Beiträge von Weltengänger

    Naja, sie könnten sich die Anleitungen selbstständig von der WHO Webseite kostenlos herunterladen, die Kommunikationsstrukturen etwas zeitgemäßer gestalten und aufhören, sich zu bedauern. Insgesamt haben in der Corona-Situation Behörden durch langsame und starre Arbeitsstrukturen bei mir den üblichen Eindruck hinterlassen, da wäre mehr gegangen, sie hätten nicht immer der limitierende Faktor sein müssen.

    Da gab es viele Branchen, die trotz Anpassungen wirtschaftlich kaltgestellt und auch noch mit Bürokratie überfrachtet wurden, von denen sind viele sehr leise gestorben, und wir werden erst in einigen Monaten merken, wer überlebt hat.

    Griechenland hat viele Inseln und ist chronisch klamm, das Wetter ist auch gut, aber wenn du nun als Robinson deine Insel bewohnst und jeden Tag ist Freitag - also die Sicherung der Außengrenzen kann dann doch sehr ins Geld gehen.


    Krankenversicherung ist bei eher abgelegenen Inseln immer so eine Sache, einiges ist einfach zeitkritisch. Und der Zustand kann ja so sein, dass man selbst nicht mehr fahren/fliegen usw. kann.


    Mit wem ist auch ein wichtiges Thema. Momentan finde ich das Abstandsgebot in der Öffentlichkeit sehr angenehm, aber die Beschränkung auf 2 Haushalte ist doch so, dass Wünsche offen bleiben.

    Bushcraft-Foren haben oft einen Gebrauchtmarkt, wo du ziemlich gute Ausrüstung zu ziemlich guten Preisen bekommst, und es gibt auch Treffen der Leute, oft regional, auch wenn das momentan wegen des Lockdowns einen ziemlichen Tiefpunkt erreicht hat. Es lohnt sich, da mal hinzugehen, mit den Leuten zu reden, Ausrüstung anzusehen.


    Ja, ich (1,60 m, 56 kg) habe auch einen Osprey-Rucksack, probier sowas mal aus. Guck bei den Schlafsäcken, Isomatten usw. nach etwas kleineren Modellen, ich habe z.B. den Järvenbag Mini Hunter. Reicht für meine Größe vollkommen, ist kleiner und leichter. Wollunterwäsche ist ziemlich universal, gut temperaturausgleichend, kann man auch länger tragen, wenn man mal keine Waschmöglichkeit hat. Einen Regenponcho, der notfalls als Tarp dienen kann. Multiuse-Sachen, z. B. ein Multitool, oder ein Löffel, mit dessen Griff du auch den Kocher repariert bekommst.


    Wachs in die Sache rein, geh draußen rum, geh auch mal nachts, übernachte mal im Wald. Man braucht nicht alles jetzt und sofort. Viel, was du unterwegs brauchst, ist keine Hardware, sondern Fähigkeiten. Nahrungsmittel und Wasser finden, Wettervorhersage, Navigation, Kondition und Fitness. Damit kannst du praktisch sofort anfangen.


    Die Bücher von Christine Thürmer sind gut, http://christinethuermer.de/, was zum Weitwandern taugt, sollte für dein Projekt auch gehen.

    tiber, das ist egal, es wird im Körper gespeichert. Du könntest auch Höhensonne verwenden, oder Lebertran essen, das füllt alles deine Vitamin D Reserven wieder auf. Wenn du zu Winterdepression infolge von Lichtmangel neigst und daher Johanniskrautpräparate nimmst, sei vorsichtiger mit der Höhensonne, weil das Johanniskraut gegen Licht sensibilisiert.

    Du könntest einen Dosenkocher bauen, der mit Spiritus betrieben wird, statt des Esbitkochers. So ein Dosenkocher (Investition ca 50 ct für entgangenes Pfandgeld und eine knappe Stunde Arbeit) hat etwas mehr Leistung als der Esbitbrenner, du kannst die Brennstoffmenge besser an das Kochgut anpassen, und so eine Auflage für den Topf und/oder einen Windschutz für die Konstruktion bekommt man unterwegs schon irgendwie improvisiert.


    Was einen "vernünftigen" Kocher angeht, gebe ich DL8WP vollumfänglich recht, nur dass ich einen MSR Benzinkocher habe. Es gibt so Situationen draußen, wo warmes Essen und ein Heißgetränk einen absoluten Unterschied machen (ich gebe zu, dass ich gestern bei ziemlich windigem Wetter 3 Stunden mit dem Motorrad unterwegs war und daraufhin die Winterkombi aus dem Keller geholt habe. Das sind Situationen, die nach heißem Kakao mit Sahne verlangen!)

    Ich sehe das wie UrbanTrapper. Ich selbst bin nach abgeschlossenem Chemiestudium eine Zeit lang im IT-Bereich tätig gewesen und danach als Patentübersetzer. Keine klassische Karriere eines Chemikers, aber durchaus interessant, befriedigend bis begeisternd und familienkompatibel. Meine Älteste hat Skandinavistik und Musik studiert. Es war ihr völlig klar, dass das eine brotlose Kunst sein würde, aber sie argumentierte, sie habe dann wenigstens in der Zeit des Studiums etwas gemacht, was sie wirklich interessiert, und sie könne ja, falls es in der Branche nichts wird, immer noch als Kellnerin und Klamottenverkäuferin (ihre Studienfinanzierung neben dem Geld von Eltern/Großeltern) weiter arbeiten. Mittlerweile unterrichtet sie in einer Grundschule, und das gefällt ihr sehr. Nicht verbeamtet, sondern mit so jährlichen Angestelltenverträgen. Vielleicht wird sie das nicht noch Jahrzehnte so machen, aber momentan ist es sehr gut. Meine Zweitgeborene hat nach einer abgeschlossenen Ausbildung zur zahnmedizinischen Fachangestellten beschlossen, noch mehr im medizinischen Bereich machen zu wollen, und steckt jetzt mitten in ihrer Ausbildung zur Notfallsanitäterin. Eine (oder zwei) abgeschlossene Berufsausbildungen können dir auch ungeahnte und sehr gute Wege öffnen.

    Was indische Fahrzeuge betrifft, so erfüllt meine RE Himalayan (BS6, Baujahr 2020) die Euro 4 Norm und ABS hat sie auch. Sonst wenig Schnickschnack, ein solides Retrobike, mit einem übersichtlichen Display ohne viel Elektronik. Ich habe sie nicht des Preises wegen gekauft, sondern wegen:


    - gutem Handling (für mich mit 1,60 m Größe und 56 kg Masse ein limitierender Faktor)

    - sparsamem Verbrauch

    - vernünftigen Gepäcktransportmöglichkeiten

    - einfacher Reparatur und Wartung, auch im Ausland


    Die Leistung von 24,5 PS reicht mir völlig (limitierend ist in DE eher der Straßenzustand oder die Verkehrsdichte). Ich möchte ein übersichtliches Display, weil ich mit meiner Autofahr-Fernbrille dann im Nahbereich alles unscharf sehe. Für Tempo und Benzinanzeige und grüne "Leerlauferkennung" reicht das, alles andere brauche ich nicht unmittelbar, km-Anzeige reicht auch beim Blick an der Ampel unter den Brillengläsern durch auf das, was mir die Technik dann mitteilen möchte.


    Wenn ich mir die Verkaufs- bzw. Zulassungszahlen in DE ansehe, gibt es durchaus einen Markt für diese Art von Technik, es muss nicht immer schneller, weiter, komplizierter, teurer sein.

    Ich arbeite ja sehr viel im Patentbereich, daher halte ich das Industrie-Bashing für kontraproduktiv.


    Im Unterschied zu Sozialarbeitern und ähnlichen Geisteswissenschaftlern gelten Naturgesetze und technische Regeln ja prinzipiell für jeden Anwender. Wenn man sich also technologisch mit Wasserstoff befasst, heißt das Speichertechnologie, Materialversprödung, Brand/Explosionsgefahr. Ist industriell leichter handhabbar als zu Hause/im Auto.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Power-to-Fuel Das halte ich für eher machbar.

    Ich kann es dir nur für Befall von Trockenobst und Getreideprodukten mit Kornkäfern sagen. Alles raus aus dem Schrank, alles, was nicht eingetuppert oder versiegelt war, wegwerfen. Sachen in Zellophanpapier können auch bei "intakter" Tüte befallen sein, die winzigen Löcher in der Tüte sieht man nicht immer. Scheuer dann alle Schubladen, Schränke usw. aus, also mit Scheuermilch, Ata oder so. Danach irgendwas Kontaktgiftartiges reinlegen, wie Mottenschutzpapier. Mit diesen Fallen für Lebensmittelmotten könntest du den Befall kontrollieren. Lass das alles einige Tage so. Du willst ja wissen, ob die Biester Eier gelegt haben in deiner Bude, und ob daraus irgendwelche Biester schlüpfen. Wenn du sicher bist, dass da nichts mehr kommt, kannst du anfangen, die Sachen wieder einzuräumen. Es ist eine aufwändige und mühsame Sache. Beim Einlagern von Vorräten lohnt es durchaus, die Sachen erstmal einige Zeit in "Quarantäne" zu legen. Wir hatten diese Erfahrung mit handelsüblichem Vogelfutter für die Winterfütterung.

    Ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass ein Fahrrad, welches mit Nabendynamo und einer Lichtanlage mit USB-Ladeanschluss ausgestattet ist, bei normaler Fahrt tagsüber (also mit ausgeschaltetem Licht) binnen vernünftiger Zeit, sagen wir einer Stunde, in der Lage ist, den E-Book-Reader oder das Smartphone zu laden. Ich halte es also für denkbar, in einer solchen Situation das Fahrrad als Transportmittel, möglicherweise auch für dritte, zu nutzen und dabei die zu ladenden Geräte unauffällig in der Lenkertasche zu transportieren. Nur zum Training würde ich das nicht tun wollen, weil die Lebenmittelvorräte zu Hause ja endlich sind.

    Ich mach mir ja morgens meinen Kaffee mit der Bialetti auf dem Benzinkocher in der Küche, das dauert mit Vorheizen einige Minuten. Danach lüfte ich die Küche. Der sagen wir mal 5 Meter entfernte CO-Sensor im Wohnzimmer hat noch nie auf diesen Prozess angesprochen. Auch nicht auf das Heizen/Leuchten mit einer Coleman Benzinlaterne und einen Wachsbrenner für etwa 2 Stunden direkt im Wohnzimmer.


    Also ich gehe davon aus, dass auch hier die Dosis das Gift macht, und dass, regelmäßiges Stoßlüften vorausgesetzt, man solche Sachen begrenzt unter Aufsicht in Innenräumen machen kann (Löschmittel sind hier zur Hand). Keinesfalls "über Nacht", also wenn die Situation nach einer Wärmequelle während des Schlafens verlangt, würde ich mittels des Benzinkochers Wasser heiß machen und damit eine Wärmflasche füllen.

    Dann ist es ja gut, dass Corona für Leute mit höherem BMI gefährlicher ist. Da wäre es dann ja kontraproduktiv, noch mehr Lebensmittel zu kaufen.


    Ich hab auch alles soweit im Haus und eingelagert, dass ich einige Wochen hier bequem aushalten kann, sofern Trinkwasser, Abwasser, Strom und Internet verfügbar sind. Falls nicht, würde es Rationierungen geben müssen, aber es ginge auch eine Zeit lang recht gut. Ich hab auch die Hausapotheke etwas aufgestockt.

    Grau ist alle Theorie. Wer soll es durchsetzen? Wetten, dass dann Polizeigewalt thematisiert, die Nazikeule geschwungen, vor Gericht Einspruch eingelegt wird? Die Zeiten, wo zum Schutz der anderen eine infektiöse Person auch gegen ihren Willen in Quarantäne gebracht wurde, sind in DE vorbei. Spätestens seit 2015, da waren unter den Flüchtlingen etliche mit TBC, Krätze usw. und passiert ist sehr wenig. Einige verließen die Krankenhäuser nach positivem Röntgenbefund gleich wieder und niemand hielt sie auf. Wenn man Arschloch sein will und seine Mitmenschen schädigen will, ist DE ein guter Standort dafür. Die Praxis kann man doch jeden Tag im öffentlichen Raum, vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln beobachten. Ich halte es für fraglich, ob es je möglich sein wird, zur Regeldurchsetzung gegenüber jederMann/Frau/Irgendein_Wesen zurückzukehren.

    Du kannst dir einen Spirituskocher praktisch für lau aus alten Getränkedosen bauen, siehe https://happyhiker.de/dosenkocher-bauanleitung/

    Der Brennstoff ist auch weitverbreitet verfügbar.

    Natürlich ist so ein Kocher eher was für Slow Food-Liebhaber. Aber es reicht für den Anfang, und für ein Heißgetränk geht das allemal.


    Bei Musikinstrumenten und Outdoorsachen kaufe ich das beste, was ich mir momentan leisten kann. Im ersten Fall höre ich den Unterschied, und im zweiten Fall bin ich unter Umständen dann, wenn die Bedingungen ungünstig sind, darauf angewiesen, dass alles funktioniert. Um auf den Kocher zurückzukommen, so habe ich meinen Whisperlite Benzinkocher auch schon unter Feldbedingungen (Musikfestival mit Wetter, das nach heißem Kakao verlangte) repariert. Wenn du so ein Service-Kit dabei hast und eine Kopie der Anleitung, ist das auch für den Laien machbar. So ein Teil kann jahrzehntelang halten und gut funktionieren! Aus der Praxis kann ich dir sagen, dass guter Brennstoff sehr wichtig ist, dass ein Blick auf die Brennstoffzuleitung lohnt (also diesen Bowdenzug in der Zuleitung bei jeder Betankung mal mit dem Multitool greifen und hin und her bewegen, und etwas Schmierstoff kann auch nützen), die Düse hin und wieder gereinigt werden sollte, und sich der Mechanismus der Brennstoffpumpe auch über Schmierstoff freut (unter Feldbedingungen kannst du als Schmierstoff für das Pumpenleder Ohrenschmalz von 3 schmutzigen Kindern verwenden, ausprobiert!).


    Piezozündungen, auch von Feuerzeugen, mögen feuchtes kühles Wetter nicht so. Beim Feuerzeug kannst du es zu bestimmungsgemäßer Funktion überreden, wenn du es direkt auf der Haut unter deiner Wäsche trägst. Ein Feuerstahl als Backup ist dann keine schlechte Sache, reicht allemal für einen Benzin- oder Gaskocher. Bei Spiritus wird es etwas mühsamer, wenn es kalt ist. Nimm eine Anzündhilfe, also einen trockenen Grashalm, etwas Papiertaschentuch/Küchenpapier als Docht, das zündet besser, und man trifft diese Anzündhilfe besser mit dem Funken des Feuerstahls, ohne den Spiritus zu verschütten.

    Ich meine das nicht unternehmerseitig, sondern von normalen Bürgern, die ein Interesse daran haben. Auf Unternehmerseite fehlt der Gewinn und auf staatlicher Seite fehlt die Motivation und Kompetenz, um ein solches System so zu betreiben, dass es funktioniert. Als die Alarmierung noch über Rundfunk lief, war die Erreichbarkeit wesentlich höher, denn es gab weniger Sender und die Qualität dieser Sender war so, dass sie eine deutlich höhere Einschaltquote hatten. Und der Empfang ging niederschwellig mit einem normalen FM-Empfänger, den es auch in klein, billig und mitnehmbar gab. DAB+ ist in dieser Hinsicht alles andere als ein Vorteil. Und für den flächendeckenden Einsatz von Medien auf Internetbasis, wie Smartphone-Apps, ist die Mobilfunkabdeckung zu schlecht, und das Smartphone ist hier niederrangiger als z.B. in China, wo ohne das Ding eigentlich nichts läuft. Hierzulande leben viele Rentner vollkommen frei von solchen Medien, die hätte man in der Regel jedoch über Rundfunk und Fernsehen und Sirenen erreicht. Aufschalten der Katastrophen auf den Verkehrsfunk wäre meines Erachtens nach eine Überlegung.