Beiträge von basement

    PS: Nachdem was ich bisher so gelesen habe - und unter der Annahme, dass das Virus nicht weiter mutiert (in eine negative Richtung) - betrifft es ja primär ältere Leute und Personen mit Vorerkrankungen. Der "normale" Prepper muss sich also weniger Sorgen machen. Nur doof, wenn man zu einer der Gruppen gehört :-(

    Als gesichert sehe ich das noch nicht an. Da gilt es meiner Meinung nach noch abzuwarten, wie die Entwicklung ist.

    Um auf die Frage des TE zurückzukommen, es war zeitweise schwierig, das Budget zu rechtfertigen. Von "Hirngespinsten" über "Paranoia" war alles dabei. Das erste Umdenken fand statt, als wir mal am Wochenende in unserer damaligen Gartenhütte waren und draussen ein fürchterliches Gewitter/Unwetter abging. Die Frage, was passiert, wenn das Unwetter mehrere Tage anhällt, konnte ich mit den im Garten bevorrateten Lebensmitteln beschwichtigen, gegen welche Sie damals noch war.


    Irgendwann trat zumindest eines leichte Akzeptanz mit bleibender Skepsis ein. Die aktuelle Berichterstattung zu Corona aka Covid-19 brachte dann tatsächlich mal die Frage auf "aber darauf sind wir doch vorbereitet?". "Wir"! Ich war den Tränen nah ;-)

    Die globale Wirtschaft ist ein Wanderzirkus. Wenn Chinas Wirtschaft offline geht, dann kommt das Zeug aus Indien oder Brasilien

    Zumindest Indien ist mittlerweile in Teilen von Vorprodukten aus China abhängig. Sonst stimme ich zu.


    Tiernahrung ist ein wichtiger Punkt. Bei aller Vorbereitung blieb das bei uns immer auf der Strecke, das wurde nun nachgeholt. Notfalls gibt es dann einige Wochen lang Trockenfutter.

    Wenn die Chinesen der Meinung waren das ganz schnell wieder in den Griff zu bekommen, es ihnen aber entglitten ist, würde das zumindest die zunehmend drastischen Maßnahmen erklären. An jedem Tag, welchen diese Maßnahmen anhalten, dürfte die chinesische Führung außerdem mehr an Rückhalt in der Bevölkerung verlieren.

    Aufgrund der guten Informationslage mit entsprechender Vorlaufzeit war alles auf dem Grundstück rechtzeitig gesichert. Hier (Nähe Schwerin) flackerten zwar gestern ein paar mal die Lampen, aber sonst passierte nicht viel. Obwohl die Warnstufe hier wieder zurückgefahren wurde, stürmt und regnet es draußen noch ganz ordentlich.

    Da bist Du aber sicher in der Minderheit. Vermutlich kaufst Du keine Tiefkühlpizza und auch sonst kein Fast Food ein. "Frisch" ist in Supermärkten ja relativ zu sehen. Aufgrund persönlicher Erfahrung mit Dir wärst Du definitiv nicht in der von mir o.g. Gruppe ;-)

    Es geht ja nicht unbedingt darum, dass die Leute sofort verhungern. Klar kann man sich notfalls von einem Brot eine Woche ernähren. Aber wer schaltet bei Auftreten einer Krise in den enstpechenden Einteilungsmodus und rationiert entsprechend? Normalerweise lebt man doch erstmal im gewohnten Komfort und merkt am Ende der Vorräte, dass es irgendwie knapp wird.

    Ist ja alles schön und gut, aber was soll das bringen? Wenn ihr annehmt, dass ansonsten die Mehrheit über nahezu keine Vorräte verfügt (was ich nicht so sehe), was sollen die euch dann als vernünftige Gegenleistung anbieten? Wollt ihr denen das gute Silberbesteck abluchsen?

    Also wenn ich mir das Einkaufverhalten der Leute an der Kasse vor/hinter/neben mir anschaue, dann wird immer weniger gekauft, auch sehe ich selten Leute mit einem annähernd vollem Einkaufswagen. Da wird immer nur für einen, oder bei bevorstehenden Feiertagen mal 2-3 Tage eingekauft. Da glaube ich nicht, dass in den meissten Haushalten nennenswerte Vorräte vorhanden sind.


    Seit wir in einer mehr ländlichen Gegend wohnen, ist das mit Tauschgeschäften Realität (Beispiel: bei der Ausführung einer Arbeit helfen, gibt eine Ente als Gegenwert). Da wird immer mal was getauscht, auch in normalen Zeiten. Also ist das in Zeiten, wo man auf solche Tauschgeschäfte angewiesen ist, garnicht mal unrealistisch. Irgendwas hat man immer, was man nicht wirklich benötigt, aber jemand anderes schon. Jemand der Abends aus Gewohnheit seine zwei Gläser Vodka trinkt, und keinen mehr hat, wird Dir schon am ersten Tag einer "Krise" was zum Tauschen anbieten.

    Auch wenn das Steuerungsnetz isoliert ist, es gibt trotzdem immer Angriffspunkte, trotz Sensibilisierung aller Mitarbeiter in hausinternen Schulungen. Mehrere USB Sticks mit aufgedrucktem Unternehmenslogo auf dem Parkplatz im Abstand von einigen Tagen "verloren", und es gibt immer jemanden, der die Sticks - trotz Verbot - an seinem Arbeitsplatzrechner einsteckt. Einfach aus Neugier.


    Viele Unternehmen/Netzwerke haben einen Fernwartungszugang für Maschinen, Drucker etc. Wenn das Zielnetzwerk entsprechend gesichert ist, dann kann man bei den Unternehmen ansetzen, welche mit der Wartung betraut sind. Diese sind ggf. nicht sonderlich gut- oder wenigstens schlechter gesichert.

    Alles nur Hörensagen. Der Artikel in der Welt erzählt einfach die Aussagen des Spiegels nach. Eine Quelle wird in beiden Medien nicht nachprüfbar angegeben.

    Besonders fraglich finde ich es, ein Foto aus dem Keller von Blum aus Krefeld zur Illustration des Spiegel-Artikels zu verwenden. Die PGD gehört sicher nicht zu der im Artikel beschriebenen Gruppierung!


    Inhaltlich muss man zu der pauschalen Verunglimpfung nicht mehr viel sagen. Qualitätsjournalismus sieht anders aus. Aber die Redakteure kämpfen halt auch ums Überleben. Da zählen Auflage, Quote und Page Impressions ... 🤬

    Hm, also die Quelle konnte ich nach lesen der Artikel in 2 Sekunden ergooglen. Lesen kann man die genannte Gruppe ohne Anmeldung. Bei dem was dort so geschrieben wird, wundert mich die Hexenjagd der Medien auf "Prepper" dann nicht mehr.

    Ich finde, das ist immer in Relation zu sehen. Wenn ich mir einen Kredit über 700k EUR für das Haus an die Backe nagel, dann gehe ich mindestens die nächsten 10 Jahre allein für die Zinsen arbeiten und habe vom eigentlichen Kredit nichts abgetragen. Da helfen auch keine großzügig vereinbarten Sondertilgungsmöglichkeiten von z.B. 15k EUr im Jahr. im Bekanntenkreis hat bisher keiner sondergetilgt, weil das Geld in Reparaturen oder Inventar geflossen ist. Die Sondertilgung ist oft Wunschdenken.


    Wenn man sich eine realistisch bezahlbare und zweckdienliche Immobilie kauft, in welcher man sich wohl fühlt, und die monatliche Belastung unter den bisherhingen Mietkosten inkl. aller Nebenkosten liegt, dann ist das für mich in Ordnung. Und ja, Reparaturen und Sanierungen fallen an und kosten Geld - das legt ein Vermieter aber auch auf die Mieter um.


    Wir sind ohne die Nutzung der Sondertilgungsmöglichkeit in knapp 15 Jahren mit dem Abzahlen fertig.

    Was bringt mir ein eigenes Haus ?

    - Man kann Antennen hinstellen, wo man möchte 8o
    - Wenn das Haus abgezahlt ist, sind die monatlichen Belastungen sehr überschaubar

    - Eigenes Federvieh und Anbaufläche macht etwas unabhängiger, wenn auch nicht autark

    - Im Gegensatz zu Sparguthaben auf der Bank hat man etwas mit realem Gegenwert

    Interessant. Die Situation kenne ich noch aus den Zeiten als externer Mitarbeiter in einem größeren Unternehmen. Man hätte eine Störung sofort beheben können (Rechte waren vorhanden), dann hätte die Downtime nur wenige Minuten betragen. Da man aber für alles Tickets eröffnen musste, welche dann genehmigt werden mussten, dauerte der Ausfall dann mehrere Stunden.

    Die betreffende Änderung auf allen Produktionssystemen gleichzeitig auszurollen (sofern es sich um ein Problem mit einem Softwarerollout handelt) ist aber grob fahrlässig.


    Nudnik : Wo hast Du das mit den 500m her ? Der Pressemitteilung ist zu entnehmen, dass garnichts mehr gehen sollte "Galileo-only receivers will not produce any navigation message.".

    Die letzten drei Wochen in einem kurzen Abriss:


    - Alle vorhandenen, relevanten Akkus geladen und geprüft
    - Viel eingekocht und noch viel mehr Marmelade gemacht

    - Drei Gänse nach der ersten Mauser geschlachtet und eingefroren

    - Generator testweise eine knappe Stunde laufen lassen

    - Zusätzlichen 25L Kanister Benzin eingelagert

    - Vorrat an Konservendosen in der Speisekammer wieder auf ein vernünftiges Niveau gebracht. Umzugsbedingt war da etwas Ebbe.


    Und fast jeden Tag geerntet:

    In der wärmeren Zeit müssten wir zwar die Vorräte aus dem Kühlschrank/Gefrierschrank schnell zubereiten, aber da ergeben sich Tauschmöglichkeiten mit den Nachbarn. Neben dem Gaskocher kann das auch präferiert auf einem offenen Feuer im Garten passieren. Enten, Gänse und Hühner laufen bei uns und vor allem in direkter Nachbarschaft viele herum, ausserdem gibt es genug Obstbäume und andere Nutzpflanzen. Also müssten wir weder hungern noch frieren.


    Wenn es kälter wird, und noch Gas aus der Leitung kommt, kann die Gastherme zusammen mit dem relevanten Rest des Hauses theoretisch über einen dreiphasigen Generator betrieben werden. Das ist in der Elektroinstallation mit einem Trennschalter bei der Sanierung so vorgesehen worden. Praktisch steht derzeit ein einphasiger Generator zur Verfuegung, welcher u.a. auch die Gastherme betreiben könnte. In der zur Werkstatt umfunktionierten Garage (sonst keine Abnahme und Freigabe vom Schornsteinfeger - Garage und Kamin sind eine unzulässige Kombination) steht ein Kamin, welcher mit Holz befeuert werden kann. An Feuerholz mangelt es hier nicht. Frieren muss also niemand.


    In der Werkstatt wird ein 48 Ah Akku im Sommer permanent durch ein 100W Solarpanel am Leben gehalten. Für eine Stunde (Kurzwellen-)Funk am Tag reicht das locker aus. In der (Not-)Funkausrüstung befinden sich weitere Stromquellen, welche über den Generator geladen werden könnten.


    Die GSM Basisstationen halten teilweise nur 1-2 Stunden durch, dann ist das Mobiltelefon sowieso ohne Netz. Für Notfälle und einen regional begrenzten Stromausfall taugt dann noch das Satphone (Thuraya Prepaid, ~20 EUR im Jahr) für die Kommunikation ausserhalb des Amateurfunks.


    Die Toilettenspülung kann, zumindest wenn es kein Frostwetter ist, mit dem Wasser aus den zahlreich vorhandenen Regentonnen erfolgen.

    Zwei Wochen ohne externe Stromversorgung sind also entspannt machbar.