Beiträge von bugikraxn

    Während ich bei der 1ten Staffel noch relativ viel schaute fehlt mir bei der aktuellen Panama Geschichte die Motivation. Muss zugeben dass ich bisher keine einzige Folge vollständig gesehen hab, während der letzten (8) schlief ich glatt nach wenigen Minuten ein ... Möchte an dieser Stelle betonen dass ich weder Outdoorspezialist bin was Dschungel od. tropische Küste betrifft, noch verfüge ich über einschlägige Erfahrung in diesem Umfeld. Maße mir auch nicht an dort irgendwie eine bessere Figur als die Kandidaten abzugeben, Kritikpunkte gibt's dennoch. Die Serie ist zweifelsohne clever und professionell aufgezogen, der ganze Hype drum herum scheint dennoch übertrieben. Wer die ultimativen Survivaltricks und Tipps erwartet wird gründlich enttäuscht, als outdooraffiner Zuseher bleiben viele Erwartungen unerfüllt da leider überwiegend Belanglosigkeiten, Gelaber und Dramatik zu unbedeutenden Problemchen gezeigt werden.


    Hab mich gefragt was ich daraus als Backpacker, Bushcrafter oder jemand der sich mit Krisenvorsorge beschäftigt mitnehmen kann, generell sind dies 2 Punkte:

    1/ So wie bei der 1ten Staffel ist auch diesmal auffällig dass sämtliche Kandidaten mehr oder weniger Probleme mit der Einsamkeit haben was entweder direkt angesprochen oder aus dem ein oder anderen emotionalen 'Zusammenbruch' hervor geht. Bilde mir ein gut mit dem Alleinsein zurecht zu kommen, auf meinen Solo-Wandertouren abseits ausgetretener Touripfade begenet man täglich mind. 1-2 Leuten und Einsamkeit infolge Abgeschiedenheit kommt bei mir so gut wie nie auf da ich an solche Situationen gewöhnt bin. Trotzdem weis ich nicht wie ich z.B. nach einer Woche in einer abgelegenen BOL, einem Bug-Out-Camp, in einem Prepperbunker od. Prepperkeller reagieren würde wenn dabei übliche zwischenmenschliche Kommunikation od. Smartphone, Radio od. Fernseher komplett fehlen? Bin mir sicher dass es für viele eine unangenehme Überraschung gibt die sich im Zuge einer stressbehafteten reellen Krisensituation völlig auf sich gestellt in einer ebensolchen Location wieder finden ... Gehe davon aus dass unter diesen Umständen 98% in einer Kleingruppe besser aufgehoben sind und ein soziales Umfeld das eigene Durchhaltevermögen massivst verbessert womit ich die üblichen One-Man Prepperkonzepte in Frage stelle!


    2/ Kandidaten mit Outdoorerfahrung wie z.B. Fritz oder Otto 'performen' per se nicht unbedingt besser als jene denen ich weniger od. keine Erfahrung zuschreiben würde. Auffällig ist dass etablierte Techniken sträflich vernachlässigt werden wie man sie z.B. in einschlägiger Survivalliteratur, in militär. Ausbildungsinstruktionen oder div. Expertenmeinungen aus YT od. TV vorfindet. Witterungsschutz/ Shelter wird eine der höchsten Prioritäten eingeräumt - der Unterschlupf v. Fritz und Otto ist nach 2 Tagen genau so rudimentär aus wie jener von Sascha od. Joris, obwohl erstere das nicht nur besser wissen sondern bei der Fülle an Baumaterial auch besser hinbekommen sollten. Positiv überrascht hat mich Knossi: Mit der ein oder anderen intuitiven Idee erzielte er ähnliche Ergebnisse wie die Szeneerfahrenen und er reagiert recht flexibel auf Problemstellungen. Knossi und Joris scheint ihr frohes Gemüt zu Gute zu kommen, während andere die eigene Haderei beinahe lähmt bleibt deren Kopf frei um sich bietende Gelegenheiten zu nutzen und sie hatten bis dato genau so viel Energie die Sache zu Ende zu bringen wie die 2 erfahrenen Kandidaten. Das entsprechende Mind-Set ist wesentlich um Ausnahmesituationen bewältigen zu können, wenn man nicht dran glaubt was durchzudrücken und auszustehen wird man dies wahrscheinlich auch nicht schaffen ... Survival beginnt genau so im Kopf wie die Überwindung einer Krisen- od. Katastrophensituation!


    Hoffe nach wie vor dass alle 7 durchhalten und würde mich über den ein oder anderen alternativen Lösungsansatz vor allem aus der Ecke der 'Newbies' freuen. Wer wie ich auf ein paar Kniffe hoffte ist bis dato ziemlich leer ausgegangen. Per Zufall (YT Videovorschlag) stieß ich auf unkonventionelle Reactions von Thomas Gast: 'Der Legionär' pflückt sich kurze Szenenauschnitte und gibt dazu seine erfahrungsbasierten Erklärungen und Praxistips ab. Welch angenehmer Überraschungseffekt, da kommt so einiges an fundiertem Know-How rüber und Lernwillige mögen da mal rein gucken, die Clips sind nicht übermäßig lang:


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    In einem 'Behind the Scenes' gibt der Survialexperte Tom McElroy super Tips, in einer anderen Reaction zerpflückt ein Paramedic und EH-Ausbildner das komplette Rettungskonzept von '7 vs Wild' und bezeichnet es als dilettantisch, uvm. - nicht jede Reaction ist automat. nur seichte Unterhaltung. So wie in der ersten Staffel wird auch diesmal der Wildnisbegriff überstrapaziert, die vermüllten Strände sind augenscheinlich erkennbar, offensichtlich musste das Produktionsteam ein kl. Patroullienboot abstellen um lokale Fischer davon abzuhalten die Spots der Kandidaten anzufahren, usw. Naja, abgelegene Wildnis stelle ich mir etwas anders vor :winking_face: Der Erfolg gibt den Machern recht, wer erreicht mit einem Outdoorthema schon Millionen Klicks und dies im deutschsprachigen Raum. Für meinen Geschmack sind da viele Narzisten mit Geltungsdrang am werkeln, denke ich werde da weiterhin wohl eher sporadisch reinschauen ...

    Nicht wirklich Ben. Ich weiß dass er damals den ein oder anderen finanziell potenten Verwandten hatte welcher ihn ab und an unter die Arme griff und so wurde er vor manch ernster Konsequenz bewahrt. Deshab blieb nach sinnbefreiten Entscheidungen jeglicher 'Erziehungseffekt' aus, man lies ihn zwar zappeln hat ihn schlussendlich denoch unterstützt. Er war zugegeben genügsam, würde mich nicht wundern wenn er heute in denselben löchrigen Schafwollsocken irgendwo auf einer spanischen Finka abhängt, Tomaten züchtet und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lässt und drüber philosphiert weshalb 2012 die Welt nicht untergehen wollte so wie es die Maya prophezeit hatten :winking_face:

    Genau so ist es Martin_S, dabei war er bei weitem nicht der einzige der damals annahm dass es ein weises Zeichen der antiken Maya Kultur sie die über beträchtliches astronomisches Know-How verfügte und das Kalenderende daher mit einem fatalen oder gar Endzeitereignis verbunden sein müsse. Er hat fix angenommen dass danach die Zeit still steht und keiner mehr die fälligen Raten einfordern würde ... Meine Erklärung dass die Maya-Herrscher event. ihre Steinmetze nicht bezahlt haben und die daraufhin einfach die Fortschreibung des Kalenders aufhörten hat ihn irgendwie nicht interessiert :winking_face:

    Naja, 2007 ist Europa wegen peak oil untergegangen, 2008 dann wegen der Finanzkrise, 2010 dann wegen der EURO/Griechenland-Krise. 2015 wegen den Flüchtlingen, 2016 wegen dem Brexit, 2020 wegen Covid und jetzt 2022 gehts halt wegen dem Russenkrieg und den Energiepreisen wieder zu Grunde.

    Dazwischen noch der arabische Frühling, ISIS und Taliban, die Zerstörung Syriens, die Niederlage in Afghanistan, Trump, die chinesische Diktatur, das Insektensterben, Rentenkollaps und als Endgegner dann der Klimawandel.

    Du hast das wichtigste Doomsday-Ereignis vergessen Cephalotus: Das Ende das Mayakalenders 2012! Ein entfernter Bekannter hatte tatsächlich ca. 1 Jahr zuvor einen massiven Kredit aufgenommen den er als Fahrradkurier-Gelegenheitsjobber eigentlich gar nicht abbezahlen kann und seit 2013 hadert er mit einer speziellen Art von Endzeitstimmung :winking_face: Ansonsten 100%ige Bestätigung was Deine Aussagen in den Beiträgen #13 und #16 betrifft! Tja, trotz der zahlreichen angekündigten Kollapsereignisse in den letzten 10-20 Jahren geht's mir ebenfalls prima.


    Es ist zwar einfach aus Deutschland wegzugehen - aber das "Deutsche" aus Deinem Kopf zu kriegen ist schwierig !

    Soll heissen :

    Man muss die Ansprüche zurückschrauben,sich an landestypische Gegebenheiten anpassen,nicht versuchen seinen Zielort nach eigenen Vorstellungen "eindeutschen" zu wollen. Also ganz klar erst im eigenen Kopf mit dem Auswandern anfangen.

    Macht man das nicht - ist das Scheitern vorprogrammiert , der Wille Veränderungen zu akzeptieren muss da sein!

    Dass man als Auswanderer ein paar kulturelle Eigenheiten aus dem jeweiligen Herkunftsland mitnimmt ist durchaus ok. Mit vorgefertigter starrer Meinung event. noch gepaart mit einer Portion Hochnäsigkeit ob div. vorgefundener Unzulänglichkeiten wird man als Expat od. Mindset-Emigrant überall auf der Welt nicht nur auf Unverständnis stoßen sondern es richtig schwer haben bzw. es wird einem entsprechend schwer gemacht. Flexibilität u. Anpassungsfähigkeit ist gefordert, außer man begnügt sich damit in einem Ghetto unter Seinesgleichen d.h. abgegrenzt mit Leuten ähnlicher Denke zu leben. Ob sowas die nachfolgende Generation ebenfalls toll findet bezweifle ich stark, der eigentliche Assimilationsprozess setzt mit den Menschen ein welche direkt im jeweiligen Zielland aufwachsen und sich dabei unbewusst anpassen. Was Paraguay betrifft zieht es dort wohl Leute hin welche Chemtrails hier in Europa schon unerträglich finden und dort werden bei der industriellen Futtermittelproduktion jährlich tausende Tonnen Glyphosat versprüht - ach herje, aber vielleicht sehen die ja drüber hinweg weil 1 od. 2 andere Punkte toller sind als überall anders auf der Welt ...

    Da findet man in Portugal z.B. auch recht günstige Objekte mit ein bisschen Land drum rum, da gibt es viele Videos von Engländern z. B. die sich dort was gekauft haben.

    Denke diesen YT-Kanal hab ich ebenfalls im Abo. Das englische Pärchen ist früher im Campervan durch die Welt getingelt und hat zuletzt das gekaufte Bauernhäuschen in Portugal über Monate hinweg von Grund auf renoviert. Diesen Sommer gab's dort einen Waldbrand und dabei sind nicht nur ein Teil der Bäume auf deren Grundbesitz sondern auch gleich Gebäude mit abgebrant - also jedes 'Paradies' hat auch seine Schattenseiten ...

    Hab die erste Staffel in Schweden aus mehreren Gründen verfolgt:

    1/ Lebte 2 Jahre in Norwegen, kenne also Klima u. Terrain vor Ort bestens

    2/ Mache gerne Solotouren m. wild ampen, daher war ich neugierig wie sich die Kandidaten in einem 1-Mann Setting und auferlegten Beschränkungen über mehrere Tage so schlagen

    3/ Die Leute welche in Schweden mit dabei waren sind allesamt keine Survival-Profis, ein 'Normalo' kann da schon mal Rückschlüsse ziehen wie es ihm in einer ähnlichen Situation ergehen würde


    Das Konzept von '7 vs Wild' ist stark an 'Alone' angelehnt, der Discovery Channel zieht seine Serie wesentlich langfristiger auf: Der Sieger wird dort nach dem Ausscheidungsprinzip gekürt und wer's am längsten aushält gewinnt wobei die Austragungsorte mehr oder weniger anspruchsvoll d.h. entlegen sind. Was die schwedische Location betrifft war die keinesfalls so abgeschieden wie oftmals betont wurde, in den Drohnenaufnahmen sieht man z.B. Felder u. Straßen in unmittelbarer Nähe der Spots. Superlativen wie 'Wildnis' und 'Extrem' welche gern gezogen wurden sind daher absolut übertrieben, also reine Show was diesen Punkt betrifft!


    '7 vs Wild' bot viele persönliche Einblicke und bei allen Kandidaten waren Emotionen mit im Spiel die teils sehr berührend rüber kamen wenn z.B. wieder mal einer mit sich und seinen Problemen haderte. Dies war ausgesprochen ungewöhnlich für Outdoor-Youtuber, denke in dem Umfang gab's das in der Survivalszene zuvor nirgends. Für mich ist dies der wesentlichste Aspekt für den Erfolg der ersten Staffel! So wurden zahlreiche Zuseher angesprochen die mit Wildnissurvival normalerweise gar nix am Hut haben. Die Teilnehmer hatten mehr Schwierigkeiten mit der Einsamkeit als mit Nahrungsmangel oder der Beschränkungen auf nur 7 Ausrüstungsgegenstände und je solider das Mindset war desto weiter kamen der Einzelne schlussendlich. Vielleicht auch ein Wink an unsere konsumlastige Prepperszene - ein üppiger Notvorrat ist eventuell nur die halbe Miete um eine schwierige Krisensituation erfolgreich zu meistern :winking_face:


    Die Teilnehmerliste der neuen 'Dschungelstaffel' hab ich in einem Bushcraftforum gelesen, mein erster Gedanke dazu: Was für ein Prolohaufen, da befinden sich ein paar begnadete Selbstdarsteller darunter! Anyway, Fritz hat die Promotiontrommel für sein Baby im Vorfeld geschickt angeworfen und wenn seine Crew es diesmal ebenso schafft Emotionen rüber zu bringen wird es sicherlich wieder so erfolgreich wie letztes Jahr. Hinter Fritz steht eine professionelle Firma für Onlinemarketing und er verdient sein Geld m. Werbeverträgen. Da wird ein Image verkauft und er ist nicht mehr der Kumpel mit Outdoorhobby sondern YT-Profi und Entertainer wobei sich sein Salär sicherlich sehen lassen kann. Ich vergönne ihm diesen Erfolg, nehme mir jedoch heraus die aktuelle Staffel vielleicht gar nicht mehr zu schauen da mich diesmal weder Location noch Teilnehmer wirklich ansprechen ...

    Tarnmuster wirken durchaus Koala2020, zumindest in der Umgebung für die sie gedacht sind - ein sehr helles Wüstentarnteil wird halt im dunklen Fichtenwald hervorstechen, usw. Beim lesen einiger Kommentare bekomme ich den Eindruck dass sich einige voll und ganz auf Camo verlassen und davon ausgehen mit einer Tarnfarbe absolut save zu sein und dies trifft einfach nicht zu! Meine Tarps von oberhalb reflektieren Sonnenlicht, was eine schön gleichmäßig ausgeleuchtete Fläche ergibt die ein regelrechter Blickfang ist. Sie erscheinen in handelsüblichen IR-Nachtsichtgeräten gerne als sehr helle Fläche die sich von der Umgebung abhebt, das eigentliche Tarnmuster verschwindet dabei und schlägt nicht mehr durch. Für denjenigen der's braucht schafft z.B. das anbringen von natürlichen Materialien Abhilfe wie von UrbanTrapper empfohlen. Solche IR-Geräte werden nicht nur von Polizei oder Militär sondern inzwischen auch von vielen Jägern eingesetzt ...


    Ob man gesehen wird hängt stark vom Aufmerksamkeitslevel jener Personen ab die sich in der Nähe des Übernachtungsplatzes aufhalten. Jogger, Spaziergeher und Hunde-Gassi-Geher sind oft sehr in sich gekehrt. Sie nehmen ihre Umgebung gar nicht richtig wahr und laufen auch schon mal an einem Tarp vorbei dass zwischen 2 Büschen 3 Meter neben dem Weg steht ohne es eines Blickes zu würdigen. Reiter sind hingegen sehr aufmerksam wie ich finde, die scannen gerne das Gelände ab um alles rechtzeitig zu erkennen was das Pferd irgendwie erschrecken könnte. Personen die nach etwas suchen wie z.B. Pilzsammler, Waldarbeiter, Jäger, Bergwachtleute im NSG, uvm. kommt man nicht so schnell aus: Die haben selbst ein perfekt getarntes Biwak im Nu entdeckt ...

    Naja, ich würde so ein Camo-Tarp in Schweden einsetzen, um in der Pampa mit dem Fahrrad übernachten zu können, ohne dass Fahrzeugscheinwerfer gleich ein Feuerwerk an Reflektorlicht auszulösen.

    In Norwegen erkannte man z.B. am Camolook auf den ersten Blick die Ausländer auf den Trails oder im Wald, die Einheimischen lehnen dort Tarn großteils ab und dies ist den Jägern od. Militärangehörigen vorbehalten. Hab in Norwegen ca. 2 Jahre gelebt und die Locals schert es ziemlich wenig wenn man 'wild campiert' solange man sich an die Regeln des Allemannsrettten/ Jedermannsrecht hält. Eher im Gegenteil: Da sie selbst über alle Gesellschaftsschichten hinweg freiluftbegeistert sind und mit Kind und Kegel Sonntagsausflüge bei Lagerfeuer, Grillwürstel u. Cowboykaffee veranstalten sind sie meist begeistert wenn deren Gepfolgenheiten angenommen werden. Also alles im grünen Bereich wenn sie mal irgendwo ein einsames/ selbst knallbuntes Zelt od. Biwak sehen und sogar für die Nächtigung am Straßenrand abgestellte Campervans werden abseits der Touri Hot Spots problemlos geduldet :winking_face: Tarnlook braucht es dort keinesfalls und was Norge betrifft würde ich um jeden Preis die Tarnmuster der ehemaligen (noch recht unbeliebten) Besatzungsmacht vermeiden!


    In pink hab ich kein Gear weil mir die Farbe an sich nicht zusagt. Campiere gerne 'wild' mit Tarp od. Zelt irgendwo im Wald auch auf fremden Grund, Lagerfeuer mache ich hier in AT hingegen nur dort wo ich die ausdrückliche Erlaubnis des Grundbesitzers habe. Richtig 'verscheucht' mit Platzverweis wurde ich in den letzten 20 Jahren wohl nur 1-2 Mal. Hab's auch schon mehrmals regelrecht herausgefordert und z.B. in Sichtweite von Bauernhäusern od. in 50m Entfernung eines Forsthauses gezeltet wo die Stimmen vn Förster & Co bis zum Übernachtungsplatz hörbar waren. Das ganze Tarngedöns wird meiner Meinung nach übertrieben, um unentdeckt zu bleiben braucht es mehr, z.B. vergessen viele auf Geräusch- und Lichtdisziplin m. klapperndem Kochgeschirr, lauten Gesprächen od. sogar Mukke aus dem Bluetoothlautsprecher, Lagerfeuer, uvm. oder sie denken nicht daran dass ein abgestelltes fremdes Auto vor dem Wald von Einheimischen sofort als 'verdächtig' wahrgenommen wird und deren Aufmerksamkeit erhöht. Wenn man gezwungen ist sich tatsächlich zu verbergen z.B. bei Evakuierung aus einem Kriegsgebiet, usw. braucht es zweifelsohne etwas mehr als ein Tarp in Camomuster und event. ist der Militarylook dabei sogar in manchen Fällen konterproduktiv ...


    salewa_litetrek_pro_2_jaegerstand.jpg

    Ein feines Tarp militärischen Ursprungs ist die sogenannte Basha der British Army, offizielle Bezeichnung Shelter Sheet GS. Unterhalb im eher hellen Tarnmuster MTP (ähnlich multicam) das aber dennoch sehr gute Tarnwirkung hat. Das Teil gibt es auch in DPM das in bewaldeten Gebieten sicherlich nicht schlechter aussieht da etwas dunkler. Mit ca. 250x225cm hat es eine gute Größe und mit seinen ca. 1030g ist es noch tragbar. Durch die zahlreichen Haltegriffe kann man es zur Verletztentrage umfunktionieren und es hat zahlreiche starke Ösen sowie Abspannschlaufen - also durchaus jede Menge nützliche Features. Das Gewebe ist robust und dauerhaft und hervorragend imprägniert inkl. guter Abdichtung d. Mittelnaht. Eine etwas detailliertere Beschreibung findet sich hier: Link


    british_army_shelter_sheet_gs_basha_mtp.jpg


    british_army_tarp_dpm.jpg


    Das USMC Field Tarp Reversible kommt zwar qualitativ nicht ganz an die britische Verante heran, dafür ist sie blick- und lichtdicht da beidseitig eingefärbt: 1te Seite MARPAT digital, 2te Seite coyote brown. Es fällt mit ca. 228x203cm einen Tick kleiner aus und ist mit 970g um einen Hauch leichter als die britische Variante und ebenso ein Originalteil, also 'official issued'.


    usmc_reversible_tarp_coyote_woodland_17.jpg


    Ein gutes Tarp ist das sogen. KSK Tarp von Tag Gear, ob das tatsächlich ein offizieller Ausrüstungsteil der BW Speizialkräfte ist kann ich nicht sagen. Es ist mit zahlreichen Abspannschlaufen, Ösen u. Druckknöpfen ausgestattet und man kann nach belieben mehrere dieser Biwakplanen problemlos zusammenkoppeln. Das Gewebe ist robustes Nylon-RipStop und innen schwarz beschichtet und damit ebenfalls blickdicht. Mit ca. 278x180cm viel meins etwas schmal aus, mit seinen ca. 750g ist es das leichteste in dieser Auflistung. Lasst Euch von der Farbe unterhalb nicht verwirren, da war Raureif drauf und daher wirkt es etwas blass :winking_face:


    tag_gear_ksk_tarp_flecktarn.jpg


    Hab meine Camotarps inzwischen verkauft, da ich das Tarngedöns mittlerweile etwas albern finde. Obwohl sie zwar nicht auf den ersten Blick entdeckt werden fallen sie erst recht auf wenn sie denn doch jemand sieht ...

    Ich bin auch ein Freund von Geländegängigkeit und mein nächster Untersatz wird definitiv etwas mit Allrad, echten Sperren (nicht rigendein Elektronikfirlefanz), Bodenfreiheit, Wattiefe und AT Reifen ABER


    Hat das überhaupt Sinn? Wenn ich mir die Topographie in meiner Gegend so ansehe, dann stößt man mit jedem Landfahrzeug recht schnell auf ein unüberwindbares Hindernis. Also ist man erst recht wieder aufs Strassennetz angewisen und die notwendige Geländefähigkeit reduziert sich darauf, Hindernisse im Strassennetz zu umfahren. Wiese, Schotterweg, Unebenheiten etc.

    100%ige Zustimmung Nudnik, schließlich haben es tausende Ukrainerinnen geschafft mit ihren so gar nicht offroadtauglichen Karren unmittelbar nach Kriegsausbruch z.B. Kiew und in weiterer Folge die Ukraine zu verlassen. Das größte Hindernis dürften dabei überfüllte Strassen gewesen sein. Im Stau auf einer Ausfallstrasse am Stadtrand oder auf der Autobahn nützt einem ein vollwertiger Offroader nicht viel. Sind die Fahrbahnen verstopft kommt man nicht so einfach runter vom Asphalt: Gebäude m. solidem Gartenzaun, tiefe Seitengräben, Lärmschutzwände oder Leitplanken sind Hindernisse welche auch ein gestandener 4x4 nicht knackt. Österreich ist z.B. relativ bergig, kann gut sein dass man sich vor einem Hindernis wiederfindet wo rechts eine Felswand steil rauf und es links neben der Leitschiene steil runter geht. Dabei ist es völlig egal ob das Hindernis ein liegen gebliebenes (Unfall-)Fahrzeug, ein Krater vom Artilleriebeschuss oder eine überschwemmte Straßenpassage ist ... Um sich zügig und rasch aus einem Gefahrembereich zu entfernen ist man auf befestigte Strassen oder ein zugängliches d.h. befahrbares Wegenetz (keine abgesperrte Schranke, uvm.) angewiesen!


    Fahre einen 2008er Subaru Forester SH mit sprithungrigen 2L Saugbenziner und vergleichsweise kleinem Tank. Voll ausgerüstet m. Reparaturwerkzeug, Bergeutensilien, Waffleboards u. Trinkwasserkanister im Dachkorb sowie 40L Kompressorkühlbox u. Campinggear im Kofferraum schafft er keine 500km mit einer Tankfüllung, im Gelände (max. Softroading) erst recht nicht. Der Spritverbauch ist im Normalbetrieb bereits hoch, der 4x4 AWD Antriebstrang gönnt sich sicherlich 1L zusätzlich gegenüber einem 2WD. Mitsamt Dachkorb und Beladung frisst er gerne 11-12L auf der Autobahn, abseits vom Asphalt langt dies keinesfalls. Der Subi ist ein robustes Gefährt und kommt ohne viel Schnickschnack daher, d.h. er ist absolut pensionistentauglich :winking_face: Was nicht verbaut ist kann erst gar nicht kaputt gehen. Er bietet 22cm Bodenfreiheit, da hat so mancher moderne Pick-Up serienmäßig nicht viel mehr. Meiner ist noch ein Schalter m. mechan. Untersetzung was im Schotter für Drehmoment sorgt. Der Allrad verfügt weder über Sperren noch über elektron. Wegfahrhilfen, ist aber solide Technik. Für das befahren üblicher Wald- u. Feldwege oder nassem Gras/ Schnee reicht dies völlig aus. Bei technisch anspruchsvollen Geländepassagen muss der Forester passen, ist halt doch mehr SUV denn Offroader.


    Bin eher zufällig nach Empfehlung eines Freundes auf den Forester gestoßen. Klar war die Eignung als Bug-Out-Vehicle damals ein Punkt in den Auswahlkriterien und neben dem Subi standen z.B. Toyota RAV4, Dacia Duster u. Suzuki Grand Vitara auf der Liste. Wollte unbedingt einen Benziner weil damals Kurzstrecke überwog. Zur Zeit fahre ich viel, d.h. ein Diesel wäre wesentlich sinnvoller - hab den Subi lieb gewonnen und möchte ihn nicht austauschen solange er techn. ok ist. Anfängliche Überlegungen z.B. das Fahrwerk höher zu stellen od. einen minimalistischen Innenausbau rein zu klatschen hab ich rasch wieder verworfen. Die Alltagstauglichkeit steht im Vordergrund und er wird nur ca. 2-3% abseits des Asphaltes bewegt was den Aufwand nicht rechtfertigt. Die erste 'Offroadtour' in die Westalpen (Monte Jafferau, Col de Sommeiller, Ligurische Grenzkammstrasse) absolvierte der Subi noch mit normalen Sommerreifen im Strassenprofil und dies mit Bravour. Hab inzwischen zwar Yokohama Geolandar G015 AT-Reifen, würde mir die Investion allerdings sparen. Sie sind geräuschmäßig lauter und der Spritverbauch steigt sogar zusätzlich. 4-Season/ All-Weather Ganzjahresreifen m. guten Wintereigenschaften d.h. etwas gröberem Profil eignen sich auch bestens fürs Gelände, sind also die bessere und kostengünstiger Alternative zur AT-Bereifung.


    Offroad ist eine Hobbytätigkeit, die in unseren Breiten und bei unserer Zivilisationsdichte schwer mit Vernunft bei der Fortbewegung über grössere Strecken mit viel Material zu begründen ist. Dennoch wird es immer wieder versucht.

    Hehehe - das haben wir in den Westalpen bemerkt, was uns da an aufgemotzten 4x4 Kisten entgegen kam geht auf keine Kuhhaut! Die Locals bilden das Kontrastprogramm dazu und stehen mit ihren alten klapprigen 4x4 Pandas den teuren Offroadgeräten in nix nach und kommen auch an jeden Punkt den die schweren Hardcore Rigs erreichen :winking_face: Richtig ab ins Gelände wo auf schlechten Wegen tiefe Spurrinnen, wassergefüllte Löcher und matschig weiche Passagen warten ist nicht jedermanns Sache. Es ist von vorn herein klar dass die Autos leiden, man muss mit Kratzern und Dellen rechen und es geht auch gerne was kapput. Bei meinem letzten Ausflug hat's wieder mal die Steckdose an der Anhängerkupplung erwischt - ist mittlerweile schon der 3te Bruch und ich hab's erst zu Hause vor meiner Stadtwohnung bemerkt dass sie nur mehr am Kabel baumelt. Ein offroadtaugliches Gefährt ist eine Sache, Fahrpraxis im Gelände eine andere und wenn man sowas einplant sollte man auch die ein- oder andere Bergemethode beherrschen um ein festgefahrenes Auto wieder flott zu kriegen ...

    Das sind einfache Filtersäcke JacktheRippchen, such mal im I-Net nach Filterglocken Beutelfilter od. Filterbeutel f. Vorfilterung. Die sind wirklich easy im Handling und allen DIY-Lösungen überlegen welche mir bis dato untergekommen sind wie die üblichen Workarounds z.B. mit Kaffeefiltern, Lackiersieben, Spülschwämmen, Aquariumkies od. sogar Staubsaugerbeuteln :winking_face: Hab vorhin im Netz kurz gecheckt, der aktuelle Preis ist happig - vor etwa 2 Jahren kostete 1 Stk. nichtmal 15.- Euro und aktuell muss man das doppelte berappen was mir doch zu teuer wäre! Da ist so mancher DIY-Eigenbau preislich lukrativer, erforderliches Material findet sich sowieso in vielen Haushalten od. Bastlerwerkstätten :winking_face:


    filterglocken_beutelfilter_vorfilterung_1.jpg


    Die üblichen Schwerkraft-/ od. Gravitationsfiler wären natürlich prädestiniert für den stationären Betrieb. Hab z.B. länger nach einem Katadyn Syphon gesucht, das ist wohl die preiswerteste Lösung m. Keramikelement und der Vorläufer d. Drip Filter vom gleichen Hersteller. Allerdings wird der nicht mehr hergestellt und man benötigt Zeit bis einige Liter durch sind weil er nur über 1 Filterpatrone verfügt und nicht 3 wie bei den neueren Modellen. Da ich meinen Notfallfilter auf alle Fälle auch portabel nutzen möchte z.B. in einer Notunterkunft od. einem Flüchtlingscamp möchte ich keine sperrigen Behältnisse mitschleppen müssen, daher fiel die Entscheidung auf einen Pumpfilter m. Keramikelement eben wegen der langen Lagerfähigkeit.

    Diesen Wasserfiltervergleich von Cephalotus im ODS-Forum kannte ich bereits, ist wohl einer der umfassendsten und seriösesten zu dem Thema. Danke für's verlinken Thomas35, ist zweifelsohne für User hier in diesem Forum von Interesse! Der Katadyn Pocket hat in dem Test wirklich bescheiden abgeschnitten, bilde mir ein dass er einen defekten O-Ring(?), also einen Produktionsfehler hatte und dadurch verschmutztes Rohwasser am Filterelement vorbei direkt auf die Reinwasserseite gelangen konnte. Fabrikationsfehler sind bei namhaften Herstellern zwar selten, wenn es ausgerechnet ein Gerät betrifft was schon mehrere Jahre eingelagert ist ärgert man sich event. doppelt und nicht jedes Problem lässt sich mit Behelfsmitteln fixen und man hat auch nicht immer ein Rep-Kit m. dem benötigten Ersatzteil parat.


    Gute Vorfilter sind eine feine Sache, viele portable Wasserfilter (z.B. Sawyer Mini od. Squeeze, uvm.) haben erst gar keine verbaut oder sie sind rudimentär ausgeführt wie z.B. das olle Schaumstoffteil am MSR MiniWorks EX oder das Grobsieb am Katadyn Pocket. Gut gelöst finde ich den Vorascheider z.B. am MSR HyperFlow, dieser hat eine große Fläche aus feinem Mesh was einiges an Schmutz abhält und dabei nicht sofort verstopft.


    Für den stationären Fall habe ich für meinen Weithalskanister einen Filzeinsatz aus Synthetikmaterial welcher direkt in die Einfüllöffnung des Kanisters passt. Man soll sich die Grobfilterung so simpel wie möglich einrichten, aufwändige Plantschereien mit Schmutzwasser würde ich vermeiden wo es nur geht! Das endet leider schnell mit Kontamination wenn pathogene Keime mit den Wasserspritzern an Händen od. Kleidung verfrachtet werden! Abkochen vor der eigentlichen Filterung wäre für mich z.B. Brennstoffverschwendung - wenn man das Wasser anschließend zum kochen benutzt wird es oftmals ein 2tes Mal hoch erhitzt, man spart also Sprit u. Zeit wenn man den Ablauf etwas optimiert.

    Was Wasserfilter anbelangt hab ich schon einiges durch und Filter m. Hohlfasermembrane haben unbestreitbar einige Vorteile wie z.B. geringes Gewicht u. für die kleine Baugröße vergleichsweise hohen Durchsatz. Die Langzeitlagerfähigkeit von bereits benutzten Filtern ist einer der Hauptnachteile welcher erwähnt werden soll. Diese Filtertechnologie kommt aus dem medizinischen Bereich und wird z.B. zur Blutreinigung bei Dialysepatienten eingesetzt. Dort sind dies klassische Wegwerffilter, nach einmaliger Benutztung werden sie entsorgt d.h. für die Wiederverwendbarkeit sie sind nicht konzipiert.


    Hab hier einige Hohlfaserfilter wie z.B. den Sawyer Mini SP-128, den MSR TrailShot und den MSR HyperFlow. Obwohl die vergleichsweise wenig benutzt wurden setzten sie sich rasch zu, d.h. der Durchsatz verringerte sich nach jeder längeren Lagerung rapide. Hab damit meist nur ca. 1-4L am Stück gefiltert und nach Gebrauch wurden sie jeweils penibelst gereinigt und desinfiziert so wie es StefanS bereits beschrieben hat. Zwischenzeitlich waren sie teilweise monatelang eingelagert (z.B. über die Wintersaison) was ihnen definitiv schadet. Einer der Sawyer war z.B. nach nichtmal 20 Litern völlig zu und wurde wegeworfen obwohl erst 4-5 Jahre alt. Beim TrailShot und dem HyperFlow war dies nicht viel besser und letzterer war voriges Jahr nur totes Gewicht im Rucki weil er schon am 1ten Tourtag kaum noch Durchsatz hatte und sich nur mit Gewalt pumpen lies - mir hat's dabei sogar eins der eingebauten Rückschlagventile umgestülpt - das Filterelement war dabei wohlgemerkt optisch rein und frei von Verunreinigungen aber dennoch komplett dicht! Hab mir für meine 2 MSR Filter Ersatzpatronen besorgt und die werden erst eingesetzt wenn ich die Wasserfilter wiederum auf Mehrtagestouren mitnehmen will.


    Der MSR Guardian ist z.Zt. sicherlich der fortschrittlichste Hohlfasermembranefilter, die automat. Abreinigungsfunktion kann sich sehen lassen. In der Beschreibung steht dass eingelagerte Filter nicht austrocknen sollen und vielleicht ist das ja der Schlüssel zur Langzeitlagerfähigkeit? Nach den mehr als bescheidenen Erfahrungen mit meinen Hohlfaserfiltern würde ich einen Guardian nicht ausprobieren wenn dieser für längere Zeit eingelagert d.h. eigentlich als Reserveteil vorgehalten werden soll. Er hat zwar ein wesentlich größeres Filterelement, aber wer versichert dass sich dies nicht auch zusetzt wenns über die Zeit austrocknet und sich das Membranmaterial dabei zusammen zieht? Hätte allerdings keine Bedenken einen unbenutzten Hohlfaserfilter jahrelang zu lagern z.B. lichtgeschützt und bei moderat niedrigen Temperaturen damit die Synthetikamterialen nicht vorzeitig altern!


    Mein 1ter Wasserfilter war ein MSR MiniWorks EX mit Keramik-Aktivkohle Kombielement. Dieser war über 10 Jahre immer wieder beständig im Einsatz und hat wesentlich mehr Schmutzwasser geschluckt als Mini, TrailShot und Hyperflow zusammen wobei der Durchsatz dabei nicht schlechter war als bei der 1ten Verwendung! Klar verstopft auch dieser, er kann mit dem beiliegenden Scotch-Brite unterwegs verhältnismäßig einfach abgereinigt werden und Langzeitlagerung macht ihm absolut nix aus - vorausgesetzt das Element wird zuvor gereinigt und ein paar Tage außerhalb des Filters getrocknet. Die Aktivkohlestufe vom MiniWorks EX wird zweifelsohne mit jedem Liter der drüber geht abgereichert, das sollte der guten Ordnung halber erwähnt werden. Für stationären Betrieb wo es nicht auf Gewicht und Packmaß ankommt hab ich mir inzwischen einen Katadyn Pocket besorgt. Der Hersteller garantiert eine Lagerfähigkeit von 20 Jahren auf das Keramikelement und dies ist schon mal eine Ansage! Würde für den angedachten Einsatzbereich die Keramikfilter nicht außen vor lassen Thomas35, in einem stationären Setting können sie nämlich ihre Vorteile voll ausspielen wenn lange Einsatzfähigkeit gefragt ist!

    Mediatheken sind was feines, hab mir die Doku gestern ebenfalls angesehen :winking_face: Bin erstaunt wie unaufgeregt die Herangehensweise ist, mitunter der beste Beitrag was ich bis dato zu diesem Thema im TV finden konnte. Dass die Schweden aktuell mit einem aggressiver werdenden russischen Nachbarn und überbordender Jugendkriminalität zu kämpfen haben kommt eindeutig durch. Der Film verzichtet allerdings auf div. Seitenhiebe in die Schmuddelecke oder Fingerzeig auf Gruppen am äußersten Rand des politischen Spektrums, was wohltuend ist. Dass die Schweden verstärkt auf sozialen Zusammenhalt und das Überstehen einer Krise in einer Gruppe setzen ist ebenfalls begrüßenswert.

    Nicht nur die logischte sondern wohl auch die zutreffenste Erklärung sonnenwolf. Der Spot war einer der ganz wenigen im ansosten abschüssigen Gelände in Wassernähe (da fließt ein sauberer Gebirgsbach nur wenige Meter entfernt) wo es halbwegs eben zum übernachten ist und welcher auch von den (Wander-)Wegen, Almen od. Hütten in der näheren Umgebung nicht eingesehen werden konnte. Dass da jemand routinemäßig zur Kontrolle vorbei schaut verwundert mich deshalb überhaupt nicht. Vielleicht hat er auch den Rauch vom Lagerfeuer gerochen welches noch ca. 1 Stunde vorher brannte? Der Geruch kann sich durchaus länger halten im Wald wenn kein Lüftlein weht. In den Gegenden wo ich häufiger unterwegs bin fallen mir auch kleinste Veränderungen auf, erst recht wenn da ein Auto, ATV oder Fahrrad irgendwo steht dass augenscheinlich nicht den Locals gehört ...

    Wenn hier Interesse besteht an Hardcore-Umgebung mit jeder Menge versifften Ecken und noch mehr unfreundlichen Zeitgenossen, dann lasst uns mal ne Tour machen durch....

    ... Lunik IX - einen besseren Austragungsort wird's für sowas nicht geben! Dort bekommt das 'wild' am wild campen eine völlig andere Bedeutung und realer kann man ein SHTF-Szenario wohl kaum trainieren :winking_face:


    AT ist m. E. eh ein Sonderfall. Und Tirol sowieso.

    Da ist was dran, daher 100%ige Zustimmung! In einem Bundesland mit zig-Beherbergungsbetrieben und mächtiger Tourismuslobby ist man lediglich als zahlende Kundschaft willkommen. Hab vor ein paar Jahren mal einen Freund besucht und da er gesundheitlich nicht voll auf der Höhe war wurde beschossen das ich die Overnighter im Bergwald solo verbringe und er lediglich tagsüber hinzu kommt. Wurde vorgewarnt und er meinte wenn jemand von der Bergwacht aufschlägt solle ich seinen Namen nennen, dann ginge das ok. Am 2ten Abend kam tatsächlich jemand zur Kontrolle, wie der mein komplett abgetarntes Tarp ausmachen konnte ist mir ein Rätsel! Es stellte sich heraus dass der Bergwachter der Onkel meines Freundes war, allso alles kein Problem :winking_face:

    Guter Standpunkt jp10686 in Deinem Beitrag #110, würde ich glatt unterschreiben. Bin auch einer der Wildcamping praktiziert und auf Mehrtagestouren hab ich üblicherweise keine Genehmigung vom jeweiligen Grundeigentümer. Ein offenes Lagerfeuer ist dabei tabu und gängige Campingkocher sind meist mit einer Ventildrehung abgestellt, werden noch eher toleriert weil es auch keinen Funkenflug so wie beim Holzfeuer gibt. Lagerfeuer erlaube ich mir allerdings nur in Waldparzellen wo ich explizit die Erlaubnis habe und das auch nur wenn es die aktuelle Waldbrandstufe zulässt.


    Was 'Stealth Camping' betrifft hab ich es schon oftmals regelrecht drauf angelegt und ganz bewusst in der Nähe von Straßen, Gehöften oder Hütten oder direkt vor Hochständen campiert - also in Sichtweite der Locals. Selbst wenn man entdeckt wird kommt nicht sofort jemand ins Camp gerannt und vielfach passiert dies aus reiner Neugierde. Leute die einem als suspekt betrachten kommen da oft erst gar nicht näher. Ich wurde auch schon verscheucht, das letzte Mal vor ca. 2 Jahren, mein Zelt stand dabei lediglich ca. 10m von der nächsten Forststrasse entfernt. Als da früh morgens ein Förster/ Jäger durchkam und mich ansprach kam ich gerade mit Klopapier aus der Himbeerhecke. Er hat nur gemeint dass dies suboptimal wäre was ich da veranstalte und ich solle zusehen rasch weiter zu wandern. Vor ca. 15 Jahren hat mich ebenfalls ein Jäger verscheucht, wähnte mich knapp außerhalb eines Naturschutzgebietes und lag dabei falsch was mir ausgesprochen peinlich war - der Platzverweis also gerechtfertigt. Hab auch schon in Schutzunterständen übernachtet die den oberhalb erwähnten Wartehäuschen nicht unähnlich sind, einmal hatte ich dabei sogar Besuch von der deutschen Zollwache, die hat dies eher wenig beeindruckt und es gab auch kein Nachspiel.


    In AT ist die Gesetzeslage recht einfach: Lt. bundesweit gültigem Waldgesetz ist schlicht das 'Lagern' verboten. Unter lagern ist der längere Aufenthalt an einem bestimmten Platz bei Dunkelheit zu verstehen. Somit ist generell das Zelten im Wald genauso wie das Campieren mit Wohnwagen oder das Übernachten in einem Fahrzeug verboten und für eine Gesetzesübertretung reicht es wenn ersichtlich ist dass man sich für einen längeren Aufenthalt (= länger als 2h) eingerichtet hat. Ausnahme: Vorliegen einer schriftl. Einwilligung des Waldeigentümers. Darüber hinaus gibt es in einigen Bundesländern wie z.B. Tirol od. Niederösterreich noch eigene Campinggesetze welche Camping außerhalb ausgewiesener Campingplätze generell verbieten. Damit erschlägt man alle Nicht-Wald Gebiete z.B. die Berge im alpinen Bereich od. landwirtschaftliche Nutzflächen.


    In div. Outdoorforen und auf YT gibt es zig Interpretationsversuche, so nach dem Motto ein Tarp ist kein Zelt weil's keinen Boden hat und daher wäre campieren mit Tarp/ Biwakplane erlaubt weil das sowieso als Notübernachtung durchgeht. Ich wäre da auf eine Richtermeinung gespannt und wenn dieser der Überzeugung ist dass ein Tarp ebenfalls als Zelt zählt weil das Vorzelt an seinem Camper auch keinen Boden hat und es trotzdem Zelt bleibt hat man schlicht Pech gehabt. Denke dass da die wenigsten Wildcampingaktionen vor Gericht landen. Fakt ist dass man sich tunlichst vom Acker machen soll wenn einem ein Grundbesitzer dort weg haben möchte und juristische Interpretationsversuche sind konterproduktiv - wenn mir auf meinem Grund einer mit Paragraphen kommt würde ich schlicht die Polizei rufen dann kann der Kandidat ja das denen erklären, viel Spaß dabei ... Neben Anzeigen u. Verwaltungsübertretungen die meist mit niedrigen Strafen einher gehen gibt's da noch Besitzstörungsklagen und die kann jeder Grundeigentümer vergleichsweise leicht einbringen. Das ziehen einige adelige Großgrundbesitzer in meiner Gegend durch und da ist man schlagartig mehrere grüne Scheine los wenn ein netter Brief des Anwaltes der Waldbesitzer eintrudelt, wenn so ein Fall gerichtsanhängig wird sogar noch mehr!

    Hmmm, mittlerweile sind die Dinger (wieder) im Rettungsdienst Standard. Aber die Einsatzhäufigkeit ist vernachlässigbar gering. Es geht ja um extreme Blutungen der Extremitäten, die ein Druckverband nicht hinbekommt. Da reden wir von Sprengverletzungen, Abriss...


    Es gab nen guten Artikel in der 'Taktik und Medizin' (kann ich übrigens sehr empfehlen), dass selbst bei Terroranschlägen unter 12% der Verletzungen mittels Tourniquet sinnvoll zu versorgen sind.

    Interessant StefanS, deckt sich mit meiner Vermutung dass ein Tourniquet ein eher enges Spektrum hat wo es sinnvoller Weise od. ausschließlich eingesetzt werden soll. Habe selber eins, das ist allerdings nur in der Schnittschutzhose mit dabei wenn ich mit der Kettensäge arbeite. Bei meinen bushcraftigen Akionen wo schon mal mit schwerer Axt Brennholz zerkleinert wird kommt es selten mit und im Auto liegt lediglich eine Israeli Bandage - man weiß ja nie ob man nicht doch zu einem schweren Motorradunfall kommt? In einem solchen Szenario wo abgetrennte Gliedmaßen im Spiel sein können würde ein Tourniquet sicherlich Sinn machen da man es direkt an den Extremitäten anlegt wo es auch hingehört. Im Hintergrund des Ukrainekrieges und einer Anpassung des Evakierungspäcks bei kriegerischen Auseinandersetzungen würde ich eins in den Fluchtrucksack packen, bei vielen anderen Szenarien erachte ich es als eher verzichtbar ...