Beiträge von Asdrubal

    Mag ja jeder machen, wie er oder sie will, aber ich finde es unangemessen, sich über Leute zu echaufieren, die andere Prioritäten bzw. nicht genügend Platz, Zeit, Geld oder bauliche Gegebenheiten haben, um sich einen Holz- oder Petroleumofen zu halten, oder schlicht keine Lust auf Kochen haben. Ist ja alles nicht verboten.


    Das Bundesamt hat die Aufgabe, die Bevölkerung insgesamt zu schützen (und das bei einem für die Mehrheit vertretbaren persönlichen Aufwand), und von der hat die übergroße Mehrheit keine nicht-elektrische Kochmöglichkeit und nochmal eine größere Mehrheit keine Erfahrung mit dem Kochen auf diese Art, falls doch ein geeignetes Gerät vorhanden sein sollte. Vor diesem Hintergrund halte ich das Buchprojekt für sinnvoll, vor allem, wenn ein umfangreiches Kapitel zu sinnvollen Kochgeräten dazu gehört.


    Zunächst mal hat die Ernährungswissenschaft sich gegenüber den hier hochgelobten Kriegskochbüchern sicher weiterentwickelt. Außerdem hat sich das Lebensmittelangebot verändert. Reis war zu diesen Zeiten eher ein Luxusprodukt, Nudeln außerhalb von Südwestdeutschland kaum verbreitet, Tomatenmark in Tuben vermutlich wenig bekannt, etc. Insofern ergibt die Neuauflage imho Sinn.


    Fast noch am wichtigsten finde ich das Schaffen von Aufmerksamkeit: Allein schon dadurch, dass es die amtliche Veröffentlichung gibt und idealerweise in irgendeiner Form marketingmäßig begleitet wird, wird das ein paar Leute zur Auseinandersetzung mit dem Thema bewegen. Natürlich wird das nicht die Mehrheit, aber jedes bisschen hilft.

    Derzeit frage ich mich vor allem, wie die Chinesen, nachdem nCoV überstanden ist, in Zukunft beim nächsten Anlass dieser Art vorgehen werden. Die relativ offene Informationspolitik (vor der die übrigen Staaten weltweit extrem profitiert haben) und die massiven Gegenmaßnahmen haben im aktuellen Fall ja offenbar wenig gebracht außer einem gewissen Zeitgewinn. Die Wirtschaft wird hingegen durch die Gegenmaßnahmen spürbar geschwächt. Da könnte es beim nächten Mal ökonomisch sinnvoller sein, die Krankheit einfach durchlaufen zu lassen und die Schwächung durch die ausfallenden Arbeitskräfte und späte externe Reisebeschränkungen hinzunehmen, aber nicht noch zusätzlichen wirtschaftlichen Schaden durch Quarantäne und massive Bekämpfung zu verursachen. Das würde die Ausbreitung natürlich befördern und beschleunigen.

    Bei uns war die zweite Nacht, also die zum Dienstag, schlimmer. Da gab es, soweit ich das mitbekommen habe, nur eine kurze Sturmphase, aber die war heftig. Am morgen waren dann auch hier und da ein paar umgeknickte Bäume zu sehen, aber zum Glück nichts Großflächiges.

    "Falls die Eltern ein Gefahrenpotenzial in Bezug auf den Schulbesuch sehen" als Eigenentscheidung & Rechtskonform dargestellt! Müsste dann doch eigentlich auch für ein mögliches bzw. unbekanntes Infektionsrisiko welches 2019-nCoV ja darstellt, gelten?

    Wenn man es wirklich ins Extrem treibt, würde das irgendwann von einem Gericht behandelt, und da geht es dann um die Einschätzung des Richters. Kann funktionieren, vielleicht aber auch nicht.

    Hier ist Sabine schon durch: In der Summe unauffällig. Es hat ganz schön gepfiffen, und das Schlimmste war wohl so gegen 2.30 Uhr. Schäden gab es weder in Haus und Garten noch heute früh auf dem Weg zur Arbeit zu sehen. Es lagen natürlich ein paar Zweige auf der Straße, aber umgekippte Bäume sind mir nirgendwo aufgefallen.


    Die Schulen haben heute bei uns zu, was ich wegen der frühen Busse auch sinnvoll finde. Dass außerdem die Kindergärten geschlossen haben, erschließt sich mir nicht so ganz. Da kommen schließlich sowohl die Kinder als auch der Großteil der Erzieherinnen aus Spaziergang-Entfernung. Mein Arbeitgeber hat uns heute auch Homeoffice anheim gestellt und nur einen Notdienst mit kurzem Arbeitsweg einberufen, aber davon habe ich keinen Gebrauch gemacht.

    Ich war heute von etwa 9.30 bis kurz nach 16 Uhr im Westerwald draußen im Wald. Es war zwar abschnittsweise recht windig, aber nicht so, dass ich ernsthaft beunruhigt gewesen wäre. Zum Ende hin hat es einem "Fump!" gemacht. Könnte sein, dass da einige hundert Meter weiter ein Baum umgefallen ist.


    Wenn es heute Nacht wirklich heftig kommt, könnte da ganz schön was umgelegt werden. Der Forst hat da heftig die abgestorbenen Fichtenbestände vom Sommer gefällt. Das schafft natürlich Angriffskanten im Wald.

    Das Durchschnittsalter der Patienten lag bei 55-5 Jahren

    Das relativiert die Aussage zum CFR allerdings wieder. Die Personen mit einem schweren Verlauf sind also, wie man ohnehin vermuten würde, im Durchschnitt höheren Alters und damit in einem schlechteren Allgemeinzustand als der Gesamtdurchschnitt der Bevölkerung. In der Gesamtbevölkerung dürfte die Erkrankung damit weniger stark durchschlagen.


    Und wenn viele ernstzunehmende Wissenschaftler zu dem gleichen Schluss kommen sollten wie du, warum publiziert dann niemand von denen? Natürlich könnten einzelne zu Stillschweigen verdonnert sein. Aber dass unter den weltweit ein paar tausen entsprechender Wissenschaftler praktisch keiner genügend Forscherethos und Verantwortungsgefühl aufbringen würde, erscheint mir auch nicht plausibel.

    Die WHO und alle möglichen Ärzte, Epidemiologen und Virologen sagen, das Virus ist weit weniger gefährlich als Influenza Viren. China hat jedes Jahr eine Grippeepidemie, genauso wie der Rest der Welt. Warum reagiert China dann mit derart drastischen Maßnahmen?

    Das würde ich gerne verstehen aber bisher habe ich noch keine schlüssige Antwort gefunden.

    Meine persönlichen Ansichten ohne Anspruch darauf, dass es so auch stimmt:


    - Für Grippe gibt es eine Impfung, die jedes Jahr mit viel weltweitem Aufwand aktualisiert wird. Für nCoV gibt es die noch nicht. In dem Zusammenhang wäre mal interessant, wie China üblicherweise das Impfregime in Sachen Grippe handhabt.


    - Die Daten zum Krankheitsverlauf sind noch relativ dünn. Derzeit sieht es danach aus, als ob es sehr viele milde Verläufe gibt und dass nur vergleichsweise wenig Fälle tödlich ausgehen. Aber da ist einfach wegen der noch geringen statistischen Erfassung noch viel im Fluss und vor einer Woche war da noch viel weniger absehbar. Es hätte also auch sein können, dass die Krankheit viel tödlicher ist. Da hat man dann lieber gleich mit der großen Patsche draufgehauen.


    - China hat nur etwa halb so viele Ärzte pro Einwohner wie Deutschland. Zudem sind die stärker auf Krankenhäuser konzentriert und nicht in der Fläche. Da ergibt es Sinn, diese Schwäche durch radikalere politische Maßnahmen zu kompensieren.


    - Vielleicht ist da auch ein Stück weit Propaganda dabei. Wir bekommen hier ja schon jede Menge Panikmache und wilde Geschichten ab. Natürlich kontrolliert in China der Staat sehr stark die Medien. Das wirkt einerseits der Gerüchterverbreitung entgegen. Allerdings sind die Leute ja nicht doof. Die wissen, dass sie belogen oder zumindest nur sehr selektiv informiert werden. Um so mehr dürften deshalb Gerüchte geglaubt werden, die sich auf anderen Wegen verbreiten. Da sind solche Ausgangssperren ein Mittel, um zu demonstrieren, dass die Regierung alles im Griff hat. Außerdem ballt sich dann nicht so leicht eine demonstrierende Menge zusammen.


    Was die geringe Ausbreitungsgeschwindigkeit im Ausland betrifft: Da würde ich die Macht der Masse nicht unterschätzen. Zwölf potenzielle Überträger hierzulande kriegt man relativ gut isoliert. In China waren es aber am 23. Januar, als die ersten Verkehrsbeschränkungen erlassen wurden, alleine knapp 600 registrierte Fälle. Da dürften aber schon grob geschätzt um die 2000 Leute schon ansteckend gewesen sein. Das kriegt man nicht mehr eingefangen. Deshalb meinte ich neulich, dass die chinesischen Maßnahmen zwangsläufig zu spät kommen müssen. Die anderen Länder proftieren davon, indem die Chinesen auf das Problem aufmerksam gemacht haben und sie relativ frühzeitig Risikogruppen überwachen können. Trotzdem gehe ich persönlich immer noch davon aus, dass es auch hierzulande zu einer Epedemie kommt, aber eben im Stil einer Grippewelle. Interessant wird es vor allem in Afrika. Da sind viele Chinesen anwesend und in den meisten Ländern dürfte das Ktrankheitsmonitoring sehr unterentwickelt sein.

    Die ganz großen Hüfttaschen erwecken imho eher mehr Aufsehen als ein kleiner ziviler Rucksack. Dann lieber eine Umhängetasche. Eine Größe kleiner wären dann die typische Bauch- oder Gürteltasche, die man derzeit wieder häufiger sieht. Da bekommt man ein nicht übermäßig große EDC gut rein, aber einen Fluchtrucksack kann das sicher nicht ersetzen. Ich persönlich finde Bauchtaschen aber zu sehr behindernd.


    Und wenn man wirklich irgendwo hin kommt, wo Leute systematisch gefilzt werden, macht das alles keinen großen Unterschied.


    Ich persönlich habe zwei Umhängetaschen, eine große für den Berufsalltag und eine kleine für die Freizeit. Da wird dann jeweils die kleine Molletasche mit dem EDC reingesteckt. Die Umhängetasche bleibt dann im Büro am Platz oder im Restaurant am Stuhl, wenn ich auf die Toilette gehe, aber im Notfall könnte ich das EDC immer noch an den Gürtel schnallen. Schien mir bisher aber nie nötig.

    Es kommt halt auf das Szenario an. Warum sollte bei einer geordneten Evakuierung etwa wegen einer Bombenräumung kein Rucksack erlaubt sein?


    Für den Fall, dass alles drunter und drüber geht, kann man imho ohnehin nicht sagen, ob es mit oder ohne Rucksack besser ist oder ob man sich überhaupt auf den Weg machen sollte.


    In der Summe scheint mir ein mehrschichtiges System eigentlich für alle Fälle besser, also beispielsweise Brustbeutel, Jacken- und Hosentaschen, Gürteltasche und Rucksack mit sinnvoller Befüllung.

    Die Frugalismus-Geschichte ist sei ein paar Jahren ja en vogue. Ich sehe das im Kern kritisch, insbesondere unter den hier oft diskutierten Aspekten. Natürlich sei jedem und jeder mit deutlich überdurchschnittlichem Verdienst der Rückzug aus dem Arbeitsleben gegönnt, wenn seine oder ihre Kapitalerträge das zulassen.


    Kritisch würde ich aber Folgendes bewerten:


    - Bei denjenigen, die das propagieren, sollte man mal genau hinschauen, wie lange die das durchgezogen haben und ob es wirklich funktioniert oder ob sie das durch andere Geldquellen querfinanzieren, zum Beispiel Erbschaft oder die Erträge aus ihren Frugalisten-Influencer-Aktivitäten.


    - Gefährlich finde ich solche Versuche bei Leuten mit durchschnittlichem oder leicht überdurchschnittlichem Einkommen. Da verfolgt man eventuell einen überambitionierten Sparplan und versagt sich dadurch andere Dinge, beispielsweise den Erwerb von Wohneigentum, den Wechsel in einer erfüllenderen, aber niedriger bezahlten Job oder ein weiteres Kind, um am Ende vielleicht schon mit 40 oder 50 aus dem Berufsleben auszusteigen und dann ärmlich vor sich hin zu leben.


    - Die 4% halte ich zwar nicht für sehr konservativ, aber für eine Zahl, mit der man durchaus mal arbeiten kann. Nur muss man diese Rendite je nach genauem Konzept vielleicht 60 Jahre durchhalten können. Da kann sehr viel passieren. Ich meine nicht mal unbedingt eine schwere Wirtschaftskrise (denn durch die wäre vermutlich auch der reguläre Job futsch). Es reicht schon, dass eine nur moderate Finanztransaktions- oder Vermögenssteuer (wieder-)eingeführt oder die Kapitalertragssteuer bzw. der Rentenbeitrag erheblichen angehoben wird. Dann kann so eine auf knapp genähte Anlageplanung schnell vor die Hunde gehen.


    - Viele solche Konzepte propagieren ja das Investment in Aktien oder zumindest stark aktienlastig, ob per ETF oder auf anderen Wegen. Die halte ich grundsätzlich für riskant. Aktien sind sicher eine wichtige Assetklasse, aber Diversifikation ist eine Investment-Grundregel, und deshalb sollte man auch andere Anlageformen abbilden. Dann wird es aber mit den 4% wieder schwierig.


    - Gerade wenn man einen Krisenvorsorge-Ansatz verfolgt, ergeben sich dadurch nochmal besondere Investment- und Lebensführungsentscheidungen, die teilweise im Widerspruch zum Frugalismus stehen. Zum Beispiel sind umfassende Vorräte, Equipment, physisches Edelmetall, ein unter diesen Gesichtspunkten ausgebautes eigenes und schuldenfreies Haus, das Ausweichquartier etc. gebundenes Kapital, das keine Rendite bringt. Die Zeit, die man im Gemüsegarten oder mit dem Erlernen von Survivalskills erbringt, geht davon ab, was man während der angenommen kürzeren Arbeitsphase ranklotzen muss, um das möglichst viel Anlagekapital zu sammeln.


    Unter dem Strich kann man sicher das Ziel verfolgen, mit Hilfe der Kapitalerträge früher aus dem Berufsleben auszusteigen, aber das erscheint mir nur für eine relativ kleine Gruppe überhaupt machbar. Auf keinen Fall sollte man das versuchen, wenn es nur bei äußerst knapper Rechnung und optimalem Verlauf funktionieren kann. Dann scheitert das sicher. Und über die psychologischen Aspekte könnte man scih nochmal ewig auslassen.