Beiträge von lord_helmchen

    Android war leider auch nicht die Lösung. Prinzipiell bekommt man es schon zum Laufen auf dem Raspi, aber das hat dann mit "einfach" nichts mehr zu tun.


    Das größte Manko daran ist allerdings, dass die Grafikkarte nur rudimentär unterstützt wird. Damit kann man dann flüssiges Video über Briefmarkengröße hinaus leider vergessen.


    Ich hatte gestern die Installation zum Spaß nochmals durchgeführt, da das Mikro-HDMI endlich im Briefkasten lag und muss sagen, dass das Raspbian wirklich komfortabel ist. Die oben aufgeführten Schritte mit der Kommandozeile sind gar nicht mehr nötig. Man wird beim ersten Start durch die Konfiguration geleitet und ist 2 Minuten später lauffähig. Das kann wirklich jeder auch ohne großartige Kenntnisse in dem Bereich.


    Hakelig wurde es erst wieder bei Installation weiterer Komponenten mit dem Paket-Manager. Linux-like bekommt man bei einer Suche z. B. von Open Office zig Pakete angezeigt, aber Open Office war nicht dabei. Also habe ich das dann doch lieber manuell installiert. Da schwächelt Linux nach wie vor bei der Benutzerfreundluchkeit.


    Mein Freund kauft jetzt doch einen NUC für seinen Konfi und hat das Teams dann wahrscheinlich 30 Minuten später lauffähig am Start. ;)


    Und ich werde wohl eine Wetterstation basteln, da mir sonst eigentlich nichts sinnvolles einfällt was ich mit dem Raspi anstellen könnte. Damit werde ich dann die erfassten Daten an openweathermap melden. Man könnte so vieles mit dem Kleinen anstellen. Aber irgendwie hat man ja schon alles. Da wird es schwierig etwas zu finden was man noch gebrauchen könnte.

    Nicht, dass es uns nicht schon lange klar wäre aber:

    So, um es kurz zu machen:


    Microsoft hat wohl irgendwann die ARM-Architektur, trotz hoher Verbreitung, nicht mehr weiter unterstützt, was an mir vorbei gegangen ist. Allerdings hätte ich nur mal genauer in die Anforderungen von Teams oder Skype schauen müssen um das festzustellen.Und hätte mir den Aufwand sparen können.


    Bliebe noch, eine alte Version auf dem Raspi zu installieren die auf ARM lauffähig ist. Aber ob die noch kompatibel ist, kann man nicht sagen. Daher spare ich mir das.


    Fazit: Teams/Skype auf dem Raspi geht nicht, da die Prozessorarchitektur nicht mehr von MS unterstützt wird.


    Was mache ich jetzt mit dem Kleinen? Ich habe mal zum Spaß ein wenig damit herum gespielt und muss sagen, dass der ziemlich flott ist und durchaus Potenzial als Desktop-PC hat.


    Edit: Das Thema ist jetzt offen für Diskussionen, sollte daran Interesse bestehen.

    Medien sind gewinnorientiert wie jedes andere Unternehmen. Ich denke, dass wir alle wissen wie diese funktionieren und das müssen wir hier nicht diskutieren.


    Und ich befürchte, dass das wirkliche Drama wahrhaftig in den USA stattfinden wird.

    Vorbereitung würde ich es jetzt nicht direkt nennen, aber der Daueraufenthalt im Home-Office hat mich dazu gezwungen mal ein wenig mehr Ordnung zumindest in einen Teil der IT zu bringen.


    Investieren musste ich nicht großartig, nur ein paar neue Cat 6 Netzwerkkabel in passenden Längen waren mal fällig.


    Leider habe ich kein Foto vom Chaos gemacht, jetzt sieht es auf jeden Fall so aus:


    2020033020234700.jpg


    Vorher war es noch sehr viel schlimmer. Kabel, die nirgendwo mehr hinführten, Hardware die seit vielen Jahren rumstand. Und natürlich alles mit einer fetten Staubschicht bedeckt.


    Im Schrank ist ein Kill-Switch der alles vom Netz trennt. Dazu hängt nun alles an einem Überspannungsschutz. Außerdem steht im Schrank noch meine "Cloud", die aber hauptsächlich nur Daten aller Geräte im Haus und auch der Mobiltelefone einsammelt um ein Mal die Woche alles auf gespiegelte USB-Festplatten sichert. Eine der Festplatten habe ich dann immer am Mann.


    Außen am Schrank den Switch der vorher im Schrank war (was total nervig war wenn ich da mal dran musste) sowie eine 16-fach Steckerleiste. Jeweils 8 Dosen lassen sich getrennt ein- und ausschalten. An einer Seite hängt die Arbeit und an der anderen Seite der ganze Spielkram und diverse Ladegeräte. So kann ich hier auch noch getrennt Geräte nur dann unter Strom setzen wenn ich sie auch benötige.


    Ein Teil des Krempels der nun übrig ist:


    2020033021141500.jpg


    20 Jahre alte Festplatten, 10 Jahre alte Festplatten, die alle mal der Datensicherung gedient haben. Der PC ist 15 Jahre alt, läuft aber immer noch. Was ich mit dem ganzen Zeug machen werde weiß ich noch nicht. Ich spiele schon lange nicht mehr mit IT, sonst würde ich wohl "irgendwas" mit Linux machen. Nur leider fällt mir da grad nichts zu ein.


    Wahrscheinlich werde ich das jetzt irgendwo verstauen, vergessen, in 10 Jahren darüber stolpern und dann entsorgen.

    Merkwürdig ist ja, dass man da draußen im Internet jede Menge davon bestellen kann. Und da unser Toilettenpapier in ca. 6 Wochen aufgebraucht sein wird, habe ich ein wenig was davon bestellt. In den Läden habe ich schon Wochen davon nichts mehr angetroffen. Wahrscheinlich müsste ich dazu einfach früher aufstehen.

    Wie geht es nun weiter? Bis jetzt kann der Computer ja noch nicht wirklich etwas. Das erste was wir machen müssen ist, die Konfiguration durchzuführen. Wie man das macht, steht auch in der letzten Zeile:

    Code
    1. Use raspi-config to set the country before use.

    Also geben wir einfach "raspi-config" ein und drücken die Eingabetaste (Enter). Da wir aber eine Änderung am System vornehmen wollen müssen wir dies als "Administrator" (bei Unix nennt der sich "root") machen. Das kennt man ja auch von Windows wenn man versucht eine Anwendung zu installieren.

    Code
    1. sudo raspi-config

    Wir stellen also den "sudo" voran der dafür sorgt, dass man den Befehl mit root-Rechten ausführt:


    raspi-config-1.png


    Auf den ersten Blick sieht man, dass man hier schon recht viel machen kann. Ich werde allerdings nicht alle Optionen durchgehen. Das kann man jederzeit erledigen einfach mittels "sudo raspi-config". Hier kann man das Kennwort des Benutzers "pi" ändern oder auch die Netzwerkeinstallungen, wenn man z.B. WIFI nutzen möchte. Der Raspi kann aber von sich aus kein WIFI. Dazu wird ein entsprechender Adapter benötigt den man dann mittels USB einbindet. Man kann hier übrigens nur mit den Pfeiltasten sowie der Tabtaste der Tastatur navigieren und mit der Eingabetaste die Auswahl bestätigen. Eine Unterstützung der Maus existiert hier nicht.


    Das erste was wir machen ist, die Sprache einzustellen.


    Schritt eins ist es, mit der Nach-unten-Taste auf die "Localisation Options" zu gehen und die Eingabetaste zu drücken:


    raspi-locale-1.png


    Es öffnet sich ein weiterer Bildschirm mit diversen Sprachoptionen. Wir kümmern uns aber erstmal nur um die Sprache:


    raspi-locale-2.png


    Hier gelangt man zu einer Auswahlliste. Mit den Pfeiltasten muss man durch die Liste wandern bis man auf einen Eintrag "de_DE .UTF-8 UTF-8" stößt. Diesen markiert man mit der Leertaste sodass ein Sternchen in der Klammer steht. Mit der Tabulatortaste geht man zu "Ok" und drückt die Eingabetaste:


    raspi-locale-3.png


    Eine weitere Auswahl erscheint in der man mit den Pfeiltasten zu "de_DE.UTF-8" geht und wieder die Eingabetaste drückt.


    pasted-from-clipboard.png


    Man kehrt zur Hauptansicht zurück. Nun ist deutsch als Sprache eingestellt. Allerdings nicht hier in der Konfiguration. Die bleibt leider englisch.


    Anschließend muss man dem Raspi noch sagen, dass er nach einem Neustart direkt die Oberfläche starten soll. Das kann man zwar auch manuell machen, aber wir wollen das dem Benutzer natürlich nicht zumuten. Ein Konsolenfenster wie dieses hier ist keine gescheite Benutzerschnittstelle.


    Dazu wählen wir die "Boot Options" aus:


    raspi-boot-1.png


    Wieder kommen wir in eine Ansicht. hier wählen wir "Desktop / CLI" und bestätigen mit Enter:


    raspi-boot-2.png


    In der folgenden Ansicht wählen wir "Desktop Autologin":


    raspi-boot-3.png


    Beim nächsten Start wird der Raspi also den Desktop starten und den Benutzer "pi" automatisch anmelden. Natürlich kann man weitere Benutzer hinzufügen da Unix ein Multi-User-OS ist. Aber das spare ich mir hier, da wir ja ein Konferenzsystem haben wollen welches von allen Benutzern genutzt werden kann.


    Damit ist unser Raspi eigentlich fertig. Aber eine Kleinigkeit für den Monitor fehlt noch. Das mache ich aber erst im nächsten Beitrag.

    Was ist bisher geschehen? Ich fasse mal kurz zusammen:

    • Raspberry und ein paar Komponenten gekauft (Linkliste folgt)
    • Mittels der Anwendung "imager" Raspbian auf eine SD-Karte installiert
    • Eine Datei "ssh" im Basisverzeichnis der SD-Karte angelegt
    • Alles zusammengebaut und in ein Gehäuse gesetzt


    Im Affekt war ich kurz davor doch noch ein passendes HDMI-Kabel zu besorgen. Aber die Vernunft obsiegte heute Morgen dann doch noch und ich lasse mir das doch lieber liefern. Dabei war ich mir so sicher, dass ich in meinem Elektronikbunker solch ein Kabel habe.


    Dafür habe ich jetzt aber keine direkte Bildschirmausgabe, was die Sache etwas verkompliziert, aber natürlich nicht unmöglich macht.


    Der nächste wichtige Punkt ist die Grundkonfiguration des Raspis, die aber größtenteils automatisch abläuft. Aber wie komme ich jetzt auf das Gerät? Mittels des sowieso vorhandenen Netzwerkes. Denn wir wollen ja mit anderen kommunizieren. Aus ganz alten Tagen bietet Unix ein Tool an mit dem man von überall auf der Welt auf den Computer zugreifen kann. Dieses setzen wir jetzt ein.


    Damit landen wir in dem etwas komplizierteren Teil des Tutorials. Es führt leider kein Weg daran vorbei an ein paar Grundkenntnissen in dem Bereich zu besitzen. Allerdings sollte sich auch in dem kleinsten Unternehmen jemand finden, der sich ein wenig mit dem Netzwerk und ganz allgemein der IT-Technik auskennt.


    Das erste was wir benötigen ist eine IP-Adresse die den Computer im Netzwerk erreichbar macht. Das passiert allermeistens automatisch da in den allermeisten Netzwerken eine Komponente dafür verantwortlich ist, dass angeschlossene Computer solch eine Adresse zugeteilt bekommen ohne, dass jemand etwas dafür tun muss.


    Wir stöpseln also ein Netzwerkkabel (Kategorie 5 oder höher) in den Raspi ein und stecken ihn dann an die Steckdose damit er mit Strom versorgt wird.


    2020032811241600.jpg


    Ein paar Dioden leuchten auf und der Lüfter lüftet. Hier kann man dann mit dem Handrücken auch mal testen, ob Luft angesaugt oder rausgeblasen wird. Richtig ist es, wenn die Luft angesaugt wird.


    Der nächste Schritt ist die Ermittlung der Netzwerkadresse des Raspis. Diese wurde ihm ja jetzt automatisch zugewiesen. Hier in meinem Fall von meinem DSL-Router, einer Fritz-Box. Hier lasse ich mir einfach alle Verbindungen anzeigen:


    network.png


    Wie man sehen kann, sind dort zwei Raspberrys zu sehen. Einer davon ist der, der gerade neben mir liegt. Der andere ist mein Pi-Hole. Da ich die Adresse meines Pi-Holes kenne, muss es die 192.168.178.68 sein.


    Jetzt benötige ich auf meinem PC noch eine Anwendung mit der ich auf den Raspi zugreifen kann. Hier kommt putty (eine Seite aus den ganz alten Tagen des Internets) zum Einsatz. Auch das gibt es für diverse Plattformen. Man sucht sich einfach die eigene heraus, führt den Download durch und installiert die Anwendung. Anschließend startet man putty um sich mit dem Raspi zu verbinden.


    Der Hostname oder die Adresse haben wir vorhi ja ermittelt und wird in das Feld eingetragen. Der sogenannte Port ist immer 22 und der Connection Type ist "SSH", was wir ja mit dieser kleinen Datei auf dem Raspi aktiviert haben:


    putty.png


    Man klickt auf "Open" sollte sich ein Fenster öffnen. Wenn es das tut: Glückwunsch, man hat nun das Gröbste hinter sich. Der Raspi rennt und man ist mit ihm verbunden.


    login.png


    Die Anmeldung für einen frisch installierten Raspi ist immer der Benutzer "pi" mit dem Kennwort "raspberry". Natürlich ändern wir das beizeiten weil es allgemein bekannt ist. Das kann man aber jederzeit machen, daher sparen wir uns das hier. Zumal das ja nicht mein Gerät ist.


    Wenn man alles korrekt eingegeben hat:


    hello-pi.png


    Hurra und hallo Raspberry Pi!

    Das wäre erledigt, jetzt bauen wir alles zusammen.


    Vor dem Zusammenbau sei noch gesagt, dass Elektronik ziemlich empfindlich auf Überspannung reagiert. Die Profis haben da spezielle Arbeitsplätze. Ich aber bin kein Profi und "entlade" mich an einem Türgriff oder an der Heizung an einer blanken Stelle um überschüssige Elektronen zu verlieren.


    Als Erstes stecken wir die SD-Karte in den dafür vorgesehenen Einschub auf der unteren Seite der Platine:


    2020032722525300.jpg



    Zwar entwickelt dieser Kleinst-Computer nicht übermäßig Wärme, aber Kühler sind auf jeden Fall zu empfehlen. Bei der Installation kann eine kleine Pinzette nicht schaden um die Schutzfolie abzuziehen. Anschließend müssen die Kühler halbwegs bündig auf die entsprechenden Komponenten gesetzt und leicht angedrückt werden. Nur leicht, damit die Platine auch heil bleibt. Ich habe mal coole blaue Kühler gewählt die bei dem Acryl-Gehäuse dabei waren:


    2020032723112700.jpg


    Als zusätzliche Kühlung habe ich noch einen Lüfter vorgesehen. Der ist vielleicht nicht so wirklich nötig, aber sicher ist sicher und die Elektronik dankt es mit längerer Lebenszeit. Der Raspi bietet eine eigene Stromversorgung für weitere Komponenten an. Dies in 3,3 und in 5 Volt. Ich wähle für den Lüfter die 3.3 Volt, da der mit der niedrigeren Spannung natürlich auch nicht so schnell dreht und damit natürlich leiser ist.


    Diese Leiste mit den vielen Pins ist quasi die Steckerleiste des Raspis die auch eine Funktion "Stromversorgung" bietet. Allerdings sollte man darauf achten, dass man nicht wer weiß was für Stromfresser anschließt. Das Netzteil ist auf 3 A beschränkt, und welche Ströme man der Platine zumuten kann weiß ich auch nicht. Ein kleiner Lüfter allerdings ist vollkommen unkritisch.


    5 Volt:


    2020032723344900.jpg



    Und 3,3 Volt:


    2020032723344901.jpg


    Natürlich ist darauf zu achten, dass der Lüfter korrekt eingebaut und auch korrekt verpolt ist. Andernfalls bläst der natürlich in die falsche Richtung. Im Allgemeinen liegt aber eine Beschreibung bei die das detailliert schildert.


    Dann nur noch das Gehäuse zusammenschrauben und et voilà:


    2020032723450600.jpg


    Da ist er, unser kleiner Raspi. Lauffähig und eingebettet in seinen Acrylpalast. Ich überlege gerade, ob ich nicht einfach noch ein paar LEDs reinpacke damit es noch ein wenig lässiger ausschaut...


    Mit Erschrecken muss ich feststellen, dass ich kein Micro-HDMI-Kabel habe. Das ist nicht weiter schlimm da man für die weitere Installation den Rechner nicht zwangsläufig an einen Monitor anschließen muss. Ich schaue mal, was ich machen kann übers Wochenende.