Beiträge von Cephalotus

    Ich sehe das wie tomduly.


    Covid-19 bietet riesige Chancen, endlich mal Dinge zu verbessern, die man über viele Jahre ignoriert oder verschlafen hat. Für die Hälfte der Wirtschaft kann das ein riesen Boost sein.

    Hoffentlich besteht diese Hälfte der Wirtschaft nicht aus Amazon.


    Es wird sich in Deutschland zeigen, ob die ewigen Bedenkenträger und Dauernörgler sich durchsetzen oder die Innovatoren und Macher.

    Friseure dürfen wieder mit Mundschutz und wenn sie keine Trocken-Haarschnitte machen (warum auch immer)...

    Ich vermute(!) Kundendurchsatz.


    Man will möglicherweise, dass sich ein Friseur pro Tag um 10 Kunden kümmert und nicht, dass er 50 Leute mit der Maschine rasiert.


    10 Kontakte statt 50 Kontakte.

    Mal was Positives: mein Arbeitgeber hat allen Mitarbeitern zwei Stoffmasken zugeschickt. Verbunden mit dem Wunsch gesund zu bleiben. Fand ich sehr gut! (Nein, bei der Arbeit brauchen wir keine Masken, schon gar keine medizinischen.)

    Wenn ich mir in anderen Bereichen ansehe, wie da z. T. mit den MitarbeiterInnen umgegangen wird ...

    Wir haben auf Arbeit seit einer Weile eine Maskenpflicht außer in der Kantine (großer Abstand) und im eigenen Büro, wo man sich seit Covid-19 nur noch alleine aufhalten darf. Treffen mit anderen sind auf maximal 15 Minuten begrenzt mit Abstand.


    Das führt aber dazu, dass ich locker 10x am Tag die Maske auf und absetze, quasi für jeden Gang zum Klo, Sekretariat, Küche, zum Drucker, zur Kantine etc...


    Das kann man im Sinne von Eigenschutz tatsächlich nicht sinnvoll machen (außer man lagert 100 Masken), von daher rotiere ich da nur 2 Masken durchgängig und das ist dann eben nur noch Fremdschutz. Anders ist das in dem Fall nicht praktikabel. Da das aber alle so tun MÜSSEN ist ja Fremdschutz so auch schon gut.


    Der AG hätte 3 OP Masken pro Person gestellt, aber selbst gekaufte Masken oder selbst gebaute Masken sind auch okay. Schal o.ä. ist nicht erlaubt. (was ich auch sinnvoll finde)

    Meine BEVA arbeitet seit ca. 13 Jahren in der Buchhaltung im Bereich Hausverwaltung. Die ersten vier Jahre in einer kleinen HV mit 3 Personen und danach bis heute in einer größeren mit ca. 12 bis 15 Personen hier vor Ort (Bergisches Städtedreieck W-SG-RS).

    Vor einigen Wochen unterhielten wir uns wieder über die Mieter. Sie bucht dort u.a. die monatlichen Einzüge bzw. Überweisungen.


    Ihre Erfahrung der "Zahlungen": Anfangs in der aktuellen HV (vor ca. 8 bis 9 Jahren) gab es kaum Zahlungen "vom Amt". In den letzten drei / vier Jahren hat sich das extrem gedreht. Aktuell kommen bei den Mietern bis zu 60% die Mietzahlungen vom Amt!

    Anekdoten sind aber kein Beweis, noch nicht mal ein Indikator. Das darf man nicht verwechseln. Wäre ich Vermieter in München würde ich behaupten, der Verdienst der Leute würde geradezu explodieren, weil die sich immer höhere Mieten leisten können und wollen.


    Mir fehlt gerade der passende Suchbegriff, daher als Notlösung mal alle Bezieher von ALG II. Darunter sollten dann auch die Familienmitglieder sein und auch die "Aufstocker", das wird ja alles darunter subsumiert (allerdings nicht die Bezieher von Sozialgeld ohne Anspruch auf ALG II). Die Zahlen sind gefallen:


    https://de.statista.com/statis…jahresdurchschnittswerte/


    Was sich erhöht hat ist die Anzahl der Leute, die "Grundsicherung" im Alter benötigt, aber in absoluten Zahlen bewegt sich das in Deutschland immer noch um die 1% herum, es ist also kein Massenphänomen:


    https://bilder.t-online.de/b/8…ten-jahren-gestiegen-.jpg


    Und die Ursache dafür ist ja u.a. der demografische Wandel bzw Brüche in der Erwerbsbiografie im Osten und das weit verbreitete Lebensmodell der Frau als Heimchen im Westen und gerade den demografischen Wandel kann man eben nicht wegdiskutieren oder wegwünschen, man kann ihn höchstens leugnen (so wie die Politik vor den Wahlen), nur davon geht es nicht weg. Das ist einfach unsere Zukunft, dass die gesetzliche Rente nur noch eine Säule der Altersvorsorge sein kann.

    Das ist seit 30 Jahren bekannt, wer das jetzt immer noch nicht verstanden hat und sich nicht darauf vorbereitet muss dann eben im Alter die Konsequenzen tragen.


    Der demografische Wandel wir auch Einfluss auf die Wohnungspreise haben, allerdings hat sich ja die Nachfrage nach preiswertem 2015 nochmal stark erhöht durch die Migration, das hatte so vermutlich kaum einer auf dem Schirm.


    Eine Strategie kann z.B. auch sein, dass man im Alter seinen Besitzstand verkleinert und wieder Wohngemeinschaften bildet und sich dann eben mit 4-5 Leuten die Miete teilt (und ggf die Pflegekraft und die Haushaltshilfe). Dazu muss man natürlich auch der Typ sein, aber lieber als Altersheim wär mir das auf alle Fälle. Aber auch das wäre dann eher ein Mietmodell, ein modernes super schickes 200m² Haus im Grünen dürfte sich nur sehr bedingt für sowas eigenen. (man kann es natürlich verkaufen, wenn es einem gehört....)


    MfG

    Miete vs Eigenheim lässt sich doch auf zwei wesentliche Kernüberlegungen reduzierten.


    1. Kosten

    2. Lebensentwurf


    Zu den Kosten gehören ganz offensichtlich natürlich die Erwerbskosten vs. der Kaltmiete, aber natürlich auch die ganzen zusätzlichen Kosten, nämlich die Instandhaltungskosten, Versicherungen, Risiken bzgl der Preisentwicklung, aber auch Kosten an Lebenszeit und ggf Kosten für die Unflexibilität.


    Wir sprechen hier von selbst genutzten Immobilien, nicht vom Immonilien als Investment. Die eigene Immobilie ist kein Investment, außer man spekuliert bereits beim Kauf darauf, dass man sie wieder verkauft. Die meisten hier sind keine Millionäre, so dass eine Immobilie ein klassisches "alle Eier in einen Korb" Problem ist, typischerweise sind das sogar Eier, die man über Jahrzehnte nicht mal vollständig besitzt. Die ersten 2-5 Jahre ist eine Immobilie idR ein Verlustgeschäft durch die hohen kaufnebenkosten, außer es kommt zu einer massiven Preissteigerung, d.h. wenn man in diesem Zeitraum verkaufen muss (und nicht gerade eine Boomphase erwisct hat), hat man danach wneiger Geld als dafür trotz Abzahlung von Kreditraten.


    Unter Lebensentwurf subsumiere ich eben das, was einem im Leben wichtig ist. Wer plant mit seiner Frau alt zu werden, Kinder zu bekommen, in seiner Region zu bleiben für den ist eine Immobilie natürlich immer eine Überlegung wert. Ich kenne Leute daran, die haben viel Spaß daran, Wochenenden und ganze Urlaube damit zu verbringen, am Haus was zu tun, das ist eben deren Hobby.

    Ich für mich müsste diese Zeit monetär bewerten und da ich sowieso mit meiner Arbeitgeber herum verhandle über meine Wochenstunden (weil ich eine faule Socke bin und Freizeit im Sinne von herum hängen genieße) kann ich da auch quasi meinen Stundensatz ansetzen. Es ist nicht so, dass mich jede praktische Tätigkeit anödet (ich hab nen Garten), aber bitteschön in Maßen. Ist eben mein Leben.

    Ich hab auch nicht den Lebensentwurf mit einer Partnerin und Kindern und ob ich meinen Job (den ich sehr gern mache) in 10 jahren noch macheen werde weiß ich nicht. Ich hätte jetzt die Option zu kündigen und zwei Jahre nach Afrika zu gehen (okay, Covid-19 mal außen vor), wenn mir danach wäre. Ich tu es nicht, aber es einfach so zu können ist schon sehr cool. Ich hab quasi keine Fixkosten außer der Krankenversicherung. Eine Miete lässt sich typischerweise schneller kündigen als ein Haus verkaufen und den Kredit zurück zahlen.


    Was die Zukunft bringt weiß ich auch nicht. Wer seinen Wohnort dort auswählt wo mehr Kartoffeln wachsen kann das tun, die Gedanken sind frei. Für mich ist preppen ein Hobby und solche Überlegungen dürfe eine Rolle spielen, aber sie dominieren nicht mein Leben. Je älter man wird umso mehr muss man eh akzeptieren, das es irgendwann vorbei ist.

    Denen, die übrig bleiben hinterlasse ich am liebsten einen Stapel mit Gold und Geld, und /oder ein Bank- und Aktienkonto als eine Immobilie.


    200.000 am Ende des Lebens in Cash sind viel leichter und bequemer aufzuteilen als eine Immobilie. Ich kenne das in meiner Bekanntschaft. Das was man gerne als Immobilie hätte (das Reihenhaus in der Münchner Innenstadt) hat keiner, dafür irgendwelche 50 bis 120 Jahren alten Häuser "irgendwo", meist vom Keller bis zum Dachboden voll mit "Zeug", das keiner haben will. der Großvater meiner Freundin hat in seinen Kontainerweise Zeug zumindest hier und da Goldmünzen und Bargeld versteckt, da hat das wenigstens noch was von der Schatzsuche, allerdings mit der Konsequenz, dass man quasi alles zerlegen und durchsuchen muss. Die waren damit Monate beschäftigt.


    Das Schloss in Frankreich? Gerne geschenkt her damit, aber dann bitte auch mit dem Personal das sich drum kümmert. Ich fange nicht an, mit meinen eigenen Händen sowas zu renovieren. Wer das als Hobby hat, super duper.


    Dir für mich beste Lösung im Nachgang wäre gewesen, vor 10 Jahren eine Eigentumswohnung zu kaufen und recht schnell abzuzahlen. Im Nachgang betrachtet wäre das deutlich besser gewesen,, als das Geld jetzt 10 Jahre weitgehend nutzlos herum liegen zu lassen 8ich hab nicht nur den Immobilienboom vor 10 Jahren verpasst sondern auch weitgehend den Aktienboom, bin also nicht grad der klügste Investor).

    Realitisch hätte ich damals aber was zusammen mit meiner damaligen Freundin gekauft und von der hab ich mich 3-4 Jahre später getrennt und seitdem bevorzuge ich es auch wieder alleine zu wohnen (in der damaligen gemeinsamen Mietwohnung). Vom Lebensentwurf und der Lebensqualität her war als die Flexibilität für mich also viel wertvoller als das monetäre.


    Damals spielte ich auch eine Weile mit dem Gedanken mich mit derm "erly retirement" zu beschäftigen, was die letzten Jahre ja ganz groß in Mode war, also der Versuch soviel Geld anzuhäufen und so geizig zu leben, dass man mit 40-50 jahren mit der Arbeit als Angestellter aufhören kann.

    Tatsächlich ist es für mich nie dazu gekommen, ich hab meinen Konsum meinem Einkommen angepasst wie so viele auch.


    Was aber immer noch drin ist, dass ich mit 50 nicht mehr darauf angewiesen bin einen Beruf zu haben, der mir ein hohes Einkommen liefert, weil dann einfach eine gewisse Basis auch für das Alter da ist, die einem eine gewisse Sicherheit bietet. Hier kann ich mir vorstellen, dass ich mir da auch nochmal eine Immobilie zulegen kann, dann aber vermutlich auch eher eine vergleichsweise kleine Wohnung, die man dann auch im Alter bewohnen mag und kann. Und für immer möchte ich die Option haben, einfach mal übermorgen meine Koffer packen können und irgendwo hin gehen zu können.


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    PS: Der Umbau der Energieversorgung wird kommen, das ist nahezu sicher und weitaus wahrscheinlicher als eine lebensmittelkrsie oder wofür die Leute sich im Hobby hier so begeistern können. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass gerade durch Covid-19 auch neue Arbeitsmöglichkeiten geschaffen werden. wer In der Wochen 3 Tage im Home office ist, 1 Tag im Büro und 1 Tag auf Dienstreise kann das Pendeln natürlich auch völlig anders betrachten als jemand, der das 5 tage die Wochemachen muss.

    Auch bei uns ändert sich da gerade sehr viel. Ich kann heute auf meinen Arbeitsplatz in einer virtuellen Umgebung von zuhause aus zugreifen, das war bei meinem Arbeitgeber vor 1 Jahr so noch vollkommen undenkbar (wir nutzen die IT Infrastruktur einer Bank).

    Ich brauch dafür aber einen schnellen Internetzugang.

    An Konferenzen nehme ich jetzt per Videoschaltung teil, das war vorher zwar denkbar, nur gemacht hat es keiner. Das ist auch nicht immer eine gute Lösung, aber ich denke 2x real treffen und 10x virtuell in der selben Zeit als vorher 4x real bringt mehr (und spart die Hälfte des Reiseaufwands)


    Ich hoffe sehr, vor allem für die Kollegen mit weiten Anfahrtsweg, dass da künftig Homeoffice auch im Alltag eine größere Bedeutung bekommt.


    Das wäre win win. Ich hab in der Stadt weniger Verkehr durch die Pendler und die Leute im Grünen können mehr zuhause machen und haben mehr Freizeit, der Energieverbrauch sinkt, die Umweltverschmutzung sinkt, der Stress sinkt, die Kosten sinken, die Lebensqualität steigt für alle.


    MfG

    Ne... Ich rede nicht vom Wechselkurs Währung xy zu EUR, sondern von dem

    - Kaufkraft Verlust des Euro und der

    - Realinflation, also nicht das was uns im subventioniertem Warenkorb als Inflation verkauft wird..

    Wenn der Euro drastisch immer weniger wert würde, so wie behauptet, dann würde meine Miete mit jedem Jahr billiger, denn die ist die letzten 8 Jahre nicht gestiegen.


    Bei mir sieht es so aus, dass ich unter 6000 Euro im Jahr an Kaltmiete zahle für eine 77m² Wohnung, die mich ca. 200.000-250.000 Euro kosten würde, würde ich sie kaufen. Das Verhältnis von (Alt)Mietvertrag zu aktuellen Kaufpreisen ist hier schlichtweg völlig absurd.


    Jetzt nach 8 Jahren soll eine moderate Mieterhöhung kommen, aber ich versuche derzeit da noch neue Fußböden dafür zu verhandeln, mal schauen...


    Ein Haus außerhalb der Stadt mit 1 Stunde Pendelweg einfach möchte ich derzeit nicht mal geschenkt haben, wenn ich drin wohnen müsste. Natürlich gibt es Leute die das anders sehen, aber ich empfinde diese Pendelei als furchtbaren Verlust an wertvoller Freizeit (außerdem würde mich die dafür nötige Ressourcenverschwendung sehr stören).


    Am Ende muss es jeder selber wissen, aber bei den meisten Rechnungen fehlt der Zeit- und Kostenaufwand für die Mobilität, wenn man weit weg wohnt von den Plätzen, die man regelmäßig aufsucht. Dazu kommt der Aufwand, diesen Lebensstil kompatibel mit den politischen Zielen in den nächsten Dekaden zu machen. Als Prepper sollte man das im Auge behalten. Das ist weitaus relevanter als die Klopapierverfügbarkeit im nächstbesten Laden


    MfG

    ...Auf dem Land ist die Immobiliensituation zumindest bei Bestandsimmobilien im Moment eher stabil auf relativ teurem Niveau. Ein typisches 30er-Jahre Bauernhaus (längerer Leerstand oder letzter Bewohner kürzlich ausgezogen, Sanierungsstand späte 1970er) auf 700-800qm Grundstück hier bei uns auf der Schwäbischen Alb, 40km von den nächsten Großstädten weg, war 2005 für unter 100.000€ zu bekommen. Im letzten Herbst ging so ein Objekt bei uns im Ort für 245.000€ weg (Versteigerung, angesetzter Wert war 215.000€). Das ist trotz der Verdopplung des Preises in 15 Jahren für großstadtmüde Stuttgarter immer noch ein Schnäppchen, zahlt man doch in Stuttgart-Vaihingen für ein vergleichbares unsaniertes Bauernhaus-Objekt (gibt es rund um Stuttgarts Innenstadt immer noch) momentan eher 500-600.000€.

    Für mich wäre das nichts unter der Annahme, dass sowohl mein Job als auch mein Sozialleben in der Stadt stattfinden.


    40km einfach pendeln ist je nach Situation ein Zeitverlust von 2x 1h pro Tag und die Zeit würde ich keineswegs entspannt im Auto verbringen sondern unter Stress. Das ist also zusätzlich auch noch gesundheitsschädigend. Lieber morgens 1h mehr schlafen und Abends 1h Sport.


    Und dann wird das Haus mit Sanierungsstand 70er eben nicht auf diesem Stand bleiben können.


    Bis 2050 wird Deutschland dekarbonisiert sein und die wirklich hoch hängenden Früchte sind so Sachen wie Flugverkehr, Zementproduktion, Prozesswärme...


    Man kann davon ausgehen, dass 2040 dieses Haus ohne Gas oder Heizöl beheizt werden muss und der Weg zur Arbeit wird bis dahin auch nicht mehr in Diesel PKW erfolgen. Wenn nicht über ein Verbot bis dahin wird man das entsprechend teuer machen. Wenn Covid-19 eines gelernt hat, dann dass zur Katastrophenabwehr nichts mehr "sicher" ist und der Klimawandel wird für Deutschland eine größere Katastrophe als Covid-19 werden (allerdings dauert es länger).


    Das sind große Risiken und - je nach Sichtweise- auch ein erheblicher Verlust an Lebensqualität, außer man sitzt gerne im Pendelverkehr.


    Ich selbst würde mir wünschen, dass die Immobilienpreise in der Stadt durch Covid-19 massiv fallen, glaube es aber nicht. Die Kaufgelegenheit hatte ich 2008-2011 herum schlichtweg verpasst, die aktuellen Kaufpreise sind absurd. Wenn ich Kinder hätte könnte man das noch als Generationenprojekt sehen, aber bei verbliebenen 50-60 Jahren Lebenszeit rentiert sich der Kauf einer Immobilie bei den heutigen Zahlen für mich schlichtweg nicht.


    Ob die abbezahlte Immobilie im Wert von 300.000 Euro jetzt mehr Sicherheit gibt als 300.000 Euro auf dem Konto in Form diversen Geldanlagen ist übrigens Ansichtssache.

    Ich würde von den beiden Optionen das Geld nehmen, weil es weitaus mehr Flexibilität im Leben bietet. Ich hab aber auch keinen bis zur Rente fixierten Lebensentwurf.


    MfG

    Sachsen hat seit heute eine Maskenpflicht. Zufällig war ich heute auch wieder mal einkaufen.


    Ca. 1/3 der Leute trägt im Geschäft keine Maske oder ist damit offensichtlich vollkommen überfordert. Es hat wahrscheinlich seine Gründe, warum man das Schnürsenkel binden schon mit 3 Jahren lernt...


    Sobald die Leute durch die Tür gehen reißen sich 90% der Leute die Maske wieder vom Gesicht und tatschen herum. Gut, zum Schutz anderer hat das dann trotzdem beigetragen, aber Eigenschutz funktioniert so natürlich nicht.


    In Dresden wurden vorm Rathaus heute kostenlose Behelfsmasken ausgegeben. das ist ein ausgestanztes Stück flexibler Stoff. Gibt es seit 2 oder 3 Wochen problemlos beim zentralen Markt kostenlos abzuholen (musste man dort tragen, sonst kam man nicht auf den Markt).


    Kurz und gut: Die Schlange war 1km lang. 1km für einen ausgestanzten Fetzen Stoff!


    Es ist unfassbar wie unvorbereitet die Leute sind.


    MfG

    Ich hatte hier im Forum nochmal 50 Stück KN95 Masken zum Covid-19 Preis gekauft und 30 davon verschenkt und 20 zum Selbstkostenpreis abgegeben.


    Ansonsten lassen wir uns ca. 1x pro Woche Essen von Restaurants bringen, das ist auch eine Unterstützung dieser Geschäfte.

    Soweit klar, deswegen mein kurzer ergänzender Zynismus, aber das Thema "-0,3 keine Antikörper" weckt in mir ein mathematisches "Unwohlsein".


    Nein, um ehrlich zu sein würde das alle Karten neu mischen. Rieche ich das als einziger, dann buht mich bitte aus und rechnet mir es schön, ich kann es nicht ausrechnen, aber 0,3 wiederinfektiös verwirft doch Ceph's Excel ein paar Posts weiter oben total....

    Wenn nur 30% die Immunität verlieren, bleiben ja 70% Immun. Bei einem R0 von 3 braucht das Virus aber mindestens 1/3 nicht immune um dauerhaft leben zu können, es stirbt also in meinem Modell aus:


    Covid19_Immun200_30a.jpg


    Da 30% sehr nahe an 1/3 dran ist sieht man die Effekte in der Darstellung nicht mehr, daher hier halblogarithmisch.

    Die 2. Welle ist sehr klein und dauert sehr sehr lange an.


    Covid19_Immun200_30b.jpg


    Wenn man die Immunität "sofort" verschwinden lässt (hier: 2 Tage) werden die Leute während der 1. Welle sofort wieder krank, das entspricht quasi einer Erhöhung von R0 und der Krankheitsverlauf ist umso steiler, durch die Immunität von 70% stirbt das Virus aber dann trotzdem aus. Ob die 2. Welle ausbleibt oder mein Modell hier scheitert, nochmal hochzulaufen, weil es bei weniger als 15 Infizierten seine Probleme hat hab ich jetzt nicht genauer angeschaut:


    Covid19_Immun_2_30.jpg


    Lässt man 40% der Leute die Immunität nach 200 Tagen verlieren stirbt das Virus bei R0=3 nicht aus, allerdings wird die zweite Welle schon sehr schwach:


    Covid19_immun200_40.jpg



    Zum Spaß habe ich noch folgendes ausprobiert, nämlich eine Grippe mit R0 = 1,3 und einer Letalität von 0,05%, bei der dann nach 200 Tagen 75% die Immunität wieder verlieren.


    Das Tool spuckt hier eine 1. Grippewelle aus auf die ungeschützte Bevölkerung mit bis zu 80 Toten pro Tag, dabei wird aber nur ein Teil der Bevölkerung krank. Die zweite Welle ist dann schon harmlos mit nur ein paar Toten pro Tag, obwohl ein Großteil der "Herde" nicht Kontakt mit dem Virus in der 1. Welle hatte. Durch das kleine R0 genügt eben eine Teilimmunität. Die Zahl der Toten passt ganz gut zu den Grippetoten in der Realität, der zeitliche Verlauf eher nicht (Grippe ist schneller, vermutlich hat sie eben kurzzeitig doch höhere R Werte)


    Zumindest diese simple Mathematik deutet darauf hin, dass das was bei Grippe mit R0=1,3 meist ganz gut funktioniert (ein paar Leute impfen) bei Covid-19 mit R0=3 so eben nicht funktioniert...


    Was zur Abbiludung von Grippewellen hier fehlt ist, dass sich bei Grippe der R-Wert im Verlauf der Jahreszeiten ändert.


    Covid19_Grippe.jpg

    Das mit der Neuinfektion kann mehrere Gründe haben.

    Wir kennen jetzt ja bereits 2 Formen des Virus, da es bereits mindestens einmal mutiert ist.

    https://www.focus.de/gesundhei…kritisch_id_11742595.html
    Es könnte sich also um ein Infektion mit dem anderen Stamm handeln.

    in Südkorea hatten bisher nur 10.000 Leute das Virus, die Dunkelziffer sollte eher klein sein.


    Wie hoch ist die Chance, dass sich gleich 91 Leute davon ein zweites Mal mit einer anderen Mutation nochmal anstecken? Ich würde meinen praktischNull.

    Was haltet Ihr eigentlich davon, dass angeblich immer mehr Menschen bereit seien, sich gegen die Corona-Maßnahmen aufzulehnen?

    Das ist eine Frage der Strafe.


    Sachsen hat 22 Zellen in einer Psychiatrie geräumt.


    Dort kommen die Leute rein, die man künftig erwischt, wenn sie die eigene Quarantäne nicht einhalten.


    Wir wissen immer noch viel zu wenig, um dem Virus wieder freien Lauf zu lassen,


    Die Chinesen sagen nun, bei 1/3 aller Erkrankten hat durch Covid-19 das Nervensystem und teilweise das Gehirn befallen.


    Die Südkoreaner haben 91 neu infizierte, die bereits als geheilt galten, nun aber Covid-19 erneuet haben und zwar ohne sich erneut angesteckt zu haben. bei denen hat das Virus also scheinbar irgendwo im Körper überlebt.


    Nichts, aber garnicts spricht dafür, R wieder deutlich über 1 ansteigen zu lassen. Wenn man dabei die Wirtscahft nicht zerstören will muss man andere, bessere maßnahmen finden. Diese werden kommen, da wette ich drauf.


    Bei uns war am Freitag am Markt Maskenpflicht. Diese Masken wurden am Eingang kostenlos ausgeteilt, der Rest wurde abgesperrt.


    MfG

    Da bei der "Durchseuchungsstrategie" immer wieder erwähnt wird, dass es nach 2/3 dann vorbei wäre habe ich das mal kurz mit Excel simuliert.


    Qucik & Dirty habe ich bei einem 15 Tage Krankheitsverlauf alle 15 Tage gleichwertig betrachtet und die Wahrscheinlichkeiten zu sterben gleichmäßig über die 15 tage verschmiert. Dadurch ist das Modell für sehr kleine Infektionszahlen problematisch. Kann man auch lösen, ist aber ein größerer Aufwand.


    Fazit ist, dass selbstverständlich bei R0=3 bei 2/3 Durchseuchung nichts vorbei ist. Bei 2/3 ist erstmal R auf 1 gefallen, d.h. vorber war R immer größer als 1 und damit ist die Zahl der Infizierten immer weiter gestiegen. Damit muss sie logischerweise zu dem zeitpunkt maximal sein, an dem 1 - 1/R0 der Population infiziert sind.


    Ich habe dann noch einen Verlust der Immunität bei 75% der Genesenen nach 200 Tagen eingebaut und da sieht man dann, dass langfristig nach mehreren Infektionswellen sich dieser Grenzwert bei der Herdenimmunität einpendelt.


    Wenn man aber eine neue Krankheit wie Covid-19 auf die Bevölkerung los lässt infizieren sich in der 1. Welle sehr, sehr viele, in dem Beisipiel bleiben nur ca. 4 Millionen gesund...


    Die anderen beiden Bilder zeigen den Verlauf für R0 = 2 und RO = 4, um zum Testen ob das einpendeln bei 1- 1/R0 auch für andere Werte im Modell funktioniert. Tut es.


    Fazit: Covid-19 bis zur Herrenimmunität wüten zu lassen würde nicht 2/3 der Leute infizieren wie immer behauptet wurde sondern tatsächlich je nach Parameter ca. 95%.


    Im 1 Bild sind die gesamten Toten und die Toten pro tag auf der rechten Achse, bei den anderen 3 Bildern nur die Toten pro Tag auf der rechten Achse...


    Der R Wert bestimmt nicht nur das langfristige Verhältnis der Immunen zu den nicht immunen, sondern u.a. wie schnell und "hoch" die Wellen verlaufen. Das ist die "flatten the curve" Geschichte.


    Er ändert aber nichts daran, dass sich in der 1. Welle viel mehr als 1 - 1/R0 infizieren. Wer auch immer diese Strategie für unsere Industrieländer vorgeschlagen hat war mMn ein Idiot.


    Es spielt übrigens keine Rolle, ob wir jetzt 10.000 oder 100.000 Infizierte haben, sobald man Maßnahmen so locker, dass R wieder deutlich über 1 geht beginnt das exponentielle Wachstum sofort wieder von vorne.


    Covid19_Sim4c.jpg


    Covid19_Sim4d.jpg

    In unserer Welt kann man mit Geld fast immer sehr viel erreichen, auch in Katastrophen.


    Wann hat man genug Geld angehäuft?


    Ich würde sagen, mit 5 Millionen Euro wäre mein restliches Leben in der Hinsicht sehr entspannt, aber nach oben sind da kaum Grenzen gesetzt


    Auch bei Covid-19 kommen die Reichen weitaus besser klar als die Armen.


    Kann ich das realistisch erreichen? Nein.


    Ist das schlimm? Auch nicht.

    Ich teile die (Wunsch?)Vorstellung nicht, dass uns die "Übungs-Pandemie§ namens Covid-19 ins doomer Zeitalter bringen wird, wo man die Äcker mit dem Pferd bearbeitet.


    Ganz im Gegenteil glaube ich, dass sich manches durchaus zum Positiven verändern wird können.


    Zumindest wir in Deutschland sind da sehr gut aufgestellt, es ist eher eine Frage wie die Weichen gestellt werden. Wird man aus der Pandemie das ein oder andere neue lernen und besser machen, was man bisher für "unmöglich" gehalten hat oder macht man einfach weiter wie vorher. Das wird sich zeigen.


    Bei mir auf Arbeit gehen jetzt Sachen, die vor 2 Monaten noch völlig unmöglich waren.


    Ich habe sogar Hoffnung, dass meine Wünsche nach flexiblen Arbeitszeitmodellen hoffentlich mehr Gehör finden werden.

    ...i.... und der andere macht halt 175tsd im Jahr, ...


    Es geht um die Leute 3 Etagen höher! Um die Leute die über der Politik stehen....Um die echten oberen 5% der Geldsäcke, die sich rund um die Welt die Taschen Vollmachen...

    Von diesen ultrareichen gibt es nur ein paar wenige, je nach Definition sind das nicht 5%, sondern vielleicht 0,005%.


    Mit dem o.g. "normalen" 175k€ im Jahr Bruttoeinkommen bis Du bei den Erwerbseinkommen bereits irgendwo unter den besten 1%.


    https://de.wikipedia.org/wiki/…n_2014_in_Deutschland.svg


    Diese Verteildiskussionen sind daher idR nicht zielführend, denn an die extrem reichen Milliardäre kommst Du nicht ran (die werden in diversen Steueroasen mit Kusshand genommen) und von den Gutverdienern gibt es viel zu wenige, als dass man da soviele Einnahmen erzielen könnte, damit bei den Zig Millionen "kleinen Männern" was relevantes ankommt.


    Darüber hinaus bin ich der Ansicht, dass 42-45% Einkommenssteuer (+Soli + ggf Kirchensteuer) nun wahrlich mehr als genug sind.

    In Erwartung der kommenden Apokalypse finde ich die Aktienmärkte aber sehr entspannt. Die bisherigen "Verluste" sind ja gerade mal ein bissl Luft aus der großen Blase ablassen, von einem Einbruch kann da derzeit nicht die Rede sein.

    Das ist bitter :-( Scheinbar erkennt man die schelchte Qualität der KN95 daran, dass die masken nicht sitzen. Wäre das Filtermaterial schlecht wäre das vermutlich für normale Anwender nicht so leicht zu erkennen.


    China versaut sich im Moment so einige Wirtschaftsbeziehunge, fürchte ich.

    Ich fürchte Italien wird pleite gehen. Staatsverschuldung wird für 2021 auf 180% des BIP geschätzt, das hat Griechenland seinerzeit das Genick gebrochen.


    Mir war bisher noch nicht bewusst, dass Vertreter der italienischen Regierung mittlerweile sehr deutlich auch in der Öffentlichkeit zugeben, dass Coronabonds für Italien selbstverständlich nicht zurück gezahlt würden.


    https://www.n-tv.de/wirtschaft…igen-article21699124.html


    Deutschland muss mit aller Macht verhindern, dass wir mit den Italienern gemeinsam für Schulden haften, ab da wäre der Damm gebrochen.


    dann lieber Eurozone zerbrechen lassen. Mir wär lieber Deutschland wär drin und Italien draußen, aber notfalls auch anders herum. Auf keinen Fall gemeinsame Schulden mit Italien, denn das Geld sehen wir nie mehr, dafür sind wir dann auf ewig erpressbar.