Beiträge von Trontir

    Nachdem ich hier im Forum den Tipp erfahren habe, unter Einmalhandschuhen solche aus Baumwolle zu ziehen. Und ich die Woche länger mit den Gummihandschuhen herumlaufen durfte, habe ich noch mal ein Paket Baumwollhandschuhe nachbestellt. Sie lassen sich bei Bedarf kochen und verbessern den Tragekomfort der Einmalhandschuhe ganz wesentlich. Mal angenommen, man will zukünftig nur noch mit Einmalhandschuhen in den Supermarkt, ist das komfortabler.


    Und damit das Forum ggf. mitverdient, hier ein Link: https://www.amazon.de/gp/produ…BTT/?tag=httpswwwaustr-21


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    Außerdem habe ich einen Kauf vorgezogen. Ich bin mir nicht sicher, wie sich die Preise nach der Krise entwickeln werden. Die Lowa Renegade II Lo werden zwar in der Slowakei hergestellt und kommen nicht aus China, was ihre Verfügbarkeit hoffentlich längerfristig sicherstellen sollte, aber ein gutes Paar Schuhe ist nie verkehrt.


    Das ist mein drittes Paar, daher weiß ich, dass sie mir passen und (für mich) ultra bequem sind. Ich ziehe sie gerne bei kurzen Wanderungen an, bei denen man keine Meindl o.ä. braucht. Sie sind im Sommer auch luftiger als Wanderstiefel und lassen sich auch im Alltag gut tragen, da recht dezent. Das aktuelle Paar habe ich jetzt ca. 3 Jahre, es wird wohl noch mindestens ein Jahr halten, bevor die Sohle abgelaufen ist.


    Teurer sind sie schon jetzt geworden. Für die letzten Schuhe hatte ich ca. 115 EUR bezahlt, diesmal 137 EUR. +20 % in 3 Jahren?! Wow.


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    Noch ein Tipp, für den Ersatz von Desinfektionstüchern. Hmm, kein wirklicher Ersatz, aber praktisch, um einen Einkaufswagengriff abzuwischen und festzuhalten: Brillenputztücher!


    Die sind bei uns vereinzelt noch erhältlich und enthalten ebenfalls Ethanol. ;)


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    Nicht ganz so lange überlagert wie bei TID, aber für ein Milchprodukt mit mehr als 5 Monaten über dem MHD war ich schon neugierig. Den Pfannenkäse hatte ich nach der letzten Grillsaison im Kühlschrank vergessen. Heute Mittag wanderte er dann nach Anbraten in der Pfanne in ein Dosen-Reisgericht. Sensorisch ok, äußerlich ein wenig dunkler als sich sonst, vermutlich nachgereift. In der Pfanne lief er dann stärker auseinander, als ich es von der frischen Variante gewohnt bin. Ansonsten alles ok.


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    Obwohl... hab noch ein paar Packungen einvakuumiert. Mal schauen wie gut die sich machen.

    Das würde mich auch interessieren, da ich Haferflocken als Vorrat ziemlich genial finde (Nährwerte, Energiedichte), aber bislang irgendwie nicht in meinen regulären Speiseplan habe einbauen können. Ein paar einzelne Packungen habe ich auch vakuumiert, bislang aber noch nicht angetastet. Wenn die so viele Monate länger als angegeben haltbar wären, hätte das was!

    Außerdem weist die Seite selbst darauf hin, dass die Anzahl der an Covid-18 Verstorbenen im Vergleich zur Gesamtbevölkerung und den saisonal üblichen Todeszahlen "noch" keine signifikante Auswirkung in der Darstellung gefunden hat. Im Grunde das, was tomduly bereits geschrieben hat:


    Zitat

    The answer is that increased mortality that may occur primarily at subnational level or within smaller focal areas, and/or concentrated within smaller age groups, may not be detectable at the national level, even more so not in the pooled analysis at European level, given the large total population denominator. Furthermore, there is always a few weeks of delay in death registration and reporting. Hence, the EuroMOMO mortality figures for the most recent weeks must be interpreted with some caution.

    Therefore, although increased mortality may not be immediately observable in the EuroMOMO figures, this does not mean that increased mortality does not occur in some areas or in some age groups, including mortality related to COVID-19.

    Hier mal meine Hochrechnung bzw. Prognose: (von wegen "Kurve flacht ab"...)



    (Daten von der Johns Hopkins-Seite)

    Deine Hochrechnung passt recht gut. Nach ca. einer Woche sind die Infektionszahlen etwa dort, wo du sie abgeschätzt hattest. D liegt einen Tag zurück, IT ca. 2,5 Tage. Vielleicht machen sich die Einschränkungen bemerkbar, aber bislang konnten sie den Zuwachs noch nicht stoppen. Hoffentlich wird das noch ...


    Du hast alle 5 Packen Klopapier gekauft, obwohl das Zeug bei Dir daheim reichlich herum liegt und das nur zu dem Zweck es "den anderen mal richtig zu zeigen"? Zumindest innerlich, weil zum zeigen hättest es ja nicht blickdicht verpacken dürfen.


    12 Prepper im Forum halten da den Daumen hoch.


    Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, ich hab das alles falsch verstanden und es war in Wirklichkeit ganz anders. Kann mir das bitte einer erklären, sonst falle ich gerade vom Glauben ab.

    ^^ Nein, ich habe keine 5 Packungen gekauft. Ich weiß ja nicht, wie das bei euch gehandhabt wird, aber hier ist nur noch eine Pakung pro Haushalt zulässig. Beim Versuch fünf zu kaufen, hätte ich mich aufs Kassenband setzen müssen ...


    Eine Packung ist es geworden. Und wie im letzten Absatz geschrieben, nicht für mich, sondern für Menschen um mich herum, die nicht vorgesorgt haben.

    Sind die Bypass-Dioden nicht nur in leistungsstärkeren Modulen verbaut? Bei 20 Watt würde ich sie nicht erwarten. Meines Wissens dienen sie auch nicht dazu, einen Rückfluss zu verhindern, sondern sicherzustellen, dass das Modul bei Abschattung noch Strom produziert und die Leistung nicht zusammenbricht. Kann mich auch irren.

    Üblicherweise sollte in einem Wohnwagen ein Laderegler mit verbaut werden. Ohne wäre tatsächlich riskant ...


    ——

    Aktuell arbeite ich ab und zu im Home Office. Den Laptop und ein iPad hab ich spaßeshalber über einen Wechselrichter an meine Inselanlage angeschlossen. Man will ja zu Hause nicht auch noch den Strom fürs Arbeiten bezahlen. :)

    Das klappt richtig gut! Für das Szenario längerer Stromausfall könnte ich daher einen Laptop mit PDFs und anderen Infos bereithalten und einsetzen.

    Hier die Auswertung von heute. Da ist noch viel Leerlauf drin, weil der Akku mittags schon voll war ( es schien den ganzen Tag die Sonne 🌞)

    Toilettenpapier - das weiße Gold! Heute hatte ich eine interessante Erfahrung, wie man sie nur in Zeiten der Coronakrise machen kann. Seit über einer Woche ist in unserem Tal Toilettenpapier ausverkauft. Leere Regale zu jeder Zeit soweit das Auge blickt.

    Auf dem Weg nach Hause bin ich daher wieder mal in den fast leeren Edeka gegangen. Sofort fiel mir ein Kunde auf, der das begehrte Paket unter dem Arm trug. Ich musste den spontanen Impuls unterdrücken, ihm das seltene Gut zu entreißen. ^^


    Dann eine zweite Kundin einen Gang später: ebenfalls die verräterische Rosa-Verpackung in Maxi-Ausführung unter dem Arm. Mein Puls beschleunigte sich ... hier gab es Klopapier! Und dann noch meine favorisierte Sorte. Man ist ja verwöhnt! Die römische Dekadenz kann nicht schlimmer gewesen sein.


    Also streifte ich an den Regalen vorbei, bis ich endlich zum Gang der Gänge gelangte. Doch wie insgeheim befürchtet: leere Regale! Davor eine Mitarbeiterin im Gespräch mit einer Kundin, was denn los sei und dass sie das noch nie erlebt habe. Unglaublich. Unfassbar. Unerhört.


    Dabei faltete sie gelassen eine große Plastikfolie zusammen, in der noch kurz zuvor Massen an Rollen des begehrten Stoffs umverpackt gewesen waren. Ich rang mich zu einem gequälten Lächeln durch: "Da bin ich wohl zu spät, oder?!"


    Bevor sie antworten konnte, fiel mein Blick hinter ihrem Rücken auf das andere Regal: ganze fünf (!) Packungen waren noch übrig. Inklusive Promoaktion mit 20 % gratis. Yes! Das Ganze Eine davon habe ich dann blickdicht verpackt und nach Hause "geschmuggelt". Und innerlich gelacht. Über mich, die Situation und die menschliche Psyche im Besonderen.


    Warum aber Toilettenpapier kaufen, wenn noch was eingelagert ist? Einfach: die Haushalte um uns herum kommen nicht vor die Tür und fanden Krisenvorbereitung immer nur was für Spinner. Gibt's immer. Brauch ich nicht. Kostet Geld und nimmt Platz weg. Wasser kommt ja auch aus dem Hahn. Und dass es mal anders sein könnte? Unglaublich. Unfassbar. Unerhört.


    Hier, nimm diese Rolle und denk auf einem stillen Örtchen noch mal drüber nach ... ;)


    Nein. Die Annahme, dass nur ältere Menschen betroffen seien, ist durch Zahlen in den USA (und anderswo) wiederlegt. Ja, das Risiko zu versterben ist mit Vorerkrankungen und/oder höherem Alter größer. Aber unter 60 zu sein, bedeutet keine Immunität.


    --> https://twitter.com/DrEricDing/status/1242505251787354118

    https://twitter.com/drericding/status/1242562635629039618


    Davon abgesehen berührt die Frage, wann es gerechtfertigt sein soll, dass jemand stirbt, fundamentale ethische Grundsätze. Ich stimme dir hier nicht zu.

    Es scheint das wenn man Covid-19 überleben will, mann besonders auf seinen Blutdruck achten sollte. Hier wurden 2000 Todesfälle Untersucht:


    "Bei mehr als drei Viertel der Untersuchten wurde Bluthochdruck festgestellt."
    https://www.faz.net/aktuell/ge…?utm_source=pocket-newtab


    Bluthochdruck gilt als weit verbreitete „Volkskrankheit“. Dass 3/4 der Verstorbenen daran litten, ist wenig aussagekräftig, wenn ein hoher Anteil der Bevölkerung an Hypertonie leidet.


    Dagegen machen, kann man außer mit Medikamenten, Abnehmen und Sport nicht viel.

    In den USA kommt es mangels verfügbarem Toilettenpapier zunehmend zu verstopften Toiletten und Rohrleitungen. Die Menschen nutzen nun Küchenpapier und Abschminktücher. Auch feuchte Klopapiertücher sollen dazu beitragen, und Klärwerke rufen dazu auf, diese nur sparsam zu verwenden oder häufiger zu spülen.


    Wie sieht das in der DACH-Region aus? Ist jemand bei einem Sanitärbetrieb und kann berichten, ob das hierzulande auch ein Problem ist?


    https://www.nytimes.com/2020/0…flushable-wipes-clog.html

    Ich für meinen Teil komme beim nächsten Level der Vorbereitung schnell an Grenzen. Ja, ich sehe zusätzliche, aus der aktuellen Situation erwachsene potenzielle Risiken. Nur sind die so groß, dass ich sie nicht werde abwenden können.


    Einer Finanzkrise mit Inflation oder sogar (im Worst-case) einer Zwangsabgabe kann ich nicht viel entgegensetzen. Ein Ausfall von Logistikketten oder der Stromversorgung, lässt sich bei mir nur begrenzt mit Vorräten überbrücken. Autark versorgen kann ich mich nicht.


    Was ich heute gemacht habe: einen Kanister gefüllt, um im Notfall Brennstoff für einen Coleman-Herd zur Verfügung zu haben. Außerdem habe ich Geld in die Schweiz überwiesen, um Risiken zu streuen. (Und nein, es handelt sich nicht um Schwarzgeld oder versteckte Konten - das geht auch legal 😉).


    Als Nächstes prüfe ich weitere Optionen, um meine Altersvorsorge möglichst kaufkrafterhaltend durch die Krise zu bringen. Ich bin zu alt, um noch mal bei Null anfangen zu können.


    Nebenbei versuche ich mich trotz „Hausarrest“ gesund und fit zu halten. In den nächsten Wochen will ich es vermeiden, ernsthaft krank zu werden. Ein Krankenhaus will ich nur von außen sehen ... 😄

    Wer nutzt denn jetzt seinen Notvorrat und seine Masken?


    Ich hab das Gefühl ich bin der einzige.


    Wozu hab ich das, wenn ich es im Krisenfall nicht verwende?


    Auf den Notvorrat greifen wir bereits zurück, um nicht mehr so häufig und umfangreich einkaufen zu müssen. Aber auch, um tatsächliche Versorgungslücken (Toilettenpapier) auszugleichen. Es gibt im ganzen Tal seit einer Woche in den Läden kein Toilettenpapier mehr ...

    Außerdem hat die Firmenkantine seit ein paar Tagen nur noch eine sehr eingeschränkte Menüauswahl. Da greife ich lieber zu Mitgebrachtem.


    Die wenigen Masken, die ich habe, setze ich noch nicht ein. Da halte ich es wie Der_Stuffz. Ich glaube auch, dass ich sie noch dringender bei einem FW-Einsatz in der Zukunft brauchen könnte. Eine KH-Evakuierung mit Coronapatienten wäre z. B. so ein Fall. Dagegen ist Einkaufen im leeren Supermarkt überschaubar riskant.


    Doch zurück zur Eingangsfrage. Viel hängt ganz sicher auch vom jeweiligen Szenario ab. Aber was wäre z. B. bei einem flächendeckenden Stromausfall so viel anders? Reisen könnte man auch nicht mehr oder jedenfalls sehr eingeschränkt. Die Sicherheitslage wäre eine andere als heute ... wobei ich das noch nicht abschließend beurteilen will. Ein paar Wochen häuslicher Quarantäne können auch noch zu „interessanten“ Reaktionen führen.


    Ich stelle für mich fest, dass die romantische (?) Vorstellung, man sitzt als einer der Wenigen vorbereitet zu Hause und wartet die Krise einfach ab, ziemlich weltfern ist. Dazu ist man zu sehr in die Gesellschaft eingebunden. Arbeit, Familie, Vereine etc. Wenn die anderen nicht vorbereitet sind, hat das sofort Auswirkungen auf die eigene Situation. Mit gefangen, mit gehangen, sozusagen.


    Insofern hat sich für mich die Annahme bestätigt, dass das eigene Umfeld ebenfalls vorbereitet sein sollte. Und die Aktivitäten dahingehend, dies zu fördern, sind wichtig. Leider zeigt die Realität, dass viel zu wenige tatsächlich nennenswert vorbereitet sind. Ich habe auch nicht die Illusion, dass sich das nach der Coronakrise dauerhaft ändern wird.

    Mit den bevorstehenden (und Stand heute teilweise bereits umgesetzten) Ausgangsbeschränkungen, Grenzschließungen, stellenweise leeren Regalen, massiven Eingriffen in das gesellschaftliche Leben und die noch möglichen massiven wirtschaftlichen Verwerfungen sind wir m. E. nun mitten drin: im SHTF-Szenario. Vielleicht wird daraus auch noch ein TEOTWAWKI. Jedenfalls ist die nächsten Wochen erst mal ein Bug-in angesagt.


    Die Anhäufung von Buzz-Words aus der Prepperszene macht bestimmt schon deutlich, worauf ich mit diesem Thread hinaus will: losgelöst von den tagesaktuellen Informationen und Erfahrungen rund um die Coronakrise würde ich gerne eure Gedanken zu den immer wieder diskutierten Eckpfeilern der Krisenvorbereitung hören. In den Jahre der Vorbereitung war das Allermeiste für uns Theorie. Man konnte es durchdenken und versuchen, sich in potentielle Krisensituationen hineinzuversetzen. Eben Planspiele. Jetzt wird aus der fernen Idee unmittelbare Realität. Echtes Leben, mit allen Herausforderungen und Kleinigkeiten. Das würde ich gerne gegeneinander halten.


    Dinge, die immer wieder lebhaft diskutiert wurden, und die man nun auf den Prüfstand stellen kann:


    1. Richtigen Zeitpunkt zum Handeln erkennen - ist das möglich?
    2. Bug-in oder Bug-out?
    3. Sicherer Ort?
    4. Fluchtfahrzeug?
    5. Lone Wulf oder Service-to / with-others?
    6. ??


    Richtigen Zeitpunkt zum Handeln erkennen - ist das möglich?

    Zentrale Entscheidungen bei der Krisenvorsorge hängen davon ab, dass man rechtzeitig handelt. Zum Beispiel "vor allen anderen" aufbricht, um einen sicheren Ort zu erreichen. Oder außer Landes flieht. Oder Urlaub nimmt und sich zu Hause einigelt etc.


    Je nach dem für welche Handlungsmöglichkeit ihr euch in der Coronakrise entschieden habt, würdet ihr sagen, dass ihr den Zeitpunkt zum Handeln erkannt habt? Konntet ihr rechtzeitig von Normalität auf Krise umschalten?


    Ich kann das für mich nicht sagen. Bei mir läuft der Alltag mit allen Einschränkungen weiter. Urlaub habe ich bislang nicht eingereicht, um mich zu Hause einzuigeln (= meine Strategie).


    Bug-in oder Bug-out?


    Darüber wird ja gerne lebhaft diskutiert. In der Coronakrise erscheint mir ein Bug-in aktuell sinnvoller. Weglaufen geht bei einem weltweite Ereignis nicht wirklich. Und ob jemand für Wochen oder gar 2 Monate in Mitteleuropa im Wald überleben kann? Kann ich mir schwer vorstellen. Jedenfalls nicht, ohne sein Alltagsleben (Job, Wohnung, Familie) aufzugeben.


    Ja, wenn man zu den 5 % Reichen oder VIPs gehört, dann geht das. Sind nicht wenige Stars und Sternchen vorübergehend in eine Almhütte oder auf eine private Yacht geflüchtet. Aber für die Normalos unter uns? Ist jemand mit seinem INCH-Rucksack aufgebrochen?


    Was man möglicherweise noch gut gebrauchen könnte, ist eine gepackte Krankenhaustasche. Mit Hygieneartikeln, Unterwäsche, Radio + Kopfhörern, Kleidung etc. Eben ein Bug-out-Bag.


    Sicherer Ort?


    Seid ihr nun (schon) an eurem sicheren Ort? Wenn nein, warum nicht?


    Was sich aus meiner Sicht sehr schnell zerschlagen hat, war die Vorstellung, man könne sich an einem anderen Ort oder in einem anderen Land vorübergehend in eine Pension oder Ferienwohnung einmieten. Dem Szenario eines Bug-outs / Sicheren Orts wurde ja sehr schnell und gründlich der Riegel vorgeschoben. Selbst wenn man den richtigen Zeitpunkt schon sehr früh erkannt hätte, wäre man als Tourist mittlerweile zum Verlassen des (Bundes-)Landes aufgefordert worden!


    Bestätigt hat sich für mich allerdings die Vorstellung, dass es einen "sicheren Ort" in einer solch umfassenden Lage (weltweite Katastrophe) nicht gibt. Allenfalls die privaten Hochsee-Yachten oder einsam gelegenen alpinen Berghütten kämen mir dafür in den Sinn. (Bunkeranlagen halte ich auf Dauer nicht für lebenswert und schon gar nicht für sicher.)


    Was ist mit der Idee der Bergdörfer und Selbstversorgerhöfe? Seid ihr mit eurem Kernteam bereits auf Selbstversorgung eingeschwenkt oder habt es in naher Zukunft vor? Jetzt ist das Frühjahr da und es müsste gesät werden.


    Fluchtfahrzeug?


    Was ist nicht alles über das perfekte Bug-out-Vehikel geschrieben worden. Geländegängig, um Staus zu umfahren; geräumig, um Ausrüstung und Vorräte unterbringen zu können; mit WC, Bett und Küche für den Komfort; und mit Tarnnetz, möglichst mit Infrarotschutz.


    Habt ihr es bislang sinnvoll einsetzen können? Die Grenzen sind international sehr schnell geschlossen worden. Da Hotels, Pensionen und Campingplätze nicht mehr aufhaben, bleibt nur noch Bug-out abseits der Zivilisation. Ähnelt dem Yacht-Szenario. Funktioniert das für jemanden?


    Lone Wulf oder Service-to / with-others?


    Das wird sich m. E. erst noch herausstellen müssen, was besser funktionieren wird. Durch die Quarantäne und Ausgangsbeschränkungen favorisiert es für den Augenblick das "Lone-Wulf-Szenario". Langfristig wird es aus meiner Sicht aber nur gemeinsam funktionieren. Gerade der "Wiederaufbau" bzw. das Meistern von alltäglichen Herausforderungen. Vielleicht auch der Tauschhandel: Klopapier gegen Nudeln. :)


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    Was habe ich vergessen? Was wollt ihr ergänzen? Gibt bestimmt noch viele weitere Klassiker aus der Krisenvorbereitung, bei denen man jetzt Idee und Wirklichkeit miteinander vergleichen könnte.

    Vor einer Woche waren die Vorräte noch ein beruhigendes Gefühl, doch auf einmal sind sie bedrohlich. Aber ich kann noch nicht einmal sagen wieso.


    Jeder sorgt aus anderen Gründen vor. Daher kann ich nicht sagen, ob das Folgende auf dich zutrifft, aber vielleicht ist es ein Gedankenanstoß?


    Wer sich eingehender und über einen langen Zeitraum mit Krisenvorsorge beschäftigt, entwickelt aus meiner Sicht eine feine Antenne für die Verletzlichkeit moderner Gesellschaften. Man beginnt Dinge, die selbstverständlich erscheinen, zu hinterfragen und entwickelt im besten Fall Lösungen, wie man bei einem Ausfall oder einer Nichtverfügbarkeit reagiert.


    Am Ende wird man aber in den meisten Fällen erkennen müssen, dass die eigenen Vorbereitungen nie einen umfassenden, garantierten Schutz bieten können, sondern immer irgendwann oder in irgendeinem Bereich an Grenzen stoßen. Das ist so lange unproblematisch, wie die erwartete Krise nicht real ist.


    Aktuell befinden wir uns aber mitten im SHTF. Und vielleicht sogar erst am Anfang. Wenn du nun am Zustand im Geschäft und dank deiner "feinen Antenne" (im Unterbewusstsein) erkennst, dass es Schwierigkeiten gibt, die sich nicht allein durch Vorräte oder Ausrüstung lösen lassen, dann stellt sich ein Gefühl der Ohnmacht ein. Die Angst, nichts wirklich gegen die möglichen noch kommenden Krisen machen zu können.


    Für 2-3 Wochen nicht die Wohnung verlassen zu müssen ist das eine. Wirkliche Unabhängigkeit von unserem System (im Sinne von Selbstversorger / Off-Grid) ist etwas völlig anderes. Und ja, ich kann deine Gefühle verstehen: beim Blick auf die Vorräte wirst du unbewusst erkennen, dass sie keine wirkliche Lösung sind, sondern dir nur etwas Zeit und vorübergehende Versorgungssicherheit schaffen.


    Was danach kommt, wissen wir alle noch nicht. Auch nicht, wann die Krise vorbei sein wird. Aber ich bin sicher, dass wir es zusammen wieder aufbauen und einrichten werden. Vorräte können uns nur helfen, bis zum Ende des Tunnels auszuhalten und Kräfte zu bewahren, um danach wieder tatkräftig zu gestalten. Sei es, einen neuen Betrieb aufzubauen, sich eine neue Stelle zu suchen oder Dinge wieder aufzunehmen, die durch Corona unterbrochen wurden.