Beiträge von Weltengänger

    Wenn es in Richtung Schokoaufstrich beim Wintercamping gehen soll, sind die teureren Aufstriche, die mehr ungesättigte Fette enthalten, in der Konsistenz länger streichbar/löffelbar. Das hatte ich mir als Chemiker so gedacht, dass die gesättigten paraffinartigen Fette eher einen definierten Erstarrungspunkt haben, während die ungesättigten eher eine unterkühlte Schmelze bilden können oder von ihrer Struktur her so unterschiedlich sind, dass die Bildung von Kristallen erschwert wird, und wir haben das dann zu Hause mittels Tiefkühlfach getestet. Also Produkte mit weniger Palmfett und mehr Sonnenblumenöl. Auch Carobella, also ein Schokoalternativprodukt, kam bei meinen Junioren gut an.

    Meine Kinder waren unterwegs erstaunlich flexibel. Einige Stunden Wander, Paddeln, Radfahren, draußen sein setzen den Fokus eher auf Kalorien und Verträglichkeit. Also gekochte Hirse mit Trockenpilzen (zu Hause hätten sie IIIIHH! gebrüllt), einige gefundene Mirabellen, Brombeeren oder so als Nachtisch, 1 Rippe Schokolade oder so wurde mir als Mahlzeit aus den Händen gerissen. Vollkornbrot mit veget. Aufstrich (Tartex), Porridge (also diese Instantsorten mit Früchten, Milchpulver usw.), Müsli mit Joghurt (der sich auch ohne Kühlung im Sommer einige Tage hält), Mandeln, Pistazien, Sonnenblumenkerne. Als warme Basismahlzeit eine Fertigsuppe, irgendwas ausgewählt aus Nudeln, Reis, Hirse, Buchweizen oder so mit kurzer Garzeit, Pflanzenöl oder Cocoscreme/Kokosmilch als Fettbestandteil, vielleicht etwas Salami, Trockenfleisch oder so kleinschneiden und zugeben, oder rote Linsen (Garzeit nur 10 Minuten). Das kannst du in einem einzigen Topf auf einer einzigen Flamme zubereiten. Abends kommt heißer Kakao gut an, also diese Fertigteile, denen du nur noch heißes Wasser zufügen musst. Wenn du in Skandinavien bist, kannst du vielleicht Fruchtsuppen als Instantprodukt bekommen, Blaubeersuppe ist delikat. Und Stockbrot oder Bannock.

    Das mit der Masernimpfung ist so durchgesetzt worden, um die WHO im Bemühen zum Ausrotten von Masern zu unterstützen. Das hat auch Nachteile. Ich hatte als Kind Masern, daher bin ich nicht geimpft, aber die Impfung ist billiger als der Antikörpertest auf Masernantikörper. Mumps und Röteln hatte ich auch, also die gesamte MMR brauche ich nicht. Ich finde es nicht gut, so einen Markt zu schaffen.

    Was die Impfflicht angeht, kann ich berichten, dass du beim THW nur einsatzbereit bist, wenn du alle für den Einsatzort vorgeschriebenen Impfungen hast. Das THW bezahlt sie dir auch, und sie finden in einem definierten Impfzentrum statt, mit dem das THW einen Vertrag hat. Das ist gut, keine Wartezeiten und gute Organisation und keine Kosten. Ich hab daher sehr viele Impfungen, auch die für die Tropen, und jemand in der Regionalstelle kümmert sich darum, dass das auf Level bleibt und schickt dir eine Erinnerungs-Mail, wenn eine Auffrischung nötig ist. Bislang haben wir für Covid-19 keine Impfflicht (würde auch eine Verfügbarkeit des Impfstoffs voraussetzen), und hier im OV sehen wir das eher entspannt und drängeln uns nicht.

    Gehört ihr das Restaurant, oder arbeitet sie dort?


    Wenn sie dort arbeitet und momentan auf Kurzarbeit ist, würde ich über neue berufliche Perspektiven nachdenken und mit dem Arbeitsamt über Zuschüsse/Kostenübernahme verhandeln. Das würde das Problem an der Ursache angehen. Ich gehe davon aus, dass "danach" nicht wie vorher sein wird und viele Restaurants/Beherbergungsbetriebe und auch Einzelhändler für immer ihre Pforten schließen werden.


    Zur Symptomlinderung würde ich autogenes Training oder ein Akupressurband (schlaffördernd, welches auf H7 Shenmen drückt) empfehlen.

    Mein Jüngster (jetzt 20) macht seine Ausbildung zum Systemprogrammierer online (die Ausbildungsstelle hat das sehr früh realisieren können), und es gefällt ihm sehr. Aufgrund seines Asperger-Syndroms sind ihm soziale Kontakte immer schwer gefallen, und dieser Aspekt der Schule hat ihn immer belastet. Wenigstens teilweise online-Unterricht in seiner Schulzeit hätte ihm das Leben sehr erleichtert.


    Meine Große (33) unterrichtet an einer Grundschule, und sagt, es sei in diesen Altersstufen mit dem online-Unterricht nicht einfach, da das Abstraktionsvermögen noch nicht so da ist. Der Musikunterricht wurde komplett gestrichen, in der Schule ist Singverbot. Sie unterrichtet mehr Mathe, Deutsch, Sachkunde. Sie hat durch ihren Partner (IT, Home Office) Unterstützung im Aufnehmen der Unterrichtmaterialien, und an ihrem Wohnort ist vernünftiges Internet.


    Meine Mittlere (fast 25) ist im zweiten Jahr ihrer Ausbildung zur Notfallsanitäterin und daher als einzige von uns bereits geimpft. Der praktische Unterricht (Blockunterricht) ist schwieriger geworden, es wird dann halt mehr auf der Rettungsleitstelle gelernt. Aber über Infektionsschutz weiß sie jetzt sehr viel!


    Eine meiner Flötenschülerinnen (19) fand es zwar stillos, einfach ihr Abizeugnis (2020) in Gegenwart ihrer Eltern in die Hand gedrückt zu bekommen, ohne Feier, ohne alles, aber sah ein, dass andere mehr zu leiden gehabt hätten. Sie hätte wenigstens teilweise Unterricht haben können, und hätte bei online- und Selbstlernen auch in einigen Fächern ihre Eltern fragen können. Sie fängt jetzt im August 2021 ihr Studium zur Finanzwirtin an, online-Assessment, Einladung zum persönlichen Gespräch, und dann die Zusage. Das Jahr dazwischen hatte sie für Praktika nutzen wollen, von denen einige dann ausgefallen sind, aber sie hat eine Ausbildung für den Jagdschein begonnen und teilweise schon abgeschlossen. Wann immer es coronabedingt möglich war, haben wir wenigstens zu zweit musizieren und miteiander reden können.


    Meine sehr alten Funkfreunde und mein Vater (alle 80+) hatten kriegsbedingt teilweise keinen Unterricht, oder Unterricht durch fachfremde Personen. Da wurde jede Gelegenheit zum Lernen genutzt (vermutlich auch, weil es deutlich anstrengender war, in Haus und Hof mit anpacken zu müssen). Und Nachhilfeunterricht war gefragt, so hat mein Vater als Teenager zum Familieneinkommen beitragen können. Sein Vater starb in dieser Zeit an Magenkrebs, er starb zu Hause und es gab nur ein paar Schmerzmittel, weit entfernt von den Behandlungsmöglichkeiten, die man heute gehabt hätte. Diese Generation musste früh vernünftig sein und Verantwortung übernehmen. In meinem Freundeskreis treffen sich unterschiedliche Generationen, gerade beim Musizieren und zwischendurch eine Tasse Tee miteinander trinken. Solche Erzählungen relativieren dann das Leid der Jüngeren und lässt sie folgern, dass sich durch Eigeninitiative, Planung und Disziplin wohl doch noch was reißen lässt.

    Dazu müsste Forschung, genau gesagt Leistung, in Deutschland attraktiv sein. Das würde massive Änderungen in z.B. Wohnungsmarkt und Bildungssystem erfordern, um Fachkräfte statt "Fachkräften" zu motivieren, hierher zu kommen und hier zu bleiben. Und es würde vernünftige Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung bedeuten, also realistischere Richtlinien und viel weniger Bürokratie, vor allem sollte vermieden werden, dass Leute, die keine Ahnung haben, versuchen, diejenigen zu kontrollieren und zu drangsalieren, die Ahnung haben. Gerade in Südost- und Ostasien hat Bildung einen hohen Stellenwert, leistungsbereites Verhalten wird honoriert, es gibt kleine Forschungsinseln kapitalistischer Prägung in einem ansonsten kommunistisch orientierten Umfeld. Die dort tätigen sprechen neben 1-2 heimischen Sprachen alle gut englisch, und in Mathe wurde Deutschland schon lange abgehängt. Warum sollten solche Leute hierher kommen? Aus den Gesprächen mit meinen Austauschschülern kamen 2 Aussagen immer wieder: "Es gibt hier sehr viele alte Leute" und "Die Regeln werden gesagt, aber nicht durchgesetzt". In beiden Fällen gebe ich ihnen recht. Die Schlüsseltechnologien, gerade KI, Sensortechnik für z.B. autonomes Fahren, Kommunikation, Energiespeicherung, Brennstoffzellen, kommen zu 30+ % aus China und Korea. Noch sind wir für diese Firmen ein Markt, noch melden sie die Patente auch hier an, um zu verhindern, dass wir diese Sachen nacharbeiten. Ich rechne damit, dass das in 10 Jahren nicht mehr so sein wird.


    Naja, passend zum Trend nach Kalkutta in diesem Land fahre ich ein indisches Motorrad, das mir sehr gefällt, aber ich will nicht beschwören, dass ich es in 10 Jahren noch in diesem Land fahre.

    Ach was, der morgendliche Cappuccino ist Lebenselixier, da werde ich mich nicht kasteien.


    Wir haben es bei den 7 Wochen ohne in der Familie so gemacht, dass diejenigen, die nicht aktiv teilnahmen, den Süßkram usw. in ihrem Zimmer diskret alleine verzehrten (damit war es auch schon weniger als sonst, weil das weniger Spaß macht). Aber so ab ca 13 haben die Kinder von sich aus mitmachen wollen und auch aktiv Vorschläge unterbreitet, was man kochen könnte (wir haben vegan, Paläo, glutenfrei usw. probiert), und auch Gerichte zubereitet. So ca 1 Mal pro Woche kamen deren auch teilnehmende Freunde zum Reden, Qi Gong machen, uns pflegen und verwöhnen, z.B. mit einem Leberwickel mit Kräutern, oder einem Saunagang. Die paar Kilo Gewichtsabnahme waren nicht das eigentliche, sondern Selbsterfahrung, Sachen ausprobieren, neue Wege gehen. Und es gab an den Tagen, wenn jemand Geburtstag hatte, also meine Tochter am 16. März, was immer in den 7 Wochen ohne liegt, eine Ausnahme, wo geschlemmt werden konnte und sollte und das deswegen ein besonderer Genuss war.

    Ich fange in diesem Jahr in den 7 Wochen ohne mit 3 Tagen Fasten an, also Kaffee, Tee, Wasser. Dann baue ich allmählich wieder auf, und nach den 3 Tagen kommt einem das dann üppig vor. In den 7 Wochen ohne gibt es keinen Naschkram, keine Chips und dergleichen, keinen Wein oder sonstigen Alkohol. Für dieses Jahr habe ich mir überlegt, mir beim Kochen Mühe zu geben, etwas Magisches zuzubereiten, das also einen Bezug zu den Anderswelten hat. Mal sehen, was mir einfällt :)


    Ich wiege im Winter immer etwa 2 kg mehr als im Sommer, und in diesen 7 Wochen baue ich die dann ab, das ist stressfrei und eigentlich habe ich kein Figurproblem. Nicht, solange ich täglich meine Waldrunden habe.

    Ich würde den Senioren bzw. sonstig besonders Bedürftigen ein Heizkissen gratis überlassen, denn der Stromverbrauch dieser Teile ist erheblich geringer als der von Heizlüftern, und in Kombination mit einer Decke sollte das reichen.


    In meinem Schlafzimmer sind momentan +9°C, und wenn ich morgens in die Küche komme, etwa 16°C, das geht im Verlauf des Tages auf ca 18°C rauf.


    Daher halte ich 10-15°C für einige Tage für durchaus zumutbar.


    Je höher man das Level setzt, das man einfordern darf, um so unerfüllbarer wird die Sache. Wir haben nicht mehr Ressourcen dadurch. In dem Zusammenhang sollte auch mal erwähnt werden, dass die kräftigen jungen Männer mit Tagesfreizeit sich unterdurchschnittlich am Erbringen solcher Leistungen beteiligen, aber im Fordern weit vorne stehen.

    Ja, Phoenix87, war mindestens bei meiner Schwester so, die vor Jahren mithilfe von erhitztem Öl in der Pfanne und etwas Küchenpapier ihre Bude angezündet hat. War dann auf den Herdbereich beschränkt, Feuerwehr war schnell da. Und zum Geburtstag habe ich ihr einen Feuerlöscher geschenkt. Dafür der ganze Keller voll mit Küchenpapier, Klopapier, Desinfektionssachen usw. Das nennt sich dann asymmetrisches Preppen ?!


    Ich hab hier eine Löschdecke in der Küche für solche Fälle, und neben dem Kamin im Wohnzimmer einen 2 kg Löscher und einen CO-Warnmelder.

    Frau Merkel hat doch gesagt und gewarnt - und was ist passiert? Kommen doch diese Corona-Mutanten einfach so über die offenen Grenzen ?!


    Ich hab einige Reservekanister mit Benzin und Petroleum (für die Lampen) gebunkert.


    Das mit der Stromversorgung der Tankstellen wird ein Problem. Ich kann mindestens fürs THW sagen, dass wir dafür nicht mal eben ein Gerät vorhalten. Das 9 kVA Aggregat ist für den Notstrom des BOS-Funks verplant, und damit können alle Helfer hier umgehen. Also im Ernstfall steht das hier innerhalb von 2 Stunden, und solange halten die Akkus der Sendestation. Das große Aggregat hat die Fachgruppe Elektroversorgung noch nicht, weil wir es gar nicht stellen könnten - wir stehen in Bezug auf die Räumlichkeiten auf der Dringlichkeitsstufe. Also hoffentlich im Zeitraum von 5 Jahren ...


    Beim Brand der Farbenfabrik vor einigen Jahren haben sich organisatorisch alle strapaziert, auch die in den kommunalen Ämtern, um Treibstoff zu organisieren (also Tanklastzüge zur Versorgung der Einsatzfahrzeuge), es mussten Einwegrasierer aufgetrieben werden, weil alle Atemschutzgeräteträger raus mussten, auch die, die das länger nicht gemacht hatten, und mit Bart geht das dann nicht, der Einsatz zog sich lange hin, auch Mess- und Sondermüllfahrzeuge im Einsatz. Das Farbenwerk ist vollständig abgebrannt, aber die umliegenden Häuser nicht. Lass eine Schadenslage mit einem Wetterereignis zusammenfallen, und das wird eng!


    Ich geh bei solchen Wetterereignissen dann mit Rucksack durch den Wald, darin Arbeitshandschuhe, Klappsäge, Seil, ggf. Hochentaster (weil ich keine Motorsäge habe), Schutzbrille. Für kleinere Bäume reicht das. Um die Wanderwege kümmert man sich zuletzt, aber ich nutze sie viel. Daher liegen sie mir am Herzen.

    Das ist auch meine Beobachtung, es fehlt mehr am Knowhow als am Geld. Gerade für die Ärmeren ist Vorratshaltung wichtig, weil man durch gute Planung günstige Preise nutzen kann. Aus meiner armen Phase im Leben kann ich berichten, dass man aus preiswerten Vollkorngetreide/pseudogetreideprodukten, wie Buchweizengrütze, Haferflocken, viele gute und gesunde Gerichte zubereiten kann, dass es sich lohnt, kurz vor Marktschluss auf den Wochenmarkt zu gehen, um die leicht verderblichen Sachen zu einem günstigen Preis zu bekommen, die man dann mit seinen Nachbarn teilen oder als Vorrat verarbeiten (einfrieren, einkochen) kann, damit nichts umkommt, und dass Brot und Gebäck vom Vortag, das oft nur die Hälfte kostet, immer noch lecker ist. Aber das setzt Planung und Lagerhaltung voraus (der Raum dafür lässt sich oft noch finden), und man muss Grundkenntnisse über Lebensmittel und deren Zubereitung haben. Das fängt schon sehr einfach mit Zubereiten von "normalem" Tee oder Kaffee ohne spezielle AUsrüstung an, gerade im Vergleich mit fertigem Eistee oder fertigen Kaffeeprodukten. Gerade Erfrischungsgetränke und Fertigprodukte sind relativ zu teuer für denjenigen, der beim Lebensmitteletat rechnen muss.

    Ich sehe auch das "Ich habe einen Anspruch" dahinter. Fordern lohnt sich. Vorbereitet sein lohnt sich nicht. Also man kommt im Allgemeinen mit diesem Verhalten zu Lasten der Allgemeinheit durch.


    Ich meine jetzt nicht die Alten, Kranken, diejenigen, in deren Bereich eine außergewöhnliche Sache vorgefallen ist. Dafür sind wir von den Hilfsorganisationen da, und wir machen das auch ehrenamtlich und gerne. Sondern ich meine definitiv die Schnorrer mit der großen Klappe, die mehr hätten tun können. Die einen dafür dann noch beleidigen usw. - ihr wisst, wen ich meine.

    Sehe ich auch so wie UrbanTrapper. Wir haben ja beim THW schon geübt, wie man die Schneeketten auf die Laster montiert. Wir haben die Hardware der Fachgruppe Elektroversorgung noch nicht vollständig, also würden wir wohl mit dem Lichtmastanhänger rausfahren, der auch Strom macht, aber weniger, und dann sehen, was zu tun ist.


    Falls kein Einsatz ist, würde ich hier mit dem Hundeschlitten unterwegs sein und sehen, was zu machen ist, also Schaufel und Klappsäge hätte ich an Bord, um mich um die Wege zu kümmern. Der Kicksled hat auch einen Sitz, also Transporte von Leuten innerorts wäre machbar. Und ich habe gestern den Transportschlitten rausgeholt, das ist so ein oranges Kunststoffteil mit einer größeren Ladefläche https://www.globetrotter.de/pa…-sled-960-orange-1001058/