Beiträge von Feuerwehrmann


    Wir haben sogar in die Neufahrzeuge zusätzlich noch die alten 4m-Geräte verbauen lassen, in den Feuerwehrhäusern wurde "vergessen" die alten analogen 4m-Geräte auszubauen. Der Realbetrieb läuft seit Jahren nur noch Digital (Netz- und Direktbetrieb). Falls der Digitalfunk ausfällt, wird sich mit Sicherheit noch ein 4m Gerät finden lassen um ein Relais zu stellen. Auf den meisten Feuerwehrhäusern befinden sich zudem noch Solaranlagen der Stadtwerke, denke mal die können findige Amateurfunker im Notfall auch für sich und uns als Stromversorgung nutzbar machen.


    In den meisten Kommunen hier ist geregelt, das die Feuerwehr nach Stromausfall >30 Minuten eigenständig die Feuerwehrhäuser besetzt und in Ortschaften ohne Feuerwehrhaus ein Fahrzeug in der Ortsmite abgestellt wird. Dort kann dann ein Notruf per Funk an die Einsatzzentrale abgesetzt werden.



    PS: Ins neue Forum bin ich nach langer Zeit mal wieder reingekommen, normalerweise dauert bei mir das Laden einer Seite mehrere Minuten...

    Zitat von Bingo;299021

    Bei uns in Niedersachsen gibt es für Eigentümer keine Pflicht Rauchmelder zu installieren.


    Hallo Bingo,


    in der aktuellen Landesbauordnung von Niedersachsen steht unter §44 Wohnungen folgendes:


    Zitat

    (5) 1 In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. 2 Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut oder angebracht und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. 3 In Wohnungen, die bis zum 31. Oktober 2012 errichtet oder genehmigt sind, hat die Eigentümerin oder der Eigentümer die Räume und Flure bis zum 31. Dezember 2015 entsprechend den Anforderungen nach den Sätzen 1 und 2 auszustatten. 4 Für die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft der Rauchwarnmelder in den in Satz 1 genannten Räumen und Fluren sind die Mieterinnen und Mieter, Pächterinnen und Pächter, sonstige Nutzungsberechtigte oder andere Personen, die die tatsächliche Gewalt über die Wohnung ausüben, verantwortlich, es sei denn, die Eigentümerin oder der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst. 5 § 56 Satz 2 gilt entsprechend.


    Somit besteht die Verpflichtung die Rauchwarnmelder in Wohnungen anzubringen (egal ob private oder gewerbliche Nutzung)

    Mein Senf dazu:


    a) Das mit der Vorplanung im Brandfall (Kind raus, Katze raus, Kleidungskoffer mitnehmen und so weiter) könnt ihr komplett vergessen.
    Wir haben die letzten paar Wochen hier bei uns im Kreis so viele Wohnhausbrände gehabt wie im ganzen Jahr 2016 nicht. Ein persönliches Beispiel von mir aus der vorigen Woche: Familienvater verlässt für die Frühschicht (Beginnt um 6 Uhr) das Haus. Um 6.30 Uhr Vollalarm zum Wohnhausbrand mit Menschenrettung. Beim Eintreffen des ersten Fahrzeuges schlugen die Flammen bereits aus allen Fenstern der Straßenseite. Frau und Kind kamen noch raus, alles was ihnen noch blieb war die Bekleidung die sie am Leib trugen.


    b) Bei uns wurde ab 2017 das Auslösen eines privaten Brandrauchmelders einem Zimmerbrand bzw. einer ausgelösten "echten" Brandmeldeanlage gleich gestellt. D.h. ein kompletter Löschzug plus Polente und Rettungsdienst rückt dann immer an. Ist niemand zu Hause wird erst von aussen erkundet anschließend im Beisein mit der Polizei die Wohnung geöffnet (Ausfräsen Schließzylinder, ggf. wird eine Scheibe zerstört um möglichst wenig Schaden anzurichten). Bei einem echten BMA Objekt kostet dies die Pauschale, wenn es öfters vorkommt und die Anlage nicht von einer Fachfirma gewartet wird, kann es teurer werden. Bei privaten Wohnungen erfolgt aktuell noch keine Rechnungsstellung durch die Kommune, dies könnte sich ändern wenn Fehlalarme auf Grund falsch angebrachter und nicht gewarteter Rauchwarnmelder zunehmen sollten.


    Wie der Hesse bereits schrieb folgende Empfehlung für Privatleute: Dokumentiert die von euch selbst durchgeführte Wartung eurer Rauchwarnmelder in schriftlicher Form. Im Fall der Fälle habt ihr dann einen dokumentierten Nachweis für die Versicherung (die kann sich drücken wenn trotz Vorgabe kein Rauchwarnmelder vorhanden war, bzw. dieser nicht regelmäßig geprüft wurde) und gegenüber der Kommune.

    Zitat von Prof-Remus;293606

    Es muss schon ein GAU, Krieg oder eine Katastrophe passieren um solche ein Prozedere einzuleiten.



    Nein, hier mal zwei Beispiele:


    a) Terroristen sprengen sich irgendwo in einer Innenstadt in die Luft --> ergibt eine Punktlage, leicht beherrschbar ohne grössere Auswirkungen auf unsere Gesellschaft
    b) Terroristen sprengen gezielt ein paar Umspannstationen / Freileitungen in die Luft --> ergibt eine Flächenlage mit grossen Auswirkungen auf unsere Gesellschaft (Versorgung, Entsorgung, Gefahr der Anarchie, ...)


    Nun kannst du halt nicht öffentlich bekannt geben, das intern mit "b" gerechnet wird. Also bereitet man sich offiziell auf einen Stromaufall der anderen Art (Blackout, Netzüberlastung, Hackerangriff) vor.

    Zitat von T-72;282797

    Was ich zu diesem Thema bemerkenswert finde, mein Arbeitgeber(Versorger) fährt aktuell ein massives Programm zur Verstärkung der Sicherheit gegen Angriffe von INNEN auf die Infrastruktur (aktuell hauptsächlich IT, mehr soll kommen). Von Aussen war die schon immer hoch, aber man hat nun anscheinend auch Angst vor Sabotage von Innen. Und das sind keine Lippenbekenntnisse des Managements, das Budget dafür ist üppig, die Zeitpläne brutal. Man hat es offenbar eilig.


    Es gab dazu auch ne grössere Veranstaltung für alle Führungskräfte, zu der sie allen Ernstes Marc Elsberg (den Autor von Blackout) eingeladen hatten. Das ist für einen knochentrockenen Laden wie meinen ein regelrechter Kulturschock.


    Das zu lesen, freut mich. Zeigt es doch, dass einige umdenken und die schönrederei so langsam aber sicher ein Ende hat. Bei mir im Landkreis ist das Thema "Blackout" mit seinen bösen Folgen mittlerweile Chefsache, mehrmals im Jahr finden diesbezüglich Treffen aller Enegieversorger/Gemeindeverwaltungen zu den Themen Kraftstoffbevorratung und -versorgung, Notstromversorgung von Wasser-, Pumpwerken, Feuerwehrhäusern und so weiter statt.

    Ich habe, bis auf dem Kauf eines RSG, mein Verhalten nicht geändert. Nie käme es mir in den Sinn auf das Telefon starrend durch die Gegend zu laufen. So lange ich zurückdenken kann (ich bin Ü40), scanne ich mein Umfeld - auch beim Autofahren (z.B. Steinewerfer auf der Brücke).


    Gut, mittlerweile öffne ich wenn ich auf die Arbeit fahre nicht mehr die Rolläden im Erdgeschoss - da ich keine Eigentumsumwandlung erleben möchte. Ich wohne ca. 20km von der nächsten Kreisstadt entfernt, bis auf die die Einbrüche hier im Dorf fühle ich mich noch ziemlich sicher. Großstädte meide ich, wenn ich dort hin muss nutze ich mein Fahrzeug und vermeide öffentliche Verkehrsmittel.


    Das RSG führe ich bei Spaziergängen immer mit, jedoch nicht weil ich Angriffe von Menschen befürchte - eher von herrenlosen bzw. nicht angeleinten Wauwaus im Wald.

    Den Beitrag habe ich leider bis jetzt komplett übersehen :peinlich:


    Ich hab jetzt auch mal was über den neumodischen Weg gespendet und Wünsche allen Foristen und vor allem den unermüdlichen Kämpfern an vorderster Forumsfront ein schönes und erfolgreiches Jahr 2016. Möge uns der Herrgott weiterhin vor grossem Ungemach in DACH bewahren.


    LG vom Feuerwehrmann

    Ich besitze zwei Lampen:
    - Fenix TK16
    - Thrunite Catapult V5


    Die Thrunite leuchtet sehr Hell und sehr Weit - damit kann man vom ersten Stock aus das komplette Umfeld ableuchten. Diese Lampe würde ich mir im Gegensatz zur Fenix TK16 wieder kaufen. Von der Bedienung der TK16 bin ich etwas entäuscht, da die einhändige Bedienung (für mich) etwas fummelig ist. Je nachdem wie die Lampe in der Hand liegt, treffe ich mit dem Daumen auf die weit herausstehende Handschlaufenhalterung.


    In der Thrunite verwende ich zwei 18650er Akkus und in der Fenix einen 18650er Akku (diese ist auch mit zwei CR123A Fotobatterien verwendbar)


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    Ich kann jedem nur raten, sich ein mechanisches Kombinationsschloss anzuschaffen. Diese sind nicht so einfach zu knacken wie ein elektronisches Türschloss. (mit von Werk aus eingebauter Hintertür)


    Mein letzter gekaufter grosser 1er-Kellerschrank (>600kg) hat ein Vier-Scheiben-Schloss von http://www.sargentandgreenleaf.com bekommen. Komplett ohne Elektronik.
    Für die Kurzwaffe habe ich zusätzlich noch ein eingeschraubtes 1er-Schränkchen mit elektronischem Zahlenkombinationsschloss angeschafft. Dort lagert u.a. nur der Kleinkram (Glock 20, EC-Karte und ein bischen Bargeld)


    Das kleine Schränkchen hat eine zweite Öffnungsmöglichkeit über einen mechanischen Schlüssel, dieser lagert dann immer im grossen Schrank mit identischem Sicherheitsgrad.

    Bei mir läuft jetzt schon seit mehreren Jahren eine Vivotek IP8332 Kamera. Das Bild schaue ich bei Bedarf nur im Brauser an. Auf Grund der zunehmenden Anzahl der Einbrüche hier in der Gegend, werde ich mit dem Weihnachtsgeld eine Sonology Diskstation zum Aufzeichnen und noch eine weitere Kamera beschaffen - so mein derzeitiger Plan.

    Zitat von K'c;231378

    Meine bessere Hälfte ist am Samstag um 12 Uhr kreideweiß angelaufen, als im Saarland die Sirenen getestet wurden. Ich zitiere, was is jetzt los??
    LG K'c
    P.S. Das ist ein tolles Gefühl, in der Heimat die Sirenen zu hören. Erinnert mich an die Kindheit.:Gut:


    In meiner Stadt liefen die Sirenen jeden Samstag um 12 Uhr als Probealarm, nach dem Umzug zur neuen Leitstelle nur noch 1x im Monat. Bei uns stehen die Sirenen noch und werden von uns unterhalten, in der Nachbarstadt wurden alle abgebaut.


    Hier die betreffende Verordnunge aus dem Saarland:


    http://www.lfws.saarland.de/me…ebung_von_Sirenen2006.pdf

    Zitat von David;226217

    Wie bitte? Also deine Beschreibung über "die" Feuerwehr hab ich doch jetzt nicht wirklich von dir gelesen oder? (und du bist selber dabei?) ich hoffe du meinst das nicht so wie ich das gerade verstanden habe...


    Ich bin mittlerweile über 30 Jahre bei der Feuerwehr (>200 aktive Einsatzkräfte), davon mehrere Jahre in führender Position. Alle paar Jahre ändern sich die politischen Positionen, alle paar Jahre eine neue Brandschutzbedarfsplanung, alle paar Jahre wieder alles neu rechtfertigen müssen. Die Führungskräfte werden immer älter und die jüngeren scheuen die Verantwortung und die unplanbare Freizeit neben Familie und Beruf. Dann noch die ganze Uneinheitlichkeit (im vorigen Beitrag von mir geschirbenen) in DE wegen dem Föderalismus...


    Im nächsten Leben gehe ich zu den Blauen :grosses Lachen:

    Zitat von Apokalypson;213841

    Moin,


    ich überlege mich beim THW zu engagieren, ich glaube für Prepper kann das interessant und lehrreich sein. Wer von euch ist denn schon bei dem Laden, was macht ihr da und könnt ihr es empfehlen? :bigear:


    Da ich die letzten Jahre immer mehr mit dem THW (FGr FK) sowie ZMZ zu tun habe, kann ich dir mit reinem Gewissen empfehlen: Engagier dich beim THW, das ist noch geiler als die Feuerwehr :Gut:


    Feuerwehr ist Ländersache und bedingt durch den Föderalismus uneinheitlich in Bekleidung, Ausstattung, Funkrufnamen, jedes Fahrzeug anders obwohl gleiche Bezeichnung . . . u.v.m. Alle diese Probleme findest du beim THW nicht.