Beiträge von Avesjünger

    Ohne den Artikel bzw die von den Angehörigen des Verstorbenen benannte Kausalität zu bewerten, hier ein Artikel:


    https://nypost.com/2019/10/12/…etting-to-oxygen-machine/


    Kurz: Der Stromanbieter habe die Familie informiert, dass es zur Abschaltung kommen wird. Die Familie habe "Backup" geschaffen, sei aber vom Zeitpunkt der Abschaltung so überrascht gewesen, dass sie den Generator nicht gestartet bekommen haben und so der Sauerstoffmangel den Patienten getötet habe.

    tomduly das war auch eher ein kleiner Scherz von mir.


    Ob die Wallboxen einen umgekehrten Stromfluss erlauben werden, wage ich zu bezweifeln. Zu gering das Interesse, zu komplex der Aufwand für den „naiven“ Kunden.


    Was die Beatmungen angeht, kommt es nicht nur auf die Akkus, sondern auch auf den Umgang damit an.
    im Rettungsdienst bzw. Krankentransport ist es mir persönlich ein paarmal passiert, dass die Reserven der Heimgeräte grade mal bis ins Auto reichten.

    Eine andere Erinnerung habe ich an einen Nachtdienst in einer größeren Stadt im Rheinland. Es gab einen lokal begrenzten Stromausfall für ein paar Stunden.
    Nach knapp einer Stunde wurden innert kurzer Zeit mehrere RTWs zu einer BeatmungsWG gerufen. Diese WGs sind nicht umsonst umstritten, hier lag knapp ein Dutzend Menschen in einem extra dafür gebauten Haus. Es sah aus wie ein richtiges Heim, mit Personal vor Ort, aber war rechtlich ein Mehrfamilienhaus mit quasi 12qm-Wohnungen, die Bewohner bzw. deren Angehörige waren für die Ausstattung verantwortlich.
    Grund für die Alarmierungen war der Ausfall zunehmender Beatmungsgeräte, es gab keine zentrale oder individuelle Absicherung der Versorgung in diesem Gebäude bzw bei den Bewohnern.
    Im Endeffekt hat die Berufsfeuerwehr mit einem GW MANV eine Netzersatzanlage herbeigeschafft und Kabel gelegt.

    Und wir reden hier von Stunden. Lokal begrenzt. Und einem perversen System rechtlicher Grauzonen bei BeatmungsWGs.

    PapaHotel genau so ging es mir damals auch. Mein erstes automatisch verschließendes Auto hat mich verrückt gemacht.


    Bis ich mal, im Einsatz (RTW), von aufgebrachten Angehörigen direkt bei Ankunft aus dem noch 1-2m rollenden RTW gezogen (und angegriffen) wurde. Danach war sogar im Dienst immer der erste Griff der zur Verriegelung, egal ob im Fahrerhaus oder im Aufbau hinten. Sodass sogar Kollegen mal anmerkten, ich sei da etwas "komisch" geworden.


    Vor einiger Zeit gab's etwas ähnliches im Stadtverkehr privat, ein Radfahrer fuhr die Verkehrsordnung missachtend, sodass es zu einer brenzligen, aber im Ausgang nicht gefährlichen Situation kam. Ich merkte nicht, dass er mir bis zum nächsten Halt hinterherfuhr. Er versuchte, die Türe zu öffnen, und als dies misslang, beschädigte er wie ein Irrer das Auto von Außen, bis ich ausstieg und ihn abwehrte/vertrieb, glücklicherweise ohne richtige Gewalt.


    Es muss nicht der spektakuläre Fall sein wie in Limburg, es reicht ein aufgebrachter, anderer Verkehrsteilnehmer.

    Naja, unsere anfälligeren Leitungen (sprich kleinere) sind idR ja unter der Erde, aber grade mit Blick auf das Münsterland 2005 oder 2006 will ich nichts ausschließen. ;-)


    Aber daher -geplant- den Strom abzuschalten ist fast schon dreist, wenn man eigentlich auf eine sichere Infrastruktur setzen will.


    Was ist denn mit kritischen Einrichtungen? Logistik, Wasser, Krankenhäuser, Rettungskräfte?


    Naja, können sich ja alle noch spontan Generatoren kaufen... *augenroll*

    Servus Leute!


    PTSD und auch jede andere psychische Störung braucht natürlich eine dringende, fachliche Betreuung. Die medikamentöse Therapie ist immer nur unterstützend, um die eigentliche Therapie überhaupt möglich zu machen.

    Wie bei einem gebrochenen Bein. Schmerzmittel lassen den Bruch vergessen, aber ohne Behandlung wird man auch nicht wieder laufen.


    Was Cannabis und cannabinoide Therapien betrifft: Es gibt durchaus Ansätze und Studien, die das gezielte "Entlernen", quasi das Umprogrammieren des Gehirns/Geistes, mit Unterstützung durch cannabinoide Medikamente untersuchen. Aber abschließend gibt's noch keine Theorien. Gerade die USA, die ja sowieso auf dem Weg einer weitestgehenden Legalisierung sind, sind da recht gut dabei.


    Gruß


    Avesjünger

    Welche TT-Tasche ist das?

    Scheint mir von der Größe her sehr interessant zu sein ...

    Die heißt glaube ich "Small Medic Pack", das kleine TQ-Pouch gehört aber nicht dazu. Würde aber zur neueren Version raten, denn da ist die Innenaufteilung flexibler da der Raumteiler länger und damit flexibler ist, ist nämlich nur an den Seiten befestigt.

    Ich glaube, am besten wären die alten Agententipps aus den Filmen und Mickey-Mouse-Beilagen:


    In Bewegung reden, keine Orte lange vorher verabreden, laute Nebengeräusche (jaja, Computer können filtern) verursachen, Schrifttafel und später vernichten...


    Wenn es um die Camera geht... naja ich würde mir denken: der Platz muss Sinn haben. Sprich Blumen, Rauchmelder, Smartdevices, ... da überall mal schnell nachgucken.


    Kleine Anekdote: als Jugendlicher bekam ich mit, dass EC-Karten abgelesen wurden und PINs abgefangen wurden durch Aufsätze auf Automaten in unserer Gegend. Zwar ist heute jede Bank bis zu 2 Wochen sehr kulant was so einen Betrug angeht, dennoch checke ich noch heute an jedem Geldautomaten ob am Kartenleser ein Aufsatz oder eine zweite Tastatur aufgesetzt sein könnte... richtige Absicherung kann mir nur die ständige Prüfung bringen und sein wir mal ehrlich... man muss nichts zu verbergen haben um durch Mitschnitte geschädigt zu werden.


    Gruß


    Avesjünger

    Hallo Leute!


    Bin auf interessanten Content auf YouTube gestoßen.

    Vorab: Ich hoffe, nicht gegen Forenregeln zu verstoßen, da die Bilder in den Videos vielleicht etwas hart und im Zusammenhang mit Gewalttaten stehen -KÖNNTEN-. Für mich persönlich sind sie nicht dramatisch, aber ich habe auch Berufserfahrung in klinischer und präklinischer Traumaversorgung. Daher verlinke ich hier NUR den Kanal, kein einzelnes Video!


    Der Kanal von "SkinnyMedic" auf YouTube war mir schon länger bekannt. Er stellt Produkte vor, macht Updates zu aktuellen Leitlinien etc. und promoted nicht zuletzt einen eigenen Shop in den USA. Jetzt bin ich da auf neue Videos gestoßen, die "After Action Medical Reports". Hier zeigt er Videos von Ersthelfern, zB durch Security-Kameras oder "interessierte Dritte" gefilmt, und kommentiert sie. Was lief gut? Was lief schlecht? Was könnte man verbessern? Wo wäre zB welches Verbandmittel angebracht? Etc. Etc.


    Ich finde es durchaus fachlich interessant und es ist wirklich nicht zu blutig, aber ich überlasse jedem die Wahl, was er sich ansehen möchte. Für unerfahrene jedoch sicherlich ein guter Einblick in die Realität, denn die ist nunmal brutal und blutig...

    Und, wie gesagt, die Verletzungen KÖNNEN durch zB Gewalt hervorgerufen worden sein, können aber auch Unfälle etc. sein. Bisher habe ich zumindest keinen Tatablauf gesehen, aber ich möchte diese Info dennoch hier lassen.


    Hier der Link zum Kanal:

    https://www.youtube.com/user/SkinnyMedic/videos

    "The Last of Us", anyone?


    Spaß bei Seite... Leider lange nicht so ernst genommen wie Antibiotikaresistenz, aber grundsätzlich kann "alles gegen alle Mittel" resistent werden. Bzgl. Antibiotika spricht man ja hin und wieder schon von der "Postantibiotischen Ära", die so langsam anbricht... Wird man sich drauf einstellen müssen.



    EDIT: Hier die zugehörige Diagnose: https://de.wikipedia.org/wiki/Candidose

    Wolfshund


    hab grad geschaut ob ich den Link zu nem Dokument des Vertreibers (medical scg) finde, aber klappt grad nicht.


    Seit einigen Jahren haben QuikClot nur noch Kaolin-Produkte, die Faktor XII der Gerinnungskaskade aktivieren. Es ist richtig, dass die ersten Produkte, zB die Schwämme, ein anderes Material enthielten (Vulkansteinderivate glaube ich), die halt Flüssigkeit banden sodass die Blutbestandteile "verklebten". Die moderneren aktivieren direkt die Gerinnungskaskade.

    Hallo Algiz,


    ganz kurz: Ja, man kann groß was falsch machen. Im schlimmsten Fall seine Gesundheit auf's Spiel setzen.


    Kenne die Marke nicht und habe jetzt auch ehrlich gesagt nicht vor, danach zu googlen. Aber grundsätzlich wäre mein Rat für Ausrüstung, die direkt mit Nahrungsmitteln oder Gesundheit zu tun hat, lieber auf Nummer sicher zu gehen und vor allem auf etablierte und bewährte Hersteller zu setzen.


    So werden zB bei Wasserfiltern bei billigen, nennen wir sie mal "Spielzeugen", Porengrößen genutzt, die vielleicht Schmutz, aber nicht Bakterien oder noch viel unwahrscheinlicher Viren rausfiltern können.


    Selbst mittelpreisige Modelle zwischen 80-120€ filtern idR nur bis maximal zur Größe von Bakterien, Viren nicht. Oft vernachlässigbar, solang die Wasserquelle nicht direkt mit Fäkalien verschmutzt sein könnte. Dies ist aber zB im Szenario "Prepping" fast schon mit Garantie der Fall irgendwann. Dann kann man sich etwas damit beruhigen, dass Viren oftmals an Bakterien und größeren Partikeln haften. Oder, wie ich es mache, haut nochmal Chlor auf das bereits gefilterte Wasser. Denn virenfilternde Filter sind zumindest mir zu teuer.


    Gruß


    Avesjünger

    Nudnik


    Ohne das jetzt zu 'nem Medizinthread zu machen: Bei Celox-Granulat und den alten QuikClot-Produkten (zB diese Schwämme mit Granulat) war und ist das so. Allerdings war damals als überwiegend militärischer Verwendungsbereich das Risiko, umliegendes Gewebe abtragen zu müssen, nicht so arg schwer gewichtet.


    Aber bei den aktuellen (seit 2008 oder so) QuikClot-Produkten wird ein ganz anderer Stoff genutzt (Kaolin), der die Gerinnungskaskade aktiviert und auch ohne Hitzeentwicklung arbeitet. Größter Vorteil aber ist, dass der Wirkstoff direkt in zB Kompressen eingearbeitet ist. Dadurch ist es zB für den zivilen Markt besser geeignet und wenn zB die "Z-folded Gauze" aus der Wunde gezogen wird, ist auch der größte Teil vom Wirkstoff raus.


    Und wenn man präklinisch eine Wunde hat, die so groß ist, dass man zB so ne Gaze oder überhaupt was zum Komprimieren -in- die Wunde stopfen muss, wird eh aufgrund von Keim- und Schmutzeintrag großzügig gereinigt werden müssen. Denn so sauber kann man auf der Straße nicht arbeiten. ;-)

    Habe mich dieser Tage entschieden, QuikClot anzuschaffen. Begründung folgt als kurzer Erfahrungsbericht:


    Notfallpatientin kam selbstständig in unsere Notaufnahme, antikoaguliert, mit tiefen Schnitt in der Hand. Alles war gut verbunden und wir rechneten aufgrund der "Blutverdünnung" der Patientin mit einer weiter andauernden Blutung, wie es normal wäre.

    Jedoch war ihr Mann Amerikaner und hatte noch die "4x4 EMS" Kompressen von QuikClot daheim und hat eine direkt auf den Schnitt gedrückt. Die Blutung stand. Nach einer kurzen Reinigung konnte genäht werden.


    Grade, wenn man Angehörige mit "Blutverdünnern" hat, vielleicht eine Überlegung wert.


    Gruß


    Avesjünger


    PS: Ich durfte dem Chirurgen erklären was QuikClot ist :P

    Naja, man will natürlich dem Bürger nicht zu viel zumuten. Teile einer solchen Mitteilung könnten die Bevölkerung ja verunsichern... wo hab ich das schonmal gehört?


    Spaß bei Seite, find es gut, dass der KatS langsam mal wieder an Bedeutung gewinnt und hoffe, dass das auch in Deutschland mal wieder in den Fokus kommt.

    Etwas OT, ich war zuerst hier in diesem Forum. :-P War mein erstes Forum überhaupt in dem Themenbereich.


    Naja, schon sehr merkwürdig was da los ist...


    Hat keiner hier Kontakt zu Admins "da drüben"?

    Hallo Opa!


    Als allererste Regel: Ruhe bewahren... Sind auch nur Menschen, und Menschen sind manchmal... nunja.


    Ich würde immer versuchen, ruhig zu bleiben, und zu argumentieren. Dafür sich seiner Argumentation aber sicher sein. Wenn's nicht klappt, dann darauf bestehen, dass ein Vorgesetzter kommt.


    Hab es (als Besatzung RTW) öfter am Flughafen gehabt bei geplanten Landungen von Patienten, zB Auslandsrückholung. Wenn ein Notfall in der Luft ist, fahren wir ohne Verzögerung vom Tor mit Lotsen zum Flieger aufs Vorfeld. Wenn es eine geplante Rückführung ist, dann mit mindestens einer Stunde Vorlauf in die Sicherheitskontrolle.


    Kollegen und auch mir wurde wegen unterschiedlichster Dinge immer wieder versucht, die Hölle heiß zu machen. Pfefferspray bis Rettungswerkzeuge/-messer, die am Mann waren. Auf der anderen Seite war es vollkommen egal, dass man Scheren, Skalpelle, Brecheisen und ggfs Beile und Druckbehälter (Sauerstoff) im Aufbau hat.


    Mir wollte man wegen des Pfeffersprays mal ne Anzeige zukommen lassen, ich sagte: Jo, dann warten wir auf die BuPo (Wachdienst ist ja privat) und Vorgesetzten des Wachdienstes und am Ende ist's noch vor Ort darauf hinausgelaufen, dass ich es am Tor stehen lasse und später wieder abhole.


    Ist zwar kein direkter Vergleich mit einer Privatperson, hat mir aber gezeigt, dass zum einen der "Fußsoldat" am Gate oder Checkpoint manchmal nicht die hellste Kerze im Leuchter ist und dass man, solange man rechtlich auf der sicheren Seite ist, gut beraten ist, auf die Vorgesetzten zu warten.


    Gruß


    Avesjünger