Beiträge von Jaws

    Fabrice hat wohl meine Frage verstanden.

    Im Gegensatz einer Grippe - welcher ich wenn überhaupt nur einmal pro Saison erliege - ist eine Immunisierung gegen den Coronavirus anscheinend nicht gegeben. Offenbar hält die vom Körper entwickelte Immunisierung nicht allzulange an - und genau dies will man ja mit einer Impfung erreichen. Es ist mir durchaus klar dass auch eine Impfung keinen 100%-igen Schutz bietet, aber doch immerhin eine gewisses Minimum an Schutz.

    Nun sieht es aber mit der aktuellen Version des COVID-19 Virus etwas anders aus - und dies lässt mich daran zweifeln ob die Impfstoffe den angedachten Zweck erfüllen werden.

    https://www.bluewin.ch/de/news…sch-immunitat-413042.html

    https://www.zeit.de/wissen/ges…koerper-covid-19-bluttest

    https://www.nau.ch/news/europa…icht-automatisch-65741858


    Und während noch an einem Impfstoff bzw. Heilmittel gegen Corona geforscht wird ist offenbar schon eine Mutation auf dem Weg:

    https://www.wissenschaft.de/ge…reitet-sich-weltweit-aus/

    https://www.netdoktor.de/news/…corona-wird-ansteckender/


    Nun, ich bin weder Virologe noch Arzt - aber soweit mir bekannt ist muss auch für jede Grippe der Impfstoff angepasst werden. Und bei Corona steht wohl der Spielstand derzeit so:

    Mensch : Corona 0:2


    Ganz abgesehen davon dass sich wohl noch andere Seuchen in den Startlöchern befinden:

    https://www.srf.ch/news/panora…enzial-fuer-eine-pandemie

    https://www.focus.de/gesundhei…epidemie_id_12182713.html

    Ich teile die Einschätzung von tomduly


    Noch ist Corona nicht vorbei, noch haben meiner Meinung nach weder die Spätfolgen des Lockdowns sowie die auf uns zukommende Börsen- und Wirtschaftskrise voll zugeschlagen. Auch diverse Ereignisse wie in Dijon oder Stuttgart zeigen dass sich wohl etwas im Umbruch befindet und sich eine "Normalität" von 2019 wohl noch etwas hinzieht.


    Ich nutze die derzeitige Pause um das Eine oder Andere zu Verbessern, Lücken im Lager zu schliessen und nebst der Erholung noch etwas über mein Konzept nachzudenken. Immerhin war der Lockdown bei allem Negativen eine gute Chance zu sehen ob meine Vorbereitungen funktionieren (haben sie!) oder nicht.

    Gerne halte ich mein Vorbereitungs- und Bereitschaftslevel noch länger hoch als möglicherweise nötig und nutze die Zeit wo alle Läden offen haben um die Vorräte auch in Bezug auf Virenschutz aufzustocken.

    Ich verstehe gewisse Leute hier einfach nicht wirklich...


    Obwohl ich eine tendenziell eher geringe Ahnung und auch beruflich weniger mit Gärten zu tun habe ist es mir klar dass in Zeiten ohne Ereignisfall eine reine Selbstversorgung wohl einer Utopie näher kommt als einer funktionierenden Möglichkeit sein Leben zu gestalten - zumindest in unseren "hochzivilisierten" und absolut gewinnorientierten Ländern.

    Weder Wirtschaft noch Politik sind daran interessiert dass sich das Gros ihrer Untertanen selbst versorgen und somit weniger Geld in Umlauf bringen. Auch Steuern lassen sich mit Kartoffeln eher schlechter bezahlen, die meisten dieser Institutionen verfügen seit dem Spätmittelalter nicht mehr über die Möglichkeit den Zehnt in Form von Naturalien zu lagern.


    Nichts desto Trotz ist es aus meiner Sicht empfehlenswert als Prepper über die Möglichkeit einer Selbstversorgung im Ereignisfall als Alternative zum Vertrauen vom Staat aufgefangen zu werden nachzudenken. Und nichts anderes übermittelt mir auch der Titel dieses Threads.

    Was mir, der derzeit nicht über einen eigenen Garten geschweige denn über Erfahrungen mit selbigen verfügt dennoch einleuchtet ist dass auch ein Garten zur ernährungstechnischen Selbstversorgung schon über eine längere Zeit funktionieren sollte um damit zumindest zum Grossteil überleben zu können. Ist irgendwie eben wie das Einlagern von Konservendosen und sonstigem lebensnotwendigem Kram. Auch mir ist bewusst dass nicht auf jedem Boden alles wächst und dass ich einen gut funktionierendes Feld nicht innert 2 Wochen ohne Vorbereitung zustande bringe.


    Eingangs schrieb ich dass ich gewisse Leute hier nicht verstehe. Es wird auf der Rendite herumgeritten, auf dem Zeitaufwand, auf den Kosten und so weiter. Super. Als Prepper in einem Prepperforum frage ich mich folgendes:


    Was machen genau diese Personen in einem Ereignisfall wenn die Konserven alle sind, der letzte NRG5 - Riegel heruntergewürgt ist, kein Job bzw. Einkommensquelle mehr vorhanden ist um die möglicherweise spärlich verfügbaren Lebensmittel zu überteuerten Preisen (und die Preise werden bei Knappheit sehr stark steigen!) zu erwerben? Sich ungefragt beim Erzeuger bedienen? Oder schlicht verhungern weil es sich nicht rendiert und zu mühsam ist selber Essen zu erzeugen? Sich demütig Jedem unterwerfen in der Hoffnung dass eine verschimmelte Möhre auf den Boden fällt?

    Matteo


    Da sich die Diskussion um FLUCHT dreht gehe ich davon aus dass keiner von uns wegen Spass an der Freude oder aus Langeweile flüchtet. Dann dürften vielmehr die Umstände an deinem Wohnort so schlecht geworden sein dass Du um zu Überleben dein Heim und den Grossteil deines Hab und Gutes verlässt.

    In dem Moment wo Du flüchtest ist wohl das allerkleinste Problem ob nun ein Reifen in Deutschland, Holland oder Timbuktu eine E-Prüfnummer hat - dann interessiert es dich wohl vielmehr dass der Reifen die Luft drin behält und das Rad sich dreht. Auch könnte es durchaus sein dass deine Flucht nur begrenzt legal ist. Des weiteren nehme ich an - gilt jedenfalls für meine Person - dass zu dem Zeitpunkt wo eine Flucht die einzige vernünftige Option bleibt auch die Polizei anderes zu tun hat als Fahrräder auf E-Prüfzeichen auf den Reifen oder sonstwo zu kontrollieren.


    In friedlichen Zeiten ohne Ereignisfall hält man sich meistens an die gesetzlichen Vorschriften, ist ja klar.

    Da ich eine Niete im Erlernen fremder Sprachen bin, bleiben nur noch "deutschsprachige" Länder übrig. Am besten wahrscheinlich die Schweiz.

    Aber denk daran:

    Auch in der Schweiz pochen die Ureinwohner vermehrt auf Anpassung und Eingliederung, auch kultureller Art. Auch die Schweiz hat eigene Gesetze und Bräuche welche sich teils sehr von denen Deutschlands unterscheiden. Und die Eidgenossen bestehen darauf dass man ihnen da nicht dreinquatscht.

    Zudem: Abgesehen davon dass bei uns eine Regelarbeitszeit von 40 - 45 Stunden pro Woche gilt (35 Stunden gilt als Teilzeit) haben wir zwar ein grösseres Einkommen, dafür aber auch massiv höhere Lebenshaltungskosten. Eine 4 Zimmer Wohnung unter 2500.-- gilt im urbanen Bereich beinahe als Schnäppchen, die (obligatorische) Krankenkasse ist für Einzelpersonen nur schwer unter 300.-- / Monat zu haben (und steigt regelmässig um die 3 - 5% pro Jahr). Auch für Lebensmittel ect. kannst Du locker mal Faktor 2 -3 rechnen.


    Ja, auch das Paradies im Herzen Europas hat Fehler - und je enger und tiefer die Täler auch sehr eigensinnige Bewohner ;)

    Um die Reflexstreifen der Fahrrad-Reifen zu tarnen gäbe es doch noch im Fall der Fälle eine Dose schwarze Schuhcreme, oder ?

    Ansonsten tragen diese Reflexstreifen ganz massgeblich zur Sicherheit der Pedalritter bei.... ;)


    Anstelle von Schuhcreme funktioniert auch mattschwarze Acrylfarbe und ein Pinsel ganz gut. Habe ich bei meinen Schwalbe Marathon gemacht, die Farbe hält erstklassig auf den Leuchtstreifen und erfüllt den gewünschten Effekt.


    Und bevor wieder einer mit einer deutschen Vorschrift kommt:

    In der Schweiz sind leuchtende Reifen keine Vorschrift. Und ja, ich weiss mit 20'000 Lumen Rundumbeleuchtung wäre das Rad Nachts besser sichtbar.

    P.S. Jaws :

    Es geht ja zum Glück nicht um die Urlaubsplanung. :)

    Als Urlaub hätte dies damals wohl niemand bezeichnet, nicht jeder war ganz freiwillig dabei - offiziell hiess dies "Militärische Grundausbildung" und die Alternative hiess "Knast" - denn Zivildienst gab es damals noch nicht.


    Auch der von riverbull erwähnten Beamer gab es damals noch nicht, Fernseher schon gar nicht oder nur zu Hause, und der Theoriesaal befand sich draussen. Auch die "Stockbetten" waren in einer der damals ältesten Festungen nicht unbedingt grosszügig, 80cm Breite geht schon Richtung unfreiwilliges Gruppenkuscheln.


    Mein Fazit war: Im Ernstfall nach einigen Wochen eingeschlossen sein mit zugeteilten, nicht frei gewählten Personen hätte wohl früher oder später dazu geführt dass Einzelne wohl mit den Füssen voran das Loch verlassen hätten. Die Enge, das etwas Muffige wegen der hohen Luftfeuchtigkeit und die wirkliche absolute Dunkelheit wenn mal das Licht aus ist (da wurden Leuchtzeiger der Armbanduhr zum Scheinwerfer) schlagen bei manchem schwer auf's Gemüt. Wenn Du dann noch einen "Lagerleiter" mit Napoleon - Syndrom hast und weisst dass die ältesten, als Hundefutter ungeeigneten Kühe verwerten darfst.....


    Nun ja, einen Zivilschutzbunker für ein bis zwei Tage geht noch irgendwie. Aber für länger nehme ich dann doch eher Sterben unter Sternen in Kauf.

    Ich würde eh eine Höhle oder Bunker vermeiden...


    In meiner Jugend hatte ich für 17 Wochen meinen Wohnsitz in einer "Höhle". So richtig mit Heizung, Lüftung, ergonomischen und biologisch abbaubaren Strohmatratzen, 10 Duschen und 5 Toiletten für 200 Mann, Sterneverpflegung, umfangreiches Animationsprogramm, regelmässigem Sport und geführten Wanderungen, alles begleitet von pyschologisch einfühlsamen Lagerleitern.


    Nö, muss ich nicht mehr unbedingt haben...

    Ein Quad stand bei mir auch auf der Liste. Ist aber auf den "Irgendwann-vielleicht-mal" - Zettel gewandert da bei uns für etwas "Gscheites" exorbitante Preise aufgerufen werden.

    Das mit dem Daumengas kriegt man hin - da Motorrad-Lenker verbaut werden sollte eigentlich jeder versierte Motoradmechaniker einen Drehgriff montieren können. Auch in der Dämmung der Auspuffgeräusche sehe ich weniger ein Problem. Stellt sich einfach die TÜV-Frage (bei uns MFK) in Zeiten ohne Ereignisfall.

    Bei dem von mir bevorzugten Bombardier sind tatsächlich die Getriebegeräusche gut zu hören, auch das Abrollgeräusch der Geländereifen ist nicht ohne.

    Die Frage stellt sich eben auch in was für einer topographischen Gegend man ein Fluchtfahrzeug verwendet. In halbwegs flachem Land geht ein geländegängiges KFZ sicher. In den Bergen wird es mit der Breite der Wege etwas schwieriger.

    Ich habe mich bis auf weiteres für ein 2-Takt-Gefährt mit verbrennungsoptimiertem Motor entschieden. Klein, unauffällig und nicht unbedingt begehrenswert.

    Aber insgesamt hast du natürlich recht: Wirtschaftlich rechnet sich eine Selbstversorgung in der Regel nicht. Da verdient man wahrscheinlich sogar mit einem Hilfsarbeiterjob deutlich mehr als die entsprechenden Lebensmittel selbst in guter Qualität im Laden kosten.


    Die Geschichte mit der reinen Selbstversorgung in normalen Zeiten bei florierender Wirtschaft ist reiner Idealismus, eine alternative Lebenseinstellung zum Konsumwahn dieser Zeit. Die Rendite liegt dann eher in der psychologischen Wirkung als auf dem Bankkonto.


    Nun war aber die Ausgangslage im Thread eine Andere - da ging es ja um den Krisenmodus.


    Ich persönlich gehe davon aus dass in einem Ereignissfall wo die Selbstversorgung ein Thema wird keine "normal" funktionierende Wirtschaft mehr vorhanden ist, Warenlieferungen nur teilweise oder gar nicht mehr richtig funktionieren und auch die Lebensmittel - Grossverteiler nicht mehr alles im Sortiment oder gar geschlossen haben.

    Dann ist die Rendite der Selbstversorgung eine ganz andere, äusserst wichtige: Überleben.

    Wenn die Wirtschaft so am Achtersteven ist dass man sich selber versorgen MUSS ist wohl auch bei den Meisten der Job mit monatlich geregeltem Einkommen weg. Alles was bleibt ist eine leere Kasse, Hunger und Zeit. Genug Zeit um mittels Tauschhandel Arbeiten gegen Futter anzubieten, genug Zeit möglichst viel Garten oder Kleinvieh zu bewirtschaften. Dann rechnet sich der Tageslohn doch eher nach einer warmen Mahlzeit oder einer Speckseite als nach der Leasinggebühr eines Fahrzeuges.


    Aber eben - wenn es soweit ist dürften wir noch ganz andere Probleme am Hals haben.