal legt...

    - Die Gewürzschublade ist nett, aber sowas hab ich doch lieber in Griffweite in der Küche. Und die Soßenpulvertüten/Trockenfruchtbeutel stopft die Youtuberin reichlich unmotiviert mehrfach ins zu kleine Fach.


    Das ganze wirkt wie ein steriler Showroom aus der Retorte. Könnte auch im Musterküchenbereich eines Möbelherstellers gedreht worden sein. Richtig gelebt wird da offenbar nicht drin. Würde z.B. gerne mal die beschichteten Fachböden der Getränkeregale sehen, nachdem man 2-3 Jahre lang die Sprudelkisten rein- und rausgezogen hat.

    Schätze mal, dass es im Haus noch mal einen chaotischeren Bereich mit Küche und Vorräten gibt, in dem dann das Privatleben stattfindet. Die Show-Küche sieht ja auch eher nach Kochduell mit Tim Mälzer aus, als nach Familienküche mit ungespülter Kabatasse auf der Anrichte und angebrochener Müslipackung auf dem Tisch, die vom Frühstück übriggeblieben ist.


    Einkäufe bzw. Vorräte nach dem Einkauf zu verstauen muss bei mir schnell und pragmatisch erfolgen. Ein 12er-Karton mit Milch muss wie er ist ins Fach passen. Dito bei Katzenfutter, das wir in 20-Dosen-Paletten kaufen. Da hat keiner den Nerv, die Packungen/Dosen einzeln in irgendwelche Schubfächer einzusortieren.

    Mehl, Flocken, Körnerzeugs und Backwaren muss vor Nagern und Mottenbefall sicher gelagert werden. Die Packungen kommen bei uns in transparente Stauboxen.

    Grundsätzlich würde ich kleine Gebinde auch immer in Boxen/Kisten lagern und nicht alles einzeln in Fächer räumen. Gerade auch aus Previval-Sicht: was macht man, wenn man die Vorräte mal schnell mitnehmen muss? Wenn wegen Rohrbruch oder Hochwasser der Raum oder gar das Haus aufgegeben werden muss? Da hab ich nicht die Ruhe, alles wieder zurück in dann hoffentlich verfügbare Kisten zu packen, sondern dann muss es schnell gehen. Und alles in Papier oder Mehrschichtbeuteln verpackte würde ich niemals einfach so ins Regal stellen, sondern nochmal ne dicht schließende (transparente) Box drumrum.


    Aber am schlimmsten finde ich das Rollenklischee, das das Video transportiert: eine adrette junge Frau, die inmitten ihres Hausfrauen-Paradieses vor Glück fast platzt. Sozusagen die 2020-Version des Buches "Ich werde Hausfrau" aus den 1960er Jahren.


    @Machoe: ist keine Kritik an Dir, im Gegenteil, danke fürs Finden des Vorratsraum-Videos! So kann man auch seine eigenen Planungen mal reflektieren.


    Grüsse

    Tom

    Habe ich bei diesem Gedankengang etwas vergessen ?

    Dein Ansatz ist (zu) optimistisch. Sobald ein Impfstoff zugelassen ist, heisst das ja noch nicht, dass er sofort überall und für jeden verfügbar ist. Angenommen, ein US-Hersteller bekommt als erster eine Zulassung, dann gilt "America First" und der Rest der Welt geht erst mal leer aus. Und russische bzw. chinesische Impfstoffe dürften so schnell hier keine Zulassung bekommen, wenn sie aus politischen Gründen hier überhaupt angeboten würden.


    Die Rechnung wurde ja schon mal aufgemacht: um alle Menschen mit einer zweifachen Impfung zu versehen, braucht es 15 Mrd. Impfdosen. Allein für die Herstellung und Verteilung rechnet die Branche mit einem Zeitraum von 4-5 Jahren. Natürlich produzieren die Unternehmen jetzt schon ihre Impfstoffkandidaten auf Verdacht (CureVac z.B. will 100Mio. Imfpdosen bis Jahresende produzieren). Klappt die Zulassung nicht, war das für die Tonne. Klappt sie, reicht das gerade mal für 50 Mio. Menschen. Die Produktion muss hochskaliert werden, das geht nicht so auf Knopfdruck, man braucht dazu neue Gebäude mit Reinraumtechnik und natürlich Produktionsanlagen. Da normalerweise nicht jeden Tag Impfstoff-Produktionsanlagen gebaut werden, gibt es nur eine begrenzte Zahl Firmen, die sowas projektieren, bauen und ausstatten können. Da sind Verzögerungen und Wartezeiten vorprogrammiert. Und über allem schwebt das Risiko, dass diese Investitionen für die Katz waren, wenn dieser oder jener Impfstoff nicht zugelassen werden kann. Deshalb steigen ja überall Staaten in die Unternehmensfinanzierung mit ein, damit die Produktionskapazität ein Stück weit "auf Verdacht" schon mal hochgefahren wird. Unternehmerisch macht das nicht unbedingt Sinn, bzw. bekommt man das gar nicht von den Banken finanziert.


    Die Impfkampagnen werden sich über einen mehrjährigen Zeitraum ziehen, da bin ich mir sicher. Die Impfstoffe der ersten Generation werden auch noch etwas "holperig" sein, also mit Nebenwirkungen oder reduzierter Wirksamkeit oder nur kurzer Immunisierung wie bei Grippe.


    Ich sehe für die nächsten zwei Jahre daher wesentlich mehr Potenzial bei echten Schnelltests (auf die akute Viruslast, nicht auf Antikörper), die innerhalb von Minuten ein zuverlässiges Testergebnis liefern. Dann könnte man z.B. diese beim Einlass zu Veranstaltungen oder beim Check-in am Flughafen durchführen und könnte Masken- und Abstandsregelungen ohne Risiko deutlich reduzieren bzw. auch Großveranstaltungen überhaupt wieder ermöglichen.


    Von daher gehe ich davon aus, dass wir mindestens die nächsten 12-18 Monate mit Beschränkungen, Masken und zeitweisen Lockdowns werden leben müssen.

    Das wird etliche Bereiche in der Wirtschaft und Gesellschaft umkrempeln, viele Branchen müssen sich virtualisieren (Messen, Unterhaltung) oder die Unternehmen z.B. aus dem Veranstaltungsbereich verschwinden fürs erste.

    Nebenbei diktiert uns der Klimawandel gepaart mit der Pandemie einen noch nie dagewesenen Strukturbruch im Mobilitäts- und Transportwesen. Es straucheln ja nicht nur die Hersteller von Verbrenner-Autos, die Flugzeug- und Schiffbau-Industrie trifft es gerade genauso.


    Vermutlich werden wir nen regelrechten "Digitalisierungssprung" erleben - bei dem es aber auch viele Verlierer geben wird. Der Einzelhandel wird bald nur noch Online erfolgen. In den USA gibt es schon Stores in den Innenstädten, in denen kann man Produkte nur anschauen und ausprobieren, aber nicht kaufen. Das geschieht dann online. Im Idealfall ist das Produkt dann schon zuhause angeliefert, wenn man vom Stadtbummel heimkommt. Amazon und Google treiben diese Entwicklung massiv voran. Google liefert die Daten, Amazon zusätzlich noch die Ware. In Versuchsbezirken gibt es schon Amazon-Angebote mit 30min Lieferzeit. Das geht nur über rollende Warenlager, die exakt die Produkte enthalten, die die Kunden im 30min-Radius heute bestellen werden. Mittels KI wertet man die Datenspuren der Kunden aus und kann mit immer besserer Trefferquote vorhersagen, was der Kunde haben möchte (noch bevor es der Kunde selber bewusst entschieden hat).


    Was man in den USA aber auch schon sehen kann, ist dass wirtschaftlich uninteressante Regionen knallhart abgehängt werden. Es gibt ländliche Regionen, da gibt es ausser einer Tankstelle mit etwas Junkfood meilenweit gar keine Einkaufsmöglichkeiten mehr. Die Versorgung mit frischem Obst und Gemüse ist im ländlichen Teil der USA mittlerweile ein richtiges Problem. Und da kommt auch kein "Amazon fresh" Lieferant vorbei. Uns stehen diese Entwicklungen noch bevor und die Pandemie wird auch so etwas stark beschleunigen.


    Es sind absolut spannende Zeiten gerade.


    Grüsse

    Tom

    ...dass die Verfügbarkeit von (Not-)Strom in der Wohnung bei einem Stromausfall in den meisten Fällen überbewertet wird, sehe ich auch so.


    Ohne Netztstrom kein Internet, kein Telefon, kein Handy. Tagsüber hat man Tageslicht, statt Handy oder Fernsehen liest man mal Bücher und geht "mit den Hühnern" ins Bett. Und künstliches Licht bekommt man auch mit einer batteriebetriebenen Camping-Laterne problemlos hin.


    Eine LiteXpress Camp 200 z.B. leuchtet im low Modus mit einer Batterieladung (3x Monozelle) 200h lang. Bei täglich 3h Lichtbedarf reicht das also 2 Monate. Lagert man neben der Laterne einen 12er Pack Monozellen ein, hat man entsprechend Licht für ein Dreiviertejahr. Ohne Brandgefahr, ohne nachladen. Gleiches gilt für ein batteriebetriebenes Radio. Ein UKW-Radio hält mindestens so lange durch, wie die Laterne. Da kann man sich Kurbel- und Solarradios sparen und lieber einen zweiten Satz Batterien einlagern und alle 2-3 Jahre rotieren. Gute Markenbatterien (Alkaline) halten mindestens 5 Jahre, Lithium bis zu 10 Jahre.


    Etwas anders sieht es aus, wenn man z.B. aus gesundheitlichen Gründen auf strombetriebene Geräte angewiesen ist. Sauerstoffgeneratoren oder ein Kühlschrank für Insulin oder ähnliches. Dann sollte man sich Gedanken machen, wie man diese Risiken abfangen kann: große O2-Flasche als Backup für einen O2-Generator oder eine andere Lösung, um den Akku im O2-Generator laden zu können (etwa mit nem Wechselrichter im Auto bei laufendem Motor) bzw. eine Balkon-Solaranlage mit Akku und eine 12V-Kompressorkühlbox für Medikamente. Alleinlebende "Riskopersonen" brauchen evtl. eine engmaschige Betreuung/Nachbarschaftshilfe, wenn sie sich bei Stromausfall nicht mehr per Telefon oder Hausnotruf bemerkbar machen können.


    Aber das Aufrüsten einer Wohnung mit einem Stromerzeuger oder ähnlichem halte ich in den allerwenigsten Fällen für geboten. Die Aggregate sind im Dauerbetrieb sehr durstig, das unterschätzt man gern. 0,5l Benzinverbrauch/h eines typischen kleinen und leisen Benzinaggregats sind 12l pro 24h-Tag und 84l in der Woche bzw. 336l im Monat. Da kommt man mit den legal (in einer dt. Garage) lagerbaren 20l Benzin nicht weit. Und ein Dieselaggregat wird man nicht freiwillig in den 5. Stock tragen und auf dem Balkon laufen lassen wollen.


    mannom: wenn Du einen Balkon mit halbwegs passender Ausrichtung hast, dann mach Dir Gedanken über ein solares "Balkonkraftwerk", das direkt in einen Steckdosenstromkreis der Wohnung einspeist. Mittlerweile in D bis 600W Einspeiseleistung legal (Anschlussvorschriften der einzelnen Stromnetzbetreiber sind unterschiedlich, aber sie müssen es zulassen). Dann hast Du 1-2 Module, die in Normalzeiten über einen Microwechselrichter direkt in Dein Wohnungsnetz einspeisen und so den eigenen Strombezug senken, also Geld sparen. Und dann lagerst Du einen kleinen 12V-Solarladeregler und eine 12V-Blei-Gelbatterie ein und passende Anschlusskabel für Modul - Laderegler und Laderegler - Batterie dazu. Bei einem längeren Stromausfall stöpselst Du die Module vom dann nutzlosen Microwechselrichter ab und hängst Laderegler und Batterie dran. Dann hast Du im Notfall Deine eigene 12V-Stromquelle und ansonsten verdienen die Solarmodule noch Geld für Dich, in dem sie den teuren Kauf von Netzstrom reduzieren.


    Grüsse

    Tom

    Einen extra Fahrradgenerator halte ich auch für unsinnig. Es sei denn, man hat zuhause einen Fitness-Bereich mit nem Ergometer, das man ohnehin regelmäßig benutzt. Dann könnte es sinnvoll sein, die Energie beim Treten nicht nutzlos in ein Bremssystem zu strampeln, sondern damit einen Dynamo anzutreiben, der nen Akku lädt. Könnte man mit einem MPP-Regler für Kleinwindräder basteln, damit man bei schwankender Drehzahl immer eine bestmögliche Ausbeute erzielt.


    Wenn man gerne und viel mit dem Rad unterwegs ist und einen Nabendynamo verbaut hat, kann man auch dort einen Laderegler anschließen, der bei voller Fahrt etwa 1A bei 5V (USB-Buchse) liefert. Damit kann man dann während der Fahrt z.B. eine Powerbank nachladen oder sein Handy. Wir haben an einem Fahrrad einen vom Nabendynamo betriebenen LED-Scheinwerfer mit USB-Ausgang, da kann man wahlweise Licht oder USB nutzen.


    Ansonsten: ein handelsübliches Solarmodul, nen passenden Laderegler und nen Akku dazu. Selbst in den Wintermonaten kommt da mehr bei rum, als beim Fahrradgenerator.


    Hier mal eine ganzjährige Ertragsprognose für ein 200Wp-Modul, mit 35° Neigung nach Süden ausgerichtet, im Raum Süddeutschland zw. Ulm und Augsburg:

    PVdata_48.346_10.349_undefined_crystSi_0.2kWp_14_35deg_0deg_S.jpgQuelle: PVGIS-Ertragsrechner der EU

    Selbst in den schlechtesten Monaten Dezember & Januar würde man knapp 8kWh Energie aus dem Modul erzielen. Das entspräche monatlich 80h strampeln mit konstant 100W...



    Grüsse

    Tom

    Bill Gates: "The end of the epidemic, best case, is probably 2022"


    "The end of the epidemic, best case, is probably 2022. But during 2021, the numbers, we should be able to drive them down, if we take the global approach, " Gates said on Fox News Sunday. "So, you know, thank goodness vaccine technology was there, that the funding came up, that the companies put their best people on it. That’s why I’m optimistic this won’t last indefinitely." (Quelle: CNN Corona-Ticker vom 21.09.2020)


    "Das Ende der Epidemie, im besten Fall, ist wahrscheinlich 2022. Aber im Laufe des Jahres 2021 sollten wir in der Lage sein, die Zahlen zu senken, wenn wir einen globalen Ansatz verfolgen", sagte Gates am Fox News Sonntag. "Gott sei Dank war also die Impfstofftechnologie vorhanden, die Finanzierung kam zustande, und die Unternehmen setzten ihre besten Leute dafür ein. Deshalb bin ich optimistisch, dass dies nicht ewig so weitergehen wird.

    (mit deepl.com automatisch übersetzt)


    Das ist optimistischer als die Aussage des CEO des größten indischen Impfstoffherstellers, der den Aufwand einen (irgendwann verfügbaren) Covid-19-Impfstoff weltweit zu verteilen auf ca. 5 Jahre schätzt. Adar Poonawallah geht davon aus, dass man rund 15 Mrd. Impfdosen braucht. (Quelle)


    Die internationale Luftfahrtvereinigung IATA mahnt an, jetzt die Verteilungslogistik zu planen, da man alleine für eine einfache Impfdosis für 7,8 Mrd. Menschen mit etwa 8.000 Flügen mit Frachtfliegern der 747-Klasse rechnen müsse. (Quelle)


    Für eine Zweifach-Impfung wären es entsprechend 16.000 Frachtjumbos. Eine 747F kann etwa 100t Fracht befördern, macht also ein Transportvolumen von 1,6 Mio. Tonnen. Das ist machbar, aber enorm aufwändig: für die Luftbrücke während der Berlin-Blockade 1948/49 wurden 2,3 Mio. Tonnen befördert, allerdings war die Flugstrecke nur ein Hüpfer von z.B. Frankfurt/Main nach Berlin Tempelhof und die Maschinen flogen im 3-Minuten-Takt, insgesamt fast 280.000 Flüge (Quelle).


    Grüsse
    Tom

    Die Zeiten, wo zum Schutz der anderen eine infektiöse Person auch gegen ihren Willen in Quarantäne gebracht wurde, sind in DE vorbei

    Mitnichten.


    "Zwangsquarantäne in München für mehr als 20 Personen


    In München sind zwischen Februar und August 21 "Quarantäneverweigerer" in Gewahrsam genommen und gegen ihren Willen in einem von der Stadt gemieteten Apartmenthotel einquartiert worden. Die Betroffenen sind aus der Stadt und dem Landkreis München und wurden rund um die Uhr von der Polizei bewacht." (Quelle: Bayerischer Rundfunk, Meldung vom 7.9.2020)

    In Ulm wurden Quarantänebrecher von Nachbarn angeschwärzt: Infizierte missachten Quarantäne-Pflicht - Polizei schreitet ein


    "Polizisten trafen die beiden an später und belehrten sie. Ihnen wurde Gewahrsam angekündigt, falls sie erneut gegen die Quarantäne verstoßen sollten. Die Beamten kündigten an, die Familie auch weiterhin zu kontrollieren."

    Also sollte man eine Quarantäneanordnung nicht auf die leichte Schulter nehmen: nicht die Wohnung verlassen, sonst Knast.

    Meine Erfahrung bezüglich Qualität vs. Quantität:


    Es gibt, gerade bei Kochern und anderer Outdoorausrüstung, sehr ausgefeilte hochwertige Systeme. Sie sind oft aber auch nicht sehr bedienerfreundlich. Wenn man nicht gerade jährlich mehrere Himalaya-Expeditionen durchführt, dann würde ich neben Qualität und Quantität als weiteres Auswahlkriterium die Bedienbarkeit der Ausrüstung beachten.

    Beispiele: ich habe seit 20 Jahren den klassischen "Asien-Gaskocher" von verschiedenen Herstellern (1x Reimo, 1x Camping Gaz, 3x Noname) im Einsatz. Sie funktionieren alle noch und weil ich mir vor über zehn Jahren mal versehentlich zuviele Gaskartuschen (48 Stück) bestellt hatte, kann ich auch sagen, dass die Kartuschen problemlos langzeitlagerfähig sind (ich hab immer noch ein paar aus der Lieferung in Verwendung). Die Kocher sind preiswert, simpel im Aufbau, standfest und haben als größten Vorteil die einfache Bedienbarkeit und dass man normales Kochgeschirr aus dem Haushalt drauf verwenden kann. Dafür taugen sie nicht fürs Wandergepäck.


    In meiner Jugend gabs für uns damals quasi nur den Kartuschenkocher Bleuet von Campinggaz. Leicht, faltbar, aber wacklig und windempfindlich. Man brauchte winzige Töpfe und trotzdem landete so mancher Topfinhalt unfreiwillig im Gras.


    Irgendwann hab ich mir den XGK EX Multifuel-Kocher zugelegt. Ein schönes Hightech-Spielzeug, aber aufwändig und komplex in der Bedienung. Außer mir kann (und will) den in unserer Familie niemand benutzen. Dabei wäre er im Vergleich dieser drei Kocher von der Qualität her der hochwertigste.

    Wenn ich aber in einer Krisenlage z.B. wegen Krankheit flachliege, bleibt für die Familie die Küche kalt - hätten wir nur diesen Kocher. Und ich will bei den grundlegenden Geräten nicht immer wieder alle Gruppenmitglieder schulen müssen, da leidet ganz schnell die Akzeptanz.


    Das ist bei Funkkommunikation übrigens ähnlich: Amateurfunk ist die hochwertigste Art der Notfallkommunikation, aber eben auch die für Laien komplizierteste (abgesehen von den gesetzlichen Rahmenbedingungen). Da ist ein PMR-Funkgerät mit "einschalten, drücken & sprechen" um Welten einfacher zu bedienen, auch wenn es technisch und von der Performance her ein Vielfaches schlechter ist, als Afu-Geräte.


    Mr. Burns hat am Beispiel der Messer gut beschrieben, was manche auch als Gearporn bezeichnen: man kauft sich höchstwertige Ausrüstungsgegenstände oft nicht nur aus rationalen Gründen, sondern weil man sie haben will.

    Gleiches gilt z.B. bei Taschenlampen. Man kann sich eine 60-Euro-Lampe von Fenix kaufen oder eine LED-Taschenlampe für 9,99 vom Discounter. Sie leuchten beide, die Fenix projiziert vielleicht helleres und gleichmäßigeres Licht mit weniger Farbfehlern; die Aldi-Lampe macht aber auch hell, vielleicht nicht mit perfekter Lichtverteilung und mit farbigen Rändern. Aber wenn man nicht gerade unter Feldbedingungen eine chirurgische Gefäßnaht bei Nacht am verletzten Kameraden machen muss, sondern nur bei Dunkelheit in den Sicherungskasten schauen will, warum das Licht ausgegangen ist, reicht die einfache Lampe in der Regel völlig aus. Und hier hat der Preis den Vorteil, dass man fürs gleiche Geld mehrere Lampen bekommt, die man z.B. im Auto, in der Wohnung, im Werkzeugkasten, bei der Arbeit im Spind/Schreibtisch deponieren kann. Mit der Fenix wäre das ein teures Unterfangen.


    Die Wahl der Ausrüstung hängt auch davon ab, welche Szenarien ich abdecken möchte. Stromausfall zuhause in der Wohnung würde ich mit dem eingangs erwähnten Kartuschenkocher, batteriebetriebenem Radio und einer Campinglaterne abdecken. Dafür brauchts keine Expeditionsausrüstung aus Titan und Carbonfaser. Hab ich nen Balkon oder ein eigenes Dach, brauche ich auch keine falt- oder rollbaren Solarpanels. Dann tuts ein normales Glasmodul. Usw.

    Will ich Notfallausrüstung ins Auto packen, muss ich auch nicht auf jedes Gramm achten und kann mit solider Basisqualität aus dem Discounter schon was anfangen. Da tuts dann auch ein Kunstfaserschlafsack für 19,99.

    Möchte ich alles Notwendige mit dem Fahrrad oder im Rucksack über weite Strecken transportieren, steigen die Anforderungen: möglichst leicht, kleines Packmaß und so robust wie möglich. Da kann man sich dann beliebig austoben und preislich gibt es keine Grenzen nach oben. Aber je ausgefeilter die Sachen dann sind, um so erklärungsbedürftiger ist dann auch ihre Benutzung und bei Fehlbedienung gibts gerne mal (sehr teuren) Bruch.


    Grüsse

    Tom

    Am Rande: destilliertes Altöl kann man auch im Baumarkt bekommen: alle billigen Motoröle, bei denen _nicht_ "Erstraffinat" draufsteht, sind aufbereitete Altöle. Das Problem ist halt wie beim Altpapierrecycling: Altöl aller Art wird in den Werkstätten in einem Sammelbehälter zusammengeschüttet. Es ist zwar verboten, nicht kompatible Öle (Getriebeöle) und Fette mit reinzumischen, aber ich hab noch nie einen Sammeltank für "Nicht-Motoröle" in einer Werkstatt gesehen. Die schwarze Plörre überdeckt alles.

    Hochleistungsöle haben lange Molekülketten, die bei Verwendung im Motor nach und nach abgeschert werden. Bereitet man solche Altöle auf, bleiben diese Molekülkettenschnipsel eben auch im aufbereiteten Raffinat Schnipsel. D.h. man kriegt kein Hochleistungsöl aus Altöl hergestellt, das resultierende Öl ist qualitativ schlechter. Da müsste man die Moleküle synthetisch schon herstellen. M.W. macht man das aber nicht bei der Altölaufbereitung.


    Das Thema Altöldestillation als Kraftstoffersatz lohnt sich aber nur für die, die das Altöl in großen Mengen geschenkt bekommen. Legal dürfte das immer schwieriger werden, da Altölentsorgung zumindest in D nachweispflichtig ist. Die Aussage: "Ich hab meine 1.000l Altöl Herrn X geschenkt, der destilliert sich das zuhause." reicht heute nicht mehr als Entsorgungsnachweis. Und der "Hersteller" des Altöls (die Werkstatt) ist nachweispflichtig, wo&wie sie das Zeug entsorgt und der Abnehmer muss dem Lieferant die korrekte Entsorgung bescheinigen.

    Für die beteiligten Behörden und Organisationen war der (absehbare) Fehlschlag sicher ein Erfolg in dem Sinn, dass man die bestehenden Strukturen nachbessern kann und gesehen hat, was dabei herauskommt, wenn bei MoWaSys mehrere Entscheider-Ebenen gleichzeitig auf die Auslöseknöpfe drücken.


    Für die Öffentlichkeit ist aber das Bild verheerend, der Eindruck eines (handlungs-)unfähigen Staats hat sich bestätigt. "Nicht mal die Warnung der Bevölkerung funktioniert."

    Das wiederum tut den durchaus funktions- und leistungsfähigen Hilfsorganisationen einen Bärendienst. Unser Zivil- und Katastrophenschutz in D/A/CH ist nämlich recht gut, was auch an der breiten Basis mit ehrenamtlichen Kräften liegt. Vermutlich hat jeder Mensch bei uns einen "Helfer" in der Familie, im Freundeskreis vermutlich mehrere und kennen wird er dutzende ehrenamtlich engagierte Mitbürger, auch wenn es manchen zunächst gar nicht bewusst ist.

    Bei größeren Krisenlagen wie dem Elbe-/Oder-Hochwasser vor einigen Jahren zeigte sich das auch entsprechend: die Unterstützung der Helfer durch die Bevölkerung (z.B. mit Bereitstellung von Verpflegungsständen durch Anwohner) und die Verstärkung der HiOrgs durch Logistik und Fahrzeuge/Helfer aus dem privaten und gewerblichen Bereich war großartig. In Ländern ohne eine so breit aufgestellte Ehrenamts-Helfer-Struktur hat man es dann in vergleichbaren Lagen eher mit problematischem Verhalten der Bevölkerung zu tun (Plünderungen, Gewalt gegen Euinsatzkräfte). Man erlebt das bei uns ja ansatzweise auch schon in Ballungsgebieten, wo bei großen Teilen der vor allem jüngeren Bevölkerung eherenamtliches Engagement out und PartyPartyParty in ist.


    Wenn ein schiefgegangener "Warntag" nun das Ansehen der HiOrgs mitbeschädigt ("Katastrophenschutz macht sich lächerlich"), wäre das fatal. Etliche Kommentare in den Social Media gehen schon in diese Richtung.


    Für Insider und aufmerksame Zeitgenossen war die Blamage eigentlich absehbar. Die vorhandenen Warnapps müssen aktiv laufen, damit sie warnen können. Einfach nur installieren reicht nicht. Die Zuständigkeit und der Zugriff von den Behörden auf die WarnApp-Auslösefunktion ist nicht sicher genug und nicht lastfest. Digitalradios (DAB) und der RDS-Datendienst bei UKW-Radio können theoretisch Warnmeldungen verbreiten, aber außer in begrenzten Feldversuchen von Förderprojekten hat man das nie in größerem Umfang erprobt und es ging am Warntag entsprechend schief.


    Einblendungen in den TV-Programmen der öffentlich-rechtlichen Sender setzen voraus, dass man ausreichend Publikum hat, das Linearfernsehen überhaupt noch nutzt, im Zeitalter von Mediatheken, Netflix und Tiktok.


    Beim modularen Warnsystem MoWaSys hat man sich viele nette Features ausgedacht: Funkwecker, die über das DCF-77-Zeitsiginal fernausgelöst werden können (ohne weitere Info an meinem Wecker schmeiß ich den eher an die Wand oder mach die Batterie raus, wenn er plötzlich "grundlos" lospiept). Es müsste ein eindeutiges Warnsymbol am Wecker aufleuchten "Zivilschutzalarm" oder so was. Dann hat man sich Rauchmelder mit Fernauslösefunktion überlegt. Gibts bis heute nicht zu kaufen und ohne wenigstens das Abspielen einer gespeicherten Sprachansage oder anderweitiger Katastrophenalarm-Anzeige ebenso sinnlos wie der Funkwecker. In meiner Familie wurden grundlos nachts lospiepsende Rauchmelder schon mehrmals mit nem Besenstiel nachhaltig ruhiggestellt.


    Wir hatten im Dorf bis Ende 2019 wenigstens noch die Feuerwehr-Alarmierung per Sirene, seit 2020 ersetzt durch den stillen Alarm per Funkmeldeempfänger.


    Vielleicht besinnt man sich nun und denkt über eine zentral auslösbare Sirenen-Infrastruktur nach. Experten haben die Kosten für eine "Wiederbewaffnung" mit zentral auslösbaren Sirenen in ganz Deutschland mit 300Mio.€ beziffert. Das ist am Ende günstiger als Apps entwickeln zu lassen, die nur ein winziger Bruchteil der Bevölkerung überhaupt kennt und noch weniger installiert haben.


    A propos Apps: die Mobilfunknetze haben eine standardisierte Funktion, mit der man mit wenig Übertragungsaufwand global alle eingebuchten handys einer Funkzelle mit einer Meldung erreichen kann: Cell Broadcast Aber das gibts ja schon und muss nicht wie eine WarnApp erst teuer entwickelt werden, ist also für die bei den Ministerien mit Erfolg lobbyierenden Systemhäuser und Beratungsfirmen uninteressant.


    Grüsse

    Tom

    ..."bei flächig verteilter Last" oder so ähnlich steht meistens im Kleingedruckten dieser Regale.

    Die gibt es alle paar Monate bei Toom als "Aktionsangebot" für 19.99€ statt 29.99€ regulär. Und dannsind sie preislich alternativlos. Zumal sie mit 90cm Fachbreite und 40cm Tiefe halbwegs "eurobox-tauglich" sind, man bekommt drei 30er-Boxen nebeneinander ins Regal (auch wenn man dann wegen der Metallprofile etwas rangieren muss). Die meisten anderen preiswerten Steckregale sind mit 30x80cm Fächern für Eurokisten eher uninteressant, weil man da nur zwei 30x40-Boxen in ein Fach bekommt und Mühe hat sie rein- und rauszubekommen (wenn überhaupt).

    Wir haben gut ein Dutzend der Toom-Regale im Einsatz: Werkstatt, Lager, Gartenkeller. Durch die teilbare Montage kann man sich auch Unter"schränke" mit Arbeitsflächen bauen. Untereinander verschraubt mit ein zwei Dübeln an der Wand fixiert auch sehr stabil.

    Wenn ich sehe, dass Personen an polnischen Raststätten Schwarzwild mit Wurstbroten füttern (das ist ja soooo niedlich...), dann dreht sich mir als Jäger der Magen um.

    So ähnlich äußerten sich die Jagdpächter in meinem Bekanntenkreis in den letzten Monaten auch.

    Was ich fachlich nicht ganz verstehe: Warum ist das Verfüttern von (angeblich hygienisch einwandfreiem) Fleisch- oder Wurstprodukten aus Stalltierhaltung an Wildtiere ein Infektionsproblem?

    Die Angst,die umgeht ist doch, dass die ASP vom Wildtier auf das Stalltier übergehen könnte und so in der Schweinemast für Probleme sorgen kann.

    Wenn das Wurstbrot (mit Stalltier-Wurst) für das Wildschwein gefährlich wäre, dann müsste der ASP-Erreger doch schon in der Wurst auf dem Brot gewesen sein.

    Oder geht man davon aus, dass die besagten Personen an polnischen Raststätten infizierte Wildschweinwurst auf ihren Broten haben und selbige wiederum an Wildschweine verfüttern und diese dann erkrankt über die Grenze kommen (vgl. Schweinzaun an der deutsch-dänischen Grenze) und dann irgendwie Stalltiere infizieren? Z.B. über kontaminiertes Weidefutter?

    Was ich mir bei (Mast-)Schweinen schwer vorstellen kann, wo die Fütterung doch überwiegend aus Getreideschrot oder Soja besteht. Da müsste schon frisches infiziertes Wildschweinmaterial ins Futter geraten und dann auch noch virulent genug sein.


    Da man defacto die Wildschweinpopulation bei uns nicht auch nur annähernd vollständig bejagen kann, muss man davon ausgehen, dass die ASP auf jagdlichem Weg nicht bekämpft werden kann. D.h. es sind die Futtermittelproduzenten und Schweinemäster gefragt, mögliche Infektionsketten zu unterbrechen, bzw. gar nicht erst aufkommen zu lassen.