Beiträge von Maresi

    Na ja. Zu den Fakten kann man schon mal grob festhalten: Es gibt in Österreich mit Malta und Kaprun zwei große schwarzstartfähige Kraftwerke, die mWn in Summe schon mehr Leistung liefern als alles, was in D installiert ist (bei einem Zehntel des Verbrauchs, wohlgemerkt!).

    Zusätzlich gibt es noch eine dreistellige Anzahl kleinerer ssf-KW, quer über das Land verteilt.


    Österreich hat Pumpspeicher mit ca. 7.000 GWh speichervermögen. Deutschland 40. Tendenz in Österreich: steigend. In Deutschland stagniert die Kapazität hingegen.

    Ich hab' Isostar (als Pulver) für solche Fälle im Vorrat.

    Die gibts regelmäßig beim Hofer in Aktion. Ich kaufe mir normalerweise zwei Dosen pro Jahr und rotiere dann die beiden alten Dosen im Büro (ich trinke viel Wasser, und gelegentlich gebe ich etwas vom Isostar-Pulver hinein, damit es etwas Geschmack erhält).

    Ich hab' unlängst einen Sudzuk gegessen, deren MHD um knapp zwei Jahre überschritten war.

    Die Wurst war zwar härter als neu, weil sie einiges an Wasser verloren hat (die Haut war nicht mehr straff rundum). Geschmacklich war sie noch ein "rasser" als normal, aber noch gut essbar.

    Wir sind gestern den ganzen Tag gefahren, haben es aber nur bis in die Nähe der Slowakisch-Ukrainischen Grenze und damit ein Drittel des Weges geschafft. Aus Sicherheitsgründen sind nicht nur den Autobahnen ausgewichen, sondern haben auch jegliche größere Stadt umfahren.

    Gottseidank habe ich am Navi eine Europakarte. In der Ukraine ist damit leider Schluss...


    Glücklicherweise scheinen weder in Tschechien noch noch der Slowakei die Streitkräfte mobilisiert worden zu sein. Zumindest nicht an der Grenze. Wir sind einmal in der Slowakei von Polizisten aufgehalten worden. Die Kombination aus: Wir sind viele, sie nur zwei; verhältnismäßig viele Ältere und Kinder sowie die Sprachbarriere haben wohl letztenendes dazu geführt, dass wir weiterfahren durften.


    Nach einer kurzen, kalten und unbequemen Nacht haben wir ein einfaches Frühstück (Kaffee, mit Milchpulver angerührte Cerealien) zu uns genommen und uns wegen der weiteren Vorgehensweise abgestimmt. Die Stimmung wird zunehmend gereizt: Das lange Sitzen, die Kälte und das Fehlen von geeigneten Schlafmöglichkeiten geht auf die Substanz. Dass wir nicht so schnell wie erhofft weiterkommen ebenso.

    Dass wir eigentlich nur eine Schlafmöglichkeit für zwei Personen haben macht die Sache nicht besser. Wir belegen sie zwar mittlerweile eh zu viert, aber das ist weder gemütlich noch echt erholsam. Das Schlafen im Autositz allerdings auch nicht...

    Wir betanken also die Autos wieder (mittlerweile sind fast alle der mitgebrachten Kanister leer - in spätestens 500km müssen wir schauen, wo wir Sprit hebekommen!) und fahren so gegen 7h weiter.


    Nur kurz nach dem Aufbruch dann die schlechte Nachricht: Im ukrainischen Radio wurde durchgegeben, dass in Kosice eine Chemiefabrik explodiert sei und die Giftwolke nun vom Westwind in unsere Richtung getragen wird. Glaubt der Sohn unserer Nachbarn zumindest verstanden zu haben (er lernt eigentlich Russisch, aber "Fabrik", "Chemie", Explosion" und "giftige Gase" konnte er heraushören.


    Also ist die Devise erstmal: Land gewinnen! Ein echter Schutz vor giftigen Gasen ist im Auto kaum möglich. Wir haben zwar zwei Gasmasken, aber die sind halt "ein bissi wenig" für so viele Leute. Daher ruht unsere ganze Hoffnung darauf, dass wir der Gaswolke davonfahren können. Oder, dass sie zumindest schon so weit wie möglich verdünnt ist, bevor sie uns erreicht.


    Nahe einer Stadt mit unaussprechlichem Namen zeigt die Tankuhr vom Bus auf Null. Wir tanken den letzten Rest (5 l) hinein und wissen: Jetzt müssen wir Nachschub organisieren!

    Wir entdecken beim Weiterfahren ein Speditionsgelände, welches allerdings von einem Wachmann bewacht wird. Da auch hier der Strom weg ist, ist das Gelände ansonsten verwaist.

    Gut eine Stunde später verlassen wir die Gegend wieder: Um zwei Goldmünzen und etlichen Proviant erleichtert, aber zumindest mit 250 l Diesel in den Tanks und Kanistern. Wasser konnten wir ebenfalls auffüllen.


    Da wir seit der Früh quasi durchgefahren sind (Fahrerwechsel und Klopausen ausgenommen) beschließen wir heute, etwas früher Rast zu machen. Alle haben den dringenden Bedarf, sich zu bewegen, Körperpflege zu machen und ein wenig aus dem "Fluchtmodus" auszubrechen. Also biegen wir um ca. 17h in ein kleines Wäldchen ein, suchen uns dort eine geeignete Stelle und schlagen ein kleines Lager (inkl. einem kleinen Lagerfeuer) auf.

    Zum Glück ist uns wenigstens das Wetter hold: Auch wenn die Abende herbstlich-kühl sind, so regnet es zumindest nicht.

    Also ich bin auch dafür: Wer eine Kerze nicht bestimmungsgemäß benutzen kann, sollte die Finger davon lassen! Unter jede Kerze gehört ein feuerfester Untergrund (und sei es ein einfaches Porzellanteller), und über einer Kerze hat nix Brennbares was zu suchen (auch nicht in einem Umreis von ~20 cm).


    Man gruppiert auch nicht x Teelichter zu einem "Ofen". Zumindest nicht ohne ausreichenden Abstand. DAS kann nämlich richtig, richtig böse enden!

    Nein. Kein Smarthome. Und das bleibt auch so: Weder Alexa, noch Hue, noch sonst irgend ein Spion kommt in meine Bude - reicht eh schon, dass ich ein Smartphone besitze.


    Ich werde auch (meiner Netzhaus zuliebe) auf absehbare Zeit keine LED-Lampen bei mir einsetzen. Ich habe Glühlampen für ~ 50 Jahre eingebunkert - das sollte reichen.

    Auch bei der Alarmanlage habe ich bewusst ein Modell ohne WLAN-Fähigkeit genommen. Ist nicht "smart" und nicht extremst bequem in der Bedienung (die APP kommuniziert via SMS und ist daher nicht ganz so auskunftsfreudig wie andere Modelle).

    Photovoltaik


    In D z.B. sind aktuell rund 2 Millionen Solaranlagen registriert. Das sind weit überwiegend Einspeiseanlagen mit netzgeführtem Wechselrichter. D.h. fällt das Netz aus, speist so eine Anlage keinen Strom mehr ins Netz ein, selbst bei schönstem Sonnenschein. Das bedeutet aber nicht, dass die PV-Module auf dem Dach nutzlos sind, denn technisch können diese weiterhin Strom produzieren. Man muss sie nur richtig anzapfen. Im einfachsten Fall nimmt man abends bzw. bei Dunkelheit ein Modul aus der Stringverkabelung heraus und legt eine Leitung zu diesem Einzelmodul. An diese Leitung klemmt man bei Sonnenschein zwei in Reihe geschaltete Autobatterien (es stehen im Blackout über 40 Mio. Autos herum, in jedem ist eine relativ große 12V-Batterie drin) und kann so die Batterien provisorisch laden. Das ist natürlich nicht ideal, weil die Ladespannung etwas zu hoch ist (ca. 36V vom Modul, die Batterien wollen aber eigentlich nur 28,8V als Ladespannung), man muss dabei bleiben und die Ladung hin und wieder unterbrechen, wenn die Batterie zu stark gast oder warm wird. Aber man kann mit dieser "afrikanischen" Methode jederzeit bei Sonnenschein zwei Autobatterien wieder aufladen, ohne dass man einen Solarladeregler etc. braucht. D.h. man improvisiert mit Sachen, die man auch im Blackout ohnehin millionenfach zur Verfügung hat.

    Besser geht es, wenn man ein (idealerweise analoges) Voltmeter hat: Einfach bei der Abschaltspannung (abhängig vom Batterietyp) die Verbindung unterbrechen. Die Spannung an der Batterie wird dann wieder abfallen. Dann kann man das Modul wieder anhängen.
    Nach diesem Prinzip (aber ein wenig schneller, als man das selber hinbekommt ;-)) arbeitet übrigens ein PWM-Laderegler.


    Technischer Hintergrund: PV-Module haben keine "fixe" Spannung, sondern diese variiert nach der entnommenen Stromstärke. Zieht jetzt die Batterie viel Strom (weil sie stark entladen ist), so wird die Spannung des Moduls auf die Batteriespannung abgesenkt. Irgendwann ist die Batterie aber so voll, dass der entnommene Strom nicht mehr groß genug ist, die Modulspannung auf dem Niveau der Batteriespannung zu halten. Ab jetzt wird es gefährlich für die Batterie, weil das Modul jetzt die Batteriespannung so weit anheben kann, dass sie Schaden nimmt (bis zur sofortigen Zerstörung).

    Trennt man jetzt die Batterie von der Spannungsquelle, so sinkt die Batteriespannung wieder etwas ab. In dieser Situation würde ein PWM-Regler sofort wieder den Kontakt herstellen, und das Spiel geht im ms-Takt dahin, bis die Batterie komplett voll ist. Wenn man das händisch macht, wird man vermutlich nach ein paar (deutlich längeren) "Takten" die Batterie für "voll" erklären und wieder zurück in den Einsatz schicken.


    Und bitte beachten: Das gilt nur für Bleibatterien! (da ist es aber egal, ob herkömmliche Blei/Säure, AGM oder Gel). Lithium-Akkus haben andere Ladecharakteristiken (und damit kenne ich mich auch nicht ansatzweise gut genug aus, daher kann und werde ich dazu keinen qualifizierten Kommentar abgeben).

    Stromerzeuger


    Viele planen für Notfälle ein Stromaggregat ein. Für einen langanhaltenden Blackout sind kleine Stromaggregate als Dauerversorgung aber denkbar ungeeignet. Die kleinen Motoren laufen mit hoher Drehzahl, meist 3.000-3.600 U/min. Das entspricht bei einem PKW fahren mit Vollgas bei Tempo 170, also quasi maximale Belastung. Beim Auto macht man das typischerweise nur für einige zehn Minuten, auf freier Autobahn bei Langstrecke vielleicht auch mal ein zwei Stunden. Der Stromerzeuger soll nun aber durchgehend laufen. Der Verschleiss ist dabei enorm. Schaut mal in die Bedienungsanleitungen von Stromerzeugern nach den Wartungsintervallen. Da steht dann meistens "Ölwechsel nach 50h oder 100h", "Zündkerzen erneuern nach 150 bis 200h", "Ventile einstellen nach 300h" usw. Das bedeutet: alle zwei Tage Ölwechwel und wöchentlich neue Zündkerzen - wenn man ein Aggregat im Dauerbetrieb nutzen möchte. Nutzt man einen Stromerzeuger im Alltag alle paar Wochen mal für ne Stunde im Schrebergarten, spielen die Wartungsintervalle keine Rolle, da hat man nach 20 Jahren immer noch die gleiche Zündkerze drin und das Ding läuft damit.

    Jein! Mit den "Ölwechsel nach x h" sind ja Betriebsstunden gemeint. Ich hoffe, dass niemand in diesem Forum so blöd ist, und das Aggregat im Dauerbetrieb laufen lässt!
    Dann kommt man auch mit dem Kraftstoffvorrat viel weiter!
    Noch dazu wird ja das Aggregat nicht gleich eingehen, wenn man mal die Zeiten überschritten hat. Ist so ähnlich wie mit dem MHD!

    Nachtrag: Das mit dem "in Österreich ist nach 20 bis 30 Stunden wieder Strom" ist eine zu pauschale Aussage, um wahr zu sein. Kommt nämlich darauf an, was die Ursache eines Blackouts war. Bei einer "einfachen" Netzüberlastung (also z.B. so wie am 8. Jänner, nur noch einen Ticken größer), dann mag das so stimmen.

    Wenn jedoch eine andere Ursache (von Cyberangriff bis physische Zerstörung von Infrastruktur durch zB einen HEMP oder CME) vorliegt, sieht die Sache gaaaaaaaanz anders aus!

    Tag 4.


    Nach einer ereignislosen, wenngleich nicht sehr erholsamen, Nacht wird wie geplant um 5h "Tagwache" ausgerufen.



    Der Gaskocher vom Grill streikt (Drehgriff kaputt). Macht aber nix: Habe ja noch zwei Hockerkocher, einen MSF-1A-Kocher und einen zweiflammigen Campingkocher.

    Also letzteren an die Gasflasche abgeschlossen und Frühstück gemacht.

    Die restlichen Kocher sowie die Gasflaschen (2x 5 kg, 1x 11 kg) bekommen die Nachbarn als Dauerleihgabe. Dafür "dürfen" sie auf unsere Katze aufpassen...


    Wir verfrachten die versammelte Mannschaft in die Autos und gegen 6h geht es dann erst mal ab nach Norden.


    Um ca 20 nach 7h überqueren wir die Grenze nach Tschechien.

    Kurz vorher haben wir noch etwas von einer Ausgangssperre gehört. Daher werden wir in CZ das höherrangige Straßennetz meiden und uns auf Bezirksstraßen beschränken...


    Wir sind unterwegs auf keine Blaulichteinheiten gestoßen. Zum Glück. Hoffentlich bleibt das auch so...

    Das meinte ich (unter anderem auch mit "soziokulturellem Gefüge". In Berlin Friedrichshain ist auch eine tendenziell junge Bevölkerung (ob links oder nicht kann ich nicht sagen). Berlin-Köpenick hingegen hat einen deutlich höheren Altersschnitt.

    Ich wurde nach einem anstrengenden und langen Tag mitten in der Nacht von Lärm und Brandgeruch geweckt.

    Zwei Häuser weiter ist die "alte Holzvilla" komplett abgebrannt. Die Bausubstanz ist Jahrzehnte lang ausgetrocknetes Holz, welches vor ein paar Jahren dick mit Styroporplatten isoliert wurden.

    Die Feuerwehr war zwar noch einsatzfähig, konnte aber nicht verhindern, dass das Haus vollkommen niederbrennt.

    Was sie geschafft haben! Dass das Feuer nicht auf Nachbargebäude übergreift. Die rund ums Haus stehenden, ca. 15m hohen Fichten haben das nicht einfacher gemacht.


    Die Bewohner hatten jedenfalls keine Chance: Im Untergeschoss wohnten die gebrechlichen Großeltern, die Jungen in den oberen zwei Etagen.

    Da das Gebäude quasi nur aus Zunder bestanden hat, dürfte es in kürzester Zeit rundherum in Vollbrand gestanden sein.


    Zum unserem Glück war die Nacht beinahe windstill. Sonst wäre es vll. auch für unser Haus mies ausgegangen (wir liegen genau in Hauptwindrichtung)!


    Ich habe beschlossen, dass morgen der Zeitpunkt für Bug Out ist. Ich schätze, dass AKWs noch ein paar Tage die Notkühlung der Abklingbecken aufrecht erhalten können. Wenn es zu einem Versagen derselben kommt, will ich weit genug weg sein.


    Die Lebensmittel und sonstige notwendigen Vorräte werden daher zum Transport vorbereitet (in Transportkisten umgeschlichtet und neben der Haustür gestapelt).

    Es gibt für SchwiePa und BEVA eine Einschulung bei den Teilchenbeschleunigern, mit etlichen Wiederholungen untertags. Sie müssen jetzt schnell lernen...


    Die Lage im Ort ist angespannt, aber noch ruhig. Die Lebensmittelmärkte haben ihre verderbliche Ware vor die Tür gebracht, zur freien Entnahme.

    Der Rest wird in die Schule transportiert, wo im Turnsaal ein Notlager errichtet wird.


    Da wir uns ohnehin am nächsten Morgen auf die Socken machen werden, Spenden wir einige Decken, Matratzen und etwas Nahrung (wir können sowieso nicht alles mitnehmen).

    Nachbarn (mit zwei Kindern) haben beschlossen, mitzuziehen. Wir fahren also im Konvoi mir drei Autos. Zwei wehrfähige Personen mehr. Gut!


    Am Nachmittag betanken wir alle Fahrzeuge bis oben hin, und ich fahre zum Haus der Schwiegereltern, um die geleerten Kanister mit Heizöl neu zu befüllen. Mir etwas Glück kommen wir 3.000 km, bevor wir wieder nachfassen müssen. Hoffentlich sind wir dann schon aus der betroffenen Zone heraus (im Osten gibts ja angeblich noch Strom).


    Ab ca. 20h werden die Fahrzeuge beladen. Das ist in weniger als einer Stunde erledigt.

    Wir halten an jetzt abwechselnd Wache (je zwei Personen, je drei Stunden).

    Ich schlafe im Bus, gemeinsam mit meinem Hund. Um noch einen Ticken näher an der Umgebung zu sein.

    Um die Szenarien-Threads vor solchen Diskussionen zu bewahren/entlasten, möchte ich hier die möglichen Plünderungen (wann/wo/durch wen/...) thematisieren.


    Im "Tag 3"-Thread war ja der Verweis auf Südafrika drin.

    Allerdings gibt es ein viel näher liegendes Beispiel: Der Stromausfall in Berlin Friedrichshain 2015.


    Da fiel der Strom in einem begrenzten Gebiet für gerade mal eine Stunde aus. Dennoch ist es in dieser kurzen Zeit zu Plünderungen und Randalen gekommen.

    https://www.bz-berlin.de/tator…l-pluenderung-und-randale



    Umgekehrt ist es 2019 in Berlin-Köpenick relativ ruhig geblieben. Und das, obwohl der Ausfall wesentlich länger (36 Stunden) gedauert hat.


    Man sieht: Auch in Mitteleuropa sind Plünderungen nicht ausgeschlossen.

    Abhängig ist das mMn von vielen Faktoren, vor allem aber:

    • soziokulturelles Gefüge
    • Stadt vs. Land

    Bis in einer gutbürgerlichen Gegend Unruhen ausbrechen dauert es vermutlich länger als in einem Scherbenviertel. Und am Land hat man eher Lebensmittel für mehrere Tage vorrätig, als in der Stadt.


    Vermutlich hängt es aber auch stark von einzelnen Personen bzw. gruppendynamischen Prozessen ab: Ist irgendwo ein Krawallo? Oder sind eher stabilisierende Elemente am Werk?


    Ich glaube zwar nicht daran, dass die Gewalt so schnell eskaliert wie manche da befürchten. Allerdings reicht vermutlich ein einzelner "Kristallisationspunkt", um Chaos ausbrechen zu lassen.

    Da unsere Feuerwehr vor kurzem ein neues Depot (inkl. Notstromversorgung ;)) bekommen hat, lasse ich die erst mal den Brand löschen :P

    In der Früh wird erstmal der Akkuspeicher mittels PV-Panel aufgeladen (sofern Sonne vorhanden ist). Die Autos kommen in die Einfahrt und bilden so einen gewissen Schutz gegen ungebetene Besucher.


    Da an Arbeiten nicht zu denken ist (ich wüsste, wenn dort wieder Strom ist!), werde ich erstmal bei Bekannten (Gemüsebauern) einen größeren Einkauf machen. Die nehmen Bargeld auch ohne Registrierkasse ^^

    Nebenbei mache ich mir natürlich auch ein Bild von der Lage.


    Inzwischen wird daheim erstmal das eingekocht, was bei meinen Eltern noch eingefroren war.


    Im Laufe des Tages werden wir uns sicher auch mit den Nachbarn vernetzen. Wasser und Nahrungsmittel sind auch dort (noch) nicht das Problem, Strom aber teilweise schon.

    Sollte das Wetter schlechter werden, wird der Kachelofen angeworfen. Solange aber Sonne ist, kann ich das Haus mittels Wintergarten ganz gut warm halten.


    Es wird Zeit, die Schwiegereltern mal aufzusuchen (sofern sie nicht ohnehin schon von selber gekommen sind). Da es nur wenige km sind, mache ich mich mit dem Fahrrad auf den Weg. Kann sein, dass wir noch Notbetten aufstellen müssen. :/

    Also wenn das Szenario lautet: "Sonntag am späten Vormittag beginnt der Blackout", dann werde ich erst mal (wenn ich schon beim Sicherungskasten bin) alle Sicherungen und FIs deaktivieren (ausgenommen von der Küche, exkl. E-Herd, um festzustellen, ob/wann der Strom wieder a ist).

    Das verhindert, dass Geräte durch Spannungsschwankungen beim Wiedereinschalten beschädigt werden. Und erleichtert dem Netzbetreiber, das Netz wieder hochzubekommen.


    Wasser ist für mich kein Thema. Einerseits habe ich einen Monatsvorrat an Trink- und "A-Qualität"-Brauchwasser, einen Brunnen mit "B-Qualität"-Brauchwasser (für WC-Spülung udgl) und unsere Nachbarn haben einen Trinkwasserbrunnen.

    Also erst mal eine SMS an meine Eltern absetzen (SMS sollte noch am ehesten durchgehen), dass wir sie am Abend zu uns holen, wenn noch kein Strom da ist.

    Zwischendurch immer wieder mal Nachrichten horchen, Beleuchtung vorbereiten (Akku-Lampen), Gästebett herrichten und den Griller in den Wintergarten bugsieren.

    Wenn nach ~ 6h noch immer kein Strom da ist, wird das Haus auf Notstrom umgestellt (primär, um die Kühl- und Gefriergeräte betreiben zu können).

    Gegen Abend dann meine Eltern (inkl. Vorräte - da ist noch einiges gebunkert) abholen, Abendessen machen und den Abend erst mal in Ruhe ausklingen lassen.

    Ein Blackout länger als 8 Tage ist sehr unwahrscheinlich.

    Kommt darauf an, wo du wohnst. In AT oder der Schweiz schon.

    In Deutschland geht man von mindestens 10 Tagen aus, um das Netz wieder hoch zu bekommen.


    Ist aber auch Szenarioabhängig: Wird der Blackout durch zB einen CME ausgelöst, sind wichtige Netzkomponenten irreparabel beschädigt.

    Die zu ersetzen dauert Jahre.

    800px-Farm_vehicle_in_Laos.jpeg

    So schaut das ideales Survival-Fahrzeug in Laos aus. Das ist zwar nicht mein TokTok auf dem Foto, ich hab keinen Anhänger. Minimaler Spritverbrauch, Kurbel zum anlassen und springt auch nach Jahren geparkt in der Garage sofort an. 10 PS, 4 Gänge und per Keilriemen kann ich Wasser pumpen, Strom erzeugen, Betonmischer, Kreissäge oder Häcksler antreiben und noch viel mehr.

    Aber hat der auch eine TÜV-Plakette?!? :D

    Bei NS2 sind die Rohre Erstmal verschweißt. Jetzt werden mWn noch die Terminals angebunden.

    Dann muss die Röhre noch gemolcht werden (Prüfung der Schweißnähte und generell der physischen Intaktheit).

    Dann erst kann mit den Gaslieferungen begonnen werden.


    Wird also noch ein paar Tage dauern, bis da wirklich Gas durchfließt.

    Strom ist (zumindest bei uns in Oberösterreich) eigentlich relativ gut abgesichert: Jedes Krankenhaus hat eine NEA und Diesel für zumindest 24h - die meisten deutlich mehr. Weitere Treibstoffvorräte sind mittels Verträgen abgesichert und können auch bei einem Blackout bezogen werden (zumindest, sofern die Straßen frei sind).

    Die Aggregate werden regelmäßig gestartet (mWn monatlich mindestens eine halbe Stunde lang), damit die Funktionsfähigkeit gewährleistet ist.


    Das Problem liegt ganz woanders: Medikamente und Verbandszeug, Nahrung, Abfallentsorgung, (Ab)Wasser, usf.

    Krankenhäuser werden mehrmals täglich versorgt. Die Vorräte halte für mehrere Stunden bis Tage. Dann ...