Beiträge von Asdrubal

    Bei uns haben sich Tigerschnegel angesiedelt. Früher habe ich die nie in der Gegend gesehen. In diesem Jahr sind die mir zum ersten Mal aufgefallen, zum Teil im Garten, vor allem aber auf dem Areal daneben, das mit Brennnesselflächen, Holzstapeln und Pflastersteinhaufen etwas verwildert ist. Vermutlich darf es einfach nicht zu aufgeräumt sein. Allerdings habe ich auch noch nicht bemerkt, dass durch die Schnegel die restliche Schneckenpopulation spürbar nachgelassen hätte.

    Würde man die Weinreben quer zum Hang anbauen (dann müsste man die Hänge terrassieren), könnte ein Starkregen nicht einfach geradewegs ins Tal rauschen.

    Das hat afaik aber vor allem was mit der Himmelsrichtung zu tun: Die Reihen müssen in Nord-Süd-Richtung verlaufen, damit die Sonne in sie rein strahlt. In Ost-West-Richtung würde die vorderste Reihe die hintere beschatten (außer in extremen Steillagen). Die Weinberge sind in den nördlicheren Anbaugebieten meist da, wo der Fluss in Ost-West-Richtung verläuft und damit stehen die Reihen dann längs zum Hang.


    Wenn es um die Folgen für die Infrastruktur bzw. um vorbeugende Bau- und Pflanzmaßnahmen geht, ist eine Fließpfadkarte sicher nciht ausreichend. Aber als Hinweis zum konkreten Verhalten im Fall von Starkregen ist so etwas sicher hilfreich.

    Wie viele andere sicher auch, habe ich mich in den vergangenen Tagen verstärkt mit Projektionen zur Hochwassergefährdung befasst. Allerdings hat sich schnell herausgestellt, dass die Karten von der Bundesanstalt für Gewässerkunde eher beschränkt nützlich sind.


    Die zeigen entlang von Gewässern einfach die Linien für einen hundertjährigen Höchststand auf. Da, wo ich es mir näher angeschaut habe, scheint mir die Linienführung sehr fraglich. Da scheint man eher grob irgendwelchen Straßen- und Grundstücksverläufen zu folgen und nicht unbedingt den eigentlich wichtigen Geländehöhen. Kleinere einmündende Bäche finden sich überhaupt nicht. Außerdem stellt sie die grundlegende Frage, ob das, was dort als H100 angenommen wird, inzwischen nicht schon H20 oder gar H10 ist. Und nicht zuletzt werden Auswirkungen von Starkregen nur in ihrem Einfluss auf die Gewässerpegel dargestellt und nicht in ihrer Auswirkung im eigentlichen Niederschlags- und Ablaufgebiet.


    Jetzt bin ich auf eine interessante Alternative gestoßen: Die Stadt Wiesbaden hat offenbar als eine der wenigen Kommunen bundesweit sogenannte Fließpfadkarten erstellen lassen. Die zeigen, wo das Wasser bei extremem Starkregen hinfließt, welche Gebäude und Flächen besonders gefährdet sind und wo die Gefährdung geringer ist. Man kann also ablesen, welche Straßen zu Flüssen werden könnten und an welchen Stellen in den einzelnen Quartieren am wenigsten Wasser erwarten ist. Im Ernstfall könnte das entscheidende Hinweise geben, in welche Richtung man sich auch sehr kleinräumig am besten bewegt. Ich bin auf den ersten Blick ziemlich begeistert. Sowas müsste es auch für andere Kommunen geben.


    Hier ist die Webseite mit den Karten und den zugehörigen Erläuterungen: https://www.wiesbaden.de/leben…nale-fliesspfadkarten.php

    Es kommt halt auch ein bisschen auf das Anwendungsumfeld an: Wo wird das Ding normalerweise verwahrt und transportiert? Soll es durchladefähig sein? soll damit nur ein Handy geladen werden oder sollen es gleichzeitig mehrere Geräte sein? Muss ich mit dem Handy längere Filmaufnahmen oder Videokonferenzen absolvieren? Braucht man aus bestimmten Gründen vielleicht sogar ein Tablet?


    Ich habe mehrere kleine Werbegeschenk-Powerbanks in diversen Taschen. Da steht irgendwas zwischen 1500 und 2500 mAh drauf. Die werden immer mal wieder in unregelmäßigen Abständen aufgelden und reichen, um nochmal ein bisschen Betriebszeit aus dem Handy rauszuholen, je nach Anwendung, um schnell die Videokonferenz zu Ende zu bringen oder auch einen ganzen Tag bei sparsamer Nutzung.


    Zu hause habe ich einen großen Block von Varta, auf dem 20.000 mAh drauf steht. Natürlich ist der auch in China gefertigt. Der ist als Speicher für eine eventuelle Notstromgewinnung mittels eines kleines Solarpanels gedacht, aber mit seinen rund 400 Gramm schleppe ich den nur mit mir rum, wenn es unbedingt nötig ist. Der ist auch durchladefähig und hat mehrere Anschlüsse.


    Im Auto liegt dann noch der Batteriebooster, der ebenfalls einen USB-Anschluss hat. Das Ding ist dann auch über ein Pfund schwer.

    Ich habe gerade eine freiberuflich-nebenberufliche Tätigkeit "gekündigt". Eigentlich hat die mir in den vergangenen knapp fünf Jahren Spaß gemacht, aber inzwischen bin ich im Hauptjob enger mit festen Dienstzeiten eingebunden, so dass ich da nur noch schlecht Stunden freischaufeln kann. Außerdem merke ich, dass es mit Mitte 40 nicht mehr so leicht wie mit Ende 30 ist, abends noch mal ein, zwei Stunden am Rechner dranzuhängen. Nicht zuletzt war der Nebenjob mit zunehmendem Organisationsaufwand neben der eigentlich interessanten Tätigkeit verbunden. Vor allem aber hat dieses ständige Gefühl genervt, dass da noch was zu erledigen war.


    Noch weiß ich nicht, ob der Wegfall dieser Verpflichtung wesentlich zum Wohlbefinden beiträgt, ich hoffe es aber. Die paar hundert Euro, die ich im Jahr verlieren werde, dürften aber zu verkraften sein.

    Auch nett: Mein hochverehrtes Eheweib liegt mit Halsschmerzen und Rotznase danieder. Die Hausärztin meint, dass ein Coronatest nicht nötig sei, da sie ja komplett geimpft sei. Dass die aktuellen Impfungen keinen hundertprozentigen Schutz geben, scheint da nicht angekommen zu sein.

    Gerade sind, aus aktuellen Gründen, 20 Liter stilles Wasser in Kästen, ein Karton NRG-5 und einige alte Mäntel als Notdecken in den ersten Stock gewandert. Die Tage kommt noch eine kleine Kiste mit weiterer Kaltnahrung und etwas Grundausstattung zur Körper- und Kleidungshygiene dazu. Hochwasser und dessen Folgen als anhaltendes Problem befürchte ich angesichts der Lage des Hauses zwar nicht, aber falls eine Welle vom bodenversiegelnden Schulzentrum hangaufwärts hier durch rauscht, will ich zumindest für 48 Stunden die Basisversorgung sicherstellen, falls Erdgeschoss und Keller ein Schlammbad genommen haben.

    Ob die Zuschreibungen stimmen, mag dahingestellt sein. Was ich ziemlich daneben finde, ist die Erwartungshaltung, die man öfter mal in Reportagen aus dem Flutgebiet mitbekommt, wenn Leute sich beschweren, dass sie keine Hilfe bei den Aufräumarbeiten bekämen. Das scheint mir schon eine ziemlich seltsame Anspruchshaltung zu sein.


    Natürlich ist klar, dass bevorzugt diejenigen Leute zu Wort kommen, die sich publikumswirksam aufregen, und nicht diejenigen, die einfach anpacken und keine Lust haben, vor die Kamera zu gehen. Trotzdem bleibt da ein ziemlich unguter Eindruck.

    Die Anfälligkeit für Stürme hängt auch mit der Bestandsstruktur zusammen: Am Rand sind die Bäume mit ihrer Struktur meist daran angepasst, dass sie immer im Wind stehen. Wenn man da welche wegnimmt, kann es sein, dass ein Sturm in der Lücke dann eine vorher nicht vorhandene Angriffsfläche findet und da dann Bäume umwirft, die vorher im Verbund sicher waren.

    Mir wird der Zusammenhang zwischen einem jetzt in einer frühen Evaluationsphase befindlichen digitalen Euro und negativen Folgen für die Bankenbranche, selbst im Fall einer tatsächlichen Einführung, nicht verständlich. Ich persönlich habe neulich erst wieder eine Finanz-Einzelaktie reingelegt. Habe da zwar zugegebenermaßen ins fallende Messer gegriffen, aber angesichts des Charts erwarte ich da langfristig wieder ein Anziehen.


    Selbst wenn man aber negative Folgen des digitalen Euros auf die Finanzbranche annehmen sollte, dann wäre das aber für eine passive Investmentstrategie kein Grund, aus einem breit aufgestellten Produkt rauszugehen, beispielsweise aus dem MSCI World. Damit kauft man sich andere sektorale Risiken ein. Womit ich mich ntürlich nicht dem verbreiteten Loblied anschließen will, dass passiv die einzige vernünftige Strategie sei.

    Ich finde das Argument des sparsamen Umgangs mit Steuergeld schon berechtigt. Insofern sollte das wirklich nur an Bedürftige ausgezahlt werden und nicht an diejenigen, denen es vielleicht den Hausgarten einmal auf links gedreht hat. Auf der anderen Seite bringt es natürlich auch wieder nichts, dass man eine wochenlange Bedürftigkeitsprüfung vorschaltet, wenn die Leute sich dringend wenigstens Betten und eine funktionsfähige Küche zulegen müssen. Keine Ahnung, wie das in der Praxis entschieden und verteilt wird, allerdings ist es auch etwas müßig, wenn wir hier darüber diskutieren.

    Ist wirklich ausreichend für alle vorhanden und erreicht die Leute auch oder ist nur das Lager am Nürburgring voll?

    Falls es nicht ausreichend sein sollte und die Leute nicht erreicht, dürfte es ebenfalls wenig helfen, wenn man denen jetzt sofort Bargeld in die Hand drücken würde. Mir ging es eher um den Sinn der finanziellen Nothilfe, und die ist meiner Meinung nach eben nicht für diese Art von Unterstützung gedacht.

    Wichtig wäre aus meiner Sicht eine Warnung, wenn die Prognose sagt, dass es wahrscheinlich in den nächsten Stunden (z.B. 3 bis 6) zu kritischen Überschwemmungen kommen wird und ein Alarm im Sinne von: Innerhalb der nächsten Stunde passiert was, suchen sie SOFORT Schutz.

    Ich halte es für unwahrscheinlich, dass so etwas in Fällen wie in den letzten Tage umsetzbar war. Wo genau die Starkregenpunkte innerhalb des großen Regengebiets waren, lässt sich nicht im Vorhinein exakt bestimmen und ich weiß nicht genau, ob sowas auch nur währenddessen beispielsweise per Satelliten-Fernerkundung möglich ist. Davon, wo genau der Regen runtergeht, ist aber abhängig, über welche Bach- und Fluss-Systeme er abfließt. Da können an Wasserscheiden schon ein, zwei Kilometer Verlagerung einen bedeutenden Unterschied machen, wohin die Brühe fließt.


    Dann ist die Frage, was genau "Schutz suchen" heißt. Bleibe ich besser im Haus, damit ich draußen nicht weggespült werde oder irgendwo im Auto festsitze, oder begebe ich mich in höhere Lagen, weil es mein Haus wegreißen kenn?


    Sicher wäre das in irgendeiner Form technisch lösbar, aber mir scheint es wenig wahrscheinlich, dass mit den derzeitigen Mitteln sowohl bei der Analyse als auch bei der Weitergabe und bei der Aussendung an Bevölkerung und Rettungsorganisationen viel bessere Ergebnisse erzielbar gewesen wären - und das auch, wenn alles optimal gelaufen wäre (was es da facto sicher nicht ist). Da müsste an der Warn-Infrastruktur aber auch an der Einstellung der Menschen eine Menge verbessert werden. Und selbst dann wäre angesichts dieser Naturgewalten nur ein kleiner Teil der Todesopfer und der materiellen Schäden abzuwenden gewesen.

    Wir haben auch eine Garage in der Art. Für dieEinfahrt vielleicht einfach volle Sandsäcke daneben lagern, die man notfalls da hin schmeist. Ich habe mir einige von diesen Sandsackschläuchen für die Beschwerung von Fahrsilos in der Landwirtschaft geholt. Muss zu meiner Schande gestehen, dass ich die noch nicht gefüllt habe, wird aber jetzt bald nachgeholt. Die sollen vorne vor die Garageneinfahrt, dahinter zur Stabilisierung ein paar Stäbe Armierungsstahl zwischen das Pflaster getrieben. Das ist allerdings nur für den Fall gedacht, dass die Straße , die quer zur Einfahrt ein Gefälle hat, zum Bach wird und da das Wasser 10, 20 Zentimeter hoch fließt. Wenn da sowas wie aktuell bei euch an den schlimmsten Ecken runterkommt, hilft das natürlich nichts mehr. Aber bei einer Nummer kleiner sollte das schon was bringen. Für 30 cm Höhe müsste es dann schon ein Stapel richtiger Sandsäcke sein, am besten nicht nur eine Reihe, sondern ein dreieckiger kleiner Damm.


    Für das eigentliche Garagentor ist mir noch nichts eingefallen. Ich gehe allerdings davon aus, dass in dem Fall, dass auf der Straße das Wasser mehr als 20 cm hoch fließt, es auch auf anderen Wegen in den Keller rein kommt. Andernfalls bräuchte man da richtige Spundwände wie der verlinkten. So welche sind bei uns auch bei ein paar Kommunen an besonders gefährdeten Durchgängen zum Flussufer im Einsatz.


    Was den Hang betrifft: Wenn der richtig in Bewegung kommt, kannst du den nicht mehr abfangen, würde ich jetzt mal sagen, ohne den gesehen zu haben. Vielleicht kann man da mit Bepflanzung langfristig was machen.

    Aktueller Stand bei mir:


    Insgesamt habe ich eine üble Schneckenplage erlebt. Eine einzige Zucchini ist den Viechern ausreichend schnell davon gewachsen. Ansonsten haben die alle Kürbisse und verwandte Gewächse vernichtet. Den Kohl und die Paprika haben die komplett weggeraspelt. Auch an Knoblauch, Zwiebel und sehr vereinzelt sogar an Tomaten und Porree sind die ran.


    Fast alles andere ist aber sehr erfreulich: Erbsen hatte ich in Hülle und Fülle. Da konnte ich gestern nochmal ordentlich ernten, jetzt wird das aber nachlassen. Erste Pflanzen sind schon abgestorben. Die Saubohnen waren auch erfreulich. Teilweise werden die jetzt gelb, aber einige haben auch nochmal ordentlich Blüten angelegt. Zwiebel funktionieren sehr gut und den Knoblauch habe ich heute mit sehr guten Erträgen als erste Kultur komplett abgeerntet. Das eine Beet hat phänomenal gute Erträge erbracht. Der andere Knoblauch war auf einem Streifen Wiese, den ich im letzten Herbst umgegraben habe. Da kam dann sehr viel Quecke durch und von da sind auch die Schnecken massiv eingewandert. Aber in Anbetracht dieser misslichen Umstände war auch da die Knoblauchernte noch durchaus zufriedenstellend.


    Möhren und wohl auch Pastinaken kommen dieses Jahr wieder sehr gut. An den Möhren ernte ich inzwischen schon zwei Wochen die dickeren aus den Reihen raus, um dem Rest Raum zu geben. Buschbohnen habe ich heute zum ersten Mal beerntet. Der Mangold versorgt mich seit Monaten in erfreulicher Zuverlässigkeit.


    Enttäuschend sind bislang die Kartoffeln. Da habe ich heute mal ein paar Pflanzen einer sehr frühen Sorte geerntet. Da waren leider nur murmelgroße Kartöffelchen dran. Das ist aber bei den Bauern offenbar ähnlich. Scheint kein gutes Kartoffeljahr zu sein. Von den Tomaten habe ich bis jetzt ein paar Handvoll geerntet. Die Pflanzen machen sich bislang sehr gut. Allerdings habe ich heute an den ersten Krautfäule festgestellt. Da habe ich ordentlich entlaubt. Mal schauen, ob die in den jetzt angekündigten sonnigen Tagen damit klarkommen.

    Vielen Dank für den Bericht! Erst mal bin ich froh, dass dir und deinen Verwandten körperlich nichts passiert ist und dass bei dir zuhause offenbar am Gebäude auch nichts Gravierendes beschädigt ist. Und großen Respekt dafür, dass ihr bei euren Eltern so überlegt gehandelt habt. Ich weiß nicht, ob ich das so hinbekommen hätte.


    Mit jemandem aus Bad Münstereifel hatte ich gestern beruflich Kontakt. Der hat mir fast genau die gleichen Fotos wie deine geschickt. Er meinte, dass auch bei den Häusern, die äußerlich noch gut aussehen, jetzt erst einmal die Statik geprüft werden muss, weil die Standsicherheit unklar ist.


    Was mich vor allem interessiert, ist die Frage, welche Lehren du für deine zukünftige Vorbereitung ziehst: Was hat sich bewährt, was willst du anpassen? Solche Themen wie das Bargeld im Auto. Vielen Dank im Voraus!

    Ich kann die Kritik an den Wetterwarnungen schon verstehen. Die scheinen mir meist auch sinnlos. Wer den Wetterbericht wahrnimmt, weiß, dass es Gewitter, Glatteis oder was auch immer geben kann. Wer noch nicht mal auf die Wettervorhersage achtet, der wird auch über Warnmeldungen nicht erreichbar sein. Insofern ergeben solche allgemeinen Wetterwarnungen für mich keinen Sinn. Deshalb habe ich bisher auch auf Warnapps verzichtet, denn da laufen praktisch nur solche Meldungen auf, und zwar später als das aus der Wettervorhersage absehbar ist.