Beiträge von Asdrubal

    Dieses immer mehr Ding....... ich bin es so leid....


    Auch in den 50ern gab es glückliche Leute, und auch da sind in D kaum welche verhungert....


    Wenn man jetzt all die smarten Lösungen kombiniert, dann MUSS die Bevölkerung gar nicht mehr so viel arbeiten, um vernünftig über die Runden zu kommen.... Maschinen erledigen viel Arbeit, die früher mühsam per Hand gemacht werden musste....


    Nur so funktioniert Kapitalismus. Das kann nur klappen, wenn auf lange Sicht ständig Wachstum besteht. Und eine im großen Maß funktionierende alternative Wirtschaftsweise hat noch keiner entwickelt. Muss man nicht toll finden, ist aber so.


    Insofern stärkt diese Krise, wie jede andere auch, das System. Es werden jetzt Werte vernichtet, so dass danach wieder neues Wachstum entsteht und das System weiterbesteht.


    Und die Sache mit weniger Arbeit wurde mindestens schon seit der Dampfmaschine bei jeder technischen Innovation versprochen. Passiert ist es nie. Die Arbeit wurde nur immer weiter verdichtet bzw. Arbeitskräfte freigesetzt, die ihre Arbeitskraft für weniger Geld verkaufen mussten. Kann man alles bei Marx nachlesen, wobei auch sein Alternativvorschlag nicht so ganz funktioniert hat.

    Ich finde positiv, dass insgesamt doch viele Sachen funktionieren: Viele Firmen und Behörden arbeiten auf Homeoffice-Basis relativ vernünftig weiter. Auch die produzierenden Unternehmen, Handwerker und Bauindustrie kriegen es trotz Sicherheitsvorkehrungen, gestörten Handelswegen und Problemen bei der Logistik irgendwie hin. Kleinere Unternehmen stampfen irgendwie Lieferservices aus dem Boden. Das geht alles nur, weil alle flexibel handeln. Natürlich wird man erst später sehen, wer wirtschaftlich auf Dauer überlebt, aber immerhin ist nicht sofort alles zusammengebrochen.


    Positiv finde ich auch, dass sich die Übergroße Mehrheit an die Einschränkungen des täglichen Lebens hält, auch wenn das für Nichtmitglieder der Risikogruppen ja eigentlich nur ein sozialer Akt ist.


    Positiv ist auch, dass die internationale humanitäre Hilfe ganz gut läuft. Ja, ein gewisser Staat auf der anderen Seite des großen Teichs irrlichtert herum und die für einige Tage blockierte Ausfuhr von Atemmasken für die Schweiz war kein Ruhmesblatt für Deutschland, aber es wäre noch viel mehr Quertreiberei und Konkurrenz vorstellbar.

    Ich habe heute eine kleine Wandertour bei uns am Rand des Westerwalds gemacht. Aufgrund des Wetters war wirklich viel los, zu Fuß, zu Rad, zu Pferd und mit diversen motorisierten Vehikeln. In den rund fünf Stunden, die ich unterwegs war, bin ich außerhalb der Ortslage wohl so um die 50 Leuten begegnet, und das meistenteils im Agrarland, also nicht an Ausflugspunkten.


    Allerdings waren es immer Einzelne oder maximal zwei Leute bzw. Familien (zumindest dem Eindruck nach), also alles konform. Okay, ob in einem Fall die zwei Familien mit Hunden, die sich unterhalten haben, wirklich 1,50 Meter von einander entfernt standen, habe ich nicht nachgemessen. In der Summe scheinen sich die Leute aber weitgehend an die Regeln zu halten.

    Da uns pünktlich zum Wochenende der Heizungsausfall ereilt hat und es Warmwasser deshalb nur noch aus dem Wasserkocher gibt, habe ich mal die Sprühflaschen-Methode getestet. Ich muss sagen, dass ich nur so halb begeisert bin. Das Einschäumen hat mit 500 ml Wasser und einem Klecks Duschgel sehr gut funktioniert. Beim Abspühlen hatte ich dann den Eindruck, dass es mit dem dünnen Sprühstrahl nicht optimal funktioniert. Mit der Flasche vom Zerstäuber als Schöpfgefäß ging es dann besser. Mir persönlich scheinen Waschlappen und ein kleines Schöpfgefäß die bessere Lösung zu sein, auch wenn man dann vielleicht zwei statt einem Liter Wasser braucht.

    Letztlich ist das alles Glaskugelei. Entscheidende Faktoren werden die Dauer der wirtschaftlichen Einschränkungen und der Umfang der Bevölkerungsverluste sein. Klar dürfte auch sein, dass es zu einer weltweiten Rezession kommt, wie es schon viele zuvor gegeben hat. Deren Stärke und die der politischen Veränderungen hängt aber von den beiden erstgenannten Faktoren ab und ist jetzt aus der Situation heraus nicht annähernd abschätzbar.


    Derzeit sieht es so aus, als ob die Krise viele im Kern bekannte Prozesse beschleunigt, also beispielsweise den Untergang von nicht vernünftig laufen den Firmen sowie von stationärem Handel und den Aufstieg der Plattformökonomie.


    Was die Volkswirtschaft betrifft, ist das ein großes Experiment: Funktioniert das Quantitative Easing weiter oder nicht? Das kann keiner voraussagen. Japan lebt zum Beispiel seit Jahrzehnten ganz gut damit.

    Bei uns leidet alles unter der Trockenheit. Die Saubohnen und die Steckzwiebeln sind das einzige was bislang gekommen ist, und das auch sehr lückenhaft. Von allem anderen keine Spur. Die Erde ist knochenhart. Eigentlich wollte ich heute schon den ersten Porree und die frühen Kohlrabi setzen, aber bei dem Wetter vertrocknen die sofort.


    Wir hatten letzte Woche nochmal leichten Frost von bis zu minus zwei Grad. Die Kirschen scheinen es ganz gut verkraftet zu haben. Beim Pfirsich bin ich mir nicht ganz sicher. Der hatte sehr früh geblüht und die Blüten sehen jetzt etwas angewelkt aus. Ob sie einfach verblüht sind oder ob der Frost zu viel war, wird sich noch zeigen.

    Ja, eben, Seemoewe . Die Quote kann sich ja nur auf die Gesamtheit der insgesamt Erkrankten beziehen, also auf die Summe derer, die aktuell erkrankt sind und diejenigen, die es schon durchgestanden haben. Dazu kommt dann noch eine Dunkelziffer, allerdings auf beiden Seiten: Sowohl bei den nicht erkannten Erkrankungen als auch bei den Todesfällen, bei denen nicht auf Corona getestet wurde.

    Naja, in Europa gibt es aber auch viel gegenseitige Unterstützung. Von den Chinesen und Russen übrigens ebenfalls, wenn auch mit propagandistischem Hintergrund. Von den USA ist in der Hinsicht staatlicherseits wenig bekannt geworden.

    Wenn wirklich ein paar Monate lang kein Strom mehr kommt, ist die Kochstelle vermutlich das kleinste Problem.


    Davon abgesehen setze ich, da ich mir nicht zusätzlich noch einen Gaskocher und Kartuschen einlagern will, auf das Glutbett im Kamin im Wohnzimmer und auf den Hobokocher auf der Terrasse. Geht erwiesenermaßen beides, ist allerdings zugegebenermaßen nicht so sehr komfortabel.

    Solarheizung kannst du vergessen. Die Umwandlungsverluste wurden ja schon erwähnt. Außerdem liefert die Sonne genau dann viel Energie, wenn du sie nicht brauchst und dann keine, wenn du die Beheizung bräuchtest. Umnd schließlich deckst du mit den Kollektoren ja einen Teil der Sammelfläche für das Licht und die Wärme ab, die du eigentlich für die Pflanzen verwenden willst. Theoretisch wäre Freiflächen-Solarthermie mit Wärmespeicher neben dem Gewächshaus denkbar. Aber das wird vermutlich nur an wenigen Tagen und ein paar Nächten einen Effekt erbringen und insgesamt in keinem vernünftigen Verhältnis von Aufwand und Ertrag stehen. Außerdem muss Solarthermie meines Wissens ihre Wärme immer abführen können, wenn die Technik nicht beschädigt werden soll. Da kriegst du dann im Sommer Probleme.


    Insgesamt wirst du um eine Klimasteuerung nicht herumkommen. Ob du ein einfaches Thermometer drinnen aufhängst und dann von Hand Fenster öffnest oder schließt oder ob du auf Elektronik setzt und auch noch die Bewässerung darüber steuerst, hängt von deinen Interessen und Fähigkeiten ab.


    Hochbeete würde ich bleiben lassen. Die sind grundsätzlich eher was, wenn man keinen vernünftigen Boden hat oder bewegungseingeschränkt ist. In einem normalen Garten würde ich das bleiben lassen. Im Gewächshaus kommt dazu, dass du dir ja nach Dachform damit Fläche und Kopfhöhe wegnimmst. Das ist am krassesten, wenn das nur ein einfaches Spitz- oder Bogendach ist. Aber auch bei einer Hütten-Form stößt du mit Tomaten, Saubohnen oder Rosenkohl auf einem Hochbeet bald an die Decke.


    Ja, Urlaub im Sommer ist mit Gewächshaus und ohne Gartenvertretung eher schlecht. Wenn du eine vernünftige Automatisierung hast, kann das vielleicht klappen.

    Asdrubal, es geht mir nicht um den thailändischen Zeitungsartikel, sondern um deren Quellen, die sogar verlinkt sind,

    Man muss nur draufklicken, schon bekommt man die Originalarbeiten, die auf mich einen seriösen Eindruck machen.

    Das ist nicht der Punkt. Die seriösen Artikel stellen Mechanismen auf virologischer Ebene dar. Nur muss das, zumindest nach meiner allenfalls laienhaften Wahrnehmung, keine Konsequenzen für die Ausbreitungsgeschwindigkeit oder für Probleme bei der Bekämpfung haben, die der thailändische Artikel nahezulegen versucht.

    Naja, ich wäre vorsichtig, mit medizinischen Laienkenntnissen und auf Grundlage dieser thailändischen Seite, die nicht sehr seriös aussieht, irgendwelche Schlüsse von behaupteten virologischen Erkenntnissen auf die klinische und epidemiologische Praxis zu ziehen.

    Ich habe vermutlich mehr als andere hier die Aufwandsminimierung im Blick, insbesondere was die Zeit aber auch was Kosten und Lagerraum betrifft. Für mich ist die Vorbereitung kein Hobby, sondern eine Notwendigkeit, für die ich möglichst wenig Kapazitäten verwenden möchte, die dann bei meinen anderen Interessen und Verpflichtungen fehlen würden.


    Das äußert sich beispielsweise darin, dass ich den Vorrat nicht durchrotiere, sondern alle vier Monate oder so Sachen austausche. Ich setze beim Solarstrom nicht auf umfangreiche und komfortable Lösungen, sondern auf vorgefertigte USB-Lösungen, auch wenn die viel weniger leistungsfähig sind. Werkzeug und Baumaterial sind viel weniger vorhanden als nötig wäre, aber dafür ist mir der Stauraum einfach zu schade, etc.

    Asdrubal

    Welche Sorten hast du den? Meinen Sorten aus dem letzten Jahr waren wohl zu groß von der Tomatengröße, sind aufgeplatz und Ruckzuck wollten Tierchen was von den Tomaten abhaben.

    Ich habe eher kleinere Tomaten, weil ich nur im Freiland anbaue und die größeren bei unserem Wetter oft nicht vernünftig reif werden. Linosa und San Marzano sind bei mir die mit den größten Früchten. Dann kommen noch Trixi, Besser und Rosii Marunte dazu. Allerdings nehme ich da seit Jahren selbst Samen. Insofern weiß ich nicht, ob die noch ganz sortenrein sein. Mit geplatzten Tomaten habe ich nur bei Regenwetter Probleme.

    Tomaten ist für mich eher eine Stolz Geschichte "Hey ich habe Tomatensorten die nicht im Supermarkt zu kaufen sind", aber bei den Wassermengen letztes Jahr die man in der Hitze benötigte nicht effektiv.

    Nach meiner Erfahrung kommen Tomaten mit Trockenheit sehr gut zurecht, wenn die nicht zu früh im Jahr auftritt. Das vorletzte Jahr war für Tomaten hervoragend, weil der Mai noch recht nass war und die Pflanzen schon gut Wurzeln entwickelt hatten, als die Dürre richtig intensiv wurde. Im vergangenen Jahr war der Ertrag geringer, weil die Trockeheit schon früh eingesetzt hatte, aber für den Küchenbedarf und ein wenig zum Einmachen kam immer noch heraus.

    Asdrubal: dass die geheilten Fälle abgezogen werden, ist doch bei den großen Datensammlern wie worldometers oder der Johns Hopkins University schon immer so. Da gibts die "total cases" (Bruttozahlen gemeldeter Erkrankter), die "recovered" (Geheilte) und die "active cases" (gemeldete Fälle abzüglich geheilter und verstorbener Personen).

    Die Darstellung ist schon verschieden. Bei Johns Hopkins steht auf der bekannten Webseite die Gesamtzahl der gemeldeten Fälle im Mittelpunkt. Da muss man die Geheilten sozusagen händisch abziehen. Die anderen Aufbereitungen kenne ich nicht so genau.