Beiträge von Baerti

    PS: obwohl ich Rosa Luxemburg nicht mag, so finde ich doch dieses Zitat wert es sich immer selber vorzuhalten: Freiheit ist immer die Freiheit der Andesdenkenden.


    wenn man "das Andere" auch akzeptiert lernt man das die eigen Wahrheit auch immer nur der eigenen Blase entspringt. Es gibt Millionen Wahrheiten, je nach Standpunkt.

    Das Thema Lockdown kann man nicht über einen Kamm scheren, dazu sind die Leute zu freiheitsliebend. Es mag logisch erscheinen hart durchzugreifen, damit erreicht man aber langfristig das Gegenteil. Das ist eine Zielausrichtung ohne Blick auf das wirkliche Leben. Die Jugend wird sich ihre Jugendjahre nicht rauben lassen, Impfverweigerer wird man nicht zur Impfung zwingen können, Vom Home-Office Pest-Genervte wird man nicht einsperren können, all dies und noch viel mehr geht an der Lebensrealität vorbei.


    Nicht jeder ist bereit jeder Vorgabe des Staates zu folgen und das ist auch gut so. Betrachtet man Leben nur logisch wird man scheitern, der Mensch ist dazu zu vielschichtig und kompliziert. Und diese Einstellungen gehören auch gehört und akzeptiert, auch wenn man selber anders "tickt". Der Mensch ist Ego und Gemeinschaft zugleich, aber in unterschiedlichen Gewichtungsausprägungen. Beide Seiten werden in dem Fall mit Einschränkungen leben müssen und es gibt für beide Seiten gute Gründe dazu. Gewichtuns je nach eigener Ausgangslage und Prägung.


    Jedes diktatorische Verhalten (von dem ich zur Zeit auch die ganz kleinen Anfänge sehe) wird genau das gebieren was man nicht will: Populisten mit radikaler Ausprägung.

    UrbanTrapper


    Ja, eine sehr spannende Frage ob man durch den Selektionsdruck Corona automatisch gefährlicher macht oder nicht. Wird sich leider erst in der Zukunft zeigen. Alles was wir im Augenblick machen ist Flug auf Sicht. Zwar nach bestem Wissen und Gewissen, ob das aber den gewünschten Ausgang zeigt weiss keiner. Kann im ungünstigen Fall auch umschlagen das Ganze.

    Hi Tom und Cephalotus,


    so einfach ist es rechtlich eben nicht, auch wenn es logisch erscheint eine Quasi-Impfpflicht einzuführen. Das Ausland kann bei Einreisen bestimmen was es will, hier in Europa und Deutschland ist die Lage viel komplizierter. Artikel 2 des Grundgesetzes ist der entscheidende Punkt. Da kann man zwar logisch in der jetzigen Situation denken: wir müssen Impfen und hier auch leichten Druck ausüben weil es die einzige Möglichkeit ist hier die verletzlichen Personen zu schützen, aber unser Rechtssystem sieht eben auch vor den zu Impfenden in seiner Entscheidung frei zu lassen. Verbote von wegen Bus, Schule, öffentliche Einrichtungen würden sofort gerichtlich kassiert werden.


    Selbst zur Zeit kann man Pflegekräfte nicht zwingen sich impfen lassen zu müssen:


    https://www.mdr.de/nachrichten…egekraefte-recht-100.html

    Das ist rechtlich hoch kompliziert und quasi Neuland mit einer Pandemie. Egal auf welcher Seite man impftechnisch steht wird hier eine gerichtliche Entscheidung jahrelang dauern ob der komplizierten Lage.


    Man sieht das auch sehr gut an den Diskussionen, ob Geimpfte als Geschäftspartner z.B. bei Pauschalreisen einen Sonderstatus erlangen dürfen wenn der Reiseveranstalter ein privatwirtschaftliches Unternehmen ist. Das ist bei der augenblicklichen Rechtslage höchst fraglich. Führt ein Reiseunternehmen so was ein werden bei Absage ohne Impfbescheinigung die Klagen wegen Ungleichbehandlung losgehen und dann haben die Veranstalter ein unkalkulierbares Schadensersatzrisiko an der Backe.


    Da traut sich zur Zeit auch keiner ran.

    ....das Spielchen geht dann aber als nerver-ending-story immer von neuem los mit jeder gefährlicheren Mutante die auch Geimpfte infizieren kann. Auch wenn die Zulassung schnell geht braucht man Monate den Impfschutz in der Bevölkerung zu erreichen, auch wenn man über den Hausarzt impft. Dazu noch die Klagen von Ungeimpften etc. da stehen jahrelange rechtliche Auseinandersetzungen an. Und bisher hat Karlsruhe ja nicht immer Pro-Regulierung geurteilt. Das wird ein Problemfeld was uns lange beschäftigen wird, da hier extrem viel schwer greifbare moralische Komponenten einfließen (müssen).

    Neuanpassung der Impfstoffe bei Mutanten schnell möglich (theoretisch):


    https://www.n-tv.de/panorama/W…ssen-article22382677.html


    Man arbeitet an den gesetzlichen Grundlagen dafür. Für mich stellt sich die Frage ob Folgeimpfstoffe dann auch wirklich ohne Folgeschäden bleiben, wenn die quasi vom Reißbrett direkt in die Produktion gehen ohne die üblichen Testungen an Freiwilligengruppen. Dieses Procedere mag zwar der Infektionsbekämpfung dienlich sein, das Vertrauen aber nicht gerade stärken (siehe oberer Post der heute schon großen Skepsis bei vielen Leuten).

    ...wie zOSh geschrieben hat wir hinter der Unruhe Angst stehen. Mit dieser muss sie sich auseinander setzen sonst wird das immer schlimmer und man weiss nicht wie lange der Lockdown noch im Gastgewerbe andauern wird. In erster Linie musst du zuhören und ihre Ängste ernst nehmen, dann fühlt sie sich verstanden und geborgen was ihr helfen wird.


    Es wird dir auch nix bringen total logisch ran zu gehen, da stecken Existenzängste hinter (Job oder eigener Laden je nachdem wie ihre Situation ist). Denen muss sie sich stellen und du musst Unterstützer sein.

    Frage an die Grüne-Daumen-Fraktion:


    Spricht etwas dagegen Tomaten (Kirschtomaten) in waagerechter Position unter einem Glasdach zu ziehen wenn die Bewässerung (hoher Wasserdurchsatz den Tomaten eh schon haben + Reserve) gegeben ist. Aus Platzgründen will ich die Tomaten gerne mit Abhängung waagerecht unter dem Glasdach mit ca. 10cm Abstand wachsen lassen. "Verbrennen" da die Blätter oder geht das? Auf diese Kästen kommt noch eine Reihe drauf, da drin die Tomaten und dann mit Abspanndraht unter dem Dach lang:


    image.jpg


    Bewässerung über Gardena Microdrip mit Bewässerungscomputer.

    Bezüglich Beleuchtung im Notfall. Ich greife ja gerne auf uralte Methoden zurück. Hier wollte ich mal eine Benzinkerze vorstellen. Diese wird wirklich mit Benzin betrieben, brennt wie eine normale Kerze und riecht mit Waschbenzin betrieben überhaupt nicht. Baujahr dürfte zwischen 1890 und 1910 liegen. Die Dinger waren in Frankreich sehr populär (bei uns nicht) und wurden häufig in Kutscherlampen, Kerzenkronleuchtern oder als Einzelkerze verwendet. Brenndauer mit einer Füllung je nach Dochteinstellung ca. 4-8 Stunden. Die frühen Teile hatten noch ein Drehrad zur Dochtverstellung dran, die späteren wie diese hier einen Drehmechanismus im "Dochtkopf". Die Dinger gab es auch aus Porzellan damit sie kerzenähnlicher ausschauten. Kosten in der Bucht in Frankreich meist zwischen 10 und 30 Euronen. Im Tank ist ähnlich wie bei Benzinfeuerzeugen eine Füllung zum Aufsaugen des Sprits. Der Docht ist meist in einer geöffneten Drahtkonstruktion drin. So sehen die Dinger aus, in meinem Fall eine Kerze aus Messing gesamt. Durchaus ein weiteres Beleuchtungsutensil im Notfall. Und wenn kein SHTF ein lustiges Gadget aus guter alter Zeit. Bei uns sind die Dinger kaum bekannt. In Frankreich laufen die unter "lampe essence" oder "lampe pigeon (bei dem Begriff kommen aber auch die normalen Pigeon-Lampen alle mit in der Suche vor" oder "bougie essence".


    image.jpg


    image.jpg


    image.jpg


    Erwischt man eine wo rote Fäden im Docht drin sind dann bitte nicht an dem Docht rumlutschen wenn man sich mal langweilt. Die roten Fäden deuten dann auf einen asbesthaltigen Docht hin. Die Dinger sind super (hätte ich auch gerne) die halten dann Jahre auch bei intensiverer Nutzung.

    2te Eisemann HSE7 (LED) im Falle eines Stromausfalls geholt, da geht das Ding automatisch an. Hab noch eine davon, kann man auf den Boden schmeissen oder im Regen stehen lassen, läuft immer problemlos. Auf Grund der Größe aber nur was für zu Hause oder das KFZ.


    image.jpg


    Kopf ist drehbar, Selbstkontrolle etc.

    Das mit den schweren Verläufen ist ein Glücksspiel. Schon im letzten Jahr gab es Reinfizierte mit einem schweren Verlauf. Ein Beispiel:


    https://www.pharmazeutische-ze…chwererem-verlauf-119917/

    Die hilft auch die ganze Wahrscheinlichkeitsrechnung nicht weiter. Alleine die Gegebenheiten das:

    - es grundsätzlich Reinfektionen gibt/diese möglich sind

    - Corona munter in alle Richtungen mutiert

    - Reinfektionen auch schwere Verläufe haben können

    - Antikörper sehr schnell nicht mehr vorhanden sind

    - die Wirksamkeit von T-Zellen nicht mit relevanten        statistischen Daten belegt werden kann


    stellt ein unbekanntes Restrisiko dar. Wenn man Pech hat hat man selbst bei einer milden Erstinfektion dann bei der Zweitinfektion vielleicht die Arschkarte gezogen. Ferner kann dir niemand die Wirksamkeit der Impfungen für zukünftige Mutanten darlegen, da gehen ja schon die Einschätzungen bei der brasilianischen, südafrikanischen oder englischen Variante schon weit genug auseinander. Jetzt hören wir was von der finnischen Mutation und irgendwo anders auf der Welt werden noch x weitere Mutationen munter unterwegs sein. 

    Man kann sein Risiko mit einer Impfung zwar minimieren, mit einem Restrisiko was ich auch nicht für vernachlässigbar halte muss man nun mal leben. Und mit jeder weiteren Mutante steigt das Restrisiko an, sei es nun bezüglich Unwirksamkeit von Impfstoffen, Sterblichkeit, Infektionsvermögen etc.


    Mach dir nix vor, einen Großteil der jetzigen Maßnahmen wird man statistisch erst in den nächsten Jahren bewerten können. Bis dahin ist das Vorgehen noch viel von "Flug auf Sicht" und dem Handeln nach den besten Vermutungen geprägt. Wir stehen halt noch am Anfang das ganzheitlich zu verstehen.