Beiträge von zOSh

    Ich habe hier ja schon mein grosses Herz für alte Maggies, die ich refurbished und mit LED upgegradet habe, beschrieben.


    Gestern sehr kurios beim Holzhacken. Kommt meine Frau mit einer verschlammten 4D an, die hat sie neben dem Brunnen gefunden, den wir letzten Sommer gebaut haben. Tief im Schlamm/Erdreich, Wind und Wetter ausgesetzt gewesen für 7/8 Monate.... Hat nur ein Ende aus der Erde rausgeschaut....


    Da ich ja seeehr viele von denen habe, hatte ich auch keine vermisst:whistling:


    Siehe aber da, sie ging noch. Habe sie auseinander gebaut, kein Eindringen von Feuchtigkeit festzustellen. Ich hatte damals beim Aufbereiten alle Gewinde gefettet und die Gummidichtungen, das hat sich wohl sehr bewährt. Nur das Objektiv" aus Plastik ist ein bisschen zerkratzt, aber nicht dramatisch.


    Das nur mal als ein PRO für die gute alte Amilampe :)


    Echter Outdoortest - bestanden!


    Wobei mein Prachtstück immer noch die 6D mit Tonfagriff ist :)



    PS: Was mir dazu noch eingefallen ist: "Alte Liebe rostet nicht"

    Heute morgen vor sieben bei unserem REWE Center gewesen, ordentlich in die Schlange in der Sperrzone gestellt. Relativ gefüllte Regale, sogar 1 Pack Klopapier pro Einkaufswagen möglich (eine viertel Palette war da). An der Kasse Geschrei wegen der Abstandsregeln und der teilweisen Kontingentierung von Waren, aber der Sicherheitsdienst schafft schnell für Ruhe. Insgesamt eine angespannte Athmosphäre. Ist nicht leicht, für drei Familien alleine einkaufen zu gehen, aber das sind nur Luxusprobleme....

    Sorry, man muss aber auch ein bisschen selbst recherchieren, wenn man sich für die Fragen interessiert. Die Reserve ist zur Beschickung der Lebensmittelindustrie bestimmt. Also gibt es im Notfall exakt so viele Mühlen, wie es sie im Normalfalla uch gibt. Falls nötig kann der Staat zudem die Kontrolle über Privatfirmen übernehmen bzw. Produktionsanlagen beschlagnahmen. Die Schädlingsbekämpfung und die genaue Ausführung der Lagerung ist über die Verträge mit den Lagerbetreibern abgedeckt und wird behördlich kontrolliert.


    Das kann man alles in den entsprechenden Gesetzestexten und in den Ausschreibungen für die Lagerungsaufträge nachlesen. Man bekommt also natürlich Antworten, muss aber auch selbst danach suchen.

    Wenn ich so an Auflagen im Lebensmittel-, Landwirtschafts- und Gesundheitssektor denke (geschweige denn die der Bundeswehr und sei es nur eine Flugbereitschaft) und die Skandale im Nachgang um die Nichteinhaltung, Nichtkontrolle oder Umgehung, denke ich, dass Fairlane da einen wunden Punkt gefunden haben könnte, den ich nicht so abwiegeln würde....

    Ich gehe jetzt nur reduziert raus, das heißt konkret diese Woche einmal zum Bauernladen um frisches Gemüse zu holen (und vielleicht nen Hand- oder Kochkäse und Äbbelwoi *G*). Dabei bringen wir den Verwandten auch etwas mit, um Kontakte zu reduzieren.


    Grundsätzlich treibt mich ggf. dann erst der nötige Nachschub an Flüssigbrot wieder raus, hier same game wie o.a. . Da wir vor 4 Wochen nochmals als Überbrückungsstock aufgebaut haben, werde ich nur einkaufen in den Supermarkt gehen, wenn die Situation entspannt ist, d. h. vor allem keine Warteschlange davor. Genau dafür sorgen wir ja vor, nicht in Zwangssituationen reingehen zu müssen.

    Meistens bewegt sich jeder sich ja in einem Umfeld, das ihm am ähnlichsten ist.


    So sind in meinem Freundes- und Bekanntenkreis die meisten mit ähnlichem Einkommen wie wir auch, nach oben wie nach unten gibt es da wenige Spitzen.


    Ich sprach von mehreren Beraterplätzen zu meiner Filialzeit (über 16 Jahre), und da ist das Bild wie beschrieben... Die Plätze reflektieren eine Menschenanzahl von über 30.000, da habe ich glaube ich einen guten Querschnitt gesehen...

    Nur für das durchschnittliche Vermögen, nicht in Bezug auf Bargeld. In der BRD werden aber bspw. barwertige Rentenansprüche nicht berücksichtigt.


    Aus meinen früheren Funktionen im Bankwesen weiß ich, dass die wenigsten Ottonormalbürger mehr als einen Monat aus liquiden ersparten Mitteln bestreiten können.

    Aufgrund der vielen PN von Nicht-Membern, die sich auch für internes Bankgeschehen interessieren, versuche ich hier etwas ausführlicher zu schreiben, ohne mich hoffentlich zu weit aus dem Fenster zu lehnen, daher geschrieben mit viel Distanz - ich glaube, hier Ethik und Moral zu diskutieren, würde aber zu OT führen. Eigentlich wollte ich dies im Member-Bereich tun, halte das aber wiederum für unfair Euch gegenüber. Hinweis: ab und zu schreibe ich, was ich PERSÖNLICH mache, ich bin aber NICHT hochvermögend :)


    Bargeld:

    Ich persönlich habe vor sechs Wochen einen Bestand für einen Monat Lebenshaltungskosten abgehoben und zahle seitdem ausschließlich mit Karte (nicht wegen COVID, sondern als direkte Kontenleerung). Da ich Besorgungen für meine Eltern mache, die mir dann das Geld geben, erhöht sich damit fließend mein Bargeldbestand.


    Warum Bargeld für mich?

    Aus meiner persönlichen Sicht ist es derzeit nicht 100% auszuschließen, dass in der Prozesskette nicht doch mal für ein paar Tage der elektronische Zahlungsverkehr stockt oder lahmgelegt wird. Da hilft Dir auch ApplePay, GoogleWallet und wie der ganze Kram heißt, nicht weiter. Cash ist Cash und bleibt - CASH.


    Die Nachfrage insgesamt nach Bargeldbeständen ist SEHR hoch, dies führt zur Bestellung einer Security (die auch natürlich den Kundenbesuch regeln soll) für den Schalterstandort. Sehr hoch bedeutet, dass vermögende Kunden 6- bis 7-stellige Summen abheben und sich im Separee auszahlen lassen - ein Teil wandert ggf. in das Schließfach, aber viel wandert auch im Beutel raus auf die Straße.... Die Automaten müssen derzeit TÄGLICH beschickt werden, was ebenfalls für unseren Standort ungewöhnlich ist.


    Warum werden die wirklich hohen Summen von einzelnen Personen abgehoben? Ihr müsst Euch überlegen, dass wirklich vermögende Menschen auch in absoluten Zahlen sehr viel zu verlieren haben. Mit einer 6- oder 7-stelligen Summe hat man aber

    • einen Grundstock, irgend etwas neu aufzubauen (Geschäftsidee etc.)
    • die evtl. schlechte Situation anderer für sich zu nutzen (schnelle Geschäfte abzuwickeln mit Mobilien, Immobilien (hier natürlich wieder in den Kreislauf gebracht), Privatkrediten etc.
    • eine Sicherung des "Überlebens" für einen sehr langen Zeitraum, weil man mit Geld schlicht und einfach viele Optionen hat, und sei es nur ein bar bezahlter Charterflug weg von hier und eine Überdauerung an einem anderen Ort (und ja, über Charterflüge kann man viel machen...)
    • im Falle einer Bankenschließung sich Zeit erkauft, bis das alles geregelt und abgewickelt ist
    • die Möglichkeit, sich Freunde zu kaufen, die etwas für einen möglich machen, was ggf. andernfalls nicht möglich gewesen wäre


    Kredite:

    Glaubt nicht, dass vermögende Menschen nur "eigenkapitalfinanziert" sind. Gerade durch auskömmliche Besicherungsmöglichkeiten ist hier ein hoher Hebel, der auch genutzt wird, um jetzt gezielte Investments (oder Spekulationen, dreht das wie Ihr es wollt) zu tätigen, um bei einem Rebound die Verluste wieder reinzuholen.

    Wenn ich daran denke, dass ich immer noch für unter 0,5% Kredite rausgeben kann und die gestellten Sicherheiten mit 2, 3, 4% rentieren, wird mir selbst ein bißchen schlecht. Aber das ist mein Beruf, und hier gilt der Spruch "wo Heu ist, fliegt Heu hin".

    Gerade letzte Woche habe ich ein 7stelliges Kreditlimit an die Rampe gestellt, das darauf wartet, investiert zu werden.


    Der Ottonormalbürger wird mit Blick auf die Welle von Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit sehr wahrscheinlich vor verschärfte Kreditprüfungen im Neugeschäft und ggf. auch bei der Überprüfung im Bestandsgeschäft gestellt. Fairness lassen wir hier mal außen vor. Wir basteln gerade an Lösungen für diverse Ratenstundungsmodelle; nicht nur als Fairness der breiten Masse gegenüber, sondern natürlich auch im starken Eigeninteresse, hier nicht fällig stellen zu müssen - das hält keine Bank lange aus....



    Edelmetalle:

    Hier sind wir als Großbank derzeit schlichtweg überlastet (Gold). Der Run über Filial- wie auch Onlinebestellungen führt zu einem geräumten Lager, die Volatilität am EM-Markt führt zu restriktiven Kaufordergrößen. Die verschärften Geldwäscheverordnungen verkomplizieren den Austausch dazu noch. Dieser Peak interessiert viele Vermögende Kunden nicht, weil sie schlicht und einfach bereits Edelmetalle besitzen. Einige nutzen Vehikel wir XETRA-Gold o. ä., die meisten teilen aber meine Ansicht, dass man das wirklich physisch haben sollte - und zwar nicht in einem Bankschließfach. Ich hatte ja bereits zuvor geschrieben, dass viele Kunden für viele Wochen durch temporäre Filialschließungen nicht an ihr Fach gelangen werden. Hier ist man schlicht und einfach durch höhere Gewalt angeschissen, dafür kann ein Bankhaus auch nichts.

    Warum ist Gold so volatil? Weil es von vielen Haltern wiederum in Cash verwandelt wird, weil das derzeit am meisten gefragt ist. Wie man hier im EM-Markt sieht, gibt es viele Widersprüche, für die mir kein Erklärungsversuch einfällt - Gold wird einerseits abverkauft, aber man kann es nicht kaufen.....


    Beim Silber sieht man nun, dass es als Industriemetall gehandelt wird. Der Kurs ist stark abgesackt, ggf. sind hier aber auch viele Leerverkäufer unterwegs, die bspw. gegen die gesamte Industriewertschöpfungskette wetten. Ich mag mein Silber, und behalte es in jedem Falle. Wenn es bei 6-8€ die Unze stünde, würde ich für mich nochmal kaufen, aber das ist als Spielerei zu betrachten. Meine ersten Unzen habe ich um die 5 Euro gekauft.



    Währungen:

    Wer die Möglichkeit hat, sitzt nicht nur auf Euro, sondern allen maßgeblichen Währungen (teilweise physisch, überwiegend jedoch auf FW-Konten). Diese sind NICHT einlagengesichert, hier wird sich ggf. noch zeigen, wie die Menschen sich verhalten, wenn ihnen das bewusst wird.

    Ich weiß, dass Kunden mit Zweit- oder Drittwohnsitz im Ausland auch dort Bankverbindungen haben und dementsprechend auch über "physisch reale" Währungen durch Barabhebungen verfügen können.


    Ich kenne niemanden, der ernsthaft von einer Währungsreform in Europa ausgeht - vor einer solchen kann man sich nur bedingt schützen, außer, man ist zusätzlich noch in anderen Ländern unterwegs. Wie der Dollar gerade gegen den Euro anzieht zeigt, dass hier Zentralbanken massiv auffahren.



    Bankenmarkt:

    Ich will hier nicht ausschweifen. Die Lage ist sehr ernst und die Kreditausfallraten könnten nach oben schießen. Dies würde zu einem gestörten Interbankenmarkt führen (wir kennen das von 2008). Da schießen dann die kurzfristigen Zinsen nach oben (erste Anzeichen nach oben im 3m-EURIBOR sind bereits da). Wenn die Staatsschulden weiter steigen durch die (Wieder-)Belebungsmaßnahmen, dann werden auch die langfristigen Renditen steigen, außer, es wird weiter künstlich der Anleihemarkt aufgekauft.

    Jetzt bin ich doch in Versuchung geraten, hier auszuholen, aber die Marktmechanismen aus normalen Zeiten und den Lehrbüchern (oder Leerbüchern, wie man es nimmt) sind außer Kraft gesetzt. Die Regierung hat ja bereits angekündigt, dass auch ein Bankenrettungsschirm steht.



    Immobilien:

    Ich bin gespannt, wann die Bewertungskorrektur im Immobilienbereich endgültig eintritt. Wer hier mit hohem Kredithebel als Vermieter rangegangen ist, sieht demnächst ggf. ein paar Herausforderungen, die er nicht oder nicht konzeptkonform vorbereitet hat. So glauben viele Vermieter, dass sie jederzeit eine Neuvermietung geregelt bekommen. In einer Weltwirtschaftskrise hat das aber von unserer Generation noch niemand getestet...


    Was sehr volatil wird, sind die offenen Immobilienfonds. Viele Gewerbe- und Hotellerieliegenschaften werden mit der derzeitigen Situation weniger bis gar keinen Cash mehr generieren, was zu Bewertungsabschlägen führen wird. Das, was als mündelsicher gilt, wird sehr wahrscheinlich wieder mal für böse Überraschungen sorgen.

    Das betrifft natürlich auch Direktinvestments. Die Vermieter von Vapiano bspw. werden sich umschauen im Lande, wer die Läden neu anmieten will in der derzeitigen Lage....


    Immobilienfonds werden teilweise beigemischt, aber i. d. R. haben viele Kunden Immobilien über Nutzungsarten gemischt, welche die Anlageform dann obsolet machen.

    Ich persönlich versuche, die Kredite meiner selbstgenutzten Immobilie regelmäßig sonderzutilgen. Das ist schlicht und einfach das beste Zinsinvestment, was es am Markt gibt.



    Aktien / Bonds:

    Über Aktien und Renten muss man nichts sagen, dafür ist die Lage zu komplex. Viele Anleihen von vermeintlich guten Schuldnern rentieren hoch - das ist kein gutes Zeichen.



    Versicherungen:

    Es bleibt abzuwarten, ob große Versicherungsunternehmen im Rahmen des "asset meltdown" auseichend Reserven haben, oder der Deckungsstock getestet wird. Da ich mich seit jahren über stetig sinkende Rentenleistungen ärgere, habe ich mich hier verabschiedet und bin nur noch zwangsversichert über den BVV.

    Wer mal die eine oder andere AVB genau studiert, kann dort lesen, dass der Versicherungsnehmer in Schieflagen der Versicherung zum Nachschuss verpflichtet werden kann. Genau wie bei Genossenschaftsanteilen ist das vielen Menschen nicht bewusst, weil sie das Kleingedruckte nicht lesen oder nicht verstehen.


    Vermögende Menschen mischen Versicherungen, wenn überhaupt, nur bei. Sei es in Zertifikatestrukturen im Steuermantel oder als alternative Investments.



    Fazit:

    Das waren meine 2 Cent zu der derzeitigen Gemengelage.


    Haltet die Ohren steif in dem wirtschaftlichen Sturm, der gerade erst losgeht (auch wenn es den einen oder anderen hier ja leider schon hart getroffen hat).


    Man glaubt es nicht, aber in einer Bank (oder Sparkasse) arbeiten auch nur Menschen; diese werden auch krank oder müssen sich um ihre Familie oder ihre eigenen Sorgen kümmern, von daher ist hier derzeit eine sehr hohe Belastung zu spüren. Ich und alle meine Kolleginnen und Kollegen versuchen, alles zu tun, was geht, um den Menschen da draußen zu helfen - nicht nur den Hochvermögenden


    :))

    Hatte heute vorerst den letzten Tag im Büro, ab nächster Woche arbeite ich von zu Hause (mit gemischten Gefühlen, weil keine 100+x Performance möglich) aus.


    Die Anzahl an FFP3 Masken in meinem EDC Rucksack entsprach der der Kollegen die verbleiben werden, daher habe ich sie schlicht verschenkt, als ich das Büro verließ.

    Aus einem anderem Post wisst ihr, dass mir 10 Masken unentgeltlich zugeflogen sind, mit Karma ist das alles fein.... Ich gab den Hinweis, dass DIESE Maske pro Kollege niemanden retten wird, aber ihr psychologischer Wert für jemanden der Panik entwickelt unbezahlbar ist....


    Grüße