Beiträge von basement

    Hohe Energiepreise sind langfristig gedacht nur gut.


    Nur so wird überhaupt ein notwendiger Wandel ermöglicht.


    Solange Energie billig bleibt ändert sich nichts und das ist erst recht keine zukunftsfähige Option.

    Da trifft es aber auch immer die Falschen. Wenn ich mir das Dach mit PV zukleister und dann in den nächsten 12,5 Jahren einen theoretischen Arbeitspreis von 15 Cent/kWh habe, interessieren mich Strompreiserhöhungen kaum.


    Beispiel: Eine ältere Dame mit Minirente kocht einmal am Tag und stellt sich an kälteren Tagen ggf. zusätzlich eine Elektroheizung hin. Wo Soll sie hier noch optimieren? Das Haus aufwändig sanieren und besser dämmen lassen fällt raus, einen entsprechenden Kredit, wenn nötig, bekommst Du im hohen Alter sowieso nicht mehr.


    Ein anderes Beispiel: Hier (ländliche Gegend) haben vor 2-3 Jahren alle ihre Ölheizungen aufwendig und teuer (es gab wohl Fördermöglichkeiten - achtung, Hörensagen) gegen Gasheizungen tauschen lassen. Wie verkauft man den Leuten jetzt, dass Gas auch wieder nicht gut ist und viel teurer wird?

    - Unsere bestellte (aber noch nicht gelieferte) PV Anlage geht dank Umschaltbox automatisch in den Inselbetrieb, wenn vom Netz nichts mehr kommt. Nach ~60 Sekunden ist ein eigenes, dreiphasiges Netz aufgebaut. Auf der Werkstatt stehen > 1.8 kWp, dort dauerhaft als Insel mit 4,8 kWh Speicher in Betrieb.


    - Unweit von hier geht ein breiter Bach entlang, dort könnte man mit einem Motor und eventuell Teilen aus dem 3D Drucker eine kleine Turbine zum Aufladen von Akkus platzieren.


    - Einen Savoniusrotor könnte ich mit etwas Improvisation aus dem vorhandenen Material bauen, entsprechende Literatur wäre auch in Buchform vorhanden.


    - Von einem früheren Projekt ist noch ein 24V Gleichstrommotor vorhanden, dessen Ritzel zu einer Fahrradkette passen. Daraus könnte man eventuell einen mit Pedalen angetriebenen Generator bauen.


    - Mit ein paar herumliegenden Peltierelementen könnte man das Feuer an der Feuertonne nutzen, um eine Kleinstspannung zu erzeugen.

    Der Stadtrat hat am Abend getagt und beschlossen, dass alles verderbliche aus dem Supermarkt, was noch zu retten ist, morgen Mittag an alle verteilt wird. Die Verteilung der anderen, haltbaren Lebensmittel wird mit einer Art Bezugsschein mit Stadtsiegel erfolgen. Die Idee hatte jemand aus dem Nachbarort mitgebracht. Er hatte probiert dort Lebensmittel zu erwerben, aber man hatte schon eine Nacht vorher mit Plünderungen zu kämpfen und dann diese Maßnahme erarbeitet.


    Eine Recherche im Internet (via Sat) ergab, dass der Rest der Welt mittlerweile wild spekulierte, was in Europa passiert war. Von Terroranschlag bis menschlichem Versagen war alles dabei. Einig war man sich jedoch in dem Punkt, dass der Blackout länger anhalten würde. Experten wurden befragt und stellten keine guten Prognosen.


    Wir vergrillten am Abend ein paar Rindersteaks aus der Kühltruhe (so sparsam war ich mit der Gasflasche beim Grillen noch nie) und lösten uns in der Nacht gegenseitig mit der Wache ab.

    Da man keine entsprechend lange Kette bis zum nächsten Teich bilden konnte und der Kampf gegen die Flammen aussichtslos war, hat man das Gebäude kontrolliert herunter brennen lassen. Die Bewohner sind bei Ihrer Familie im Dorf untergekommen.


    Seit letzter Nacht ist die Verbindung über Starlink schlechter geworden, deutsche Webseiten sind fast garnicht mehr zu erreichen. Nur noch solche, die nicht auf dem europäischen Festland gehostet sind. Meine neu zugewiesene IP Adresse ist mittlerweile auch den USA zugeordnet, nicht mehr Deutschland. Andere Funkamateure aus dem europäischen Bereich bestätigen via HF-Email, dass auch sie betroffen sind. Vereinzelt kommen könträr zum Radioprogramm Nachrichten durch, dass der Blackout wohl längerfristig anhält, da zentrale Komponenten irreparabel beschädigt sind.

    Da die PV Ausbeute heute sehr hoch ist, laden wir alle vorhandenen Akkus einmal voll. Die Stromerzeuger haben wir bisher nicht benötigt.


    Mit einem Nachbarn haben wir fünf Säcke Futterweizen gegen eine Flasche Fusel, einen 12V Akku nebst zwei 12V Lampen und dem Versprechen, diesen nach Möglichkeit immer wieder aufzuladen getauscht.


    Da einige scheinbar die Gelegenheit der Ablenkung durch das Feuer der letzten Nacht genutzt haben, um den lokalen Supermarkt zu plündern, wird dieser nun abwechselnd von Mitgliedern des Stadtrats und des örtlichen Bauhofes bewacht. Bis zum Abend wird nichts heraus gegeben, dann tagt der Stadtrat und will über eine mögliche Verteilung der Lebensmittel entscheiden.

    - Die Insel auf der Werkstatt erzeugt auch derzeit noch genug Strom, um die Kühltruhen mindestens ein paar Stunden am Tagen laufen lassen zu können

    - Arbeiten geht theoretisch auch noch, der im Notebook verbaute Akku hält bis zu 9h durch, der 200Ah Akku im Keller könnte mit dem KFZ Ladegerät das Notebook auch noch längere Zeit betreiben. Internet via Sat ist von den Bodenstationen abhängig, wenn der Blackout großflächig ist, weiss ich noch nicht, wie das Starlink Netz darauf reagiert - sonst wäre das auch per Notstrom nutzbar.

    - Kaffee und Speisen können auf dem Campingkocher gekocht werden

    - Licht kommt von tragbaren Lampen

    - Heizen ist noch nicht notwendig

    Ich betrachte das alles mehr unter dem Gesichtspunkt der Preparedness und da nimmt es mich schon ein wenig wunder, daß gerade Preppers, die sonst Lebensmittel horten und in der Gesellschaft eher als etwas verschobene Zeitgenossen angesehen sind, nun vermehrt zur Spritze wollen.

    Nun ja, sonst sagt man als Prepper ja, man dient auch der Gemeinschaft und ist kein egoistisches Kellerkind mit Fetisch zum Gearpo*n. Und wenn dann wirklich mal eine Krise kommt, dann versteckt man sich hinter Zahlen und denkt doch nur an sich.


    Und auch wenn mich eine Infektion mit Covid-19 warscheinlich nicht umbringt (Grippe und co steckte ich bisher immer gut weg), denke ich doch an meine Mitmenschen. Zwei Nachbarn von uns, welche schwer vorerkrankt sind, würde es mit hoher Warscheinlichkeit schwer treffen. Einer ist nun geimpft, der Andere nicht. Da wir dort viel aushelfen, möchte ich das Risiko einer Einschleppung minimieren. Und ja, auch geimpfte können über einen kurzen Zeitraum Überträger sein.


    Mich hat keiner zu einer Impfung gedrängelt, genötigt oder konnte irgendwie Druck auf mich ausüben. Urlaub im Ausland brauchen wir derzeit auch nicht. Trotzdem bin ich am zweiten Tag, als meine "Gruppe" (also "der Rest") zur Impfung zugelassen war zum Arzt und habe bei einer Vorsorgeuntersuchung direkt einen Impftermin ausgemacht. Es wurde dann Astra, weil ich das Risiko für mich selbst als sehr gering eingeschätzt habe - die Nebenwirkungen waren aber zugegeben übel.


    Jetzt stell Dir mal vor, dass ein großer Teil der Bevölkerung entsprechend geimpft ist und kaum oder nur sehr kurz als Überträger dient. Das würde man als gemeinschaftlich denkender Mensch ja vermutlich machen. Oder aber:


    2.NUR weil der Staat in seiner Gesamtheit sagt, daß die Impfung der einzige Weg zur9zur Normalität sei, vertraue ich noch lange nicht darauf.

    Oder dies der aktuell allgemein wissenschaftlich anerkannte Stand ist. Oder bis auf Ausnahmen die gesamte Ärzteschaft dazu rät und nicht zuletzt selbst geimpft ist, oder ...

    "Der Staat" kann viel erzählen, aber der Wissenschaft vertraue ich schon.


    Und dann im kommenden Herbst jammern, weil ja die Infektionszahlen wieder hochgehen und der "böse Staat" ggf. wieder Maßnahmen zur Eindämmung ergreift.

    Ich bin auch auf Einhell (X-Change) geschwenkt:


    - Rasenmäher

    - Schleifer

    - Akkuschrauber

    - Heißklebepistole


    Was jetzt kaputt geht und nicht mehr zu reparieren ist, wird durch ein Gerät aus dieser Serie ersetzt.

    Bedingt durch die Tiere auf dem Hof (und das sage ich nicht mit Bedauern) wird es maximal

    Tagesausflüge in der Region geben. Wenn man im Urlaubsgebiet wohnt, ist das aber kein wirkliches Problem. Die Ostsee ist auch nicht weit entfernt.


    Ich würd mir gerne mal Namibia anschauen.

    Das stand auch mal auf meiner Todo. Vielleicht dann im Alter irgendwann.

    Ich warne davor zu glauben, man könne mit einem Wechselrichter, und einer Autobatterie, einen brauchbaren Netzersatz herschaffen. Das gelingt nicht. Da braucht man sich nur mal die benötigten Ströme ausrechnen. Geht vielleicht maximal 20 Minuten gut, dann ist die Luft raus

    Auch wenn das teilweise zutreffend ist, muss ich bei der Heizung widersprechen. Die genannten 300W Dauerlast kann ich zumindest bei unserer Gastherme nicht ansatzweise nachvollziehen. Es ist eher ein Bruchteil davon - mit kurzzeitigen Peaks.


    Neben 4x12V/100Ah Batterien, welche in der Werkstatt permanent über PV am Leben gehalten werden, steht im Keller eine 12V/200Ah Solarbatterie als Backup, welche alle x Monate das volle Pflegeprogramm bekommt. Das sind 2,4 kWh - die Hälfte davon, um sie nicht zu beschädigen, immerhin noch 1,2 kWh. Selbst wenn die Gastherme permanent 100W ziehen würde, wären das 12 Stunden Betrieb mit Wechselrichter. Verluste mal aussen vor gelassen, dafür habe ich mit 100W stark aufgerundet.

    Sehr gute Doku, ich kann dem Herren nur beipflichten. Wenn hier Sperrmüll auf der Strasse steht, treibt es mir manchmal fast die Tränen in die Augen, bei dem was da weg geworfen wird. Meine Beva hatte mal eine 90er Sat Schüssel für mich gerettet, weil sie das irgendwie mit "Funk" assoziiert hatte.


    Wir reparieren alles, sofern das möglich ist. Bei YouTube gibt es mittlerweile auch Anleitungen für fast jedes Gerät, so dass einem eine umständliche Fehlersuche in vielen Fällen erspart bleibt. Und wegen einem geplatzten Kondensator (das Ersatzteil kostet wenige Cent!) ein Gerät auf den Schrott zu werfen, kommt nicht in Frage.

    Ich kann nur für eine Gemeinde in M-V und von einem Hauskauf in 2019 sprechen, da gab es so etwas zum Glück nicht. Wir heizen mit Erdgas, viele Nachbarn bauen gerade von Heizöl auf Erdgas um (wegen der Heizölvorräte würde ich es ja eher anders herum machen :-D). Fernwärme ist hier zum Glück auch derzeit undenkbar.


    Wir hatten kürzlich routinemäßig den Schornsteinfeger da. Auf eine Reaktivierung des Schornsteines angesprochen (für einen Kamin im Wohnzimmer), meinte er dass es kein Problem sei. Dichtigkeitsprüfung und co. müssen durchgeführt werden, aber generell sei das machbar.

    Bei Thuraya Satellitentelefonen wird vor einem Call zwingend per GPS der Standort abgefragt, sonst ist keine Gesprächsaufbau möglich. Der Standort wird vom Telefon dann eine Weile vorgehalten, bis er erneut abgefragt wird.


    In z.B. Indien sind Satellitentelefone verboten. Wenn man in einem Flieger in z.B. Richtung Asien sitzt, wird das Onboard Internet (funktioniert via Satellit) über Indien komplett deaktivert.