Hallo! Hat jemand praktische (!) Erfahrungen mit thermoelektrischen Generatoren?

  • Seid gegrüsst alle Thermoenergiefreunde!


    Das Element von Quickcool QCG-450-0,8-1,0 ist nach Eingang der Vorausrechnung(120,-)
    nun plötzlich doch nicht mehr so leistungsfähig-(so 25%!! weniger als das Datenblatt auf Deren Seite angibt,garantiert jedoch 5W@5V bei 120 Grad Temp.Unterschied)


    Eine gute Nachricht:
    Fa Thermalforce hat 50% des Kaufpreises f.M2411 erlassen(Modul bringt nur 50%,und
    Ich hab´s auseinandergebaut:( )

    Zudem lassen sich die Elemente reparieren!
    Habe dazu die Silikonwurst ums Peltier an einer Stelle aufgeschnitten und
    das Kabel an einem unbeschädigten Strang im Element(hatten einen grossen Riss an der Seite,funktionierte nur mit Druck von oben) mit normalem Lötzinn und grossem Lötkolben befestigt.


    Die angegebene Leistungvon 10 W bringt das Modul trotz alledem nicht ansatzweise.


    Dennoch lassen sich 12V Bleibatterien an dem Generator laden.
    (Diese Zeilen sind mit Thermostrom geschrieben :) )


    12,2V@0,25A (leere Baterie)
    13,5V@0,2 A (fast volle Batterie)
    beheizt von einem hornalten Turm 38-Spiritusbrenner auf halber Leistung.


    Da das Gerät oben sehr sehr warm wird,brauchts einen leistungsfähigeren Lüfter oder einen anderen Kühlkörper mit mehr Kühlleistung oder einen Thermoschalter,der den Ladestrom unterbrechen kann wenns zu heiss hergeht.


    Werde berichten..


    kurze Idee-
    2 runde plane Aluplatten,
    dazwischen die Peltiers,
    unten den Brenner und oben einen grossen Topf mit
    kaltem Wasser..
    fertig wäre the big power pot?
    (wäre einfach+relativ preisgünstig möglich,
    schwer wird´s aber immer wenn der Generator Leistung haben soll,dafür einfach handhabbar)


    Gruss Thomas

  • Hallo,
    habe nun ein paar Tage gebastelt:lächeln:
    :[ATTACH=CONFIG]11911[/ATTACH]


    Petroleumlampe mit eingekürztem Brennerrohr und "Kochaufsatz" worauf hier ein Thermogenerator gestellt ist.


    Die Lampe hat einen Verbrauch von ca 1L/24Std, macht hell&warm
    ( einen 2x2m Raum macht die Lampe sehr gut warm,selbst bei Minusgraden draussen)


    Die elektrische "Ausbeute" ist hier sehr gering,mit Ach&Krach kann man ein
    Smartphone laden,Radio+MP3-Player laufen gut daran.
    Gut ist es,das man den Generator auf einem grossen Kocher nutzen kann,
    um 12V Autobatterien zu laden,die elektrische Leistung ist dort wesentlich höher.


    Die Geräuschemmissionen vom Lüfter halten sich in Grenzen,nervt auf jeden Fall nicht.


    Alles in Allem,wenn nichts mehr geht, ein super indoor Survival-tool,
    Wärme,Licht und ein wenig Strom,zudem kann man die Lampe bis knapp unter die Zimmerdecke hängen,da die Wärme durch den Lüfter verteilt wird und es keine Brandflecken an der Decke gibt:)


    Hier noch ein Bild mit Schirm:[ATTACH=CONFIG]11912[/ATTACH]


    Gruss Thomas

    Dateien

    • generator.jpg

      (57,85 kB, 38 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
    • genS.jpg

      (49,44 kB, 25 Mal heruntergeladen, zuletzt: )
  • Hab jetzt nach über 1 Monat meinen Powerpot V aus den USA vom Zoll erhalten.


    Der 1. Test auf der elektrischen Herdplatte war schon mal recht zufrieden stellend.


    Mit heißer Herdplatte und halbwegs kühlem Wasser (vielleicht 20-30°C) und kräftigem Umrühren hab ich 5,2W bekommen, direkt angeschlossen am Sunload M5.


    Dieses hat einen MPP Tracker, der von 4,5V bis ca. 30V funktioniert, aber leider nur maximal 0,5A Eingangsstrom verwerten kann.


    Blöderweise sind die Spannungskennlinien von Thermogeneartoren nicht annährend so gutmütig wie die von Solarnodulen, so dass man fast immer einen DC-DC-Wandler einsetzen sollte.


    In meinem Fall wurden die 5,2W dann bei 10,4V und 0,5A erzielt. ich vermute mal, dass der MPP bei höherem Strom und niedrgerer Spannung gelegen wäre und es somit Verluste gab, aber mehr als 0,5A kann eben der sunload nicht.


    Im Lieferumfang ist ein eigener DC-DC Wandler mit USB Ausgang und stabiler(?) 5V Spannung und feuerfestem Silikon/Teflon-Kabel enthalten, den hab ich noch nicht ausprobiert


    In der Praxis bei kochendem Wasser ohne Umrühren und starker Hitzequelle sind wohl eher 2W realistisch, bei schwacher Hitzequelle und kochendem Wassr vielleicht eher 1W.


    Pocketnavigation hat dazu Kennlinien erstellt:
    http://www.pocketnavigation.de…werpot-v-strom-aus-feuer/


    Umrühren bringt erstaunlich viel, hätte ich nicht erwartet (ist aber natürlich auch nicht praktikabel)


    das perfekte Einsatzgebiet wäre sicherlich das Schnee schmelzen im Winter. (im Sommer kann man sich den Zauber eh schenken, da tun's auch Solarmodule ganz gut)


    Richtiges Kochen sollte man in diesem modfizierten Alutopf besser bleiben lassen und auch der Wärmeübergnag bzw die Kocheiten leiden natürlich unter dem Aufbau.

  • Mal schauen ob man das Thema wiederbeleben kann. Bei den Anbietern scheint sich ja etwas zu bewegen. Beispielsweise finde ich so etwas interessant:
    http://www.tegmart.com/thermoe…thermoelectric-generator/
    Wenn man Werbeaussagen kennt, sollte man allerdings nicht unbedingt auf 100 W im realen Betrieb spekulieren. Was nämlich nicht im Datenblatt steht, ist die Tatsache daß man bei einem angenommenem Wirkungsgrad von 5% ca. 2000 Watt an thermischer Leistung zuführen und 1900 Watt an thermischer Leistung kontinuierlich abführen muß. Eine weitere Ungereimtheit ist, daß in der Werbung von 450°C maximaler Temperatur die Rede ist (wäre brauchbar). Im Datenblatt schrumpft das auf 270°C und die Kurve hört einfach auf (kommt dann schon die Selbstzerstörung ?)
    Für mich wären schon 500 thermisch und 25 Watt elektrisch ok, weil damit ein wasserführender Kaminofen wenigstens seine eigene Pumpe(n) antreiben könnte ("Booten" d.h. Hochheizen würde wohl noch externe Energie erfordern) und damit notfalltauglich würde. Im Normalfall würde für mich der größte Nutzen in der Erhöhung des Leistungsanteils ins Wasser bestehen. Obwohl unser Ofen 60% ins Wasser liefern kann ist unser Wohnbereich tendenziell immer noch sehr warm. 2 bis 3 Prozentpunkte mehr würden nicht schaden. Finanziell lohnt sich die Sache nicht wirklich, über eingesparte Stromkosten brauchen wir erst gar nicht zu reden. Aber vielleicht wird die Technologie ja noch etwas besser.

  • Bevor ich viel Geld versenke, habe ich gestern und heute einen kleinen praktischen Versuch unternommen. Beim 1.Mal gestern habe ich auf einer provisorischen Halterung aus Stahl einen Kochtopf mit 1 Liter Wasser über einem horizontal verlaufenden Rohr des Kamins (im Inneren des Kamins) positioniert. Per Infrarotthermometer habe ich periodisch die Temperatur gemessen. Das Ergebnis war recht ernüchternd: Nach ca. 90 min stieg die Temperatur von 20°C auf 93° C (danach Abbruch des Versuchs). Ich schob dies auf die Tatsache, daß der Topfboden kaum irgendetwas berührte außer ein paar Schrauben der Halterung. Also habe ich danach eine bessere Version der Halterung aus Aluminium gebaut inklusive Senkschrauben, so daß der Topfboden das Alu flächig berührt und dieses auf dem Rohr aufliegt ( dies allerdings nur auf einer Linie in der Mitte ). Beim 2. Versuch kam das Wasser innerhalb von 100 min von 12°C bis zum Sieden, immerhin brachte diese Konstruktion eine Verbesserung bei der erreichbaren Endtemperatur und taugt deshalb durchaus zum Kochen bei Stromausfall. Die Heizleistung (auf den Topf bezogen) liegt aber nur bei erbärmlichen ca. 100 Watt (Größenordnung), weniger als jeder Reisetauchsieder hat. Ohne eine mechanisch und elektrische optimale Integration ( wie z.B. http://www.marlow.com/power-ge…/evergen-power-strap.html ) sehe ich daher wenig Chancen die erforderlichen Daten zu erreichen.
    Damit ist das Thema für mich erst mal erledigt. Die Halterung bleibt aber im Ofen, für alle Fälle...