Beiträge von Stickstoff

    Kleiner Wald bedeutet oftmals auch selbst loszuziehen, zu verhandeln, zu ernten usw. Liegt einfach daran das sich Firmen nicht lohnen, wegen zu geringer Auftragsmenge

    Deswegen ist die Beratung und Betreuung durch den Förster vor Ort umso wichtiger ;) Der kümmert sich um soetwas und plant die Erntemaßnahmen so, dass es sich für Firmen lohnt mit ihren Maschinen anzureisen, indem er Waldflächen rundherum miteinplant.

    weil man ja beim Holzverkauf in Konkurrenz zum staatlichen Angebot steht

    Inwiefern in Konkurrenz? Das musst du mir nun mal genauer erklären.

    Der zuständige Revierförster berät den Waldbesitzer kostenlos, betreut ihn bei Mitgliedschaft in einem anerkannten forstlichen Zusammenschluss gegen geringe Kosten oder gegen Vollkosten bei nicht-Mitgliedschaft und verkauft sein Holz über ausgelagerte Verkaufsgenossenschaften oder GmbHs. Das Holz aus dem Staatswald wird weiterhin direkt über die Forstämter verkauft. Wo siehst du da das Problem?

    Wenn bei uns im Wald einer aus Totholz eine Hütte baut, dann stellt das eine Borkenkäferbrutstätte dar.

    Falsch. Totholz impliziert, dass es nicht mehr fängisch für Borkenkäfer ist, da das Kambium zwischen Bast und Holzkörper abgestorben ist. Allenfalls könnte es eine "Brutstätte" für Folgeschädlinge wie Bockkäfer darstellen, die allerdings keine wirkliche Relevanz für den lebenden Restbestand haben.

    Andererseits ist ein Waldbesitzer, der so viel Totholz rumliegen lässt, nicht wirklich aufmerksam und sorgfältig.

    Auch nicht ganz richtig. Ein gewisser Anteil Totholz sollte in jedem Wald liegen um alleine schon die Nährstoffrückführung zu gewährleistern. Ganz zu schweigen vom ökologischen Wert. Der Wald ist schließlich kein Acker, der ausgefegt und anschließend gedüngt wird. Und die Tatsache, dass Äste rumliegen lässt nicht wirklich auf eine Aufmerksamkeit oder Unaufmerksamkeit des Eigentümers schließen.

    Der Wald kann Schäden verursachen, und wenn ich die grob fahrlässig zulasse, dann kann mich da eine Haftung treffen.

    Richtig, grundsätzlich besteht zumindest in Deutschland ein allgemeine Betretungsrecht des Waldes auf eigene Gefahr (§14 BWaldG). Das heißt, läuft jemand im Wald rum und fällt ihm etwas auf den Kopf, kann ich dafür nicht haftbar gemacht werden. Spricht mich aber jemand darauf an, dass er regelmäßige "Treffen" abhalten will und ein Lager bauen will, nimmt er mich mit in die Haftung. Da würde ich mindestens mal einen Gestattungsvertrag mit dem "Nutzer" empfehlen.

    Das frische Totholz, also starke Äste, Kronenmaterial, ganze Bäume - das ist eher die Gefahr in Form des Buchdruckers.

    Um der Klugscheißerei noch einen drauf zu setzen: Nur zum Teil richtig. Frisches Kronenmaterial und Äste stellen bruttaugliches Material vor allem für den Kupferstecher dar und erst die dickeren Stammstücke sind interessant für den Buchdrucker. Daher ist auch eine rechtzeitige Abfuhr des befallenen Stammholzes besonders wichtig um das ausfliegen der Käfe aus Demselbigen zu verhinden. Aber das ist momentan nicht wirklich zu realisieren, weshalb wohl die Fichte bis in Höhen von 300/400 m in den meisten Gebieten Deutschlands für einige Jahrzehnte verschwinden wird.

    OT:

    Festmeterpreis von ca. 70€ ergibt sich für Fichtenholz

    OT: Ich bitte um eine PN über Namen und Sägewerke (in Norddeutschland), welche 70 € für Käferfichte bezahlen ;) Dann könnte ich dort noch einige hundert oder tausend Fm loswerden...


    Wir verkaufen derzeit Stammholz für 35-38 €/Fm an heimische Säger, Export teilweise noch für 40 €/Fm, Industrieholz geht für 16-20 €/Fm in die Spanplatte.

    Pellets werden meines Wissens nach hauptsächlich aus Sägeresthölzern und Kuppelprodukten (Nebenprodukte in der Sägeindustrie) hergestellt, es wird in der Regel kein Rundholz als Ganzes zu Pellets verarbeitet, da es sich einfach nicht lohnt.

    Was hin und wieder vorkommt ist, dass Rundhölzer zu Hackschnitzeln verarbeitet werden (Hackschnitzel hoher Güte, da wenig Rinden- und Astanteil), aber auch hier, obwohl ein Verarbeitungschritt weniger, muss man am Ende drauf zahlen.

    Es werden zwischen 1 und 4 €/Srm ausgezahlt. Das macht 2-8 €/Fm. Bei durchschnittlichen Aufarbeitungskosten von 20 €/Fm zahlt man somit ordentlich drauf. Städte, Gemeinden und Gartenbesitzer machen dies hin und wieder bei Verkehrssicherungsmaßnahmen. Im Wald werden wenn überhaupt nur Waldresthölzer gehackt um Restbestände zu retten (kaum mehr möglich) oder Platz für Neuanpflanzungen zu schaffen. Hierbei wird bei 20 cm gezopft, damit es für den Hacker überhaupt interessant und wirtschaftlich ist anzurücken.


    Es gibt Versuche Käferholz in Kohlekraftwerken zu verstromen, aber auch das lohnt sich scheinbar ohne Subventionen nicht, da Transport und Logistik zu teuer sind.


    Ich würde mich freuen, wenn Pellet- oder Hackschnitzelheizungen einen Boom erleben werden, glaube dies aber erst, wenn es soweit ist. In der ganzen CO2- und Feinstaubdebatte wurden Biomasseheizungen bei politischen Forderungen häufig ebenso wenig verschont, wie Verbrennermotoren. Aber wenn der Boom kommt, dann ist es vielleicht schon zu spät, denn zumindest in Nord- und Mitteldeutschland wird sich die Fichte wohl auf 300-400 m auf vielen Standorten in den nächsten 2 Jahren verabschieden und ob dann noch jemand sein wertvolles Holz bei vermutlichen Preisen von über 100 €/Fm noch hacken und verbrennen lässt...

    Bei uns auf Arbeit schlägt das schon durch. "

    Dito.
    Wir können nun kein Exportholz (Rundholz, welches in Container geladen wird und per Schiff nach China transportiert wird) mehr verkaufen.

    Da scheinbar mindestens 1 Hafen geschlossen wurde und bis auf Weiteres keine weiteren Fuhren angeleiert werden.


    Da der Export derzeit das einzige große Ventil für die Massen an Käferfichten ist/war, stehen wir dementsprechend ratlos da und dürfen Waldbesitzer bis auf Weiteres vertrösten.

    der eigene Körper das ist, worum man sich am meisten kümmern muss, bevor eine Krise eintritt. Eine körperliche Fitness und gesunde Lebensweise sind ein absolutes Muss um in einer Krisensituation bestmöglich bestehen zu können.


    [...]


    aufgrund einer Zerrung der Plantarfaszie.

    Kann ich nur unterschreiben.


    Dazu möchte ich aber auch noch sagen, dass es nicht nur wichtig ist fit zu sein, also Kraft zu haben, lange laufen zu können oder nicht unnötig stark übergewichtig zu sein, sondern es meiner Meinung nach fast genau so wichtig ist "geschmeidig" zu sein.


    Nichts ist ärgerlicher, als wenn ich durch oder über einen Stacheldrahtzaun muss oder gerade im Garten umgrabe und ich mit einem Schlag micht nicht mehr bewegen bzw. bücken kann (Stichwort Hexenschuss / ISG-Blockade) und damit erstmal für ein paar Tage ausfalle, da alles außer gehen nicht mehr möglich ist. Gerade im Berufsalltag der Meisten hier (Bürojob) sitzt man die allermeisten Stunden mit angewinkelten Beinen auf einem Stuhl, der Gift für uns ist. Egal wie ergonomisch oder teuer dieser Stuhl ist, in der Regel sind die allermeisten schlecht für uns. Wir sitzen im Auto. Wir sitzen am Esstisch. Wir fahren Fahrrad (immerhin Bewegung). Bei sehr vielen Tätigkeiten verkürzen wir uns. Im Sitzen verkürzen wir uns z.B. in der Regel unsere Hüftbeuger und vordere Schulter, der untere Rücken ist dann häufig durchgehend auf Spannung und das kann wiederum zum Hohlkreuz und der Buckelhaltung führen. Mit den negativen Auswirkungen die das dann wieder mitbringen kann (Fehlbelastung der Gelenke/Wirbel, Verspannungen und im worstcase Bandscheibenvorfall).


    Es kostet nicht viel auch dagegen zu arbeiten. Versteht mich bitte nicht falsch, das Ziel muss kein Spagat sein (und wenn doch ist das natürlich auch in Ordnung, dann aber bitte auch den Männerspagat ;)). Es reicht eine harte (Faszien-)Kunststoffrolle (z.B. Blackroll), notfalls geht auch ein (neues) Abflussrohr. Einmal alles ein wenig durchdehnen, mit Fokus auf den Beinen und den Schultern und anschließend mit der Rolle alles ein paar Mal durchrollen um Verklebungen oder Verhärtungen zu lösen (es gibt unzählige Videos dazu auf Youtube). Ein kurzes intensives Ganzkörperprogramm mit dehnen und rollen dauert keine halbe Stunde. Und das 2-3 mal die Woche kann schon Wunder bewirken. Das Gute auch hier ist, es kostet bis auf die Rolle nichts und man kann nur sehr wenig falsch machen. Grundsätzlich sollte es immer lauten: Gut ist, was gut tut! Dehnen und rollen tut zwar im ersten Moment gefühlt nicht gut, aber am Ende schon!

    So sehr ich die Abneigung der Meisten gegenüber solchem Rummel und Weihnachts(kauf)rausch verstehen kann. So sehr kann ich jedem nur empfehlen diesen oder ähnlichen regelmäßig auch mitzuerleben.


    Es wird zwar immer versucht die Einstellung "Ich will meine Ruhe, ich will ein Haus im Wald und bloß keinem anderem Menschen begegnen!" als charakterliche Stärke zu verkaufen, ich habe aber meine Schwierigkeiten diese als solche zu sehen, auch wenn ich selber manchmal zu solchen Wunschträumen neige.


    Wenn es zum SHTF-Fall kommt und man gezwungen ist das Haus für kurze oder längere Zeit zu verlassen und sich in größere Ansammlungen von Menschen zu begeben, ist es sicher nicht hilfreich, wenn man wegen völliger Reizüberflutung und oder innerlichem Stress nicht mehr handlungsfähig ist oder bleibt und sich oder seine Liebsten nicht mehr adäquat im Auge behalten kann. Die Fähigkeiten in Menschenmassen den Überblick zu behalten, entspannt zu bleiben und sich womöglich auch noch sozial zu verhalten sehe ich durchaus als wichtig an.

    Die Spanngurte sind so dünn, dass die Fenster/Fenstertüren trotzdem gut schließen müssten an der Gummidichtung.

    Asdrubal



    Oder?

    Ich frage mich, wie das funktionieren soll. Die Spanngurte müssen ja etwas "umfassen" um die OSB-Platte an Ort und Stelle zu halten. Wenn du ein Fenster mit Mittelholm hast ok, allerdings wirst du dann das Fenster nicht schließen können. Sind die Spanngurte so festgezogen, dass diese die OSB-Platten auch bei Sturm halten, wirst du das Fenster niemals über die gespannten Gurte schließen können. Gespannte Spanngurte können hart wie ein Brett sein.

    An die eifrigen Sammler von Edelmetallen:

    Ab spätestens nächstem Jahr soll die Möglichkeit, Edelmetalle zu kaufen, ohne sich identifizieren zu müssen, auf 2000 Euro gesenkt werden.

    Dann einfach vorgehen, wie wenn es bei McDonalds McFlurry im Angebot gibt (nur 1 pro person). Nach dem Kauf einfach wieder in der Schlange anstellen ^^

    Typisch für Manufactum.


    Ein Teil, was einen Materialwert von ein paar Cent hat, oder was man selber leicht herstellen kann, wird zu horrenden Preisen veräußert.


    Warum nicht einfach selber machen?

    Hallo Daniel,


    auf welchen Artikel des großen Lidl-Sortimentes möchtest du uns hinweisen?

    Mit deinem Link landet man lediglich auf der Startseite.

    Für längere Krisen wird man nicht umhin kommen, auch Tauschartikel zu bevorraten. Wie seht ihr das?

    Ich weiß nicht, ob man nicht "umhin kommt", allerdings dürfte es sehr hilfreich sein für einen Nachbarn, der einem beim Reparieren eines elektronischen Gerätes hilft oder zum Tausch mit einem Händler etwas eben auch etwas zum Tauschen vorrätig zu haben.

    Ein paar Packungen Kaffee, eine Kiste günstiger Schnaps, Tabak und lang haltbare Lebensmittel binden nicht so viele Ressourcen und nehmen auch nicht so viel Platz weg.

    Hallo Cephalotus,


    zunächst einmal: schön, auch von dir wieder Beiträge zu lesen!


    Darüber hinaus: Ich kenne diese Situation sehr gut und befand mich in einem sehr ähnlichen Lösungsansatz.

    Auch ich begann vor etwa 10 Jahren einfache Sachen wie Konserven, weißen Reis, Weißmehl und Nudeln einzulagern, zunächst vor allem aus Aktionismus um etwas getan zu haben. Als ich mich dann ein zwei Jahre später ebenfalls mit dem Thema Ernährung, und was diese mit unserem Körper macht, auseinander gesetzt habe, kam ich auch relativ schnell zu dem Schluss, dass der anfänglich erstellte Vorrat sehr wenig zum Rotieren geeignet ist.


    Meine Ernährungumstellung damals bestand vor allem aus:

    - Fleischverzicht, bis auf (gutes) Bio-Fleisch und Wildbret

    - nur noch Bio-Gemüse und Obst

    - Getreideprodukte nur noch in Vollkornvarianten


    Mein primäres Ziel war es damals nicht abzunehmen, sondern mich gesund zu ernähren. Darüber hinaus habe ich versucht zu bestimmten Zeiten zu essen: 0700, 1200 und 1700 (in etwa...) das führte dazu, dass ich meinem Körper nach der letzten Mahlzeit genügend Zeit gegeben habe das Essen zu verdauen und "leicht hungrig" ins Bett zu gehen. Körperliche Betätigung wie Gartenarbeit oder Sport nach der letzten Mahlzeit erbrachten dank ihrem "Nachbrenneffekt" einen nicht unerheblichen Beitrag dazu. In letzter Konsequenz habe ich dann etwa 30-40 kg innerhalb eines Jahres verloren.


    Aber dank dieser Ernährungsumstellung und "-philosophie" war ich in meinen Lagermöglichkeiten doch recht eingeschränkt. Den alten Notvorrat habe ich nicht weiter aufgebaut sondern stattdessen, wie du es auch vor hast bzw. tust, kleine Mengen an Getreideprodukten, Nüssen, Öl usw. in der Qualität eingelagert, in der ich sie tägliche zu mir genommen habe. Nach und nach musste ich dann auch die alten Sachen wegschmeißen. Ich habe erst letzte Woche beim Um- und Aufräumen altes Weißmehl mit 8 Jahren abgelaufenen MHD gefunden und weggeworfen. Ich kann damit einfach nichts anfangen. Mehl benutze ich eigentlich nur zum Kuchenbacken alle 2 Monate.


    Zwar hat mittlerweile diese strikte Ernährungsumstellung etwas gelitten und wird nicht mehr derart konsequent fortgeführt (wieder mehr Fleisch und öfter nicht-Bio-Lebensmittel), intermittierendes Fasten führt auch zu etwas anderen Essenszeiten, dennoch stehe ich auch weiterhin vor dem Problem größere Mengen von Lebensmitteln, die ich täglich brauche, einzulagern. Mein Proteinbedarf und Verbrauch ist dank Sport zudem auch ziemlich hoch und da komme ich schnell auf 4-6 Eier am Tag (nein, ich mache mir keine Sorgen zwecks Cholesterin).


    Eine Möglichkeit ist es Lebensmittel einzuwecken/einzukochen. Obst, Gemüse, alles kein Problem. Darüber hinaus ist es auch möglich ganze Gerichte einzukochen. Du könntest dir also deine Gerichte in deiner "gewohnten" Qualität zubereiten und anschließend in Gläser einkochen. Diese sind ohne Probleme 1-2 Jahre haltbar und die Rotation sollte ja kein Problem darstellen. Mir fehlt dazu leider bisher schlicht die Zeit und Motivation, da ich im täglichen Leben das Kochen schon auf ein Minimum reduziere. Des Weiteren kannst und musst du weiterhin versuchen einen Teil deiner Ernährung selbst in deinem Garten und auf deinem Balkon herzustellen.


    Die beste Langzeit-Bio-Vegetarisch-(Wort einfügen)-Eiweisquelle sind wohl trockene Soja-Produkte (Soja-Schnetzel, Soja Stücke usw.). Und auch wenn du versuchst größtenteils auf Kohlenhydrate zu verzichten, Bio-Vollkornnudeln und Vollkornrreis sind ebenfalls sehr lange haltbar.


    Zum Thema Obstsäfte: In meiner Zeit in Baden-Württemberg gab es im Herbst regelmäßig 5 l Apfelsaft-Kartons, wohl vor allem aus Äpfeln aus der Gegend. Ob diese Bio waren, kann ich nicht mehr sagen, auf jeden Fall aber ohne Zuckerzusatz. Und wenn du deinen Fruchtsaftkonsum sowieso einschränken willst, dann trinke lieber natürliche Apfel- oder Obstsäfte statt gezuckerte Industrieware (aber das wirst du wahrscheinlich sowieso vor haben).


    Dass du gerne in der Kantine mitisst, zwecks Sozialleben, kann ich sehr gut nachvollziehen. Besitzt deine Kantine denn eine Möglichkeit Essen aufzuwärmen? Um mit den anderen essen zu können, habe ich mir häufig Essen mit in die Mensa genommen und es dort in der Mikrowelle erhitzt. Zuletzt hat aber auch das etwas gelitten und auch stand Schlange vor der Mensatheke...