Beiträge von Asdrubal

    Es ist ja keine wesentlich neue Entwicklung. Schon unter Obama wurde China als entscheidender Konkurrent in den Blickpunkt der strategischen Planung genommen, unter Trump war das sowieso der Fall, und jetzt geht es halt weiter. In dieser Zeit gab es immer Phasen, in denen der Konflikt mal schärfer und mal schwächer wurde. Insofern erkenne ich keine neue Qualität.


    Inhaltlich ist natürlich eine Einschränkung der Lieferketten die Hauptgefahr. Militärisch sehe ich keine direkten Auswirkungen auf Europa. China verfügt über eine sehr überschaubare Zahl von Interkontinentalraketen. Dass die damit direkt US-Einrichtungen in Europa abgreifen würden, scheint mir unwahrscheinlich. Ohnehin wird keine der beiden Seiten es auf einen Krieg ankommen lassen. China ist den USA militärisch noch weit unterlegen, trotz der deutlichen Fortentwicklung der vergangenen Jahre, und die USA müssten wohl sämtliche manövrierbaren Kräfte binden, bei hohem Blutzoll. Ohnehin ist das strategische Ziel Chinas mit Blick auf die USA allenfalls, den Kriegsschauplatz Taiwan gegen deren Verstärkung von außerhalb abzuschirmen (Area Denial), um dort in Ruhe operieren zu können.


    Vor allem aber haben beide Seiten kein Interesse an einer militärischen Konfrontation. Dazu sind sie wirtschaftlich zu sehr verflochten. Es geht vielmehr darum, die jeweilige Gegenseite in eine politisch gewünschte Richtung zu drängen, bei der es vor allem um die Hegemonie im westlichen Pazifik und zum Teil im Indischen Ozean geht, daneben untergeordnet auch um andere Themen. Europa ist da ziemlich weit weg und dürfte vor allem wirtschaftliche Auswirkungen spüren. Die können allerdings schon bei scheinbar kleineren Maßnahmen im "Wirtschaftskrieg" auftreten. Ein paar solcher Effekte haben wir in den vergangenen Monaten ja aus anderen Gründen schon erlebt. Wie weit das relevant für die persönliche Vorsorge ist, wäre die Frage. Ich würde das auf der Ebene der allgemeinen Vorsorge für wirtschaftliche Verwerfungen sehen, unabhängig davon, ob diese durch den US-China-Konflikt oder durch andere Ursachen ausgelöst werden.

    Ich sehe das ähnlich wie Baerti. Mich persönlich belastet das alles nicht. Ich habe auch keine Angst vor einer Erkrankung, weil mir das in der Wahrscheinlichkeit einer Lebensbedrohung in etwa auf den Niveau der täglichen Autobahnfahrt zu liegen scheint. Natürlich muss man das Risiko nicht unnötig herausfordern, aber es ist nach meiner Einschätzung eben nicht so hoch, dass es alle Einschränkungen in dem Umfang notwendig macht. Wenn ich mich im Große und Ganzen dran halte, dann zum Schutz von stärker gefährdeten Menschen im Umfeld und weil ich, wenn die Würfel doch doof fallen sollten, niemandem den Krankenhausplatz wegnehmen will.


    Natürlich bin ich in einer relativ komfortablen Situation, weil ich das Homeoffice ganz angenehm finde, nicht in Kurzarbeit bin und durch Wegfall von Sprit und Kantinenessen das gestrichene Weihnachtsgeld mehr als kompensiere. Daher kann ich verstehen, dass das andere Leute mehr mitnimmt. Am ehesten belastet mich tatsächlich, dass ich einige Freund schon seit über einem Jahr nicht mehr live gesehen habe.


    Die Änderungen sind eher geringfügig. Einige ehrenamtliche Verpflichtungen sind weggefallen. Dafür lese ich ein bisschen mehr, backe Brot mit Sauerteig, koche mehr selbst, schreibe wieder mehr in Wikipedia. Mein Medienkonsum zu dem Thema hat sich nach einem anfänglichen Hoch sehr eingeschränkt. Ich schaue täglich auf die RKI-Zahlen, ab und zu auch mal auf internationale Vergleichzahlen und schere mich ansonsten nicht viel darum, welche kleinen Details und medizinischen Vielleicht-Erkenntnisse alle halbe Stunde gemeldet werden. Das bringt auch mit sich, dass die Lektüre meiner üblichen Zeitungen deutlich schneller erledigt ist, da die zu einem bis zwei Drittel ohnehin immer nur das umfänglich bekannte Corona-Thema immer wieder neu variieren.


    Auf die Prepping-Geschichten hat die Lage auch wenig Einfluss, bis auf etwas mehr Desinfektions- und Schutzausrüstung, die am Anfang eingekauft wurde und eingelagert ist. Ich versuche nach Möglichkeit morgens einzukaufen, was durch das Homeoffice auch sehr komfortabel gelingt. Barttechnisch bin ich im Lockdown eher zugewuchert als dass es weniger geworden wäre. ;-) Im 180-Grad-Bereich passiert da also nichts bei mir, eher so in geschätzten 10 bis 20 Grad.

    Ich dachte immer, dass Mangold nach der Saat keinen Frost mehr kriegen soll, weil er dann schießt. Berichte bitte mal, ob du Unterschiede zwischen den beiden Saatterminen feststellen kannst, Henning.

    Ich soll ab Donnerstag wieder zwei Tage die Woche ins Büro zwecks Einarbeitung eines neuen Kollegen. Geplant ist, dass ich dann immer morgens mit Maske zum Empfang gehe, dort meinen Test abhole und mich dann auf der Toilette teste. Welche Art Test das sein wird, sehe ich dann am Donnerstag.

    Manchmal frage ich mich, hat der das wirklich schon mal gekocht oder irgendwo her so halbpatzig abgeschrieben wenn ich Rezepte aus gewissen Zeitschriften oder Büchern betrachte.

    Ich habe bei einer Kochzeitschrift Einblicke in die redaktionellen Abläufe, und zumindest die geben sich ordentlich Mühe. Die Rezepte werden von einer Ernährungswissenschaftlerin geschrieben und dann von einer Redakteurin und zwei externen Testern nachgekocht.


    Ich dachte vorher auch, dass das einfach so nach Laune zusammengekloppt wird, aber da ist schon ein bisschen mehr Aufwand dahinter. Natürlich weiß ich nicht, in welchem Umfang das bei anderen Zeitschriften gilt.

    Aktueller Stand: Die Saubohnen haben sich als erste aktuelle Aussaat aus der Erde gewagt. Noch sind die Reihen aber sehr lückenhaft. Pastinaken, Möhren, Setz- und Saatzwiebel sowie Erbsen habe ich jeweils einmal ausgesät. Heute kamen bei für die Aussaat zu nassem Wetter noch eine Reihe Steckzwiebeln und, möglicherweise etwas zu früh, auch die Kartoffeln dazu.


    Von der Vorzucht ist bisher nur eine Hälfte Porree draußen im Garten. Daher wird es auf meinen Fensterbänken langsam eng. Ich denke aber, dass ein erster Teil der frostempfindlichen Sachen nächstes Wochenende zur Abhärtung auf die Terrasse kann. Mit der Vorzucht bin ich insgesamt zufrieden. Nur die Kohlrabi wollen nicht so wirklich. Ich hatte da noch Saatgut vom letzten Jahr. Das ist erst mal nur rund zur Hälfte aufgegangen, und dann bleiben die Pflänzchen ziemlich kümmerlich. Ansonsten gedeiht die Vorzucht aber prächtig.


    Der Knoblauch macht sich sehr gut und produziert ordentlich Blattmasse. Beim Feldsalat kann jetzt die Frühlingsernte anlaufen. Heute war es mir aber zu nass dazu.

    Käferbohnen versuche ich selber anzubauen (letztes Jahr war nur ein erster Test), im Gegenatz zu den normalen Bohnen ist Ernte und "Konservierung" super simpel. Im Herbst einmal alles pflücken und trocknen lassen.

    Da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Ich verwende Bohnen inzwischen nur noch als frisches Grüngemüse und bin vom Trockenvorrat aus eigener Ernte ganz abgegangen. Die waren über mehrere Jahre hinweg einfach komplett mit Bohnenkäfern verseucht, so dass man die nicht mehr vernünftig verwenden konnte.

    Soweit ich das aus den Medien verstanden habe, ist der Impfstoff weit weniger empfindlich als zunächst gedacht. Ob es da zunächst eine Fehleinschätzung gab oder ob die Zusammensetzung weiter überarbeitet wurde, weiß ich nicht. Aber laut einem Radiointerview mit einem Ärztevertreter (weiß leider nicht mehr, welcher), kann auch der Biontech-Impfstoff inzwiswchen fünf tage lang im Kühlschrank aufbewahrt werden, und die Zubereitung der Dosis sei nicht wesentlich aufwändiger als bei altbekannten Impfungen.


    Ich bin aber insgesamt weiter skeptisch, ob die Hausärzte auf mittlere Sicht eine wesentliche Erhöhung des Impftempos bringen werden. Der Engpass scheint ja die Lieferung von Impfstoff von Herstellerseite zu sein, und da bringen mehr impfende Stellen wenig.

    Soweit ich gelesen habe, setzen die Serben alle Impfstoffe ein, die sie kriegen können, also auch den russischen und den chinesischen. Gleichzeitig haben die eine Imfung von mehr als 20% der Bevölkerung erreicht, davon drei Viertel wohl auch schon fertig geimpft. Das ist eine sehr hohe Quote für ein kontinentaleuropäisches Land. Allerdings stoßen die wohl auch auf zunehmende Impfskepsis und stehen unter anderem deshalb in Gefahr, 25.000 Dosen Astra Zeneca wegwerfen zu müssen, weil die Haltbarkeit abläuft.


    Deshalb nutzen die das für eine sicher durchaus politisch gedachte Kampagne, die eher auf die Nachbarländer auf dem Balkan zielt, um die Stimmung zu verbessern, die immer noch von den Jugoslawien-Nachfolgekriegen belastet ist. Zunächst waren vor allem Geschäftsleute eingeladen, was wohl durchaus einen wirtschaftspolitischen Hintergrund hat: Wenn die weil geimpft nach Serbien reisen und Handel treiben können, kann man eventuell etwas Geschäft anziehen, das auf Dauer da bleiben könnte.

    Erstmal gut, dass er sich Gedanken macht. Zu den technischen Dingen wurde ja schon viel Sinniges geschrieben.


    Vielleicht noch eine Überlegung: Ein Wohnheim, und wenn es ein ranziges ist, sollte normalerweise über einen zweiten Fluchtweg verfügen. Da wäre es als ersterSchritt bestimmt sinnvoll, den mal zu inspizieren und falls nötig freizuräumen.

    Ich habe da zwar kein großes Fachwissen, aber auf den ersten Blick kommt es auf die Höhenverhältnisse an. Der heiße Topf sollte höher als der Vorratsbehälter stehen bzw genauer: Das Bodenniveau in der Wanne sollte nicht niedriger sein als der höchste mögliche Wasserspiegel im Vorratsbehälter. Andernfalls kann man nicht einfach ablassen, sondern braucht eine Pumpe.


    Im Winter wird es halt ein bisschen schwierig. Ich bin normalerweise nicht so arg ängstlich, wenn sich da mal eine Eisschicht in irgendwelchen Fässern bildet, aber bei einem Leitungssystem mit Ventilen wäre ich etwas vorsichtiger. Da wäre dann ein Schlauch, den man vor dem Frost abbauen kann, vermutlich sinnvoller. Aber wahrscheinlich muss man auch das Badefass vor dem Winter sowieso ablassen, wenn es halbwegs draußen steht.

    Getrocknet Hülsenfrüchte halten durchaus ein paar Jahre, wenn man sie trocken, dunkel und nicht zu warm lagert.

    Außnahme sind geschälte und gespalten Sachen.

    Ja, das meinte ich ja. In der normalen Speisekammer will ich keine übergroßen Gebinde haben. Da sind zwei Kilo Bohnen oder fünf Kilo Reis ideal, um sie über ein paar Monate aufzubrauchen. Wenn man die Sahcen in der ungeöffneten Packung lässt, eventuell noch zusaätzlich verpackt und in eine Kiste in den Keller stellt, halten sie auch deutlich länger.

    Inländische Produktion von trockenen Hülsenfrüchten dürfte die absolute Ausnahme sein. Das wird nahezu komplett importiert. Günstig wird da aufgrund der kleinen Betriebsgrößen für dieses Exoten-Produkt und dem hiesigen Lohnniveau wohl nichts zu machen sein.


    Ich persönlich bestelle Trockenware oft bei Koro, hier zum Beispiel deren Hülsenfrüchte: https://www.korodrogerie.de/ko…n/kochen/huelsenfruechte/ Das kommt halt alles aus dem Ausland, bei Hülsenfrüchten viel aus China und der Türkei.


    Die liegen meist bei den Biosachen in etwa in dem Preissegment, die auch im stationären Einzelhandel aufgerufen werden. Man muss natürlich noch Porto und Verpackung draufschlagen. Ich finde es ganz sympathisch, dass die den Zwischenhandel teilweise ausschalten und so (hoffentlich) ein bisschen mehr vom Umsatz beim Produzenten ankommt.


    Mit der Qualität war ich bisher immer sehr zufrieden. Die Gebinde bei den Hülsenfrüchten sind meist so in der Zwei-Kilo-Größe und auch bei anderen Waren immer etwas üppiger als im üblichen Handel, wenn auch nicht im echten Großküchen-Kaliber. In den meisten Fällen reicht das, um die Sachen innerhalb von ein paar Monaten aufzubrauchen, bevor es dann wieder kritisch durch Qualitätsverlust im (herkömmlichen, nicht gepreppten) Lager wird.

    Ganz "nette" Variante: Berufsschul-Mitschülerin des Lehrlings eines Bekannten meldet sich in der Schule krank. Sie sei erkältet und der Corona-Schnelltest habe ein positives Ergebnis. Regulär testen lassen wolle sie sich aber nicht.


    Ich nehme mal an, dass die junge Dame keinen Bock auf eine offizielle Quarantäneanordnung hatte. Selbst wenn man ihr zugute hält, dass sie sich freiwillig isoliert, wird das für weitere Mitglieder ihres Haushalts wahrscheinlich nicht gelten.


    Ich gehe davon aus, dass es zahlreiche ähnliche Fälle gibt, in denen Leute mit leichten Symptomen oder mit positivem Schnelltest trotzdem munter unterwegs sind, weil sie keine Lust darauf haben, dass ihre Corona-Erkrankung behördenkundig wird. Gegen solche Leute, denen ihr Umfeld offenbar einfach egal ist, helfen dann auch alle möglichen Einschränkungen des Alltagslebens wenig.


    Mein Bekannter hat seinem Lehrling übrigens drei Tage frei gegeben und der junge Mann hat noch zwei Tage Urlaub dazu genommen, so dass er erst mal eine Woche aus dem Betrieb raus war. Hat sich dann als richtig erwiesen. Nach ein paar Tagen kam die Krankmeldung: Starke Kopfschmerzen, nur minimale Erkältungssymptome, positiver (in seinem Fall regulärer) Corona-Test.

    Der soziale Wohnungsbau hat mehrere Probleme. Erst mal gibt es in Deutschland die Besonderheit, dass Sozialwohnungen irgendwann, meist nach 15 Jahren, aus der Bindung fallen, also dann zu Marktmieten vermarktet werden. Das macht den sozialen Wohnungsbau für langfristige Investoren attraktiv, führt aber dazu, dass die Sozialwohnungen irgendwann weg sind. Das erleben wir momentan. Aktuell fallen viel mehr Sozialwohnungen aus der Bindung als neue nachgebaut werden.


    Ein weiterer Faktor sind die hohen Baulandpreise in den Ballungsräumen. Genossenschaften und öffentliche Wohnungsbauunternehmen müssen letztlich wirtschaftlich kalkulieren, auch wenn sie nicht unbedingt Gewinn erzielen müssen. Der Kauf des Baulands muss sich letztlich durch die Mieten refinanzieren lassen. Wenn die Miethöhe im sozialen Wohnungsbau begrenzt ist, kann man bei den Baulandpreisen nur bis zu einem gewissen Niveau mitgehen. Wenn das überschritten ist, hat man das Nachsehen und die Privaten, die höhere Mieten oder ETW-Verkaufspreise nehmen können, bekommen das Land. In geringerem Umfang gilt das auch für die Erstellungskosten durch die Bauwirtschaft und durch die Energiespar- und sonstigen Auflagen, aber das Bauland ist der entscheidende Treiber.


    Dazu kommt der politische Rahmen. Nach der "Neuen Heimat", die den Älteren vielleicht noch ein Begriff ist, wurden die Steuervorteile für gemeinnützige Wohnungsbauunternehmen gestrichen, die letztlich noch aus dem Kaiserreich kamen. Zusätzlich ist man so ab 1995/2000 auf die Idee gekommen, dass man den ganzen sozialistischen Quatsch wie Wohnungsbestände von Bahn, Post, Kommunen etc. oder städtische Baulandreserven nicht mehr wirklich brauche. Viele davon waren auf niedrigem Mietniveau, wurden dann verkauft und werden jetzt von den Privaten teuer vermietet.


    Insgeamt gibt es auch nicht mehr viele Reserveflächen. Alte Bahnhöfe, Bundeswehrliegenschaften, etc. sind in den Metropolen größtenteils durchentwickelt. Gewerbebrachen gibt es auch kaum noch. Und wenn, werden sie mit Rechenzentren und Logistik bebaut.


    Dann gibt es die von tomduly beschriebene Fallen für mittlere Einkommen, die zu viel für eine Sozialwohnung verdienen, aber nicht genug, um Marktmieten zu zahlen. Einige Städte haben dafür Mittelstandsprogramme zusätzlich zum klassischen sozialen Wohnungsbau aufgelegt. Aber da hast du das Kostenproblem auf geringfügig höherem Niveau erneut. Außerdem kanibalisieren solche Programme die Ressourcen für den klassischen sozialen Wohnungsbau.