Beiträge von basement

    @Arwid51: Sicher gibt es einige der von Dir genannten Fachidioten, aber das Trifft auf das von Dir genannte Beispiel von ITlern in der breiten Masse definitiv nicht zu. Ich kenne keinen ITler, der in seiner Freizeit nicht mindestens ein komplett fachfremdes Hobby ernsthaft oder gar exzessiv zum Ausgleich betreibt. Sei es Bierbrauen, Amateurfunk, Sportschiessen, Gärtnern oder Autoschrauben.


    Ich möchte fast behaupten, dass ein grosser Teiler derer, die nicht den ganzen Tag faul auf der Couch sitzen, noch andere Qualifikationen mitbringen, als dass was sie im Berufsleben so machen.


    Beispiel aus dem Umfeld: Postbotin, ein meiner Meinung nach zu Unrecht verpöhnter Job. Und was macht sie so privat? Jägerin.

    Mal ein Abriss der letzten zwei Monate:


    - Erdbeeren in Hülle und Fülle, wie schon im letzten Jahr. Es hat geholfen, die Triebe neu zu Pflanzen, das gab wieder große Beeren
    - Rettich wächst so gut, dass wir ihn kaum verarbeiten können

    - Nach anfänglicher Skepsis (später Frost) sind die meißten Kohlrabipflanzen was geworden

    - Möhren können wir alle 2-3 Tage einen ordentlichen Bund entnehmen

    - Radies haben wir zu viel gepflanzt, soviel isst man davon nicht

    - Der Pak Choi wächst zwar in die Höhe, aber enthält kaum essbare Elemente

    - Brokkoli war lecker, aber auch zu viel, um ihn zeitnah zu verarbeiten

    - Salate werden wir im nächsten Jahr zeitversetzt Pflanzen. So gesund er ist, rauhe Mengen isst man davon nicht jeden Tag

    - Süßkirschen sind leider durch den Regen ziemlich aufgeplatzt. Da haben wir heute versucht zu retten, was noch zu retten war. Morgen nehmen wir die Sauerkirschen ab.

    - Die Johannisbeeren sind alle zu Marmelade verarbeitet, Stachelbeeren sind als nächstes dran.

    - Die Kartoffeln und der Mais lassen auf sich warten

    - Tomaten gibt es nun fast täglich eine Hand voll

    - Gurken nehmen wir ca- einmal wöchentlich ab

    - Grünkohl haben wir vor einer Woche ausgebracht

    - Die ersten Erbsenschoten waren lecker

    - Die Stangenbohnen lassen sich viel Zeit

    - Die Apfelbäume haben aufgrund des nassen Wetters dieses Jahr nicht so viel abgeworfen. Wir sind zuversichtlich, dass es in diesem Jahr eine reiche Ernte geben wird.


    Generell müssen wir an unseren Einkochskills arbeiten, dann gäbe es noch viel weniger Ausschuss.

    Da die maximalen 1,5 kW Leistung des Wechselrichters mittlerweile doch knapp wurden, habe ich die Anlage im Zuge des Upgrades auf 24V umgebaut. Neu hinzugekommen sind der 2,5 kW Wechselrichter, zwei weitere 12V / 100 Ah Batterien und 2 x 180 W Panels. Die Autobatterie rechts am Rand gehört zu dem kleinen PWM Laderegler und lädt u.a. die Batterien aus dem Haushalt.


    pv_panele_neu.jpgupgrade_24V.jpgupgrade_Batt.jpg


    Die Panele sind noch nicht sauber befestigt, ist in Arbeit.

    Wir haben ein Kind im Grundschulalter (heute war der letzte Tag in der Grundschule und Zeugnisausgabe). Ich hatte auch meine Bedenken, da Kinder in der Regel sich nicht dauerhaft an solche Abstandsregeln halten (und dies auch nicht haben, die Vorgaben haben keine Woche gehalten) , aber es ist die letzten Wochen gut gegangen. Jetzt sind erst einmal sechs Wochen Ferien und zeit zum durchatmen. Es bringt dem Seelenfrieden nichts, wenn Die Familie aus dem Home Office arbeiten kann, Einkäufe auf ein Minimum reduziert wurden, aber dann das Kind mehrmals die Woche in die Schule geht, wo Eltern der Klassenkameraden teilweise auf Montage in Großstädten wie Hamburg sind. Vielleicht war ich da zu ängstlich oder zu vorsichtig.


    Die Erzieherinnen in den Kindergärten sind auch nur Menschen, und waren zumindest bei unserem Kind durchgehend jung. Die wollen was erleben und gehen am Wochenende vielleicht auch mal auf eine (verbotene?) Party. Gleiches gilt für die Eltern der anderen Kinder. In diesem Fall machen die von Dir genannten Maßnahmen ja fast keinen Sinn.

    Ich hoffe, ich konnte das verständlich rüberbringen.

    Gruß, Schwarzstart

    Danke Schwarzstart, ich wollte auch schon tippen. Es kursieren einfach zu viele Falschinformationen über die App, welche die Leute verunsichern. Die Regierung hat es geschafft, eine wirklich transparente App (Quellcode offen!) einzuführen und wirklich jeden schwachsinnigen Kritikpunkt damit auszuräumen. Klar könnte man einfach etwas erweitertes kompilieren, aber das würde zeitnah auffallen und dann jegliches Vertrauen in die App verschenken.


    Da viele Kritiker die Möglichkeit des offenen Quellcodes weder verstehen, noch verstehen wollen, werden eben weiter Falschmeldungen verbreitet. Und ganz sicher wird es einige Bugs geben. Innerhalb von zwei Monaten ein solches Softwareprojekt zu planen, umzusetzen, QA zu machen und dann noch auf so vielen Devices bugfrei lauffähig zu bekommen, wäre eine Meisterleistung. Ich habe schon in Projekten mitgearbeitet, da war der Stand nach einem ganzen Jahr noch nicht so gut.

    Ich mache auch mal mit.


    Wofür Mörtelkästen auch gut sein können (davon haben wir nach der Sanierung viele übrig):


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    Im Gewächshaus:


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    Chilis und Tomaten:


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    Kartoffeln:


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    Süßkirsche. Der Baum wirft dieses Jahr leider zu viel vorher ab:


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    Kohlrabi, Zwiebeln und Möhren:


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    kohlrabi_1.jpeg



    Blumenkohl und Salat:


    bkohl_salat.jpeg


    bkohl.jpeg

    Dateien

    Nur einen kleinen Garten haben und behaupten man wäre Selbstversorger ist schlicht lächerlich - echter Selbstversorger wäre ein Vollzeitjob, der keine Zeit lässt für anderes (bspw. hier zu schreiben)

    Es gibt sogar Leute, die nebenbei noch YouTube Channels betreiben und über Ihre (überwiegende) Selbstversorgung berichten.


    Und weil Du das Video so hypest, habe ich es mir nun doch angeschaut. Die Dame kommt ja kaum zu Wort, und der Herr hat selbst keinerlei Erfahrung, sondern zitiert nur Quellen aus dem Internet und macht sich über so ziemlich alles lustig.

    Wenn man erst in der Krise anfängt oder anfangen will, sind es schlimmstenfalls mehr als 18 Monate bis zur ersten Ernte.
    (Krisenbeginn Ende Mai da ist es zu spät für zum sähen und auspflanzen, somit die Ernte erste im Herbst des Folgejahres)


    Gruß


    kcco

    Da muss ich Dir aber widersprechen. Pak Choi, Radies, Möhren, Rettich, ... das haben wir alles im Mai (teilweise nochmals) ausgesät.

    Aber mal ehrlich, welches der jetzt gemachten "Geschenke" ist denn real geschenkt ? Da werden noch Generationen dran zu knabbern haben, siehe Soli. Und da geht es den Kommunen (da stecke ich im Thema leider nicht genug drin) scheinbar nicht anders.


    Und als Selbststädigen bleibt Dir irgendwann auch nichts anderes übrig, als Vorauszahlungen mindern zu lassen, weil Deine Kundschaft offene Rechnungen nun mit "wir haben Corona" nicht zahlt. Das betrifft mich zum Glück nicht, aber im Bekanntenkreis kommt das gehäuft vor. Kommt nichts rein, kann man auch nichts vorauszahlen. Dass einige das nun ausnutzen, ist klar.


    Jeweils einmal im direkten und einmal im indirekten Bekanntenkreis haben Leute unberechtigt Förderung beantragt und auch bewilligt bekommen. Meine Verachtung dafür habe ich den Leuten gegenüber offen kommuniziert. Ich hoffe, das der Staat sich das Geld mindestens doppelt zurück holt. Einen der ehrlichen Einzelhändler hier hätte man mit dem Geld sicher retten können, so ists nun woanders in die Teilfinanzierung vom neuen Automobil eingeflossen oder wird einfach verprasst, ein Schuldbewusstsein gibts da nicht.

    Ich denke schon, dass man das als Gemeinschaft schaffen kann - alleine eher selten, da man garnicht alle Felder alleine abdecken kann. Meine Erfahrung hier in einer ländlichen Gegend ist auch im nicht-Krisenfall durchaus positiv. Ganz anders, als ich es aus einer Großstadt kannte - die Mentalität ist eine komplett Andere. Hier hilft man sich gegenseitig, und es gibt einen starken Zusammenhalt. Dem Nachbarn beim Schlachten/Rupfen der Enten unterstützt, geht man nicht ohne Ente unterm Arm nach hause, auch wenn man das absolut abgelehnt hat.


    Hier wird regelmäßig was verschenkt, und ich spreche bewusst nicht von "getauscht". Man gibt ohne jeglichen Hintergedanken Sachen weg (z.B. Äpfel, Erdbeeren, Birnen, ...), weil man davon einfach zuviel über hat, bekommt dann irgendwann aber z.B. Fleisch, Mais, ... von anderer Seite geschenkt, weil es dort wiederrum übrig ist. Wenn man das im Krisenfall optimiert, kann man in der Gruppe eine relative Selbstversorgung in einer Krise erreichen.


    Es könnte auch möglich sein, in einem Krisenfall z.B. die Heizölvorräte (ist hier noch stark verbreitet) auf weniger Häuser (und temporären Umzug einiger) zu konzentrieren, und somit durch den Winter zu kommen.