Beiträge von Matteo

    Beim Zetros bin ich zwiegespalten. Einerseits sieht er einigermaßen brutal aus, andererseits ist er außerhalb des freien Geländes vor allem unpraktisch.

    Wird schon seinen Grund haben warum der Klaus Därr sich zunächst einen MAN, und darauffolgend einen DB Sprinter 4x4 angelacht hat. http://www.daerr.info/ausruest…la-strada-terracross.html Immerhin halte ich ihn als Dipl.Ing. und ehemaligem Händler für Expediditionsbedarf für kompetent in Fragen was solche Fahrzeuge angeht. https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_D%C3%A4rr Unter seinen Kunden, und auch bei den diversen Treffen hat er sicherlich reichlich Einblick in das für und wieder verschiedener Reise-Fahrzeuge.

    Wegen der fehlenden Neuwagen werden gerade sehr viele gebrauchte Autos gekauft.

    Das ist ja nicht nur ein Problem der fehlenden Neuwagen. Hat auch nicht nur mit Corona zu tun. Bei VW waren beispielsweise schon vor Corona die Neuwagen abgehoben teuer, und man kann sie nicht mehr kaufen, wegen der Vermüllung der Fahrzeuge mit Computerblinkiblinki, und anderem technischen Schnickschnack, von zweifelhafter Qualität, und fehlendem Mehrwert. Dazu kommt die oberlehrerhafte Behandlung der Kunden, die das Zeug gefälligst zu kaufen haben, aber ansonsten die Klappe zu halten haben. Vielleicht begreift auch der Herr Dies irgendwann, das sein Geschäft ohne Kunden nicht funktioniert. Bis dahin werden fleissig Gebrauchtwagen gekauft.

    Überleg Dir auch ob es ein frei stehendes Gerät sein soll oder ein Einbaugerät.

    Ich liebe die Kombination aus beidem: Das heißt ich bau mir die meist günstigeren Standgeräte, einfach mit in die Einbauzeile rein. Arbeitsplattenhöhe ist ja heut meist 90 cm, und meinetwegen bei einem Geschirrspüler, den Deckel abmontiert, und einfach unter die Arbeitsplatte drunter geschoben. Siehe Foto in meinem vor-vorigen Posting in diesem Thread. Bei einem eventl. notwenigen Service tut man sich da auch leichter, wenn man die Kiste im Ganzen heraus ziehen kann. Ein Standherd hat ja die Arbeitsfläche sowieso mit dabei. Warum also sollte ich so eine Arbeitsplatte kaufen und dann bis auf ein paar cm Streifen vorn und hinten, so ein Herdfeld ausschneiden, und das meiste von der Platte ist Abfall? Dazu muß ich bei einem Einbaugerät noch für mindestens einen Hunni https://www.ikea.com/de/de/p/m…stensund-weiss-s19409584/ ein eher nutzloses Möbel kaufen? Arbeitsplatte mach ich gern aus Treppenholz, als massive Leimholzplatte. Wird nur eingeölt, und läßt sich immer wieder abschleifen.

    Einbaugerät macht m.E. nur dann Sinn, wenn z.B. der Backofen nicht unter den Herd mit reingezwiebelt wird, sondern genug Platz da ist den Backofen auf Augenhöhe in einen Schrank zu setzen. Gleiches gilt für den Geschirrspüler. Mein persönlicher Einbaufavorit wär kein Dampfgarer, sondern sowas hier: https://www.ebay.de/itm/304033…d03e0c:g:eV4AAOSwuG9hXxNI Eine eingebaute Kaffemaschine. Aber leider hab ich dazu keinen Platz in der Küche.

    Noch was gibts zu beachten: Beim Kauf eines Gasherdes ist Zündsicherung ein absolutes muß, auch im Gasbackofen, wenn einer drin ist. Komfortmerkmal wär dann noch elektrische Zündung, Umluft und Laufschienen oder Backwagen im Backofen. Beleuchtung im Backofen sowieso.

    Solche klassischen E-Herde, wie vom Threadersteller gesucht, allerdings ohne Umluft, gibts schon für etwa 300 €. Sowas: https://www.roller.de/standher…XmM28D5cbm5hoCn_EQAvD_BwE Mit Umluft und Backauszügen kosts einen Hunni mehr. Gute Erfahrungen, mit E-Großgeräten, hab ich mit sog. Retourengeräten aus der Bucht gemacht. Man muß halt schauen was daran kaputt ist. Bei einem Standgerät, was dann in eine Zeile eingebaut wird, stört mich eine fette Delle in der Seitenwand nicht, weils da eh keiner sieht.

    Bei der ersten Übernachtung stellte ich fest, dass die Heizleistung auch auf kleinster Stufe vollumfänglich ausreicht, um den Wagen anständig zu beheizen.

    Bei mir im VW-Bus hab ich noch so einen Raumthermostaten mit dran: https://www.tigerexped.de/Auto…D-44D-5-Meter-Kabellaenge Gerade bei knackigen Minustemperaturen schwankt die Innentemperatur nicht, und man kann in Ruhe schlafen. Das Teil hat 5 m Strippe und kann so irgendwo Mitte Dachhimmel eingebaut werden.

    Ich hab seit langen Jahren einen Gasstandherd, mit Elektrobackofen von https://www.lofra.it/de/ Gibts beim Verkäufer "dagimarket" in der Bucht. Ich hab meinen direkt dort bestellt. Kam problemlos, nach etwa 10 Tagen, mit Spedition.

    Die machen auch Ceran- und Induktionsherde in fast allen Variationen. Z.B. sowas: https://www.ebay.de/itm/254531…3bf3ae:g:QJEAAOSw0uZhcvLI Gibts auch in 50, 60, 70, 90 und 120 cm Breite. Ich liebe Standgeräte, weil mir bislang noch niemand erklären konnte, warum ein Gerät ohne Gehäuse teurer ist wie eines mit.


    Küche.jpg

    Neuere Fahrgestelle enthalten heute natürlich "Elektronik", was viele ganz schrecklich finden (und die das unter Benutzung ihres Smartphones, Tablets oder Notebooks mit Hilfe elektronischer Datenfernübertragung in elektronischen Medien dann auch lautstark kundtun oder womöglich über ihre Reise mit ihrem good old truck ausführlich in Social Media berichten).

    Natürlich kann Elektronik genauso wie Mechanik aus Zahnrädern oder ein 3-Steine-Holzfeuer-mit-Kochtopf mal einen Defekt haben. Und weil Elektronik allgmein als vollkommen unverständlich gilt, ist die Angst vor einem Ausfall in einem Weltreise-LKW besonders ausgeprägt.

    Ich kann das nur für mich schreiben: So ein elektroniklastiger Laster wär für mich der blanke Horror, jedenfalls außerhalb Europas. Warum: Mit der Technik der vergangenen 50 Jahre glaube ich mich soweit ein bißchen auszukennen. Problemen mit Auto-Elektronik aber steh ich hilflos gegenüber. Werkstätten übrigens auch, trotz der ganzen Auslesecomputer, usw.. Und das wird noch schlimmer: https://app.handelsblatt.com/m…ocket-newtab-global-de-DE Textauszug aus dem Link:

    "Steckten im Jahr 2000 in einem Auto im Schnitt Halbleiter im Wert von 206 Dollar, so waren es im vergangenen Jahr 744 Dollar, Tendenz steigend. Laut dem Branchenverband der Elektronikindustrie soll der Wert je Fahrzeug bis zum Jahr 2025 auf 1050 Dollar steigen".

    Fragt mal den Auto-Ali Eures Vertrauens, warum er z.B. vom W 123 und W 124 schwärmt:

    So ein 50 Jahre alter Steyr wird gerade anboten: https://suchen.mobile.de/fahrz…ion=parkItem&id=331794408 Nur der aufgerufene Preis scheint mir etas hoch?

    Aufgrund der Vorgaben, wie 4 Personen, Bad/WC etc. ist ja eine Lkw-Basis fast schon ein Muß. Allerdings würde ich nicht zu einem MAN greifen, sondern mich hier eher für eine Basis auf einem Mercedes-Fahrgestell entscheiden.

    Seh ich auch so: Ben wird beim DB-Hauber landen. Sowas hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Mercedes-Benz_L_1113 oder https://de.wikipedia.org/wiki/Mercedes-Benz_L_911 Vieleicht mal mit Udo DL 8 WP in Verbindung setzen? Mit so einem Hauber hat man praktisch alle Möglichkeiten.

    Und da müsste man schon wirklich große Mengen lagern, damit sich das aus meiner Sicht wirklich lohnt.

    Größere Mengen Diesel zu Lagern birgt die Gefahr der Veralgung, durch den 7%-igen Pflanzenölanteil. Auch der rein mineralische Diesel, z.B. in Tschechien erhältlich, veralgt, nur halt etwas später. Abhilfe: Premiumdiesel oder Grotamar (gibts für privat nimmer zu kaufen). Nachdem das aber hier in anderen Threads bereits ausführlich besprochen wurde, verzichte ich hier auf weitere Ausführungen zum Thema "Diesel lagern".

    Daran hat sich bis heute nichts geändert. Aber das ist der Grund, warum zeitgleich auch die BP-Tankstellen in ARAL umgeflaggt wurden.

    Das die ARAL Tankstellen stets die neuesten Zapfanlagen, Einrichtungen, usw. haben, hat noch einen ganz anderen Grund:

    Hier mal ein uralter Zeitungsartikel zum Thema: https://www.donaukurier.de/nac…apfsaeule;art1735,1290726

    Bei einer technisch auf dem allerneusten Stand stehenden Krafstoffpumpe, kann ich die Dank EU-Eichregelungen recht großzügigen Tolerenzen viel präziser einstellen, und auch einhalten, wie bei einer abgetakelten Uraltkiste, die ja die entsprechenden Eichgesetze auch mit einschließen müssen.

    Textauszug aus dem Link:

    ".....So setze sich der vzbv insbesondere dafür ein, dass es weiterhin verboten bleibt, die Toleranzmargen einseitig auszunützen – also Zapfsäulen systematisch so zu justieren, dass sie etwas weniger Sprit ausgegeben. "Im deutschen Eichgesetz ist dieses Verbot bisher noch verankert, aber nicht in der neuen EU-Richtlinie".

    Am Sprit den man nicht zu Liefern braucht, aber bezahlt kriegt, ist halt am meisten verdient. Bis etwa 1 % Fehlmenge ist zulässig. Also wer z.B. 100 Liter auf der Rechnung hat kriegt real nur 99.

    Ben, weniger ist mehr..... überleg Dir gut, was Du wirklich brauchst....

    Mal zum Vergleich, genau das Gegenteil, von dem was hier gesucht wird, und auch nur für 1 Person, aber absolut weltreisetauglich:

    Vor einigen Jahren habe ich in einer recht entlegenen Ecke dieser Welt, einen Kunstmaler, mit einem kleinem Hund getroffen, mit einem schon etwas abgerockten 2 CV:

    Der Beifahrersitz und die Rückbank waren ausgebaut und dafür eine schöne lange Liegestatt neben dem Fahrersitz bis zur Heckklappe. Hinter dem Fahrersitz alles Gerödel in einigen Kisten. Dazu Wasser- und Spritkanister, Kochsachen, Werkzeug, Staffelei, Malzeug, Angelausrüstung, usw. Vor dem nicht vorhandenen Beifahrersitz, da wo man normalerweise ein Handschuhfach vermutet, hatte er ein kleines Notebook, mit GPS-Antenn, als Navi. Navigationsmäßig hatte er da einen beneidenswert großen Wanderkartenausschnitt drauf. Ich hatte nicht den Eindruck, das es dem Mann an irgendwas fehlte. Das nur mal als Gegenpol zu den hier aufgeführten 500.000 € Fahrzeugen.

    Was spricht dagegen einen Gepäckanhänger an den Alhambra dran zu hängen, mit allem Klimbim drin? Z.B. sowas hier: https://www.stema.de/de/sortiment/kofferanhaenger.8.html Kost in neu mit 1300 kg, gebremst ca. 2500 €. Ich hab mir erst so einen gekauft, mit etwas Gebrauchsspuren, 1 Jahr alt, für 1.500 €.

    Mit der Diesel Standheizung liebäugle ich ebenfalls.

    Zeltofen/ Holzofen ist aber nicht vom Tisch, da mehr als genug Brennstoff herumsteht 8o

    Grundsätzliches dabei ist, das so ein Holzofen Strahlungswärme liefert, und die Dieselheizung nur Konvektionswärme. https://www.thermotec.ag/blog/…ions-und-strahlungswaerme

    Für die Dieselheizung brauch ich ja zunächst mal 12, oder 24 Volt, zum Betrieb der Steuerung, Gebläsemotor und Spritpumpe. Also eine ordentliche LKW-Batterie mit Solarzelle, usw. Dazu einen Tank für den Sprit mit Verbindungsleitung, Spritfilter usw. Und zuletzt eine Abgasleitung nach draussen. Ein Freund hat an seinem Holzhaus so eine alte Eberspächer Busheizung, montiert. Und zwar außen unterm Fenster, in einem Metallkasten gegen Regen. Folgende Problempunkte gabs: Auch normales Heizöl versulzt gerne bei tiefen Temperaturen. Dann war die Abgasführung so, das es zum offenen Fenster wieder herein zog. Und es kommt ja aus dem Ausstömer nur warme Luft. Das heißt, bis es einigermaßen gemütlich innen wird muß die Heizung ziemlich lange laufen, um eine hohe Lufttemperatur zu erreichen.

    Die Führerschein-Reform FS-Klasse 3 zu BE/C1E, um einen Camper fahren zu dürfen hat an dieser Stelle in Deutschland einiges an Porzellan zerschlagen. Gab es in der Zeit davor in Deutschland eine große Auswahl an Campern mit bis zu 7,5 t zGG, haben die Hersteller natürlich versucht, ihre Pfründe zu sichern und haben mit viel Leichtbautechnik mittlerweile Fahrzeuge auf den Markt geworfen, die "gerade eben" unterhalb der 3,5-Tonnen-Grenze anklopfen.

    Braucht man nur mal zur Urlaubszeit auf der A 12 von Kufstein nach Innsbruck zu fahren. Da gibt es mehrere Stellen wo ordentlich abkassiert wird. Bekanntermaßen endet ja auch die Autobahnvignette bei 3,5 t, und darüber brauchts die Go-Box. Die WoMo-Hersteller verkaufen Mobile mit der Angabe 2.950 kg in den Papieren. Tatsächlich fahrfertig, ohne Zuladung, wiegt das Teil dann schon 3.200 kg. Jetzt noch 2 Leute rein, ein voller Tank, und die 3.500 kg sind bereits überschritten. Ich hab auch schon ein nagelneues Mobil gesehen mit 3.300 kg Leergewicht in den Papieren, was aber bei der Wiegung bereits 3.620 kg hatte. Sowas dürfte eigentlich nie zugelassen werden? https://help.orf.at/stories/3204990/

    Kurzum, bei 3,5 t, geht die Rechnung, bei 4 Personen, auch mit Kindern, nie auf. Und noch was: Die Hersteller der 3,5 t Mobile verbauen auch nur die dafür nötige Technik in ihre Autos: Ein Bekannter, mit so einem 3,5 t Mobil, klagte über permante Reifenschäden, bei seinen Urlaubstrips. Untersuchung der geplatzten Reifen hat ergeben, das er mit gut 4,5 t tatsächlichem Gewicht die somit unterdimensioniert Serienbereifung permanent überlastet hat.

    Was für Schlüsse ziehen wir als Prepper daraus? Die 3,5 t Grenze ist was für 2 Personen mit VW-Bus und artverwandtes und kleinem Urlaubsgepäck. Allen Familienvätern kann ich nur raten die entsprechenden Führerscheine zu machen und ein Mobil zu nehmen, was auch technisch jenseits dieser 3,5 t Grenze angesiedelt ist. Die werden gebraucht oft sogar deutlich günstiger angeboten, da alle auf die 3,5 t scharf sind. Das schreibt Euch einer, der auch schon bös bezahlt hat, wegen (unwissentlicher) Überladung, aber nicht mit einem Wohnmobil. Aber das ist eine andere Geschichte.

    Kleiner geht bei mir leider nicht, weil eben eine 4 köpfige Familie Platz braucht und du bei Sprinter und Co schnell bei 3,5 Tonnen bist und somit keine ernsthafte Autarkie erreicht werden kann, da null Zuladung.

    Als Basisfahrzeug sowas hier: https://www.iveco.com/germany/…ue-daily-4x4-auswahl.aspx

    Ist nicht so ein aufälliges archaisches Militärmonstrum, mit 40 l/100km, und man kann trotzdem mal über eine softe Naturstraße fahren.

    Wichtig: Einzelbereifung hinten, eventl. Hochdach wegen der Stehhöhe, gibts mit 5,5 oder 7 t. 3 Liter Hubraum mit 180 PS. Meine Idealfarbe wäre ein dunkles grau. Vorteil: Sieht nicht so nach Militär aus, und man siehts trotzdem nicht km-weit, in der Dämmerung, am Waldrand stehen, wie das bei der üblichen Weißware der Fall ist.

    Was ist noch zu beachten:

    Mit einem Euro 6 Diesel läßt sich leider keine Weltreise machen. Ein in DACH gekaufter T6 kann nur hochreinen, glasklaren und schwefelarmen Diesel. Sonst gibts kapitale Schäden am Motor. Das ist z.B., bei der im Eingangsposting genannten Reise nach Albanien, zu beachten. Hier ein kleiner Einstieg ins Thema: https://7globetrotters.de/expe…r-benziner-kaufen-in-2018

    Wenn ich den sehr schönen zölligen Langriemen-Fußboden hier oben sehe: Viele Eigenausbauten leiden an zu hohem Gewicht. Das ist ja kein stationäres Wohnhaus. Soviel Zuladung haben die meisten Bullis gar nicht, da sie schon seitens VW aus dem Vollen geschnitzt sind. Einfach mal zwischendurch wiegen. Das was in den Papieren steht ist meist geschönt. Mein T5.2 z.B., hat 1950 kg in den Papieren, wiegt aber nachgewogene 2150 kg, fahrbereit. Also bleiben bei 2,8 T zul. Gesamtgewicht, nur noch 650 kg, für den Ausbau und die Zuladung. Und ich empfehle nicht, bei einem Fahrzeug ans gewichtsmäßig zulässige Limit zu gehen.

    Der Allrad dürfte zwar 3.5 T haben? Aber dafür ist das Leergewicht deutlich höher wegen der zusätzlichen Gelenkwellen, Kardan, Differential, usw.

    Naja, die Nachfrage nach Wohnraum ist zZt extrem hoch, die Mieten explodieren. Ich muss den Energieverbrauch meiner Mieter nicht senken, ich vermiete die Bude trotzdem problemlos zu Höchstpreisen.

    Das mag in Ballungsgebieten so sein. Da wo das o.g. Häuschen steht, hat der größte, und mehr oder weniger einzige Arbeitgeber, 2016 den Betrieb dicht gemacht. Die Mieten sind seit ca. 30 Jahren stabil. Es herrscht eine hohe Fluktuation und es gibt reichlich Leerstände, und verfallene Häuser. Aktuell interessiert der Energieverbrauch (noch) niemanden. Jeder ist froh wenn er ein Dach über dem Kopf hat.


    Um zum Topic zurückzukehren: Die Verbesserung der Wohnsituation in den Ballungsgebieten würde sowohl fürs Klima, als auch für den Energieverbrauch eine deutliche Verbesserung bringen. Da es in den Städten keinen bezahlbaren Wohnraum mehr gibt, müssen ja vor allem Familienväter täglich, über weite Strecken pendeln. Und das häufig mit Privat-PKW, weil der halt, oft aus mehreren Gründen, alternativlos ist. Eine Enteignung von Wohnungsunternehmen, wie in Berlin gefordert, ist da sicher nicht die Lösung. Mal abgesehen davon, das das unbezahlbar ist, wird ja damit keine einzige Wohnung geschaffen. Die Lösung ist der Neubau und die Sanierung vorhandener Wohnungen. Gestern kam erst im Fernsehen ein Beitrag, das es in Holland schwimmende Siedlungen, mit mehreren 100 Häusern gibt. Da wo es keine Grundstücke mehr sind, kann man sowas ins Auge fassen?

    Als Mieter hast du eh keine Chance. Da bist du auf den Eigentümer angewiesen. Und der hat auch eher weniger ein Interesse daran, den Energieverbrauch seiner Mieter zu senken, in dem er selber ordentlich Kohle reinbuttert.

    Gesetzliche Vorgaben/Zuschüsse etc. können das zwar in Zukunft ändern.

    Sorry, wenn ich da widerspreche. Als Vermieter eines Häuschens hab ich da wohl ein Interesse den Energieverbrauch zu senken, schon weil das ja den Mietwert steigert. Mietinteressenten achten da heute schon darauf, wie hoch die Heizkosten sind, und obs ein brauchbares Internet gibt. Bei meinem Fall ist das aber nicht möglich, weil gesetzliche Vorgaben einer energetischen Sanierung entgegenstehen. Ich glaub, ich hab den Link hier schon mal gepostet? https://www.vermieter-forum.co…getische-sanierung.22724/ Für diesen Winter mußte ich einen der Ölöfen ersetzen, da durchgebrannt. Das Haus steht mit seinen 24 cm Betonwänden wie ein Heizkörper in der Landschaft, und jede Investition in die vorhandene Energieschleuder- und Umweltvergiftungs-Anlage ist m.E. Unfug.

    Habe jahrelang mit Einwegpaletten geheizt.

    Bei uns gibts eine große Baustoffhandlung. Die haben massenhaft Wegwerfpaletten zum Mitnehmen. Man fragt halt höflich. Der Aufwand hält sich in Grenzen: Ein PKW-Anhängerchen (ist m.E. für Prepper sowieso ein mußt have - Klaufix hießen die Dinger früher, im Neufünfland) und zur Not eine Stich- oder Säbelsäge, mit entsprechendem grobzahnigen Blatt, und fertig.