Beiträge von Maresi

    Ich kann hier nur für Österreich

    Früher (vor der Strommarktliberalisierung 2001) gab es mal die Unterscheidung zwischen rechtlich und technisch gesicherter Leistung. Die rechtlich gesicherte Leistung wäre das, was du oben beschrieben hast.

    Aber wie gesagt: Das ist eher eine Lektion in Stromgeschichte als heute praktisch relevant.

    Heutzutage ist es so, dass du das sogenannte Netzbezugsrecht (genauer gesagt: Netzbereitstellungsentgelt aka NBE) erwirbst. Beim normalen Hausanschluss entscheidet die Nachzählerhauptsicherung darüber, welche Leistung du beziehen kannst bzw. darfst.

    Bei lastprofilgemessenen Tarifen (> 100.000kWh bzw. 50kW) entscheidet die tatsächlich bezogene Leistung...


    Langer Rede kurzer Sinn: "Anmelden und damit Absichern" geht nicht. Nur das, was man auch bezahlt hat, bekommt man auch zugesichert

    Mit der Förderung der Wallbox weiß der Staat, wer eine solche nutzt . Es würde sich ja anbieten, dem dann

    wegen der potentiellen Abschaltmöglichkeit eine spezielle abschaltbare Zähl/Steuereinheit zu verpassen.

    Können das eventuell die "Smart-Meter" ?

    Da sollte man sich im Zweifelsfall mindestens einen Starkstromanschluß und sich ein entsprechendes Ladekabel bereit halten.

    Die Kommunikation zwischen Staat und Netzbetreiber läuft in dieser Hinsicht *hüstel* unbefriedigend. Lies: Letzterer erfährt von Ersterem gar nichts.

    Allerdings würde ich mich als Konsument für so einen unterbrechbaren Tarif stark machen, da ich mir bei der Anschaffung bereits tausende Euro sparen kann, und dann auch noch im laufenden Betrieb.

    Kann eigentlich jemand sagen woran ein SmartMeter erkennt was für ein Verbraucher angeschlossen ist? Also mal abgesehen vom Energieverbrauch?

    Gar nicht! Ist aber auch nicht seine Aufgabe.

    Zur Notkühlung von AKWs nach einem EMP: natürlich sind Kraftwerke auf Überspannungen im Leitungsnetz, an dem sie hängen, eingerichtet. Sonst könnte auch ein Gewitter mit Direkteinschlägen in die Hochspannungsleitungen für Probleme sorgen. Die Notkühlung wird über elektrische Pumpen sichergestellt, die von großen Notstromaggregaten versorgt werden, das sind Kisten mit 10- und 20-Zylindermotoren. Diese Motoren haben wiederum eine Steuerelektronik, die ihrerseits aus gewöhnlichen elektronischen Bauteilen besteht. Aber man kann mit überschaubarem Aufwand solche Systeme vor EMP-Auswirkungen schützen, wie militärisch verwendete Elektronik auch. Kritischer ist da eher die Strahlungsfestigkeit gegen radioaktive Strahlung, wenn man es bei einer Havarie mit Dosen im Sievert-Bereich zu tun hat und nicht mit Mikrosievert wie sonst bei der natürlichen Hintergrundstrahlung.

    Überspannungsschutz und EMP-Sicher sind aber zwei Paar Schuhe!

    Selbst wenn der EMP die Elektronik "nur" stört und nicht zerstört: Wenn das Aggregat nicht anspringt, ist es nutzlos. Und dass ein EMP herkömmliche Elektronik zumindest stören kann, ist ja unbestritten.

    MWn sind auch (zumindest in D) die AKWs nie dahin gehend gehärtet worden. Die bloße Möglichkeit, das zu machen, hilft da gar nichts.

    Atomkraftwerke sind auf einen EMP vorbereitet - die können zur Not eine Notkühlung mit ganz einfachen Dieselpumpen aufrecht erhalten.

    Solarzellen bestehen nicht nur aus Silizium, sondenr aus dotiertem Silizium - ein großer Unterschied.

    Ich habe ja bewusst "das Silizium" (also in Anführungsstrichen) geschrieben, um es von der Restlichen Elektronik (inkl. Bypass-Dioden) abzugrenzen. Da ich einen Ingenieur in Energietechnik und Leistungselektronik habe sowie mittlerweile (zu einem gewissen Prozentsatz) im PV-Bereich arbeite, ist mir der Unterschied durchaus bekannt 8o


    Zur EMP-Sicherheit von AKWs habe ich andere Einschätzungen gelesen (z.B. dieser Focus-Artikel aus 2008: https://www.focus.de/wissen/na…efaehrdet_aid_300430.html).

    Wie viel sich seitdem getan hat, kann ich nicht sagen. AKWs sind NICHT mein Spezialgebiet!

    Ich wage mal zu behaupten, dass 90% der Österreicher und Deutschen bereits heute mit ihrer Stromrechnung überfordert sind. Komplexe Tarife braucht es da gar nicht mal.

    Und dass es immer wieder findige (windige?!?) Lieferanten am Markt geben wird. Allerdings leben Stromlieferanten in der Regel nicht von Kundenerpressung (schon gar nicht lange). Und gerade auf einem Commodity-Markt wie dem Strommarkt sehe ich diese Gefahr auch nicht wirklich.

    Dass die 60% nicht kommen werden, ist klar (wie gesagt: Ein einfaches Rechenbeispiel, um die Dimension zu veranschaulichen).

    Aber selbst eine Gleichzeitigkeit von 20% würde das Stromnetz bereits erheblich belasten, wenn nicht überlasten.


    Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass (auch 2-phasiges Laden zu 99% komplett genügen würde) die meisten E-Auto-Besitzer, sofern sie die Möglichkeit dazu haben, mit 11 oder 22 kW laden werden. Und zwar einfach deswegen, weil sie a) die Ladesäule sowieso haben, b) es ja bequemer ist, wenn man nicht nachdenken muss, ob 2-phasig jetzt ausreicht oder nicht und c) "man weiß ja nie".

    Außer, die Lastspitzen werden so teuer, dass sich das Nachrechnen lohnt. Die Diskussion bei uns in Österreich geht ja schon seit Jahren in diese Richtung: Höhere Leistungskomponente, niedrigere Arbeitspreise. Und seit Jahren (vermutlich bis zu einem kritischen Ereignis) passiert: Nichts!


    Eigentlich ist das doch gegen jede "Kaufmannsregel" normalerweise wird es doch billiger je mehr ich von einer Sache kaufe...


    Kann mir diese Logik mal einer erklären ? Ich bin "Großabnehmer" und muss dafür mehr bezahlen als wenn ich die gleiche Sache "in kleinen Häppchen" kaufe ?

    Du hast dazu die falsche Sichtweise! Dein Lastverhalten (also wann du welche Leistung beziehst) und nicht die Abnahmemenge ist in der Strombranche preisbestimmend. Es entspricht also quasi der "Qualität" des Produkts: Je gleichmäßiger (oder idealerweise antizyklisch, also in der Nacht und am Wochenende), desto günstiger.

    Das Angebot ist ja durch die EE stark vorgegeben und nur zu einem kleinen (Österreich) bis maximal mittleren (Deutschland) Prozentsatz steuerbar.

    Wenn also das Angebot fix ist, entscheidet die Nachfrage den Preis.

    Ich weiß nicht mehr, wie oft ich diese Diskussion mit Kunden geführt habe (gerade am Beginn der Strommarktliberalisierung): Da haben sich der Geschäftsführer der Firmen X und Y getroffen und am Stammtisch mit den Strompreisen geprahlt. Und dann ist halt der große (aber eben "schlechte") X dahergekommen und hat sich beschwert, dass der kleine Y so viel weniger für den Strom zahlt. Dass aber X einen Einschichtbetrieb fährt, Y hingegen 5-er-Schichten, war immer ziemlich mühsam zu erklären.

    Dazu gibt es keine klaren Quellen - ich sehe es os: Es ist eine rieisiege Fläche die den EMP einfängt und eine Solarzelle ist auch nur eine Diode die dann durchbrennt.

    Das Thema hatten wir schon mal (Elektromagnetischer Puls, EMP).


    Außerdem muss man zwei Sachen auseinanderhalten: Die PV-Module an sich (also "das Silizium") und die Bypass-Dioden, welche den Ertrag bei Verschattung steigern.


    Beim Silizium gibt es mWn keine Indikation dafür, dass diese durch einen EMP gefährdet werden (aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren: Wenn wer Quellen hat: Bitte her damit!).


    Bleiben also die Bypassdioden. Diese sind wirklich durch Überspannung vergleichsweise einfach zu zerstören. Ob aber ein EMP ausreichend hohe Spannungen erzeugen kann? Möglich, aber nicht extrem wahrscheinlich.

    Bei vergossenen Dioden wäre das aber der Tod des gesamten Moduls.


    Unter https://de.soc.umwelt.narkive.…ZgmoH/solarzellen-und-emp gibt's eine relativ gute Diskussion zu diesem Thema.



    Wobei die Diskussion eh theoretischer Natur ist: Wenn ein EMP PV-Module ausknockt, dann sind auch sämtliche Notstromversorgungen in den AKWs und Chemiefabriken davon betroffen. Lies: Es wird nach wenigen Tagen sehr, sehr ungesund in Mitteleuropa. Egal, wohin der Wind weht...

    Ich weiß ja nicht genau wie die Situation in Deutschland ist, aber bei uns in Ö muss man sich ein "Netzbereitstellungsentgelt" kaufen.


    Beim Hausanschluss sind das normalerweise 7kW/35A.

    Will man jetzt bei uns einen Schnellader (22kW), muss man auf 30kW/63A nachkaufen. Das würde mich knapp 6.000 Euro kosten.

    Bei "nur" 11kW müsste ich realistischerweise (ohne Lastmanagement) auf 20kW/50A nachkaufen, was immer noch ca. 3.250 Euro kostet.


    Anders sieht es mit unterbrechbaren Tarifen aus: Da muss man nur 50% des NBE bezahlen. Und hat einen günstigeren Netztarif.

    Das alleine ist vermutlich für viele ein Anreiz, das E-Auto an einen solchen unterbrechbaren Tarif anzuschließen.


    Tatsache ist: Ohne Lastmanagement wird das Netz in Zukunft nicht stabil zu halten sein. Wenn der Anteil an E-Autos wirklich mal auf 25% (von derzeit mehr als 5 Mio KFZ) oder mehr hoch geht, dann kommt nicht nur das Netz an seine Grenzen, sondern auch der Kraftwerkspark.


    Abgesehen davon, dass viele Trafostationen verstärkt werden müssten (was kaum finanzierbar sein wird, außer durch viel höhere Leistungspreise): Wenn in Österreich 1.125.000 E-Autos laufen würden, und 60% davon mit 22kW laden, dann sind das knapp 15 GW an Leistung - und damit mehr als die Engpassleistung sämtlicher Kraftwerke im Land!


    Klarerweise ist das nur ein Zahlenspiel, aber es veranschaulicht das Problem.

    Wenn man die Maske bei 70°C Umluft im Ofen trocknet, sollte weder die Maske beschädigt werden (wie gut das die Gummibänder vertragen weiß ich nicht), noch der Virus den Hauch einer Chance haben.

    Einmal pro Woche die Masken in den Backofen wäre eine weniger aufwändige Methode, die Masken sicher rotieren zu können. Dann bräuchtest du den 2-Wochen-Rhythmus nicht zu machen, und auch das Beschriften der Masken würde entfallen: Stapel A mit desinfizierten Masken, Stapel B mit gebrauchten.

    Wenn Stapel A sich dem Nullstand nähert: Ab damit in den Ofen!

    Ich hab' eine Kompressorkühlbox (Engel MR-040F), die ich direkt von der Autobatterie aus mit Strom versorgen kann (12V und 24V Gleichstrom und natürlich auch 230V Wechselstrom).

    Die hat einen Stromverbrauch von ca. 45W (real, nicht aus dem Datenblatt herausgelesen), womit ich sie mit meinen beiden 95Ah-Versorgungsbatterien bei 50%DoD etwa 30 Stunden betreiben kann - Kompressorlaufzeit wohlgemerkt. In echter Zeit sind das dann vermutlich so ca. drei Tage.


    Man könnte damit auch Eisblöcke erzeugen (sie geht bis -18°C) und diese dann zum Kühlen (so wie die klassischen Eiskästen von früher) verwenden. Denn sie ist zwar leise, aber nicht lautlos.

    Und wenn man genügend Energie hat (ich lade ja die Batterien über ein PV-Modul wieder auf), dann kann man so mehrere Haushalte versorgen bzw. ein größeres Kühlvolumen abdecken.

    So langsam beginne ich für mich in Frage zu stellen ob diese Stromerzeugung im "Großkonzern-Stil" noch zukunftsfähig ist.


    Je größer ein System ist desto anfälliger wird es werden,da sehe ich eher noch ein höhres Fehlerpotenzial für die Zukunft kommen.


    Wahrscheinlich wird es nur helfen die Stromerzeugung zu "zerlegen" und auf kommunaler Ebene fortzuführen. Es gbt ja schon gute Ansätze dafür - siehe kleine und mittlere Windparks sowie Wasserkraftanlagen,die nur eine sehr beschränkte Anzahl von Kunden versorgen.

    Wobei die Realität aber eine andere ist: Solange das Stromnetz "im Großkonzern-Stil" organisiert war, war die Stabilität ziemlich hoch. Mit der Zunahme der dezentralen Einspeisung wurde die Versorgungssicherheit nicht gerade besser...

    Die EEG-Mengen haben das Preisniveau an den Börsen massiv gedrückt (was ja auch die logische Konsequenz ist, wenn man subventionierte Energiemengen mit Abnahmeverpflichtung in einen Markt pumpt, wo der Preis gem. Merit-Order-Logik gebildet wird.


    Dass die BNA das Abschalten von Kraftwerken genehmigen muss hat's mWn früher nicht gegeben. Das ist erst ein Thema geworden, als (ausgelöst durch obigen Mechanismus) reihenweise Kraftwerke vom Netz gingen. War so Mitte der Nullerjahre, wenn mich mein Gedächtnis nicht trübt. Allerdings war D nie mein Markt, daher kann es sein, dass ich da falsch liege...


    Dass Jahrelang keine Investitionen in Gaskraftwerke getätigt wurden (bzw. im Gegenteil mehrere GW an Gaskraftwerken eingemottet oder gar stillgelegt wurden) ist ebenfalls eine unmittelbare Auswirkung des o.a. Mechanismus. Hätten die Erzeuger eine Möglichkeit gesehen, die Gaskraftwerke kostendeckend zu betreiben, wären diese Investitionen auch geflossen.


    Ich dachte immer, die Industrienation Deutschland lebt genau davon: Anlagen zu bauen und zu verkaufen? Und plötzlich wäre es etwas Gutes, diese Produkte (die übrigens schon lange nicht mehr subventioniert werden müssen) zuzukaufen?

    Dass speziell zu Beginn da viel Geld von der chinesischen Regierung hin floss, ist korrekt. Mittlerweile ist das aber nicht mehr notwendig: Neun der zehn größten Modulhersteller sind in China beheimatet. Und Skalenfaktoren haben hier einen enormen Einfluss!


    Ob und wie toll die Abhängigkeit von China (70% aller Module weltweit kommen von dort) ist, mag jeder für sich beantworten. Vor allem, wenn man sich noch an das Kapitel Seltenen Erden erinnert.


    Dass ein Teil der Wertschöpfung (Montage) im Land bleibt, stimmt zwar. Der größte Kostenfaktor (~ 45% der Gesamtkosten) durch die Solarzellen geht aber quasi zu 100% ins Ausland (überwiegend China, s.o.), und auch beim zweitgrößten Brocken, den Wechselrichtern (ca. 15% der Gesamtkosten), ist Huawei auch schon ziemlich gut im Rennen.

    Klar gibt es hier noch SMA bzw. Fronius. Wie lange die aber da noch mithalten können, ist vermutlich eine Frage der Zeit. SMA ist (zumindest in Österreich) sowieso eine Servicewüste. Huawei hat hier vom Anteil her mittlerweile schon überholt, und bei den Wechselrichtern sind sie sowohl technisch als auch qualitativ zumindest gleichgezogen, wenn nicht tlw. sogar schon weiter also die obigen beiden.


    Auch bei der Unterkonstruktion (hier gibt es zugegebenermaßen aber wesentlich mehr Hersteller) kommen bei uns fast nur nichteuropäische Systeme (v.a. Aerocompact) zum Einsatz.

    Das ist doch garnicht wahr, ich habe ne Doku über Amazon gesehen, jeder Artikel bekommt sein eigenes Fach nach dem gescannt wurde, und das Fach wird wilkürlich vom System gewählt. Wenn da jemand ein Plagiat hinschickt dann wird das unter einer ASin abgespeichert und landet irgendwo in den weiten von Amazon, aber nicht zwingend neben dem selnen Produkt eines anderen anbieters.

    (Hervorhebung durch mich)

    Ähem. Wie bitte? Glaubst du, dass der Shop, der einen gefälschten Artikel an Amazon liefert, dem eine eigene ASIN verpasst?

    Original-Artikel und Fake-Artikel haben die gleiche ASIN/EAN und landen demnach im selben Fach. Ob das Fach jetzt per Zufall vergeben wird oder nicht spielt überhaupt keine Rolle!

    Stimmt es, dass bei Amazon asiatische Kopien der CTEK oder sagen wir Modelle ohne Qualitätsprüfung günstig angeboten werden? Hinweise darauf ließen mich neulich Abstand von einem Spontankauf nehmen.

    Das Problem bei Amazon ist folgendes: Artikel "x" wird dort von verschiedenen Anbietern feilgeboten. Wenn "Versand durch Amazon" ausgewählt ist, liefert der Händler einen Artikel an das Amazon-Lager (bzw. in der Regel bereits vorab mehrere Artikel, die dann irgendwann wieder nachgefüllt werden, wenn der kalkulatorische Mindestlagerstand erreicht ist).

    Allerdings landen alle "gleichen" Artikel von allen Händlern im selben Fach vom Amazon-Versandlager. Der Disponent greift dann willkürlich hinein und nimmt einen der Artikel heraus - der dann aber auch eine Fälschung sein kann (obwohl vll. der Händler sogar einen Originalartikel an Amazon geliefert hat!).


    https://www.spiegel.de/netzwel…e-produkte-a-1182710.html

    Zitat

    Zudem werden in Amazons Lagerhäusern alle Produkte, die den gleichen Barcode tragen, gleichberechtigt gelagert, egal, ob sie vom Hersteller oder von einem Drittanbieter geliefert wurden, berichtet das "Wall Street Journal". Die Methode helfe, die Auslastung der Lager zu optimieren und die Lieferwege kurz zu halten. Sie habe aber auch zur Folge, dass Originalware vom Hersteller und möglicherweise gefälschte Produkte gleichberechtigt gelagert und an Besteller verschickt werden, heißt es in dem Bericht weiter.

    Mit dem EEG hat man zuerst in Deutschland 10.000-e Jobs geschaffen, teure Fabriken aus dem Boden gestampft, und dann alles wieder vernichtet und die Scherben nach China verscherbelt.

    Kann man jetzt als Kollateralschaden ansehen, wenn man will. Ich habe da eine etwas weniger freundliche Einstellung dazu...


    Hätte man das EEG mit etwas mehr Hirn angelegt, wäre man zwar etwas langsamer von 0 auf 10% gekommen, dafür wäre dann wesentlich mehr Geld dafür da gewesen, um dann auf 20% oder auf 40% usf. zu kommen.

    In Summe wäre man so vermutlich (beweisen wird man's ja nie können) eher bei den aktuellen Zahlen angelangt als anders.


    Zusätzlich hat man damit nachhaltig den Strommarkt geschädigt, die vorzeitige Abschaltung von zig GW an Kraftwerkskapazität erzwungen und somit einen erheblichen Beitrag zum jetzt eher fragilen Netzzustand geleistet.


    Ob man das wirklich als Erfolgsmodell ansieht, hängt vermutlich vom jeweiligen Standpunkt ab.

    Ich persönlich würde die Akkus eher in der Nähe von Verbrauchern aufstellen (also Trafostations- oder Umspannwerk-Nähe).

    Schlicht und ergreifend deshalb, weil die Versorgungssicherheit der Verbraucher Priorität hat. Und ich noch immer der Meinung bin, dass sich die Erzeugung (bzw. Bereitstellung) der Energie am Verbrauch zu orientieren hat, und nicht umgekehrt.


    Je nach Netzsituation könnte aber auch das Aufstellen in der Nähe der Windparks etwas bringen. Da ich das Projekt hier im Detail nicht kenne, kann ich dazu aber relativ wenig sagen, außer den o.a. Allgemeinsätzen...

    Das ist doch gar nicht schlecht, oder? Bei einer Ölzentralheizung geht man von einer Lebensdauer des Heizkessels von ebenfalls 20 Jahren aus. Bei Gasheizungen sind es 15 Jahre. Stört sich keiner dran. Aber der Akku soll 100 Jahre halten wie ein Wasserkraftwerk?


    Ein Pumpspeicherkraftwerk ist ein zentraler Großspeicher, mit einem begrenzten Wirkungsgrad (Wikipedia spricht von 75-80% Gesamtwirkungsgrad), Wobei man zusätzlich berücksichtigen muss, dass der Strom zum Hochpumpen des Wasser von woanders hergebracht werden muss (Leitungs-/Transformationsverluste) und der im Generatorbetrieb erzeugte Strom auch wieder verlustbehaftet wegtransportiert werden muss.

    Es wurde im Forum die Frage gestellt, wie die Lebenskosten von Erzeugungs- und Speicherkosten über die Lebensdauer miteinander verglichen werden können. Ich habe das anhand der beiden Speichertechnologien Pumpspeicherkraftwerk und Akku gemacht. Zugegebenermaßen habe ich die Effizienz nicht mitbedacht. Allerdings ist hier die Kostenfrage auch extrem schwierig zu beantworten, da sie extrem von den Strompreisen abhängig sind.

    Je mehr negative Spotmarktpreise es gibt, desto weniger Rolle spielt der Wirkungsgrad (finanziell betrachtet).

    Das war jetzt deswegen kein Argument gegen Akku-Speicher. Man hat halt sehr oft nicht die Möglichkeit, einen Pumpspeicher zu errichten.

    Diese Pumpspeicherkraftwerke musst Du mir mal zeigen...

    Gerne doch:

    Kraftwerk Malta (https://de.wikipedia.org/wiki/Maltakraftwerke) z.B. Das größte seiner Art in Österreich.

    Oder Partenstein (gespeist von der Großen Mühl (https://de.wikipedia.org/wiki/Speicherkraftwerk_Partenstein)


    Es gibt sicher noch zig andere. Hab' jetzt aber keine Zeit für eine ausführliche Quellensuche (im wortwörtlichen Sinn ;)).


    Leitungsverluste werden gerne überschätzt. Vor allem, wenn sich die ganze Chose im Hoch- bzw. Höchstspannungsnetz (also 30kV aufwärts) abspielt.

    Was natürlich nicht heißt, dass du mit dem Argument der dezentralen PV-Erzeugung nicht recht hättest - im Gegenteil! Das macht ja absolut Sinn. Vor allem, weil da wo die Abnehmer sind sehr oft auch geeignete Dachflächen sind.

    Wobei Großkraftwerke trotzdem einen Vorteil haben: Sie sind einfach billiger! Der Aufwand bezüglich Planung, energierechtlicher Bewilligung usf. skaliert da einfach nicht mit: Ich brauche überall eine Begehung der Baustelle (die auch bei Großbaustellen üblicherweise in einer Stunde abgeschlossen ist), muss mich mit Netzbetreibern bezüglich Netzzusage in Verbindung setzen, Förderungen beantragen, ...

    Eine PV-Anlage auf einem Privathaus kostet (je kWp) ca. das Doppelte von einer Großanlage (200kWp und darüber).


    Ansonsten:

    Das Beispiel EEG ist für mich ein Paradebeispiel dafür, wie dumm die (deutsche) Politik in dieser Hinsicht agiert hat: Eine vollkommen überhöhte Förderung ohne Limits zu vergeben (also de facto ein Geldumverteilungsmechanismus in Richtung PV-Besitzer), Das Vergütungsschema war in keinster Weise durchdarcht und hat neben der Selbst-Kannibalisierung einige weitere Probleme, aber das sprengt den Rahmen der Diskussion und ist auch halbwegs OT.

    Hier müsste man bei einem zukünftigen Ausbau der EE (der ja - hier sind sich ja fast alle einig - forciert werden muss) eine bessere Lösung finden.



    Stimmt: Während Deutschland bereits jetzt den Kohleausstieg vollzieht, baut China da noch mal so richtig, richtig fett aus: https://industriemagazin.at/a/…eten-der-usa-plus-indiens

    https://www.handelsblatt.com/u…e-in-gefahr/25250284.html


    Über die "China will bis 2060 CO2-neutral-sein" Aussage werden wir noch 2061 kräftig lachen (oder weinen). Ist zumindest meine Meinung. Das ist für mich nichts anderes als eine Nebelgranate, weil sie Ökosteuern fürchten.

    Ich bin leider kein Spezialist auf dem Gebiet der Akkutechnik. Daher kann ich dazu wenig sagen.

    Von dem was ich weiß, ist bei LiIonen-Technik bei ca. 20 Jahren aufgrund der kalendarischen Alterung Schluß. Aber vll. kann hier ein Spezialist auf diesem Gebiet weiterhelfen?!?


    Wie gesagt, gehe ich bei Akku-Speichern von maximal 20 Jahren Lebensdauer aus. Eher weniger, speziell wenn sie wie Hornsdale oder der Gateway Energy Storage in einer heißen Umgebung stehen.


    Wasserkraftwerke, auch Pumpspeicherkraftwerke, können hingegen über viele Jahrzehnte hinweg betrieben werden.

    Das Vermuntwerk in Vbg. wird heuer 90 Jahre alt (https://de.wikipedia.org/wiki/Vermuntwerk). Es hat in etwa die Leistung des Hornsdale-Akkus, aber natürlich wesentlich mehr Arbeitskapazität!

    Unser ältestes Laufkraftwerk ist über 110 Jahre alt und wird noch mit dem alten Maschinenpark, Wehranlage und Gebäude betrieben. Lediglich die Regelungstechnik wurde modernisiert, und das gesamte Kraftwerk halt automatisiert. Zusätzlich wurde einmal eine Turbine installiert, um den Ertrag zu erhöhen.


    Daher sehe ich das Argument der Langlebigkeit ganz klar auf Seiten der Pumpspeicher.

    Wie die "Lebenskosten" betrifft: Hier kann man vermutlich am aktuellen Kraftwerksbau der ÖBB, die Erweiterung der Kraftwerkskette Stubachtal die Kosten für ein Wasserkraftwerk abschätzen: Das neue Kraftwerk mit einer Leistung von ca. 280 MW und einem Regelarbeitsvermögen (RAV) von ca. 450 GWh kostet etwa 300 Mio €.

    Ein Akku in dieser Leistungsklasse würde (extrapoliert vom Hornsdale-Akku) ca. 160 Mio kosten. Allerdings müsste dieser mindestens 5x ersetzt werden, um die Lebensdauer eines Pumpspeicherkraftwerkes zu erreichen.


    Hinzu kommt, dass ein Akku nur jene Energie speichern kann, welche man vorher (zzgl. Ein- und Ausspeicherverluste) hineingespeichert hat.

    Sehr viele Pumpspeicherkraftwerke haben natürliche Zuflüsse, wodurch man in der Regel sogar mehr Energie herausbekommt, als man hineinstecken muss!


    Wenn also die Möglichkeit hat, einen Pumpspeicher zu errichten, wird dieser immer eine Akkufarm schlagen. In so ziemlich jeder Hinsicht.