Beiträge von Cephalotus

    ...Für eine Zyste im Unterkiefer die einfach nicht abheilen wollte fliegt hier auch noch ein Rest Clindamycin 600 mg rum, aber das ist zum Glück endlich ausgestanden.

    Wie kann es da einen Rest geben? Nicht zu Ende genommen?


    Ich halte auch nichts davon, sich bei einem Kratzer durch was auch immer prophylaktisch eine Packung Antibiotika einzuwerfen. (und eine halbe schon 3x nicht)


    MfG

    Jeder(!) stellt sich irgendwo blöd an und hat von manchen Dingen gar keine Ahnung.


    Problematisch ist es dann, wenn die Leute sich nicht belehren lassen. Das war hier ja wohl nicht der Fall.

    Ich denke es ist ziemlich wurscht, ob die deutsche Autoindustrie da mit macht oder nicht. Bestenfalls bleiben da eine Handvoll Jobs übrig, in der Denkmaschinerie, aber sicher nicht in der Produktion. Solange ein Asiate für nen Klicker und nen Knopp arbeitet, und die Schiffstransporte (sind das eigentlich solargetriebene Elektroschiffe? Wenn nicht - wozu Elektroautos, wo doch schon die zwanzig größten Frachter/Tanker mehr Abgas produzieren als die weltweite Autoflotte...) derart billig sind, dass es sich lohnt die Fahrzeuge, bzw. Bauteile "auswärts" produzieren zu lassen...

    Deshalb investiert die Automobilindustrie ja auch zig Milliarden in deutsche Produktionsstandorte und deshalb wird der deutsche PKW Markt ja von "Billigasiaten" (Japan und Korea zählen ja wohl kaum als Billiglohnländer) überschwemmt?


    Hallo Realität!


    Das mit den 20 größten Frachtern ist natürlich ebenfalls absoluter Blödsinn.


    6 Leuten gefällt ein solcher Beitrag, der von hinten bis vorne nur grober fachlicher Unfug ist. Mir geht sowas nicht in den Kopf. Wie kommt das?

    Vorbereiten schadet nicht. Wem sag ich das?


    Man darf aber sehr gesapnnt sein wie der nächste große europäische Krieg aussehen wird. Ich wette völlig anders als die bisherigen.


    Wie war es 1870? Die ist man mit der Kavalarie losgestürmt um die feindlichen Kanonen nieder zu metzelen


    1914 war das eine fatale Taktik und endete im Stacheldrahtverhau im Maschinengewehrfeuer


    1940 hatten die Franzosen dann die großen Bfestigungsanlagen und die waren vollkommen sinnlos, weil es sich plötzlich um einen hoch motorisierten Bewegungskrieg handelte


    Bis 1940 hat die Marine wie blöd Schlachtschiffe gebaut und hatte dafür gigantische Ressourcen verschwendet. Im Krieg kamen die Dinger nicht mal dazu auf Flugzeugträger zu feuern, so chancen- und bedeutungslos waren die gegen die Flugzeugträger.


    Ich weiß auch nicht, womit der nächste Krieg gewonnen wird.


    Ich vermute er spielt sich im Weltraum ab (Hoheit über die Satelliten), im Cyberspace (Zerstörung feindlicher Kommunikation und Infrastruktur) und dann vermute ich, dass die Fertigungskapazität von Drohnenfabriken entscheidend sein könnte und die eigenen Möglichkeiten diese zu schützen und mit Ressourcen zu versorgen.


    So ein Krieg würde vermutlich völlig anders aussehen wie die bisherigen und vermutlich auch völlig andere Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung haben.


    Mindestanforderungen an die Katastrophenschützer wäre mMn eine parallele Infrastruktur, die auch bei völligem Zusammenbrauch der Stromnetze, das Internets und das Zahlungsverkehrs dauerhaft funktionsfähig bleiben kann.


    MfG

    Wasserstoff hat eine extrem niedrige Dichte. Das kann man mit LPG oder CNG nicht vergleichen. In den aktuellen FuelCell-Autos verwendet man Tanks die auf 700bar komprimierten Wasserstoff enthalten. Das geht mit Gasflaschen aus Metall nicht sinnvoll (müsste man aus einem Vollmaterial-Zylinder drehen). H2-Tanks werden aus Kohlefaser-Verbundwerkstoffen "gewickelt", wie ein überdimensionales Wolleknäuel. Der Kofferraum eines Kompaktwagens ist damit quasi voll.

    So ist es.


    Wie man aus dem Chemieunterricht hoffentlich noch weiß hat ein Mol Gas immer ein Normvolumen von 22,4 Liter.

    Ein Mol Wasserstoff = H2 hat demzufolge eine Molmasse von nur 2g


    Ein Wasserstoff PKW verbraucht ca. 1kg Wasserstoff auf 100km, das sind also 500 Mol oder eben 11.200 Liter Wasserstoff pro 100km.


    Eine typische große(!) Gasflasche wiegt leer so 50-67kg und enthält 50 Liter Volumen bei 200bar, also etwas weniger als 1kg Inhalt.


    Man kommt also mit so einer Flasche weniger als 100km weit, für die typischen 450km eins e-PKW mit großer Batterie müsste man also 5 große Gasflaschen zu je 50-67kg (+1kg Inhalt) herum transportieren. Bevor ich das Zeug herum schleppe und an Ventilen mit 200bar herum mache stecke ich mich lieber an eine Schnellladesäule an.


    Aber klar, die Industrie behindert das, weil sie Angst davor hat das wäre zu populär :-)


    Bei den 700 bar in fest verbauten Drucktanks aus Carbonfasern braucht man für die 5kg Wasserstoff = 56.000 Liter dann Drucktanks mit einem Volumen von 80 Litern. Das klingt erstmal noch relativ harmlos, aber man muss bedenken, dass man bei der Form des Tanks keinerlei Freiheiten hat wie bei Benzintanks. Diese 700bar Tanks sind zwingend Kugeln oder Zylinder, während man z.B. die 150 Liter Volumen einer großen Batterie so formen kann wie man das möchte und das dementsprechend als flaches Paket unter dem Fahrgastraum anbringt, wo es nicht stört.

    Zusätzlich braucht das BSZ Fahrzeug dann eben auch noch das Volumen für die Pufferbatterie, für die Brennstoffzelle selbst, für die Klimatisierung der Brennstoffzelle, für die Zuleitungen und für das Abgassystem.


    In der Realität ist also die Batterie heute beim Bauraum schon technologisch überlegen und die Batterie wird sich die nächsten Jahre noch verbessern, bei Wasserstoff haben wir harte physikalische Limits und die 700bar sind jetzt erstmal gesetzt.


    MfG

    Das Einzige was ich jetzt nicht verstehe ist "M f G". ;) Was du bei meiner Aussage vielleicht nicht verstanden hast ist: Die sollten die E oder Wasserstoff oder Holzvergaser-Autos erstmal komplett zu Ende entwickeln und nicht Panik und grüne Verbote verbreiten, die Wirtschaft ruinieren, bevor es brauchbare Ergebnisse gibt. Jetzt haben wir hundert Jahre und länger geqalmt und gegasst, jetzt kommst auf 5 Jahre mehr mit schon sehr sauberen Verbrennern auch nicht an. Der Unterschied: Deutschlands Industrie geht nicht den Bach runter. Dieses einseitige Ökodenken finde ich völlig übertrieben, ist wohl eher so ein Trend-Phänomen um cool zu sein. Tötet Onkel Ditmeyer! 8)

    Das ist doch alles nix neues.


    "Fertig entwickeln" bevor es auf dem Markt kommt kennt man vom Fusionsreaktor und von der Brennstoffzelle und vom Endlager für nukleare Abfälle. Da tut man seit jeweils 60 Jahren dran herum.


    Auf den Markt bringen und auf den Markt reifen kennt man vom Automobil an sich, von der Photovoltaik (nachdem man zuvor 50 Jahre lang vergeblich entwickelt hatte) oder vom Smartphone.


    Ob das Ökothema ein Trend ist vermag ich nicht zu sagen. Mir ist das wichtig seit ich ein Kind bin und das ist nun ein paar Jahrzehnte her. Schon als Schüler hab ich mich mit Solarzellen und biologischem Pflanzenbau beschäftigt. Später habe ich etwas "grünes" studiert und nun arbeite ich in dem Themenfeld wo ich das meiste bewirken kann.


    Es ist nicht neu, dass viele Leute das als Spinnerei abtun und als sinnlos, genau wie Kläranlagen, Katalysatoren, FCKW Verbot und vieles mehr.


    Auch da gab es immer sehr viele, die glaubten, das ginge nur gegen den kleinen Mann.


    Man stelle sich vor, die Umweltschützer hätten sich bei den Themen nicht durchgesetzt.


    5 Jahre weiter mit Verbrennern herum zu tun und abzuwarten ist äquivalent zu dem was Grundig, Nokia und Kodak getan haben, als Flachbildfernseher, Smartphones und Digitalkameras auf dem Markt kamen. Da hieß es auch das wäre ja alles noch in den Kinderschuhen, lieber das gute Altbewährte weiter nutzen.


    Wir kennen das Resultat.


    Wer der deutschen Autoindustrie maximal schaden will setzt darauf, weiter 5 Jahre Dieselmotoren zu verkaufen und erstmal nichts zu tun und abzuwarten.


    Allerdings hat das auch die deutsche Automobilindustrie mittlerweile kapiert und man braucht sich ja nur anschauen, für was die 2019 ihr Geld in Fabriken und R&D gesteckt hat.


    MfG

    Eine Stadt wie New York wird sich technischen Küstenschutz wahrscheinlich leisten können, um sich noch ein paar Jahrzehnte kaufen zu können, aber bei einem Quasi-Kleinstaat wie den Niederlanden sehe ich langfristig wenig Optionen...

    Das ist ein weiterés Drama. Städte die bedroht sind werden erstmal viele Milliarden in Schutzmaßnahmen investieren um die noch mehr Milliarden an dort bereits verbautem Vermögen zu beschützen.

    Das ist aber nur sinnvoll, wenn es nicht immer noch schlimmer wird. Das wird es aber, gerade der Meeresspiegel wird noch sehr lange weiter anstiegen, selbst wenn wir beim Klimaschutz wider Erwarten jetzt mal ernst machen.


    Stadt also diese Milliarden in Klimaschutz zu investieren und Städte einfach aufzugeben baut man damit Schutzmaßnahmen, die aber in 50 Jahren sich als sinnlose Ausgaben erweisen werden. Ganz im Gegenteil, je höher der Deich, umso größer die Katastrophe, wenn er eines tages dann doch bricht.


    Aber es ist unausweichlich, dass genau das so passiert, denn so funktioniert unsere Welt. jeder denkt nur an sich und nicht an das große ganze.


    MfG

    Dann gehst du davon aus, das sich der Ozean in 3800m Tiefe um 3K erwärmt und das ist falsch.

    Eine Erwärmung in der oberen Schicht von vielleicht 10-15m im Durchschnitt ist realistisch.

    Und wie kommst Du darauf? Bauchgefühl?


    "...Zwischen 1971 und 2010 hat die Erde durch den Anstieg der Treibhausgaskonzentration eine Energiemenge von 274 ZJ (1 Zettajoule= 1021 Joule ) gewonnen. 93 % dieser Energiemenge ist im Mittel über den Zeitraum 1971-2010 in den Ozean gegangen. Der obere Ozean (0-700 m) hat 64 %, der tiefere (700-2000) 29 % aufgenommen. 3 % sind in das Schmelzen von Eis eingegangen, ebenfalls 3 % durch die Erwärmung der Landoberfläche der Kontinente und 1 % durch die Erwärmung der Atmosphäre..."


    https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Erw%C3%A4rmung_des_Ozeans

    Am Ende erwärmt sich der Ozean in der Tiefe genauso (unter Berücksichtigung der Dichteanomalie und da bin ich spontan überfordert bzgl Salzwasser unter sehr hohen Druck), es erfolgt nur verzögert.

    Unsere Verbrenner-Auto-Industrie mitsamt den Systemzulieferern wird verschwinden, so oder so. Wenn wir uns erfolgreich gegen E-Autos "Made in Europe" sperren, weil der Diesel ja soo effizient ist und weil die H2-Technologie ja die viiiel bessere ist usw., dann werden diese Autos halt woanders produziert. Und wir werden dann auch keine E-Auto-Industrie bei uns mehr auf die Beine bekommen. So wie unser Stahl, unsere Elektronik, unsere Textilien, unsere Mobiltelefone, Solarmodule, demnächst auch Windkraftanlagen inzwischen woanders gebaut werden.

    Genau so ist es. Weltweit ist die messe schon längst gesungen, für normale PKW hat der Diesel absolut keine Zukunft mehr. Da kann man heuen wie man will und sich in Deutschland dagegen stemmen.

    Die Welt wird in 10 jahren andere Autos kaufen.

    Die werden entweder bei uns gebaut oder nicht.

    Mit dem, was VW, Daimler, CATL, Tesla in Deutschland jetzt investieren bin ich zuversichtlich. Die investieren übrigens ALLE ihre Milliarden in batterieelektrische PKW und das tun sie nicht, weil sie blöd sind.


    Wasserstoff für PKW ist auch nach 50 Jahren immer noch im Versuchsträgerstadium, Spannender sind hier eher die Elektrolyseure, aber da ist Siemens ganz gut dabei. Eine Präsentation dazu hatte ich ja weiter oben verlinkt.

    Sonderlich sinnvolles wird man mit dem teuren grünen Wasserstoff aber nicht tun können (im Gegensatz zu den Ökoeieer gibt es keine Käufer für grünen Wasserstoff, genausuo wie es keine Käufer für grünes Erdgas oder Pflanzenöl in PKW gab).


    Die Strategie muss also sein, für Wasserstoff genauso wie für Solarstrom vor knapp 20 Jahren ein Einspeisegestz zu machen. Man wird grünen wasserstoff nach ct/kWh Kostendeckend vergüten und der Erzeuger speist den ins Gasnetz ein. Das geht erstmal 5 Jahre lang prima und schafft einen Binnenmarkt, eine Indsutrie undd amit Skaleneffekte und dann schauen wir weiter, wo sich die Kosten hin entwickelt haben.


    Die Politik muss man davon aber noch überzeugen, die denkt immer noch von der falschen Seite her (Erzeuger), statt einfach einen zwangsabnehmer zu schaffen.


    Wenn man dann Wasserstoff im Verkehrssektor haben möchte geht das am besten über Erdgasautos, von denen dann jedes 1-3 Prozent Wasserstoff mit tankt. oder man lässt es eben bleiben und konzentriert sich erstmal auf die LKW und Überlandbusse so wie die Chinesen, da gibt es aber ein Infrastrukturproblem.


    MfG

    Das wäre so, als wenn man die Musikkassette verboten hätte bevor die CD zu Ende erfunden worden war. Wenn das E-Auto die bessere Alternative ist regelt der Markt das alleine. Die Politik mischt sich hier in krankhafte Art und Weise in die Technologie und den Markt ein, das kann nur schiefgehen. Aber bei den Intelligenz Bestien die zur Zeit unser Land kaputt regieren wundert mich das nicht.

    Der Markt würde das regeln, wenn es Kostenwahrheit gäbe.


    Die gibt es nicht bei Umweltschutz oder Ressourcenvebrauch.


    Die Osterinsel hat doch sehr schön gezeigt, was der Markt regelt und was nicht. Als der letzte Baum umgehauen wurde hat sicherlich noch einer genau gewusst, warum das jetzt sinnvoll sein soll.


    Realität ist, dass auf der Welt soviel spottbillige Kohle, Öl und Gas vorhanden ist, dass das locker ausreicht das Weltklima komplett kippen zu lassen.


    Was also soll der Markt regeln, wenn das Zeug doch so billig ist?


    Der Markt hat uns weder das FCKW Verbot gebracht noch das DDT Verbot, weder Kläranlagen noch Katalysatoren. Der Markt bringt uns eine Welt, ind er 1 Milliarde Menschen hungrig zu Bett geht und 1 Milliarden menschen zu fett ist um sich noch bewegen zu können. Der Markt bringt, dass wir unsere Regenwälder abholzen und unsere Meere leer fischen und unseren Plastikmüll nach Asien verschippen, damit die in dann in den nächstbesten Fluss kippen.


    Niemand bei klarem Verstand käme jemals auf die Idee, einen PKW mit Verbrennungsmotor auf einer Raumstation zu betreiben. Auch die Erde ist eine Raumstation, nur sind die Dimesnionen so groß, dass das Gehirn von Homo sapiens nicht im Stande ist das zu begreifen. Dazu gibt es haufenweise Untersuchungen. Alles was so komplex ist, dass es mehr als ca. 100-120 Menschen betrifft überfordert unser Affenhirn, dafür sind wir einfach nicht gemacht.


    MfG

    Hmm... ich bin da optimistisch, vor allem, wenn ich mir mal das Foto angucke. So aus dem Bauch heraus ohne zu rechnen tippe ich auf maximal 80cm Anstieg. 8)

    Das Schmelzwasser verteilt sich auf ne riesige Wasserfläche, die dann zugegebenermassen auch noch ein bisschen grösser wird.

    Ihr immer mit Eurem Bauchgefühl. Wie wäre es denn mal mit rechnen?


    Die durchschnittliche Tiefe der Ozeane beträgt 3800m.


    Die Dichte von Wasser bei 15°C beträgt 0,999103kg/l

    Die Dichte vom Wasser bei 18°C beträgt 0,998599kg/l

    Das ist ein Unterschied von 0,05%


    0,05% von 3800m sind 1,9m.


    Das ist erstmal nur die Ausdehnung durch die Erwärmung um 3K, ganz simpel, und schon das alleine ist mehr als Dein Bauchgefühl Dir so sagt.


    Das Volumen des Eises in der Antarktis wird auf 26,4 Millionen km³ geschätzt.


    Auf 360 Millionen km² verteilt sind das schlappe 73m Anstieg.


    Wikipedia nennt etwas andere Zahlen, aber für die Größenordnung taugt das schon


    Meeresströmungen sind komplex und es gibt viele Unsicherheiten. Mir ist isher nicht bekannt dass es Konsens wäre, dass der Golfstrom verschwindet. Abschwächen ist denkbar.


    Global ist das egal, für uns lokal hat das Auswirkungen.


    Aber da wir uns ja auf einer Landmasse in eher nördlicher Breite befinden sind wir eh überproportional betroffen. Wenn die Welt um 3K wärmer wird (aktuelles best case Szenario, wenn wir Klimaschutzmaßnahmen weltweit sofort und massiv gegen alle Widerstände umsetzen) sind es bei uns eher ca. 5K.


    Das ist ziemlich heftig.

    Wenn Du dem Wasserkeisrlaif Deines Körpers (2kg gehen pro tag rein und 2kg gehen raus), zusätzliche 3% Wasser dazu fügst wirst Du jeden tag um 60g schwerer und hast nach 10 Jahren locker flockige 220kg Wasser in Deinem Körper angesammelt.


    Wie man sieht sind 3% Zusatz in einem Kreislaufprozess sehr wohl erheblich.


    Ansonsten sind von den heutigen 410ppm CO2 in der Atmosphäre ca. 130ppm von fossilen Brennstoffen und dabei haben bisher die Weltmeere noch ca 1/3 absorbiert. Das Problem wäre noch überschaubar, wenn es denn bei den 410ppm bliebe, das tut es ja aber nicht.


    ---


    Wasserstoff hat im kompletten Systemansatz Vorteile, wobei schwer absehbar ist was alternative Strategien bis dahin kosten werden. Wir hatten das schon bei Desertec mit Solarthermie+Speicher+HGÜ vs PV+Batteriespeicher. da hat sich die Situation in nur 10 Jahren um 180° gedreht. Keiner kommt heute mehr auf die Idee Solarstrom via Solarthermie in Nordafrika zu produzieren und nach Europa zu transportieren.


    Leider nutzt Wasserstoff die Gaspipelines erheblich schlechter aus als Methan. Die Gasindustrie in Deutschland denkt außerdem eher darüber nach, für H2 nochmal neue Pipelines zu bauen. Syn Methan hat aber langfristig das riesen Problem eine grüne Kohlenstoffquelle für den Sabatierprozess zu brauchen, das macht z.B. beim Biogasstrom Sinn (60% CH4, 40% CO2), aber sonst sieht es da recht düster aus.

    Extraktion von CO2 aus der Atmosphäre kostet 300-600€/t.

    Das machen wir vielleicht eines Tages als "Feuerwehr" wenn die Welt "in Flammen steht", wobei ich mir nicht mal das vorstellen kann), für die Energiewende hat es aktuell keinen praktischen Nutzen, da der Treibstoff damit unbezahlbar wird. Ein Erdgasauto verbrennt ja auch mal eben 70-80kWh Erdgas pro 100km.


    Bzgl der Kostenanalyse hat Jülich eine Kurzstudie veröffentlicht, den vollständigen Bericht bekomme ich im Frühjahr 2020, ich denke auch der wird dann publiziert. Das ist deswegen spannend, weil die einen hohen Wasserstoffanteil haben, eben auch durch Importe.

    Das ist aber ein hoch komplexer Systemansatz, wo dann eben genau das Problem bereits enthalten ist, was man macht, wenn man 80%+ Solar- und Windstrom im Netz hat und das CO2 in der Energieversorgung auf quais o reduziert werden muss.


    Ich halte den H2 Anteil bei PKW für erstaunlich hoch und bin gespannt auf die zugrunde legenden Parameter, aber ich wollte Dir mal eine von zehn Studien zeigen, wo Wasserstoff bei den PKW noch mitspielen darf:


    https://www.fz-juelich.de/iek/…df?__blob=publicationFile


    ---


    Zu den Ökobilanzen sehe ich keinen Ansatz einer sachlichen Diskussion und lasse es daher auch bleiben. Fakt ist, dass die Kobaltproduktion die leute noch nie gejuckt hat, genausowenig wie Abbau von Platin, Kupfer, Blei, usw, jetzt bei den ePKW sind aber plötzlich die aktuell 8% Kobalt für die ePKW das große Thema das man diskutieren müsste.


    https://www.bmwgroup.com/de/ve…p-folder/Kobaltabbau.html

    https://www.volkswagen-newsroom.com/de/k-wie-kobalt-4854

    https://media.daimler.com/mars…en-bei.xhtml?oid=40822365


    Soweit die deutsche Automobilindustrie.


    Und wie schaut es jetzt mit dem verantwortlichen Umgang mit Kobalt bei den anderen 92% Verbrauchern aus? Ach, dort ist es ja völlig egal.


    Die Stammtische glauben tatsächlich ernsthaft, mit solchen Themen würde sich keiner beschäftigen. Das wird in der Branche und der Politik schon seit vielen Jahren diskutiert und es gibt bei den ePKW eben kein grundsätzliches Ressourcenproblem.


    Ein grundsätzliches Ressourcenproblem gibt es aber bei Verbrenner PKW, den jedes dieser dinge pustet Jahr für jahr, immer und immer wieder 1t erdöl in die Luft.


    Die Leute philosophieren gerne über die "Mobilitätswende", aber das geschrei will ich erleben, wenn die leute nicht vom Diesel-PKW zum e-PKW umsteigen sollen, sondern vom Diesle-PKW zum Fahrrad oder Bus.

    Das wird NEVER EVER passieren. Das kann jeder für sich freiwillig machen und wenn wir in deutschland oder der Schweiz unseren Autobesitz halbieren dann ist das immer noch viel mehr als das, was 2 Milliarden PKW für 10 Milliarden meschen wären


    Die Realität der Mobilität in Deutschland:


    Selbst wenn der Bus kostenlos steigt kein Autofahrer um:

    https://www.zeit.de/mobilitaet…r-autofahrer-pfaffenhofen


    Die Leute nutzen immer das beqeemste und wenn es auf dem Dorf bequem ist 200m mit dem Auto zu fahren dann ist das eben so:

    https://www.zeit.de/mobilitaet…er-nahverkehr-bus-fahrrad


    Zu glauben, die PKW Anzahl weltweit würde abnehmen ist vollkommen absurd (abseits natürlich von der Apokalypse, SHTF oder wie auch immer...)


    Den Strom für 2 Mrd. ePKW können wir weltweit problemlos nachhaltig erzeugen, Treibstoffe für 2 Mrd. PKW nachhaltig zu erzeugen ist nahezu unmöglich und extrem teuer. (und die lokalen Abgase und die extreme Ineffizienz der Verbrennungsmotoren hat man trotzdem)

    Alleine nur das Schelfeis in der Westantarktis kann den Meeresspiegel um 3m ansteigen lassen, das scheint schon im Gange:


    https://www.klimareporter.de/e…lement-ist-das-schnellste


    Grönland, erstmal noch nicht dramatisch, aber langfristig (ist da Potenzial f+r +7m und das großflächige Abschmelzen des Grönlandeises gilt erstmal (ohne Eiszeit) als unumkehrbar.


    https://wiki.bildungsserver.de…l%C3%A4ndischer_Eisschild


    wie sich die größte Eismenge in der Antarktis selbst entwickelt wird sich zeigen und zu allem kommt eben noch dazu dass sich das Wasser in dne Ozeanen erwärmt und damit ausdehnt.


    man darf nicht vergessen dass die +2K heute Utopie sind, im bestmöglichen Szenario wenn Deutschland und alle anderen die Klimaschutzzeile wie versprochen gegen alle Widerstaände schnell umsetzen sind +3K noch denkbar. So wie es bisher in der Praxis läuft ist leider alles denkbar.


    Die letzte rasanate Erwärmung um +5K hatten wir am Ende des Perm durch die Supervulkane der sibirischen Trapp. Deren CO2 hat damals ca. 2000 Jahre gebraucht. danach sind die Weltmeere weitgehend sauerstofffrei geworden und gekippt, das Erdklima kippte ebenfalls durch Ausgasung von Methan Richtung +15K und es gab das größte Massensterben, das der Planet jemals erlebt hatte, deutlich übler als der Asteroid, der vor 65 Millionen Jahren die Zeit der Dinosaurier beendete.


    Das was die Supervulkane damals vermutlich in 2000 Jahren schafften bekommen wir in 200 Jahren hin, wenn wir einfach weiter machen.


    MfG

    Teil 2


    Zitat

    Die VDA-Leitfäden bei E-Autos werden leider bisher kaum umgesetzt. Das meinte ich eben mit der fehlenden Kooperation -


    Welche deutschen Hersteller von ePKW verstoßen denn dagegen?



    Zitat

    Ich kenne eine ganze Reihe an Leuten, die bei der Feuerwehr sind (auch Berufsfeuerwehr). Und KEINER davon würde ein brennendes E-Auto mit dem Strahlrohr löschen bzw. mit einer Bergeschere öffnen.


    So wie angeblich keine Feuerwehr ein Haus mit einer Solaranlage löscht? Wurde ja auch Jahrelang so landauf, landab erzählt.


    In jedem e-PKW herrschen Spannungen unter 1000V DC. Das ist auch für die normale Feuerwehr überhaupt nichts ungewöhnliches beim Einsatz von Wasser als Löschmittel.


    Zitat

    Solange es also keine verpflichtenden Sicherheitsstandards gibt, wird sich das auch nicht ändern.

    Einige Automarken haben sogar eigens geschultes Personal, welches im Falle des Falles angefordert werden kann, um die Öffnung (mit) durchzuführen. Von einer speziellen Marke weiß ich konkret, dass es in Österreich eine solche Person in Wien gibt, und eine in Bludenz. Da möchte ich nicht in Klagenfurt in einen E-Auto-Unfall verwickelt sein...


    Nenne mir Beispiele, bei denen die Feuerwehr vor Ort Personen in einem Elektro-PKW verbrennen ließ, weil sich die Einsatzkräfte nicht trauten das Fahrzeug zu öffnen.

    Ich kann mir das grad nicht vorstellen.



    Zitat

    Natürlich sind all diese Probleme lösbar. Nur wird halt momentan gerne so getan, als ob es nur beim Verbrenner Probleme gibt, und das E-Auto quasi umweltneutral wäre. Und solange sich DIESE Einstellung nicht ändert, kommt mir bei diesem Thema jedes Mal die Galle hoch.


    Die Sache ist ganz einfach.


    Die Anzahl der PKW auf dieser Welt wird sich Richtung 2 Milliarden Stück erhöhen


    Das sind entweder 2 Milliarden Elektro PKW mit einem Resourcevebrauch von 4 Milliarden Tonnen, die man langfristig immer wieder recycelt oder es sind 2 Milliarden Verbrenner PKW, die jedes Jahr, Jahr für Jahr2 Milliarden t Erdölprodukte verbrennen und damit neben anderem rund 6 Milliarden t CO2 in die Luft pusten. Dazu kommt auch hier der Resourcenverbrauch von 3 Milliarden t für die Fahrzeuge.


    Eines dieser beiden Szenarien wird die Ökosysteme des Planeten bis zum Jahr 2100 erhalten können, das andere nicht.


    Mit Wasserstoff ginge es auch, nur mit deutlich höheren Kosten und Energieverbrauch und sehr wahrscheinlich auch deutlich höheren Resourcenvebrauch und mit mindestens 10 Jahren Verspätung und möglicherweise einem ernsten Platinproblem.

    Ich bin leider zu blöd in dieser Forensoftware ein Zitat aufzuteilen, daher muss ichs so machen.

    Statt technologieoffen zu forschen und mittels Vorgaben dem Markt die Erreichung der notwendigen Einsparungsmaßnahmen zu überlassen wird das E-Auto als quasi einziger Ausweg von der Politik gesehen.

    Wir haben Technologieoffenheit, denn der Treiber für die ganzen Aktivitäten ist der CO2 Flottenverbrauch der EU.


    Elektromobilität hat tatsächlich eine Bevorzugung, weil Strom als CO2 neutral gilt, aber Plug in Hybride sind durch den Rechenzyklus sogar noch stärker bevorzugt und Wasserstoff-PKW genießen dieselben Privilegien, obwohl die CO2 Vorkette bei Wasserstoff übler ist als beim Strom.


    Zitat

    So, und nun zu den einzelnen Argumenten: Dass der Ressourcenverbrauch von E-Autos nicht grundsätzlich kritischer ist als der von Verbrennern wage ich zu bezweifeln: Kobalt aus Kinderarbeit, Seltene Erden aus Indianerreservaten, großflächige Vergiftung der Abbaugebiete durch Chemikalien, ...


    Nichts davon ist grundsätzlich neu. Der Bedarf an Kobalt für Traktionsakkus lag 2017 bei sage und schreibe 8%.


    [Blockierte Grafik: https://img.br.de/058fda56-a202-468a-9f84-bc8a15b82e6d.jpeg?q=80&rect=0,0,1920,1080&w=1600&h=900]


    92% des Kobalts wurde für andere Zwecke benutzt, z.B. für Metalllegierungen in Verbrennungsmotoren oder für all die schönen anderen Lithium Akkus (oft mit Cobaltoxid Kathode mit 60% Kobalt Anteil) in unseren elektronischen Spielzeugen.

    Was wir hier haben sind Scheindiskussionen.

    Warum sind die 8% plötzlich ein Problem? (es sind übrigens genau DIE 8% die als einzige eine Verpflichtung eingegangen sind eben kein Kobalt aus Kinderarbeit zu nutzen) und die restlichen 92% haben noch nie jemanden hier gejuckt. Die Realität ist: Weil es den Leuten scheißegeal ist, das sind nur vorgeschobene Gründe, die gerade genehm sind


    Für den Lithiumabbau wird teilweise Grundwasser hoch gepumpt. In der Lausitz alleine pumpen wir derzeit 20x soviel Grundwasser hoch wie in ganz Chile. Der Schüttkegelabbau in Boliven ist so ziemlich die Metallförderung mit der geringsten Umweltauswirkung die man sich vorstellen kann.

    Seltene Erden werden in normalen PKW vielfältigst eingesetzt. Im e-PKW kommt mehr Neodym und Dysprosium dazu, übrigens beim Wasserstoff PKW genauso viel wie beim Batterie-PKW. Nur Dysprosium ist potentiell kritisch, aber ersetzbar.

    Dafür hat der Batterie ePKW keinen (großen) Bedarf an Platinmetallen und sie sind im Gegensatz zu den seltenen Erden WIRKLICH selten.


    So sieht eine Platinmine aus:


    [Blockierte Grafik: https://www.trendlink.com/ext/img/trends/100/Aktien-Platinminen--produktion-370x238@2x.png]



    Tatsächlich verbraucht eine 500kg Autobatterie natürlich Ressourcen. Der größte ökologische Fußabdruck liegt dabei weder beim Lithium noch beim Kobalt, sondern bei Aluminium und Kupfer.


    Die eigenen sich halt nicht so gut als Feindbilder.



    Zitat

    Die Kosten für Supercharger & Co haben wir in der Firma (als Kundenauftrag) berechnet. Um 100.000 € bekommst du vll. den Stromanschluss, und das auch nur in ländlichen Gegenden wo Grabungen leicht und billig sind bzw. Freileitungen möglich. Eine Ladesäule für vier Supercharger (250 kW) benötigt immerhin einen 1.250 kVA-Trafo samt vorgelagertem Netz. Sowas kostet nun einmal eine Stange Geld.


    100.000 Euro gilt für eine 120kW Ladesäule. Daran kann theoretisch bei 100% Auslastung am Tag 2880kWh Strom abgegeben werden.


    Realistischer ist eine Auslastung von 20% was eine Strommenge von 576kWh entspricht oder eine Fahrstrecke von ca. 3000km


    Eine Wasserstofftankstelle kostet ab 1 Million Euro. Pro Tankvorgang gibt sie bis zu 5kg Wasserstoff ab, was für 500km Reichweite reicht.


    Theoretisch kann der Kompressor vielleicht 24 Tankvorgänge pro Tag umsetzen, also 120kg Wasserstoff, realistisch sind es auch hier vielleicht 25% davon, also 30kg entsprechend einer Reichweite von 3000km


    Beide Anlagen benötigen neben der reinen Errichtungskosten natürlich Investitionen in die Infrastruktur zum Anlifern von Strom bzw Wasserstoff, das kann unterschiedlich teuer ausfallen.


    Zitat

    Auch wenn ich Wasserstoff nicht als geeignet für E-Mobilität betrachte, möchte ich trotzdem auf die Argumente eingehen: Deutschland hat schon heute regelmäßig negative Energiepreise bzw. muss Windparks mangels Transportkapazität abschalten (aber trotzdem den theoretisch verbrauchten Strom über die EEG-Umlage bezahlen). Hier sprechen wir also nicht von Gratis-Energie, sondern man bekommt sogar noch Geld für's Vernichten des zu viel erzeugten Stroms.


    Das ist nicht korrekt. Tatsächlich sind Zeiten mit negativen Strompreisen so regelmäßig keineswegs und Abschaltung nach EinsMan erfolgen typischerweise aufgrund von Netzengpässen, das ist etwas anderes.

    Da man EEG Anlagenbetreiber nicht dafür verantwortlich macht die Netz auszubauen werden diese entschädigt, wenn der Strom nicht durch eigenes Verschulden nicht eingespeist werden kann.

    der Strom wird also so oder so vergütet, egal ob man jetzt einen Abnehmer hat oder nicht.

    Bei (anhaltend) negativen Strompreisen entfällt diese Vergütung.


    Vermutlich meinst Du Ausfallarbeit nach EinsMan


    Diese betrug im Jahr 2017 laut https://www.bundesnetzagentur.…_blob=publicationFile&v=6 (Seite 127ff) ca. 5500MWh


    Das ist rund 1% der Stromerzeugung.


    Die effizienteste Reduzieren erfolgt heute durch Ausbau der Stromnetze, wie z.B. die Fertigstellung der Thüringer Strombrücke zeigte.


    Elektrolyseure sind hierfür heute weitgehend wirkungs- und sinnlos, denn der Großteil dieser Abscahltung entstehet eben durch netzengpässe. man müsste als den elektrolyseur an einem betroffenen Netzknotenpunkt errichten (wie man von dort den Wasserstoff weg bekommt ist eine andere Frage) und sich dann dort die Zeiten und leistungen anschauen, die man nutzen kann. Man wird feststellen, dass die Auslastung typischerwiese unter 500h pro jahr liegen wird.

    Wegwerfen des Stroms ist weitaus billiger als damit Wasserstoff zu erzeugen.


    Im übrigen betrifft das heute unter 1% unserer gesamten Stromerzeugung (der Anteil des "verlorenen" stroms durch Krafterkseigenvebrach z.B. in Kernkraftwerken ist höher) und bei hohen Anteilen an Solar und Windstrom wird das auch mal Richtung 10% gehen. Es ist wirtscahftlich NIE sinnvoll, für Erzeugungsspitzen Netze und teure Verwertungsinfrastruktur aufzubauen, die dann an 200h im Jahr genutzt wird.

    Sicherlich wird man über kurz oder lang den Strom dann nicht mehr vergüten, was bei 10% Verlust den Solar- und Windstrom dann eben um 10% teurer macht. Von heute z.B. 5ct/kwh halt auf 5,5ct/kWh. Ich sehe da überhaupt kein Drama.



    Zitat

    Zusätzlich lassen sich Elektrolyseure ja auch in Gunstlagen (Äquatornähe) errichten und dort dann entweder den erzeugten Wasserstoff (mit bis zu 4.000 Jahresbenutzungsstunden, also nicht nur hie und da einmal) direkt in Tanks füllen, oder als SNG / synthetisches Erdgas weiterverarbeiten und dann wie normales Erdgas entweder per Pipeline oder als LPG verfrachten.


    DAS ist ein ganz anderes Thema.


    Fakt ist allerdings, dass wir aktuell keinen Absatzmarkt für grünen Wasserstoff haben. Erdgas kostet 1,5ct/kWh.

    wasserstoff an tankstellen wird zum subventionierten Preis von 10€/kg abgegeben (also ca. 30ct/kWh) und das ist kein grüner Wasserstoff sondenr tiefschwarzer als idR Dampfreformation von Erdgas.

    Jeder aktuelle Wasserstoff PKW ist weitaus klimaschädlicher als ein Erdgas PKW.


    Wenn man also dem Wasserstoff PKW zugesteht, dass es da noch Entwicklung braucht, warum gesteht man es dem Batterie ePKW nicht zu?


    Der Wasserstoff PKW hatte 30 Jahre Vorsprung. In nur 20 Jahren hat der Lithium Ionen Akku das in einen 10 jahres Vorsprung bei Batteriefahrzeug gewandelt. Der Vorsprung wächst extrem an, Wasserstoff hat das Technologierennen im PKW schon längst verloren, er ist viel zu teuer und viel zu ineffizient zumindest aus Sicht des Fahrzeugnutzers.

    Man müsste da schon seinem Systemvorteil als Speicher einpreisen und das ganze hochgradig subventionieren, aber ob das klug wäre ist alles andere als gewiss.

    Aktuell ist der Großteil des Meeresspiegelanstiegs auf die Erwärmung des Wassers zurück zu führen. Warmes Wasser jenseits der 4°C hat eine geringere Dichte und dehnt sich folglich aus.


    Wenn das Eis Grönlands und der Westantarktische Eisschild schmelzen sollte (die Wahrscheinlichkeit steigt von +2K über +3K zu +4K stark an) haben wir zumindest langfristig ganz andere Probleme. Bisher hat man die Sensibilität der Eisschilde und damit die Gefahr eher unter- als überschätzt.

    Ich würde mal optimistisch mit Solarmodulen mit knapp 20% rechnen (monokristalline Si-Module schaffen derzeit 19%). Dann hätte man bei Normeinstrahlung mit 1000W/m² immerhin 800Wp Generatorleistung. Die bekommt man aber nur, bei nachgeführten und passend zum Einstrahlungswinkel ausgerichteten Modulen. Bei waagerecht auf dem Dach liegenden Zellen und den thermischen Verhältnissen auf dem Dach dürfte davon aber nur 50% im Akku ankommen, also doch wieder 400W. Im Sommer wären das bei 8h Sonnenstunden/Tag dann 3,2kWh. Der Bollinger braucht 2,6kWh/km. Macht dann 1.230m die man mit dem Tagesertrag fahren kann. Zu zweit könnte man den Bollinger über die Strecke auch schieben, ginge schneller, weil man nicht erst 8h warten muss...

    Ich nehme an, der Verbrauch des Bollinger lieget bei 0,26kWh/km (entsprechend 26kWh/100km).


    Die effizientesten noch bezahlbaren Module haben heute Sunpower Zellen mit einem Wirkungsgrad von 23%, bei 4m² passen also die 800Wp


    Für eine waagerechte Fläche kann man in Deutschland laut PVGIS5 an einem Junitag mit 3,2 kWh rechnen (Deine Annahme passt als zu einem durchschnittlichen Tag, um den 100kWh Akku voll zu machen braucht man also im Sommer ungefähr 1 Monat. Eine "geschenkte Tankfüllung" pro Monat finde ich sooo schlecht jetzt nicht in einer SHTF Welt), an einem Dezembertag mit 0,5 kWh


    Das entspricht einer Fahrstrecke von 12 km am Tag bzw 2 km am Tag


    Es würde sicherlich Sinn machen, weitere Module ggf mitzuführen. 1kW Module kann man heute für 20kg haben und die kann man dann auch aufständern.


    https://re.jrc.ec.europa.eu/pvg_tools/en/tools.html (ich habe Gebäudeintegriert gewählt und München als Standort)


    die praktische Herausforderung wird eher sein, das Ladesystem des ePKW zu umgehen wenn der Hersteller das nicht will und einen MPP Lader zu finden, der mit der Akkusystemspannung kompatibel ist.


    Mit einem Solarfahrrad kann man im Sommer 200-300km am Tag schaffen, allerdings halt nicht dieselben Transportmöglichkeiten.