Beiträge von Axtwerfer

    Habe ich auch gerade gelesen, ist hier in Niedersachsen auch Landesvorschrift.


    Ich halt das ja für recht unsinnig, ich meine, das es schon wichtig ist, daß man durch den Melder geweckt wird, aber wenn es bei uns im Zimmer raucht ist die Bude schon recht runter.

    ...

    Darum ja auch die Aufteilung auf mehrere Räume. Normalerweise reicht die Lautstärke eines Rauchmelders aus um in der kompletten Wohnung gehört zu werden, bei einem Funkrauchmelder wird so gesehen auf Nr. Sicher gegangen.

    Insofern hat es seine Vorteile dass, wenn es am anderen Ende des Hauses zu kokeln beginnt, der dortige Rauchmelder anspringt, beim Funkrauchmelder auch die anderen Melder anspringen lässt und Dir und Deinen Leuten das genügend große Zeitfenster gibt, entweder einen Löschangriff auf den Entstehungsbrand zu führen oder aber möglichst geordnet den Rückzug anzutreten.

    Und wenn ich bedenke, wie empfindlich die Dinger sind, so gewinnst Du garantiert einige wertvolle Minuten im Vergleich zum Aufwachen im verqualmten Schlafzimmer. Küche und Bad sind tabu, und beim Showkochen sollten die Rauchmelder im Showroom und den angrenzenden Räumen vorübergehend deaktiviert werden - sonst hast Du sehr schnell eine zusätzliche Showeinlage in Form einer unkonventionellen Funktionsüberprüfung...:saint:


    Davon ab klingt die Aufteilung für mich sehr gut.


    Gruß vom Axtwerfer ;)

    Bei den Freiwilligen Feuerwehren in Deutschland gerade im ländlichen Raum tatsächlich ein Thema. Stichwort "Tagesverfügbarkeit", die immer weiter abnimmt, weil die Aktiven tagsüber außerhalb ihres Wohnortes arbeiten.

    Aus diesem Grund wird bei uns tagsüber die Wehr des Nachbardorfes mit alarmiert um überhaupt handlungsfähig zu sein, bei größeren Lagen sowieso.

    Völlig unvorstellbar für mich. Stell dir vor du rufst die Feuerwehr, aber es kommt niemand.

    Eine grausame Vorstellung.

    Nicht minder schlimm ist die Vorstellung dass die Feuerwehr anrückt, aber aufgrund der unzureichenden Wasserversorgung nicht genug ausrichten kann - das ist ein absolutes Scheiß-Gefühl wenn Du an einem C-Strahlrohr stehst, welches bis zu 400 Liter pro Minute raushauen kann, Du jeden einzelnen Tropfen brauchen kannst und vorne nur die Leistung eines besseren Gartenschlauchs raus kommt weil der Nachschub nicht ran kommt.

    Die meisten regulären Wasserleitungen in den ländlichen Gegenden sind nicht auf größere Löscheinsätze ausgelegt, ohne größere Logistik (mehrere verteilte Entnahmestellen, Wassernachschub per Tankfahrzeug usw.) stehen viele Feuerwehren z. B. bei einem brennenden Bauernhof auf verlorenem Posten.

    Und das ist so gesehen eine Punktlage, wo mit mehreren Wehren Schwerpunkt gegen Schwerpunkt gebildet werden kann. Eine größere Flächenlage dürfte die Wasserversorgung vor noch größere Probleme stellen.



    Gruß vom Axtwerfer;)

    (der sich damit auch im nassen schleswig-holsteinischen Marschland rumschlagen muss)

    Die MFH - Version des russischen Feldspatens, so wie das Modell von Cold Steel.

    Kann so gesehen gut verstehen warum Dir das Teil so zusagt - robust, vielseitig und schnörkellos.

    Guter Griff 8)


    Gruß vom Axtwerfer;)

    Es ist schon verrückt: Wir tun nichts unrechtes, müssen aber quasi im Geheimen agieren...

    Ein wohlsortiertes EDC, ein wenig Improvisationstalent und die Möglichkeit, unter Verweis z. B. auf Verbindungen zu Betroffenen und/oder auf eine ehrenamtliche Tätigkeit (Feuerwehr, THW, usw.) auf zivilschutztechnische Empfehlungen der Behörden hinzuweisen kann ein guter Weg sein, um relativ gefahrlos Gehör zu finden.

    Wenn ich bedenke, wie oft mein Ehrenamt als Erklärung für Hinweise auf private Krisenvorsorge hinhalten muss...:saint:


    Gruß vom Axtwerfer;)

    ...

    Jedoch befürchte ich, dass wegschauen oder ignorieren die Sache hier nicht besser macht.

    Natürlich macht es die Sache nicht besser, aber welche wirksamen Möglichkeiten haben wir?

    Wir haben keine vernünftige Lobby bzw. niemanden der bereit wäre für uns öffentlich eine Lanze zu brechen.

    Dass im Grunde genommen die meisten von uns lediglich eine erweiterte Version dessen praktizieren, was vor zwei bis drei Generationen noch allgemein üblich war, ist eben weniger interessant als die kolportierte Vorstellung eines Durchgeknallten, der beim Waffenreinigen lächelnd seine Feindesliste durchgeht.

    Sportschützen und Jäger können sich immer noch auf verschwindend kleine Anteile legaler Schusswaffen in den veröffentlichten Statistiken berufen - wir "Wie-auch immer- wir-uns-nun-auch-nennen-wollen" haben jedoch nur die Empehlungen des BBK und die Konzeption Zivile Verteidigung - und deren Anforderungen an die private Krisenvorsorge werden von den meisten von uns weit übertroffen. Andere Erfahrungsberichte werden als "nicht auf unsere Verhältnisse übertragbar" abgetan, insofern bleiben uns nur einsame Rufer in der Wüste und die Arbeit im Kleinen wie z. B. den Macgyver für Arme zu spielen und in Sachen Krisenvorsorge auf die BBK-Empfehlung hinzuweisen, ohne sich dabei als Prepper usw. zu outen.


    Gruß vom Axtwerfer;)

    Kann den alten BW-Klappspaten mit der Druckknopf-Verriegelung empfehlen, der ist unempfindlicher als die Ausführung mit Gewinde.

    Hier als Nachbau: https://www.raeer.com/shopexd.…1Hmg_pEAQYAiABEgK8CfD_BwE

    Der einzige Nachteil an den alten Spatenausführungen sind meines Erachtens die in der Tülle vernieteten Holzstiele, was bei einem Bruch den Aufwand beim Austauschen unnötig erhöht.


    Bei den Feldspaten ohne Klappfunktion ist die Cold Steel Special Forces Shovel mein persönlicher Favorit.

    Hinter dem zugegebenermaßen sehr hochtrabenden Namen verbirgt sich Cold Steels Nachbau des russischen Feldspatens, und das Ding ist so gut wie unverwüstlich. Das Spatenblatt ist fast unkaputtbar, ist ab Werk dreiseitig angeschliffen und scharf wie eine Machete, der Holzstiel ist mit zwei groben Holzschrauben in der Tülle gesichert und kann daher im Notfall mit einem Ersatzstiel ausgetauscht werden. Ersatzstiele sind als Zubehör erhältlich, notfalls passt aber alles was passend zur Tülle geschnitzt und im Idealfall mit Löchern für die Holzschrauben versehen werden kann.

    Durch die stabile Bauweise und das dreiseitig geschärfte Spatenblatt sind Wurzeln, Buschwerk bis hin zum kleineren Baum kein Problem, alles was eine Machete bzw. ein leichter Tomahawk klein bekommt geht notfalls auch mit dem Spaten. Zu Thema Robustheit kann ich noch anführen, dass der Spaten auch sehr gut zu Werfen ist, dann sollte man aber auf Dauer einen Reservestiel dabei haben. Bei normalem Gebrauch hält so ein Spatenstiel Jahre, und evtl. Risse kündigen sich im Holz des gelieferten Stiels langfristig an.


    Anbei mal ein Link dazu: https://www.battlemerchant.com…heit-spetsnaz-mit-scheide


    Von MFH gibt es ebenfalls einen Nachbau dieses Modells, der wesentlich günstiger ist. Ich kann aber nichts zu dessen Qualität sagen.

    Da bei mir neben der einen oder anderen Axt auch mal der Spaten fliegt, hat das Modell von Cold Steel mein vollstes Vertrauen, zumal mir der alte BW-Klappspaten als Erbstück zum Werfen viel zu schade ist. Sie liegen beide einträchtig im Kofferraum und harren ihrer Einsätze...


    Gruß vom Axtwerfer 8)

    (der sein Gegenüber notfalls auch aus der Distanz auf die Schippe nehmen kann :saint:)

    Die "Preppergemeinschaft Deutschland" hat das vor einigen Jahren so gemacht. Die wollten nicht mehr Prepper genannt werden, haben einfach ihr Forum eingestampft und unter einem anderen Namen neu begonnen. Irgendwas mit Krisenvorsorge Info oder so.

    Und diese Aktion ging ganz gewaltig nach hinten los und wurde zum Lehrbuchfall wie man ein an sich gut funktionierendes und mit ordentlich Material ausgestattetes Forum tötet.

    Das neue Forum kommt nicht in Schwung, ist seit Monaten ohne Beiträge, die angesammelten Daten aus dem Vorgängerforum wurden bis heute nicht eingepflegt, die meisten der damaligen Mitglieder sind raus.

    Totalverlust.



    Wir sollten uns nicht von einem Medium zu unüberlegten Handlungen treiben lassen, das selber wegen ihrer eigenen Schmuddelkinder mit Rissen in der Glaubwürdigkeit zu kämpfen hat, und das nicht nur bei den diffamierten Gruppen, sondern mittlerweile quer durch die Gesellschaft.

    Das Diffamieren und Angreifen von Minderheiten ohne nennenswerte Lobby ist halt eine ebenso billige wie schmutzige Methode auf Quote zu kommen, mögliche Folgen wie darauf schwindende Glaubwürdigkeit können dann medienwirksam als Gefahr für die Pressefreiheit verkauft werden.

    Dass viele Probleme in der Medienlandschaft hausgemacht sind, wird geflissentlich übersehen, und die Leidtragenden sind neben den Diffamierten und der allgemeinen Glaubwürdigkeit auch all jene, die ihre journalistische Tätigkeit verantwortungsvoll ausüben und nun mit den schwarzen Schafen in einen Topf geworfen werden.


    So gesehen können wir in Sachen Umbenennung sehr frei nach Prof. McGonagall aus Harry Potter sagen:


    "... und das, was wir tun ist preppen. Wir können den Begriff ruhig benutzen. Sie werden uns diffamieren, egal wie wir es nennen."


    Lasst Euch nicht unterkriegen, die Legalwaffenbesitzer in D kennen diese Art von Berichterstattung seit Jahrzehnten und lassen sich auch davon nicht unterkriegen.

    Die sicherheitspolitische, klimatische und gesellschaftliche Entwicklung gibt uns Recht in unserem Handeln, ob das der Gegenseite nun gefällt oder nicht.


    Gruß vom Axtwerfer8)

    (der die Idee eines FdBBK für absolut unterstützenswert ansieht)

    Nun, dann hat der werte Herr wohl nicht hier gesucht....


    duck und weg

    Definitiv nicht.


    Wir hatten in einem anderen Forum mal eine Anfrage von jemanden, der im Rahmen seiner Dissertation Kontakt zu Preppern gesucht hatte, ich weiß aber nicht, ob es sich um diesen Thesenaufsteller handelt und inwiefern auf sein Gesuch reagiert wurde.

    Es spricht nur nicht gerade für den "Forscher", dass er nach Kontakt zu gerade mal zwölf Individuen mal eben 10000 - 180000 Individuen über einen Kamm schert...

    Er forscht bereits seit 2017...


    (...)

    Dann dürfte er passend zur Nordkreuz - Geschichte eingestiegen sein, wahrscheinlich mit entsprechender Erwartungshaltung.


    Dass Menschen aufgrund der Pandemie auf die private Krisenvorsorge aufmerksam werden, liegt angesichts der Art und Weise, wie mit der Coronakrise umgegangen wurde und teilweise noch wird, klar auf der Hand. Ist ja auch nichts Schlimmes, zumal wir es in den Augen des "Forschers" wagen, uns u. A. auf die Handlungsempfehlungen des BBK zu berufen. Und angesichts der leergekauften Regale im Frühjahr wäre ein Notvorrat für denjenigen, der schon vorher darüber verfügt hätte, eine echte Beruhigung gewesen...


    Zitat aus dem Artikel bei Web.de:
    ...

    "Mit diesen Empfehlungen (Notvorrat gem. BBK, Anmerkung meinerseits) will das Bundesamt die Resilienz, die Widerstandskraft der Gesamtbevölkerung steigern. "Bei den Preppern hingegen geht es oft weniger um prosoziales Hilfeverhalten, Solidarität und Kooperation, sondern mehr um Egoismus und Entsolidarisierung", stellt Luy klar...."


    Was stellt dieser Kerl sich eigentlich vor? Wenn er sich mit der Materie einigermaßen unvoreingenommen beschäftigt hätte, dürfte ihm nicht entgangen sein, dass ein sehr großer Teil der von ihm so unter Generalverdacht gestellten "Prepper" beruflich und/oder ehrenamtlich bei Hilfsorganisationen, Zivil- bzw. Katastrophenschutz, Feuerwehr usw. tätig sind, und, sobald der Alarm kommt, alles stehen und liegen lassen um ihren Nächsten schnell und unbürokratisch zu helfen. In einer Feuerwehrzeitschrift wurden die Konzepte von Herbert Saurugg vorgestellt mit dem Hinweis, dass u. A. durch eine private Krisenvorsorge seitens der Feuerwehr- bzw. HiOrg-Angehörigen zumindest die Versorgung der Helfer und ihres Anhangs in der Anfangszeit abgesichert ist, sodass aus der Notversorgung zumindest etwas Druck genommen wird.


    Die Aussage von Luy stellt so gesehen einen Schlag ins Gesicht für jeden privaten Krisenvorsorger dar, der sich in irgendeiner Weise sozial engagiert.
    Es ist aber typisch deutsch, sich Sündenböcke zu suchen, die abseits des sog. Mainstreams stehen und denen man die eigenen bzw. gesellschaftlichen Fehler anhängen kann. Anders lässt sich dieser tendenziöse Sch**** nicht erklären.


    Gruß vom Axtwerfer

    Für alle Haustierhalter ne positive Nachricht:


    "Die Hersteller von Böllern und Raketen werden durch das Verkaufsverbot von Feuerwerk zu Silvester nach eigenen Angaben in eine schwere Krise stürzen. Im Zweifel drohe die Insolvenz des gesamten Wirtschaftszweigs, erklärte Thomas Schreiber, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der pyrotechnischen Industrie (VPI)."


    Ich verstehe aber durchaus, dass da ne Menge Arbeitsplätze dran hängen. Für "Ella" Wauzi aber ne positive Meldung. Die sonst nicht weiss, wo sie sich verstecken soll, wenn geknallt wird. Eigene "Blase". Sorry.

    Ganz leise wird es trotzdem nicht werden, nicht nur wegen der privat noch vorhandenen Bestände:


    Die Verkaufsstellen für Schreckschusswaffen und -Munition werden gerade sehr stark frequentiert, da Schreckschussmunition und die per Zusatzlauf zu verschiessenden Leucht- und Knalleffekte zwar auch nur zu Silvester bzw. in akuten Notlagen eingesetzt, aber ganzjährig verkauft werden kann.

    Das wurde wohl beim Verordnen übersehen...

    Die Knallerei wird sich so gesehen lediglich verlagern, also sollten trotz allem Sicherheitsmaßnahmen für die flauschigen Mitbewohner getroffen werden.


    Gruß vom Axtwerfer;)

    Moinsen,


    in einer SHTF-Situation ist der korrekte U-Wert weitestgehend egal, wichtig ist es, zuallererst den Wärmeverlust durch eine Kältebrücke zu minimieren.

    Eine moderne Doppelverglasung basiert meistens aus einem Scheibenpaket 4 mm Floatglas innen wie außen, 16 mm Scheibenzwischenraum mit Argonfüllung und einer Verbindung der Scheiben mit einem sogenannten "Warmen Randverbund" bzw. "warmer Kante", der ein Beschlagen im Randbereich im Inneren des Scheibenzwischenraums verhindern soll. Auf der inneren Scheibe ist noch eine Wärmeschutzbeschichtung aufgetragen, aber das würde jetzt zu sehr ins Detail gehen sich damit jetzt auch noch rum zu schlagen...

    Die Wärmeisolierung erfolgt bei einer Verglasung im Wesentlichen nicht über das Scheibenmaterial, sondern über die Größe und die Beschaffenheit des Scheibenzwischenraums. Wenn Du nun eine Notverglasung anstrebst, die Licht weitestgehend rein und Wärme weitestgehend drinnen lässt, wirst Du um einen Aufbau ähnlich der ursprünglich verbauten Verglasung nicht herumkommen.

    Wenn Du dir den Aufwand machen möchtest, kannst Du Dir eine Ersatzscheibe entsprechend der vorhandenen Scheibe nachfertigen lassen. Dafür bräuchtest Du jedoch das genaue Maß und den genauen Scheibeneinstand hinter den Glasleisten.

    Wenn Du mehrere verschiedene Fenstergrößen hast und zuschneidbares Material vorhalten möchtest, empfehle ich dasjenige transparente Material, welches Du am Besten selbst zuschneiden kannst, genügend Holzleisten in der Stärke des benötigten Scheibenzwischenraums für den Randverbund, genügend Silikonkartuschen zum luftdichten Zusammenkleben und vielleicht ein paar feuchtigkeitsabsorbierende Medien für den Scheibenzwischenraum um das Beschlagen der Scheiben von innen weitestgehend zu verhindern. Dies ist die eigentliche Aufgabe des Edelgases Argon, und sofern Du nicht die Möglichkeit hast, im Scheibenzwischenraum eine Schutzatmosphäre mittels Argon, Krypton usw. zu erzeugen, wirst Du wohl mit innen beschlagenen Scheiben leben müssen.

    Der Ug-Wert (Wärmedurchgangswert Verglasung) solcher Scheiben? Keine Ahnung, aber besser als eine einzelne massive Scheibe. Als Faustregel kannst Du bei transparenten Füllungen annehmen, dass jeder einzelne Luftzwischenraum zwischen Dir im Innenraum und draußen isolierend wirkt.


    Überlass den korrekten U-Wert den Physikern, im SHTF zählt nur Wärme und Licht drinnen, Kälte draußen.


    Gruß vom Axtwerfer;)

    Sieht ganz danach aus ;)

    Warten wir mal die Einrichtungen solcher Zonen ab, dann sehen wir weiter, auch was die genannten Ausnahmen vom Führverbot angeht.

    Sobald es dort Präzedenzfälle gibt, wird in den entsprechenden Medien schon berichtet werden.


    Gruß vom Axtwerfer

    Ich glaube, ich gehe mal bei Gelegenheit in die Polizeiwache und lasse mir mal die genaue Vorschriften- bzw. Gesetzeslage anhand meines abgerüsteten Finn Wolfs ohne Einhandpin und eines normalen Zweihandklappmessers erklären. Ich sollte nur vorher daran denken, das Finn Wolf sicherheitshalber in ein "verschlossenes Behältnis" zu packen falls ich doch falsch liegen sollte:/:saint:


    Ich kann verstehen, dass bei Messern mit Flipper, leichtgängigem Liner Lock, Emerson Wave usw. die Einhand-Eigenschaft weiterhin als gegeben angesehen wird (habe auch ein schönes HK-Einhandmesser, dass sich auch aus dem Handgelenk aufschleudern lässt, und jetzt seit Jahren unter Vitrinenhaltung leidet), nur das Finn Wolf ist relativ schwergängig, ohne alternative einhändige Öffnungsmöglichkeiten. Aber das sollen mir dann die Vertreter des sog. "Gewaltmonopol des Staates" erklären. Wäre zwar schade, aber es gibt auch andere schöne (Zweihand-)Folder oder aber ein kleines, kompaktes Fixed (schönes Messer, Miesegrau 8))...


    Was auch immer die Entscheidung der Beamten sein wird, ich lasse mir meine Freiheit in Bezug auf´s Messerführen nicht nehmen, und das gilt auch für diese neuen sog. "Waffenverbotszonen". Mal ganz davon ab, dass die Behörden gar nicht mit so vielen Polizeikräften vor Ort sein können, dass sie das Führverbot wirksam durchsetzen können, wurden derart viele Ausnahmen mit rein genommen, dass die Chance, als unbescholtener Bürger eine "Ich- komme-aus-der-Nummer-heil-raus"-Karte zu erwischen, relativ groß ist.

    Nehmen wir beispielsweise nur mal den Ausnahmefall "Inhaber waffenrechtlicher Erlaubnisse":

    Die kleinste in D erhältliche waffenrechtliche Erlaubnis ist der "Kleine Waffenschein" (KWS) für das Führen von Gas- und Schreckschusswaffen.

    Wenn dieser lt. Gesetz wirklich zum Führen eines Messer ausreicht ( es ist nirgendwo festgelegt, welche waffenrechtliche Erlaubnis genau erforderlich ist)

    können sich die Kreisbehörden unter Umständen auf ein sprunghaftes Ansteigen von KWS-Anträgen einstellen - ob das politisch so gewollt ist, wage ich mal sehr stark zu bezweifeln...


    Voraussetzung für den KWS:

    - sauberes polizeiliches Führungszeugnis

    - ca. 60 € bei der Kreisverwaltung bzw. Landratsamt löhnen

    (das mag jetzt böse von mir gewesen sein, aber dazu stehe ich :evil:)


    Ich kloppe das alles jetzt nicht in die Tasten, um unter der Hand zur allgemeinen Bewaffnung aufzurufen, sondern um auf sinnfreie Gesetze und mögliche juristische Fallstricke hinzuweisen damit wir alle auf der juristisch sicheren Seite unterwegs sein können. Jeder Einzelne ist für sein Handeln selber verantwortlich, ich kann jedem nur raten, sich mit der Gesetzeslage auseinander zu setzen um sich darauf basierend abzusichern.


    Sofern wir uns unseren Humor bewahren können, dürfte das noch ganz witzig werden


    Gruß vom Axtwerfer;)

    (breit grinsender KWS-Inhaber)

    Hallo Steppenwolf75,


    Danke für den Hinweis, aber könntest Du mir einen konkreten Hinweis geben, dass bei diesem Messertyp ausschließlich die ursprüngliche Bauweise ausschlaggebend ist? Nicht, dass ich Dir nicht glaube, sondern weil ich bisher die Erfahrung gemacht habe, dass es im Ermessensspielraum der Beamten vor Ort liegt, ob es noch als Einhandmesser gilt oder nicht, besonders auch im Vergleich zu reinen zweihändig ausgelegten Taschenmessern, die sich ebenso leicht einhändig aufklappen lassen.

    Ansonsten bleibt wirklich nur der Rückgriff auf bereits ursprünglich als Zweihandmesser konstruierte Exemplare bzw. einschneidige, feststehende Messer mit max. 12 cm Klingenlänge, die NICHT explizit als Waffe eingestuft sind. Besonders letztere sind zwar genauso gefährlich und schneller einsatzbereit als ein Einhandmesser, aber die Entscheiidungsgewalt darüber liegt wohl nicht in unserer Gehaltsklasse...


    Wo wir gerade diesen Unsinn zu fassen haben:

    niro:

    Besteht die Gefahr, dass eine der nach der neuesten deutschen Waffenrechtsverschärfung genehmigte Waffenverbotszone in dem von Dir normalerweise genutzten Umfeld liegt? Falls ja, dürfen dort nur feststehende Messer bis max. 4 cm Klingenlänge und zweihändig zu öffnende, nicht verriegelbare Klappmesser zugriffsbereit geführt werden. Ausnahmen vom Führverbot bestehen z. B. bei Inhabern waffenrechtlicher Erlaubnisse, Anlieger, usw., und wenn das unter das Führverbot fallende Messer in einem verschlossenen Behältnis (z. B. Rucksack/Tasche mit kleinem Vorhängeschloss) mitgeführt wird. Ich empfehle Dir, dich da ggf. mal schlau zu machen um unnötigen Ärger zu vermeiden. (Wir Deutschen kriegen zwar keine Flughäfen und Bahnhöfe hin, aber idiotische Verbote, ja, das können wir <X)


    Gruß vom Axtwerfer;)

    Ich habe sehr gute Erfahrungen mit dem Cold Steel Finn Wolf gemacht, welches nach Abschrauben des Einhandpins zum Zweihandmesser abgerüstet werden kann. Die Klinge im Puukko-Stil ist scharf und stabil, die Verriegelung (Tri-Ad-Lock) ist bombenfest und der Trageclip ist für Linkshänder umsetzbar.

    Die Verriegelung lässt sich wie ein Back Lock bedienen und hält die Klinge beim Aufklappen derart unter Spannung, dass ein einhändiges Öffnen ohne Pin ebenso schwer wie bei einem reinen Zweihandmesser ist. Das Messer selbst ist mit Torx-Schrauben montiert, es kann also notfalls komplett zerlegt werden, was aber im Normalgebrauch so gut wie nie nötig ist. Man kann durch die Schraube an der Klingenachse den Ausklappwiderstand etwas beeinflussen, ich würde die Schraube aber immer recht stramm angezogen lassen, damit möglichst eine gewisse rechtliche Sicherheitsreserve in Bezug auf die fehlende einhändige Öffnungsmöglichkeit gegeben ist.

    Ich führe dieses Messer seit nunmehr ca. 5 Jahren und habe seitdem keinerlei Probleme gehabt, weder rechtlich noch technisch.

    Es liegt preislich bei ca. 60 €, für ca. 20 € weniger kann man auch die Pro Lite - Serie nehmen, die zwar ähnlich aufgebaut ist, ich aber davon ab keine weiteren Erfahrungswerte habe. Ich denke aber, dass man bei dem Preis und der Bauweise nicht viel falsch machen kann.


    Anbei zwei Bilder meines Finn Wolfs nach 5 Jahren EDC-Einsatz 8)


    IMG-20200224-WA0006.jpgIMG-20200224-WA0005.jpg


    Gruß vom Axtwerfer ;)

    @T I D

    Da muss ich Dir zustimmen, beim Fall Hanau war aufgrund der räumlichen Enge und der kurzen Zeit keine Zeit für die Anwendung solcher Konzepte. Das würde nur bei Lagen funktionieren in denen den Anwesenden Zeit und Raum zum Ausweichen, Verstecken bzw. Kämpfen bleibt, z. B. bei einem größeren Gebäude wie z. B. Schulen, Unis, Verwaltungen, usw.. Die Leute, die dem Täter unmittelbar gegenüber stehen mussten, saßen schlichtweg in der Falle...

    Was die Erste Hilfe angeht, so sind die Möglichkeiten eines Laien bei Kopf- und Körperschüssen mehr als dürftig, es bleibt eigentlich nur der Versuch, Blutungen zu stoppen und die Atemwege frei zu halten, und auch das nur wenn es die Lage erlaubt.

    Davon ab ist jede vor Ort vorhandene Erste-Hilfe-Ausrüstung besser als die bloße Hand oder das T-Shirt, die Jacke usw..

    David

    zum ersten zitierten Absatz:

    Tröste Dich, damit entspricht Deine militärische und schießtechnische Ausbildung immer mehr dem durchschnittlichen deutschen Staatsbürger - mit dem großen und wichtigen Unterschied, dass Du dafür sanitätstechnisch wesentlich besser ausgebildet bist als der Durchschnittsdeutsche, der mit den sog. "Sofortmaßnahmen am Unfallort" im Rahmen seiner Fahrschulausbildung die einzige Berührung mit einem Erste-Hilfe-Lehrgang hatte. Und im Gegensatz zu Deiner Ausbildung, die alle zwei Jahre aufgefrischt wird, liegt bei vielen diese Light-Version einer Erste-Hilfe Ausbildung bereits Jahrzehnte zurück.

    Damit erwartet niemand automatisch von Dir, dass Du jetzt im Ernstfall auf Teufel komm raus den Helden spielen musst, aber Du bist zumindest was die Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich Erste Hilfe angeht wesentlich besser aufgestellt.


    zum zweiten zitierten Absatz:

    Es werden mittlerweile Stück für Stück Ausrüstung und Einsatzprinzipien in die zivile Rettungkette übernommen die sich besonders in Ausnahmesituationen bewährt haben. Dazu gehört auch die Erkenntnis, dass bei unsicherer Lage wie bei Terror- und Amoklagen der Patient erstmal aus der Gefahrenzone evakuiert wird, wenn überhaupt werden vorher kritische Blutungen gestoppt. Die taktische Lage vor Ort bestimmt das medizinische Vorgehen, nicht der Patient.

    Anbei ein Link zum Thema taktische Verwundetenversorgung durch Polizeibeamte:

    https://www.hspv.nrw.de/filead…izei_NRW_2018_Vortrag.pdf


    Gruß vom Axtwerfer

    Was bei beiden Videos nicht benannt wurde, ist die Erste Hilfe, und da kann man zumindest kleine Beiträge zum Schutz bzw. Gefahrenabwehr leisten:


    - Erste-Hilfe-Lehrgang für betriebliche Ersthelfer absolvieren und aktuell halten ( ist vielseitig nützlich, macht sich z. B. auch gut bei Bewerbungen im
    Lebenslauf und Zeugnis ;)) ,


    - im Hinterkopf behalten, dass jeder Betrieb, Geschäft usw. einen aktuellen betrieblichen Erste-Hilfe-Kasten vorhalten muss, somit z. B. in einer Fußgängerzone mit Geschäften ebensoviele Erste-Hilfe-Kästen zur Verfügung stehen müssten.


    - im Hinterkopf behalten, dass in einer Terror- bzw. Amoklage es NICHT der Patient ist, der das medizinische Vorgehen bestimmt, sondern die vorherrschende Lage. Wenn z. B. ein stark blutendes Opfer am Boden liegt, dann ist es sinnvoller, sich das Opfer zu greifen und erst in Deckung zu ziehen bevor man es versorgt, als wenn man es wie gewohnt möglichst schonend vor Ort verbindet - und sich dabei selber länger als nötig im Schussfeld bzw. der Gefahrenzone aufhält.

    Es besteht natürlich die Gefahr, dass sowohl der durchaus ruppige Abtransport in die Deckung als auch die dadurch verzögerte Wundversorgung Schäden beim Opfer verursachen, es ist aber meines Erachtens besser, als selber zum Ziel zu werden oder das Opfer einfach sterben zu lassen.


    Vielleicht fällt dieser Post eher in den Bereich "Erste Hilfe", meines Erachtens passt er hier aber thematisch auch ganz gut mit rein.

    Uns sind keine wirksamen Möglichkeiten gegeben, den oder die Täter zu stoppen, aber wir haben mit etwas Glück und Können die Möglichkeit, die Zahl der Todesopfer niedriger zu halten.


    "Das Schicksal des Verletzten liegt in den Händen desjenigen, der den ersten Verband anlegt." (Dr. Nicholas Senn, 1897)


    Gruß vom Axtwerfer

    eventuell so: https://autorin.eva-marbach.ne…n/roman/emp/kapitel04.htm


    die anderen Kapitel sind auch gut zu lesen :thumbup:

    Ha, da war mir canuck zuvor gekommen 8)


    Was man zu der hier geschilderten Situation im Wohnheim noch sagen muss, ist, dass die Kommilitonen noch freundlich waren als sie die Vorräte des Protagonisten plünderten, da das SHTF-Szenario zu dem Zeitpunkt erst ein paar Stunden anhielt. Nach zwei Tagen Kohldampf wäre die Situation höchstwahrscheinich um einiges eskalativer ausgefallen sobald sie den Geruch von Essen durch die Tür gewittert hätten...


    Insofern muss ich mich meinen Vorrednern anschließen, dass es wenig sinnvoll, wenn nicht sogar gefährlich wäre, auf so engen Raum mit vielen sehr hungrigen Unvorbereiteten der Einzige mit etwas zu Essen zu sein. Ein voller Bauch kommt vor der Moral, und wenn das Wohnheim nicht in irgendeiner Art ausreichend von außen versorgt wird, kann es innerhalb weniger Tage zum de facto rechtsfreien Raum werden.

    Nach spätestens zwei, drei Tagen sollte man einen anderen, sichereren Aufenthaltsort als solch ein Wohnheim aufgesucht haben, und dort sollten die weiteren Lebensmittel vorhanden sein. Mit Pech wird man auf dem Weg dahin noch von den eigentlich "normalen", sprich unvorbereiteten Mitmenschen gefilzt, sobald man irgendwie vorbereiteter als sie selber aussieht ("Hey, was hast´n da in deinem Rucksack? Zeig mal...!")., daher am Besten ein Verpflegungs- bzw. weiteres Ausrüstungslager außerhalb dieses heißen Bereichs.


    Wenn schon Lebensmittel für den SHTF im Wohnheim, dann nach Möglichkeit Lebensmittel die ohne große Zubereitung und unauffällig (geruchsarm) verzehrt werden können. Wer richtig Hunger hat , der hat auch eine sehr empfindliche Nase und Ohren wie ein Luchs und wittert das Essen durch die geschlossene Zimmertür bzw. das offene Nachbarfenster...:evil:


    Gruß vom Axtwerfer;)

    (der das Buch "EMP" ebenfalls empfehlen kann und mit der Einschätzung, was das krasse Gegenteil eines sicheren Ortes angeht, volllkommen d´accord mit Opa geht...)

    Bei uns an der Westküste von Schleswig-Holstein blieb es soweit auch weitestgehend ruhig, wenn man von einigen Bäumen auf den Straßen und einigen wenigen abgedeckten Dächern absieht. Unsere Feuerwehr musste nicht ausrücken, andere Gemeinden hatten da weniger Glück, aber angesichts der massiven Vorwarnung war es bei uns relativ ruhig abgelaufen, das kennen wir hier schon ganz anders.

    Bei uns wurde gegen ca. halb eins in der Nacht seitens NINA Entwarnung gegeben, von da an hatte die Westküste Schleswig-Holsteins das Schlimmste windtechnisch hinter sich. Zur Zeit ist es stürmisch mit Regenschauern, aber auch immer mal wieder die Sonne zu sehen.