Beiträge von Opa

    Mir hat mal ein Zahnarzt zu der Zeit, als Bohrer noch über Antriebsschnüre angetrieben wurden (also so 70-er Jahre?) gezeigt, wie man einen Zahn zieht.

    Ich habe eine Zahnzange in der Werkzeugtasche, kann man sehr gut nutzen, um Bauteile aus Platinen zu ziehen :-)


    Jedenfalls habe ich das noch nie geübt, aber im Notfall würde ich Alkohol als Betäubung, Patient gut fixieren (Fesseln und mehrere Männer zum Festhalten) und dann halt in die richtige Richtung (schräg nach außen) rauswuchten. Wenn die Alternative Tod durch Eiterzahn ist, dann dürfte *jeder* einer Extraktion zustimmen. Ich auch.


    Heutzutage gibt es bessere Medikamtente. Vielleicht könnte man mit Antibiotika und Cortison-Hochdosis etwas machen? Aber da muss ich ehrlich sagen, dass ich vor den aus Unkenntnis falschen Medikamenten eher Angst habe, als vor einem Loch im Kiefer.




    Nick

    Ich habe unterwegs und früher auf Feten immer mit Schwamm oder Lappen Körperhygiene betrieben.

    Haare waschen mit Lauwarmem Wasser aus einem Topf über dem Waschbecken oder, falls es warmes Wasser aus dem Hahn gab, dann direkt den Kopf drunter gehalten.


    Eine Dusche wäre schon was tolles, aber ich würde wohl eher in Richtung Baden tendieren, weil es technisch einfacher ist.

    10 l zum Kochen bringen schafft man in einer halben Stunde mit einem etwas größeren Camingkocher (Nennleistung 3.5 kW), und das ergibt so um die 40-50 Liter Lauwarmes (40°C) Wasser, wenn man es in 30-40 Liter 10-Grad Wasser schüttet.

    In einer Betonwanne kann man so "baden" also reinsitzen, die Kinder können sogar reinliegen.


    Ich will jetzt nichts schlecht reden, nur Alternativen nennen. Mir wäre eine Dusche auch lieber :-)



    Nick

    Willst Du Störche schützen oder Frösche?


    Umwelt- und Naturschutz ist halt zu kompliziert für Schlagzeilenpolitik, bei der die Aussagen nie mehr als fünf Worte haben dürfen.

    Ein Mofa kann man auf 70 frisieren, aber das geht sehr zu Lasten der Lebensdauer.


    Meine Eltern haben mich da sehr geprägt, und Medizin (=GIFT) gibt es niemals, nur wenn einen der Arzt dazu zwingt.


    So ist meine Einstellung, und ich würde auch sonst lieber die Abwehrkräfte stärken als mit irgendwelchen "Mittelchen" versuchen durchs Abi zu kommen.

    Also lieber viel an die frische Luft, wandern, abends oder nachmittags irgendwie auspowern, so dass man gut schläft. Ernährung: Viel Obst, viel Fleisch, viel Energie, und diese aber wieder durch Bewegung verbrennen.


    Ich hab an so einem Prüfungstag locker zwei Tafeln Schokolade weggehaut, und war abends trotzdem hungrig :-)


    Aber ich bin kein Missionar. Wenn Du lieber auf Medikamente dich verlassen willst, dann tu es.

    Wenn deine Kids zum Abi eine Beruhigung brauchen, dann würd ich Homöopathie empfehlen.

    Die schadet jedenfalls nicht.



    Nick

    Denkt denn keiner an die armen Verwundeten?


    Wir hatten aus unseren Dackelgaragen-Zeltbahnen noch Tragen gebastelt, auf denen der leichteste (also meistens ich :-) ) zumindest in Sichtweite vom Stuffz getragen wurde.


    Wenn man aus dem Modul "Luxuswohnung" eine Krankentrage bastelt, kann man die dann anschließend wieder in wasserdicht umbauen, oder braucht man jetzt neuerdings das Zusatzmodul Modul "Das was man früher aus Zeltbahnen improvisiert hat"



    Nick

    Wenn Papa stirbt bin ich schuld, ich hab die Erkältung nach Hause geschleppt.

    So etwas darf mit Corona nicht passieren. Das wäre ein Trauma fürs Leben.


    Für mich gehört zum Prepping auch dazu, mich auf Alter und Tod vorzubereiten.


    Klar, darf man seinen Alten nicht *unnötig* gefährden, es ist ein guter Mittelweg notwendig.


    Wenn ich aber mich entscheiden müsste, ob meine Kinder gar nicht mehr kommen, oder dass sie durch ihr Kommen mich gefährden...

    dann lieber noch ein paar mal unter gefährlichen Umständen treffen, als dass sie mich irgendwann auf dem Friedhof besuchen, und sich nicht mehr an mein Gesicht erinnern.


    Und so ein Trauma kann man verarbeiten. Ich habe meinen eigenen Opa damals im Krankenhaus sterben sehen. Das war ein Trauma, aber jetzt ist es "nur" noch eine sehr sehr intensive Erinnerung, die ich auf gar keinen Fall vergessen oder ungeschehen machen will. Auf lange Sicht ist "einfach verschwinden" das schlimmste. Meine Meinung... Ich will die auch niemanden aufzwingen.


    Da finde ich Corona sogar eine gute Gelegenheit, das Sterben mal wieder zu thematisieren.



    Nick

    Mir war nicht bewusst, wie viele Gänge man manchmal zurückschalten muss, um die gleiche Geschwindigkeit fahren zu können :-)


    Deshalb für die ganz kleinen : GCompris mit kleinem Erklärvideo

    Da ist vom Tippen lernen über einige Mathe-Spiele bis zur sehr einfachen Physiksimulation z.B. Spannungsquellen, Lämpchen und Schalter alles drin auf Kindergarten- oder Grundschulniveau.


    Für blutige Anfänger, auch für Erwachsene, find ichs aber gar nicht schlecht.


    Nick


    P.S. hab jetzt auf die schnelle keine kostenlose Version gefunden, aber vor einigen Jahren gabs das als OpenSource.

    Im Zuge der Pandemieverordnungen und -gesetze haben sich einige aus meinem weiteren Bekanntenkreis, "typische Deutsche" nenn ich sie mal, also welche, die alles für verboten halten, was nicht ausdrücklich durch ein Gesetz erlaubt ist, gewandelt zu "alles, was nicht ausdrücklich verboten ist, ist erlaubt", oder sogar zu "alles ist erlaubt, so lange man sich nicht erwischen lässt" gewandelt.


    Tendenziell werden Gesetze immer weniger ernst genommen, die Autorität des Staates nicht mehr als sinnvoll sondern tendenziell eher als lästig oder unlogisch angesehen.


    Ich will jetzt keine Diskussion losbrechen über politische Parteien oder wer da dran Schuld ist, sondern mich interessieren die Folgen und was noch wichtiger ist, wie man sich darauf vorbereiten kann.


    Ich befürchte eine Spirale: Gesetze wirken nicht mehr. Gesetze werden verschärft. Gesetze wirken noch weniger, und so weiter.


    Überspitzt: Irgendwann wird man fürs falsch Parken laut Gesetz erschossen, aber man hält sich nicht mehr dran.


    Zwei Probleme sehe ich da auf uns zukommen:

    1. Der Angesprochene Teufelskreis oben macht immer weniger Rechtssicherheit. Theoretisch müsste xy eingehalten werden, aber die Realität hängt von der Stimmung des Beamten ab.

    2. Es könnte sein, dass irgendwann die Stimmung kippt. Damit meine ich, dass es nicht immer gleichmäßig allmählich immer schlimmer wird, sondern dass irgendwann vermutlich nicht vorhersehbar, ein Punkt kommt, wo von jetzt auf gleich keiner mehr auch nur einen Furz drauf gibt, was im Gesetz steht, und nur noch das tut, was er für richtig hält.


    So, ... was machen wir als Prepper in dieser Situation?


    Es rennen plötzlich ganz viele rum, die sich überhaupt noch nie Gedanken über Chaos und wie man sich da verhält gemacht haben. Es rennen ganz viele rum, die keine Angst vor der Polizei haben, und irgendjemand wird ihnen vermutlich die Angst machen müssen. Ganz konkret würde ich sagen könnte ich mir bei ein paar guten Freunden vorstellen, dass die erst mal zusammengeknüppelt werden müssen, bevor sie glauben, dass man in Krisensituationen lieber nicht der Polizei den nackten Arsch zeigt.


    Tja... was tun?


    1. Verbandmaterial aufstocken.

    2. Vorräte weiter wie bisher.

    3. im Geiste eine Liste machen von denen, die vermutlich Hilfe brauchen, sie aber erst annehmen werden, die berühmte Scheiße in den Ventilator geflogen ist.



    Nick

    Ich habe mich früher mit vielen Menschen getroffen, die ich eher nicht treffen wollte.

    Teils im Verein, teils auf der Straße, teils bei der Arbeit.

    Jetzt bin ich zu 80-90% im Homeoffice, Vereinsleben ist nicht mehr,

    dafür treffe ich mich viel öfter als früher mit *meinen* Eltern, Geschwistern, Kindern und Nichten und Neffen,

    teils weil es immer das letzte Mal sein könnte, und teils, weil die Familienfeiern nicht mehr so groß sind.


    Wenn man sich immer nur im kleineren Kreis trifft, und keine solchen Massenveranstaltungen hat,

    kommt viel mehr rüber.


    Will jetzt nicht sagen, dass das besser ist, ... eher so: Egal was passiert, es gibt immer *auch* gute Seite dran.



    Nick

    Ooch.. bei mir ists oft staubig. Können gerne kommen und versuchen abzustauben.

    Dürfen sich aber dann nicht wundern, selbst zerstäubt werden.


    Edit: Ein Teil der Vorbereitung auf Unvorbereitete ist bei mir, dass ich mir in Gedanken eine Liste mache, wer von den Nachbarn vermutlich unvorbereitet sein wird, und welche Fähigkeiten er in eine eventuell zu bastelnde Gemeindschaft einbringen kann/muss, falls er etwas haben will. Das ist gar nicht Erpressung, sondern ich glaube ganz fest daran, dass die allermeisten zumindest in unserer Gegend, Verständnis dafür haben werden, dass meine Hilfe nicht komplett ohne Gegenleistung oder "Dankeschön" sein kann. Und wenn es nur ein Bisschen Wache schieben (im ganz schlimmen Szenario) wäre. Jeder, auch der unvorbereitetste kann zumindest einen kleinen Beitrag leisten.



    Nick

    Fettiges schmeckt immer besser, da Fett ein Geschmacksträger ist. Wie Maresi schon schrieb wird meist vor dem Ranzig werden gewarnt.

    Du kannst ja mal ein paar durchzogene Stücke trocknen und uns dann in ein paar Monaten deine Langzeiterfahrung berichten :drooling_face: :thumbup:


    Lg

    Schwierig. Ich weiss nicht so recht, wie man die verstecken oder wegschließen kann, dass sie nicht gegessen werden...


    Aber ich werd mal eine Tupperdose voll zwischen der Munition verstecken...



    Nick

    Fettes Dörrfleisch, Haltbarkeit?


    Wollte jetzt keinen neuen Faden beginnen, da hier auch schon über Fett im Dörrfleisch gewarnt wurde.

    Die letzte Zeit habe ich jetzt verschiedenes ausprobiert, und einmal war ich zu faul, das Rindfleisch, das sehr stark marmoriert war, alle Fitzelchen fett wegzuschneiden. Und was soll ich sagen: Das fette Dörrfleisch schmeckt mir persönlich noch mal ne ganze Ecke besser, als das magere.


    Hat jemand Langzeiterfahrung? Ich glaube zwar nicht, dass ich in die Verlegenheit kommen, dass das Fleisch mal länger als ein paar Wochen hält, bevor es weggefuttert ist, aber wenn ich jetzt eine Großproduktion starten will:


    1. Kann man Fleisch mit höherem Fettanteil durch Dörren haltbar machen?

    2. Falls ja, was muss man beachten?


    Muss ja irgendwie gehen, man kann auch 12 Monate abgelagerten Wildschweinschinken kaufen, und der schmeckt alles andere als ranzig.



    Nick

    Wühlmäuse kriegt man mit Gülle weg, das man in das eine Loch hinein lässt, und an die anderen Löcher Kinder mit Schaufeln postiert.


    Im Haus oder in der Hütte drin ist es wahrscheinlich am einfachsten, das Haus oder die Hütte dicht zu machen. Alle Löcher suchen, und mit Bauschaum abdichten.


    Wir hatten schon lange keine Mäuse oder Ratten mehr. Ich habe extra die alten Pfeffersprays aufgehoben bei denen der Druck nachlässt, der Wirkstoff ist ja noch drin. Wollte mal probieren, ob denen das Zeug noch schmeckt, wenn es scharf ist... Pflanzen dürfte das Oleum Capsinum nix ausmachen. Bisher keine Gelegenheit es auszuprobieren.


    In einigen Ratten-Liebhaber-Foren wird davor gewarnt, wie empfindlich Ratten auf hohe Frequenzen reagieren. Vielleicht mal einen Marderschreck probieren?



    Nick

    Ansonsten: Wie stellst du dir eine derartige Flucht mit deiner Familie vor?

    Naja, wie beim frühen Bugout auch: Fahrzeug erste Wahl, Fahrrad zweite Wahl, dann zu Fuß.


    Und wie alle anderen hier bin ich mir klar darüber, dass nach der Massenflucht ein schlechter Zeitpunkt ist.

    Aber ich bin mir eben nicht sicher, ob (kurz) danach doch etwas besser sein könnte, als mittendrin.


    Konkret habe ich in 30 km Entfernung ein Atomkraftwerk, lebe auf dem Land und Hochwasser kann bei mir nicht kommen. Hagel, Sturm und Schnee sind hier das einzige. Unwetter geht vorbei, das sitze ich in einem Loch aus. Also bleiben feindliche Soldaten, Plünderer, Unwetter und AKW.


    Und wenn schon alles in Scherben geht, dann denke ich lieber erst mal nach, bevor ich auch kopflos davonrenne.



    Nick

    Es ist mir klar, dass es in jedem Fall besser ist, zu fliehen, bevor die Brücken unpassierbar und die Straßen verstopft sind, aber manchmal sieht man es halt nicht kommen.

    Oder man glaubt es erst zu spät.


    Allgemein möchte ich überlegen, wie man sich vorbereiten könnte auf eine Flucht *nach* allen anderen.

    Hängt natürlich stark davon ab, ob jetzt ein Kernkraftwerk in 30 Kilometern hoch geht, oder ob "die Russen kommen".


    Wie könnte man sich darauf vorbereiten, sich nach allen anderen durchzuschlagen?


    1. Mit den Kindern "sickern" üben

    2. Gasmasken incl. Filter auf Lager legen (wobei ich seit der Bundeswehrzeit weiß, dass ohne baldige Dekontamination das alles nicht viel nützt)

    3. Räumwerkzeug mitführen, mit dem man zumindest ein Fahrzeug, etwas Geröll oder einen Baum von der Straße bekommt.

    ...?



    Nick

    Eine meiner ältesten Erinnerungen ist die Stille von Nebel.


    Ich lebe in einer Gegend, in der dichter Nebel öfter mal so stark sein kann, dass man jemanden auf der anderen Straßenseite nicht mehr sieht.

    Ab einer gewissen Dichte schluckt Nebel nicht nur Licht, sondern auch Geräusche.


    Jetzt in einem Flusstal, in jeder Richtung über 5 km bis zur nächsten Lärmquelle (Zuglinie, Straße, Dorf,..) bei diesem Nebel.

    Das ist grandios, wirklich kein Geräusch, du hast kein Gefühl mehr für die Himmelsrichtung, weil Du nicht weisst, wo die Sonne steht, du Siehst nur den Pfad vor Dir so zwei drei Meter weit.


    Ich habe das sehr genossen.


    Aber angeblich soll in unserer Gegend gerade wegen der wenigen Sonnentage die Selbstmordrate hoch sein.

    Sind vermutlich Zugezogene



    Nick