Naikan, Selbsterkenntnis

  • Naikan, Selbsterkenntnis , ist ein aus Japan stammender Weg, der zur eigener Selbsterkenntnis führen soll.
    Die Grundlage ist eine stille und intensive Betrachtung der eigenen Lebensgeschichte.


    Erst einmal Naikan die eigene Ruhe, das Zurruhekommen des eigenen Geistes, völlige Abgeschiedenheit von äusserlichen Einflüssen wie Lärm, Hektik, keine Worte, kein Gespräch.


    Naikan sollte aber ein innerer Dialog mit der eigenen Geschichte, Vergangenheit sein, ein Gespräch mit dir selbst.
    Das Prinzip, wenn ich das Naikan gut und richtig verstanden, ist es, deinen eigenen Frieden zu finden.


    Ist einer der vielen Wege zu einer eigenen Zufriedenheit, wenn man sich darauf einlassen mag.


    Sind das Wege für euch, wie denkt ihr hier über so etwas ?


    Micha

  • Interessantes Thema ! Es gibt sicherlich viele Namen für den Blick nach innen... Schadet sicher nicht, sich mit dem Thema zu befassen. Spielt übrigens auch im Simpsons-Film eine Rolle ;)

  • @ Remus


    Zu einem guten Vorbereitetsein ist ganz sicher innerliche Ruhe, Zufriedenheit, Selbstsicherheit notwendig.


    Wenn du süchtig, kaputt, und unsicher durch ein Leben taumelst, dann ist Vorsorge das letzte Thema, an das du denkst.
    Naikan, so wie es mir berichtet wurde, ist das Ausgraben der Leichen in deinem Keller.
    Das endgründige Aufgeben, und die Beisetzung dieser Leichen, die alle von uns mit sich herumschleppen, nicht mehr...


    Vergebung ist ein hohes Gut, wenn du vergeben kannst, dann ist das gut, der einzige Weg.
    Bist du aber für immer voller Hass, dann vergiftet der Hass dein ganzes Leben, bis zuletzt...


    Naikan ist eine Art Frieden zu machen, nicht nur für dich, auch für alle Menschen, die dein Leben jemals berührt haben.


    Micha

  • Der Weg zur inneren Ruhe und Ausgeglichenheit hat sehr wohl etwas mit Preppen zu tun.
    Nur aus der Mitte heraus kann man angemessen reagieren, sonst liegt die Gefahr nahe auf Manipulation herein zu fallen, oder sich in Details zu verlieren.


    Wir richten meistens den Blick nach aussen und auf andere, das ist einfach und lenkt so schön von den Leichen im Keller ab.
    Lassen wir das hier doch einfach mal so stehen. Wer sich damit (noch) nicht auseinander setzen will, braucht es nicht zu lesen.


    Ich für meinen Teil werde das gründlich durchdenken.
    Wer hat damit Erfahrungen gemacht bzw konnte es so verinnerlichen, dass es durch extreme Situationen geholfen hat? Konstruktive Beiträge von Menschen die schon weiter sind würden mich freuen.

    nicht jammern, machen

  • Moin im Thema,


    ich pflege ein vielleicht für viele merkwürdiges kleines Hobby, ich sammle seit sehr vielen Jahren Gedichte, Worte, und gute Zitate aus Traueranzeigen in Zeitungen. Ganz sicher ein etwas morbides Hobby, egal.


    Hier ein Zitat aus solch einer Anzeige, es passt gut zu diesem Thema:


    Vergebung und Mitgefühl haben nichts mit Schwäche oder Sentimentalität zu tun.
    Sie erfordern Ehrlichkeit und Mut.
    Nur durch Sie lässt sich der ersehnte Frieden herbeiführen.


    Micha


  • Finde ich gut:


    Besser ein Krieger im Garten zu sein als ein Gärtner im Krieg.