Beiträge von UweW

    Also nur ein Sturm im Wasserglas? Nicht allzu ungewöhnlich, nur etwas krawalliger ausgeprägt als sonst und dann durch die Medien wie der Weltuntergang präsentiert? Clickbait?


    Ich muss ja ehrlich sagen, das mir die Beurteilung solcher "Vorkommnisse" zunehmend schwerer fällt, weil ich irgendwie das Gefühl habe, das zuviel los ist in der Welt. Überall hört man von Demonstrationen/Krawallen und Straßenschlachten in verschiedenen Ländern wie Serbien, Israel, USA.

    Ich verstehe zuwenig von den Beweggründen bei den Unruhen in anderen Ländern, als das ich mir da eine Meinung zu erlauben dürfte. Und bei unseren Problemen hier bin ich aber auch nicht in der Lage die Probleme dahinter wirklich klar zu erfassen.


    Es sind merkwürdige Zeiten. <X

    Nun hat es ja, nach Stuttgart, auch Krawalle in Frankfurt gegeben, mich interessieren die Beweggründe dahinter.

    Sind das Leute, die in den letzten Monaten kein Ventil hatten ihren Frust und Druck abzulassen? Weil die Discos und Kneipen zu hatten, weil nicht genug Alkohol und Party möglich war, weil dies gepaart mit der existenziellen Angst durch so einen Virus dann irgendwann den Druck so gross hat werden lassen, dass es dann zu so Krawallen kommt?


    Oder mache ich mir die Erklärung mit meiner Küchenpsychologie zu einfach? Steckt da mehr dahinter?

    Was ist eigentlich aus den Berichten am Anfang geworden, dass eine mit Feinstaub belastete Luft zu schwierigeren Verläufen nach einer Ansteckung führt(e)?


    In der Welt wurde im April mal berichtet:

    Zitat

    Wie eine Studie des Geowissenschaftlers Yaron Ogen von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) zeigt, sind in Regionen mit einer dauerhaft hohen Schadstoffbelastung deutlich mehr Menschen nach der Infektion mit dem Coronavirus gestorben als in anderen Regionen.

    Auch eine Studie von US-Forschern der Harvard-Universität deutet darauf hin, dass es einen Zusammenhang gibt. Pneumologen äußern sich zurückhaltender.


    Ist das vom Tisch?

    Da die 3D-Drucker immer günstiger werden, haben wir uns auch mal so ein Teil gekauft. 0.2 mm Schichtdicke ist jetzt nicht mehr Stand der technik, dafür war er günstig.

    Im Hinblick auf das Preppen ... reicht das doch vollkommen aus. :-)


    Ein Filament 3D-Drucker - dein Hinweis auf die Schichtdicke deutet darauf hin - ist zwar nicht mehr der letzte Stand der Technik, aber ich denke für unsere Zwecke hier die beste Variante. Alles an so einem Drucker ist reparierbar und sehr viel kann selber gemacht werden.


    Einzig das Hotend, die Düsen und die Steppermotoren könnten ein Problem darstellen, wenn sie kaputt gehen. Aber genau wie Du es schon sagst, das Zeug ist billig geworden. Für meinen 3D-Drucker habe ich die wichtigsten Teile nochmal auf Lager und kann dann mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Defekt beheben.


    Die neuesten Geräte, die SLS-Drucker (Selektives Lasersintern) sind teuer und das Ausgangsmaterial ist extrem fein und sogar Lungengängig. Das hätte ich nicht gerne in den eigenen 4 Wänden im Einsatz.

    Die SLA-Drucker (Stereolithografie) benutzen ein Polymerbad um das Werkstück darin mit einem Laser herauszubilden. Diese Brühe ist m.W. auch Sondermüll und muss speziell entsorgt werden. Auch alles nicht günstig.


    Es gibt noch mehr Verfahren, ich glaube die anderen sind mehr für den industriellen Einsatz gedacht und für Privatpersonen vom Aufwand und Geld nicht handhabbar.


    Also einfach nochmal das Hotend und ein paar Düsen mit verschiedenen Durchmessern auf Lager legen und dann lässt sich das Ding die nächsten 10 Jahre reparieren.

    Hallo,


    ich nutze seit Jahren einen 3D Drucker für Basteleien. Solche Adapter, beispielsweise auch für den Staubsauger-Abluftschlauch an Werkzeugen, sind schnell und einfach selber gedruckt.

    Die STL-Dateien die ich im Laufe der Zeit genutzt habe, hebe ich natürlich auf, aber einige notwendige Dinge die man drucken möchte, findet man nicht vorgefertigt. In dem Fall musst Du dir das selber konstruieren.


    Und das ist die Krux dabei! Ein 3D-Drucker alleine bringt dich nur so weit, wie Du auch STL-Dateien dafür besorgen oder selbermachen kannst. Also kommst Du über kurz oder lang nicht daran vorbei, dich in der Bedienung eines CAD-Programms einzuüben. Wenn Du die Hürde mal genommen hast, macht der Drucker wirklich Spaß und ich nochmal deutlich universeller einsetzbar.


    Ein CAD-Programm das umsonst ist und rein lokal läuft, ist FreeCAD. Es gibt auch noch OpenSCAD

    Je nach 3D-Drucker ist Octoprint auf einem Raspi praktisch, um losgelöst vom eigenen Rechner zu drucken.

    Der Slicer ist noch wichtig, um aus der STL-Datei den G-Code zu machen: Dafür verwende ich zumeist Simplify3D. (In Octoprint ist aber auch ein Slicer enthalten.)


    Viele Spaß beim Drucken!

    Und ich befürchte, dass das wirkliche Drama wahrhaftig in den USA stattfinden wird.

    Eher mal nicht. Die USA sind ein entwickeltes Land, wie viele anderen auch. Es hat alle Möglichkeiten sich um die Pandemie zu kümmern, wie es ein westliches Land nunmal selber in der Hand hat. Deshalb finde ich es merkwürdig wie sich wieder so viele Artikel um die USA drehen. Liest man was von Canada? Von Mexiko?

    Warum gibt es nicht mehr Artikel über Japan, Süd-Korea und Taiwan? Ländern, von denen wir was lernen könnten? Mit diesen Artikeln könnte man langsam das nötige Wissen verbreiten, wie man eine Pandemie wirkungsvoll ausbremsen oder aufhalten kann.


    Das passiert aber nicht. Die Medien berichten lieber über das kopflose Drama das in den USA abgeht. Und doch, das ist meiner Meinung nach ein Zeichen dafür was Drosten angesprochen hat, dass das Wohlfühlniveau offenbar noch zu hoch ist und die Medien versuchen was obendrauf zu setzen. Das was er da beschreibt gilt für viele Bereiche.


    Nur 77 Prozent der Deutschen bleiben zuhause, obwohl es 90 Prozent wissen. Die Frage ist: Warum wissen es nur 90 Prozent? Nur 63 Prozent der Leute die Symptome zeigen begeben sich in Quarantäne. Warum rennen 37 Prozent der Leute möglicherweise ansteckend durch die Gegend?

    Wenn wir noch so ein Defizit beim Verständnis in der Bevölkerung haben, ist jeder Artikel über die Zustände außerhalb Europas unnütz. Die Zeit und der Platz müssen genutzt werden die eigenen Leute aufzuklären und nicht sie mit Drama-Geschichten zu belustigen.

    Ich schaue mir den Zeit-Blog zum Thema an, und da scheint die Atlantikbrücke in den letzten zwei Tagen wieder voll intakt zu sein.


    Das erinnert mich an die Aussage von Drosten:

    Zitat


    Noch sei das „Wohlfühlniveau“ in Deutschland offenbar so hoch, so Drosten, dass Medien immer noch versuchen würden, „was obendrauf zu setzen“ und „gesellschaftliche Unzufriedenheit“ zu befördern.

    Vlt. ist in den USA einfach mehr Drama und das bringt mehr klicks auf den Plattformen ...

    Und nun dreht dich die Berichterstattung wiedermal nur um die USA. Haben wir hier bei uns in DACH und Europa generell nicht genug zu berichten? Haben wir nicht genug Probleme im Zusammenhang mit dem Coronavirus? Warum findet die Risiko-Analyse von 2012 und 2017 kaum Beachtung in unseren Medien? Warum wird nicht mehr über unsere Krankenhäuser und dem Kampf gegen den Mangel an allem Nötigen (wie z.B. Schutzmasken usw.) berichtet?


    Die USA interessieren mich einen feuchten Kehricht. Es ist mir egal wie die Evangelikalen dort drüben behaupten in Kirchen könne man sich nicht anstecken.


    <X:thumbdown:

    Ich war heute durch mehrere Bundesländer auf der Autobahn unterwegs. So muss das Fahren in den 70er Jahren gewesen sein. Zwar recht viele LKW, aber am Morgen kaum PKW. Alles sehr frei und flüssig zu fahren.

    Am Nachmittag dann mehr Verkehr mit vielen Rennfahrern. Sehr viele PS-starke Fahrzeuge die mit 200+ km/h angeschossen kommen und einen von der linken Spur schubsen wollen. Da ich um die 140 gefahren bin, war das unerträglich langsam für viele, wie man an den Gestiken und den Lichthupen bemerkt hat. War aber nur vermehrt im Raum München so, weiter im Norden legte sich das wieder. In Baustellen war ich auch ein Bremsklotz. Ich bin die Geschwindigkeitsvorgaben +10 gefahren. Aber durch eine Tempo 60 Baustelle kann man auch mit 150 auf der linken verengten Fahrbahn fahren, wie ich beobachten konnte.


    Insgesamt trotzdem ein entspanntes Fahren. In den Raststätten waren die Essensangeboten fast alle geschlossen, aber an der Theke hat man Kaffee und Kleinigkeiten kaufen können. Alle Sanifair Toiletten waren kostenfrei nutzbar und hatten statt Werbung auf allen Werbeflächen Hinweise zum Coronavirus.


    Es ist aber alles quasi normal und weniger wie die Erkundung des Ödlands. Also keine Quests und keine Raider. ;-)


    EDIT: Dort wo ich war gab es Toilettenpapier. Bei uns daheim ist das seit Wochen nicht mehr im Angebot.

    Hallo,


    ich hätte ein Rothammel Antennenbuch der 12. Auflage zu verschenken. Sehr guter Zustand, das Buch ist auch ein Nichtraucher. ;-)

    Falls jemand mit dem Gedanken spielt die Amateurfunk-Prüfung zu machen, wäre dies eine recht aktuelle Ausgabe in der man sich die technischen Grundlagen anschauen kann.


    Schöne Grüße

    Uwe

    Wir nutzen die Zeit schon mal ein paar Sachen zu säen. Ich vermute wir taumeln noch eine ganze Zeit an der Kante lang, sowohl wirtschaftlich wie auch bzgl. der Pandemie. Einen kompletten Zusammenbruch schließe ich aus, aber es wird schon eine gewisse Zeit dauern, bis wir uns davon erholen. Dabei stelle ich mir gerade zwei Verläufe vor:

    1.) Ein bis zwei Monate harte Einschränkungen und das Abflachen der initialen Infektionswelle. Dann werden die Zahlen schön gerechnet und die Wirtschaftsinteressen werden wieder im Vordergrund stehen. Die Alten bekommen irgendein Medikament das die Sterblichkeit auf dem Papier halbiert, dies wird als das Ende der Pandemie in Europa erklärt. Dann folgt ein halbes Jahr schweres Jammern der Wirtschaft und es wird versucht so schnell wie möglich das Geld wieder rein zu bekommen, was verloren ging.

    2.) Die Pandemie wird krasser als wir es uns vorstellen können. Die Maßnahmen werden 3-6 Monate mal mit mehr, mal mit weniger Einschränkungen durchgesetzt. Irgendwie wird die Wirtschaft am Leben erhalten (im Hintergrund ist genug Geld da!) Langsam und sukzessiv kehren wir in dem folgenden 12-18 Monaten zu einem normalen Leben zurück.


    In beiden Fällen rechne ich mit vielen (Privat-)Insolvenzen und mit deutlichen Verschiebungen auf dem Arbeitsmarkt. Mal für mehr, mal für weniger Menschen. Viel Arbeitslosigkeit.

    Am Großen Ganzen wird sich nicht viel ändern, nicht für die kleinen Leute. Die Leute die die Form und Struktur unserer Gesellschaft definieren, die ganzen Holdings und Unternehmen denen so gut wie alles gehört, werden ein paar Sachen kaputt gehen lassen, um vom Staat so viel Geld wie möglich zu bekommen, um ihre Verluste zu reduzieren. Deshalb hat man doch (Ex-)Politiker in Vorständen sitzen. Der Staat spielt mit, druckt Geld und die 0% Zinspolitik geht einfach weiter. In Hinterzimmern gibt man sich die Hand und die Sache läuft so weiter wie vorher. CO2 und Umweltauflagen werden 5 bis 10 Jahre nach hinten geschoben, um den armen Konzernen und Firmen das Überleben zu sichern.


    Wie auch immer, etwas Spinat, Mangold, Bohnen, Tomaten und Möhren im eigenen Garten werden helfen! Bei allen Spekulationen und Wahrsagereien müssen wir zuerst schauen, ob wir klar kommen und was auf den Teller kriegen. Im schlimmsten Fall bin ich auf das Gemüse angewiesen, im besten Fall spare ich etwas Geld. Egal wie, besser auf Nummer sicher gehen...


    EDIT: Eigentlich ist es schwierig nun schon was vorherzusehen. Die aktuelle Situation ist noch nicht gefestigt. Alle sind gerade erst ins tiefe Ende des Schwimmbeckens geworfen worden und versuchen den Rand zu erreichen. Und jeder übertrumpft sich in seiner Panik mit der Frage ob in dem Wasser nun was gefährliches mit schwimmt, oder ob wir alleine darin rumstrampeln. Szenario 1 bedeute wird sind alleine im Wasser, Szenario 2 bedeutet recht viele werden es nicht an den Beckenrand schaffen.

    Und in der Situation soll man sich schon Gedanken über die Liegewiese machen. Das ist echt schwer!

    Habe heute auch eine Tour zum Supermarkt gemacht. Änderungen gegenüber letzter Woche:

    - Überall Hinweise Abstand zu halten

    - Niemand hatte eine Maske auf

    - Leute habe sich trotz Hinweisschilder an der Kasse an den Vordermann rangekneult um die Sachen aufs Band zu legen

    - Abstand halten in der Warteschlange konnten nur die Hälfte der Leute hinbekommen

    Und die Regale waren diesmal richtig leer!


    Die Leute verstehen nach einer Ansprache an die Nation und den Dauerhinweisen im Radio immer noch nicht was Sache ist.


    Ein guter Bekannter hat sich mit mir unterhalten und erkannt, dass ich schon frühzeitig was abgesagt hatte, als andere die Sache noch nicht auf dem Schirm hatten. Als ich das bestätigte und erklärte ich habe schon 2,5 Wochen früher den Ernst der Lage erkannt und entsprechend gehandelt, war er sauer und meinte ich hätte ihm ja mal einen Hinweis geben können.

    Ich finde es krass, dass ich nun Schuld sein soll das er keine Vorräte hat. Als wenn irgendjemand auf mich gehört und mich ernst genommen hätte.


    Fazit: Weiterhin bedeckt halten und niemanden verraten das man entweder vorgesorgt hat, oder schon immer Vorsorge betrieben hat.

    So, zwei Wochen sind nun seit meinem initialen Betrag für diesen Thread vergangen. Einiges sehe ich nun anders, ein paar Sachen sehe ich aber weiter kritisch...

    - Der Föderalismus in Deutschland macht ein (einheitliches) handeln sehr schwer. Um alles auf Linie zu bringen vergeht eine Woche in der schon hätte gehandelt werden könnte.

    - Die Bevölkerung hat Probleme etwas zu akzeptieren, was man noch nicht im Alltag bemerken kann. Es wird sich weiterhin die Hand gegeben und trotz der nun stattfindenden Schließung von Läden ist bei den verbleibenden Menschen im Kundenservice keinerlei Bewusstsein über die Wirkungsweise von Übertragungswege zu beobachten.

    - Die kleinen Leute (Freelancer, Niedriglöhner, Geringverdiener mit Zeitverträgen, Inhaber kleiner Läden, usw ...) bekommen erhebliche Geldprobleme und eine schnelle/einfach und wirksame Lösung ist (noch) nicht in Sicht.

    - Es wird viel zu viel von "Wirtschaft" geredet. Die ist durch eine globale Pandemie sowieso im Eimer. Also plant man viel Geld in die nationalen Firmen zu stecken, um Insolvenzen und die damit eintretenden Massenentlassungen zu verhindern.

    - In Deutschland tut man sich sehr schwer klare Ansagen zu machen die die Zukunft betreffen. Die gestern verkündeten Schließungen der Läden wird nicht nur zwei Wochen dauern, wie die meisten Leute heute noch glauben. Einige Sachen werden nicht klar gesagt und wir werden im dunkeln tappen gelassen. (Bei vielen ist das aber auch gut so, siehe später Angststörungen und Übersprungshandlungen.)


    Dinge die ich gelernt habe:

    - Es zieht immer noch niemand eine Maske im Alltag an. Ein deutlicher Unterschied zu den asiatischen Ländern.

    - Bei einer Pandemie braucht man nirgendwo hin fahren. Jedes Land ist betroffen, überall wird es dich erreichen. Selbst wenn man sich komplett von der Außenwelt abschotten kann, wird es einen erreichen, wenn man wieder in die Gesellschaft zurückkehrt.

    - Ich habe meine Speisekammer und meine Vorräte wirklich zu schätzen gelernt. Es erspart einem Stress und schlaflose Nächte. Keine "was wäre wenn"-Gedanken die einem wach halten. Egal was passiert, man hat es erstmal und kann bei allen anderen Produkten in ruhe abwarten, wann es sie wieder mal gibt.

    - Hinsichtlich Vorsorge: Die Menschen sind schrecklich unvorbereitet! Nicht nur können sie nicht sinnvoll Vorräte lagern, sie können noch nicht mal kochen und einen Haushalt führen/planen. Das Problem beginnt also schon bei den Grundlagen. Wurde ihnen nie beigebracht, jetzt ist es zu spät! Die Leute wurden von Kantinen und dem Pizzaservice versorgt.

    - Soziale Fürsorge: Das die Jungen die Alten schützen können und sollen ist erschreckend wenig im Verhalten der Leute wiederzufinden. Ich hätte gedacht es würde mehr Fürsorge in der Gesellschaft enthalten sein. Vielleicht müssen die Umstände noch schlimmer werden und die Auswirkungen müssen klar sichtbar werden, um dieses Verhalten zu wecken. Wir werden sehen ...

    - Fake News regen mich auf. Anscheinend versuchen diverse Spinner ihre Ansichten nun zu verbreiten um irgendwas zu erreichen. Diese schwachsinnigen Tipps bringen gutgläubige Menschen in Gefahr und rauben den anderen Leuten Zeit und Geduld die anderswo nötig ist.

    - Bei vielen Menschen liegen die Nerven blank und Angststörungen treten auf. Auch Übersprunghandlungen werden mehr. Die Gefahr des Virus tritt auf einem Supermarktparkplatz in den Hintergrund.

    - Die Leute beschäftigen sich zu wenig mit Dingen die Freude machen und ihre Gedanken auf andere Gedanken bringen. Das ist wichtig für die geistige Gesundheit. Ab einem gewissen Punkt muss man sagen "Ich habe alles getan" und sich nicht ständig weiter zermartern.

    - Die Vorsorge sieht im Vorfeld immer übertrieben aus, im Nachhinein erscheint sie einem aber als unzureichend. Das gilt für die eigenen Vorräte als auch das Handeln der Regierung gerade. Obwohl sie meiner Meinung nach früher hätte handeln können, insbesondere für die kritischen Materialien für den Gesundheitsbereich. Das hätte schon im Hintergrund passieren können, ohne die Bevölkerung zu beunruhigen. Dann hätte man sich auch schon besser vorbereiten können, was die Einschränkungen des öffentlichen Lebens und andere Dinge betrifft. So hätte man auch schon Hilfen für die unteren Einkommensschichten bereitlegen können. Aber unsere Regierung handelt nicht pro-aktiv. Das ist nun klar geworden.


    Nachtrag: Trotz allem macht unsere Regierung eine besseren Job als ich es so manchem unserer Politiker zugetraut habe. Ich findes es zwar lustig wie man nun auf die Wissenschaft hören soll und muss, wo genau dies beim Klima und der Umweltverschmutzung nicht möglich war. Aber ... geschenkt.


    Bleibt Gesund!

    Zurück zum Thema Vorbereitungen: Ich habe all meine Verträge, Abos und weiteren Verbindlichkeiten durchgeschaut und bin über meine Mitgliedschaft der Stadtbibliothek gestolpert. Da ich für meine Arbeit die Recherche-Möglichkeiten des Online-Angebots brauche, muss meine Mitgliedschaft weiterlaufen. Und siehe da, diese wäre in drei Wochen abgelaufen gewesen. (Ich gehe davon aus wir ergreifen in D ähnliche Maßnahmen wie andere Länder. Die Bib wird dann wahrscheinlich in 1-2 Wochen schließen.)

    Also schnell noch hingefahren und das nächste Jahr bezahlt - weil online geht sowas natürlich nicht!

    Falls wir also bzgl. Quarantäne oder anderer Maßnahmen daheim bleiben und Langeweile aufkommt, funktioniert so das eBook-Ausleihen und eMagazin lesen noch weiter und auch eine meiner Arbeitsgrundlagen ist gesichert.


    Also: Prüft so Sachen wie Mitgliedschaften oder ob euer Auto noch eine Inspektion oder TÜV benötigt. Dinge der analogen Welt.

    https://www.n-tv.de/panorama/V…fekt-article21629089.html


    Der Berliner Virologe Christian Drosten hat Hoffnungen auf eine saisonale Abschwächung der Corona-Epidemie gedämpft. Neue epidemologische Studien in den USA deuten laut Drosten darauf hin, dass es bei dieser Virenart keinen Rückgang im Frühling und Sommer geben werde, sagte der Direktor am Institut für Virologie der Charité auf einer Pressekonferenz in Berlin. "Wir müssen damit rechnen, direkt in eine Virus-Welle zu laufen. Es wird nicht von selbst zum Stillstand kommen", sagte Drosten weiter und resümierte: "Die Situation ist absolut ernst, und wir haben nicht viel Zeit, uns darauf vorzubereiten." Selbst wenn man in Deutschland den Eindruck habe, es sei nicht so schlimm wie in anderen Ländern. "Auch bei uns wird sich das ändern, wir sind keine Ausnahme."

    Wieler betonte, Arztpraxen, Kliniken oder Altenheime müssten jetzt mit Covid-19-Patienten umgehen können. "Die Vorbereitungen müssen jetzt abgeschlossen sein." Alle müssten sich auf eine große Zahl an Patienten einstellen, und auch auf Patienten, die intensivmedizinisch betreut und beatmet werden müssten.

    Unsere Vorratshaltung hat sich nicht verändert. Als die Berichterstattung los ging und der Ernst der Lage abzusehen war, haben wir eine Inventur der Vorräte gemacht und alles stellte sich als ok raus. Ein paar wenige Dinge die fehlten oder von denen wir uns nun mehr gewünscht haben, konnten wir noch einkaufen.


    Was sich nun geändert hat ist meine Beurteilung der Lage. Zuerst schient alles so weit weg, heute sind wir im Auge des Sturms und morgen wird es Schlag auf Schlag gehen. Der Gesundheitsminister wünschte sich gestern (Sonntag) weniger Veranstaltungen und heute (Montag Mittag) kritisiert er, dass seinen Wünschen nicht konsequent genug nachgegangen wird. Wenn nun in 24 Stunden das eigene Wort doch nicht eindringlich genug war, dann überholt die Entwicklung die Presseverlautbarungen. Und das macht mir gerade Gedanken.


    Kurz gesagt, mir war vorher nicht wirklich klar, wie sich so eine Sache wirklich ausbreitet, wie nachlässig und trotzig manche Leute reagieren, wie inkompetent unsere Regierung handelt und beim beschwichtigen der Menschen von der Realität langsam aber sicher überrollt wird.


    Wenn die Entwicklung so weiter geht, sind wir am Freitag da, wo Italien die ersten Sperrzonen beschlossen hatte. Ich vermute das wird bei uns bis Montag verschleppt und dann werden doch noch Maßnahmen verkündet.


    Also erstmal das Ende der Woche abwarten - aber kann es denn wirklich noch anders kommen? Es wird mehr Kranke geben. Es wird das Gesundheitssystem extrem belasten.

    Werden Schulen, Bibliotheken, öffentliche Einrichtungen geschlossen werden? So wie in Italien? Was wird der teutonische Betonschädel denken und für nötig halten?


    Wir bereiten uns darauf vor demnächst mal krank zu werden und eine Woche flach zu liegen. Im ungünstigsten Fall gleichzeitig. Für den Fall werden wir genug im Haus haben um nicht raus zu müssen, wenn wir gar nicht raus gehen könnten. Und dann sehen wir hinterher weiter ...