Beiträge von Trontir

    Interessant fand ich diesen Satz:

    Zitat

    "Einen Notvorrat anzulegen hat nichts mit asozialem Hamstern zu tun. Wenn jeder Haushalt einen Vorrat an Lebensmitteln bereithält, können damit Engpässe gemeinschaftlich oder nachbarschaftlich besser gemeistert werden. Zudem werden Vorräte angeschafft, solange es noch ein ausreichendes Angebot an Lebensmitteln in den Supermärkten gibt, die für jeden zugänglich sind"

    Das klingt so ganz anders als noch vor ein paar Jahren, als das BBK eine neue Zivilschutzstrategie auf den Weg gebracht hatte. Da hatte die Öffentlichkeit nichts Besseres zu tun, als von "bösen Hamstern" zu schreiben ...

    Jetzt frage ich mich, wie hoch ist das Risiko, wenn ich eiweißhaltige Lebensmittel (z. B. Käse) vakuumiere? Vakuumierte Lebensmittel sollen ja so zwei- bis dreimal so lange im Kühlschrank haltbar sein wie nicht vakuumierte. In diesem Zusammenhang habe ich aber noch nie einen Warnhinweis bezüglich Botulismus gehört.

    Käse habe ich auch schon mal einvakuumiert, wenn ich vom Hof zu viel auf einmal bekommen hatte. Allerdings war mein Ziel nur, ihn 4 Wochen vor dem Verderb zu bewahren, nicht, ihn mehrere Monate zu lagern. Die 4 Wochen haben gut funktioniert.


    Bei La.Va.com findest du Tabellen zu Haltbarkeit mit/ohne Vakuumieren.

    Wenn sich im Weckglas Butter- oder Essigsäure bilden sollte, riecht man das. Außerdem geht bei Verderb der Lebensmittel der Deckel auf, weswegen ja auch die Klammern nach dem Abkühlen vom Deckel entfernt werden sollen.


    Botulismus ist ein wichtiges Thema, das man Ernst nehmen sollte. Letztlich muss es jeder selbst entscheiden, ob er lieber mit einem Pressure Canner oder dem Wecktopf schafft. Bei beiden Methoden muss man Zeiten und Prozesse beachten.


    Wer ganz sicher gehen will, kocht halt das Eingeweckte noch mal auf.


    Hier noch ausführliche Infos:

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    Ich lagere im Moment mehr Couscous ein. Bei Reis habe ich das Problem, dass der ja recht viel Energie zum Kochen braucht. Dazu passend habe ich heute noch Linsencouscous gesehen. Finde ich auch ganz interessant, weil auch die Hülsenfrüchte ja sonst auch recht viel Energie und Wasser verbrauchen. Wäre vielleicht auch noch mal eine Idee, war mir aber spontan etwas zu teuer.

    Statt mehr Brennstoff könntest du auch ein paar Thermosgefäße einlagern. Damit lassen sich Reis, Nudeln und vieles mehr wie in einer Kochkiste garen. Und alles, ohne den Bettnachbar zu verbrennen. :)


    Dazu hatte ich hier mal ein paar Tests gemacht: Thermos Cooking


    Wir nutzen die Möglichkeit bei Wanderungen oder bei langen Strecken mit dem Auto.

    Wie sieht das eigentlich im Sinne der Erweiterbarkeit aus? Mal angenommen in ein paar Jahren ziehe ich um und möchte mir dann das ganze Dach mit PV vollpflastern. Kann ich unterschiedlich starke Panels "bundlen"? Oder macht das Probleme?

    Grundsätzlich kannst du verschiedene Leistungsstärken miteinander kombinieren. Ich habe z. B. ein 20 Watt mit einem 100 Watt Modul verbunden. Wichtig ist, dass die Spannung identisch ist. Also entweder 12 oder 24 Volt!

    Ich kenne mich mit Dachsolar nicht aus, könnte mir aber vorstellen, dass dort 24 Volt gängiger ist? Falls ja, könntest du 12 V Panele nicht kombinieren.

    warum nicht die Seiten unten in 45° absägen und das Bodenbrett über die gesammte Breite anschrauben, dann hat jeder Slot seinen schrägen Boden

    Hmm, das kann der Baumarkt auch nicht - nur gerade Schnitte (und ich habe keine elektrische Säge zu Hause). Bin auch nicht sicher, ob die Dosen dann nicht auf dem schrägen Brett herausrollen? Mit einem Stopp-Brett davor könnte man sie auffangen. Knifflig. :/

    Danke noch mal an Maresi und Makoto für die Tipps und Hinweise zum Dosenregalbau! Als erstes Projekt habe ich mich für die leichtere, vertikale Version ohne Zwischenboden entschieden. Neben dem einfacheren Aufbau war der mangelnde Platz ein Grund dafür.


    Da ich nicht sicher war, ob es klappen würde und es ohnehin nur für hinter der Kellertür gedacht ist, habe ich Pressspanplatten (19 mm) gewählt. Der Zuschnitt erfolgte nach meinen Maßen im Baumarkt. Dann zu Hause angekommen, wurde erst mal probeweise alles zusammengelegt, ob es passt.


    01_Zuschnitte.jpg 02_Test.jpg


    Hilfreich beim äußeren Rahmen waren so Spannwinkel aus dem Bilderrahmenbau. Es ginge zur Not aber auch ohne. Der Rest war einfach nur Vorbohren und Verschrauben. Am oberen Ende habe ich einen Winkel eingesetzt, der das Regal vor dem Umkippen sichern soll.


    03_Winkel.jpg 04_Verschrauben.jpg


    Was mich vor ein ziemliches Problem gestellt hat, waren die Keile am unteren Ende, die die Dosen nach oben drücken sollen, sodass man sie greifen und herausziehen kann. Im Baumarkt konnten sie nur gerade Schnitte setzen, aber keine 45°-Winkel. Passende Keile gab es auch nicht. Aber ohne geht das Projekt einfach nicht.


    Also habe ich eine aufwendige Stückellösung gebastelt. Nicht schön, aber erfüllt seinen Zweck. Wie habt ihr das mit der Rampe gelöst bzw. würdet ihr das beim nächsten Mal anders machen? Da muss es einen einfacheren Weg geben! Das Gebastel mit dem Kleben der Einzelteile hat mich bestimmt 2 Stunden gekostet.

    05_Keile_sägen.jpg 06_Keilkonstruktion-1.jpg


    Der Rest war dann wieder bohren und schrauben - simpel. Das fertige, leere Regal wiegt ca. 15.5 kg, also noch handhabbar.


    07_Dosenhalter.jpg 08_Dosenregal_leer.jpg


    Im Keller kam es dann hinter die Tür (die kann ich wegen eines anderen Regals ohnehin nicht vollständig öffnen. Aber das Dosenregal ist nicht besonders tief. Wichtig ist der Umfallschutz, sonst krieg ich die Tür nachher nicht mehr auf ... ^^


    09_Dosenregal_montiert.jpg 10_Dosenregal_befüllt.jpg


    Im Nachhinein hätte ich es vielleicht noch 2 Dosenbreiten weniger hoch machen können. Und auch die Kombination von großen und kleinen Dosen ist nicht ideal (= unterschiedlich tief). Aber wir haben nicht mehr Platz, und im Grunde funktioniert es prima. Die vertikale Lösung ist recht kompakt und fasst bei mir ca. 2 x 12 große und ca. 2 x 14 kleine Dosen. Das ist schon recht viel. Die Abmessungen des Regals selbst sind ca. 120 x 53 x 15 cm (h/b/t).

    Da ich das Gewicht nicht an die Wand hängen wollte, steht es auf Steinen, die es vom Boden isolieren. Ich bin gespannt, ob es auf Dauer hält und seinen Zweck erfüllt.
    Zum Verschönern könnte man noch Folie aufkleben, Farbe auftragen oder Zierleisten aufheften. Ist mir aber zu aufwendig. :slightly_smiling_face:

    Ich denke, du machst da einen großen Fehler in deiner Berechnung.

    1. Du kannst nicht so mit dem Strom umgehen, wie, wenn er aus der Steckdose kommt. Man muss genau überlegen, und gegeben, falls sich einen Plan machen, was wo zu welcher Zeit Strom gezogen werden kann/muss.

    Da hast du natürlich Recht. Im Krisenfall würde man sehr genau darauf achten müssen, wofür man den begrenzt verfügbaren Strom einsetzen kann. :)

    Heute Nachmittag kam es im Südwesten Deutschlands zu einem Erdbeben der Stärke 4.2. Zentrum war Hechingen, südlich von Stuttgart im Zollern-Albkreis. Das Beben war auch in der weiteren Umgebung zu spüren. An Schäden sind bisher Risse in mehreren Häusern bekannt geworden.


    Weitere Infos hier: https://erdbebennews.de/2022/07/erdbeben-m4-2-in-hechingen/

    Hintergrund, warum es gerade hier in Deutschland immer wieder mal zu Erdbeben kommt: https://erdbebennews.de/2022/07/hechingen-erdbeben-2022/

    Wenn wir schon über Vulkane in Europa sprechen, dürfen die Phlegräischen Felder nicht fehlen. ;) https://de.wikipedia.org/wiki/Phlegräische_Felder


    Die halte ich subjektiv für riskanter als einen Ausbruch in der Eifel. Das wären aber generell solche Art von Ereignissen, gegen die man sich sinnvollerweise nur durch Auswandern schützen könnte. Hier in Deutschland könnte man auch noch nach dem Ausbruch auswandern. Daher treffe ich bei der relativ geringen Eintrittswahrscheinlichkeit keine besonderen Vorkehrungen.

    in deiner Zeitliste ist auch nur reines backen aufgeführt, geht das auch ohne den Rührhaken?

    Ich lass ja meinen Roggenvollkorn-Sauerteig meist 24 Std. gehen. Da bräuchte ich dann nur das backen benutzen :)

    Ja, das ginge auch. Hab ich ehrlich gesagt noch nicht genutzt, da der Automat den Nachteil hat, dass Oberhitze prinzipiell nicht möglich ist. Wenn ich nur backe, dann nutze ich aktuell immer den Herd. Das Brot wird dann optisch etwas schöner, weil oben dunkler.


    Aber als Idee, den Backvorgang mit "Notstrom" durchzuführen, ginge das dann sicher auch über den Automaten. :)


    llach Die Kochkiste zum Backen sieht spannend aus! :gut: Hast du mehr Details dazu?

    super- werde meine Inselanlage auch mit LiFepo Akkus vergrößern -bis jetzt lade ich nur die Akkus für meine Headlights und Taschenlampen und die 12 bzw 18V Akkus für diverse Maschinen ,Gartengeräte etc.

    Denk aber daran, gegebenenfalls auch den Kabelquerschnitt zwischen Akku und Wechselrichter zu vergrößern, falls du größere Lasten betreiben willst. Auf dieser Seite gibt's ein Online-Rechner bzw. weiterführende Infos. ;)

    Seit ich ein Inselsolaranlage habe, reizt mich der Gedanke, herauszufinden, in welchen Bereichen ich damit notfalls eine Autarkie herstellen kann. Eines der Ziele war zu testen, ob ich mit dem gewonnenen Strom auch Brot backen könnte oder an welche Grenzen die Anlage stoßen würde.


    Getreide habe ich eingelagert. Eine elektrisch betriebene Mühle lässt sich über den Solarstrom betreiben. Mehl und andere Zutaten sind also nicht das Problem. Der normale Backofen scheidet jedoch aus. Klar gibt es Alternativen, wie das bekannte Stockbrot oder einen Dutch Oven. Aber da wir einen Brotbackautomaten zu Hause haben, der mit max. 550 Watt angegeben ist, wäre er theoretisch auch eine Option.


    01_BA-technische-Daten.jpg


    Rechnerisch müsste die Inselanlage das schaffen:

    • LiFePo4-Akku mit 125 Ah / 12 Volt
    • ca. 1.500 Wh Kapazität
    • max. konstanter Entladestrom 100 A
    • Wechselrichter mit 1.000 Watt reinem Sinus
    • gespeist durch zwei kleine Panele mit 100 + 20 Watt Peak
    • Ladungssteuerung durch einen kleinen MPPT-Laderegler von Victron Energy (75/15)


    Wenn man ein Haus mit entsprechender Dachfläche oder eine große Gartenfläche zur Verfügung hat, ist das natürlich kein Thema. Aber geht das auch auf einem Balkon bzw. einer Terasse? Ausprobieren! :)


    Erster Schritt war ganz klassisch Brotbacken:

    02_Brotbacken.jpg 03_Brotbacken-2.jpg


    Ausgewählt habe ich ein Roggendinkelbrotrezept, das mit 3,5 Stunden am schnellsten ging. Der Ablauf im Automaten sieht aber keinen konstanten Verbrauch von 550 Watt für die gesamte Zeit vor. Stattdessen werden die Phasen "Ruhen, Kneten, Gehen, Backen" nacheinander abgearbeitet. Gebacken wird tatsächlich nur in der letzten Stunde der Gesamtzeit.


    04_Backablauf.jpg


    Der Akku war zu Beginn fast voll - da die ersten 2,5 Stunden nicht viel passiert ist, startete die Backphase sogar bei 99 %. Während der Zeit unterstützten die Panele mit ca. 50-65 Watt, sodass der Akku nicht alleine den Strom bereitstellen musste. Beim Kneten wurden ca. 100-110 Watt gebraucht. Für die Anlage keine Herausforderung.


    05_Akkuladung_Start.jpg 06_Kneten.jpg


    Die ersten 2,5 Stunden waren daher unauffällig. Spannender wurde es, als der Automat aufgeheizt und die Backphase gestartet hat. Da lagen dann ca. 510 Watt an, die über ein 12 Volt-System ca. 40 A bedeuten! Falls ihr so etwas nachbauen wollt, achtet auf große Kabelquerschnitte von Batterie zum Wechselrichter! Oder wählt ein 24 Volt-System.


    Erste Erkenntnis: der Automat heizt nicht konstant, sondern schaltet den Heizstab regelmäßig ein und aus! Der Lüfter des Wechselrichters springt also immer wieder an und aus. Ob das beim Dauergebrauch so zuträglich für die Komponenten ist? :thinking_face:


    07_Backen.jpg 08_Backen-02.jpg 09_Backen-03.jpg


    Egal, das Brot wurde auf jeden Fall zu Ende gebacken! Herausgekommen ist ein etwa 1 kg schweres Roggenbrot, das bei uns mindestens die 2 Tage hält, die es auch brauchen wird, um den Akku wieder aufzuladen. Verbraucht wurde ca. 1/3 Kilowattstunde, was umgerechnet ca. 0,11 EUR an Stromkosten bedeutet hätte.


    10_Roggenbrot-1.jpg 11_Roggenbrot-Gewicht.jpg 12_Stromkosten.jpg 13_Stromverbrauch.jpg 05_Akkuladung_Ende.jpg


    Der Ladezustand ist von 99 % auf 80 % gesunken, was mit den Werten des Strommessgerätes übereinstimmt (20 % von 125 Ah = 25 Ah x 12 V = 300 Watt). Der darüber hinausgehende Verbrauch wurde durch die Solarpanele beigesteuert.


    Im Winter mag das etwas anders aussehen. Grundsätzlich ist es aber möglich, ein Brot mit der Inselanlage zu backen. Auch andere Rezepte mit einer längeren Dauer sollten kein Problem darstellen, da nur die Backphase viel Energie braucht.


    Weitere Erkenntnis für mich: im Sommer ließen sich bei der Auslegung auch weitere (Klein-)Verbraucher zusätzlich am gleichen Tag betreiben. Also Akkus aufladen oder kleinere Geräte wie z. B. einen Reise-Wasserkocher nutzen - vielleicht sogar den Kühlschrank stundenweise außerhalb der Backphase versorgen, das ist möglich.


    Noch kurz ein Gedanke zu Sinn und Unsinn: wenn im Winter aufgrund einer Gasmangellage der Strom rollierend abgeschaltet werden sollte oder das Stromnetz instabiler werden würde, wäre es für mich eine Alternative, über konstanten Akkustrom zu backen. Denn wenn die normale Hausversorgung, wenn auch nur kurz (!), zusammenbrechen würde und ich zu dem Zeitpunkt ein mehrstündiges Backprogramm laufen hätte, könnte ich den Teigansatz möglicherweise entsorgen. Der Automat springt nach dem Ausfall auf den Anfangszustand zurück.


    Klar, im Herd zu backen wäre eine Alternative. Aber auch da dürfte der Strom nicht für 30 Minuten oder länger weg sein, nachdem der Ofen aufgeheizt ist.


    Für mich bestätigt der Versuch, dass es eine Option mehr gibt, die ich bei vollem Akku nutzen kann. Durch das eingeweckte "Glas"-Brot und die zusätzlich vorhandenen Brotkonserven werden wir das vermutlich nie brauchen. Aber diese Vorräte sind "endlich". Es ist daher schön zu wissen, dass ich sie wesentlich verlängern könnte, wenn die Situation es erfordert.

    Bitte kein Gläseryoga! Oder willst du die Inhaltsstoffe der Deckelbeschichtung in der Marmelade haben?

    Werden die Gläser bei der industriellen Abfüllung nicht auch erhitzt? Ich kann mir nicht vorstellen, dass da Inhaltsstoffe verwendet werden, die gesundheitsschädlich sind?


    Essigwasser: keine Ahnung. Auch so ein Brauch, der sich bei uns eingeschliffen hat. 😄 Danke für die Anregung - ich denk mal drüber nach.