Beiträge von Himbeertoni

    Bei uns ist es zum Glück relativ glimpflich abgelaufen, nur ein paar Äste abgebrochen. Im Radio habe ich gehört, dass es in Bayern Stromausfälle gab. Kann da jemand was berichten? Wie lange ist der Strom ausgefallen gewesen? War es großflächig? Das würde mich interessieren.

    Es gab einige kleinere Stromausfälle in manchen Orten um Regensburg, welche aber nicht von sonderlich langer Dauer waren. Ferner hatte ich den Eindruck, das Netz wäre reichlich instabil, da auch bei uns im Stadtgebiet öfters die Lichter flackerten. Laut Auskunft eines Bekannten (arbeitet bei der REWAG) mussten einige Windkrafträder während des Sturms vom Netz genommen werden, was dem ganzen zusätzlich Vorschub leistete.


    Ansonsten ging die Sache - abgesehen von zahlreichen zertrümmerten Gewächshäusern (darunter auch das meinige...seufz) - bei uns sehr glimpflich ab.


    Grüße vom Toni

    Zur Frage, inwieweit hier §§34 oder 35 StGB anzuwenden wären; dies ist meine persönliche Rechtsauffassung, sie stellt keine Rechtsberatung o.Ä. dar.


    Der rechtfertigende Notstand ist eine generelle Vorschrift für ansonsten strafbewehrte Handlungen zur Abwehr von Gefahren für Leib und Leben, aber auch des Eigentums etc Dritter. §34 StGB.

    Eine Straftat erfordert stets das Vorliegen des objektiven und subjektiven Straftatbestandes, also das äussere Erscheinungsbild einer Tat (hier: Abgabe von verschreibungspflichtigen Medikamenten) bzw. das innere Erscheinungsbild, dh Vorsatz oder Fahrlässigkeit.

    Fahrlässigkeit kann man getrost ausschließen, denn es ist nicht nur als allgemein bekannt anzunehmen, dass Antibiotika verschreibungspflichtig sind, es ist sogar als Hinweis auf der Verpackung und auf dem Beipackzettel aufgedruckt.

    Ebenso dürfte der Verbotsirrtum §49 StGB als ggf Strafbefreiungsgrund infolge einer Unkenntis des Arzneimittelgesetzes eher unwahrscheinlich sein.

    Im Sachverhalt wird zudem erwähnt, dass es sich um legal im Ausland erworbene Arzneimittel handelt. Ob oder inwieweit hier eine unzulässige bzw. sogar verbotene Einfuhr eines ggf im Bundesgebiet nicht zugelassenen Medikamentes vorliegt, soll nicht weiter betrachtet werden, da vom Fragesteller nicht erbeten. (Btw: ich wäre sehr vorsichtig, diese Tatsache an die Öffentlichkeit zu tragen.....selbst die Einfuhr von Aspirin aus dem Ausland - selbst die von BXXXr hergestellten Tabletten - ist verboten........)


    Prüft man nun die mögliche Strafbarkeit, so ist hierzu vorrangig das Arzneimittelgesetz als lex specialis anzuwenden, insbesondere der 17. Abschnitt desselben, welcher als selbständige Strafvorschrift neben dem StGB gilt. Eine Subsidiarität §81 ist hier nicht gegeben.

    Da durch unsachgemäße, unbefugte Abgabe verschreibungspflichtiger Medikamente eine Gefahr für Leib und Leben Dritter zu bejahen wäre, schließe ich das Vorliegen von Ordnungswidrigkeiten iSd §97 aus, somit bewegen wir uns hier definitiv auf dem Gebiet des Strafrechts.

    Die zentrale Frage ist hier, inwieweit eine Rechtsgüterabwägung überhaupt durchführbar wäre.


    Grundsätzlich wird von gewerbsmäßigem Inverkehrbringen gesprochen, der Privatmann scheidet (vorerst) aus, da er das Medikament über eine berechtigte Person (Apotheke) mittels Verschreibung erworben hat und als solcher auch nicht wie ein Unternehmer (zB §2 UStG) auftritt.

    Ich sehe hier in jedem Falle einen Verstoß i.S. §95 Absatz 1 Nummer 5 iVm §47 Absatz 1.

    Antibiotika sind idR verschreibungspflichtige Medikamente mit breitem Wirkungsspektrum, weswegen die Anwendung derselben nicht selten risikobehaftet ist.


    Die unbefugt handelnde Person verfügt idR nicht über die Kenntnisse eines Arztes, weswegen durchaus die Würdigung als besonders schwerer Fall angebracht ist.

    Rechtsfolge: Es liegt ein Vergehen wegen unbefugter Abgabe von Arzneimitteln ohne Verschreibung an Dritte vor.

    Der Milderungstatbestand §95 Absatz 4 ist mE nicht anzuwenden, da die abgebende Person mangels Fachkenntnis den Empfänger der Gefahr für Leib und Leben nicht nur aussetzt sondern ggf sogar billigend in Kauf nimmt §95 Absatz 3 Nr. 1b) ArnzMG. Hierzu kann auch §84 Absatz 3 (Gefährdungshaftung) analog angewendet werden, da eine potentiell schädigende Wirkung die Ursache nicht in der Herstellung hat, sondern vielmehr in unsachgemäßer Anwendung vorliegt.

    §79 ArznMG Ausnahmeermächtigungen für Krisenzeiten gilt nicht für Privatpersonen.


    Subsumierend würde ich das Vorliegen des rechtfertigenden Notstandes §34 StGB durch unbefugte Arzneimittelabgabe infolge mangelnder Sachkenntnis des Abgebenden über die Wirkungsweise des Medikamentes ggf Wechselwirkungen, Vorerkrankungen etc. als nicht gegeben erachten.



    Grüße vom Toni


    Edit sagt: Medikamente aus dem Ausland nach Deutschland einzuführen kann strafbar sein.


    3kg Zigarettentabak Feinschnitt sowie 1000 Blatt Zigarettenpapier (luftdicht verpackt) eingelagert (Tauschmaterial)


    1kg Pfeifentabak in vakuumierten Dosen eingelagert (Tauschmaterial)


    24 Flaschen Wodka eingelagert. (Tauschmaterial)

    Da Schraubverschlüsse mit der Zeit undicht werden und den Alkohol ausdunsten lassen, habe ich die Flaschen mehrmals bis ca 3cm unter den sogenannten Garantiering in flüssiges Wachs getaucht.


    Grüße vom Toni

    Man liest viel, man hört viel,....

    Manchmal muss man sich wirklich wundern, was einem empfohlen wird.


    So erst kürzlich in einer Zeitung gelesen:

    Ärzte in großer Sorge, aufgrund der Corona-Epidemie droht eine Verknappung von Antibiotika.

    Käse !


    Vorab: 

    Gegen Viren sind sämtliche Antibiotika wirkungslos, denn Penicillin & co wirken ausschliesslich auf Bakterien o.Ä. 

    Ein Antibiotikum ist kein Virostatikum.


    Viren sind entgegen der landläufigen Meinung keine Bakterien. Und Hefen (auch die gibt es...) sind keine Bakterien.


    Sich vor Viren zu schützen ist seit jeher ein Va-Banque-Spiel. Mal klappts, mal klappts leider nicht.

    Am "einfachsten" ist der Schutz davor, sich ihnen nicht auszusetzen. (Quarantäne)

    Denkbar, aber in der Praxis kaum möglich.



    Ebenso sollte man wissen, wie die Ansteckung bzw Verbreitung abläuft, was Tröpfcheninfektion, Schmierinfektion, leider aber auch Wirtsinfektion (nein das ist nicht der darniederliegende Gasthausinhaber) bedeuten.

    Das Wissen um die Unterschiede kann entscheidend sein.


    Atemmasken können Schutz bieten, müssen aber über ein sehr engmaschiges Filtergewebe verfügen. Ein Tyvek-Overall nützt relativ wenig, ebensowenig als wie wenn man man mit einem groben Maschendrahtzaun Bienen und andere Insekten "einsperren" wollte. Funktioniert nicht wirklich.


    Was killt Viren ?

    I.d.R. Temperaturen über 90 Grad, sowie starke Säuren oder Basen, bestimmte Salze, ....

    also sogenannte Desinfektionsmittel.

    Und da fängt es an, denn diese Mittelchen unterscheiden sich oft in Zusammensetzung und Wirksamkeit.


    Das Hauptaugenmerk bei Schutz vor Viren sollte auf die die Wirkung stark herabsetzende Eigenschaft der Eiweißfällung des Desinfektionsmittels gerichtet sein.

    Wer mit diesem Begriff nichts anfangen kann, der schlage ein Ei auf, verquirle Eigelb und Eiklar mit etwas Wasser und gebe das unter dauerndem Rühren in die kochende Boullion. Die dabei entstehenden, als Suppeneinlage sehr beliebten, feinen Eifädchen sind koaguliertes denaturiertes Eiweiß (Protein).


    Viren bestehen hauptsächlich aus der Proteinhülle und der darin eingeschlossenen RNS. Auf diese Hülle wirkt das Mittel, indem es primär eine Verflüssigung und anschließend eine Koagulation (Verklumpung) hervorruft.

    Sämtliche gängigen Mittel sind mehr oder weniger eiweißempfindlich, dh in Anwesenheit von eiweißhaltigen Stoffen (Blut, Blutserum, etc) leider aber auch von Fett, Salzen, Stärke oder Zucker können sie sogar wirkungslos werden.

    Auch spielt der pH-Wert eine ganz entscheidende Rolle - besser alkalisch als sauer.

    Von besonderer Bedeutung ist letztlich die Temperatur. Selbst schwache Desinfektionsmittel können bei entsprechender Temperatursteigerung erheblich verstärkt werden.


    Grüße vom Toni

    Offensichtlich gabs das eine oder andere Missverständnis:

    Ad 2) Wird Eingefrorenes aufgetaut, auch Reis oder Grieß, so wird sich Kondenswasser aus der Luft an der Verpackung niederschlagen. Dies kann die Haltbarkeit des Lagergutes erheblich herabsetzen. Um dies zu umgehen, erfolgt die Rücktemperierung in einem wasserfeindlichen Medium. Hier eignet sich Bentonit am besten.

    Ad 3) Ich bevorzuge Glas, da ich von Plastikfolien bei hygrophilen Lebensmitteln zur Lagerung wenig halte. Selbiges gilt für PET-Flaschen, die ich zu 100% aus meinem Haushalt verbannt habe.


    Grüße vom Toni

    Wie handhabst Du das Himbeertoni ? Einfrieren für ein paar Tage und dann ohne weitere Behandlung einlagern?

    1. Mehrere Tage tiefgefrieren. Tötet definitiv Lagerschädlinge

    2. Um Staunässe zu vermeiden werden die tiefgekühlten Reispackungen in reichlich unparfümiertem Bentonit (Katzenstreu) auf Lagertemperatur gebracht.

    3. Ggf Umfüllen in leere Gläser, mit Klebeband verschließen.

    Fertig.


    Grüße vom Toni

    Eisbock bekommt durch Frost einen Teil des Wassers in Gestalt von Eis entzogen, der Alkohol bleibt drin. Wikipedia verrät dazu noch ein paar Details.

    Richtig.

    Ich braue seit vielen Jahren mein eigenes Bier, darunter auch Starkbiere nach belgischem Verfahren.

    Ebenso zählt auch das Eisbockverfahren zu meinem Repertoire....ein derart veredelter Doppelbock , aufgezuckert und erneut mit hochwertigster Hefe vergoren beschert dem Könner ein Tränklein jenseits der 15 Volt, gelegentlich sogar an die 20....


    Grüße vom Toni

    Bestand an Kerzen und Kerzenwachs überprüft und ergänzt.

    Neben 1500 Teelichtern sind nun etwa 100 Kilogramm an Stumpenkerzen (65/130er) eingelagert.

    Morgen wird der Altwachsbestand gesichtet und aus Unbrauchbarem (verschmutzt, rußig usw) werden Einmachglaskerzen gegossen.

    Sauberes, farbreines Wachs wird in Blöcken (gereinigte Tetrapacks) gegossen und für wohltätige Zwecke weiterverwendet.



    Grüße vom Toni

    Tauschen wird lebensnotwendig werden, aber mE weniger auf dem Nahrungssektor, sondern vielmehr bezogen auf "Güter der zweiten Reihe".

    Darunter fallen zB Hygieneartikel (besonders Tampons, Binden, Deodorants), Taschentücher, Toilettenpapier, Seife, Zahnpflegeartikel, Feuerzeuge, Streichhölzer, Watte.


    Grüße vom Toni

    Sehr guter Tipp !!!!!


    Das Verfahren wird mW "Anzüchten" genannt, dh man animiert im kühleren Medium verbliebene Bakteriensporen, die den ersten Erhitzungsvorgang überstanden haben, sich zu Bakterien umzuwandeln.

    Der zweite Erhitzungsvorgang tötet restlos alle Keime.

    Wird bei Vollkonserven so gemacht.


    Grüße vom Toni