Beiträge von UrbanTrapper

    Meine BEVA und ich haben einige hundert OP-Masken im Zulauf. Sind noch im Container auf dem Weg von China nach Deutschland, sollten aber bis Mitte Oktober da sein. Mit dem Vorrat sollten wir gut durch den Winter kommen. 😇


    Daneben haben wir noch ein paar hundert Einwegnitrilhandschuhe bereits im Keller eingelagert. Wobei wir die tatsächlich schwerpunktmäßig als Selbstschutz in der Küche, bei der Hausarbeit oder bei der Gartenarbeit oder sonstigen öligen/schmierigen Angelegenheiten verwenden.

    Ich bin ein wenig zwiegespalten.

    Auf der einen Seite bin ich sehr froh darüber, dass in Deutschland die Entwicklung der Corona-Fallzahlen, sowohl Infizierte ohne Intensivbehandlung wie auch mit Intensivbehandlung und erst recht der Todesfälle, in einem überschaubaren Rahmen hält. Bei mir im Landkreis beläuft sich die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona auf gut einem Dutzend. Davon alle im Zeitraum März bis Mai, mit gut der Hälfte allein in einem einzigen Altenheim.


    Ich weiß nicht, ob wir einfach nur Glück hatten oder das Krisenmanagement wirklich so viel besser war als zum Beispiel in Brasilien oder den USA oder die Bevölkerung im Großen und Ganzen einfach vernünftiger war. Wahrscheinlich eine Mischung aus allen drei Faktoren.

    Aber wenn ich mir diese "Querdenken 711"-Leute anschaue, dann muss man diese Menschen auf der einen Seite mit ihren Sorgen ernst nehmen, auf der anderen Seite aber auch schlicht und ergreifend als dumme, ignorante Idioten bezeichnen dürfen. Denn auch wenn man den Schweregrad der Pandemie in Deutschland unterschiedlich bewerten mag: Sars-Cov2 ist hochinfektiös und auch leichte Verläufe sind kein Zuckerschlecken. Von noch nicht hinreichend untersuchten und dokumentierten Langzeitschäden an Lunge, Herz etc. gar nicht zu reden. Manchmal habe ich aber auch den Eindruck, dass Corona bei viel zu vielen Leuten das Gehirn zerschießt.

    Ich bezweifle allerdings, dass da die Alarmierung über die bürokratischen Wege schnell genug ankommt. Da dürften die diversen Internet-Quasselbuden und reguläre Publikumsmedien vermutlich schneller sein als die zentrale Entscheidung, Sirenen oder Warn-Apps zu aktivieren.

    Vielleicht bin ich jetzt etwas naiv oder lehne mich etwas zu sehr aus dem Fenster. Aber jedes AKW und jedes größere Chemiewerk hat genau für diese Zwecke einschlägige Notfallpläne (bzw. sollte sie haben).

    Auf den jeweiligen Betriebsgeländen sind Sirenen und andere Alarmierungseinrichtungen verbaut, die die Bevölkerung im Nahbereich der jeweiligen Einrichtung quasi "mitinformieren". Zumindest bekommen sie dann mit, dass "da drüben im AKW/Chemiewerk..." etwas nicht in Ordnung ist.


    Auch dürften, nach allem, was ich anderenorts aus der Region von (ehemaligen) AKWs mitbekommen habe, die Sensibilisierung der örtlichen Bevölkerung und vor allem der HiOrgs in der Region eine andere sein als an Orten mit einer sehr viel abstrakteren Gefahr.

    Was die abmontierten oder stillgelegten Anlagen betrifft: Ich denke daran sind ausnahmsweise einmal nicht nur die Politiker schuld. Nach 75 Jahren ohne Krieg und einige Jahrzehnte ohne kalten Krieg haben die Meisten sich einfach so sehr in Sicherheit gewiegt dass es nicht als nötig erschien für sowas Geld und Zeit zu opfern. Die liebe Bequemlichkeit gepaart mit der Unvorstellbarkeit eben.

    Da ist sicherlich eine Menge dran.


    Im näheren Umkreis zu AKWs, größeren Chemiewerken oder eben zum Beispiel Hamburg wegen Sturmflutgefahr wurden Sirenen ja nie wirklich abgebaut.


    Anderenorts lebte man in Deutschland tatsächlich sicherlich auf einer Insel der Glückseligkeit. Die Sirenen waren anfangs primär auf den Luftschutz ausgelegt. Sprich: ein Signal für den klassischen Bombenangriff mit Bombern und ein anderes für den Angriff mit ABC-Waffen. Gut, es kam dann noch das dritte Signal zur Alarmierung der Feuerwehr hinzu. Aber eben aus diesem Grund wurde das Sirenengedöns in der Bevölkerung, aber auch bei den Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung, als ein abgängiges Relikt des Kalten Krieges angesehen.


    Deutschland hat nun mal kein ausgeprägtes Risiko für Naturkatastrophen wie z. B. Erdbeben, Vulkanausbrüche, Tsunamis etc...

    Beispielsweise macht hier im Ort der Rot Kreuz Ortsverband dicht - schlicht kein Nachwuchs zu finden.

    Das ist überall ein ganz massives Problem. Auch bei den politischen Parteien, die vom Grundsatz her als Verein organisiert sind, aber als politischer Verein besonderen, Regelungen u.a. der Finanzierung unterliegen.

    Meine Frau ist seit Anfang des Jahres in einer örtlichen Partei engagiert. Sie ist dort das Küken. Mit Ende 30!


    Vielerorts musste aufgrund der Überalterung der Ortsvereine die Blutspendetermine des Roten Kreuzes ausfallen oder mit über Corona geschuldeten Auflagen hinausgehend im Umfang reduziert werden, weil zu viele aus den Teams Ü50 sind, um nicht zu sagen in weiten Teilen sogar Ü70. Und damit per se schon mal Risikogruppe in Bezug auf SarsCov2.


    Was die Sirenen angeht, bin ich derzeit froh, dass in unserer Gemeinde die E57-Sirenen nicht abgebaut wurden und auch weiterhin in jedem Ort Sirenen aufgestellt sind. Aber ausreichend? Würde ich jetzt nicht sagen, dass eine Alarmierung alleine über Sirenen hinreichend wäre. Dafür sind die Häuser in der Tat mittlerweile zu gut gedämmt.


    Darum habe ich mal heute in der Frühstückspause etwas im Netz gestöbert und bin da bei einem Hersteller über interessante Datenblätter gestoßen.

    Demnach, wenn ich das Schallprofil der verschiedenen Sirenentypen dieses Hersrstellers mir anschaue, in Großstädten selbst von den leistungsfähigsten Sirenen spätestens alle 1500 Meter solche Sirenen aufbauen, um mindestens 70 dB zu erreichen. Wahrscheinlich sogar eher alle 1000 Meter, um wirklich einen Weckruf damit zu erreichen, wenn die Leute zu Hause sitzen und etwas lauter Fernseh gucken oder Musik hören.


    In Kleinstädten oder gar im ländlichen Raum bräuchte man von diesen Sirenen weniger, weil sie wegen der weniger dichten Bebauung weiter tragen. Aber trotzdem: ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor.


    Dabei fiel mir folgende Überlegung ein: In der Regel sind die Sirenen auf Gebäuden der Gemeinde (Feuerwehr, Rathaus, Schule etc.) aufgestellt.

    Wie sieht das aber bei privaten Häusern aus? Kann man da einfach an seinen Ratsherren herantreten und sagen "Ey, Alter, wäre voll cool, wenn du dein Sirenennetz weiter ausbauen würdest. Kannst so 'ne Tröte auch bei mir auf dem Hausdach installieren."? Hätte gleichzeitig den Vorteil, dass man den Alarm quasi aus "erster Hand" mitbekäme...:saint:

    Hamburg ist wohl zweigeteilt. Südlich der Elbe heulten die Sirenen pünktlich um 11 Uhr, nördlich der Elbe blieb es wohl ruhig. Wahrscheinlich aufgrund dieser Tatsache wurde auch südlich der Elbe zwanzig Minuten später keine Entwarnung gegeben.

    Über NINA, KatWarn und dergleichen kam überhaupt keinen Meldung rein. Auch doof.


    In meiner Wohnortgemeinde hingegen lief, so wie ich mir von meiner BEVA berichten ließ, alles planmäßig. Erst Alarm über Sirenen, dann Entwarnung über Sirenen. Die sie weder NINA noch KatWarn installiert hat, konnte sie darüber keine Aussage treffen.


    Ich werte den bundesweiten Warntag als Erfolg. Er hat nämlich gezeigt, wo es in Deutschland NICHT funktioniert und dass NINA bundesweit ausgelöst auch schlicht und ergreifend überlastet wird.


    Jetzt hat man ein Jahr Zeit, dort nachzuarbeiten, wo es eben nicht funktioniert oder gehakt hat.

    Bei mir waren Bekannte kurzfristig unter Quarantäne, bis das Ergebnis da war. Da gab es wohl nur ein Schreiben vom Gesundheitsamt, mit der Aufforderung, sich bis Tag xy in Quarantäne zu begeben und diese und diese Maßnahmen einzuhalten. Ob es darüber hinaus Kontrollen vor Ort gab entzieht sich meiner Kenntnis.


    Insgesamt kam mir das aber alles sehr dürftig vor.

    Ich versteh nur nicht die ganzen Verschwurbelten auf Facebook, die auf den Nachrichtenseiten, Seiten einer Gemeinde, Tageszeitung oder Feuerwehr, die etwas zum Thema teilen irgendwelchen Verschwörungsunsinn zum Thema posten. (Warum sollte das mit Corona zu tun haben?)... In vielen Orten gibt es keine Sirenen mehr, in anderen funktionieren die als Zusatz-Feuerwehralarm, aber das ist noch nicht so lange her, als das es so viele nicht mehr Wissen würden. Ich bin noch nicht so alt, als das ich die Wiedervereinigung, Ende kalter Krieg und so bewusst "miterlebt" hätte, aber man weiß doch, was es auch für Zivilisten an Ratschlägen gab für den Fall das...


    Gerade ist es so ähnlich wie als vor vier Jahren das BBK mal diese Notfallbroschüre überarbeitet hat und alle sich gefragt haben, warum man plötzlich Vorräte braucht. Obwohl es dieses Heft schon seit 16 Jahren gibt und die Vorläuferbehörde ähnliche Publikationen hatte. Fairerweise muss man dazu sagen, man hat man sicherlich viel Selbsthilfe/Selbstschutz Ende der 90er Jahre "vergessen", weil in der Form nicht mehr nötig. Trotzdem weiß noch genau das es zu meiner Schul-End zeit Anfang der 2000er noch wöchentlichen Probealarm gab. Dann wurden in meiner Mittelgroßen Stadt die Sirenen abgebaut. Aber die letzten 20 Jahre gab es doch auch immer mal große Hochwasser, Stürme, kleinere längere Stromausfälle und andere lokale "Alltagskatastrophen". Und da katastrophenschutz Ländersache ist und alle ihrer eigenen Methoden und Gesetze haben, kann man oft nicht so optimal zusammenarbeiten. Daher ist es gut, mal bundesweit aufzuklären und zu erinnern! Gute Idee.

    Das Heft vom BBK gab es, in ähnlicher Form, mindestens seit den 1970er Jahren. Damals freilich von einer anderen Behörde/Ministerium aufgelegt, weil es zu dem Zeitpunkt das BBK noch nicht gab. Also, so ganz neu ist das Thema "14 Tage Vorräte" nun nicht gerade. In der Broschüre aus den 1970ern ist sogar auf die Einrichtung eines Behelfs-Schutzraumes eingegangen. Einschließlich, wie viele Betten/Sitzplätze man vorhalten soll, Not-Klo und Werkzeug, um sich wieder nach dem Verschüttet sein zu befreien oder andere Schutzräume freizulegen...


    Entlang der Elbe wurden, eben aus dem Grund der Sturmflutgefahr heraus, nie die Sirenen abgebaut. Sie wurden einfach als Sturmflutsirenen einmal im Jahr weiterhin getestet. Wie das weiter im Landesinneren war, kann ich nicht beurteilen. Dort, wo ich aufgewachsen bin (hannoverschen Raum) wurden die Sirenen wenn, dann erst sehr spät abgebaut als ich dort schon nicht mehr wohnte.


    Ich finde es insofern gut und wichtig, einmal im Jahr einen allgemeinen, zentral gesteuerten Warntag zu haben, um auch mal zu testen, ob die Systeme bei so einer Volllast funktionieren oder ob es auf bestimmten Kanälen Ausfälle gibt.


    Das ist aber auch eine schmerzliche Erfahrung, die die Verantwortlichen über die Jahre erst lernen mussten: Früher war es völlig normal, dass auf der Arbeit oder zu Hause das Radio mit einem lokalen Radiosender im Hintergrund dudelte. Da konnte man zeit- und ortsunabhängig eine Warnung an die Bevölkerung herausgeben, ohne deswegen die Sirenen anschmeißen zu müssen.

    Nun haben sich das Nutzungsverhalten in Zeiten von Internet und Co verändert. Wer hört auf der Arbeit oder zu Hause tatsächlich noch Radio? Wer lässt überhaupt noch mit Radio berieseln? Wer nutzt da nicht lieber irgendwelche Musik-Streamingdienste oder lässt eine Hörbuch im Hintergrund laufen? Unter solchen Umständen ist es natürlich schwierig bis unmöglich weite Teile der Bevölkerung zu erreichen.

    Auch dies ist regional sowie wetterbedingt unterschiedlich und in erster Linie vom Luftdruck abhängig. Genau kann man es im H-S-Diagramm nachlesen.

    Das ist grundsätzlich richtig. Für die für uns wichtigen Höhenlagen nicht sonderlich relevant. Selbst auf dem Mount Everest kocht das Wasser bei 90°C statt bei 100°C.


    Da sich die meisten kaum über 1000 m Höhe bewegen werden, kann man die 100°C für kochendes Wasser als plusminus gesetzt annehmen.

    Jede Kaschemme ist besser als die etwa 2m² die man im "Hotel Scania oder Actros" hat ! Sei mal ne Woche mit so einer Kiste unterwegs, keine Duschgelegenheit, die öffentlichen Toiletten im wahrsten Sinne des Wortes so beschixxen das man nach dem Besuch dort das Bedürfnis hat seine Schuhe und Kleidung verbrennen zu müssen. Und sich selbst in ein Faß mit Desinfektionsmittel zu tunken.


    Blöd nur das hier in D bei der dichten Bebauung wohl in Absehbarer Zeit nicht ausreichend dieser Billigbsteigen erstellt werden können, dazu reicht der Platz in Autobahnnähe einfach nicht aus. Und das die ohnehin schon nicht ausreichend vorhandenen Parkplätze noch mit Hotels / Motels erweitert werden ist auch nicht so einfach - denn angrenzend an diese Anlagen ist kein Bauland...

    Da stolpert die Bürokratie mal wieder über sich selbst ;)

    Absolut richtig. Aber mir brauchst du da nichts erzählen. Im Vergleich zur "Schlafkabine" eines MAN KAT (ich bin seinerzeit MAN 10 t gl gefahren) ist jede moderne Fernfahrerkabine Luxus.

    Mein Vater ist über 30 Jahre im Fernverkehr gefahren (bis zu seiner Rente vor ein paar Jahren) und schwört auf Mercedes Actros. Sowohl des Komforts auf dem Fahrerplatz wie auch beim Schlafen und dem Platzangebot in der Kabine. Aber, ja, es ist richtig, trotz allem ist Komfort und Luxus damit nicht wirklich zu realisieren.

    (mal ganz abgesehen davon, dass es natürlich kaum Hotels mit Parkmöglichkeiten für Lkw gibt).

    Würde mich nicht wundern, wenn im Zuge dessen billige Hotels im Stile amerikanischer Motels am Rande der Autobahnen entstehen.

    Heißt ja nicht, dass der Fahrer großartig Komfort haben soll.

    Bett, kleiner Tisch Stuhl auf 5 bis 6 m2, Toilette und Dusche als Gemeinschaftsdusche auf dem Flur. Dazu noch WLAN. Lässt sich bestimmt trotzdem noch für bequem 30 Tacken pro Tag vermieten. Und Kontingente für große Speditionen im Sinne von mehrere Zimmer dauerhaft für durchreisende Fahrer dieser Spedition wäre auch vorstellbar...

    https://www.infranken.de/ratge…bine-verboten-art-5024652


    Zumindest an Wochenenden haben die Unfehlbaren in Brüssel den LKW - Übernachtungen einen Riegel geschoben.

    Und das ist auch gut so! Wenn ich daran denke, dass da Kutscher teilweise über Monate nicht viel mehr als ihre Fahrerkabine gesehen haben... Und wer schon mal auf einem Autohof in so einer Fahrerkabine übernachtet hat, wird wissen, dass man zwar mehr oder weniger schläft, aber der Schlaf nicht sonderlich erholsam ist. Dafür ist einfach zu viel Lärm und Unruhe um zu. Und auch wenn man es mehr oder weniger gut ausblenden kann, bleibt ja dann doch irgendwo im Hinterstübchen die Sorge, dass ungebetene Gäste sich am eigenen LKW zu schaffen machen könnten... Mein Vater hat entsprechend am Wochenende, wenn er denn mal zu Hause war, mehr geschlafen als alles andere. Irgendwo muss der Körper das aufgebaute Schlafdefizit ja wieder ausgleichen und sich regenerieren.

    Sicher hast du Recht, doch warum versprechen dann Politker hoch und heilig, das es binnen eines Jahres (eigentlich sollte es ja nur dreiviertel Jahr sein), ein Impfschutz kommt?

    Diese Aussage habe ich so noch nie gelesen oder gehört. So deppert sind bestenfalls Trump oder Putin, um solche Aussagen zu machen.


    Die Aussage, dass es "die schnellste Impfstoffentwicklung ever" wäre begründet sich in der Tatsache, dass im Moment gefühlt sämtliche Ressourcen in der Forschung (kommerziell wie auch an den Universitäten) sowohl personell wie auch finanziell auf dieses eine Thema werfen.


    HIV war seinerzeit in den 1980er Jahren sicherlich eine ähnlich bedrohliche Erkrankung. Aber im Unterschied zu Covid-19 sind die Menschen nicht teilweise in wenigen Tagen/Wochen verstorben, sondern erst nach Jahren.


    Mal abgesehen davon, dass HIV seinerzeit, wie wahrscheinlich auch heute noch, als "Problem bestimmter Personengruppen" angesehen wurde, die in ihrer gesellschaftlichen Achtung seinerzeit eher weiter unten in der Hierarchie angesiedelt waren.

    Covid-19 kann aber JEDEN treffen. HIV grundsätzlich auch, aber Kondome schützen und man kann sich nicht potentiell dadurch anstecken, dass man einfach nur eine halbe Stunde nebeneinander sitzt!


    Für die Geschwindigkeit der Impfstoffentwicklung ist auch entscheidend, dass teilweise auf bereits bestehende Träger zurückgegriffen werden kann, die "lediglich" auf Sars-Cov2 angepasst werden müssen. Wichtig ist auch, dass die Zulassungsbehörden sich in diesem konkreten Fall kooperativer zeigen. Da werden teilweise Schritte im Zulassungsverfahren parallel abgewickelt oder zusammengefasst. Das verkürzt das Zulassungsverfahren zeitlich, ohne es inhaltlich zu verwässern.


    Wenn zum Beispiel bestimmte Aspekte des Zulassungsverfahren in früheren Zulassungsverfahren durchgewunken wurden, dann können diese Aspekte im aktuellen Kontext verkürzt betrachtet werden. Sozusagen als Bestätigung, dass sich nichts geändert hat. Das betrifft in erster Linie Fragestellungen zur Toxikologie des Impfstoffs. Wenn der Träger derselbe ist wie bei einem früheren Verfahren, dann darf man annehmen, dass sich die Toxikologie nicht geändert haben wird. Denn das dümmste, was einem bei der Impfstoffentwicklung (bzw. bei der Entwicklung von Medikamenten allgemein) passieren kann, ist ein "Zerschießen" von Leber und Niere. Und davon gibt es reichlich Kandidaten, die in der Präklinik aus genau diesem Grund nicht weiter verfolgt werden.


    Denn, was nutzt es, wenn der Arzt dir sagt: "Herzlichen Glückwunsch, wir haben Ihre ursprüngliche Erkrankung geheilt. Aber leider muss ich Ihnen mitteilen, dass wir damit Ihre Leber und/oder Niere zerstört haben... "

    mir fehlt gerade wieder Grundwissen...... die Trennung des Fetts von der Wasserphse hat welche Auswirkung auf die Genießbarkeit?

    Gruß

    Kcco

    Im günstigsten Fall hast du einfach nur eklig schmeckende Plörre. Im schlimmeren Fall ziehst du dir etwas Magengrimmen zu, weil du Fett pur trinkst. Aber nix im Vergleich zu einer echten Verrenkung des Magens durch entsprechende Krankheitserreger.

    PS: Die "Wissenschaft" weiß einfach noch zu wenig. Über alles. Wir müssen nicht den Teufel an die Wand malen sondern lernen und das gelernte sinnvoll nutzen. Konstruktiv statt destruktiv.

    Die Wissenschaft kann immer nur eine Momentaufnahme des aktuellen Wissensstandes sein. Neue Erkenntnisse, bessere Computermodelle, leistungsfähigere Rechneranlagen und dergleichen leisten gerade in Bezug auf die Klimaforschung immer bessere Arbeit. Aber dennoch bleibt ja schon Metereologie ein hochchaotisches und damit hochspekulatives Geschäft. Klimaforschung ist da noch schwieriger, auch wenn man aus Eiskernbohrungen in Gletschern zum Beispiel viel über die Klimaentwicklung lernen kann und damit seine Computermodelle verfeinern kann.


    Aber darin sehe ich auch hier bei Corona das Grundproblem. Als Naturwissenschaftler bin ich es gewohnt, in großen Zeithorizonten zu denken. Zumindest in größeren als es den meisten "normalen" Menschen zueigen ist. Viele sind doch schon froh, wenn sie die aktuelle Woche überstehen und planen, wenn überhaupt, den kommenden Monat. Kann man es ihnen da dann verübeln, dass sie kein Verständnis für Zeitlinien haben, die über Jahre, Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte gehen?


    Die Entwicklung eines neuen Medikaments dauert normalerweise im Schnitt um die zehn Jahre. Wenn nun, unter Aufbringung von aberwitzigen personellen, materiellen und finanziellen Ressourcen ein Medikament gegen Covid-19 oder ein Impfstoff gegen Sars-CoV2 binnen zwei Jahren entwickelt wird, dann ist dies nur aufgrund dieses immensen Einsatzes möglich. Und dem Umstand, dass es bereits Forschung zu Sars-CoV1 und ähnliche (MERS etc.) gibt, auf die man aufbauen kann.

    Aber erkläre das mal jemanden, dem alles nicht schnell genug geht.

    Wer weiss, vielleicht ist schon 'ne App auf dem Markt damit man das Atmen nicht vergisst....

    Dafür gab es in den 1980er Jahren die Walkmans, die ein gleichmäßiges "Einatmen - Ausatmen" auf dem Tape hatten.;)


    So was "billiges" wie Legionellen killt man schon mit 60°C, insofern die Temperatur, zum Beispiel in Leitungssystemen konstant auf dieser Temperatur gehalten wird.


    Ich sehe das Problem mit "niedertemperaturigem" Abkochen darin, dass man damit sicherlich einen großen Teil potentieller Erreger damit platt macht. Aber hier spielt zum einen der Faktor Zeit eine Rolle. Wenn das Wasser SOFORT getrunken wird, mag es ja vielleicht noch in Ordnung sein. Aber wenn das Wasser einige Zeit (Stunden oder Tage) zum Beispiel in einer Feldflasche gelagert wird, mag ich nicht ausschließen wollen, dass eine Rekontamination mit nicht abgetöteten Erregern im Wasser stattfindet. Zumal einige Erreger Sporen ausbilden können, wie Legionellen zum Beispiel, und eine Rekontamination somit erleichtert wird, wenn die Erreger durch eine zu niedrige und zu kurze Aufkochzeit nicht ausreichend abgetötet wurden.


    Pasteurisieren (also das Erhitzen auf Temperaturen um 65°C) tötet Keime ab, aber eben nicht alle, weswegen Milchprodukte dadurch zum Beispiel länger haltbar werden aber im Unterschied zu ultrahocherhitzten nach dem MHD mikrobiologisch nicht unbedingt einwandfrei sein müssen. H-Milch in ungeöffneten, unbeschädigten Verpackungen ist auch weit nach dem MHD aus mikrobologischer Sicht unbedenklich. Wo kein Keim mehr ist, der sich vermehren könnte, passiert auch nichts. Aber das schließt ja nicht aus, dass sich zum Beispiel das Fett in der H-Milch von der Wasserphase trennt...

    Nächste geplante Übung: Von der nächsten grossen Stadt (wir wohnen auf dem Land, mit dem Auto ca. 50 Minuten entfernt) , ohne Zug/Bahn nach Hause kommen, Stichwort -> z.B. Blackout, nur noch Busse fahren, wenn überhaupt... 8)

    Habe ich hier im Hamburger Raum bereits mehrfach in real durchgezogen. Sei es, weil ich zu unchristlicher Zeit nach der Arbeit nach Hause musste (ja, unter der Woche läuft hier in Hamburg und Umgebung mit dem HVV/S-Bahn NICHTS für einige Stunden in der Nacht und da ist man zu Fuß schneller zu Hause) oder weil mal wieder die S-Bahn ausfiel ("Personen im Gleis" ist immer wieder beliebt und gerne genommen) und man keine Lust darauf hatte, auf die Einrichtung des Schienenersatzverkehrs zu warten (der dann natürlich im ersten Moment auch verständlicherweise völlig überlastet ist. Stichwort: im Berufverkehr vollgepackte S-Bahn mit sechs Wagen bekommt NATÜRLICH mit zwei (2 sic!) Bussen weg... *facepalm* Aber nur, wenn die Busse vom Typ "Tardis" sind.:/