Beiträge von Opa

    wieso sich die Pandemie weit vor der Durchseuchung wie eine Gauss Verteilung verhalten soll verstehe ich nicht.


    Das ist doch wie beim Pferderennen Witz, wo der Mathematiker erstmal annimmt, alle Pferde seien gleich und kugelförmig.

    Da muss ich als Mathematiker mal einhaken:

    Die Anzahl der Inifzierten über die Zeit aufgetragen ist zwar die Ableitung einer Sigmoide, aber bei weitem keine Gausskurve.

    Die Anzahl der Inifzierten steigt Exponentiell, die Gausskurve steigt quadratisch exponentiell,

    Das sieht zwar ähnlich aus, verhält sich für kleine Zahlen wirklich extrem anders.

    Es ist also kompletter Blödsinn, den Verlauf der Pandemie mit einer Gaußkurve zu vergleichen. Gerade weit vor der Durchseuchung sind die Unterschiede besonders krass.


    In der Schule lernt man die zugehörige Funktion als "Logistische Funktion" oder "Häschen-Funktion" kennen.

    Im Wesentlichen ist die Berechnungsvorschrift x(n+1)=k*x(n)*(Obergrenze-x(n))/Obergrenze

    wobei der zweite Faktor am Anfang ziemlich nahe bei 1 ist, und deshalb die Anzahl der Infizierten am Anfang fast exponentiell steigt.


    Das interessanteste ist ihre Vorhersagbarkeit. Wenn die Logistische Funktion am Anfang der Infektion mit einem bestimmten Faktor steigt (z.B. Verdopplung alle drei Tage), dann tun das auch alle, auch die zeitlich verschobenen proportionalen Größen.


    Also weiss ich, z.b. wenn es heute den ersten Intensivpatienten gibt, dann gibt es in drei tagen zwei, in sechs tagen vier, in neun tagen acht ...

    Und wenn der erste Tote da ist, dann wird nach neun tagen acht Tote da sein.




    Nick

    Mein Beitrag noch zum Thema Tarnnetz:

    Um wirkungsvoll auf offener Fläche eine Tarnwirkung zu erzielen, muss das Tarnnetz wesentlich größer als der abzutarnende Gegenstand sein. Werfe ich über einen PKW ein Tarnnetz so ist immer noch ein PKW erkennbar. Wenn ich das Netz dann vernünftig aufständern will um die Konturen zu verwischen muss es daher größer sein.

    Der Tarnvorgang bindet Zeit und Energie, beides rare Ressourcen im Falle einer Flucht.

    Besser ist es nach meinem Dafürhalten, natürliche Tarnung (Dickungen, tiefes Unterholz etc. zu nutzen, da kommt es dann nur drauf an, das das Zelt auch eine gedeckte Farbe hat.

    Kleine Geschichte, so mein aha-Erlebnis zur Geländenutzung, noch lange, bevor ich mich ernsthaft damit beschäftigt habe:


    Gruppe übernachtet, ich wie immer gerne etwas abseits. Suche mir ein Windgeschütztes Örtchen, eine kleine Rinne am Abhang, parallel zum Abhang. Dort mit Luma und oragenem (!!!) Schlafsack gepennt. Ich habe verschlafen, und die anderen haben mich trotz wenige Meter an mir vorbei laufen nicht gefunden...


    Ich glaube die Geländenutzung für Tarnung, aber auch für Wetterschutz oder bequemeren Untergrund kann man kaum überbewerten!


    Zur Tarnung: Wenn Gewicht keine Rolle spielt, dann nehme einen dünneren Schlafsack und noch eine oliv gemusterte Wolldecke zum drüberlegen. Ein paar Blätter und Moos drauf... Da stolpert einer drüber, bevor er Dich sieht. Und ich schlafe viel lieber mit Decke als mit Schlafsack.



    Nick

    Bezüglich Wärme nehme ich lieber einen Dickeren Schlafsack als ein Zelt.


    Mir ist klar, dass das gewichtsmäßig schlechter ist als ein leichtes Zelt und dünner Schlafsack, aber ich finde es ganz persönlich für mein Schlafgefühl angenehmer.


    Das ist auch, was ich sagen wollte: Du wirst keine objektiv beste Lösung finden, weil hier viele Faktoren eine Rolle spielen, und jeder wird sie unterschiedlich bewerten (müssen).


    Gewicht oder Preis?

    Wärmeisolierung oder Heizung?

    ...


    Ganz objektiv betrachtet bin ich immer einer der wenigsten ohne Zelt, also muss Zelt wohl schon was für sich haben, und meins ist eher ein Sonderweg. Aber ich bin damit glücklich. Ich würde aber auch niemanden versuchen gegen seinen Willen auf ein Zelt zu verzichten.


    Am Besten ists vielleicht, Du stellst Dir eine Liste von Punkten auf, die für Dich wichtig ist (Preis/Gewicht/Heizung/Robustheit,...) und versuchst rauzufinden, welche Anforderungen sich gegenseitig in die Quere kommen. Dann musst Du bewerten, was wichtiger ist, und irgendwann kommst Du zu einer persönlich für Dich besten Lösung.




    Nick

    Oh, ich glaube, bei solchen Fragen können Glaubenskriege ausbrechen.


    Als ich anfing zu campen war das, weil es das Billigste war. Geld war knapp und deshalb war die billigste Lösung die beste.

    Eine alte Plane ungefähr 2m x 3m von meinem Opa und eine Säge am Taschenmesser um sich irgendwo einen Stock abzusägen war alles, was ich damals benutzte... Ich habe da auch eine eigene Technik entwickelt, und wenn bei den anderen Wasser ins Zelt läuft oder das Zelt vom Sturm umgeblasen wird, steht meine Konstruktion.


    Deshalb ist meine Antwort für mich ganz eindeutig: Plane.


    Eine kleine Einschränkung noch, seit ich mit Frau und Kindern unterwegs bin: Als Sichtschutz, wenn die Kinder im anderen Zelt schlafen ist ein eigenes Zelt sinnvoll, für Dinge.. wenn man halt gerade Sichtschutz braucht

    Ich werde weiterhin mit Medien reden und zur Verfügung stehen, um das Bild des Preppers für den deutschsprachigen Sprachraum, anders als sein US-amerikanisches Pendant, zu positionieren.

    Du musst einfach die Spielregeln einhalten, dann geht das.

    Unerfahrene Gesprächspartner dagegen sind keine Partner sondern Opfer von Journalisten.


    Aber ich glaube das würde einen kompletten Thread füllen.

    Hallo,


    um nicht so oft den "stinkenden" Müll raustragen zu müssen, habe ich einen alten Windeleimer, damals zur Geburt meiner ältesten Tochter als Werbegeschenk, reaktiviert.

    Vielleicht gerade jetzt in der Coronakrise, um nicht so oft Türklinken bedienen zu müssen, oder auch für später mal vielleicht interessant.


    Also, 1. Tipp: Geruchsdichter Mülleimer einen alten Windeleimer reaktivieren.


    2. Frage: Da man jetzt gerade eher schwierig an Möbel kommt, wie könnte man einen geruchsdichten Mülleimer improvisieren, bzw. welche Gefäße würdet ihr dafür benutzen?



    Nick

    Ich picke mir mal die abstrakte Fragestellung raus, und gehe etwas weg von Corona.


    Also Situation: Du kannst nicht weg, wegen Quarantäne/Unruhen/DieRussenKommen/... und gleichzeitig brennt Dein Haus ab/wird weggebombt/...


    In einer klassischen Kriegssituation gar nicht so unrealistisch, das Szenario, und damit überlegenswert.


    Gut versteckte Caches und ein SO, der etwas unauffällig und versteckt und nicht zu weit entfernt liegt, wäre da meine erste Idee.

    Dann natürlich: Nützlich sein, z.B. durch Fähigkeiten, die man in solchen Situationen vermutlich brauchen wird.



    Nick

    Genau wie Michamehl habe ich alle kleinen etwas sensibilisiert. Es gibt da ja genügend Youtube-Videos mit Leichensäcken. Das prägt sich ein.


    Ein positiver Nebeneffekt: Ich hatte endlich einen glaubhaften Vorwand, mir eine echte Gasmaske auf Lager zu legen. Weil Corona kann ja auch über Schleimhäute also z.B. über die Augen eindringen :-) .. und Aktivkohle hilft auch gegen Viren.

    (Wer behauptet, man solle nicht mit Kanonen auf Spatzen schiessen... Der hat das einfach noch nie ausprobiert)


    Von den Papiermasken halte ich wenig, Lackierermasken habe ich mit ein paar Ersatzfilter sowieso rumliegen.

    Gerade in der Arbeit habe ich viele Kollegen, bei denen die Stimmung gerade am kippen ist.


    Alle so: "Hihi, ich war auch beim Kleintierhandel und habe mir einen Hamster gekauft"... Wobei das Lachen schon deutlich gezwungen wirkt.


    So nach dem Motto: "Ich bin unvorbereitet und glaube jetzt mit aller Macht daran, dass die anderen zu blöd um die Wahrheit zu erkennen". ... und ein kleines Teufelchen auf der Schulter "Aber... "


    Jedenfalls fällte es mir einfacher als ich geglaubt hätte, die unbedarften von den vermutlich gefährlichen zu unterscheiden. Mal schaun, ob ich recht behalte.



    Nick

    Ich weiß nicht so recht, ob ich beruhigt sein soll, wenn die Bundeswehr so mangelhaft ausgerüstet ist ...


    Wie dem auch sei,... von chemical imaging Kameras... Hat da jemand schon was bezüglich der Bundeswehr gehört? Haben die sowas nicht?


    Hyperspektralkamera


    Theoretisch müsste man für das Auge komplett unsichtbare Plastik-Tarnnetze wie rote Punkte im Gelände sichtbar machen können.

    Und die Wärmeschutzfolien dürften auch einen unverwechselbaren chemischen Fingerabdruck haben.


    @TID: Das mit den Drohnen habe ich so Fluggeschwindigkeit, dass es noch nicht verschwimmt, 1 km breite Auflösung und kreisförmige Stadt mit ca 7 km Durchmesser ( ja, Mathematiker...) und alle 20 Sekunden den Randstreifen komplett abfotografiert überschlagen. Ist vermutlich übertrieben...



    Nick

    Da muss ich mich doch mal wieder als Kameratechniker outen.


    Ich habe zwar keine Ahnung von Militäroptiken, aber was man mit Industriekameras machen könnte:

    1. Wärmebildkameras. Gibts inzwischen in 1.2 Megapixel in Industriequalität (nicht Infrarot!)

    2. Multispektralkameras, extra eingestellt auf die Chemische Signatur von Tarnnetzen, Wärmeisolationsfolien, etc.


    Ich würde mal behaupten mit so um die 5 Drohnen und 5 Operatoren überwache ich Dir einen 1-km breiten Streifen um eine 40.000-Einwohnerstadt lückenlos im 20-Sekundentakt und mit der Auflösung, dass Du eine Ratte (mit Tarnnetz: -) ) erkennst.


    Ich nehme man an, die Bundeswehr und Polizei hat nicht die neueste Technik, aber ich würde zumindest damit zu rechnen, dass übliche Tarnmethoden eher wie eine rote Signalleuchte wirken. Ungetarnt kommst Du auch nicht durch.


    Das im Hinterkopf, und ohne jetzt es wirklich durchführen zu wollen, ist es eine interessante Knobelaufgabe, sich einen Weg zu überlegen, da trotzdem durchzukommen.



    Nick

    @TID: Sehe ich genauso. Jeder hat die Regierung, die er verdient.

    Und ich werde meine Zuverlässigkeit auch nicht aus Trotzigkeit gefährden.


    Will ich was schneiden, habe ich ein Scherchen, einen Nagelclipser.

    Zange, Dosenöffner, etc. alles erlaubt in den Waffenverbotszonen, so lange es sich im Rahmen hält.


    Und das Argument ein Taschenmesser zur Selbstverteidigung zu benötigen...

    Da gibts auch genügend, vielleicht nicht ganz so tolle Alternativen, aber es gibt sie.



    Nick

    Zwei Ratschläge

    1. Victorinox hat eine Alox-Reihe, bei der die Klinge um ein paar Milimeterbruchteile dicker ist. Wenn Dir Victorinxo gefällt, dann schau mal nach Victorinox Pioneer oder ähnliches. Ich habe das Pioneer. Und es ist wirklich deutlich stabiler als die "normalen" Victorinoxe.

    2. Walther Multi Tac Pro. Den Einhandknubbel kann man abschrauben. Die Zange kann man im Gegensatz zu fast allen Multitools, die ich kenne, fast bis 90° öffnen.


    Nick

    Ich möchte mal ein bischen Verschwörungstheorie machen.


    Gestern hab ich nach der abgeriegelten Stadt Codogno Videos auf Youtube gesucht. Und auch gefunden, ein paar.

    Seit 23 Stunden gibts kein einziges Video mehr.


    Haben die das Internet gekappt?

    Ich habe mir mal um Venedig rum mit Google Maps die Gegend angeschaut, ob man darauf abgeriegelte Ortschaften erkennt. Und was soll ich sagen... Eindrucksvoll!!!


    1. Google Maps aufrufen

    2. Verkehr anzeigen

    3. Suche nach "Vo in Italien"


    Codogno sieht noch abgeriegelter aus.


    Gibt es irgendwo eine Liste von aberiegelten Städten, oder muss man die sich mühsam selber zusammensuchen?