Beiträge von Opa

    Übrigens gibt es zwar noch nicht verifizierte Studien, dass auch über den garantierten Impfschutz von 6-12 Monaten hinaus das "Immungedächtnis" bei Probanden mit jahrelanger regelmäßiger Grippeimpfungen besser/bis viel besser auf die durchgeimpften Stämme bei einer Infektion reagiert und damit auf jeden Fall einen leichteren Verlauf mit schnellerer Genesung bewirken soll.

    Mir sind diese Studien jetzt nicht bekannt, aber ich würde diese generelle Aussage mal für sehr wahrscheinlich halten.

    Der Grund ist aber nicht, dass das Immunsystem durch häufige Grippeimpfungen "besser" wird, sondern dass die Grippeerreger nur einen zwar großen, aber doch begrenzten Spielraum beim Ändern ihrer Hülle haben. Impft man sich also gegen viele Grippeerreger, dann ist die Wahrscheinlichkeit, eine neue Mutation schon teilweise zu kennen, jedenfalls größer als Null.


    Kommt aber was komplett anderes, dann ist das häufige Impfen eher kontraproduktiv.


    Was oben eventuell noch missverständlich war: Ich wollte nicht so verstanden werden, dass man das Immunsystem nicht stärken kann. Das Immunsystem generell kann man sehr wohl "stärken" oder zumindest verhindern, dass es schneller als notwendig abbaut. Das geht aber nicht durch häufige Krankheiten, häufiges Giftschlucken oder Impfungen, sondern durch gesunde Ernährung, einen gesunden Lebenswandel, etc.


    Nick

    Das immunologische Gedächtnis und die die Abwehr wird trainiert und gestärkt.

    Das ist leider Unsinn.


    Es gibt im Körper Dinge, die werden durch Benutzung trainiert (z.B. Muskeln) und es gibt Dinge, die werden durch Benutztung abgenutzt. Ein sehr bekanntes Beispiel ist die Altersdiabetes. Wer in seinem Leben viele Insulinschübe braucht, z.B. immer nach dem Mittagessen noch einen süssen Nachtisch, der nutzt seine Langerhansschen Inseln ab.


    Beim Immunsystem ist das genau so. Dort werden die T-Helferzellen bei jeder Immunreaktion für das jeweilige Antigen vermehrt, die Gesamtmenge pendelt sich nach einiger Zeit wieder ein. Außerdem baut der Thymus im Alter ab, so dass generell das Immunsystem im alter schlechter wird. D.h. gegen alles, was man geimpft hat gibts eine gute Reaktion, gegen alles Neue wirds immer schwieriger.


    Eigentlich eine ganz sinnvolle Einrichtung, wenn man das Leben von vor 5000 Jahren anschaut. Man kommt das ganze Leben ungefähr mit den gleichen Verletzungen und Giften in Berührung, und im Alter ist man gegen fast alles, was kommen kann, immun.


    Heute sieht das anders aus: durch die Globalisierung kommt jedes Jahr eine neue Grippewelle, und auch die sonstigen Erreger kommen immer mit neuer Hülle. Das Immunsystem ist für diese dauernd neue Angriffe schon nicht das ganz ideale System, und wenn dann noch zusätzliche Impfungen dazukommen, die nicht unbedingt notwendig sind, ists noch schlechter.


    Die Große Frage bei dieser Argumenation: sind die zusätzlichen Impfungen wirklich hilfreich? Ich glaube, da wird jetzt eh keiner seine Meinung umwerfen, egal ob ich dafür oder dagegen plädiere, deshalb versuche ich es gleich gar nicht :-)


    Aber grundsätzlich: Impfen und sonstige Belastungen des Immunsystems "trainieren" es *nicht* in dem Sinne, dass es gegen einen neuen Angreifer stärker ist, sondern genau das Gegenteil ist der Fall.



    Nick

    Ich bin Kameratechniker und muss ab und zu auch mit Lichtschranken (sind ja auch optik...) arbeiten.


    Und muss da die Vorredner etwas korrigieren oder spezifizieren: Wenn Du weißt, was du tust, sind Lichtschranken eine der robustesten und zuverlässigsten Detektionsmethoden überhaupt. Probleme gibts genügend, z.b. wenn die Montage leicht wackelt. Hau mal einen Pfosten in den Boden, richte einen Laserstral auf ein 30 m entferntes Ziel, und versuch 1. es zu treffen, und guck, wo der Laserfleck eine Woche später ist. So ein Pfosten bewegt sich, wenn er nicht sehr gut verankert ist. Krabbeltiere, Nebel und andere Störungen sind ebenfalls zu berücksichtigen. Alles möglich, aber sehr aufwändig. Lichtschranken richtig einzusetzen ist deutlich komplizierter als viele andere Bewegungsmelder oder Kamerasysteme.


    Zum Tarnen hat noch keiner was geschrieben: Schau Dir mal Caches von Geocachern an. An jedem Grundstückseck ein Vogelhäuschen ist vielleicht nicht ganz unauffällig, aber da mal ne Solarleuchte, dort ein Vogelhäuschen, ein Windspiel...


    Nick

    Tupper :-)


    Gibts in Din-A4, A5, ... was Du willst.


    Aber ich habe im BOB nur Kopien, größtenteils sogar nur auf USB-Stick. Ich verwende also keine Box.


    Zur Zeit ist das einzige im BOB in Papierform eine Ausweiskopie, eine Führerscheinkopie und ein Impfzertifikat...


    Die Behörden werden damit leben müssen, dass in einem Katastrophenfall, wo viele flüchten müssen, nur wenige oder gar keine an ihre Geburtsurkunden oder ganze Familienbücher denken. Da ist eine Kopie, egal ob Papier oder digital, vermutlich schon weit über dem Durchschnitt.



    Nick

    Böker Tech Tool City 4 entspricht dem Fieldmaster. Hat noch zusätzlich zum Fieldmaster einen Gürtelclip und einen Gurtschneider, dafür keinen Dosenöffner.


    Den Fieldmaster hab ich vor ungefähr zwei Jahren meiner Frau geschenkt. War auch skeptisch, dass die zusätzliche Schere evtl. der Tropfen ist, der es zu schwer macht. War aber nicht so. Sie ist voll zufrieden.


    Ich habe lieber ein kleines Classic fürs Scherchen, um bei dem Messer zum Brotschmieren etwas freier entscheiden zu können. So ist für mich Victorinox Scout + Victorinox Classic die Lieblingskombi.


    Es gibt also auch von anderen Herstellern Fieldmaster-ähnliche Messer, aber vielleicht willst Du auch eine Kombination aus zwei (kleineren) Messern in Betracht ziehen?



    Nick

    Wenn man den ganzen Artikel durchliest, kommt man drauf, dass das Holz nur Cellulose liefert, der Rest wird entfernt.

    Zellulose kann man aber auch woanders herholen. Zellulose ist schon ein Polymer, also entwickeln die da mehr oder weniger eine neue Form von Plastik. Wird wohl nie wirtschaftlich konkurrieren können.


    Holz härten kenne ich von Pfählen, die man an der Spitze ankohlt, oder von selbergemachten Pfeilen für Pfeil-und Bogen, die man vorne mit einem Bleistiftspitzer anspitzt und dann ebenfalls kurz ins Feuer hält, bis sie braun werden. Holz wird durch erhitzen härter (aber auch spröder!), falls man das mal in einer Survival-Situation braucht, ist das eine recht einfache Methode.



    Nick

    Wie habt ihr eure Eltern auf Blackout vorbereitet ?

    Der war gut :-)


    Meine Eltern haben einen Keller wie man sie früher hatte.


    Ich habe Vorrat halten von denen gelernt.


    Sie sind zwar in einem Alter, wo das Gebäude anfängt, brüchig zu werden, aber einen Blackout alleine dürfte ihnen keine Kopfzerbrechen machen. Ich glaube auch, dass man da von heute auf morgen nicht viel machen kann.


    Wenn sie nicht Prepping-Affin sind, dann kannst Du ihnen vielleicht Dinge schenken, die ohne Strom funktionieren:

    Kochen: Fondue und ein paar Liter Spiritus

    Wärme: Kuscheldecke, Schal und selbstgestrickte Handschuhe

    ...


    Nick

    Ich bin im letzten Jahrtausend (kein Witz, so alte Menschen gibts) mal auf die Idee gekommen, ich müsse Segelfliegen lernen.

    Habe keinen Flugschein gemacht, aber ein paar Stunden bin ich geflogen.


    Von den drei Dingen: Start, Flug und Landung ist die Landung das mit Abstand schwierigste. Wenn da nicht irgendeine Automatik in dem Vogel funktioniert, dann betet lieber, das hilft ungefähr genau so viel, wie zu versuchen zu landen, ohne schon mal wirklich am Knüppel gesessen zu haben. Sorry.


    Ich würde mir zutrauen, zumindest eine nicht so schlimme Bruchlandung hin zu bekommen, aber eine Bruchlandung vermeiden? Vergiss es.


    Was aber viel eher vorkommt, als dass Du ein Linienflugzeug notlanden musst: Wenn Du mit einem Sportflugzeug oder einem Ultralight mitfliegst.


    Da kann ich z.B. den Tipp geben: In Ultralights gibt es immer einen großen Notfallknopf, und wenn man den drückt, dann landet das Flugzeug an einem Fallschirm. Sollte man vielleicht bei so einem Rundflug fragen, welcher der Knöpfe das ist, falls der Pilot einen Herzinfarkt kriegt.



    Nick

    Ich habe den Faden jetzt sehr interessiert gelesen, aber mir fehlen ein Bisschen die Lösungsvorschläge.


    Mein Geburtsjahr war mitten in den Fetten Jahren lange nach dem Wiederaufbau... mit länger dauerndem Mangel kenne ich mich nicht aus. Aber ich glaube, der Schlüssel dazu, die vielleicht kommenden Verknappungen zu ertragen, werden Fähigkeiten sein, die mein Vater und mein Opa noch ganz natürlich hatten.


    1. Vegetarier, "Ich mag kein Spinat"? Spinner... der Mensch ist Allesfresser! Wenn Du Fett nicht magst, ich esse es gerne :-)

    2. Handwerker? Die Axt im Haus erspart den Zimmermann! Man muss halt damit umgehen lernen, und ggf. Verluste einplanen.

    3. Wegwerfen? Kann man sicher irgendwann noch brauchen!

    ....


    Die typischen Tugenden der Nachkriegsjahre. Leider gibts da niemanden mehr, der das noch erzählen kann...

    Aber vielleicht gibts hier Ex-DDR-ler? Wie war das damals, als man zur Geburt sein Auto bestellt hat, um es dann mit 25 Jahren zu bekommen?


    Was für Tugenden und Fähigkeiten haltet Ihr für wichtig?



    Nick


    P.S. das mit den Lasterfahrern kann ich unterschreiben. Mein Onkel lebt noch, ist seit einigen Jahren in Rente, und ist heilfroh, heute nicht mehr fahren zu müssen!

    Da kommen mir noch künstliche Hohlräume in den Sinn.


    Bei uns in der Nähe wurde erst eine Party im Hohlraum einer Autobahnbrücke aufgelöst. --> Da hat es also richtig viel Platz.


    Kann man sich ja mal in einer ruhigen halben Stunde hinsetzen, und potentielle Ziele für die nächste Wanderung aufreihen.



    Nick

    Ich hatte früher auf der schwäbischen Alb eine Lieblingshöhle, in der ich mich im Sommer vor der Hitze und im Winter vor der Kälte verkrochen habe, nach einer ca. 5km-Wanderung durch den Schnee.


    Auch kenne ich eine Höhle mit großem Eingangsbreich, wo wir früher gefeiert haben.


    Man muss sie nur kennen, aber manche Höhlen sind robust, fast unkaputtbar, spenden Schutz vor Wind und Wetter.

    Eine perfekte Fluchtburg?


    Als SO oder Fluchtort würde ich mir trotzdem NIE eine Höhle auswählen. Warum? Nicht wegen Steinschlag Hochwasser, etc...


    Die "angenehmen" Höhlen sind viel mehr Menschen bekannt, als reinpassen :(



    Nick

    Da ich Schausteller in der Familie habe, kann ich dir sagen, bei denen braucht man sich keine Informationen abholen.

    Die stehen nie frei ohne Strom- oder Wasseranschluss. Vorräte haben die max. für 2 Tage an Bord. Essen / Trinken können die auf einem Volksfest so gut wie rund um die Uhr kaufen.

    Ok, das wusste ich nicht. Danke.


    Ich bin nur immer beeindruckt, wenn ich an den LKW-Anhänger großen Wohnwagen der Schausteller vorbeilaufe. Die kann man sogar in der Breite und in der Länge noch ausziehen... da drin müsste es Platz geben, wie in einer mittleren Stadtwohnung.



    Nick

    Wie wärs mit einer Petromax?


    Edit: Fällt mir grad ein: Gabs da nicht einen Miniofen, glaube ich schweizer Hersteller und mit so paar Finger breitem Docht drin. Verbrennt Spiritus und Öl und Petroleum, wenn ichs recht in Erinnerung habe.



    Nick

    Wenn erstmal das ein oder andere Gebäude in einer Stadt durch einen Teelichtofen brennt. Brennt wenn das nicht unter Kontrolle kommt schnell der Rest und dann die Nachbargebäude. Sobald das brennt, brennt der ganzen Straßenblock ab. Wenn das nicht gelöscht wird, brennt über Winde verteilt mit Funken und was auch immer ggf. der nächste Straßenblock ab. Die Stadt verwandelt sich in einen Teelichterofen. Hatten wir früher auch schonmal. In einer Stadt, wo ich mal wohnte gabs ein "Feuer", dass nur zwei drei aus Stein gebaute Häuser verschont hat.

    Das würde ich jetzt eher als unglücklichen Zufall sehen. Wenn eine Stadt wirklich so leicht abbrennen würde, dann hätten die Engländer und Amis seinerzeit nicht tausende Spreng- und Brandbomben auf jede einzelne Stadt geworfen.


    Nicht falsch verstehen: Ich sage nicht, dass unsachgemäßes Feuer ungefährlich ist! Ganz im Gegenteil, da gibts schnell Tote und schwerverletzte, aber das andere Extrem "Huch ein Teelicht vergessen, jetzt sind wir alle tot!" ist eine genau so gefährliche Fehleinschätzung.



    Nick