Selbstversorger ein Irrweg, oder das Mittel ein Szenario zu überstehen.

  • Ob es sinnvoll ist oder nicht, müssen andere endscheiden. Für mich ist es in soweit sinnvoll das ich nicht nur Kartoffeln auf dem Teller habe sondern viele Produkte die aus Mehl hergestellt werden können. Zudem habe ich aus 9 qm etwa 75 kg Kartoffeln geerntet. Das reicht für uns bis in das Frühjahr. Leider fehlt mir noch ein Platz wo ich Kartoffeln lagern kann, so das sie nicht zu warm lagern. Heutige Keller haben meistens, so wie wir, eine Heizung, wo solche Produkte nur schwer zu lagern sind. Deshalb auch nur die 9 qm für den Anbau. Zudem probiere ich immer noch verschiedene Sorten aus.

    Ja, der Anbau von Getreide ist so wie ich ihn dieses Jahr angebaut und verarbeitet habe schwierig, und in größerem Umfang fast unmöglich, aber ich denke nächstes Jahr, sofern mir die kräfte erhalten bleiben, wird es leichter sein, wenn ich mehr Maschinen einsetzen kann.

    Man sollte aus mehreren Gründen viele unterschiedliche Arten von Nutzpflanzen anbauen: Man kommt besser über's Jahr (Früh- und Spätkartoffeln, auch beim Kraut gibt es frühe und späte, dafür lagerfähige Sorten; Zwiebeln, Bohnen, ev. Mais (kann man wunderbar unter mit den Bohnen kombinieren und spart sich dadurch auch die Rankhilfe), Kürbis (als Bodendecker zwischen Mais und Bohnen), Beerensträucher, diverse Wurzelgemüse (Pastinaken, Karrotten, Peterwurzeln, Knollensellerie, wenn Platz ist noch verschiedene Obstbäume, ...).

    Dadurch kann man a) den Ausfall der einen oder anderen Sorte kompensieren, b) hat man auch gleich eine ausgewogene Nährstoffversorgung, c) kommt man ideal über's Jahr und d) hat man geschmacklich mehr Abwechslung als wenn es immer nur Gerstenbrei gibt. ;)

    Arbeite, als wenn du ewig leben würdest. Liebe, als wenn du heute sterben müßtest.