Warnung vor einer möglichen neuen/weiteren Pandemie : MERS

  • Aber die Weltwirtschaft plattmachen und so viele Menschen ins Elend und ruin stürzen für ein paar läppische Millarden? Für mich eher Verschwörungstheorien.

    Das behaupte ich auch nicht. Ich gehe erst mal davon aus, dass die WHO ihre satzungsgemäßen Ziele nach besten Möglichkeiten verfolgt. Nur zeigt eben die Spanne zwischen vermeintlich alarmistisch (Schweinegrippe) und vermeintlich unwillig/unfähig (Covid-19), dass die öffentliche und politische Bewertung des Verhaltens verschiedener Organisationen sehr weit auseinandergehen kann. Es ist gar nicht so leicht, etwas "richtig" zu machen, zumal wenn die Bewertung richtig/falsch von verschiedenen Interessens- und Weltanschauungsgruppen getroffen wird.


    Die WHO ist da nur ein Beispiel. Das lässt sich auch auf andere Akteure auf nationaler und örtlicher Ebene herunterbrechen.

  • Es ist gar nicht so leicht, etwas "richtig" zu machen, zumal wenn die Bewertung richtig/falsch von verschiedenen Interessens- und Weltanschauungsgruppen getroffen wird.


    Die WHO ist da nur ein Beispiel. Das lässt sich auch auf andere Akteure auf nationaler und örtlicher Ebene herunterbrechen.

    Wie du schon richtig geschrieben hast, verfolgt jede Interessentengruppe, egal ob Staaten, Unternehmen oder NGOs, ihre eigene Agenda. Und da steckt teilweise ziemlich viel Geld im System. NGOs buhlen um staatliche Fördertöpfe und Spenden von Privatpersonen und Unternehmen. Staaten buhlen um die Gunst ihrer Wähler oder versuchen die Ungunst ihrer Untertanen in Schach zu halten. Unternehmen wollen Gewinne einfahren.


    Da wird dann natürlich hier und dort manipuliert, was das Zeug hält. Und in Zeiten von Internet und Co gefallen sich Einzelpersonen darin, ihre fünf Minuten Ruhm auszudehnen auf eine möglichst lange Zeit. Und in Zeiten von Filterblasen, generiert und konserviert durch Algorithmen der Suchmaschinen und (a)sozialen Medien fällt es dann schon leichter, immer wieder neue Ratten zu finden, die dem Pfeifenspieler hinterherlaufen. Warum also davon ablassen? Menschen suchen Bestätigung "ihrer" Gemeinschaft. Und wer die Bestätigung in der Familie, auf Arbeit oder im Freundeskreis nicht bekommt, sucht sich halt im Internet eine neue Peergroup.

  • Die WHO darf man ruhig sehr kritisch sehen. Man muss nur schauen wer sie finanziert und es ist klar, welche Agenda man dort fährt. Die WHO schreckt auch nicht davor zurück Lügen (ja: Lügen! Das Wort habe ich mit Absicht gewählt) zu verbreiten wenn es ihren Geldgebern nutzt.

    Ich finde es nicht schlimm, dass die WHO lügt. Das tun auf dieser Ebene alle.

    Gefährlich ist es, dass sie von sehr sehr vielen Menschen für glaubwürdig gehalten wird.


    Die Fähigkeit, Aussagen vor dem Hintergrund der Interessen einer Organisation einzuordnen, eine wichtige Fähigkeit, ist fast so wichtig wie Feuer machen und Seife herstellen.



    Nick

  • Ich finde es nicht schlimm, dass die WHO lügt. Das tun auf dieser Ebene alle.

    Gefährlich ist es, dass sie von sehr sehr vielen Menschen für glaubwürdig gehalten wird.


    Die Fähigkeit, Aussagen vor dem Hintergrund der Interessen einer Organisation einzuordnen, eine wichtige Fähigkeit, ist fast so wichtig wie Feuer machen und Seife herstellen.

    Sprich: Bescheißen tun sie alle? Und nur, weil man eine gewisse Hierarchieebene einer Organisationsstruktur erreicht hat, wird es okay? Finde ich ehrlich gesagt nicht.


    Schimpft mich naiv. Aber ich bin der Ansicht, dass, je komplexer eine Struktur/Organisation ist, desto transparenter muss sie gegenüber der sie legitimierende/finanzierende Institutionen agieren. Auch wenn der Legitimationsweg für die WHO beispielsweise sehr lang ist, so muss sich diese UN-Behörde indirekt auch gegenüber den Zivilbevölkerungen ihrer Mitgliedsstaaten für ihr Handeln rechtfertigen. Ansonsten passiert genau das, was für die USA im nächsten Jahr ansteht: Der Staat tritt aus der WHO aus. Mal abgesehen davon, dass der Präsident, der letztlich diese Entscheidung getroffen hat, seine eigene außenpolitische Agenda verfolgt, hat er natürlich auch die politischen Strömungen in seinem Land bezüglich der WHO aufgegriffen und umgesetzt. Und hätten die USA keinen permanenten Sitz im Weltsicherheitsrat mit Veto-Recht, ich bin mir ziemlich sicher, dieser Präsident hätte auch dafür gesorgt, dass die USA auch aus dem Weltsicherheitsrat ausgetreten wären. Aber da waren seine Einflüsterer wohl doch hinreichend mächtig genug, ihm wenigstens diesen Schritt auszureden. Ich bin mir ziemlich sicher, dass D.T. auch darüber nachgedacht hat.


    Die WHO und überhaupt eigentlich alle UN-Organisationen kosten, aus Sicht der meisten Politiker und sicherlich auch der meisten Menschen in vielen Staaten, mehr Geld als dass sie als effektiv wahrgenommen werden.


    Keine Frage: Die Strukturen der UN sind schwerfällig und sie sind in ihren finanziellen Möglichkeiten vom Wohlwollen ihrer Geldgeber abhängig. Es hat schon seinen Grund, warum kein Mitglied im Weltsicherheitsrat mit Vetorecht auf die Idee kam, die UN mit so weitreichenden finanziellen Mitteln auszustatten, dass sie eine eigene militärische Eingreiftruppe hätte ausrüsten und auf die Beine stellen können. Und so ist jede militärische Intervention aber auch jede humanitäre Aktion der WHO von der Frage geleitet, wer wann wie viel Geld zu geben bereit ist.