Beiträge von huizhaecka

    Da schließe ich mich an. Tomaten sehr unterdurchschnittlich, kaum was brauchbares. Paprika/Chili kümmern vor sich hin, normale Blockpaprika in Snackgröße usw. Alles an Kohl wurde gefressen. Bohnen waren sehr langsam, was durchkam entwickelt sich gut, aber Keimquote schlecht und Wachstum dann oft mau.

    Zucchini geht inzwischen, Zwiebel und Kräuter waren sehr gut.

    Insgesamt ein Jahr für die Tonne.

    Grundsätzlich ist das sicher nicht falsch. Allerdings ist es oft schwierig Stellen zu finden, wo die Natur so arbeiten konnte. Zumindest hier in der Gegend hat man quasi Urwald (forsttechnisch nicht erschließbar, halt Bergwald im Bereich 300Hm zur Waldgrenze), ganz unterschiedlich bewirtschaftete Gebiete (eher kleine Parzellen). Das Problem: wenn ein Sturm mal einen Bereich umlegt kann man daraus nicht einmal Schlüsse auf die nächsten 500m machen, da dort schon eine ganz andere Historie der Bewirtschaftung vorliegt, andere Geländeausrichtung, Windschneisen usw.

    Gäbe es eine kontinuierliche Beobachtung über 100+ Jahre und gleichzeitig recht exakte Wetterwerte inklusive genauer Windrichtungen usw. Vielleicht könnte man dann Aussagen zu möglichen Auswirkungen bei Situation XY machen. Praktisch wäre der Unsicherheitsfaktor aber noch lange unter 50:50, dazu ist hier die Landschaft zu komplex.

    Aber man sollte die Datensammlung machen - bringt es heute nichts - vielleicht in 50 Jahren. Luftbild und Radar können da in der Breite und dafür relativ günstig (auch mit Satellit) viele Daten liefern.

    Und ja, wir werden viele, hoch aufgelöste, Daten brauchen. Zumindest werden aktuell lange Zeit gültige lokale "Wetterregeln" zunehmend unbrauchbar, da braucht es kurz- bis mittelfristig tauglichen Ersatz.

    von mir abschließend zur Ortung: Selbst bei größeren Vermisstensuchen, auch mit LKA vor Ort ist bei IMSI CATCHER und Auswertung von Einwahldaten Schluss. Bei eingrenzbarem Suchgebiet wird RECCO, eine Radartechnik eingesetzt, für die Flächensuche geht das nicht. Aktive Triangulation läuft über Techniker des jeweiligen Netzes (wenn erreichbar und gerade Zeit...), ansonsten schaut man sich die Logs an, also letzte Einbuchung Mast X, kurz zuvor noch von Mast Y gesehen -> also eher Ort Z. Ohne weitere Daten sind das im ländlichen Bereich Angaben in der km² Größenordnung, städtisch eventuell genauer. Bei wenig Abdeckung ist man schon froh wenn das Gebirge des letzten Kontakt sicher zu ermitteln ist.

    Und ja, es gibt Abhörschnittstellen bei allen Anbietern, das ist bekannt. Aber kein Anbieter lässt die Schlapphüte an die Kernnetze und die unteren Schichten (Hardware, Low-Level Protokolle). Da muss der Anbieter des Netzes involviert sein - und auf Zuruf geht da gar nichts, meinetwegen bei Gefahr im Verzug in bestimmten Fällen, dann aber mit entsprechender Nachbereitung.

    IMSI CATCHER im Bereich Organisierte Kriminalität wird sicherlich lange vorbereitet, ansonsten gibt es Vorlaufzeiten, eher im Stunden Bereich, wenn die Lage nicht gerade zur Dienstzeit in einer Stadt mit entsprechenden Behörden stattfindet.


    Fun Fact am Rande, Ortungsdienste (z.B. Google Standortprotokoll) können verdächtige Eingriffe durchaus aufdecken, wenn das Handy IP mäßig mal nach Berlin hüpft und nach 5 Minuten wieder im Münchner Raum ist - zeitliche Korrelation mit Sicherheitsüberprüfung.


    das wars jetzt auch von mir.

    Alles was Radiowellen abschirmt ist in so einem Fall gut. Aber das hilft eher bei eingeschalteten Geräten. Wenn das Gerät ausgeschaltet ist, je mei, dann ist es ausgeschaltet. Das Baseband ist dann auch tot - und eine Ortung über das Netz nicht möglich. Es gibt immer mal Horrorgeschichten über die Ortung ausgeschalteter Geräte. Viele davon entstammen - zumindest die ich gehört habe - technisch fragwürdigen oder nicht verstandenen Unterweisungen in Polizeikreisen.

    Aber welche Ortungsmöglichkeiten gibt es - und auf welcher Technik basieren sie?

    - Netzinfrastruktur: also die Position der Basisstation. In einem globalen Kontext schon recht genau. Verfeinert wird das durch das Antennensegment (wenn es nicht ein Rundstrahler ist) und die RSSI, also die Signalstärke, also Basiskoordinate, Richtung und Entfernung. Das ist auch erst mal das was polizeilich relativ schnell verfügbar ist.
    Als nächstes, was noch über die Netzinfrastruktur möglich ist, bleibt die Triangulation. Also zwei oder mehr Basisstationen haben Signale des Zielgeräts und über Richtungen (Antennensegmente), Positionen der Basisstationen und jeweiliger Empfangsfeldstärke wird eine Position des Zielgeräts errechnet. Das erfordert in der Regel aber den aktiven Eingriff der Netzbetreiber, also eher Einzelfalllösung und dauert.
    IP Daten lasse ich mal außen vor, die kann man abschalten, im Zustand: Aus eher nicht verfügbar und per VPN gibt es viele Verschleierungsmöglichkeiten.

    - IMSI Catcher: Ein sehr teures Gerät welches eine Mobilfunk Basisstation simuliert. Man muss das Teil relativ nahe an die zu überwachenden Geräte bringen und dann als quasi stärkste Station die Einwahlen auf sich zu ziehen. Dann sieht man welche IMSI, also eindeutige SIM Kartenkennung sich einloggen und hat einen groben Ortsbezug. Mithören ist möglich, scheint aber Anomalien zu geben (falsche Nummer angezeigt, Nummer unterdrückt), die eventuell auffallen können.

    - Radar: Die Antennen in den Mobilfunkgeräten (oder sonstige Elektronik) sendet bei Bestrahlung mit gewissen Frequenzen auf der gleichen oder vielfachen davon zurück. Bekannt ist die Verwendung des RECCO System in Skibekleidung. Damit soll eine Ortung bei Lawinenunglücken auch ohne aktiven Sender ermöglicht werden. Das funktioniert begrenzt auch mit Mobiltelefonen und - salopp gesagt - allen Metallteilen, vor allem wenn sie irgendwie Schleifen, Spulen usw. enthalten.

    Soweit ich es einschätzen kann, beziehen sich einige Erzählungen auf ähnliche Systeme - also Durchleuchtung Scheune, zwei Signale Typ Handy auf 40cm - ein Signal auf 170cm -> Geiselnehmer erkannt...

    - stille SMS: letztlich eine Möglichkeit das gesuchte Gerät zu einer Kommunikation mit dem Netz zu zwingen (ohne dass höhere Schichten außerhalb des Basebands davon was mitkriegen). Mittel der Lokalisierung ist dann wiederum die Netzinfrastruktur. Ob auf dieser Systemebene Zugriff auf den GPS Empfänger besteht, und eine entsprechende Rückmeldung möglich ist, mag diskutiert werden. Für Fälle mit Gefahr von Leib und Leben besteht diese Möglichkeit in Deutschland nicht.


    Letztlich - das Teil ausschalten. Dann bleibt nur noch der Radarpart als Gefährdung - und sollte das wirklich de Gefährdung sein ist das SEK/MEK eh schon im 200m Umkreis - also auch kaum relevant.

    Zumindest bei den Mortalitätsangaben ist hier kaum mehr Luft nach oben - je nach Stamm und medizinischer Versorgung zwischen 25% und 88% (Wikipedia). Der Infektionsweg scheint aber 2sicherer" zu sein, zumindest ist noch nichts mit Aerosolen bekannt. Wenn es aber eine Anpassung an den Menschen gibt - etwas weniger letal, dafür bessere Übertragbarkeit - das wäre schon sehr bedenklich.

    Was meiner Meinung in Zukunft gar nicht mehr geht - aber trotzdem bleiben wird - Grenzschließung oder ähnliche Maßnahmen mit relativ langer Ankündigung. Sowas muss im Notfall sofort geschehen. Ist aber ein anderes Thema, hoffentlich brauchen wir es nicht so bald.

    Ohne jetzt was verharmlosen zu wollen, der aktuelle Test mit einer Letalität um 1% reicht schon für große Probleme. An vergleichbares mit 5% Letalität mag man gar nicht denken - muss man aber, es wird irgendwann kommen.

    Googlemaps eher schwierig. Bei Openstreepmap gibt es schon Möglichkeiten, eigene Styles zu definieren. Hab mich da aber noch nicht eingearbeitet. Ein grundsätzliches Problem ist, welche Brücken überhaupt hinterlegt sind. Bzw. was hinsichtlich der Gefährdung (u.a. Starkregenereignis) als Brücke zählt. Was über Bäche und Flüße führt ist eigentlich schon hinterlegt, bei nicht ständig wasserführenden Rinnen und entsprechenden Rohren unter der Straße schaut es schon anders aus. Gerade die können aber auch schnell ein Problem werden.

    Für die nähere Umgebung kann man das wahrscheinlich erwandern, darüber hinaus wird es kompliziert. Denkbar wäre auf einem eigenen Server Openstreetmap zu hosten und eine Art "prepperlayer" darüber legen. Der Aufwand ist recht hoch - und es müssten viele mitmachen.

    Schön wäre natürlich auch die Risikokarten der Länder mit im System zu haben, da kocht aber jeder sein eigenes Süppchen und richtig frei sind die Daten auch nicht.

    Zitat

    Da steht: Die Behörde ist stolz darauf, auch „Großlagen“ wie einen G7-Gipfel mit mehr als 30.000 eingeloggten Funkgeräten bewältigt zu haben.

    Wenn dazu nicht funktionierende Signalisierung (Stromausfall Mast, nicht anlaufender Generator) gehört [der Akku war dann irgendwann unerkannt zu Ende, gerade in einer Phase eines landenden POTUS soweit ich mich erinnere], eine zeitweise Verbannung der n-Pol Orgs auf 4m Funk wegen Überlastung, dann war es sicher ein voller Erfolg.

    Ich will nicht meckern, insgesamt ist der Digitalfunk "besser" als der analoge. Dazu später noch mehr.

    Erstmal als Anmerkung: für diese Großlage wurden einige mobile Masten aufgestellt, dazu alle mit Vollbestückung an parallelen Kanälen. Dies wurde nicht aufrecht erhalten, auch die Stationären Masten können nicht mehr 15 sondern jetzt nur noch 7 parallele Sprachverbindungen halten.


    In der Praxis ist bei der Digitalfunk hauptsächlich Sprechfunk klassischer Art. Natürlich, es gibt Textnachrichten, allerdings nur Top-Down, also von der Leitstelle kommend. Untereinander ist alles gesperrt. Soweit ich mich erinnere ein Designfehler von TETRA, Textnachrichten usw. werden nur über den Steuerkanal übermittelt, ähnlich GSM, und damit sehr begrenzte Ressourcen. Gut, man kann jetzt mit HFG auch Stati übermitteln - sinnhaftigkeit eher zweifelhaft. Man kann GPS Koordinaten schicken - nur an die Leitstelle.

    Technisch ist der Digitalfunk ein Gewinn - Sprachkommunikation ist deutlich besser, alle anderen versprochenen Dienste, sowas wie SMS, Bildübertragung, 1:1 Direktverbindungen, Kopplung zum Telefonnetz sind nur wenigen Führungspersonen vorbehalten oder gar nicht umgesetzt.

    Man nehme die Erstinbetriebnahme in Deutschland, ziehe 10 Jahre ab und sehe, welcher Stand da als erprobt und einsatzreif gesehen wurde.


    Was ganz anderes dazu: die Freigabe der Funkgeräte ist sehr zentral, hierzulande beim LKA, in/nahe der Landeshauptstadt. Wenn da was einschlägt, wo kommt die BSI Sicherheitskarte her und wer macht die Einbuchung ins System?

    Das kommt auf die Richtung an, ganz ausgeglichen wird es fast nie sein. Bei dem der Strom bezieht fällt die Frequenz, auf der Lieferseite steigt sie.

    Das heißt ja, einer der beiden kann unter die kritische Frequenz fallen, der andere - in Gegenrichtung - möglicherweise über die kritische Frequenz.

    Meistens - es fällt nur eine Leitung aus - kann man das schnell genug regeln. Man schaltet also je nach Seite Erzeugerleistung dazu oder weg, gegebenenfalls auch auf Verbraucherseite (regionaler Stromausfall, Großverbraucher der Industrie).

    Gefährlich wird ein Kaskadeneffekt. Es fällt dabei nicht nur eine Leitung aus. So könnte der Strom einen anderen Weg nehmen, eine weitere Leitung überlasten und zur Abschaltung bringen. Irgendwann wird das so dynamisch dass das Netz nicht mehr kontrolliert werden kann und entweder in einen halbwegs stabilen Zustand fällt oder zusammenbricht.

    Bis jetzt waren wir davon meist noch weit weg, halt Einzelereignisse. Wenn mal mehr gleichzeitig passiert (große Leitungen haben Probleme und die Telekommunikation hat einen Aussetzer) kann es schon kritisch werden.

    hab jetzt erste praktische Erfahrungen mit einer Stihl Akkusäge. Entasten von Bäumen (Buche/Fichte gemischt). Mit einem Akku waren 5-6 Bäume leicht zu machen, mit etwas Hirn/Erfahrung wahrscheinlich 1-2 mehr. Mit zwei Akkus ist man als sporadischer Holzer gut bedient, Konzentration und Ausdauer (Hitzestau in der PSA) lassen auch nach. Zum Fällen geht es sicher bis 30cm Stammdurchmesser gut, darüber eher nicht optimal. Das ist aber nur eine Schätzung von mir, umgelegt hat die Bäume ein Profi - dafür machen wir das zu selten. Zum Ablängen reicht ein Akku für rund 4 Ster (1m Stücke).

    Vorteile gibt es sicher beim Lärm und beim Gewicht, das arbeiten damit macht einfach mehr Spaß. Nachteil ist ein höherer Anschaffungspreis. Wenn man mit Markenkraftstoff vergleicht, sind die Betriebskosten aber deutlich geringer. Bei nur einer Motorsäge liegt grob überschlagen der Break Even bei 100-150 Stunden, als privater mit 8 Ster im Jahr dauert das schon seine Zeit. Wenn man die Akkus für mehrere Geräte nutzt, sicher deutlich schneller.

    Ich glaube huizhaecka meinte mit "Insel" eher dass wichtige Daten auch offline (tägliches Backup vorausgesetzt) vorhanden sind und bearbeitet/ausgedruckt werden können.

    So ist man zwar nicht mehr in Echtzeit auf dem aktuellen Stand, kann aber dennoch irgendwie weiter arbeiten.


    Quasi "Stift und Papier" in digitaler Form.

    Ja, das wäre mir das wichtigste, was man braucht sollte offline (in diesem Sinne ohne Onlineverbindung der Kommunalverwaltung) nutzbar sein - wenn irgend möglich - und durch ein Notstromkonzept abgedeckt - vorzugsweise auch digital.

    Verteilte Datenbanken sind jetzt nicht wirklich neu, der Zugriff dürfte großteils lesend sein, Updates insgesamt gesehen eher wenige. Zumindest im zentralen Bereich Einwohnermeldeamt. Grundbuch ist wahrscheinlich komplexer, zumindest wenn da ein GIS eingeflochten ist. Dabei dürfte aber aber im Krisenfall das Angebot der möglichen Leistungen eh eingeschränkt sein, also eher keine Neuvermessung und Änderung im Plan sondern eher Abfragen, Eigentümeränderung usw.

    Technisch reicht da ein Server, gerne mit Virtualisierung. Dann laufen da die Datenbank(en), Webservices und ein Gateway, welches bei fehlender externer Verbindung auf die lokalen (eventuell etwas langsameren) Dienste umleitet. Die einzelnen VMs werden natürlich zentral zur Verfügung gestellt (so ein Webservice als VM zum Beispiel benötigt die Daten ja nicht in der VM, er muss nur wissen wo die liegen).

    OK, in einem Post ein ganzes Konzept komplett durchdenken ist kaum möglich - denkbar auch dass jetzige Anwendungen nicht leicht darauf angepasst werden können. Technisch wäre es meiner Meinung aber relativ leicht möglich. Wichtig wäre halt vorher festzulegen, wie die Datenbestände später wieder zusammengeführt werden.

    Kompliziert wird es eventuell organisatorisch/rechtlich. Wobei man man in vorübergehenden Szenarien [4 Wochen Stromausfall, 4 Monate großes Chaos danach] sicherlich manches Aufschieben kann (Grundstücksgeschäfte), anderes aber vielleicht dringlich ist (Geburts-/Sterbeurkunden, Ausweise).

    Kommunale IT sollte durch einen Landesdienstleister komplett gemanaged werden. Vor Ort sind nur noch Drucker und ThinClients nötig. Alles andere übers Netz. Das wäre eine zumindest realistische Option. Das Problem wird schnell riesig, wenn jeder für sich wurschtelt. Die großen Landesorganisationen haben eine gar nicht so schlecht funktionierende IT. Das Problem wird schnell im kleinen Bereich sichtbar. Die Kommunen brauchen keine Admins. Die brauchen jemand, der deren IT sinnvoll macht. Wozu Rechner vor Ort halten, wenn dass ein Dienst im Land machen kann. Und dann noch jemand, der den Drucker wartet und das Papier nachfüllt.

    Beim Management wäre ich noch dabei, bei der Struktur nicht. Meiner Meinung haben die wesentlichen Daten die die Kommune für ihre Aufgaben braucht unbedingt vor Ort zu sein. Wir haben ja hier Blackout auch öfter als Thema, oder allgemeiner Infrastrukturausfälle aller Art. Da finde ich es schon hilfreich wenn die Kommune auch als Insel funktionieren kann. So eine Struktur kann man auch mit (im Normalfall) zentralem Management gestalten, meinetwegen mit den Passwörtern im Safe des Bürgermeisters.

    Hm, ich kenne da nur den G7 Gipfel :-) durfte das Pressezentrum dort auch von innen sehen. Technisch war da schon was geboten, auch der Aufwand für die redundante Anbindung des Schlosses selbst. Richtig schön war die Mobilfunkstation die in einen Baum gehängt wurde, Technikkasten darunter mittels Holzhaufen getarnt...

    Bis in 20km Entfernung wurde alles verplombt was greifbar war.

    Im Vorfeld gab es einen Lasttest für das TETRA BOS Netz, Konvoi mit 120 Blaulichtfahrzeugen und über 500 Funkgeräten, nur um zu schauen, wie das Netz auf Zellwechsel von vielen Einsatzkräften reagiert... war eine interessante Zeit.

    Vielleicht kann man es mal anhand der kritischen Dienste betrachten:

    - Routing, also wie wird welches Datenpaket weitergeleitet um den Empfänger zu erreichen. Ohne das funktioniert nichts. Fehlerhafte Konfigurationen haben in der Vergangenheit schon große Teile des Internets zeitweise ausgeschaltet. Konfigurationsfehler werden in der Regel schnell behoben, absichtliche Eingriffe (staatlich oder Hacking) sind problematisch.

    - DNS, also die Namensauflösung, ist ebenso wichtig (wenn mann nicht eine lange Liste selbst pflegt). Dieses System ist grundsätzlich hierarchisch aufgebaut, in der Praxis aber doch eher flach. Über Caching kann man sicherlich vorübergehend Ausfälle abmildern, trotzdem ist ein Ausfall sehr kritisch.

    - Zertifikate: immer mehr Dienste setzen auf Crypto, und damit auch oft auf Vertrauenshierarchien. Eine - halbwegs vertrauenswürdige - Quellen sind in Browsern und Betriebssystemen vorinstalliert. Updates (sowohl neue Zertifikate wie auch Löschungen) sind schnell nicht mehr möglich, privat wohl weniger relevant, aber sollte man im Hinterkopf haben.

    - Adressvergabe: letztlich die Frage, wo meine Authentifizierung stattfindet und ich eine IP Adresse erhalte. Das ist oft recht weit weg, gerade in ländlichen Bereichen. Zur Verständlichung: mein Nachbar und ich haben Internet von Provider X. Beide hängen am grauen Kasten an der Straße mit VDSL Technik. Der Zugang wird aber nicht dort terminiert sondern am nächsten BNG (Router und einiges weitere kombiniert), erst über diesen ist IP Kommunikation möglich, und dieser Standort kann weit entfernt sein.


    Das sind jetzt nur ein paar zentrale und relevante Bestandteile des "Internets" für mich als einfachen Nutzer. Davon darf eigentlich nichts ausfallen, sonst kein Internet. Selbst wenn diese Dienste noch jeweils 90% Verfügbarkeit hätten, wäre die Chance auf erfolgreiche Datenübertragung nur noch rund 60%. Also eher Zufall. Die Verfügbarkeit der Server auf die man zugreifen möchte ist da noch gar nicht betrachtet.


    Dagegen wappnen kann man sich eigentlich nur durch:

    - Mehrere unabhängige Zugänge (Festnetz/DSL/Kabel und mobiler Tarif, letztlich mindestens zwei physikalische Wege auf unterschiedlichen Infrastrukturen - salopp gesagt, wenn ich Festnetz/DSL von der Telekom habe gehe ich Mobil zu Vodafone oder O2, jetzt ohne Bewertung, halt Anbieter mit eigenem Netz, über Reseller sind natürlich beliebige Kombinationen möglich)

    - lokale Namensauflösung (zumindest der wichtigsten Seiten, dynamisches ist damit nicht möglich)

    - wirklich relevantes offline halten (zumindest in Kopie)

    Ja, Salz zum Überleben für den eigenen Körper hat man schnell beisammen, Salz zum konservieren - da kann der Vorrat nicht groß genug sein. Wenn halt ein Überschuss an Kraut etc. oder Fleisch länger halten soll. Welche Menge es dann tatsächlich wird ist schwierig zu sagen. Wenn die Gegebenheiten stimmen (landwirtschaftliche Produktion in Reichweite, vielleicht Tierhaltung) tendiere ich als Ziel zum Körpergewicht der zu versorgenden. Also meinetwegen 2 Erwachsene und ein Kind auf dem Land - 200kg - mit Supermarktpackungen unter 80€, mit größeren Gebinden darunter, eher unter 60€.

    Ich nehme das normale Salz (mit etwas Jod), beim Einmachen habe ich noch keinen unterschied feststellen können. Wenn Kalk oder Schwermetalle fehlen, könnte Himalayasalz eine Option sein, kostet aber...

    Beim E-Auto stehe ich nach maximal 500km vor der immer gleichen Situation: Es gibt keine Lademöglichkeit!

    da bestimmt aber das Szenario - wenn die Bug Out Location gut innerhalb der Reichweite ist, kann das schon funktionieren. Mit PV vor Ort ist dann auch ein längerer Betrieb möglich, wahrscheinlich auch jenseits größerer Diesel Lager.

    Und mal ehrlich, Fluchtszenario über mehrere tausend Kilometer - ausgehend man D-A-CH Raum - ist sehr ambitioniert. Meinetwegen noch von den Randgebieten oder in ganz anderen Teilen der Erde. Und bei solchen Distanzen - ob jetzt an der ersten oder der dritten Grenze Schluss ist, ist dann eh schon egal.

    Wahrscheinlich haben beider Konzepte ihre Berechtigung.

    Ja, da kann und soll man sicher anschauen. Tendenziell dürfte der anti-israelische Bereich hinsichtlich Gewaltbereitschaft bei uns überwiegen.

    gefährdete Orte: Synagogen, Kulturzentren, Museen. Privatwohnungen nur vereinzelt, aber auch nicht ausgeschlossen.

    Wirkmittel: von Schmierereien über Glasbruch, Brandsätze bis hin zu Sprengstoff und Schusswaffen ist alles denkbar, letztere sicher seltener als erstere. ABC jetzt eher nicht akut, einen Notbehelf hat eh jeder heute in der Tasche.

    Akteure: ganz gemischt, Palästinenser als direkt Beteiligte, sonstige radikalislamistische, durchaus auch ein eingeschränkter Kreis aus dem linken Milieu und auch der rechtsextreme Bereich kann vorkommen.

    Was kann man tun?

    - Augen auf und schauen was mögliche Ziele in der Umgebung sind, gegebenenfalls Abstand halten. Aber man braucht es auch nicht übertreiben, also Vorbeilaufen oder fahren sehe ich nicht als großes Risiko, eine Stunde Bushaltestelle direkt vor einem gefährdeten Objekt vielleicht schon. Also ein Produkt aus Gefährdung und Aufenthaltsdauer.

    - wenn man einen Gefährdungspunkt bei sich selbst sieht: EDC auf ausreichend EH Material prüfen

    - zumindest in München ist eine große Parkgarage in direkter Nachbarschaft, die wäre sicher auch gesperrt wenn es zu einem größeren Zwischenfall kommt. Wenn das persönlich relevant ist und die Strecke weit geht es in Richtung GHB.


    Für mich selbst ändert sich nichts, keine relevanten Ziele in der Umgebung, kann bei Anderen aber auch anders aussehen.

    GPS Aus mit Verschlüsselung gab es schon (bzw. es gab nur hohe Präzision mit Schlüssel). Jetzt sind aber Systeme wie GLONASS, Galileo und Beidou auch von gängiger Hardware zu empfangen. Da helfen dann nur Störsender. Das wäre aber relativ lokal. Mit guten Antennen (lagegeregelte Rakete, Antennenarray in der Hülle mit Öffnung nach oben) könnte man vielleicht da auch noch dagegen arbeiten. Wenn man schaut was im Bereich der Amateurraketen inzwischen möglich ist, ist es nur eine Frage der Zeit bis Trägheitsnavigation, TERCOM usw. ausreichend genau nachgebaut werden. Die Technik ist über 60 Jahre alt. Für Punktziele sind die Hürden immer noch hoch, aber einen Innenstadtbereich treffen und dabei ohne ballistische Flugbahn auskommen, das ist keine Geheimwissenschaft mehr.