Die Uhr als Kompass – eine Fehlerbetrachtung

  • Hab die Diskussion kaum mitbekommen, aber Papa Bär. draussen weiß ich zu 99% wo die Sonne steht, aber auf deinen Bildern kann ich das garnicht genau sagen. Kann es sein, dass man nicht nur den Himmel in die Bestimmung mit einbezieht? Ich guck auch nach Licht und Schatten auf Bäumen, Häusern etc...
    Hoffe ich habe jetzt nix diskussionsmäßig durcheinandergebracht :-)
    LG Luka


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    Hab noch ein bisschen gelesen- ich finde Kompass gut und habe immer einen im Rucksack- wohn schließlich nördlich von Göttingen... ;-)


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    Oh man, jetzt kapier ich das erst - das war ne Scherzfrage, oder? Weil wenn du die Bilder um 9 Uhr geschossen hast, war die Sonne vmtl. noch mehr oder weniger im Osten...Hihi, voll drauf reingefallen.

  • Hauptsächlich weißt du, wo die Sonne steht, weil du in deiner gewohnten Umgebung eben erfahrungsgemäß weißt, wo sie stehen sollte.
    Um bei einem derart bedeckten Himmel die Sonne auch nur auf 11,25° genau ausmachen zu können, brauchst du schon technische Unterstützung.
    Ich habe tatsächlich vorhin ausgerechnet, wo die Sonne zu stehen hätte, und genau in dieser Peilung gesucht - no way!


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    Nein, eines der Bilder ist genau in Richtung des Sonnenstandes aufgenommen worden

  • Falls du dich damit besser fühlst.
    Ja du hast recht.
    Ich bin ja nur 300 Tage im Jahr draussen und hab scheinbar ne Superkraft.
    Und bei dieser Witterung seh ich doch eh wo ich hinlaufe.

    Selber denken macht schlau

  • Glückwünsch zu deinem eingebautem GPS und dem Superorientierungssinn.
    Sich in unbekanntem Gelände, in dichtestem Wald ohne freien Blick auf den (komplett bedeckten) Himmel genau orientieren zu können, ist mehr als Gold wert.


    Übrigens, gerade bei so dichter Nebelsuppe braucht man keinen Kompass, da bleibt man nämlich, wo man ist, bis die Sicht wenigstens etwas aufgeklart ist. Was nützt einem die Himmelsrichtung, wenn man sich mangels Sicht nicht im Gelände orientieren kann?

  • Zitat von Papa Bär;153648

    Hauptsächlich weißt du, wo die Sonne steht, weil du in deiner gewohnten Umgebung eben erfahrungsgemäß weißt, wo sie stehen sollte.
    Um bei einem derart bedeckten Himmel die Sonne auch nur auf 11,25° genau ausmachen zu können, brauchst du schon technische Unterstützung.
    Ich habe tatsächlich vorhin ausgerechnet, wo die Sonne zu stehen hätte, und genau in dieser Peilung gesucht - no way!


    Hallo Papa Bär,


    stimmt!


    Ich habe, durch Deinen Beitrag neugierig geworden, Deinen Versuch mit technischen Hilfsmitteln wiederholt.


    Versuchsaufbau: Das 25-fache Monokular, das ich zum Schiessen nehme auf einem Dreibein, eine recht sensible Photodiode aufs Okular gesetzt und ein sehr empfindliches Messgerät abgeschlossen. Keine Chance, die 11,25° auch nur annähernd zu treffen, obwohl auch ich mir Azimut und Elevation der Sonne für meinen Standort und die Uhrzeit vorher ausgerechnet und den Aufbau mit Kompass und Klinometer eingemessen habe.


    Astronavigation setzt halt Sicht auf die Gestirne voraus.


    ... und bei so einem besch***enen Wetter kann man ja ohnehin nichts anders machen wie verrückte Experimente:lachen:


    Viele Grüsse


    Matthias

    They who can give up essential liberty to obtain a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety.
    Benjamin Franklin (1775)