Beiträge von scherbensaenger

    Fang doch an, selber Brot zu backen. So schwierig ist das nicht.

    Klar, hab ich auch schon gemacht, allerdings mit einem Brotbackautomaten. Das Brot schmeckt super, aber ich habe nicht viel Lust dazu zu Backen. Vielleicht später mal. Ich backe auch keine Kekse und Co. Das ist nicht meine Welt. Da ich mich hauptsächlich auf einen Blackout / Wirtschaftskrise vorbereite, gehe ich davon aus, dann keinen Strom zu haben. Notstromaggregate schön und gut, aber da bräuchte ich wenn etwas lautloses, was keine Abgase erzeugt, womit es teuer wird. Denn ich lebe leider nicht in einem Häuschen irgendwo im Nirgendwo und wenn bei allen den Strom aus ist, aber bei mir bollert der Generator; das ist dann nicht Sinn des Ganzen. Einen Kamin oder Holzofen habe ich nicht und er kann hier auch nicht eingebaut werden.


    Mit einem Gaskocher Brot zu backen plane ich derzeit nicht.


    Ökolandwirtschaft zu unterstützen, finde ich gut und ich habe hier sogar einen regelmäßigen Biolieferanten für Eier, Gemüse und Co. Da ich bereits einige Jahre vegan gelebt habe, weiß ich welche Sachen mir schmecken und wie man sie zubereitet. Ich lebe nicht mehr vegan, aber mag dennoch einige dieser Dinge einfach lieber.

    Nein, natürlich konsumiere ich das nicht in rauen Massen. Allerdings schon öfter, als wohl der Durchschnitt, denn ich greife lieber zu vegetarischen/veganen Produkten, statt zu Fleisch und diese sind in der Regel aus Soja. Es hält auch recht lange, daher nutze ich das gerne, um einen kurzen Vorrat zu haben. Also z.B. Tojuhack anstelle von Tierhack. (Hält so 3-4 Wochen - versuch das mal mit anderem Hack) Ich versuche möglichst selten einzukaufen und weiß dann nicht an welchem Tag ich "Hackfleisch" benötige, zumal ich mich gerne spontan entscheide, was es zu Essen gibt.


    Bei dem großen Karton, der heute ankam, hab ich mich schon etwas erschrocken. Aber der wird ziemlich sicher einige Jahre halten und das finde ich recht beruhigend. Tatsächlich gefällt es mir sehr gut, wie wir uns inzwischen damit eingerichtet haben immer alles vorrätig zu haben. Einige Produkte rotieren natürlich schneller als andere. Aber es ist schön zu wissen, wenn z.B. das frische Brot ausgegangen ist: kein Problem, ich hab noch Knäckebrot, Pumpernickel, Zwieback.. und sollte das irgenwann alle sein steht als Langzeitalternative noch ein Karton mit Dosenbrot bereit.


    Da muss ich euch wirklich danken, dass ihr mir, auch wenn ich nicht so häufig hier schreibe, immer wieder Anregungen gebt. Ich war selbst mal in der Situation, dass ich Aufgrund eines zahlungsverweigernden Arbeitgebers und Behörden die die Zuständigkeit immer wieder auf den jeweils anderen schoben, mal einen Monat vollkommen ohne Geld darstand. Heutzutage wäre das immer noch schlimm, aber längst nicht mehr so eine Katastrophe wie damals. Ich habe mich durch simple Vorratshaltung unabhängiger gemacht und das gibt ein wundervolles Gefühl von Sicherheit.

    Ich hab vor den Schließungen zwei schöne Kurse an der VHS belegt. Einmal Sport und einmal Sprache. Den Sprachkurs versuche ich nun im Alleingang zu bewältigen... ich würde mich über eine bezahlbare Onlineschulung (mit Lehrer) sehr freuen. Aber bislang nur sehr teure Kurse gesehen, oder halt Onlinekurse die komplett ohne Gegenüber auskommen. So einen mache ich bereits (Duolingo), aber über persönlichen Bezug würd ich mich sehr freuen. So ein fester Kurs 1-2x die Woche, das motiviert mich ungemein, weil man muss ja hin, hat ja einen Termin.

    Letztes Jahr im Juni Organgensaft gekauft. Etwas mehr, da es für eine Party war. Durchsichtige Plastikflaschen, ich hab noch einen Sixpack. Selbstverständlich bereits abgelaufen. Wollte ich eigentlich die ganze Zeit schon wegschmeißen, aber ich dachte: probier mal. Starker Farbverlust. Sie sind jetzt dunkel-trübe. Habs geschüttelt, damit die Schwebstoffe sich wieder einmischen. Keine Schimmelbildung. Beim Öffnen kein Zischen, keine Gärung. Lagerung war bei normaler Zimmertemparatur. Konnte man trinken, Geschmack war okay und die Verdauung wurde nicht beeinflusst.

    die Viruskrise stellt mich gerade vor eine weitere Frage. Ich hab seit Wochen eine schleichende Erkältung. Fühl mich oft schlapp, war nicht beim Arzt. Jetzt hab ich zum Halskratzen und Husten noch Fieber und null Energie. Ich kann 2 Tage ohne Krankenschein im Bett bleiben. Aber dann muss ich einen haben. Ruf ich nun beim Arzt an oder geh ich hin? Wenn man sich eh schon mistig fühlt und dann noch vor solche organisatorischen Fragen gestellt wird... Was ist wenn vorläufige Quarantäne auferlegt wird? Wir haben Haustiere. Da können wir nicht mal eben alles stehen und liegen lassen.

    Habe mir 180 Tabletten D3 K2 geordert, soll ja gegen Infektionen helfen. Hab als Stubenhocker wohl eh einen Mangel an Vitamin D. Werde das jetzt regelmäßig einnehmen. Sowas war vorher nicht auf meiner Liste.


    Ansonsten nicht viel geändert, beim Einkaufen nehm ich weiterhin etwas mehr mit. Derzeit sind die Kühlschränke auch besonders voll. Desinfektionsmittel haben wir im Haus, aber nicht super viel. Masken haben wir klägliche 10 Stück FFP1, aber das wäre eh nur fürs Rausgehen sinnvoll dann.


    Ich mache mir weiter Gedanken über Tierfutter, da ist der Vorrat noch nicht so groß, aber wir stocken weiterhin auf. Einiges bekomme ich da auch im Onlineversand, das wird nicht so schnell einbrechen.

    Die Frage die ich mir im Moment stelle: einigeln oder nicht? Hab einen Heimarbeitsjob, also kann ich zuhause bleiben. Einkäufe sind auch nur selten nötig, wir haben aufgestockt. Dennoch gehen wir wohl gleich einkaufen, Kleinigkeiten fehlen ja immer. Bei uns in der Gegend geht das Leben noch seinen gewohnten Gang. Beim letzten Mal schauen, war auch alles noch da, bis auf Desinfektionsmittel, aber sonst keine leeren Regale. Dennoch der Virus kündigt sich ja nicht an.

    Inventur gemacht. Wir haben jetzt Hauptmahlzeiten für zwei Monate für zwei Personen. Und viel drumherum für Frühstück und Abendbrot. Ich finde es schwer abzuschätzen, wie lange es tatsächlich reicht. Wahrscheinlich müssten wir dafür die Kalorienzahl tracken. Das ist bislang nicht geschehen.


    Inventur geschah dann auch mit Stift und Notizblock, also ganz klassisch. Im Vorfelde überlegt, was sollte da sein und dann gegen den Istzustand abgeglichen. So konnte ich einige Lücken aufdecken. Habe auch sogleich einen Einkaufszettel verfasst, um ungerade Anzahlen zu begradigen etc.


    Was mir große Sorgen bereitet ist unsere sehr zentrale Lagerung. Es ist zwar ungemein praktisch und auch beruhigend anzusehen. Andererseits wäre es bei einer Plünderung im K-Fall ein nahezu Totalverlust. Daher müssen wir hier etwas mehr aufteilen und wenns noch so praktisch ist.


    Im Grunde soll es wohl nach und nach ein Jahresvorrat werden.

    Lese gerade: Am Anfang war die Dunkelheit von Björn Täufling


    Der Strom ist ausgefallen. Nichts funktioniert mehr. Nirgendwo. Und niemand weiß etwas. Schon gar nicht darüber, was den Anfang der Dunkelheit ausgelöst hat. Auch Jakob Jedermann nicht. Aber er weiß, dass er sich einiges einfallen lassen muss, damit seine Familie in dieser neuen Welt überlebt.

    »Die Welt hatte sich von heute auf morgen und von einem Augenblick zum anderen geändert und wir bemerkten nicht, was da passiert war. Niemand bemerkte es. Dafür hofften und hofften und hofften und hofften und hofften wir. Und als wir im Begriff waren, damit aufzuhören, gaben wir uns gegenseitig einen Ruck und hofften weiter, aber das änderte nichts. Wir mussten uns ändern.«


    Gefällt mir, ist aber für mich stellenweise schwer zu verdauen.

    Ich hab heute verschlafen, da das Handy nicht geklingelt hat und damit das nicht nochmal passiert, hab ich mir gleich einen Radiowecker bestellt. Praktischerweise funktioniert der auch mit Batterien, so hab ich gleich ein Radio für den Notfall. Bei Batterien haben wir kürzlich bei einem Sonderangebot ordentlich zugeschlagen. Damit sind wir also erstmal versorgt.


    Des weiteren hab ich das Haus mit Bewegungsmelder-Lampen ausgestattet, so dass wir zumindest im Flur Licht haben. Diese laufen mit besagten Batterien, da habe ich jetzt einen Vorrat für ein halbes Jahr.


    12 x 10l Kanister sind bestellt mit den dazu passenden Micropur-Tabletten. Werden befüllt, sobald vorhanden und dann erstmal in den Lagerraum. Einen Wasserbob hab ich bereits, der liegt griffbereit neben der Badewanne. Also das Thema Wasser kann ich damit fast abhaken. Es fehlen noch ein paar weitere Sixpacks und ein Wasserfilter, für den Fall dass wir eine längere Krise erwarten. Auch Cola und andere Nettigkeiten dürfen da gerne noch einziehen. Beim Thema Essen hapert es leider noch. Da bringen wir zwar immer mal was extra mit, das reicht mir aber noch lange nicht.

    Mir ist mal sowas ähnliches passiert. War in einem Hotel in London... Keine Dusche auf dem Zimmer, dafür abschließbare Duschräume auf dem Flur. Mein Freund in der Stadt unterwegs, ich also geguckt... keiner da, also schnell mit wenig Klamotten in die Dusche, sollten ja nicht nass werden, da es dort nicht wirklich Fläche gab um Wäsche trocken zu behalten. Tja... Tür ließ sich abschließen, also hab ich geduscht. Dummerweise ging die Tür danach nicht wieder auf. Konnte zwar aufschließen, aber sie klemmte und zwar so, dass ich sie beim besten Willen nicht öffnen konnte. War also in der Dusche eingeschlossen. Hab gerufen, mich hat niemand gehört. Notschalter oder so gab es nicht. War ein eher billiges Hotel. Zum Glück kam so nach zwei Stunden mein Freund und hat die Tür von außen öffnen können. Ist aber schon Jahre her. Handys waren damals noch nicht so angesagt und ich glaub auch nicht, dass ich eines mit reingenommen hätte.

    Bitte verzeiht, wenn es dieses Thema schon gibt, leider habe ich es in der Forensuche nicht gefunden.


    Ich mache mir Gedanken, um das menschliche Bedürfnis bei einem Stromausfall. Da ich von Technik nicht so viel Ahnung habe.


    Entweder Mülltüten, die man für das große Geschäft in die Schüssel spannt und danach dann raus nimmt (habe noch nicht das passende Format gefunden). Urin über eine Eimerlösung und dann in den Gulli? (wird ggf sehr schnell stinken)


    Oder: Brauchwasser in den Spülkasten und "normal" spülen.


    Wir haben eine Regentonne und ein Fluss ist auch in der Nähe. Nun die Frage, wenn die anderen Leute nicht ebenfalls spülen, funktioniert das dann noch, oder kommt die Suppe dann auch im Gulli und in der Toilette hoch, weil einfach nicht genug Wasser im Umlauf ist? Ich schätze bei vielen wird es wohl schon am Eimer und Seil scheitern, das Wasser aus dem Fluss zu holen, und wenn dann werden sie es wohl eher trinken wollen, als es ins Klo zu schütten...


    Alternativ ein Kompostklo. Wo ich nicht weiß wie genau das funktioniert und ob das machbar oder auch eher in der Kategorie: "sehr eklig" ist. Dixieklos und andere Plumsklos, wie das was wir im Schrebergarten hatten, als ich Kind war... hab ich nicht in guter Erinnerung und möchte ich, wenn möglich vermeiden.

    Also ich hab leider keinen Garten, um Pflanzen zu züchten, die ich Einkochen könnte. Auch habe ich damit keine Erfahrungen. Wenn ich Gerichte kaufe, nehme ich auch aus finanziellen Gründen Schnäppchen, wobei wir auch nicht die ganz billigen genommen haben. Beispielsweise gab es von Erasco ein Angebot, so dass die großen Dosen je 1,50 gekostet haben. Das sind bei 18 Dosen, die wir haben, auch mal eben 27 Euro. Davon einen Monatsvorrat zu kaufen: Dauert.


    Einfach so Gemüse anbauen, dazu hab ich nicht den Platz, da ich keinen Garten habe, sondern nur einen komplett mit Steinen verfließten kleinen Hof, müsste ich Hochbete bauen oder zumindest große Blumentöpfe. Ich bin leider nicht so mit einem grünen Daumen gesegnet und meine Katzen benutzen Erde auch gerne als Katzentoilette, womit das dann wohl schnell überdüngt ist. Was bei mir großartig wächst, ist Efeu, aber den kann man nicht essen. Im Balkonkasten habe ich etwas Schnittlauch, das wars dann aber auch schon. Solange ich also hier nicht groß investiere, wird das nix mit selbst Anbau. Auch ein Pachtgarten kommt nicht in Frage, das haben wir bereits hinter uns. Vor lauter Regularien: Ihr Rasen ist aber schon wieder viel zu lang und sie müssen drauf achten, dass der Weg ums Grundstück immer frei von Unkraut und gefegt ist... kamen wir überhaupt nicht zum Anbau von Gemüse. Der Garten war für uns mehr Stress als Erholung und wurde daher sehr schnell wieder abgestoßen.


    Vom Einkochen von Supermarktgemüse halte ich nicht viel. Das wird dann auch nicht sonderlich billiger. Gemüse esse ich entweder frisch, also aus dem Supermarkt, oder auch gerne das Tiefgefrorene. Wie hier erwähnt, soll es ein Vorrat für Notfälle werden. Wir sind im Grunde nicht so die Dosen-Essen. Aber um die Rotation aufrecht zu halten, werden wir uns auch dort bedienen, ab und an. So schlecht schmeckts ja nicht.


    Ich bin froh, dass wir so mehr oder weniger für zwei Wochen Sachen haben, auch wenn ich denke, dass das noch nicht reicht.


    Ach ja, warum PET? Diese sind einfach vom Platzbedarf am einfachsten und auch am günstigsten. Auch gehen auch diese Flaschen in die Rotation. Ich hab für mich selbst im Gebrauch auch Glasflaschen. Aber das ist erstens viel schwerer und dann ist in so einer Flasche auch nur 0,7 Liter drin, in der PET dagegen 1,5. Da ich im normalen Leben auch aus Plastikflaschen trinke und auch Cola und Co. ist das erstmal nicht so wichtig. Hauptsache Wasser. Wir planen auch bei Gelegenheit noch Wasserkanister anzuschaffen, in Kombination mit Tabletten. Damit wir auch kohlensäurefreies Wasser haben. Ist ja für die Tiere auch angenehmer. Wir können leider auch nicht unendlich viele Sachen lagern und müssen den vorhandenen Platz geschickt nutzen.

    Unauffälligkeit in Kellern ist eigentlich ganz gut, damit sie nicht aufgebrochen werden. Wir hatten 20 Jahre lang ein Kellerabteil in einem Mehrfamilienhaus mit einem einfachen Vorhängeschloss gesichert. Durch die Zauntüren kann man reingucken in jedes Abteil. In den 20 Jahren ist unser Keller nie aufgebrochen worden, die der anderen schon. Alles was im Keller lagerte war in Kartons und generell war es auch nicht super sauber da drin. Gut die Dinge die wir lagerten waren Flohmarktartikel, da wir damit eine Weile gehandelt hatten, daher war es eh angebracht, diese in Kartons zu packen. Sah aber auch von außen sehr uninteressant aus.


    Ordentlichere Kellerabteile wurden aufgebrochen, nur bei uns hatte wohl keiner Lust in die Kartons zu gucken. Also wenn Kellerabteil, dann staubige Kartons und ruhig etwas Unordnung ggf sowas wie eine alte Matratze mit reinstellen. Zeigt deutlich: die haben nix, da lohnt nicht zu gucken.