Beiträge von Firehorse

    In einem wirklichen Katastrophenszenario wie in "Blackout" würde in unserer heutigen Zeit m.E. keine kurzfristige Umstellung der Bündelung aller Kräfte auf dem Land möglich sein. Sämtliches Gerät, auf das man in WK 2 noch zugreifen konnte wie Pferdefuhrwerke, Geschirre etc. gibt es nicht mehr, genauso wenig wie die Zugtiere (die man nicht mal in 10 Jahren herauszüchten könnte aus den paar Tieren, die es noch gibt) oder gar Menschen, die wissen, wie man mit all dem umgeht.


    Eine Kuh ist ein hochentwickeltes Säugetier; die sich kaum freuen wird, wenn an ein überfülltes Euter ein mit dem Tier unerfahrener Mensch Hand anlegen möchte.
    Fast alles ist heute hochtechnisiert; auch die Entmistung, das Futter wird oft nicht mehr selbst oder überhaupt im Land produziert, schon 100 Kühe mit Wassereimern zu versorgen (falls überhaupt noch Wasser aus einer Leitung kommt ohne Strom), ist eine Herausforderung.


    Um solch ein Szenario dauerhaft überstehen zu können, braucht es bereits im Vorfeld einen funktionierenden "Selbstversorgerhof" an dem die Leute, die später dort überleben möchten, schon "jetzt" aktiv sind.
    Alternativ können junge Menschen Vorräte für 50 Jahre anlegen oder haben eine Dienstleistung anzubieten, die jeder brauchen wird- oder einen großen Berg Tauschwaren.

    Ich ernähre mich fast immer so, seit ich dem Familienleben und den damit verbundenen "regelmäßigen Mahlzeiten" nicht mehr ausgesetzt bin (über 30 Jahre).
    Das halte ich sogar für normal, schließlich sind wir Menschen keine Weidetiere, die fast ununterbrochen essen müssen. Für die geistige und körperliche Beweglichkeit ist es für mich ausgesprochen hilfreich, nicht ständig "satt" zu sein. Mal abgesehen von der Zeitverschwendung.


    Ein Stück Obst zwischendurch hält mich nicht auf, mal gar nichts essen ist auch unkompliziert.
    Wäre es notwendig, dass Mensch mehrmals täglich isst, wären wir schon sehr lange ausgestorben...

    Liebe Forumsteilnehmer,


    ich werde meinen Lebensmittelpunkt demnächst nach Südamerika verlagern und kann die meisten meiner Tiere nicht mitnehmen.
    Daher suche ich allerbeste Hände und Haltung für sie.


    Eine Herde (7 Muttern, ein Bock, 5 Lämmer) rein schwarze, sehr anhängliche Milchschafe
    23 Ziegen, davon 4 brave Böcke, demnächst diverse Lämmer (eins ist schon da) alle milch"lastig" gezogen, überwiegend mehr als anhänglich
    8 Enten/Erpel
    Kupferputen/Puter
    Ayam Cemani Hühner & Hähne
    Eine kleine Zwergwyandottenfamilie (blau)
    Demnächst (brüten gerade) eine Gänsefamilie
    Eine Familie deutscher Buschhühner


    Weiterhin habe ich in ca. 5-6 Wochen drei Australian Shepherd Mädels in black tri (ASCA, bestes Arbeitsblut) abzugeben.


    Ich freue mich auf Nachfragen von Euch !


    P.S.: sollte jemand von Euch in der Lage sein, "uns alle" mit einem Schiff mitzunehmen, wäre das eine wunderbare Alternative !

    @Wichtel : Du musst nach "reiner Arbeitslinie" schauen, es wird als solches veröffentlicht, und bestenfalls die Linien kennen. Oder mich ggf. fragen. Nein, es sind keine Einzelhunde, sie sind so sozial wie Wölfe, ziehen auch ihre Babies gemeinsam auf, wenn es eine gewachsene Familie ist. Sie spielen und kuscheln miteinander und sind auch gern ein Rudel. Zu zweit zu sein ist für sie schon wunderbar.

    Es ist wahr, dass der Hund immer so gut wird, wie seine Menschen es möglich machen. Jedoch ist die Basis von Interieur und Exterieur das, worauf man aufbauen kann, genau wissend, was man von seinem Hundepartner erwartet, um das Zusammenleben genießen zu können- und im Ernstfall keine Belastung, sondern eine Hilfe dabei zu haben.
    Muss man beispielsweise über eine lange Strecke flüchten, werden die meisten schweren oder sehr kleinen (die kann man immerhin tragen) Hunde dies nicht bewältigen. Auch der Futterbedarf im Verhältnis zum "Nutzen" spielt eine Rolle.


    Ich war lange Menschen bei der Ausbildung oder "Korrektur" ihrer Hunde (ihrer selbst ;-) behilflich, habe immer noch eine Hundepension und besitze 15 eigene Hunde, habe diese seit 93 auch gezüchtet. Bei aller Liebe zum Tier an sich hat für mich die Wahl "meiner Rasse", des Australian Shepherd, folgende Gründe gehabt :


    Ich wollte einen Hund, der niemals müde wird (80-100 km täglich ist drin), aber nie nervt, wenn nichts passiert. Mit nicht vorhandenem, oder regulierbaren Jagdtrieb, da die Hunde mich bei der Arbeit und beim Reiten begleiten sollten, eine Leine also mehr als hinderlich wäre.
    "Kinderlieb", was eine Frage der Aufzucht ist.


    Wachsam und ggf. handelnd, da ich immer recht einsam gelebt habe und meine Tochter, als sie klein war, auch mal ohne mich in Feld und Wald unterwegs sein wollte. Die Wachsamkeit kann man sich nach eigenem Wunsch erschaffen, es sind auch viele "Familien"hunde, Therapie- oder Rettungshunde.
    Kerngesund und alt werdend. Ein wichtiger Punkt, bei dem natürlich auch artgerechte Fütterung und Haltung eine Rolle spielen. Ich habe einige Alterchen, denen man ihr Alter nicht anmerkt, 14-16 Jahre Lebenserwartung sind keine Seltenheit.


    Kein Dauerhaaren. Der Labbi, der gerade hier zu Gast ist, verteilt jeden Tag einen neuen Teppich im Haus ;-) Meine haaren im Frühjahr und Herbst um, und verlieren zwischendrin kaum ein Haar. Dazu riechen sie nicht "nach Hund", da ich die Hunde viel um mich habe und gerne anfasse, auch nicht ganz unwichtig.
    Und- was das Wichtigste neben dem "perfekten" Körper ist- der "will to please" und die Intelligenz, alles wird rasant gelernt, und da sie zu den selbstständigen Denkern zählen, oft schon ausgeführt, ehe der menschliche Gedanke zu Ende gedacht ist.


    Wenn man keinen Jagdgehilfen oder optisch sehr eindrucksvollen Hofhund beötigt, für mich das Beste vom Besten. Allerdings muss man in D sehr gut suchen, es gibt fast nur Showblut (sämtliche oder einige Eigenschaften nicht mehr ausgeprägt vorhanden) oder Show-Arbeitsmixe, bei denen sich die Gaben naturgemäss nicht sicher vererben.

    Da ich Deutschland verlasse, verkaufe ich meine ehemalige Wassermühle in Alleinlage in der Mitte Deutschlands.


    Das Mühlenanwesen ist sehr groß und könnte bequem 20 und im Notfall sehr viel mehr Menschen beherbergen. Ich habe es damals auch unter "Prepper"- Gesichtspunkten, wie perfekte Lage, eigenes Wasser und Holz, und die Gegebenheiten, um eine kurze oder auch lange Zeit einigermaßen autonom mit vielen Personen hier (über)leben zu können, gekauft.
    Es besteht Renovierungs- und Sanierungsbedarf.


    Die Mühle liegt je 1,5 km von kleinen Dörfern entfernt in Wald und Feld, ein renaturierter Bach, der immer Wasser führt und der bestes Wasser hat (Forellen) führt am Grundstück vorbei bzw. ist über eine lange Strecke von diesem zugänglich. Er liegt so viele Höhenmeter tiefer als der Gebäudebereich, dass es auch nach einem Jahr Dauerregen kein „Hochwasser“ geben kann.
    Man kann das Grundstück von der Straße nicht sehen.
    Es ist 2 ha groß, überwiegend Wald : Fichten, Kiefer, viel Ahorn (Berg-Feld-und Spitzahorn), Ulme, Esche, Erle, Hainbuche, Rotbuche, Haselnuss, Birke…), etwas Grünland, einen ca. 600 qm großen Parkplatz mit rollbarem Unterstand und alter Metallgarage, einem alten Tennisplatz, der Hoffläche (altes Kopfsteinpflaster), zwei Scheunen, je ca. 200 qm, sehr hoch (doppelstöckig möglich, z.Zt. nur mit einem Heu- und Strohboden realisiert), ein Scheunendach ist erneuerungsbedürftig.


    Das Haupthaus, wie auch die Scheunen, haben Sockel aus Naturstein und der Aufbau ist Fachwerk. Das Haupthaus hat eine Grundfläche von ca. 180 qm in 2 Etagen, dazu diverse Kellerräume; der Anbau (ehem. Mühlenhaus) hat eine Grundfläche von ca. 90 qm, und eine ca. 50 qm Wohnung im höheren Stock.
    Es gibt ca. 20 machbare Zimmer. Da die Mühle früher als Gastronomie mit „Fremdenzimmern“ betrieben wurde, gibt es eine ca. 70 qm große Räumlichkeit mit Riesenfenstern nach Süden, anschließend eine Terasse, sowie einen ehemaligen Gastroküchenbereich (ca. 90 qm) mit gefliesten Räumen und Kühlraum. Diese Gebäude wurden in den 70ern angefügt. In einem Keller gibt es u.a. noch einen ehemaligen Gefrierraum.


    Es gab eine Gasheizung und eine Festbrennstoff- Zentralheizung. Beide wären von einem handwerklich begabten Menschen reanimierbar (neuer Festbrennstoffkessel und einige neue Rohre erforderlich).
    Wir heizen mit Einzelöfen.


    Die Scheunen und Stallungen bieten jede Menge Platz für Klein- und Großtiere und einen Offenstall mit Paddock für Pferde.
    Es sind 4 eingezäunte Hundeausläufe ( einer mit Gartenhäuschen, 2 weitere mit Terasse/ Überdachung) und 8 Volieren für Geflügel vorhanden.
    Um das Grundstück gibt es überwiegend Grünlandflächen, die dem NABU gehören, also nicht gespritzt oder gedüngt werden und weiteren Wald (mit Blaubeeren, Steinpilzen, Krauser Glucke, und sonstigen köstlichen Pilzen, die offenbar sonst niemand sammelt), es ist eine schwach besiedelte Landschaft. In ca. 20 km Entfernung gibt es eine kleine Universitätsstadt, größere Städte sind ca. 1 Autofahrstunde entfernt.


    Da es auch keine Wegrandpflege gibt (außer von meinen Ziegen) und selten jemand vorbeikommt, kommen die Rehe bis auf den Parkplatz, gibt es Frösche, Kröten, Libellen, Nachtigallen, Greifvögel, Fischreiher, Weinbergschnecken, Kaninchen, Fledermäuse und Glühwürmchen… eine intakte Natur.


    Wir haben einen kleinen Permakultur- Garten angelegt, sowie einige Hochbeete auf dem Parkplatz. Die Nacktschnecken wurden von unseren Enten verspeist, die gemeinsam mit den Gänsen Grünlandpflege betreiben.
    Das Haus hat eine Wasserversorgung mit eigener Quelle (80 m Tiefbrunnen im Wald) und eigener Kläranlage, sowie weitere Quellen auf dem Grundstück, die den Badeteich (ca. 200qm, bis 2 m tief) speisen.
    Wir haben Johannisbeeren, Aronia, schwarze Honigbeere, Indianerbananen, germanische Mispeln, Feige, Nektarinen, Lotuspflaume, Goji , Birne, Kirsche, Reneklode, Pflaume, Wein, Kiwai (winterharte Minikiwi), eine winterharte Zitrusfrucht und Walnüsse auf und an die Wälle, die den Teich umgeben, gepflanzt.
    Im eigenen Wald gibt es sehr viele Holundersträucher und Walderdbeeren, Parasole und Safranschirmlinge.
    In einem Beet neben dem Pferdepaddock gibt es ein Dauer- Topinamburbeet .
    Brennesseln, Giersch, Löwenzahn, Hopfenspargel, Schlehen, Weißdorn und Königskerze (für Tabak ;-) und weitere Wildkräuter, wilde Himbeeren und Brombeeren und nicht geerntete alte Obstbaumalleen (Äpfel, Birnen, Pflaumen) an den Wegen etc. gibt es in Hülle & Fülle.


    Wir betreiben hier erfolgreich eine Hundepension.



    Ggf. können „Nutztiere“- eine rein schwarze Milchschaf- Herde, Ziegen, Hühner, Enten, Puten, Gänse übernommen werden.


    Meine Preisvorstellung ist 420T €.


    Ich bitte Euch, an dieser Stelle keine Diskussion zu beginnen.


    Bei ernsthaftem Interesse freue ich mich auf Eure PM!

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    Die wichtige Frage ist: was bekommen die Tiere zu futtern ? Sind es Bio- Tiere und Freigänger (Weidegang) oder nicht ? Wie ist das Huhn- Gans Verhältnis ?
    Ich würde auch keinen Dünger von einer Hochleistungskuh mit entsprechender Fütterung wollen, da lieber Bio- Huhn (und etwas weniger Dünger nehmen). Gegen Kaninchenmist (Kleintier) spricht meiner Ansicht nach auch nichts- vorausgesetzt, die Fütterung ist gut...
    Ablagern ist immer gut, mit anderem Material (Kompost) ideal.

    Einige Obstartenbäume (z.B. Birnen, Äpfel, Kirschen...) benötigen für gute Ernten andere Bäume ihrer Art in der Nähe... und es gibt gewisse Sorten, die sich besonders gut befruchten. Haben Nachbarn keine entsprechenden Bäume, kann man sich die Passenden zusammensuchen... hier ein paar Listen : http://www.baumschule-pflanzen…4ume-und-obstgeh%C3%B6lze
    Für die kulinarische Vielfalt gibt es einiges, was auch bei uns gedeiht; z.B. die Indianerbanane, Nektarinen, Gojibeeren, Aronia, Honigbeere, Mini- Kiwis (sehr winterhart und nicht so Spätfrost- gefährdet), den Speierling, die germanische Mispel, Aprikosen, Weintrauben...

    Zitat von Wolfshund;201317

    Das bedeutet der Staat/Steuerzahler bezahlt 50% eines Schadens, der durch absolute Fahrlässigkeit und Gewinnsucht entstanden ist.
    Na, da freut man sich doch.


    Solange der Steuerzahler nicht bereit ist, ca. das Zehnfache der z. Zt. für Fleisch üblichen Preise für hochwertiges Fleisch ( artgerechte Haltung und Fütterung ) auszugeben, wird es die Massentierhaltung mit all seinen Folgen geben.
    Ansonsten schließe ich mich Legend an- das Thema ist hier deplaciert...

    http://www.zeit.de/2014/43/ebo…schland-gesundheitssystem
    Das Mantra der deutschen Gesundheitsbehörden und Politiker war bislang: "Unser Gesundheitssystem ist gegen das Virus gut gerüstet", "Mit Schutzkleidung und unseren ausreichenden Kapazitäten auf Isolierstationen lässt sich eine Ausbreitung des Virus verhindern" und ansonsten bitte "Keine Panik". Angesichts der aktuellen Entwicklungen in den USA und in Spanien gerät diese Ruhigstellung der Öffentlichkeit immer mehr zur Verharmlosung.


    Immer wieder hat sich das Ebola-Virus anders verhalten als erwartet. Früher galt die Regel, dass extrem tödliche Viren über den Ort des ersten Ausbruchs nicht hinauskommen. Westafrika belegt inzwischen das Gegenteil. Dann hieß es, schuld an der Verbreitung seien nur afrikanische (Un-)Sitten und Gebräuche wie die Waschung der Toten. Eine sehr kolonialistische Sichtweise, die das Problem mental auf sicherer Distanz hielt und auf eine afrikanische Angelegenheit reduzierte. Das eigene Gesundheitssystem sei bestens präpariert, meinte man auch in Spanien – und dann konnte eine infizierte Pflegehelferin noch tagelang andere Menschen in ihrer Umgebung gefährden. Fehler sind menschlich und können auch hierzulande passieren.


    Was, wenn der erste Patient nicht gleich vom Flughafen aus seinen Weg in eines der 50 Isolierbetten findet, sondern in ein normales Krankenhaus oder in eine schlichte Hausarztpraxis? Das medizinische Personal an deutschen Krankenhäusern ist an vielen Orten überlastet. Darüber hinaus taten sich die Mediziner lange Zeit schwer damit, die Hygieneregeln einzuhalten, das förderte die Verbreitung antibiotikaresistenter Keime in deutschen Krankenhäusern. Die Erfahrung zeigt, dass Ärzte, Schwestern und Pfleger die angemessenen Prozeduren mitunter vergessen. Das Personal in normalen Krankenhäusern braucht jetzt Auffrischkurse im Umgang mit ansteckenden Patienten.


    @ Hunted betreffend Schweiß : "Sehr hohe Ansteckungsgefahr besteht nur bei ungeschütztem direktem Kontakt mit Körperflüssigkeiten und Körperausscheidungen von Ebolafieber-Patienten und -Verstorbenen, z. B. Blut, Speichel, Schweiß, Urin, Stuhl oder Erbrochenem. " ( RKI, Stand vom 24.09.)


    http://www.spiegel.de/gesundhe…47.html#ref=veeseoartikel
    8914 an Ebola Erkrankte, davon 4447 Todesfälle. Die neuesten Zahlen zur Ebola-Epidemie in Westafrika, die die Weltgesundheitsorganisation WHO am Dienstag vorgestellt hat, klingen exakt. Sie sind es aber nicht, das betont auch die WHO.
    Es wird geschätzt, dass die Fallzahlen etwa doppelt so hoch sind. Informationen von Helfern, die vor Ort im Einsatz sind, belegen ohne Zweifel, so schreibt die WHO, dass viele Fälle nicht offiziell registriert werden können. Die Situation in Guinea verbessere sich nicht, in Liberia und Sierra Leone verschlimmere sie sich sogar von Woche zu Woche. Etwa 70 Prozent der Erkrankten sterben an der Ebola-Infektion.Dass sich die Epidemie in Westafrika nicht innerhalb weniger Wochen eindämmen lässt, ist inzwischen allen klar. Die WHO hat deshalb ein neues Ziel gesteckt: 70-70-60.
    Die Zahlen stehen für Folgendes:



    • 70 Prozent der Erkrankten sollen so behandelt werden, dass sie niemanden anstecken.
    • 70 Prozent der an Ebola Verstorbenen sollen mit entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen beerdigt werden, sodass sich niemand an der Leiche infiziert.
    • Die Kapazitäten für diese beiden Maßnahmen sollen in 60 Tagen, also im Dezember, bereitstehen.


    Bis zu 10.000 neue Fälle - pro Woche
    Das Ziel ist ausgesprochen ehrgeizig, betont Bruce Aylward, der den Ebola-Einsatz der WHO koordiniert. Für Anfang Dezember rechnet die Organisation mit 5000 bis 10.000 neuen Ebola-Fällen pro Woche. Entsprechend groß müssen also die Kapazitäten sein, die Kranken zu behandeln und die Toten sicher zu bestatten.

    Zitat von Hunted;188980

    Nur weil es möglich ist, ist es noch lange nicht realistisch. Zumal Blut und Speichel dem Virus aufgund von Zusammensetzung deutlich besseren Schutz bildet, als Schweiß. Und nur über Schweiß reden wir hier. Der ja nichtmal als infektiöse Körperflüssigkeit nachgewiesen werden konnte...


    Scheinbar doch : "In Schweiß, Blut, Urin, Erbrochenem und Stuhl ist das Virus in hohen Konzentrationen vorhanden. In einem Kubikmillimeter Blut etwa befinden sich eine Million Viruspartikel...
    Es vermehrt sich in Zellen des Immunsystems und der Blutgefäße, es ist im Schweiß und in anderen Körperflüssigkeiten vorhanden, und darüber hinaus vermehrt es sich in der Leber." Bernhard Fleischer ist Leiter des Nationalen Referenzzentrums für Tropische Infektionserreger am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg. Er forscht seit Jahren über die Immunabwehr von tropischen Infektionen.
    http://www.taz.de/Virologe-ueber-Ebola-Infektion/!146707/

    Zitat von Hunted;188980

    Nur weil es möglich ist, ist es noch lange nicht realistisch. Zumal Blut und Speichel dem Virus aufgund von Zusammensetzung deutlich besseren Schutz bildet, als Schweiß. Und nur über Schweiß reden wir hier. Der ja nichtmal als infektiöse Körperflüssigkeit nachgewiesen werden konnte...
    Die anderen zu erfüllenden Parameter als Bedingung gelten natürlich auch für Blut, Speichel, Sperma und Co, da es eine grundlegende Gesetzmäßigkeit ist.


    Wir reden nicht nur über Schweiß, sondern allgemein über

    Zitat

    Ihr seht, ihr braucht auch in Zukunft nicht mehr Angst in der U-Bahn, auf der Arbeitr und sonstwo vor Türklinken und Co haben, als bisher auch ;-)

    Zitat von Hunted;188952

    Ich habe da mal eine kurze wissenschaftliche Recherche gestartet.
    Zusammengefasst kann man also sagen, dass es keinen einnzigen Nachweis dafür gibt, dass Ebola über den Schweiß der Betroffenen ausgeschieden, geschweige denn übertragen werden kann.
    Angenommen das Virus würde irgendwann tatsächlich über den Schweiß ausgeschieden, dann müsste noch folgendes stimmen, bevor eine Übertragung zusatnde kommt. 1. Die ausgeschiedene Viruslast muss für eine Infektion reichen. 2. Die Menge Schweiß an der Kontaktstelle müsste reichen um dem Virus zumindest kurzzeitig Schutz vor Umwelteinflüssen (Hitze= Austrocknung, UV-Licht, etc) bieten zu können. 3. Bei Kontakt müsste immer noch eine ausreichend hohe Viruslast vorhanden sein. 4. Es müssten nicht nur ausreichend Viren auf die Haut des Suszeptiblen, sondern auf Schleimhäute, bzw in offene Wunden gelangen. In Summe also ziemlich viele wenns...


    Ihr seht, ihr braucht auch in Zukunft nicht mehr Angst in der U-Bahn, auf der Arbeitr und sonstwo vor Türklinken und Co haben, als bisher auch ;-)


    Bist Du nicht Mediziner ?
    Deine wissenschaftliche Recherche klingt ja nett, dennoch ist beim RKI immer noch Folgendes zu lesen : "Ebolaviren können außerhalb des Körpers einige Tage infektionsfähig bleiben. Eine Ansteckung über Gegenstände wie Spritzen, die mit infektiösen Körperflüssigkeiten kontaminiert sind, ist daher möglich.6 Auf Oberflächen, die dem Sonnenlicht ausgesetzt oder getrocknet sind, überlebt das Virus allerdings nur wenige Tage."
    Ich denke nicht, dass das RKI unwissenschaftliches Zeugs veröffentlicht. http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/E/Ebola/Uebersicht.html

    "Eine neue Studie von Wissenschaftlern in Japan und den USA warnt, die Zahl der Toten könnte in die Hunderttausende gehen. Sie untersucht die aktuellen Übertragungsraten: Solange jeder Ebola-Kranke statistisch gesehen mehr als eine Person ansteckt, breitet sich die Seuche weiter aus; erst wenn die Rate unter 1 fällt, ist sie unter Kontrolle. Die aktuellen Übertragungsraten liegen je nach Land und Region bei 1,4 bis 1,7 – zwei Kranke stecken also durchschnittlich etwa drei weitere Personen an. Bei einer Rate von 1,4 wird Westafrika, so berechnen die Forscher, bis Jahresende rund 77.000 neue Ebola-Fälle verzeichnen – bei einer Rate von 1,7 sogar 277.000. Und nach wie vor sterben mehr als die Hälfte der Infizierten.
    Was tut die WHO? Sie sagt, sie steht zu ihren eigenen, viel niedrigeren Zahlen. Und lehnt dann noch den Antrag der Regierung von Sierra Leone ab, die Evakuierung eines afrikanischen Ebola-infizierten Arztes nach Hamburg zu finanzieren. Ein verheerendes Signal für das westafrikanische Gesundheitspersonal – die wahren Helden an der Seuchenfront. "
    http://www.taz.de/Ebola-Tagebuch--Folge-4/!145974/

    Hallo Matthias,


    das ist ein Teil Deines ersten Beitrags im diesem thread:

    Zitat

    =Waldschrat;181833]
    So grausam es sich anhört, diese Krankheit ist selbstlimitierend. Sie tötet ihre Opfer, ehe sie die Chance haben, viele andere anzustecken.


    Das haben viele Menschen mit Verantwortung auch gesagt. Dieser Irrglaube hat das jetzt vorhandene Desaster möglich gemacht.


    "Der Kampf gegen Ebola gleicht dem Kampf gegen Windmühlen. Dieser Meinung ist der deutsche Virologe Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg. Er und seine Kollegen «verlieren langsam die Hoffnung für Sierra Leone und Liberia», sagt er in einem Interview mit dem Rundfunk «Deutsche Welle».«Der richtige Zeitpunkt zum Eingreifen wurde verpasst. Jetzt ist es zu spät.» Der Ebola-Experte geht davon aus, dass sich das Virus in den westafrikanischen Ländern «ausbrennen» werde. Das bedeutet, dass sich fast jeder infizieren werde und so die Hälfte der Bevölkerung sterben würde."


    Das ist die Beschreibung eines Seuchenzuges ohne Heilmittel, schon vielfach in der Welt vorgekommen. Die Menschen, die die Erkrankung überstehen, sind danach immun (zumindest gegen dieses spezielle Ebola- Virus).
    Ich finde die Einschätzung auch nicht pessimistisch, sondern realistisch. Um zu diesem Zeitpunkt die weitere Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern, müssten 1000ende Hilfskräfte, mobile Krankenhäuser und Material augenblicklich eingesetzt werden; sämtliche Kontaktpersonen isoliert (nicht gerade einfach, wenn viele Kranke auf der Suche nach Hilfe mit dem Taxi durch die Gegend fahren), und, wie auch die schon Erkrankten, bestens versorgt werden.
    Von all dem ist man weit entfernt.


    Zitat

    zu sagen, da hat Afrika ganz andere Sorgen, wäre unangemessen und würde dem Leid der Erkrankten und ihrer Angehörigen nicht gerecht. Aber sehen wir doch mal ganz nüchtern die Fakten an: In Afrika gibt es pro Jahr rund 1,2 - 1,8 Mio Tote durch Malaria (Quelle Wikipedia), die Anzahl der Todesopfer durch HIV für Subsaharaafrika gibt Wikipedia für das Jahr 2004 mit 2,4 Millionen an.


    An Ebola sind in Westafrika bisher etwa 2.000 Menschen gestorben, allein in Deutschland sterben pro Jahr ca. 4.000 Menschen durch den Strassenverkehr.


    Die Malaria- und HIV- Opfer sind Opfer mangelnder Aufklärung, und fehlender Mittel für Medikamente. Diese Tode sind nicht unvermeidlich.
    Die Tode im Straßenverkehr (dem man sich im Übrigen freiwillig aussetzt) ebenfalls nicht, hier wurden auch schon große Fortschritte erzielt.


    Es gibt mittlerweile 2.400 Ebola- Tote, der Seuchenzug ist nicht beendet, und die Zahl schließt nur die gemeldete Zahl der Opfer ein, es wird von einer deutlich höheren "Dunkelziffer" ausgegangen.


    "In ihrem jüngsten Bericht vom 5. September gibt die Weltgesundheitsorganisation WHO die Todesrate insgesamt mit 53 Prozent an. Dieser Wert entsteht durch das gängigen Berechnungsverfahren, das etwa nach folgendem Schema funktioniert: 100 Menschen haben sich infiziert, 50 sind an dem Virus gestorben. Auf den ersten Blick ergibt sich daraus eine Überlebenswahrscheinlichkeit von 50 Prozent. Doch leider führt diese Zahl in die Irre.
    Dieses Abschätzverfahren lässt außer Acht, dass zwischen Ausbruch der Krankheit bei einem Menschen und seinem Tod einige Zeit vergeht. In der aktuellen Epidemie dauert es etwa 16 Tage, falls der Patient nicht geheilt werden kann. Um die Letalität präziser zu ermitteln, müsste man also die aktuelle Zahl der Toten mit der Zahl der Infizierten vor 16 Tagen ins Verhältnis setzen, sagt Maia Majumder vom Massachusetts Institute of Technology. Nach dieser Methode kommt sie auf eine Letalität von mehr als 80 Prozent."
    http://www.sueddeutsche.de/ges…-als-angenommen-1.2125058


    Zitat

    Die Menschen könnten schon viel durch einfache Vorsichtsmassnahmen verhindern, etwa dem Verzicht auf sog. "Bush Meat" (Affen, Flughunde)


    Wenn überhaupt, ist das dem ersten Patienten passiert. Selbst der Kontakt mit einem toten Virusträger kann ansteckend sein. Wie willst Du verhindern, dass ein neugieriges Kind ein totes Tier berührt?
    Nach der Erstansteckung ist hat nur noch eine Übertragung von Mensch zu Mensch stattgefunden, und die Infizierten, die noch in der Inkubationszeit sind, sind nicht zu erkennen.


    Zitat

    oder auf Bestattungsritiale, bei denen es üblich ist, dass der Tote vor der Beerdigung von den Angehörigen gewaschen wird - natürlich mit blossen Händen.


    Letztlich würde es bedeuten, dass in endemischen Gebieten die Menschen fortan auf jeglichen Körperkontakt verzichten müssten...


    Ein weiteres Problem: durch die Bindung der Kräfte im Kampf gegen Ebola werden andere Kranke weniger behandelt. D.h. bei Geburtskomplikationen sterben Mutter und/oder Kind, die HIV- und Malariakranken werden noch weniger behandelt usw.
    Daher hielte ich es für ratsam, eher ein Heilmittel gegen eine sehr schnell (letal) verlaufende Infektionskrankheit zu "erfinden" , als einen Impfstoff für Krankheiten, wo man ein wenig mehr Zeit zur Rettung/ Hilfe für den Patienten hat, zumal es für Malaria und HIV bereits hilfreiche Medikamente gibt... solltest Du ein schwerreicher Mäzen werden ;-)
    Ein Impfstoff hinkt immer den Mutationen eines Virus hinterher (siehe neuer Polio- Stamm, siehe jährliche Grippe usw.).

    Zitat von StefanS;186527

    Gewagte Worte von denen, bei denen es geklappt hat. Pauschal ist das garantiert nicht richtig. Unser Kleiner ist jetzt 8 Wochen, da hat es definitiv NICHT geklappt. QED.


    Natürlich kommt es bei ca. einer von ca. 1000 Frauen vor, dass es aufgrund anatomischer Besonderheiten oder einer Erkrankung nicht möglich ist, zu stillen.
    Es wollte bestimmt niemand unterstellen, dass so etwas niemals vorkommt.


    Der Erfahrung nach gibt es aber bei 99 von 100 Frauen, die nicht stillen können, ganz andere Gründe :
    - sie wollen es nicht (bewusst oder unbewusst)
    - das Kind hat schon die Flasche bekommen und mag sich nicht an der Brust anstrengen
    - das Kind bekommt aus verschiedenen Gründen immer mal eine Flasche, die Milch geht zurück
    - Sorge, es nicht zu können/ nicht genug Milch zu haben - Angst/ Stress lässt die Milch zurückgehen
    - in den Phasen, wo plötzlich ein Schub nach "viel mehr" vorhanden ist (ca. 3. Tag, 3. Woche, 3. Monat) wird nicht häufiger gestillt (u. U. jede halbe Stunde), um die Milchproduktion hochzufahren, sondern gedacht, ich habe nicht mehr genug Milch ---> zufüttern ---> die Milch geht zurück.

    Zitat von theAnti2007;186499

    So ganz harmlos sieht das dort wohl nicht aus wie von manchen hier verbreited wird.


    Das liegt möglicherweise daran, dass viele Menschen überhaupt keine Erfahrungen mit Epidemien/ Seuchen haben, und ganz entspannt davon ausgehen, dass das Gesundheitswesen/die Behörden so etwas im Griff hat.
    Leider haben auch Personen, die über ausreichend Fachwissen verfügen müssten, um die Situation real einschätzen zu können, nicht gehandelt.


    Auch in der "Welt" zu lesen:


    "Ebola – noch vor wenigen Monaten stand dieser Name für eine exotische und seltene Krankheit, die man wohl bekämpfen muss, aber nicht wirklich zu fürchten braucht. Das Virus, so war die einhellige Meinung, komme in aller Regel nicht weit. Es sei zu schnell zu tödlich, als dass sich viele Menschen mit dem Erreger infizieren könnten.Heute weiß man: Ebola wurde durch diese Haltung massiv unterschätzt."
    "Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hofft, dass die Ebola-Welle in sechs bis neun Monaten einzudämmen ist.
    Bis zu diesem Zeitpunkt würden den Schätzungen nach etwa 20.000 Menschen erkranken. Bei einer Sterberate von etwa 50 Prozent bedeutet das eine Zahl von 10.000 Ebola-Toten bis zum kommenden Frühling."


    "
    Spätestens seit Beginn der aktuellen Ebola-Ausbrüche im Februar ist das Szenario einer unkontrollierbaren Ausbreitung von Ebola erschreckend real. Und trotz der intensiven Forschung bleiben noch immer viele offene Fragen.
    So ist zum Beispiel immer noch nicht restlos geklärt, welches das natürliche Reservoir des Virus ist, auch wenn man mittlerweile davon ausgeht, dass verschiedene afrikanische Flughundearten Träger des Erregers sind. Und das Ausmaß des derzeitigen Ausbruchs gibt ebenfalls Rätsel auf. Die derzeitigen Infektionsraten übertreffen alle bisherigen Fälle bei Weitem.
    So kam es bei keinem der seit dem Jahr 1976 registrierten Ausbrüche zu mehr als 300 Toten. Und nicht zuletzt scheinen nach wie vor unbekannte Übertragungswege für das Virus zu bestehen. Rick Sacra, der in einem Krankenhaus in Liberia arbeitete, hatte nur Patienten behandelt, welche gar nicht an Ebola erkrankt waren. Trotzdem infizierte der Mediziner sich mit dem gefährlichen Virus.
    Diesen und anderen Fragen müssen die Experten Aufmerksamkeit schenken. Ob und wie das in Anbetracht der aktuellen Forderungen nach einer Entsendung dieser Fachleute nach Afrika möglich ist, bleibt abzuwarten."


    http://www.welt.de/gesundheit/…gestoppt-werden-kann.html

    Zitat von Frequenzkatastrophe;186416

    Ok, mal kurz ein Satz von meiner Seite ohne mich in die Diskussion im Detail einschalten zu wollen:
    Viren mutieren, das ist nichts neues und das tun sie rasend schnell und schon sehr lange, gute Beispiele sind Grippe und HIV.


    Nein, es ist nichts Neues und immer wieder eine Herausforderung für die Forschung.


    Zitat

    Firehorse um kurz auf Deinen Artikel in Beitrag 47 einzugehen, den von Dir verlinkten Artikel hab ich auch mehrfach gelesen und ich halte ihn für Nonsense, der vom Großteil der Wissenschaftler nicht geteilt wird. Der Satz: "...Die Mutationsrate ist doppelt so hoch wie in der Natur...." ist die Quintessenz dieses Bullshit - aber das ist meine persönliche Meinung und keine wissenschaftliche validierte Aussage].


    Ich weiß nicht, wer diesen Satz verfasst hat, aber im Ärzteblatt ist ebenfalls über diese Studie zu lesen:


    "Boston – Ein internationales Forscherteam hat das Erbgut von 99 Ebola-Viren sequen*ziert, die zu Beginn des Ausbruchs in Sierra Leone von 78 Patienten isoliert wurden. Die Ergebnisse in Science (2014; doi: 10.1126/science.1259657) zeigen, dass sich der Erreger rasch dem Menschen anpasst. Fünf Autoren haben sich bei ihrer Forschungs*arbeit infiziert und sind inzwischen am hämorrhagischen Fieber gestorben. Darunter ist auch der Sierra Leone prominente Mediziner Sheik Humarr Khan.
    Bis zu 2.000 Mal hat das Forscherteam um Kristian Andersen vom Broad Institute in Cambridge/Massachusetts aus Sierra Leone in die USA transportierte Viren mit den Sequenzierautomaten analysiert, um ja keine Punktmutation zu übersehen. Die Proben stammten von 78 Patienten, die sich in den ersten 24 Tagen des Ausbruchs in Sierra Leone seit Mai infiziert hatten und zumeist im Government Hospital in der Stadt Kenema behandelt wurden.


    Die aktuelle Studie ergab, dass sich das Virus in 340 Punkten (Einzelnukleotid-Polymor*phismen, SNP) von dem Vorläufer unterschiedet, der zuerst 1976 in Zentralafrika entdeckt wurde. In weiteren 50 SNP hat sich das Virus allein in den ersten Wochen nach dem Eintreffen in Sierra Leone verändert.
    Die genetische Analyse der Ebola-Viren lässt darauf schließen, dass die Heilerin, die vermutlich zuvor in Guinea auf Beerdigungen tätig war, gleich mit zwei unterschiedlichen Varianten des aktuellen Virus infiziert war. In Sierra Leone hat sich inzwischen eine dritte Variante gebildet, auf die sich ein Cluster von 38 Patienten nachverfolgen ließ. Sie soll über einen LKW-Fahrer verbreitet worden sein.
    Die Mutationsfreudigkeit des Ebola-Virus könnte Auswirkungen auf die Diagnose und die Therapie haben. Die Diagnose erfolgt heute mit der Polymerase-Kettenreaktion, die bestimmte Genabschnitt erkennt. Wenn es in diesen Genabschnitten zu Mutationen kommt, kann dies zu falsch-negativen Testergebnissen führen. Die Therapie mit dem Antikörper-Präparat ZMapp könnte ebenfalls ihre (noch weitgehend unbestätigte Wirkung) verlieren, wenn die Mutationen die Epitope betreffen, die von den Antikörpern des Präparats auf dem Virus erkannt werden.
    http://www.aerzteblatt.de/nach…usbruchs?s=ebola+mutation


    Vielleicht veröffentlichen die aber auch bullshit, ich kann es nicht beurteilen.





    Zitat

    ]Noch was allgemeines, Virologie, Epidemiologie und Seuchenbekämpfung sind hochkomplexe Themen, kein Mensch kann das alleine überblicken, erst recht niemand mit medizinischem Halbwissen (so wie fast alle hier im Forum, mich eingeschlossen), ob es uns passt oder nicht, was das Thema angeht müssen wir leider den Seuchenschutzbehörden also RKI/CDC/WHO vertrauen.


    Naja.
    "Die WHO reagierte spät: Es war kein einfaches Frühjahr für die WHO. Im arabischen Raum verbreitete sich das neue, tödliche Coronavirus Mers, von dem noch nicht klar war, ob es das Gefährdungspotenzial seines Verwandten Sars hatte. Im Mai rief die Behörde den internationalen Notstand aus, da die unter enormen Anstrengungen fast schon ausgerottete Kinderlähmung wieder um sich griff. Der etwa 20. Ebola-Ausbruch in Afrika schien da nur eine Randnotiz. Zumal die Behörde unter Mittelkürzungen litt. Das Budget für 2014/15 liegt etwa 25 Prozent niedriger als noch vier Jahre zuvor. Die Mittel für die Bekämpfung von Ausbrüchen schrumpften innerhalb von zwei Jahren um die Hälfte. Schon Ende Juni warnte die Organisation Ärzte ohne Grenzen: "Die Epidemie ist außer Kontrolle." Es dauerte noch fast sechs Wochen, ehe die WHO den Gesundheitsnotfall ausrief."
    http://www.sueddeutsche.de/ges…t-angstfaktor-1.2121848-2


    Zitat

    Es schadet nicht, ein wenig sensibel bezüglich der Nachrichtenlage zu sein aber mal im Ernst lasst Euch nicht verrückt machen, mit Biowaffen, irgendwelchen Patenten oder dem Untergang der abendländischen Kultur hat das nichts zu tun, ich würde mir in Sachen Gesundheitsgefährdung mehr Gedanken über Straßenverkehr, Fettleibigkeit und Rauchen machen, dass tötet schon jetzt Europäer ohne Ende, ohne dass es auch nur einen Ebolafall hier gab/gibt (Stichwort kognitive Dissonanz). Dennoch wäre ich dankbar (für die vor Ort betroffenen) wenn die WHO mal Gehör fände und deren Empfehlungen adäquat umgesetzt würden.


    Die Umsetzung der Empfehlungen wäre sicher gut, noch besser wäre es gewesen, das in Angriff zu nehmen, als es noch überschaubar und kontrollierbar war.
    Die Gesundheitsgefährdung durch Straßenverkehr, Fettleibigkeit, Rauchen etc. kann weitgehend jeder für sich selbst beeinflussen, das kann man schlecht vergleichen.
    Ich fühle mich persönlich durch Ebola nicht gefährdet, finde es nur erschreckend, wie phlegmatisch von verantwortlichen Stellen reagiert wird.


    "Eine rasch steigende Zahl von Erkrankungen in Liberia, Fernseh*berichte über Ebola-Patienten, die vor den Toren improvisierter Behandlungszentren in Nigeria mit dem Tod ringen, erste Erkrankungsfälle im Kongo, lassen die Gesundheits*behörden in Europa befürchten, dass schon bald erste Erkrankungsfälle in Europa auftreten. Das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) und das Robert Koch-Institut (RKI) haben deshalb vorsorglich eine Falldefinition veröffentlicht.
    Danach ist ein Import der Viren über acht Flughäfen in Deutschland vorstellbar.Am wahrscheinlichsten ist derzeit das Eindringen durch einen Direktflug von Conakry nach München (relatives Importrisiko ReIP 0,196 Prozent) Frankfurt (ReIP 0,173) oder Düsseldorf (ReIP 0,159 Prozent). Die Infizierten könnten aber auch aus Freetown einreisen (entsprechende ReIPs 0,173, 0,171 und 0,119). Als etwas unwahrscheinlicher wird ein Import über das Drehkreuz CDG in Paris eingestuft."
    http://www.aerzteblatt.de/nach…-und-Risikoabschaetzungen