Beiträge von gul

    So ähnlich ist es hier (Rand nördlicher Pott / südliches Münsterland) auch. Nachdem am Montag ein Fahren noch mehr oder weniger unmöglich war, ging es gestern schon eindeutig besser (ich muss beruflich immer wieder fahren, geht nicht anders). Am Sonntag hat sich die Stadt darauf beschränkt, die vier größeren Straßen mit Salz einzustreuen. Die sind mit nicht heruntergelassenem Schneeschieber herumgefahren. Kein Scherz, ich habs selbst gesehen. Am Montag wurden dann nach und nach Feuerwehr und Polizei so eingeschneit, dass die mit ihren normalen Fahrzeugen kaum noch vom oder auf den Hof / Parkplatz kamen. Anruf Polizei bei Feuerwehr "Ähm, könnt ihr mal eben auf dem kleinen Dienstweg unseren Parkplatz räumen? Ihr habt doch so prima Gerät" wurde beschieden mit "Sorry, wir müssen unseren Hof selber gerade räumen, wir können nicht. Wir haben die Stadt angerufen, ob die nicht mal eben auf dem kleinen Dienstweg..... die haben gesagt "wir müssen die Straßen räumen, räumt selber"."


    Die Polizeiwache mit ihrer einen (!) Schneeschaufel hat dann im Akkord gegen den Schneefall angeschaufelt, bis sich dann doch noch ein Minitrecker der Stadt hat blicken lassen und Parkplatz und Garagenhof geräumt hat. Ohne den wäre eine Einsatzwahrnehmung kaum noch möglich gewesen.


    Die großen Straßen waren am Montag und Dienstag halbwegs befahrbar, so lange man brav in der Spur blieb. Mittlere Straßen, nun ja, mit viel Glück und nicht langsamer werden ging es, kleine Straßen waren nicht gar nicht befahrbar. Immer wieder steckengebliebene Fahrzeuge und Lkw, außerdem eine Menge ausgefallener Ampeln.


    Größtes Problem im Moment sind Eisplatten, die sich durch all die Streuerei teilweise sogar unter einer leichten Schneeschicht gebildet haben (echt übel für Fußgänger), sowie die Leute, die meinen, doch ganz unbedingt mit dem Auto raus zu müssen, ohne eine echte Nowendigkeit zu haben. Die Eisplatten hier werden sich m.E. diese Woche angesichts der Temperaturen auch nicht von selbst erledigen. Aktuell sind es minus 10 Grad. Da aber Wind fehlt, ist das ganz erträglich. Ich hatte es mir jedenfalls schlimmer vorgestellt.


    Ach ja, noch etwas zum Auto freischaufeln: Mein Wagen hatte zwar ein ordentliches Schneemützken, aber es war nix angepappt, es ließ sich alles mit behandschuhten Händen ganz leicht freilegen. :)


    Und noch ne kleine Anekdote am Rande: Dienstag morgen gegen 02:45 Uhr wachgeworden, weil draußen Jugendliche herumrandalierten. Ich dachte, die zerlegen die Bushaltestellenhäusken vor meinen Fenstern. Also aufgestanden, Handy genommen, ab zum bodentiefen Fenster, und dann so richtig die Augen gerieben: Da waren drei erwachsene Leute in Warn-Arbeitsklamotten mit Schneeschiebern dabei, die Gehwege bestmöglich von Eis und Schnee zu befreien. Das hatte den Krach gemacht. Um 02:45 Uhr...!!!

    Hi Martin,


    - eine Werkzeugtasche habe ich nicht dabei. Bin technisch im Hinblick auf Autos total unbegabt, und in einem SHTF-Fall werden alle Leute Besseres zu tun haben als mein Auto zu reparieren.

    - Starterkabel habe ich in Verbindung mit deinem Punkt 3 - Powerbank zum Starten - eingelagert, aber nicht im Auto. Wäre aber keine verkehrte Idee, zumal ich noch eins extra herumfliegen habe.

    - Reifenreparaturset ist bestimmt auch nicht verkehrt, hab ich aber nicht, da ich einen Ersatzreifen habe. Bei mir fliegt allerdings ebenfalls ein Minikompressor im Auto herum.

    - Abschleppseil habe ich nicht im Auto, siehe dazu meine Ausführungen zu Punkt 1.

    - Teleskopschaufel hab ich ebenfalls, Beil und Handsäge nicht. Bis ich damit einen umgestürzten Baum durch hab, der die Fahrbahn blockiert, bin ich eh entweder erfroren oder verdurstet oder tot. Ich weiß aus Erfahrung, wie lange die Feuerwehr dafür mit Kettensägen braucht. Das dauert, und nur, weil du den Baum durch hast, ist der noch nicht von der Straße (Thema Seilwinde).


    Was ich zusätzlich noch im Auto habe, ist:

    - ein erweiterter Erste-Hilfe-Set inklusive benötigter persönlicher Medikamente sowie Schmerzmittel

    - eine Taschenlampe, die ein Magnetende hat, damit ich sie im Falle eines Reifenwechsels ans Auto bappen kann und nicht einhändig arbeiten muss, aufladbar über USB

    - die dazu passende Solar-USB-Powerbank mit 30.000 MAh

    - zwei Decken

    - ein kleines Zelt

    - eine Plane

    - eine Rolle mit Müllbeuteln

    - eine Rolle Klopapier

    - ein paar Notvorräte mit Essen und Trinken (Trinken ist angesichts der Temperaturen allerdings gerade ausgeräumt)

    - einen Wasserfilter

    - ein halbwegs gutes Taschenmesser von Bergkvist

    - einen kleinen Schleifstein

    - in einem ZipLock-Beutel etwas für die Körperhygiene

    - ebenfalls in einem ZipLock-Beutel etwas Unterwäsche zum Wechseln

    - ein 28W-Solarpanel von Big Blue oder so ähnlich

    - ein Kurbelradio auch mit Solar und USB

    - eine Campingtasse aus Metall sowie einmal Löffel und Gabel

    - ein "Absaugteil" (hab vergessen, wie das richtig heißt) zum Absaugen von Benzin und anderem

    - einen kleinen Allesverbrenner aus Titan aus dem Campingzubehör, um etwas erhitzen zu können

    - eine Mischung aus BOB und GHB

    - ein Kanister mit 20 Litern Reservebenzin (ein weiterer Kanister ist vorhanden, aber der eine nimmt schon verdammt viel Platz im Auto weg...)


    Das alles hab ich unter der Abdeckung über dem Reserverad in zwei Bäckerkisten verstaut, dann die Abdeckung wieder draufgelegt, so dass es 1. von außen selbst bei geöffneter Heckklappe nicht sofort sichtbar ist und ich 2. den Kofferraum - wenn auch mit verringertem Volumen - weiterhin normal nutzen kann. Lediglich das erweiterte Erste-Hilfe-Set hab ich mit nem Mollesystem am Rücken des Beifahrersitzes befestigt, so dass ich es bei Bedarf direkt griffbereit habe. Da wohnt auch die Taschenlampe, normalerweise eine 0,5-Liter-Flasche Wasser sowie ein Müllbehälter, den ich allerdings zur Lagerung von etwas Selbstverteidigungskrempel nutze. Der BOB / GHB wohnt ganz normal in einer Ecke des Kofferraumes.


    Hoffe, das bringt dir noch die ein oder andere Idee. Ich hab mich einfach gefragt, was passiert mir am ehesten? Angesichts des alten Autos: Ich bleibe liegen, aber dann hab ich den ADAC. Wenn ich auf den mal warten muss oder stundenlang im Stau oder liegengebliebenen Verkehr stehe, brauche ich vor allem Wärme und Wasser und vielleicht etwas Nahrung, um nicht ganz grätig zu werden. Wenns keinen ADAC mehr gibt, lass ich mein Auto eh liegen. Dann kommt ein Teil der Sachen mit in den BOB / GHB, ein Teil bleibt leider vermutlich unwiederbringlich im Auto.

    Der EF 1300 ist definitiv eine sehr gute Wahl, damit haste nix falsch gemacht. M.E. das beste derzeit auf dem deutschen Markt erhältliche Teil. Außerdem ist deren Kundenservice hervorragend!


    Falls ich noch einen Tipp loswerden darf: Falls du auf Dauer vorhast, dir ein oder zwei portable Solarmodule für den EcoFlow 1300 zuzulegen, fall nicht auf den Billigschrott aus China aus der Bucht herein. Da gibt es ein oder zwei Anbieter, die die ab 100 Wp aufwärts mit entsprechenden MC4-Steckern anbieten. Ich habe es zweimal ausprobiert, beide gingen wieder zurück, da sie erst gar nicht funktionierten. Wenn ich mal groß, stark und reich bin, werde ich mir tatsächlich zwei portable Module des selben Herstellers zulegen. Ach ja: Am Black Friday und kurz davor und danach bekommste da auch immer recht gute Angebote bei denen.

    Mit was hast du behandelt? So nen Stift aus dem Autozubehör? Da ist vermutlich leider Glycerin drin, und das ist ein Feuchthaltemittel und deshalb auch in Handcremes, Zahnpasta usw. enthalten, damit die enthaltene Feuchtigkeit in der Creme "gehalten" wird. Fürs nächste mal empfehle ich Hirschtalg, oder Silikonspray (letzteres muss allerdings öfter angewendet werden).

    Ja genau... :(


    Silikonspray hab ich irgendwo am Campingplatz noch rumfliegen, kommt jetzt leider zu spät, aber fürs nächste Mal bin ich schlauer. Hirschtalg kenne ich gar nicht, muss ich mal googeln. Danke für den Tipp!


    Übrigens, über die Hälfte der Dachterrasse ist nun freigeschaufelt. Allerdings hört es nicht auf zu schneien, ich kann später vorne wieder anfangen... 8o

    das passende Adapterkabel liegt doch bei

    Solar-Ladekabel Xt60 auf MC4

    Genau so isses! Die Module haben MC4-Stecker rot und schwarz, die verbindest du mit der entsprechenden roten und schwarzen Seite des Anschlusskabels oder Verlängerungskabels. Ein Verlängerungskabel hat einfach an beiden Seiten den roten und schwarzen MC4-Stecker. Das eigentliche Anschlusskabel hat an der anderen Seite einen gelben Xt60-Stecker, der auch nur an einer Stelle in den Eco Flow passt, und die ist noch dazu auch beschriftet. Da kannste nix falsch machen!


    Ich würde immer versuchen, den Eco Flow über Solar aufzuladen. Einen Generator dazu zu nehmen ist Perlen vor die Säue, dann kannste den auch direkt für den Betrieb eines Gerätes nehmen. Außerdem haste mit Solaraufladung nicht das Problem des irgendwann kippenden Treibstoffes.

    Besten Dank für diese Antwort - so lerne ich doch noch dazu;) Würdest Du auch verraten welche Module du verwendest, bzw. woher Du sie hast?


    Gruß - Abendländer

    Wie schon gesagt, es sind ganz normale Module (in meinem Fall die polykristallinen blauen), die du überall zB in der Bucht oder beim Solateur um die Ecke bekommst. Ich habe sie aus der Bucht, weil ich nicht die Möglichkeit habe, die selber in meinem Auto zu transportieren. Du kannst aber auch mal in den Kleinanzeigen nach nem gebrauchten monokristallinen (das sind die kleineren schwarzen) schauen, das ist deutlich handlicher und einfacher zu transportieren. Steht für mich dieses Jahr irgendwann auch noch an, damit ich im Notfall auch zuhause in der Wohnung ein bis zwei habe. Wenn ich es dann brauche, kann ich es auf die Dachterrasse stellen.


    Wie die Module heißen, weiß ich leider nicht mehr. Das eine hat irgendwie um die 275 Wp (ich meine, vom Hersteller Jinko Solar, aber sicher bin ich mir da nicht mehr), die beiden anderen haben irgendwas deutlich über 300 Wp, Hersteller weiß ich nicht mehr.

    Ganz nördlicher Pott, Rand südliches Münsterland: Seit gestern abend 21 Uhr schneit es, und ich habe bereits angefangen, meine Dachterrasse freizuschaufeln, von wegen Schneelast. Es liegen zwischen 20 und 35 cm Schnee, letztere durch Verwehungen. Das freischaufeln ist mühsam, denn 1. kann ich es nicht runterschmeißen, sondern transportiere alles brav in die Badewanne, um es dort aufzulösen, 2. hab ich hier oben gar keine Schneeschaufel, sondern schüppe alles mit nem metallenen Weihnachtsteller in die Eimer. Dreimal schaufeln, schon ist ein 10-L-Eimer voll. Aber für solche Ereignisse kaufe ich mir nun sicher keine Schneeschaufel. ^^


    Da wirste alt wie ne Kuh und lernst immer noch dazu: Mein altes draußen stehendes Auto, in dem ich noch 4 Pakete Katzenstreu habe, ist trotz vorheriger Behandlung der Dichtungen eingefroren. Angesichts der Temperaturen wird das auch in den nächsten Tagen nix mit auftauen. Mal schauen, wie ich an Katzenstreu komme nächste Woche. Und in den nächsten Tagen heißt es dann zu Fuß zum Dienst gehen. Nun ja, schadet nicht.


    Ach ja, wir haben -5° Celsius, bis zu -8° sollen es heute noch werden, und es schneit weiter vor sich hin. Immerhin haben wir keinen Eisregen.

    Öhm, nicht auf den Spülknopf drücken? Oder hast du eine automatische Spülung :astonished_face:


    Eine Freundin von mir hatte früher™ mal eine Alm, mit "fließendem" Wasser aus einer Quelle. Das Wasser für die Toilettenspülung musste mit dem Eimer geholt werden, Abwasser ging in eine Sickergrube.

    Pro "kleinem" Spülgang brauchts etwa 6 Liter, für den "großen" Spülgang so 9, 10 Liter. Man nimmt den Eimer, klappt ggf. die Brille hoch und schüttet vorsichtig von hinten, da wo auch der normale Wassereinlauf wäre.

    Wow.... auf die besten Ideen kommt man manchmal einfach nicht!!!!! Dankeschön, super Idee!!!!!! :)

    Du brauchst dazu keinen Solateur. Ich hab auch null Ahnung von der ganzen Sache, aber das habe auch ich noch hingekriegt. Bei mir hängt der Ecoflow Delta 1300 an einem oder zwei Modulen (ich hab zwei unterschiedliche Kreise, und ich nutze den, nach dem mir gerade ist - meistens den kleineren mit 275 Wp. Normalerweise kannst du dein entsprechendes Modul (Herstellerangaben EcoFlow beachten) direkt über die Stecker (das sind diese üblichen Solarmodulstecker M4irgendwas... , EcoFlow liefert dazu ein Adapterkabel mit) an den EcoFlow anschließen.


    In meinem Fall, da ich für den Eigenverbrauch einspeise, habe ich noch einen entsprechenden Einspeise-Wechselrichter dazwischen. Wenn ich nun den EcoFlow aufladen will, schalte ich einfach zwischen dem Stecker, der den produzierten Strom in das Schwein in der Wand einspeist, um auf das Kabel, das den EcoFlow lädt. Aber wie gesagt, so einen Wechselrichter brauchst du eigentlich nicht einmal. Modul - Verlängerungskabel (identisch mit Moulkabeln - EcoFlow Delta 1300 reicht vollkommen aus.

    „Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt,

    ist es besser, viel besser als man glaubt“


    Frei nach Herbert ist es das derzeit wettertechnisch tatsächlich. Es ist satt kälter geworden und seit einer Stunde kommt jetzt auch Wind dazu.

    Mal sehen, wie‘s so weitergeht im Pott.

    Nördlicher Pott sagt: Auch noch alles okay.


    Soll aber ja auch erst heute Nacht hier einschlagen mit dem Schnee und / oder Eisregen. Ich bin auch gespannt. Es liegt alles strategisch verteilt bereit: Taschenlampen, Kerzen, EcoFlow Delta, dicke Klamotten, Decken inkl. Heizdecke, Rocket Oven und Holz, Eimer mit Tüten für die Notdurft, Wasser etc.. Powerbanks und Taschenlampen sind brav aufgeladen, eReader ebenfalls. Das schlimmste, was m.E. hier passieren könnte (direkte Grenze zum Münsterland) ist ein Blackout, wie es ihn durch die umknickenden Masten bereits einmal gab. Nun ja, warten wir es einfach mal ab.


    Ich werde mir sicherheitshalber zu späterer Stunde nochmal ne Thermoskanne mit Tee machen und einen Blick raus werfen, aber ansonsten hab ich das Wochenende frei und kann das Spektakel hier ganz entspannt genießen. Mir tun nur die Kolleg*innen leid, die dieses Wochenende abreiten müssen. Soweit ich weiß, haben wir an den Einsatzfahrzeugen keine Spikes mehr.

    Ich wohne die Hälfte des Jahres (Sommerhälfte) auf einem Campingplatz am Rande eines sehr großen Waldes. Dort habe ich jederzeit mehr als genug Möglichkeiten, an Wasser zu kommen (zwei Baggerseen, ein Fluss, Kanäle, zwei Quellen, Grundwasser, ein Pool), da sehe ich keine Probleme.


    Die Lagerung von Wasser läuft bei mir notgedrungen zuhause (Wintermonate) ab, und zwar sowohl in der Dachgeschosswohnung als auch im Keller. Dort habe ich allerdings bis auf wenige Pflanzen, die ich zum Überwintern mitnehme, kaum Bedarf für das Wasser. Nach der längeren Lagerzeit nehme ich es ohne Not lediglich noch als Brauchwasser, und da ist mein Bedarf recht begrenzt. Pkw auf der Straße waschen ist hier verboten, außerdem müsste ich dann alles runterschleppen. Gleiches gilt fürs Blumengießen auf dem Campingplatz. Theoretisch könnte ich es zum Klospülen nehmen, aber dazu müsste ich herauskriegen, wie ich die Klospülung schadlos deaktiviere und vor allem wieder aktiviere. Ansonsten nehme ich es noch zum Wischen und Putzen, aber das ist ein verschwindend geringer Teil.


    Ach ja, noch etwas zum Rotieren: Ich kaufe frisches Mineralwasser eher zum Lagern, darum steht auch vieles im Keller. Ich trinke meistens gefiltertes Wasser aus diesem Aufblubberteil. Wenn ich (oder Gäste) aber die gekauften Mineralwasserflaschen leer machen, fülle ich die mit Kranenberger auf und lasse das in meinen Wasservorrat einfließen. Ist vielleicht eine Miniform von Rotation.


    Da das allerdings bescheuert aussieht mit diesem 75.378 Einzelflaschen... ;-) ... will ich eben nach und nach auf reine Kanisterhaltung umsteigen. Ich bin mit vielen Preppingbereichen nun soweit "durch", dass ich nun für sowas Geld ausgeben kann, ohne einige grundlegende Dinge vergessen zu haben.

    Zu den 30-Liter-Kanistern: Ja, ich bin mittlerweile 54 und habe mir das mit dem Gewicht auch lange überlegt. Da passen übrigens insgesamt sogar 36 Liter rein... und die haben einen aufschraubbaren Ablasshahn.


    Also, mein Plan ist, die in der Wohnung soweit zu befüllen, wie ich sie noch tragen kann. Dann werden sie hochkant auf die untere Stufe (Regaloden erhöht genug angebracht) eines Schwerlastregals ganz nach hinten gestellt und mittels Trichter und Flaschen bis Oberkante Unterlippe aufgefüllt - alles ebenfalls in der Wohnung selbst (alternativ hab ich aber auch schon über sone kleine Wasserpume für Mini-Geld nachgedacht, irgendwo im Keller fliegt auch noch sone Handpumpe herum). Wenn ich dran muss, schraube ich den Ablasshahn anstelle des festen Verschlusses dran und kippe die einfach nach vorne. Beim Kippen muss ich ja keine 36 Liter tragen. Beim Wasseraustausch zweimal im Jahr gleiches Spielchen, nur rückwärts / andersrum. Ich hoffe, der Plan passt so.


    Allerdings werde ich eure Einwände für die nächste Kanisterbestellung beherzigen. Denn dann soll das restliche Wasser im Keller und nicht in der Dachgeschosswohnung gelagert werden. Und da reichen auch mir dann 10-Liter-Kanister zum hochschleppen. ;-)

    Danke für diese interessante Diskussion, auch wenn die meisten wissenschaftlichen Dinge dahinter meinen Horizont bei weitem übersteigen. Dennoch ist und bleibt ein EMP (NEMP) das für mich größte Krisenszenario, auf das ich mich (mehr oder weniger) realistischerweise vorbereite.


    Ich habe keine Ahnung, ob meine fest installierten Solarmodule eingegossene Dioden haben oder nicht, ich bin auch bislang nicht davon ausgegangen, dass die einen EMP überstehen, und mir ist bekannt, dass die Literatur diesbezüglich zwiegespalten ist. Ich halte es für mich einfach so, dass ich neben meinem Eco Flow Delta zumindest ein mobiles Solarmodul EMP-sicher verpackt habe, um es bei Bedarf weiterhin nutzen zu können.


    Wobei der Einwand "hast du auch an die Endgeräte gedacht?" in einem der vorherigen Beiträge mein "ich hab dann immer noch nen Kühlschrank und andere Kleingeräte zur Verfügung vermutlich irgendwie ad absurdum führt... oder hat ein Kühlschrank, eine elektrische Getreidemühle etc. keine EMP-anfällige Elektronik?

    Drei 30-Liter-Kanister für Wasserlagerung bestellt. Außerdem einen neuen EDC-Rucksack (der alte ist nach 14 Jahren nun echt mal rum), vier leichte Karabinerhaken mit 250 Kilo Tragkraft und zwei weitere Sawyer Wasserfilter. Außerdem war ich im Laufe der letzten Wochen nicht ganz untätig, hatte nur keine Zeit, hier zu schreiben: Endlich mal gescheiten Feuerstahl (schon erfolgreich ausprobiert, juchuuu!) und 100 Meter mil3-Paracord besorgt, außerdem muss mein Schuppen dieses Jahr neu gestrichen werden. Ich hab Sprühdosen mit Farbe besorgt und plane, den in Camo-Optik zu besprühen (zumindest an der zur Straße hin durch die Hecke sichtbaren Seite - mir ist noch nicht klar, wie weit ich mit den Sprühdosen komme). Zusätzlich habe ich noch bei ein paar Tarnnetzen 2 x 3 Meter im Angebot zugeschlagen sowie meine "Hausapotheke" aufgestockt. Alles, was mir da noch fehlt, sind Antibiotika. Und am Allerwichtigsten in den letzten Wochen: Ich hab in allen möglichen Bereichen meine Kenntnisse erweitert. :-)


    Wann krieg ich bitte endlich Zugang zum Medizinforum? *bettel*

    Und noch einmal zum Ausgangspost, ich wollte sehen, welches maximum ich an Wasser brauche ich für eine Tütensuppe und 500 Gramm Nudeln.


    Wenn ich 500 Kilo Nudeln Lager und 2000 Tütensuppen .... was macht das an Lagerwasser?

    Nicht so superviel, weil als Prepper fängst du doch notfalls auf die ein oder andere Art Wasser auf und filterst es, wenn es regnet, oder? Und du weißt, wo die nächstgelegenen Wasserquellen in deiner Nähe sind?


    Wobei ich zugeben muss, dass Wasserlagerung auch eins meiner größten Probleme ist. Bislang habe ich überwiegend ganz normale Flaschen zur Wasserhortung benutzt, ein paar 5-Liter-Kanister sind auch dabei. Heute hab ich mich tatsächlich mal durchgerungen und drei stapelbare 30-Liter-Kanister als ersten Anfang bestellt. Ist einfacher, deren Inhalt zweimal jährlich auszutauschen als gefühlt 75.378 Einzelflaschen.

    Ganz genau!


    Nun fordert aber in Deutschland der Präsident der Ärztekommissionschlagmichtotvereinigung, dass Politiker denen die Vorgaben für die Triage machen sollen...

    Auch ich lagere nur das, was ich auch selbst verbrauche.

    Manches einfach in solchen Mengen, dass ich auch einen Teil davon als Tauschmittel einsetzen könnte. Jedoch so, dass es mir in der normalen Rotation nicht verdirbt.


    Das einzige, was in meinem Keller steht und von mir nicht verbraucht wird, sind 8 Flaschen hochprozentiger Alkohol. Dabei handelt es sich um verschiedenste Sorten, die ich mal geschenkt bekommen habe und selber nicht trinke. Aber die sind relativ lange haltbar.

    Ganz genauso mache ich das auch. Was ich im Falle von ein paar Wochen nach SHTF noch übrig habe, ist dann verhandelbar zum Tauschen, falls es dann Tauschhandel überhaupt noch gibt und nicht das Recht des Stärkeren regiert. Mir wertvollen Platz beim Lagern oder Geld dafür beim Einkaufen zu nehmen, ist nicht mein Ding.


    Wie gesagt, wovon ich irgendwann zuviel habe, ist verhandelbar. Der Rest steht aber schon im Vorfeld nicht auf irgendeiner Liste. Weder Einkauf noch Bevorratung noch Tausch.