Armbanduhr

  • Zu einer Survival Ausrüstung gehört für mich auch eine Armbanduhr die robust ist und mir zuverlässig die Zeit anzeigt. Zuverlässigkeit auch in hinsicht, auf in Zukunft "vielleicht" auftetende extremsituationen. Barometer, Thermometer, Höhenmesser, Ebbe-Flut-Indikator und Mondphasenanzeige sind für mich in einer Uhr spielereien und das brauch ich nicht.


    Ich will mir in den nächsten wochen eine Uhr kaufen, stehe aber im Moment vor ein paar entscheidungen, wo ihr vielleicht schon erfahrungen gesammelt habt und mir helfen könnt.


    1. Ich hab mich für ein mechanisches Uhrwerk entschieden. Jetzt is nur die frage welches Uhrwerk: Automatik oder Quartz?
    Bei Quartz braucht man Batterien die leer werden können, automatik werden mit hilfe von der handbewegung aufgezogen, sind aber meistens ungenauer (Abweichung +/-5 sec. am tag). Zudem kommt noch, wie robust und zuverlässig ist die "Automatik"-mechanik?


    2. Material Uhrengehäuse.
    Ich schwanke zwischen Edelstahl und Titan. Wo liegen da die Vor- bzw. Nachteile? Oder sind doch andere Materialien besser?


    3. Material Armband:
    Hier hab ich noch keine ahnung. Ich hab bis jetzt noch keine Armbanduhr, darum auch keine ahnung was besser ist oder nicht. Wobei ich glaube das sich für den Survivalbereich Leder überhaupt nicht eignet. Das heißt es bleiben noch Metall- (Edelstahl, Titan,...) und Synthetikbänder (Kautschuk, Silikon, Textil,...). Habt ihr schon negative erfahrungen gemacht bei bestimmten Materialien?


    Würd mich freuen wenn ihr mir weiterhelfen könnt.
    lg erl

  • Zu Automatik oder Quartz kann ich beisteuern: es gibt auch Automatikquartzuhren :lachen:


    Und bei Quartz gibt es weiterhin solarbetriebene Modelle.
    Ich habe ne Citzien ECODRIVE.
    Sie geht ohne Licht via Akku und sobald Licht drauffällt lädt sie wieder.
    Mittlerweile gibt es sogar Termovarianten die via Hautwärme Strom erzeugen.
    Meine hat ein Titangehäuse und ein Lederarmband, das genügt mir ich muss allerdings etwa ein mal im Jahr das Band wechseln da es schweissbedingt meinem feinen Näschen nicht mehr zuspricht :traurig:
    Das Saphierglas hab ich übrigens schon angeknaxt aber es ist ein Gebrauchsgegenstand und kein Schmuckstück.
    Für den ganz ganz üblen Fall hab ich noch ne klassische Taschenuhr zum aufziehen an der Lederhose :grosses Lachen:


    Ich würde dir aber trotzdem den Gang zum Juwelier in deine Nähe empfehlen.
    Anfassen und eine fachkundige Auskunft ist einiges wert!


    Servus

    Selber denken macht schlau

  • Meine erste selbstgekaufte Uhr für draussen war eine BWC mit Titanbeschichtung, so eine Art Military-Look, aber zeitlos, massiver Metallkörper, eine Stellschraube rechts für Datum und Zeitkorrektur, mit Batterie und Gummiarmband, liegt mittlerweile in der Vitrine mit zerkratztem Glas, aber sie tut noch, bin wegen dem hohen Batterieverbrauch recht früh auf leichte Casio Quarzuhren umgestiegen, weil die zudem billiger waren und verloren gehen durften. Inzwischen hab´ich glaube die dritte Solar-Uhr, eine Junghans dient als Wertanlage :rolleys:, jedoch outdoor-tauglich mit dem flexiblen Kautschuk-Metall-Band, die letzte wieder von Casio in der 100-Euro-Klasse. Nach Leder- und Textilarmbändern bin ich mit den dickeren Gummiarmbändern sehr zufrieden, stört sie (im Regen, beim Holzhacken), nehme ich sie ab.


    Empfehle dringend, den Uhrenkörper so zu kaufen, dass man die Bänder wechseln kann, nicht irgendwelche Spezialbänder, die nur zum trendigen, auslaufenden Modell passen. Wenn, dann gleich Ersatzbänder dazunehmen.


    Mit den automatischen Modellen (zwei davon) hatte ich kein Glück, die musste ich stets nachziehen, mit der Uhrenbewegung am Handgelenk hat das bei mir nicht geklappt. Und so eine Bewegungsmaschine für zuhause ist irgendwie abstrus, entweder das klappt im Alltag oder ich lass´ es.


    Eine Ciclosport HAC 5 (alte Form) mit Herzfrequenz, Höhenmesser und Barometer (sogar Aufzeichnung) nenne ich noch mein eigen, der Batterieverbrauch ist bei aktivierten Messmodulen enorm, die sind abgeschaltet und werden nur beim Lauftraining benutzt, Würde ich nicht mehr kaufen, das Textil-Armband ist dagegen phantastisch, weich, robust, haltbar, wird nach jedem Lauf mit Wasser gewaschen. Die Uhr trägt leider stark auf, unter mehreren Schichten m.E. nicht tragbar, keine Empfehlung.

  • Als ALDI das letzte Mal Digital-Armbanduhren für 5,99 Euro (wasserdicht mit Beleuchtung) im Angebot hatte, habe ich alle 12 Exemplare gekauft, die unsere Filiale hatte und erst einmal die Batterien entfernt. Dann habe ich noch 50 Reservebatterien für 15 Euro bei ebay erstanden und ich denke in den nächsten Jahren muss ich mir *darum* keine Sorgen mehr machen.


    Ist übrigens auch immer prima für Strandurlaube. Die Dinger klaut kein Mensch und nach dem Urlaub gehen sie getestet wieder in die Kiste. Als Reserve liegt auch immer eine (natürlich mit Batterie) im Auto.

    *** Das Wichtigste am 'Vorbereitet sein' kann man nicht in Taschen packen ***

  • Meine Empfehlung: Citizen Divers, Taueruhr, Automatik, die mit der Krone rechts um 45grad versetzt.


    Hat
    - gute große Leuchtzeiger und -ziffern
    - Datum und
    - Wochentag (wichtig, besonders im Urlaub!)
    - Robust, Wasserdicht (meine war schon auf 71m und mehrmals jenseits der 60)


    Metallarmband: verschleißt nicht, schützt das Handgelenk im Fall der Fälle vor Schnitten.


    Hab sie noch in Reserve, weil ich beim letzten Mal in Manila nicht widerstehen konnte und eine Seiko (gibts leider nicht in Europa) mit gleichen Eigenschaften gekauft habe, mit kleinen Detailverbesserungen und total solidem Metallarmband (hatte vorher Kautschuk, hält aber nur max. 2,5 Jahre).


    Automatik ist natürlich nichts für Beamte - man muß sich auch bewegen...:devil:


    Meine trag ich Tag und Nacht (Leuchtzeiger), sie läuft und läuft und...
    Dagegen haben alle Solaruhren (Junghans, noch irgend was) nach relativ kurzer Zeit versagt. Mein Kumpel hat die Ecodrive: häufig Ärger, besonders im oder vorm Tauchurlaub (Wasser drin).


    Grüße vom
    Skipper

  • He, nix gegen Beamte! :grosses Lachen:


    Casio G-Shock - ultrarobust, seit Jahren im Einsatz und (man höre und staune) beim SAS sehr beliebt. Die Batteriereichweite beträgt etwa 8 Jahre. Meine hält jetzt seit 1995, ich brauche keine andere...

  • Ich hoffe das das nicht als Spam angesehn wird...
    Aber entgegen der landläufigen Meinung das man ohne Armbanduhr nicht leben kann, besitze ich gar keine und habe deren Anschaffung auch nicht eingeplant.
    Irgendwo hab ich noch ne Taschenuhr. Lebe aber auch ohne dem Uhrendiktat soweit ganz gut. Na gut... nicht ganz... mein Handy hat ne Uhr. Die brauch ich aber auch nur um rechtzeitig zur Arbeit zu kommen. In einem Kriesenfallszenario eher unwahrscheinlich.
    ( OK. da gibts dann sicher auch Anwendungsmöglichkeiten, wie z.B. Treffpunkt an einem bestimmten PLatz zu einer bestimmten Uhrzeit, Wachablöse, Brotbacken, Kompassersatz etc... aber es geht eben auch ohne.)


    Ich will hier keinem sagen was er zu tun und zu lassen hat. Was besser oder schlechter ist. Mir gings mit diesem Post einzig und allein darum, mal drüber nachzudenken, obs nicht eben auch ohne gehen würde und ob das dann besser oder schlechter wäre. (Wenn ich am arbeiten bin, und ich geh davon aus das ich im Katastrophenfall mehr als genug Arbeit hab, hab ich gar keine Zeit auf die Uhr zu sehn :-) )

  • Es gibt viele Dinge, die man nicht wirklich braucht, auf die man aber ungerne verzichten möchte und deren Beschaffung und Lagerung kein wirkliches Problem darstellt.


    Warum sollte man sich das Leben also nicht leichter machen, solange man doch weiss, dass es notfalls auch ohne geht?

    *** Das Wichtigste am 'Vorbereitet sein' kann man nicht in Taschen packen ***

  • Zitat von DerMixer;58023

    ... mal drüber nachzudenken, obs nicht eben auch ohne gehen würde und ob das dann besser oder schlechter wäre. (Wenn ich am arbeiten bin, und ich geh davon aus das ich im Katastrophenfall mehr als genug Arbeit hab, hab ich gar keine Zeit auf die Uhr zu sehn :-) )


    Klar, wenn du alleine deinen Geschäften im Katastrophenfall nachgehst, must du dich nicht abstimmen, mit niemandem. Dass bestimmte Tiere oder Menschen stets um diese oder jene Uhrzeit auftauchen, könnte dir dann egal sein.


    Einsatzmöglichkeiten sehe ich besonders bei:


    • Verabredung mit Gleichgesinnten am Treffpunkt XY (dazu wäre ein GPS für Verstecke weitaus hilfreicher)
    • Ausgabe-/Öffnungszeiten von Behörden, sozialen Einrichtungen oder eigenen Gruppen
    • Fristen für Stromlieferung, Wasser u.ä.
    • Messungen von Durchläufen, manuelle Zeitschaltung für Maschinen, eigene Wegstrecken: wie lange brauche von A nach B usw.
  • Ich werd mir die Vostock Militär Automatik kaufen.
    Ein Kollege von mir ist Uhrmachermeister und der hat mir mehrfach bestätigt, daß diese Uhren auf alten schweizer Maschienen in Russland gebaut werden.
    um € 64.- eine Automatik ohne Schnik Schnak, robust und zuverlässig.


    Hier der Link:


    http://www.vostok-uhren.de/


    Links auf Vostok und dann auf Militär Automatik.

  • Man sollte anmerken das gute Automatik-Uhren immer wieder zur Revision müssen, ansonsten gehen diese irgendwann kaputt.

  • Ich hatte 10 Jahre eine G Shock die immer noch funktionieren würde.
    Mir hat sie einfach nichtmehr gefallen weil das Gehäuse schon ziemlich abgenützt war.
    Batterien musste man ca. alle 4 Jahre tauschen.
    Für mich absolut survival tauglich :Gut:

  • @rhodium
    ...Jep, genau so wie ne Batterieuhr irgendwann mal ne neue Bat braucht...:rolleys:


    Die Revisionszeit bei einer Russichen Automatik stell ich mit einer Kalaschnikow gleich. Geht immer irgendwie.
    Ich hab aber eine Vorteil:
    Ich kann mir jetzt so eine Uhr kaufen, einlagern (dann steht die) und erst im Ernstfall wieder auslagern (ab dann läuft die erst) und ab dann zählt erst die Revisionszeit.


    Bei einer Bat Uhr:
    Jetzt kaufen und einlagern (die Uhr läuft jahrelang bis die Bat leer und dann ausgelaufen ist, weils keiner bemerkt hat).
    Wenn ich die ohne Bat einlagere, kann ich beim Ausbau und beim Einbau der Bat den ersten aber entscheidenden Fehler machen: ich bekomm eine minimale Menge Schmutz hinein und dann geht das Werkerl nie wieder anständig.


    Wo bekomm ich im Crashfall neue Bat her?
    Was ist bei einem EMP Schlag?
    Hab ich das nötige Know How und Spezialwerkzeug um irgendwann mal die Bat zu wechseln?
    Was krazen mich 5 bis 10 Sekunden im Tag wirklich (wenn ich mich mit jemanden treffen will muß ich eben beim Ausmachen schon einen Uhrenabgleich machen)?

  • Zitat


    Ich kann mir jetzt so eine Uhr kaufen, einlagern (dann steht die) und erst im Ernstfall wieder auslagern (ab dann läuft die erst) und ab dann zählt erst die Revisionszeit.


    In der hinsicht ist es nicht schlecht. Aber ich lege mir ja nicht jetzt ne uhr zu das ich sie einlagere. Ich will sie ja auch tragen.
    Und was ich so im internet gelesen hab zur Revision... ca. alle 3-4 Jahre und kosten von über 100,- € ??? Da ist Batterie wechseln billiger.


    gruß erl

  • Auch ich habe eine EcoDrive Uhr von Citizen - solarbetrieben mit Li-Akku, Stahlarmband etc. Hatte ich von amazon-outlet für etwa die Hälfte des üblichen Preises erstehen können. Bisher keine Probleme, wobei ich damit auch nicht tauchen oder Holz machen gehe :)

  • Zitat von erl;58049

    In der hinsicht ist es nicht schlecht. Aber ich lege mir ja nicht jetzt ne uhr zu das ich sie einlagere. Ich will sie ja auch tragen.
    Und was ich so im internet gelesen hab zur Revision... ca. alle 3-4 Jahre und kosten von über 100,- € ??? Da ist Batterie wechseln billiger.


    gruß erl




    Junge, wenn das nen 100.- kostet schmeiß ich die über die Häuser!
    Um 64.- bekomm ich ne neue.
    Ich erreich grad nicht meinen Kollegen, aber ich werd nachfragen welche Intervalle zur Revision.


    Obleich ich immer noch der Meinung bin: Russisch - vielleicht nicht ganz so genau, aber dafür immer!

  • Ich habe eine Reihe von mechanischen Uhren.


    Mitlerweile trage ich nur noch eine und zwar die Davosa Ternos:
    http://www.amazon.de/Davosa-Te…ZBHM?tag=httpswwwaustr-21


    Ich mag an Ihr Robustheit - sie hält übelste Schläge aus, ich mag das Sie superganggenau ist - verliert oder gewinnt pro Monat vielleicht 20 Sekunden - eigentlich stelle ich Sie maximal 2 x im Jahr, und sie ist bis 200m wasserdicht!


    Ich habe auch eine Vostok - aber leider verliert diese bis zu 10 Minuten in 7 Tagen.


    Für besondere Anlässe habe ich noch einen 7750 Valjoux Chronographen mit Lederarmband - schöne Uhr, leider ist das Glas empfindlich.


    Ich glaube es ist wie beim Autokauf es hängt sehr viel vom eigenem Geldbeutel und vom eigenem Geschmack ab.


    In der Einstiegsklasse (ab 100 Euro) der mechanischen Uhren haben Orient und Citizien recht gute Kritiken - in der Endklasse (> 2000 Euro) finden sich IWC, Tag Heuer, Rolex, etc.

  • Zitat von Lorenz;58064


    In der Einstiegsklasse (ab 100 Euro) der mechanischen Uhren haben Orient und Citizien recht gute Kritiken - in der Endklasse (> 2000 Euro) finden sich IWC, Tag Heuer, Rolex, etc.



    Habe mir vor ca. 2 Jahren beim Händler eine gebrauchte Breitling Navitimer gekauft und bin mit dem Teil aus survivaltechn. Sicht sehr zufrieden.
    Dagegen sehen Citizen, Timex und ähnliche sehr alt aus, ist aber natürlich auch eine etwas andere Preisklasse.

    Auch meine Frau will ihre ebenfalls gebraucht gekaufte Rolex nicht wieder rausrücken.

    Wichtig ist m.E. der Kauf beim seriösen Fachhändler, damit man nicht mit einem billigen Nachbau übers Ohr gehauen wird.

  • Ich hab mittlerweile seit 12 jahren eine rolex gmt master II ... hat noch nie probleme gemacht und funktioniert tadellos ... sicher eine teure uhr aber in notzeiten auch etwas wert