Beiträge von PapaHotel

    Ihr und Eure niedrigen Decken ?(


    *holt Leiter*

    *holt Teleskopangel*

    *stellt sich auf Zehenspitzen*

    Da hätte ich mir schon längst ein Rauchmeldertesttastendrückgerät gezimmert. Vielleicht aus so einem teleskopierbaren Putzstock?

    Hallo T I D, auch bei mir sind es Hekatron. Ich habe allerdings gemischt Hekatron Genius Plus und Genius Plus X, wie aus meiner Aufzählung ersichtlich. Bis dato keine Probleme, keine Fehlalarmierungen, zweimal wegen Rauch in der Küche alarmiert :see_no_evil_monkey:. Die Verknüpfung zum Smartphone (Plus X) funktioniert ebenso tadellos. Kann ich bisher empfehlen.


    Eine BMZ in klein würde der Genius Port von Hekatron bieten. Für mich keine Option, aber wer sowas sucht?


    Über Sinn und Unsinn zu philosophieren finde ich nicht zielführend, da Rauchmelder m.E. unverzichtbar sind, wenn einem sein Leben und das seiner Familie etwas wert ist. Komininieren würde ich allerdings immer "Meldung" und "Flucht" - also Fluchthauben oder andere Rettungsmittel (Leitern, etc) zusätzlich vorhalten.

    Ich kopiere mal aus meinem eigenen Beitrag von vor weißichnichtmehr:


    Langzeit-Rauchmelder eines deutschen Herstellers in jedem Schlafraum, dem Wohnzimmer, dem Technikraum im Keller, dem Büro sowie vernetzte Funk-Rauchmelder in den Fluren (UG, EG, OG). Zusätzlich habe ich einen im Dachboden installiert - sicher ist sicher. Hat allerdings auch eine Stange Geld gekostet, da ich unser Leben weder Baumarkt noch Discounter Rauchmelder anvertrauen wollte.

    Mit Streichhölzer habe so meine negativen Erfahrungen gemacht, vor allem bei längerer Lagerung. Die Leute würden das Paket meist im Keller deponieren, da ziehen die Feuchtigkeit und Du hast im Fall der Fälle nur nutzlose weil durchweichte Holzstäbchen. Hier würde ich entweder auf ein Benzinfeuerzeug (mit einem kleinen Vorrat an Sprit) ausweichen oder wasserfeste Streichhölzer nehmen.


    Die Kopflampe sollte eine SOS Funktion haben.


    Eine beiliegende Dokumentation wäre sicherlich für manche hilfreich, was die Nutzung von einigen Gegenständen angeht ;)

    Ich war am Wochenende auch wieder im Ahrtal als Helfer mit einer kleinen Hilfstruppe aus der Region.


    Wir haben Samstags in Dernau und Sonntags in Mayschoß gearbeitet. Dernau sieht mittlerweile schon wieder ganz gut aus (im Vergleich zu vor ein paar Wochen, natürlich noch sehr weit weg von "normal"). Wir konnten zum allersten Mal ein Garagendach aufschlagen und zusammen mit Elektriker und Installateur Wasser und Strom in ein Stockwerk bringen. Nach wochenlangem Abriss, Rausstemmen und Rausmeißeln ein echter Meilenstein und Motivator - nicht nur für die Betroffenen!


    In Mayschoß jedoch musste tatsächlich noch immer Schlamm aus Kellern geschaufelt werden :nauseated_face: Ab Dernau ahraufwärts sind die Zerstörungen wirklich noch allgegenwärtig. Je weiter es vom Rhein weggeht, desto massiver werden die Zerstörungen. Orte wie Schuld oder Insul bspw. spiegeln das in erschreckender Form wider... Hier gibt es gefühlt mehr Lücken in der Bebauung als Häuser.


    Insgesamt ist die Situation zwar unbefriedigend, aber zumindest gibt es überall Dixie-Toiletten (die regelmäßig geleert und gereinigt werden - nicht wie in der ersten Woche), Duschcontainer sowie Container mit Waschmaschinen. Die Verpflegung von Betroffenen und Helfern funktioniert in Dernau sehr gut, da in der Nähe der Kirche eine große Station betrieben wird. Die Zusammenkünfte dort zur Mittagszeit sind wirklich sehr schön, Freiwillige und Einwohner kommen ins Gespräch und tauschen sich aus.

    Ist das wirklich so? Ich habe in Deutschland eher das Gefühl, dass das kaum funktioniert, weil die Strafe für ein Fehlverhalten dahingehend auch vernachlässigbar gering ist. Selbst das Befahren der Rettungsgasse kostet nur 20 Euro oder so? [...]

    Hier muss ich mittlerweile eine Lanze für uns Deutsche brechen. Meiner Erfahrung nach funktioniert die Rettungsgasse (im Vergleich zu vor 5 oder 10 Jahren) topp! Bereits bei stockendem Verkehr wird sich entsprechend auf den Spuren nach rechts oder links orientiert und die Rettungsgasse in den meisten Fällen auch schön freigehalten (Ausnahmen bestätigen die Regel). Und im internationalen Vergleich müssen wir uns denke ich nicht verstecken :smirking_face:

    Ich habe lieber etwas mehr als gefordert und vielleicht sinnvoll, unabhängig davon ob ich es bisher gebraucht habe oder nicht.


    Beispiel: In meinem Motorrad fährt immer ein Verbandskasten und ein Tourniquet (ja, ich kann damit umgehen) mit. Hab ich sie je gebraucht - nope. Ebenso verhält es sich mit Rauchmelder, für die es hier in Ba-Wü eine klare Pflicht gibt. Ich habe in allen Räumen (außer den Toiletten) Rauchmelder, zum Teil vernetzt und alle mit Langzeitbatterie. Gebraucht? Glücklicherweise bisher nicht.


    Eine Pflicht sehe ich tatsächlich als problematisch an, da es nicht kontrolliert werden kann. Möglich wäre jedoch, die Zivilschutzpakete würden kostenpflichtig jedem Haushalt zugesendet und das in regelmäßigen Abständen. Ob das jedoch sinnvoll ist...

    Ich nehme schlicht die App "Google Notizen". Du kannst unterschiedliche Listen in verschiedene Gruppen einteilen, innerhalb der Gruppen können weitere Mitbearbeiter mit Lese- und/oder Schreibberechtigung festgelegt werden. Hake ich einen Artikel ab, verschwindet er (entweder komplett oder bei enstprechender Einstellung auf einer "Erledigt"-Liste.

    Solange das Handy / Tablet Empfang hat, haben immer alle denselben Stand. Auch hier kann die Chefin einen Artikel auf die Liste setzen, der dann bei mir beim Einkaufen noch auf der Liste auftaucht. Außerdem kann ich mit unterschiedlichen Farben für Übersichtlichkeit bei den Gruppen sorgen.

    Hab heute mit meinem Kollege gesprochen, der hier bei der Stützpunktwehr Kommandant ist. Vor einigen Tagen war große Sitzung mit der Stadt und den Hilfsorganisationen, in der die Ergebnisse einer in Auftrag gegebenen Niederschlags- und Überflutungs-Auswertung diskutiert und ein Maßnahmenkatalog erstellt wurde ... oder besser erstellt werden sollte. Bei der Sichtung der gefährdeten Gebiete war die erste und finale Reaktion seitens der Stadtverwaltung: "Oh, das sind ja gar keine öffentlichen Gebäude. Dann ist das nicht unser Problem".


    Ich hoffe, dass zumindest die Ergebnisse veröffentlicht werden, so dass die "Betroffenen" sich selbst damit auseinandersetzen können, sofern Sie dazu willens und in der Lage sind.


    Am Wochenende werde ich dafür wieder die Schmuddelklamotten anziehen und an anderer Stelle in Deutschland die Versäumnisse beim Hochwasserschutz beseitigen.

    Ich denke, das ist einfach situationsabhängig. Selbst im Ahrtal hatten die Leute "eigentlich" genug Zeit, sich und gewisse Dinge in Sicherheit zu bringen (es hat schon tagelang geschüttet, selbst in der eigentlichen Flutnacht hat es Stunden gedauert, in denen die Flut gestiegen ist). Da die Einwohner jedoch an Hochwasser gewöhnt sind und keiner mit solchen Pegelständen jemals gerechnet hätte, hat man sich eben nicht oder nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht.


    Was in dem Fall "Hochwasser" Fall möglich gewesen wäre, m.E., wäre eine Abarbeitung einer eigenen Evakuierungsliste "Hochwasser". Das kommt außer bei Dammbrüchen in den seltensten Fällen hopplahopp binnen Minuten. Damit meine ich (unabhängig von häuslichen Sicherungsmaßnahmen) das Abarbeiten und auch Beladen seines PKWs nach einem bestimmten persönlichen Alarmmuster. Bspw. Pegelstand x - Verbringung von Gegenständen aus dem Keller in das EG / OG, Prüfung und Bereitstellung des BOBs, Information der Angehörigen/Nachbarn/Freunde. Pegelstand y - Beladen des Fzgs mit dem BOB sowie (vorgepackten) Kisten (oder eben Fluchtkoffer) mit Inhalt wasauchimmer sowie Wertgegenständen und Dokumenten, Abfahrtbereitschaft herstellen, Information der Angehörigen/Nachbarn/Freunde. Pegelstand z - Information der Angehörigen/Nachbarn/Freunde, Flucht mit dem Fzg zu Ort wasauchimmer.

    Auch in Stollberg, Erftstadt etc gibt es freiwillige Helfer, Helferplattformen, Spendenkonten und Hilfstransporte. Wobei möglicherweise alleine die Dimensionen der Verwüstungen für die Unterschiede verantwortlich sein könnten. Für Stollberg und Eschweiler finde ich kaum Informationen, im Ahrtal allerdings zieht sich das über 70 km, 44.000 Fzg, inkl Suizide über 200 Tote, 10.000 Häuser schwer beschädigt oder zerstört. Ich will damit auf keinen Fall etwas "aufrechnen", aber kann die Gewichtung des medialen Interesses nachvollziehen.

    In der Größenordnung solltest Du Dir Gedanken machen, ob der Fluchtkoffer überhaupt zum länger Bewegen gedacht sein soll. Wenn ich von 30 kg +x ausgehe und Du vorrangig mit dem PKW loswillst, würde ich anders packen, als wenn ich das Teil unbedingt auch händisch über einen längeren Zeitraum bewegen können will. Nach meinem Dafürhalten wäre es sinnvoll, ohne den eigentlichen Sinn und Zweck ausdiskutieren zu wollen, innerhalb dieses Mordstrumms einen separaten Rucksack entsprechend gepackt zu transportieren. So kannst im Fall der Fälle den Koffer zurücklassen und mit den Notwendigsten (dem eigentlichen BOB) weiter.

    Ich werde voraussichtlich die kommende Woche ins Ahrtal fahren, um dort mit anzupacken. Falls Erfahrungswerte bestehen wäre es nett, wenn ihr diese hier veröffentlichen würdet (Ausrüstung, Klamotten, alles andere was Euch so einfällt). Ich hoffe privat unterzukommen und habe mich deshalb schon bei Ahrhelp angemeldet. Es fehlt noch das GO meines Bosses (weil ich ja eigentlich erst seit dieser Woche wieder aus der Schweiz zurück bin).


    Edit: Das Go vom Boss ist da. Jetzt muss es nur noch mit einer Unterkunft hinhauen! Von unserem Laden fährt schon seit einigen Wochen ein Bus im Pendelverkehr und bringt für "Flutopferhilfe aus`m Ländle!" immer wieder Hilfsgüter in die Ahrgegend.

    Ich nutze what3words auch seit geraumer Zeit. Allerdings kennen es nicht viele - schicke ich Koordinaten, sende ich meistens den Links zum Playstore gleich mit :)