Beiträge von Opa

    Böker Tech Tool City 4 entspricht dem Fieldmaster. Hat noch zusätzlich zum Fieldmaster einen Gürtelclip und einen Gurtschneider, dafür keinen Dosenöffner.


    Den Fieldmaster hab ich vor ungefähr zwei Jahren meiner Frau geschenkt. War auch skeptisch, dass die zusätzliche Schere evtl. der Tropfen ist, der es zu schwer macht. War aber nicht so. Sie ist voll zufrieden.


    Ich habe lieber ein kleines Classic fürs Scherchen, um bei dem Messer zum Brotschmieren etwas freier entscheiden zu können. So ist für mich Victorinox Scout + Victorinox Classic die Lieblingskombi.


    Es gibt also auch von anderen Herstellern Fieldmaster-ähnliche Messer, aber vielleicht willst Du auch eine Kombination aus zwei (kleineren) Messern in Betracht ziehen?



    Nick

    Wenn man den ganzen Artikel durchliest, kommt man drauf, dass das Holz nur Cellulose liefert, der Rest wird entfernt.

    Zellulose kann man aber auch woanders herholen. Zellulose ist schon ein Polymer, also entwickeln die da mehr oder weniger eine neue Form von Plastik. Wird wohl nie wirtschaftlich konkurrieren können.


    Holz härten kenne ich von Pfählen, die man an der Spitze ankohlt, oder von selbergemachten Pfeilen für Pfeil-und Bogen, die man vorne mit einem Bleistiftspitzer anspitzt und dann ebenfalls kurz ins Feuer hält, bis sie braun werden. Holz wird durch erhitzen härter (aber auch spröder!), falls man das mal in einer Survival-Situation braucht, ist das eine recht einfache Methode.



    Nick

    Wie habt ihr eure Eltern auf Blackout vorbereitet ?

    Der war gut :-)


    Meine Eltern haben einen Keller wie man sie früher hatte.


    Ich habe Vorrat halten von denen gelernt.


    Sie sind zwar in einem Alter, wo das Gebäude anfängt, brüchig zu werden, aber einen Blackout alleine dürfte ihnen keine Kopfzerbrechen machen. Ich glaube auch, dass man da von heute auf morgen nicht viel machen kann.


    Wenn sie nicht Prepping-Affin sind, dann kannst Du ihnen vielleicht Dinge schenken, die ohne Strom funktionieren:

    Kochen: Fondue und ein paar Liter Spiritus

    Wärme: Kuscheldecke, Schal und selbstgestrickte Handschuhe

    ...


    Nick

    Ich bin im letzten Jahrtausend (kein Witz, so alte Menschen gibts) mal auf die Idee gekommen, ich müsse Segelfliegen lernen.

    Habe keinen Flugschein gemacht, aber ein paar Stunden bin ich geflogen.


    Von den drei Dingen: Start, Flug und Landung ist die Landung das mit Abstand schwierigste. Wenn da nicht irgendeine Automatik in dem Vogel funktioniert, dann betet lieber, das hilft ungefähr genau so viel, wie zu versuchen zu landen, ohne schon mal wirklich am Knüppel gesessen zu haben. Sorry.


    Ich würde mir zutrauen, zumindest eine nicht so schlimme Bruchlandung hin zu bekommen, aber eine Bruchlandung vermeiden? Vergiss es.


    Was aber viel eher vorkommt, als dass Du ein Linienflugzeug notlanden musst: Wenn Du mit einem Sportflugzeug oder einem Ultralight mitfliegst.


    Da kann ich z.B. den Tipp geben: In Ultralights gibt es immer einen großen Notfallknopf, und wenn man den drückt, dann landet das Flugzeug an einem Fallschirm. Sollte man vielleicht bei so einem Rundflug fragen, welcher der Knöpfe das ist, falls der Pilot einen Herzinfarkt kriegt.



    Nick

    Ich habe den Faden jetzt sehr interessiert gelesen, aber mir fehlen ein Bisschen die Lösungsvorschläge.


    Mein Geburtsjahr war mitten in den Fetten Jahren lange nach dem Wiederaufbau... mit länger dauerndem Mangel kenne ich mich nicht aus. Aber ich glaube, der Schlüssel dazu, die vielleicht kommenden Verknappungen zu ertragen, werden Fähigkeiten sein, die mein Vater und mein Opa noch ganz natürlich hatten.


    1. Vegetarier, "Ich mag kein Spinat"? Spinner... der Mensch ist Allesfresser! Wenn Du Fett nicht magst, ich esse es gerne :-)

    2. Handwerker? Die Axt im Haus erspart den Zimmermann! Man muss halt damit umgehen lernen, und ggf. Verluste einplanen.

    3. Wegwerfen? Kann man sicher irgendwann noch brauchen!

    ....


    Die typischen Tugenden der Nachkriegsjahre. Leider gibts da niemanden mehr, der das noch erzählen kann...

    Aber vielleicht gibts hier Ex-DDR-ler? Wie war das damals, als man zur Geburt sein Auto bestellt hat, um es dann mit 25 Jahren zu bekommen?


    Was für Tugenden und Fähigkeiten haltet Ihr für wichtig?



    Nick


    P.S. das mit den Lasterfahrern kann ich unterschreiben. Mein Onkel lebt noch, ist seit einigen Jahren in Rente, und ist heilfroh, heute nicht mehr fahren zu müssen!

    Da kommen mir noch künstliche Hohlräume in den Sinn.


    Bei uns in der Nähe wurde erst eine Party im Hohlraum einer Autobahnbrücke aufgelöst. --> Da hat es also richtig viel Platz.


    Kann man sich ja mal in einer ruhigen halben Stunde hinsetzen, und potentielle Ziele für die nächste Wanderung aufreihen.



    Nick

    Ich hatte früher auf der schwäbischen Alb eine Lieblingshöhle, in der ich mich im Sommer vor der Hitze und im Winter vor der Kälte verkrochen habe, nach einer ca. 5km-Wanderung durch den Schnee.


    Auch kenne ich eine Höhle mit großem Eingangsbreich, wo wir früher gefeiert haben.


    Man muss sie nur kennen, aber manche Höhlen sind robust, fast unkaputtbar, spenden Schutz vor Wind und Wetter.

    Eine perfekte Fluchtburg?


    Als SO oder Fluchtort würde ich mir trotzdem NIE eine Höhle auswählen. Warum? Nicht wegen Steinschlag Hochwasser, etc...


    Die "angenehmen" Höhlen sind viel mehr Menschen bekannt, als reinpassen :(



    Nick

    Da ich Schausteller in der Familie habe, kann ich dir sagen, bei denen braucht man sich keine Informationen abholen.

    Die stehen nie frei ohne Strom- oder Wasseranschluss. Vorräte haben die max. für 2 Tage an Bord. Essen / Trinken können die auf einem Volksfest so gut wie rund um die Uhr kaufen.

    Ok, das wusste ich nicht. Danke.


    Ich bin nur immer beeindruckt, wenn ich an den LKW-Anhänger großen Wohnwagen der Schausteller vorbeilaufe. Die kann man sogar in der Breite und in der Länge noch ausziehen... da drin müsste es Platz geben, wie in einer mittleren Stadtwohnung.



    Nick

    Photovoltaik ist auch nicht das gelbe vom Ei: Die Herstellung der Solarzellen verschlingt nicht viel weniger Energie, als die Zellen dann in ihrem halben Leben liefern. Solarzellen sind also im Endeffekt nur etwas bessere Batterien.


    Sonnenenergie ist nicht skalierbar. Will ich ein Gigawatt, dann brauche ich ungefähr eine Million Quadratmeter (Solarkonstante), falls ich die Energie 100% umwandeln könnte, wovon wir noch weit entfernt sind. Erschwerend kommt hinzu, dass darunter keine Kartoffeln mehr wachsen.


    Ich wollte auch gar nicht unbedingt auf die Kernfusion hinaus, die auch nicht in jeder Beziehung ideal ist, sondern die Fusion als *eine* Möglichkeit, die Energie billig machen könnte.


    Aber die technischen Probleme, die ich für lösbar halte, sind nicht die einzigen Probleme.


    Wenn man nämlich so anguckt, wo Gelder reingebuttert werden, dann hat man den Eindruck, dass von den Entscheidern gar keiner billige Energie will. Es ist ja auch verständlich: Mit Energieverknappung kann man gut regieren, erpressen und Geld scheffeln. Jeder vernünftige Manager, der seinen Profit maximieren will und jeder Politiker, der an Machtgewinn interessiert ist, also wirklich jeder, der etwas zu Entscheiden hat, kann nur *gegen* billige Energie sein.


    Ich nehme mal an, dass es deshalb auf absehbare Zeit keine billige Energie geben wird, selbst wenn sie physikalisch möglich wäre.


    Was bleibt uns? Wolldecken bevorraten :-)



    Nick

    Mich stört bei der ganzen Energiediskussion, dass neue Techniken gar keine Rolle spielen.

    Auf der einen Seite steht Kohle, Gas und allgemein CO2-Dreck, auf der anderen steht die Atomlobby.


    So die alte Frage: "Pest oder Cholera?" Basta!

    Auf die Idee, dass es auch Seife gibt, scheint keiner zu kommen.


    In die Forschung über Fusionsenergie (speziell Plasmaphysik) werden nur lächerliche Summen geblasen.


    Was man als Prepper machen kann? Weckt Interesse an der Physik bei euren Kindern!


    Ist auch in vieler anderer Hinsicht sehr hilfreich, weil sie dann selbstständig Panikmache oder wirkliche Gefahr einschätzen können. Naja, zumindest etwas besser als der Durchschnittsmensch, und ein kleiner Vorteil reicht ja oft :-)



    Nick

    Wie wärs mit einer Petromax?


    Edit: Fällt mir grad ein: Gabs da nicht einen Miniofen, glaube ich schweizer Hersteller und mit so paar Finger breitem Docht drin. Verbrennt Spiritus und Öl und Petroleum, wenn ichs recht in Erinnerung habe.



    Nick

    Wenn erstmal das ein oder andere Gebäude in einer Stadt durch einen Teelichtofen brennt. Brennt wenn das nicht unter Kontrolle kommt schnell der Rest und dann die Nachbargebäude. Sobald das brennt, brennt der ganzen Straßenblock ab. Wenn das nicht gelöscht wird, brennt über Winde verteilt mit Funken und was auch immer ggf. der nächste Straßenblock ab. Die Stadt verwandelt sich in einen Teelichterofen. Hatten wir früher auch schonmal. In einer Stadt, wo ich mal wohnte gabs ein "Feuer", dass nur zwei drei aus Stein gebaute Häuser verschont hat.

    Das würde ich jetzt eher als unglücklichen Zufall sehen. Wenn eine Stadt wirklich so leicht abbrennen würde, dann hätten die Engländer und Amis seinerzeit nicht tausende Spreng- und Brandbomben auf jede einzelne Stadt geworfen.


    Nicht falsch verstehen: Ich sage nicht, dass unsachgemäßes Feuer ungefährlich ist! Ganz im Gegenteil, da gibts schnell Tote und schwerverletzte, aber das andere Extrem "Huch ein Teelicht vergessen, jetzt sind wir alle tot!" ist eine genau so gefährliche Fehleinschätzung.



    Nick

    Das mit dem Dauerkochen ist nicht notwendig, wie mir schon meine Oma erklärt hat :-)


    Viel später habe ich gelernt, warum: Viele Keime halten 100 Grad Celsius locker aus, erst wenn sie "aufgehen", dann sind sie hitzeempfindlich.


    Also zweimal aufkochen im Abstand von 30-60 Minuten ist für die meisten Keime schlimmer als einmal zehn Minuten lang kochen.


    Die Einwirkzeit ist aber nicht ganz vernachlässigbar: Wenn man eine Vollkonserve will, dann muss man für eine halbe Stunde kochen, dann ein paar Stunden warten, und dann nochmal mindestens eine halbe Stunde kochen. Aber das wollten wir ja nicht, es ging nur um möglich effizient möglichst viele Keime töten.



    Nick


    Edit: Fällt mir grad noch was interessantes ein... es ist fast unmöglich mit Hausmitteln, wirklich alle Keime abzutöten. Sucht mal in Google nach ubiquitären Bakterien, insbesondere das Gonococcus Radiodurans (oder so ähnlich). Die leben und gedeihen fröhlich mitten zwischen den Brennstäben im Kernreaktor...

    Der gute alte Tauchsieder in einer Thermoskanne.

    Effizienter dürfte es nicht möglich sein.

    Man kann ja noch einen Deckel mit Loch aus Styropor basteln.


    Wenns aber über längere Zeit möglichst günstig (=kosteneffizient) sein soll, würde ich mir einen Solardestilator basteln.



    Nick