Beiträge von Trontir

    Unterwegs könnte man den Teig vielleicht aufbacken. Aber da würde ich eher Stockbrot mitnehmen. Das funktioniert garantiert und schmeckt auch lecker. Wenn sich die Gelegenheit im Laufe des Jahres ergibt, teste ich das Minutenbrot mal über dem Solostove.


    Die Konsistenz ist als eher fest zu beschreiben. Ich mag das, aber der Hersteller weist darauf hin, dass man mit Sprudelwasser eine lockerere Konsistenz hinbekommen könne. Ich könnte mir vorstellen, dass es dann aber schwieriger zu schneiden sein wird, da es eventuell leichter auseinanderbröselt.


    Danke für den Link! In den FAQ wird auf ein MHD von ca. einem Jahr hingewiesen - mit vermuteter längerer Haltbarkeit. Das entkräftet natürlich meinen obigen Einwand zur Eignung in der Krisenvorsorge etwas. Trotzdem würde ich eher auf Dosenbrote setzen und parallel dazu Mehl, Salz und Hefe einlagern, um Stockbrot herstellen zu können.

    Sieht super aus! Besonders gefallen mir die extra Taschen für eine verbesserte Übersichtlichkeit und der Moralpatch! :)

    Das könnte auch mein nächster Rucksack werden. Wie trägt er sich denn mit etwas Gewicht? Ist er zum Wandern geeignet, wo man ihn längere Strecken auf dem Rücken hat?

    Heute habe ich beim Stöbern durch den örtlichen Edeka etwas Neues entdeckt. Und da ich ja tief in meinem Inneren immer noch ein Spielkind bin, das Unbekanntes ausprobieren muss, ist es für 1 Euro die Packung in den Einkaufswagen gewandert. Die Rede ist von Minutenbrot. Die Werbeaussagen klingen jedenfalls verlockend: in minutenschnelle ein frisches, duftendes Brot auf den Tisch! Aber man soll ja auch nicht hungrig einkaufen gehen. 😁


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    Also taugt das was? Und wenn ja, ist es für die Vorratshaltung geeignet? ... gleich mal getestet! Die Zubereitung ist einfach: die „Backmischung“ wird auf 75 ml Wasser in eine Kaffeetasse gegeben und zu einem Teig verrührt. Das sieht aus und riecht wie Teig. Ein gutes Zeichen.


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    Dann für ca. 4 Minuten in die Mikrowelle, aus der Tasse stürzen und ca. 8 Minuten auskühlen lassen. Schnell geht es schon mal! Und es duftet wie Brot.


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    Die Ernüchterung kam aber schnell: es ist winzig! 8| Und ich habe Hunger! :rolleyes:


    Zunächst war ich nicht sicher, wie man es am besten anschneidet. Als Rolle oder in Scheiben. Da es recht fest gebacken ist (wie ein Körner- oder Vollkornbrot) lässt es sich auch in Scheiben recht dünn schneiden. :thumbup:


    Insgesamt kommen je Packung ziemlich genau 100 g auf den Teller (ca. 200 kcal).


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    Geschmacklich ist es völlig ok. Lecker sogar, wenn man Körnerbrote mag. Aber die große Enttäuschung ist halt die geringe Menge. Für ein Frühstück würde ich 1-2 Packungen pro Person rechnen. Das kann man vielleicht für ein Wochenende bevorraten, aber sicher nicht in größeren Mengen.


    Zumal es bei dem Preis dann Alternativen bei Dosenbrot gibt, die auch nicht teurer kommen, aber leichter in größerer Menge lagerfähig sind und auch ohne Strom gegessen werden können.


    So hinterlässt das Minutenbrot bei mir ein zwiespältiges Urteil: einerseits erfüllt es die Marketingaussagen. Es ist lecker in kürzester Zeit zubereitet und sättigt für die kleine Menge dank des hohen Kornanteils recht gut. Andererseits sprechen die kurze Haltbarkeit (kann auch sein, dass ich einen Ladenhüter gekauft habe) und v.a. die geringe Menge sowie der Strombedarf für die Zubereitung gegen eine uneingeschränkte Eignung für den Prepper.


    Aber wer Krisenvorbereitung weiterfasst und sich auch auf kritische Lagen, wie „Mist, aus dem Urlaub zurück und kein frisches Brot im Haus“ vorbereiten will, für den ist es ein paar Packungen wert. Und wenn alle Stricke reißen, eignet es sich bestimmt noch für die Kinder im Haushalt, die im Kaufmannsladen auch mal Bäckerei spielen wollen! Und natürlich für große, neugierige Spielkinder auch. :S

    Zum Thermosgefäß findet ihr in diesem Thread mehr Infos - inklusive mehreren Versuchen, damit zu „kochen“ („garen“ trifft es vermutlich besser). Kann ich rundum empfehlen!


    Thermos Cooking


    Das Ding nehmen wir gerne auf Wanderungen mit. Sehr praktisch und hat für 2 Personen die richtige Füllmenge. Aber auch in einem Krisenszenario kann man damit Brennstoff sparen oder z. B. heißes Wasser für den späteren Gebrauch „aufbewahren“. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig.


    Hier ist zwecks Preisvergleich noch ein Link zu Amazon:

    https://www.amazon.de/Thermos-Isolierbehälter-710-Edelstahl-Cranberry/dp/B00LN5ZEAW/

    Schöner Thread, den ich mit einer kleinen Anekdote wiederbeleben will: „wenn Prepper eine Reise tun“ :)


    Es war im November letzten Jahres, mein Arbeitgeber meinte, mich für knapp eine Woche ca. 550 km weit in die niedersächsische Pampa schicken zu müssen. Weit weg von größeren Städten, untergebracht in einem kleinen Landhotel am Rande eines Industriegebiets. Ringsum Kleinstädte und Dörfer, aber eher über die Fläche verteilt.


    An- und Abreise erfolgte mit der Bahn. Jeder, der regelmäßig in D mit der Bahn unterwegs ist und dabei mehrfach die Züge wechseln muss, weiß, dass allein das mittlerweile ein Abenteuer ist.


    Ich konnte nur so viel mitnehmen, wie in zwei Reisetaschen und einen Rucksack passte. Mit dabei aber ein kleiner Reisewasserkocher, eine Thermosflasche mit heißem Wasser, gefriergetrocknete Fertiggerichte und das an anderer Stelle hier schon mal vorgestellte Thermosgefäß, in dem sich auch prima „kochen“ lässt. Immer dabei das erweiterte EDC mit Minitaschenlampe, Instantkaffee, Tee, Instantsuppen, Tasse und Göffel. ;)


    Natürlich habe ich schon ein wenig gezweifelt, ob das wirklich alles nötig ist. Aber was soll ich sagen. (Fast) alles gebraucht! Denn natürlich klappte schon die Anfahrt nicht, sondern es wurde spät und später. An Abendessen natürlich vor Ort nicht mehr zu denken. Gut, dass ich schnell was „kochen“ konnte.


    Der nächste Arbeitstag ging dann bis ca. 19.30 h. Da ich gerne etwas Essbares bei mir habe, bin ich vom Hotel zum nächsten Supermarkt gelaufen, der etwa 3 km entfernt auf der anderen Seite eines Waldgebiets lag. Wie im November häufig, nieselte es und es war bereits dunkel. Gut, wenn man neben einem kleinen Regenschirm auch eine Taschenlampe dabei hat. :)


    Die Utensilien würde ich bei einer Unterbringung in einer Notunterkunft oder vorübergehendem Aufenthalt in einem Hotel aufgrund eines Notfalls ähnlich verwenden. So gesehen, war es ein schöner Test. Zum Glück musste ich nicht noch zurück nach Hause wandern. Aber auch das hätte mich nicht wirklich geschockt. Den Wasserfilter konnte ich nämlich gar nicht ausprobieren. ^^


    Was sich so nebenbei auch bewährt hat, war die wintergerechte Kleidung mit festem Schuhwerk. Viele Reisende laufen scheinbar auch in dieser Jahreszeit gerne in Sneakers ohne Socken oder mit dünnen Jäckchen herum. Ohne Mütze wirds dann schnell ungemütlich auf den Bahnsteigen. Soll jeder machen, wie er denkt. Aber meine Sache ist das nicht.

    Das ist ja der eigentliche Skandal. Ich zitiere aus o.g. artikel:


    „... Das vor allem in Kohle- und Gaskraftwerken eingesetzte Distributed Control System (DCS) SPPA-T3000 komme mit einer ganzen Menge an Java-Apps an Bord, die aus der Ferne aufrufbar seien, Programmen für den Apache-Tomcat-Server, MSSQL, Cygwin sowie mit der industriellen Automatisierungstechnik Simatic.„


    „...Auf einem zum SPPA-T3000 gehörenden Orion-Java-Server, auf dem sich Verzeichnisse via HTTPS recht einfach auslesen ließen, fand das Team eine große Zahl an Servlets, die Anfragen von Clients entgegennahmen und beantworteten. Dazu gehörten etwa ein BrowserServlet für Drittparteien oder ein FileUploadServlet, über das sich Dateien mit vollen Systemrechten hochladen ließen.“


    Das bedeutet in der Praxis, dass ich als Angreifer meinen eigenen Schadcode einschleusen kann. Das hat das Team dann auch umgesetzt - also nicht nur Theorie.


    „Der Truppe gelang es so letztlich, eigenen Code mit allen Rechten auszuführen, beliebige Java-Klassen zu injizieren und sämtliche Sitzungsinformationen nebst Nutzernamen und Kennungen sowie andere private Informationen im Klartext abzufragen. Von Siemens implementierte Firewalls erwiesen sich als nutzlos.“


    Warum bei uns nicht häufiger die Lichter ausgehen, kann ich nicht sagen. Aber dass Militärs diese Art von Exploits kennen und bei Bedarf nutzen, hat man zuletzt wieder beim geplanten und von Trump in letzter Minute abgesagten Vergeltungsschlag nach Abschuss einer US-Drone durch den Iran im Sommer gesehen. Da hatten die Cyberspezialisten entsprechende Lücken ausgenutzt, um die iranische Verteidigungssysteme zu schwächen. Als der Angriff dann doch nicht stattgefunden hat, war diese einmalige Chance vertan. Die Lücken hat der Iran nun geschlossen. Die Spezialisten sollen nicht amüsiert gewesen sein.



    Heise berichtet von einem IT-Kongress, auf dem ein Team des Antivirensoftware-Herstellers Kaspersky die Ergebnisse vorgestellt hat, wie anfällig Steuersysteme von Kraftwerken für Angriffe von außen seien.


    Es lohnt sich den Artikel mal ganz zu lesen. Insbesondere der Hinweis auf das Prinzip Hoffnung am Ende spricht Bände!


    https://heise.de/-4624529


    Man fragt sich natürlich, warum wir überhaupt noch Streitkräfte unterhalten, wenn man einer anderen Nation aus der Ferne den Strom abdrehen kann?:/

    Etwa zweimal im Jahr aktualisiere ich unsere Listen mit dem, was eingelagert ist. Traditionell passiert das im Sommer- und Weihnachtsurlaub, wenn mal Zeit dafür ist. Vieles was im Laufe des Jahres handschriftlich ergänzt und eingetragen wurde, wird dann auf einen neuen Ausdruck übertragen. Normalerweise ist das dann auch einmal jährlich mit einer "Inventur" verbunden, aber die habe ich diesmal nicht geschafft.

    Trotzdem ein gutes Gefühl, alles wieder auf den neuesten Stand gebracht und einen Überblick zu haben. :)

    Da hast du einen aus meiner Sicht wichtigen Punkt angesprochen. Wer gibt einem anderen das Recht, zu bestimmen, wie ich leben will?


    Ja, es gibt Grenzen der persönlichen Freiheit. Da, wo die persönliche Freiheit des anderen beginnt.


    Aber dieser Absolutismus, mit dem viele ihre persönliche Überzeugung auf andere übertragen, widert mich an. Häufig mit einem Sendungsbewusstsein verbunden, das im Glauben begründet ist, zu wissen, was richtig und falsch ist.


    Und das kannst du an vielen Diskursen in unserer Gesellschaft festmachen. Dabei lebt eine pluralistische Gesellschaft vom Wettstreit der diversen Meinungen! Wenn es diese nicht mehr geben darf, dann ist unsere demokratische Grundordnung in ihrem Fundament erschüttert.


    Leider wirft dein Beispiel ein Schlaglicht auf diese Tendenz. Medien und exponierte Stellvertreter in der Politik haben daran genauso einen Anteil wie die breite Öffentlichkeit, die diese Tendenz unwidersprochen hinnimmt! Wir machen unsere Gesellschaft, in der wir leben. Daher bin ich im Gegenteil davon überzeugt, dass man genau diese Argumente immer wieder aussprechen und beim Gegenüber einfordern muss: „Deine Freiheit hört an der Grenze meiner Freiheit auf!“