Beiträge von Asdrubal

    Bei mir läuft inzwischen das volle Ernteprogramm. Die Saubohnen liefern in diesem Jahr nicht ganz befriedigend, aber immerhin etwas, und bringen immer noch neue Blüten. Die früh gesäten Buschbohnen fangen an zu blühen, die späteren werden wohl noch ein, zwei Wochen brauchen. Von den Erbsen habe ich heute nochmal eine große Schüssel voll Schoten gepflückt. Ab jetzt dürfte das aber nachlassen. Die ersten dürren Pflanzen habe ich schon ausgerupft. Aber in den vergangenen drei Wochen gab es Erbsen wirklich in große Mengen. Die hatten wir so ziemlich bei jeder Mahlzeit mit drin, wo sie irgendwie dazu passen.


    Der Mangold hat jetzt annährend seine ausgewachsene Größe erreicht und beliefert uns fleißig mit Blättern. Da sind zwar bei weitem nicht alle Pflanzen aufgegangen, aber da Mangold sehr ergiebig ist, reicht der Ertrag bequem für unseren Bedarf. Die Tomaten sind je nach Sorte am Anfang der Blüte oder haben schon ordentlich Früchte angesetzt. Da werden wohl in zwei Wochen die ersten reif werden. Zucchini habe ich letzte Woche schon ein paar geerntet. Inzwischen sind da Fruchtansatz und Wachstum durch die Trockenheit weitgehend gestoppt. Die Kürbise sind ziemlich stark von Schnecken beknabbert worden. Da habe ich einige Pflanzen komplett verloren. Die übrigen kommen jetzt aber in die Blüte. Mit dem Blattwachstum sind sie aber noch ordentlich zurück im Vergleich zu den Zucchini.


    Die Pastinaken sind leider auch da nicht mehr nachgekommen, wo ich die in Lücken rein gesät habe. Die waren dieses Jahr wirklich schwach. Vielleicht war irgendwas mit dem Saatgut nicht in Ordnung. Von den Möhren ernte ich zwischendurch immer mal ein paar. Einige sind schon ordentlich dick, auch wenn da inzwischen das Wachstum ebenfalls nicht mehr so schnell geht. Da fehlt wohl auch das Wasser. Während ich mit den im März gesäten Möhren sehr zufrieden bin, ist die Spätsaat von Anfang Mai nur sehr vereinzelt gekommen und auch nicht viel gewachsen. Mal schauen, was die bis zum Herbst noch so machen.


    Die Zwiebeln machen sich großartig. Da ernte ich schon fleißig für den Küchenbedarf, obwohl das Laub noch grün ist. Den Knoblauch habe ich etwa zur Hälfte schon abgeerntet. Die übrigen Pflanzen haben noch etwas grünes Laub, aber in ein, zwei Wochen werden die auch aus der Erde kommen. Der Porree hat jetzt fast schon die Größe wie im letzten, erfolglosen Jahr im Herbst. Dieses Jahr könnte der gut werden.


    Die Kohlrabi sind ziemlich stark von Schnecken befallen. Da musste ich letzte Woche ein paar ernten, bevor sie ganz weggefressen waren. Von den übrigen Pflanzen werden einige überhaupt nicht zu verwenden sein, ein paar sind aber auch schön groß und ganz ohne Schneckenfraß. Wenn das so bleibt, kann ich da nächste oder übernächste Woche mit ordentlich Ertrag rechnen. Vom Brokkoli habe ich letzte Woche zwei traurige Köpfchen von jeweils Faustgröße geerntet, und das war es. Den Blumenkohl kann ich wohl komplett vergessen. Außer Kohlrabi ist mir bei uns noch nie Kohl vernünftig gelungen. Irgendwie scheint der den Boden nicht zu mögen. Heute habe ich nochmal ein paar Kohlrabi für die Späte Ernte ausgepflanzt.


    Außerdem habe ich heute mal probeweise zwei Kartoffelpflanzen geerntet. Die eine scheint sich entweder aus dem Kompost oder aus alten Kartoffeln vom letzten Jahr selbst ausgepflanzt zu haben. Da waren auch schon ordentliche Knollen dran. Bei der anderen, regulär gesetzten Pflanze waren sie noch sehr klein. Bis zur normalen Kartoffelernte wird es wohl noch bis August dauern. Von Kartoffelkäfern dieses Jahr zum Glück immer noch keine Spur.

    Für den Prepping-Ernstfall ist sicher der Kachelofen besser, weil du damit im Idealfall das ganze Haus heizen kannst, wenn das Haus relativ klein ist und der Ofen an einem idealen Platz steht.


    Im Alltagsbetrieb kannst du damit halt nicht eben mal schnell in der Übergangszeit oder wenn du von der Arbeit nach Hause kommst abends warm machen. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass kurzes Anheizen zu Problem im Ofen und im Schornstein führt. Um das mit Sicherheit zu sagen, bin ich aber nicht genug Fachmann.

    Es kommt nicht zuletzt auf die Betriebsart an.


    Ein Kachelofen ist für den Dauerbetrieb gedacht. Es braucht relativ lange, bis der gesamte Baukörper aufgeheizt ist und die Wärme nach außen dringt. Dafür kann man dann sehr lange, konstant, eine große Fläche und mit vergleichsweise wenig Holz im Verhältnis zur Wärmemenge heizen.


    Bei einem modernen Kaminofen erreicht man vielleicht schon nach einer halben Stunde die maximale Wärmeabgabe. Allerdings muss man da relativ häufig nachwerfen, und wenn der Ofen aus ist, wird es schnell wieder kalt. Außerdem ist die Fläche, die man damit beheizen kann, eher gering und es geht ein größerer Wärmeanteil zum Schornstien raus.


    Wenn man eine Ofenanlage im Bestand kauft, kommt es auch darauf an, ob sie die heutigen Feinstaub-Grenzwerte einhält.

    Was ist eigentlich aus den Berichten am Anfang geworden, dass eine mit Feinstaub belastete Luft zu schwierigeren Verläufen nach einer Ansteckung führt(e)?


    Ist das vom Tisch?

    Es gab so viele Studien zu begünstigenden und erschwerenden Rahmenbedingungen. Wahrscheinlich wird es noch zwei, drei Jahre dauern, bis genügend geforscht worden ist, um dazu halbwegs valide Aussagen zu treffen. Und dann muss man sich immer noch nach dem praktischen Nutzen fragen: Was bringt es, wenn man unter hunderten Einflussfaktoren weiß, dass einer den Krankheitsverlauf im niedrigen Prozentbereich beeinflusst?

    Wenn sich mal jemand traut die heilige Kuh dieses Systems zu schlachten wäre mMn schon viel gewonnen !

    Führt zwar etwas weg vom Thema: Den Trend zu immer größeren, immer zentralisierteren Einheiten gibt es praktisch überall. Krankenhäuser, Einzelhandel, Konsumgüterindustrie, etc. Das lässt sich imho in unserem marktwirtschaftlichen System auch nicht vermeiden, weil dieses notgedrungen auf immer mehr Kostenoptimierung hinarbeitet. Und ein wesentlicher Hebel zur Kostenoptimierung liegt nun mal in der möglichst großmaßstäblichen Wiederholung der immer gleichen Arbeitsschritte (und in der immer effizienteren Ausbeutung möglichst billiger Arbeitskraft, der Umgehung staatlicher Regulation, der rücksichtlosen Ausbeutung natürlicher Ressourcen, etc.). Das hat auch sein Gutes. Schließlich werden die optimierten Kosten zum Teil auch an die Verbraucher weitergegeben, was man in deinem Beispiel an den Preisen für Fleisch im Supermarkt sieht. (Ist zwar nicht gesund, aber vom Konsumenten gewollt.) Und vermutlich hätten die Großschlachterein über den Kostenvorteil die kleineren Betriebe ohnehin platt gemacht, nur vielleicht zehn Jahre später.


    Die Optimierung auf den Preisvorteil führt aber zugleich dazu, dass die Prozesse für andere Anforderungen immer weniger geeignet sind, beispielsweise für die Krisenresilienz.


    Deshlab wird es auch wenig helfen, das Schlachthöfe-System gesetzlich zu ändern. Dann werden halt Umwege gefunden, beispielsweise über Betriebe im Ausland. Oder es kracht beim nächsten Mal halt auf anderen Feldern, die durch die Optimierung krisenanfällig werden.

    Gegen Blattläuse hilft angeblich auch Brennnesseljauche. Ob es wirklich wirkt, weiß ich nicht, weil ich eigentlich keine Mittel gegen Schädlinge verwende, weder natürliche noch künstlich hergestellte.


    Wenn man bei Ameisen die Hauptausgänge der Nester findet, kann man da einen Blumentopf drüber stülpen und die Ablauflöcher mit einem Steinchen oder einer Scherbe verschließen. In rund einer Woche sollten die Ameisen mit ihrem Bau in den Topf umgezogen sein. Dann kann man alles zusammen mit einer Handschippe unter dem Topf abheben und irgendwohin versetzen, wo es nicht stört. Mit etwas Glück buddeln sich die Ameisen da wieder in den Boden ein und sind damit umgezogen.

    Ich bezweifel, dass man halbwegs bezahlbare Boxen bekommt, die man dann noch so mit Hausmitteln mit Stickstoff füllen und versiegeln kann, dass das über Monate hält. Nach meiner Erfahrung kommt es sehr auf die Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Keller an. Meiner ist leider sehr warm und trocken, was in anderer Hinsicht ein Vorteil ist. Da halten sich aber Äpfel nicht lange. Deshalb ist es vermutlich kühl und ein wenig feucht besser.

    Man muss auch nicht immer alles zusammen machen. Wenn deine Freundin strikt gegen Vorratshaltung ist, dann ist es natürlich schwierig. Wenn es ihr hingegen egal ist und nur selbst nicht damit belastet werden will, dann kannst du ja eine Kiste mit wichtigen Sachen, zwei Packungen Klopapier und drei Kästen Wasser in den Keller legen. Das kostet auch nicht die Welt. Für rund 50 Euro über zwei Monate hinweg eingekauft kommt man schon ziemlich weit auf dem Weg zu einem Krisenvorrat.

    Erst mal: Toitoitoi für den Start ins Leben und danach eine gute Zeit!


    Ich weiß nicht, wie das genau in der Schweiz geregelt ist, aber ich würde empfehlen, mit deinem Arbeitgeber einen zusätzlich, flexibel "auslösbaren" Urlaub neben dem Sonderurlaub zur Geburt auszumachen, um die zwei oder auch vier ersten Wochen gemeinsam zu verbringen. Die Zeit kann man durch nichts ersetzen und in nullkommanix sind die Zwerge nicht mehr so klein und handlich.


    Falls ihr Haustiere habt, sollte jemand bereitstehen, der sich im Zuruf um die kümmern kann. Ich hätte fast die Geburt verpasst, weil meine Frau meinte: "Das dauert noch. Fahr nochmal nach Hause und füttere die Katze. Die hat heute noch nichts gekriegt."


    Insgesamt ist es gut, wenn man irgendwen für irgendwelche Besorgungen schicken kann, falls irgendwas nicht wie geplant abläuft und man nicht aus dem Haus kann.

    Ich habe seit Handyzeiten keine Uhr mehr dabei. Ich finde es auch nicht unbedingt notwendig, für ganz schlimme Situationen, wenn der Handyakku leer ist, noch genau die Zeit bestimmen zu können.


    Zu dem Thema gibt es auch bereits viele Threads, was natürlich nicht die Diskussion hier abwügen soll. Such am besten mal nach "Armbanduhr" im Forum.

    Bei mir läuft so langsam die Erntesaison an. Nach einer ersten Miniportion letztes Wochenende haben Saubohnen und Erbsen heute schon ganz ordentlich was abgeworfen. Auch einzelne Möhren habe ich aus besonderen dichten Stellen der Reihen rausgezogen. Die haben noch nicht die Herbst-Dicke, sind aber schon verwendbar. Ansonsten zeigen die Tomaten und Zucchini die ersten Blüten, die Kohlrabi fangen langsam an, Knollen zu bilden, der Knoblauch fängt an zu verwelken und alles andere entwickelt sich ordentlich. Unzufrieden bin ich eigentlich nur mit den Pastinakten. Bisher waren die immer sehr unkompliziert, dieses Jahr sind sie nur sehr vereinzelt aufgegangen. Wo in den anderen Kulturen Lücken waren, habe ich nochmal Pastinaken nachgesät, aber da tut sich noch nicht viel. Die Saubohnen hätten eigentlich auch etwas früher kommen sollen, aber in der Summe bin ich noch halbwegs zufrieden mit denen. Interessanterweise haben sich an ein paar Stellen Tomaten selbst ausgesät, vermutlich von Früchten, die im letzten Herbst halb faul im Beet geblieben sind. Mal schauen, was daraus wird.


    Inzwischen scheint die Wachstumsphase der Ackerwinde als Hauptunkraut weitgehend abgeschlossen zu sein. Davon muss ich nur noch wenig Blattmasse ausrupfen. Dafür kommt jetzt die Melde an einigen Stellen. Auch die aufgelaufenen Sonnenblumen aus dem letzten Jahr, die ich eigentlich gerne stehen lasse, musste ich an ein paar Stellen im Kohlbeet etwas ausdünnen. An Getier gibt es bisher eigentlich nur Probleme mit Schnecken, die vor allem im Kohl ziemlich wüten. Leider schaffe ich es aus beruflichen Gründen nicht, die morgens abzusammeln. Mal schauen, ob ich vor allem von den Kohlrabi überhaupt was ernten kann. Von einer Blattlausplage, von der ein paar Bekannte berichten, merke ich bislang nichts. Heute habe ich den ersten Kartoffelkäfer abgesammelt. Es war aber auch nur der eine. Da die Kartoffeln alle blühen und teilweise schon verblüht sind, werden die Käfer wohl nicht mehr viel Schaden anrichten, selbst wenn sie jetzt langsam aufkommen sollten.


    Nicht zu vergessen: Die Wicke auf meiner Jahresbrache steht in voller Blüte und zieht reichlich Insekten an.


    An Obst bringen Kirschen und Himbeeren derzeit reichlich Ertrag. Johannisbeeren sind okay und können, je nach Sorte, schon beerntet werden. Brombeeren und Stachelbeeren tragen auch reichlich, brauchen aber noch bzw. stehen einige Brombeersorten auch noch in voller Blüte. An den Stachelbeeren hat mir die Blattwespe rund drei Viertel der Blattmasse vernichtet. Nach zwei Wochen täglichem Absammeln finde ich inzwischen keine Raupen mehr und die Büsche treiben wieder ein bisschen neues Laub aus. Mal schauen, wie sich das auf die Zuckerproduktion und damit das Reifen der Früchte auswirkt. Bei Äpfel und Birnen ist es dieses Jahr sehr unterschiedlich: Einige Bäume hängen brechend voll, andere haben nur ein paar Früchte und einige gar keine. Hängt vielleicht mit dem Blühzeitpunkt und den Frosttagen zusammen. Die Pfirsische tragen druchschnittlich und die Zwetschen eher schwach.

    Naja, man muss zugestehen, dass die aktiven Fälle in der Schweiz, wie in den meisten entwickelten Staaten, einen annähernden Glockenverlauf zeigen. Natürlich waren es auf die Einwohnerzahl gerechnet deutlich mehr Fälle als in Deutschland, aber vom grundlegenden Verlauf hat man es auch mit weniger starken Einschränkungen geschafft. Welche von beiden Strategien die bessere ist, dass kann man so oder so bewerten.

    Sehe ich ähnlich wie Soldat , wobei ich da kein größeres Vertrauen in europäische Impfstoffe habe. Dass da jetzt alles auf Tempo getrimmt wird, verursacht imho neue Risiken.


    Meinen Status bei den bewährten Impfungen halte ich natürlich aktuell, aber bei Corona werde ich mindestens mal ein Jährchen ins Land gehen lassen.

    "Ich pflanze drei Kartoffeln an um einen Tag länger zu überleben als der Rest"

    Klingt ein bisschen hart, ist aber so: Diejenigen, die an dem einen Tag gestorben sind, essen mir am nächsten Tag halt nicht mehr das knappe Futter weg.


    Man kann es aber auch andersrum sehen: Die Kalorien, die ich aus dem eigenen Garten beziehe, brauche ich nicht aus der staatlichen Notversorgung zu futtern und stehen dort dann für andere bereit.

    Ich verstehe den Streit um die Sache überhaupt nicht, mal abgesehen von dem bescheuerten Umfeld, in dem die Aussagen in dem Video getätigt werden. Es sind sich doch alle relativ einig, dass eine vollständige Selbstversorgung bei Weitem nicht auf einem Lebens- und Komfortniveau möglich ist, dass wir aus weitgehend krisenfreien Zeiten gewohnt sind.


    Wenn man eine Krisensituation zugrunde legt, dann gibt es unendlich viele denkbare Ausformungen und dazu noch viele, an die wir nicht denken. Und da kann meiner Meinung nach auch eine teilweise Selbstversorgung schon helfen - sei es durch das Einsparen von Geld, das für andere notwendig von extern kommende Waren dringend benötigt wird, sei es, um ein halbes Jahr mit Versorgungsunterbrechung zu überbrücken, sei es aus anderen Gründen.

    Ich will in diese Diskussion gar nicht einsteigen, sondern nur meine anfangs zitierte Aussage insofern klarstellen, dass ich diesen Zwang zwar nicht in allen Aspekten aber weitgehend als sinnvoll und notwendig erachte.