Beiträge von Miesegrau

    Mir sind die ganzen gefriergetrockneten Produkte schlichtweg zu teuer. Also setze ich bei Trockennahrung auf selbst gemachtes Beef Jerky. Zwei Löffel davon und drei Löffel Tempo Erbsen in ein wenig Wasser aufgekocht ergeben für mich schon eine vollwertige Mahlzeit. Das Rezept ist durchaus wandelbar. Geht auch mit Linsen, Bohnen, Reis und was weis ich noch. Ein paar Kräuter aus der Natur, Klettenwurzeln, Brennnesseln, Pilze usw. helfen das Ganze aufzupeppen. Zur Not kann ich das Trockenfleisch auch so runter würgen was gar nicht mal so übel ist, was sicherlich einige Tester unseres Beef Jerky sicherlich gern bestätigen werden.

    Aus gemahlenem Trockenfleisch, pulverisierten Hülsenfrüchten, gedörrten Beeren oder Obst plus Fett lässt sich Pemmikan herstellen. Eine absolut nahrhafte Kalorinbombe, vielseitig verwendbar und hält auch eine Weile. Entsprechende Versuche für Rezepte laufen bei uns gelegentlich.

    All dies ist relativ leicht, lässt sich zur Müllvermeidung in wieder verwendbare Behälter füllen und bedarfsgerecht mitführen.


    Tut mir Leid vom Thema abgeschweift zu sein. Aber es ist mir einfach zuwider gewissen Herstellern von meiner Meinung nach völlig überteuerten Produkten sinnlos Geld in den unersättlichen Rachen zu werfen. Wer das nötige Pulver besitzt, es gerne bequem hat und sein Futter aus einem Alubeutel futtern möchte dem gönne ich gerne seinen Spaß. Warum auch nicht?

    Baugenehmigung


    Hier in Hessen dürfte ich ohne Baugenehmigung ein Gartenhaus mit 30 Kubikmetern umbauten Raum errichten. In Brandenburg oder Bayern sind es immerhin 75 Kubikmeter. Wenn du ohne Baugenehmigung bauen willst, kommt es also darauf an wo du wohnst.


    Der preiswerteste Weg


    Hier in Hessen würde ich ein Carport mit Schrägdach errichten, das zwischen den Pfosten 3 x 4 Meter Grundfläche aufweist. Das Dach dabei von 2,4 Metern Höhe auf 2,1 Meter Richtung Süden abfallend wenn möglich. Das ergäbe 12 qm nutzbare Solarfläche, wenn das Dach noch 0,5 Meter an jeder Seite übersteht, dann 16 qm. Damit kann man so einiges anfangen. Zum Eingang zu könnte man das Dach sogar weiter überstehen lassen um eine geschützte Veranda anzubauen.


    Die Wände würde ich aus Rauhspundbrettern außen errichten, mit Wärmedämmung, Dampfbremse und Innenverschalung versehen. Das Dach ebenso. Fußboden aus 10er Balken mit Wärmedämmung dazwischen, obenauf OBS Platten.

    Tür und Fenster könnte ich hier um die Ecke bei einer entsprechenden Firma gebraucht für so ziemlich lau bekommen.


    Damit wäre die Hütte im Groben fertig und die Inneneinrichtung kann nach Bedarf eingefügt werden. Prepperrelevanz bekommt das Vorhaben durch das Solarprojekt. Mit einer entsprechenden Batteriebank könntest du dich im Prinzip stromunabhängig machen.

    am Ende der Pandemie wieder "wie vor Corona" leben

    Nö. Wir werden uns mit diesem Mist wohl arrangieren müssen, wie mit jedem anderen Virus auch.

    So lange die meisten Menschen nicht einmal bemerken das sie infiziert sind, bringt auch der ganze Lockdown nix. Sobald der nämlich gelockert wird, verbreiten diese Leute unwissentlich das Virus fröhlich weiter. Klar geht aber erst einmal bei Lockdown die Rate etwas zurück, aber das nützt eigentlich nicht viel. Das ganze Lockdown(Lockerungsgewimmel wird sinuswellenartig weiter gehen bis die komplette Bevölkerung entweder durchseucht oder durchimpft ist.

    Was mich interessieren würde an dieser Stelle ist, was Ihr an Eurem Messer so schätzt.

    An einem Messer schätze ich Einfachheit, Funktionalität und eine eher schlichte und traditionelle Form. In den nordischen Ländern werden solche Messer schon seit Ewigkeiten teilweise mit den einfachsten Mitteln gebaut. Was sich bei den Menschen dort im alltäglichen Leben und Überleben bewährt hat muss man nicht versuchen zu verschlimmbessern. Außerdem mag ich den auf Null ausgeführten Skandischliff, der sich für die verschiedensten Zwecke hervorragend eignet und einfach scharf zu halten ist. Wenn das Messer dazu noch einen durchgehenden Erl hat bin ich restlos glücklich. Dazu mag ich noch die traditionellen Scheiden, in denen auch der Messergriff zum größten Teil verschwindet. Ich finde es Blödsinn ein Messer nur mit der Klinge in eine Scheide zu stecken und mit einem Druckknopf zu sichern. Irgendwann geht das Ding auf und das Messer ist weg.


    Ich hasse Messer die angeblich noch andere Funktionen erfüllen sollen als schneiden. Irgendwelche abnorm geformten Klingen mit Sägezahnungen, Durchbrüchen und anderem unsinnigen Quark. Wer sägen möchte besorge sich ein dafür geeignetes Werkzeug und zum hacken gibt es Beile, Gertel, Macheten usw. Eine besondere Greul sind mir diese so genannten "Rambomesser" in Übergröße, mit denen ein vernünftiger Mensch eigentlich so gar nix anfangen kann.


    Schmieden kann ich nicht. Wenn du meine Version von der Herstellung eines Messers sehen möchtest, schaue mal auf meinem Kanal nach Küchenmachete oder anderen Messerbastelleien. Auch wie ich eine Scheide herstelle ist dort zu sehen. Bisher habe ich auch von den Besitzern dieser Messer nix negatives gehört. Mag sein weil sie einfach unauffällig ihren Dienst verrichten.

    Messer selber bauen ist eigentlich Blödsinn. Da ich gerne Blödfug treibe, baue ich trotzdem hin und wieder eins. Als Material fragt man am besten mal in einem Sägewerk nach, die rangieren immer mal wieder Gattersägeblätter aus. Elastisch, hochzäh und extrem schnitthaltig. Alte CV Kreissägeblätter sind auch ganz gut. Im Knast habe ich mal aus einem Sparrennagel eine Klinge kalt gehämmert und auf Sandstein relativ scharf geschliffen. Den Griff hatte ich aus einem Stück Pertinax gefeilt. Das Ding war brauchbar, aber letztendlich nur ein Notbehelf.

    Es gibt die unmöglichsten Wege sich Schneid- und Stichwerkzeuge herzustellen. Aber bevor das wirklich nötig wird, geht uns vorher das Futter aus oder der Himmel fällt uns auf den Kopf.

    Eine Mühle am Bachlauf mit Stromerzeugung per Wasserrad/Turbine, dem dazu gehörigen Stau zur Fischzucht, ein bisschen Acker- oder Gartenland, Wiesenflächen für Kamerunschafe/Ziegen/Karnickelfutter, etwas Wald zur Holzgewinnung und das Ganze bitte in Ortsrandlage ohne direkte Nachbarn.

    Vielleicht im nächsten Leben...;)

    Ps.: Einen kleinen Trecker nebst Wagen und Anbaugeräten und Zapfwelle hätte ich gerne auch noch dazu.

    Wie groß ist dein Esszimmer? Wäre es möglich eventuell darauf zu verzichten und die Futterstation in die Küche oder das Wohnzimmer zu verlegen? Wir haben vor Jahren zugunsten eines separaten Kinderzimmers unser Schlafzimmer in den am Wohnzimmer angeschlossenen Bügelraum (ca. 8 qm) verlegt. Platz genug für ein Doppelbett und zwei Kleiderschränke. Vorteil: Das Schlafzimmer bekommt so Wärme vom Kaminofen im WZ mit ab, spart Heizkosten.

    Findet deine Waschmaschine auch in der Küche Platz? Mit der Wäsche jedes Mal unter das Dach zu fußen finde ich sehr unpraktisch. Wir haben dafür neben unseren Minibad eine Art Wirtschaftsraum von ca. 6 qm, in dem ich auch die Regale für die Vorräte gebaut habe.

    Die zwei Zimmerchen unterm Dach fungieren nun als Gästezimmer mit eigener Toilette/Waschbecken und als Lagerraum. Früher war dort mein Bürozimmer, das ich elektrisch beheizen musste. Mittlerweile habe ich Drucker und Laptop im Wohnzimmer stehen und spare mir damit die Treppen und die Heizung da oben.

    Die zwei Garagen nutze ich als Lagerraum und Werkstatt. Dafür habe ich für die Autos und den Wohnwagen Carports gebaut. Einen Keller haben wir nicht.

    Im Prinzip leben wir nun mit drei Erwachsenen und dem ÖPi ebenerdig auf knapp 70 qm. Alle haben ausreichend Platz und auch eine Ecke in die man sich zurück ziehen kann. Reicht uns so völlig aus.

    Wir haben wieder Eicheln gesammelt, nicht all zu viele, eben gerade genug für 2 - 3 Brote. Die Eicheln werden angeröstet, in Chips geschnitten und mehrfach gewässert, damit die Bitterstoffe raus gehen. Die Chips werden getrocknet (Kaminofen) und sind so lange haltbar.

    Für Brote setzt mein Frauchen Sauerteig an, dem vor dem Backen die zu groben Mehl verarbeiteten Chips zugegeben werden. Danach backen wie jedes andere Brot eben auch.

    Wir finden den Geschmack hervorragend, leicht nussig und gar nicht bitter. Das Brot scheint auch sehr bekömmlich zu sein. Wir backen es weil es uns schmeckt und um nicht aus der Übung zu kommen. Ein Brot ausschließlich aus Eichelmehl haben wir allerdings noch nicht gebacken.

    In Amerika haben ganze Indianerstämme mit Eicheln als Hauptnahrungsmittel überlebt. Das Zeugs scheint also auch einen gewissen Nährwert zu besitzen und nicht nur zum Strecken anderer Mehle gut zu sein.

    In Skandinavien wird in manchen Ecken auch gerne die weiche Bastschicht unter der Kiefernrinde zu Mehl verarbeitet und dem Brotteig zugesetzt. Soll auch gut schmecken und bekömmlich sein. Dazu habe ich allerdings noch keine Erfahrungen gemacht.

    Dieses Jahr habe ich außerdem viele Bucheckern gesammelt und geröstet. Grob zerstoßen kommen die bei uns in die Weihnachtsplätzchen.

    Ps.: Rohe Bucheckern in größeren Mengen verzehrt wirken giftig! In Verbindung mit der Magensäure wird Blausäure gebildet! Wenn möglich also immer rösten, das neutralisiert die gefährlichen Stoffe.

    dass sich Menschen durchaus an Haustieren anstecken können

    ...ist eigentlich kein Wunder. Schließlich sind wir auch nur Haustiere, vielleicht mehr als die Viecherl. Vielleicht geht man irgendwann auch dazu über Menschen zu keulen um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Wundern würde mich das jedenfalls nicht wirklich.

    Ohne Kriege und Hungersnöte wirst du bei einem guten Gesundheitssystem/gesunder Lebensweise oder sogar beidem stets ein Bevölkerungswachstum haben, das zu einer regionalen Überbevölkerung führen wird.

    DAS wage ich zu bezweifeln. Das beste Beispiel ist die deutsche Bevölkerung. Je höher der Lebensstandard, je besser das Gesundheitssystem, je höher die Bildung, je sicherer das Leben um so weniger Kinder werden geboren. Das genaue Gegenteil sehen wir in Ländern wo die Lebensbedingungen beschissen sind. In Afrika explodiert die Zuwachsrate an menschlichen Leben gerade zu.