Beiträge von PapaHotel

    Kann ich so bestätigen, und wir sind zu zweit und beide in Lohn und Brot. Ich hocke im Homeoffice, habe die zwei Krümel den ganzen Tag um mich rum. Die Große wurde derart mit Schulaufgaben zugeladen, dass sie im Schnitt zwischen 5 und 7 Stunden jeden Tag sitzt (11 Jahre, 5. Klasse Realschule). Der Kleine ist so nach 2-3 Stunden fertig und langweilt sich dann. Die BEVA hat Anwesenheitspflicht in der Kinderbetreuung, auch wenn nur 3 Tage in der Woche EIN Kind da ist (Mama ist alleinerziehende Arzthelferin).


    Abends kontrollieren wir dann gemeinsam die Schulaufgaben, schreiben die Aufgabenzettel für die Kinder am nächsten Tag vor. Außerdem kann ich jeden Tag die Emails der BEVA checken, meist sind schon die nächsten Aufgabenzettel für die Große da... Dann reicht es maximal noch für ne Stunde TV, bevor wir todmüde ins Bett fallen. Mittlerweile habe ich über Teamviewer bei meinen Eltern und der Schwiegermama Skype installiert. So kann die Schwiemu mit der Großen Englisch und mein Dad Mathe machen. Dann komme ich zumindest zeitweise zum Arbeiten.


    Für mich ist konzentriertes Arbeiten fast nicht möglich, ich wünsche mir zeitweise mein Büro zurück - wobei Home Office immer so eine Idealvorstellung für mich gewesen ist. Denkste... Ab 01.04. werd ich voraussichtlich dann in Kurzarbeit geschickt.

    Ein kleiner Erfahrungsbericht zu meinem Krankenhausbesuch in der Landeshauptstadt:


    Am Montag ruft mich meine BEVA völlig aufgelöst im Homeoffice an. Sie war mit der Großen nochmal beim Arzt, weil ihre Ohrenentzündung einfach nicht besser wird. Der wollte sie telefonisch zuerst abwimmeln, aber da kennt er meine BEVA schlecht. Dann ging alles ziemlich schnell. Das Ohr ist noch viel schlimmer entzündet als zuvor, wir sollen sofort zum HNO (ich erinnere, er wollte uns eigentlich gar nicht sehen). Bei dem konnten wir auch gleich vorstellig werden. Der hat uns direkt weiter in die spezialisierte Klinik geschickt mit aufmunternden Worten wie "das muss sicher aufgeschnitten werden" und "da ist bestimmt schon der Knochen entzündet" und direkt einen KH Aufenthalt geweissagt. BEVA war ab diesem Zeitpunkt handlungsunfähig. Wenn es um die Kinder geht, schaltet bei ihr das normale Denken ab. Ich hab Sie deshalb zuerst wieder nach Hause bestellt und das dann in die Hand genommen.


    Auf die Schnelle für die BEVA und die Kleine das Notwendigste zusammengepackt. Zukünftig werden hier für jeden eine kleine gepackte Tasche stehen - die Notwendigkeit hatte sich bisher nicht ergeben. Die Fahrt ins KH in der Landeshauptstadt war schnell, die Straßen sehr leer. Vor dem KH Parkplatz wurde von einem Sicherheitsmitarbeiter mit Mundschutz direkt abgefragt, ob wir wegen Coronaverdacht oder "was anderem" hier wären. Unsere Überweisung hat uns an der Stelle das normale Parkhaus geöffnet. Ansonsten wären wir direkt ausgesondert worden.

    Die Hauptinformation wurde im KH an einen zentralen Infocounter verlegt, an dem wir von zwei Krankenschwestern in Empfang genommen wurden. Es wurde die Überweisung gesichtet, die Symptome abgefragt und ein roter Zettel mit der Aufschrift "Achtung potentiell infektiös! Mundschutz tragen! Bitte vermeiden Sie Kontakt zu Mitmenschen" und der Zielabteilung sowie ein Mundschutz ausgehändigt. Außerdem wurde auf die Schnelle Fieber gemessen.


    Ich habe noch nie ein so leeres Krankenhaus gesehen. Ausnahmslos jeder Mitarbeiter, dem wir begegnet sind, trug einen Mundschutz (mal mehr und mal weniger sinnvoll). Alle Wartebereiche waren leer und abgesperrt. Wir wurden direkt in einen Behandlungsraum geführt und die erste Untersuchung brachte uns dann eine Station weiter. Auch hier gab es keinen direkten Kontakt mit den Mitarbeitern, alle Schwestern saßen hinter Glas und hielten ansonsten mindestens 1,5 Meter Abstand. Die zweite Untersuchung erfolgte in einem anderen Behandlungszimmer, es durfte nur eine Person mit rein.


    Insgesamt war der Besuch "beruhigend". Die Abläufe im Krankenhaus wirkten solide, die Schutzmaßnahmen scheinen alle eingehalten zu werden. Es wurden überall zusätzliche Desinfektionsmittelspender aufgestellt. Der Kontakt mit anderen Patienten ist fast unmöglich, die Mitarbeiter sind ruhig und alles wirkt gut koordiniert. In diesem Krankenhaus ist die Pandemie lediglich bei den zusätzlichen Vorsichtsmaßnahmen angekommen. Ich hatte im Vorfeld dank der Presseberichte aus Italien, Spanien etc. schon mit dem Schlimmsten gerechnet...


    Glücklicherweise hat sich das Horrorszenario des HNO nicht bewahrheitet, ich konnte BEVA und Tochter mit hochdosiertem Antibiotika wieder mit nach Hause nehmen, der Verdacht auf eine Meningitis hat sich nicht bestätigt.

    1. Richtigen Zeitpunkt zum Handeln erkennen - ist das möglich?

    In diesem Fall war der Vorlauf eigentlich groß. Nur haben meine BEVA und ich die Gefährdung zuerst als quasi nicht vorhanden (chinesische Provinz) eingestuft und dann lange eine gewisse Sorglosigkeit walten lassen (ist ja nichts anderes als ein Schnupfen für alle U80).

    Meine BEVA war tatsächlich die, die mich zur Überprüfung der Vorräte und dem massiven Aufstocken bewegt hat. Nudeln, Konserven, Medikamente, Sanitärartikel. All das wurde in zusätzlichen Mengen bei den normalen Einkäufen mitgekauft und zwar lange bevor man sich um das Klopapier gehauen hat. Sicher hat mich Corona hier etwas sensibilisiert und ich werde die Überprüfung und ggf. Aufstockung "beim nächsten Mal" zu einem früheren Zeitpunkt machen.


    2. Bug In oder Bug Out

    Definitiv Bug In. Wo sollte ich auch hin? Im Moment befinde ich mich im Home Office und geh maximal einen Tag ins Büro. Wobei... Homeoffice mit zwei Heranwachsenden, die eigenverantwortlich Ihre Schulaufgaben machen sollen, ist kein Spaß - da wünscht man sich doch öfter mal sein Büro und die lästigen Kollegen zurück.


    3. Sicherer Ort?

    Da wir über keinen SO verfügen stellt sich die Frage nicht. Hätte ich eine Blockhütte in einem abgelegenen kanadischen Waldstück, hätte ich mich Mitte Januar dorthin verkrümelt - vorausgesetzt, ich wäre nicht auf Gehalt und zu dem Zeitpunkt noch die Schule angewiesen.


    4. Fluchtfahrzeug

    Ich besitze einen zivilen fahrenden Untersatz. Das muss reichen.


    5. Lone Wolf oder Service to/with others

    Das ist etwas schwierig. Meine Nachbarschaft hat meine Bemühungen, sie zu ETWAS Vorratshaltung zu bewegen stets belächelt. Bis zu dem Zeitpunkt, als ausgerechnet Klopapier nicht mehr zu bekommen war. Stand heute wäre man durchaus bereit, sich einen 14 Tage Grundstock zuzulegen. Aber ich fürchte, das verblasst nach der Corona-Krise schnell wieder. Überraschenderweise scheint ein gar nicht beachteter Nachbar so ein verrückter Prepper zu sein, der "im Keller genug Vorräte hat". :/ Das kam in einem zwanglosen Gespräch mal so raus... Sicherlich helfe ich den direkten Nachbarn und der Familie hier und da aus, aber im Moment ist das noch nicht wirklich nötig.


    6. Was würde ich nächstes Mal besser machen?

    Ich habe einige Lücken in meiner Vorsorge ausgemacht, die ich nicht mehr schließen konnte: FFP3 Masken, ggf. Schutzanzüge. Wenn das überstanden ist, wird das fester Bestandteil der Vorräte - in einem gewissen Maß.

    In unserem ALDI vor Ort dürfen nur noch 55 Menschen zeitgleich im Markt sein und jeder ist verpflichtet, einen Einkaufswagen zu benutzen. Außerdem werden Eingang und Kassenbereich von Security überwacht. Die Maßnahmen sollen der Entzerrung und dem Abstand dienen wurde meiner BEVA erklärt. Die Kundschaft hat nach Aussage des Security-Mitarbeiters nicht durchgängig Verständnis für die Maßnahmen.

    Boxer : Es ist kein Mensch, es ist kein Tier, es ist ein ... ;)


    Ich habe mit meiner BEVA bereits Planungen, was wir im Falle von Kurzarbeit versuchen wollen. Sie hat beispielsweise jahrelang bei ALDI und dann im Pflegebereich gearbeitet. Beide Jobs würde Sie ohne mit der Wimper zu zucken wieder annehmen, um "an der Front" zu unterstützen, sollte sie in der Kinderbetreuung nicht gebraucht werden.

    Vielleicht ist das ja auch für die BW lediglich eine einfache Lösung

    nur die (Frei-)Willigen zu aktivieren. Ich könnte mir auch vorstellen,

    dass der normale Dienstweg für solche Aktionen Tage, wenn nicht

    Wochen kostet. Nach acht Dienstjahren, teils im Stabsdienst, weiß

    ich noch, über wieviele Schreibtische Anträge wandern.

    Ehemalige Mitarbeiter im Stabsdienst werden explizit gesucht Duke ;)

    Gediente können sich bei der Bundeswehr melden und werden ggf. als Reservist herangezogen. Mein Plan B, sollte ich in Kurzarbeit geschickt werden:

    Aktion Reserve hilft

    Die Bundeswehr wird in der Corona-Krise helfen. Sie sind Reservistin oder Reservist? Dann machen Sie mit! Melden Sie sich per E-Mail, um Ihre Bereitschaft zur Unterstützung als Reservistendienst Leistende mitzuteilen.

    Große Resonanz, bitte nur noch per Excel-Datei melden

    Wenn Sie sich melden wollen, nutzen diese Excel-Datei und füllen sie komplett aus. In weniger als 48 Stunden sind über 2.500 Meldungen eingegangen. Daher können aktuell nur Meldungen bearbeitet werden, die diese Datei nutzen.

    Download Excel-Datei Reserve hilft (XLSX, 10,3 KB)

    Über Heranziehungen wird bedarfsgerecht, ggf. unter Beachtung von Quarantäne, entschieden. Ungediente wenden sich an Hilfsorganisationen in Deutschland. Die Karenzzeit von sechs Monaten zwischen Zurruhesetzung und erstmaliger Heranziehung früherer Berufssoldatinnen und Berufssoldaten zum Reservistendienst wird aufgrund der besonderen Ausnahmesituation bis auf weiteres ausgesetzt.

    Quelle

    Hallo Julz, rechtlich sieht es so aus, dass Du nach wie vor Dein Umgangsrecht in Anspruch nehmen darfst. Allerdings steht wie immer das Wohl des Kindes im Vordergrund. Sprich: Kommst Du aus Ischgl vom Skifahren oder aus Norditalien kann Deine Ex den Umgang aussetzen - zum Wohle des Kindes. Quelle


    Es ist eigentlich wie immer. Wenn die Ex nicht will, findest Sie einen Grund, die Kinder nicht herauszugeben und Du schaust in die Röhre.


    Die Bayrische Staatsregierung hat auf Ihrer Serviceseite in den FAQ sogar einen Hinweis dazu:

    Dürfen getrennt lebende Erziehungsberechtigte einander die gemeinsamen Kinder übergeben?

    Minderjährige zu begleiten und das Sorgerecht wahrzunehmen, ist erlaubt. Kinder können deswegen dem jeweils anderen Elternteil übergeben werden.

    Ggf. erfüllt ein Rauchmelder mit integriertem Bewegungsmelder diesen Zweck auch. Da würdest Du zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Es gibt Modelle, die man über das Smartphone aktivieren und deaktivieren kann.

    Die Grundschule (Südhessen) in der meine Gattin arbeitet ist ja eigentlich ab Montag zu.

    Am Montag ist es den Eltern/Schülern aber noch möglich, noch private Sachen zu holen, die sie noch dort liegen haben, das ist ja ok.

    Aaaber: Kinder von Eltern mit "wichtigen" Berufen, wie Ärzte, Pflegepersonal, Polizei.... sollen in kleinen Gruppen betreut werden, damit diese ihre Aufgaben wahrnehmen können. Mal gespannt ob der Virus weiß, dass er diese kleinen Gruppen nicht heimsuchen darf...:/

    Genau so sieht auch der Plan für meine BEVA aus. Am Montag ist nochmal normaler Schulbetrieb (da kommt Corona einfach nicht vorbei) und danach soll für besondere Berufsgruppen weiterhin eine Betreuung stattfinden. Wie das laufen soll, ob überhaupt Bedarf in unserem Ort besteht etc steht alles noch in den Sternen.

    Ich bin auch zu jung (*hach*, dass ich das mal sagen darf), als dass ich das zu der Zeit so bewusst verarbeitet hätte. Mir sind nur die ständigen Fernsehberichte in Erinnerung geblieben, wegen denen meine Kindersendungen ausgefallen sind. Meine Eltern haben aber zumindest uns Kindern gegenüber keine Panik ausgestrahlt und besondere Maßnahmen sind mir nicht im Gedächtnis geblieben.

    Für mich sind das, bei einem ernsten Hintergrund, sehr positive Entwicklungen. Wir haben uns viel zu lange zu abhängig von fragilen Lieferketten rund um den Globus gemacht. Aber ich fürchte, das dies ähnlich wie bei diesem Spruch laufen wird:


    Gott und den Soldaten

    ehret man,

    in Zeiten der Not,

    und zwar nur dann.


    Ist aber die Not vorüber

    und die Zeiten gewandelt,

    wird Gott bald vergessen

    und der Soldat schlecht behandelt.

    Meanwhile in China:

    Produktion in chinesischer Provinz Hubei wird wieder aufgenommen

    In der chinesischen Provinz Hubei wird die Industrieproduktion wieder aufgenommen, berichtet die staatliche Zeitung „Global Times“. Reisebeschränkungen für vier Regionen in der Provinz würden gelockert. Hubei ist mit der Metropole Wuhan das Epizentrum der Coronavirus-Epidemie.


    Quelle

    Ich habe heute etwas GEGEN die Prepardness unternommen. Als ich gestern nach Hause kam warteten am Kellerabgang wieder Seifenpacks, wieder Toilettenpapier, wieder Frischhaltefolie und wieder Müllbeutel auf mich. Sie hat jetzt offiziell Verbot, in dem Bereich was nachzukaufen. Anstatt das zu kaufen, was ich aufgeschrieben habe, wurde wild drauflosgehamstert (wozu wir jetzt ein Dutzend Päckchen Frischhaltefolie brauchen, konnte Sie mir nicht erklären) - aber ich denke, ich konnte meinen Standpunkt klarmachen ;)


    Erst hast Theater bis Sie mitzieht, dann musst Sie wieder einfangen :rolleyes:

    Ich habe gestern etwas für die "mediale Vorbereitung" meines Nachwuchses gemacht. Mit "Get Ready Player One"habe ich problemlos die Lektion vermitteln können, dass "das nette Mädchen" in dem Handy- /Computerspiel nicht unbedingt ein "nettes" und schon gar nicht ein "Mädchen" sein muss. Es kann so einfach sein :)


    Ich fand den Film übrigens, entgegen der meisten Kritiken, gut ^^ Ich will auch so Spielzeug haben und zurück nach Azeroth!