Beiträge von PapaHotel

    Ich vertraue im Moment noch dem Immunsystem, da es den bisherigen Informationen nach für gesunde Menschen nicht lebensbedrohlich ist. Das heißt, solange wir alle "gesund" sind, bleiben wir bei den üblichen Mitteln wie regelmäßigem Händewaschen und Händedesinfektion, ohne weitere Maßnahmen.


    Da die Inkubationszeit bis zu 14 Tage beträgt, kann ich die Kinder eigentlich nicht auf Verdacht aus der Schule nehmen. Meine BEVA ist Erzieherin, die kann schlicht auch nur "ganz oder gar nicht", spricht sofort zuhause bleiben oder eben arbeiten gehen. Auch hier tendiere ich, bis zu einem akuten Fall im Landkreis, zu "weiter wie bisher".

    Der Titel "Wie sich die Masse bei Nahrungsmittelknappheit verhält" ist vielleicht etwas irreführend. Aber die Bilder, die mir meine BEVA heute morgen vom Kaufland-Parkplatz geschickt hat, lässt für den Fall der Fälle das Schlimmste befürchten. Bereits um viertel nach sieben absoluter Ausnahmezustand vor und im Kaufland im Nachbarort, nichts geht mehr. Bereits bei den Bildern friert es mich eiskalt ins Gesicht. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie das im SHTF Fall aussehen würde, wenn Angst und / oder Panik um sich greifen 8| Da möchte ich dann definitiv woanders sein und meine Familie davon weit weg wissen...


    Trotzdem bringen mich solche Szenarien immer ins Grübeln. Selbst wenn mein Vorratskeller gut gefüllt wäre (und das ist er bei Weitem noch nicht wunschgemäß), wie gehts dann weiter? Denn wenn alles um Dich herum Hunger hat und bei Dir aus der Hütte duftet es als Einzigstes nach leckerem Dosenfutter... =O

    Da ich leider auch nicht mit einem respekteinflößenden Erscheinungsbild gesegnet bin (1,77, 65 kg, Brillenträger, trainiert aber drahtig), sehe ich solche Situationen immer als schwierig an. Ich habe in grauer Vorzeit 10 Jahre Kampfsport gemacht, aber dann eben in der Richtung gar nichts mehr. Ich hatte in meinem Leben noch nie eine ernsthafte körperliche Auseinandersetzung, auch wenn ich noch mit vielen Rauferein aufgewachsen bin - nicht wie heute in Knallfolie eingewickelt.


    Deshalb vermeide ich, sofern möglich, Konfliktsituationen. Sollte ich jedoch körperlich angegriffen werden, würde ich eine Flucht dem Kampf jederzeit vorziehen (ich kann definitiv schneller laufen als die meisten), außer es gilt nicht nur mich sondern meine Familie zu beschützen. In diesem Fall bin ich (in der grauen Theorie) bereit, ohne Hemmungen jedwedes notwendiges Register zu ziehen. Viele Bewegungsabläufe habe ich immer noch intus und die kommen tatsächlich automatisch. Ob das genügen würde... ich hoffe, ich werde es nie erfahren.

    Also ich hab für unseren Neubau einmal richtig Geld in die Hand genommen und einen hochwertigen Schließzylinder mit Gefahrenfunktion gekauft. Diesen kann ich später nachbestellen und damit noch das Garagenschloss ausstatten. Werde diesen allerdings Stand heute nicht turnusmäßig tauschen, wenn es nicht notwendig ist (Schlüsselverlust etc.).


    Als Hersteller würde ich Keso, Abus oder EVVA empfehlen. Mit BKS oder DOM macht man auch nicht viel falsch, sofern man nicht nur das günstigste Modell nimmt. Ich bin allerdings kein Profi, meine Hersteller-Empfehlungen spreche ich aufgrund meiner Recherchen (Testberichte, Beratungsgespräch im Fachgeschäft von vor einem Jahr) aus.

    Vielleicht war ich nicht konkret genug. Natürlich ist "Ableben" ein Aspekt - allerdings ging es mir mehr um eine erste, heiße Phase, bei der der Prepper nicht anwesend ist oder sein kann.

    Sagen wir, man steckt im EU-Ausland und kommt eben die nächsten Wochen nicht oder nicht so schnell nach Hause, ggf. bei einem großflächigen Blackout. Das würde "zuhause" schon für üble Situationen sorgen, wie wir alle wissen. Da sind dann Testament und Co nicht so wichtig, aber das Know How um die Vorbereitungen der anderen Hälfte wären es durchaus.

    Durch diesen Thread ist mir ein Gedanke gekommen. Jeder von uns bereitet sich auf die eine oder andere Art auf gewisse Ereignisse vor. Dabei werden Vorräte (Nahrung, Wasser, Medikamente) angelegt, sich Fähigkeiten angeeignet, Material vorgehalten, Maschinen und Werkzeug beschafft, Notstromversorgungen installiert, …


    Aber wie sieht das aus, wenn Eure Familie auf sich gestellt ist? Wenn ihr im Fall der Fälle nicht zuhause seid? Oder schlimmer: nicht mehr nach Hause kommt? Ist Eure Familie überhaupt in der Lage, sich „Eure“ Vorbereitungen zu Nutze zu machen? Dabei will ich noch nicht mal an "Kinder alleine zuhause" denken...


    Ich grüble seit einigen Tagen, denn ich habe zum Beispiel eine BEFA zuhause, die zwar anpackt, aber sie wäre nicht in der Lage ein Notstromaggregat in Betrieb zu nehmen, ebensowenig die Kettensäge anzuwerfen oder schlicht eine Störung der Heizung zu beheben. Das sind Dinge, die sie mir im Alltag immer überlässt (mangels Interesse, mangels Zeit, beliebiger Grund einzufügen).

    Und dabei denke ich noch nicht einmal an die eine oder andere Funkanlage der Mitforisten (mit der ich vermutlich auch nicht klarkommen würde) oder eine Photovoltaik-Inselanlage / Notstromeinspeisung.


    Spinnen wir den Faden weiter. Weiß sonst noch jemand, wo die relevanten Papiere im Fall der Fälle liegen? Wen man bei welchen Fällen zu Rate ziehen oder um Hilfe bitten kann? Wer betankt das Fahrzeug mit einem 20 Liter BW-Kanister, wenn ihr nicht da seid? Kann jemand die schweren Gasflaschen für den Gasherd tauschen? Ist der Weg zum SO (sofern vorhanden) auch ohne Eure Hilfe erreichbar?


    Ich denke, diese Problematik wird vielfach übersehen oder scheitert auch am Desinteresse (ohne es böse zu meinen) der besseren Hälfte. Oft werden unsere Beschaffungen / Vorbereitungen / Planungen belächelt und geduldet, bedienen / nutzen / umsetzen könnten aber nur wir sie. Nur was bringt es dann? Ich denke daran, Leitfäden zu erstellen wenn ich schon eine regelmäßige Unterweisung nicht an die Frau (oder den Mann) bekomme. Bedienungsanleitungen müssten erstellt und ggf. in verständliches Deutsch übersetzt werden.


    Wie habt Ihr das in Eurem Haushalt gelöst?

    Ich denke bei der Vorhaltung von diesen Medikamenten nicht an die Abwehr von tödlichen Krankheiten wie dem Männerschnupfen. Aber es geht doch darum, ggf. die Handlungsfähigkeit zu erhalten bzw. best- und schnellstmöglich wiederherzustellen. Da seh ich den großen Vorteil. Beispiel: Mit einem Brechdurchfall flickt keiner ein Dach.

    Meine bessere Hälfte hat die letzten Jahre nochmal umgesattelt auf Erzieherin. Ein Bazillen-Mutterschiff ist gar nichts dagegen! Seitdem hab ich so ziemlich alles an Krankheiten durch, was so eine Bazillen-Brutstätte wie ein Kindergarten oder eine Kernzeitbetreuung hergibt.


    Deshalb wurden von mir auch die entsprechenden Vorräte aufgestockt (Paracetamol, Ibuprofen, Vomex, ACC, Sinupret, etc pp). Allerdings nicht in Mengen, die die komplette Familie nicht innerhalb weniger Tage durchbringen würde - sonst bekomme ich das nicht mehr rotiert. Und zum "Kaufen und Wegwerfen" ist mir das dann zu teuer.

    In meiner Wohnung hatte ich hinter allen Heizkörpern Reflexfolien angebracht, außerdem elektrische Thermostate mit entsprechenden Heizmustern. Ob es energetisch Sinn macht, dass an jedem Heizkörper ein elektrisch betriebener Ventilator mitläuft, vermag ich nicht zu sagen. Unter Umständen würde es bereits genügen, wenn Du Dein Sofa nicht "press" an den Heizkörper stellst und diese immer staubfrei hältst.