Butter selber hergestellt!

  • Hallo Zähneblatt,


    So, so!! Deine Frau hat Dir Anfangs den Vogel gezeigt!!:traurig: Siehst Du, so geht es vielen von uns, wenn wir über unsere Aktivitäten erzählen, werden wir zuerst als die absoluten Spinner abgetan:verärgert: , bis sich dann diesselben Leute, vor die vollendeten Tatsachen gestellt sehen!:grosses Lachen: Hoffen wir aber trotzdem, dass diese vollendeten Tatsachen, im krassen Sinne des Wortes, nie Wirklichkeit werden!


    Übrigens, herrvorragend gelungen, mein Kompliment!:Gut:


    Einen schönen Gruss


    Dani

  • Hallo zusammen,


    wollte erst ein mal erwähnen das ich den Beitrag von Dani051 absolut toll und sehr verständlich Erklärt finde.


    Da ich selber schon sehr oft Butter selbst gemacht habe, wollte ich diesem Beitrag hier eigentlich nur noch eine Ergänzung in Bezug auf die Haltbarkeit der Butter hinzufügen. Es ist bei der Butterherstellung nämlich sehr, sehr Wichtig so viel wie möglich Restmolke aus der Butter rauszubekommen, da dieses aber nur durch das abtropfen im Kühlschrank nicht ausreichend geschieht, wird die Butter dann leider innerhalb kürzester Zeit sonst ranzig. Auch für die Weiterverarbeitung von Butter zu Butterschmalz ist dieser Schritt wichtig, das Butterschmalz von gut entmolkten (blödes Wort ich weiß, auf die schnelle fällt mir gerade kein besseres ein :lächeln: ) Butter ist feiner und milder im Geschmack.



    Um möglichst viel Molke aus der Butter zu bekommen, tut man diese nach dem abgießen der erst gebildeten Molke direkt nach der Herstellung, in eine Schüssel (am besten aus Edelstahl) mit eiskaltem Wasser (am besten Eiswürfel mit rein tun) und knetet diese richtig kräftig einige Zeit lang in diesem Wasser durch. Diesen Vorgang nennt man auch auswaschen der Butter. Nach diesem Prozess, bei dem man wirklich gewissenhaft vorgehen sollte, knetet man die Butter noch einmal ohne Wasser durch um auch noch das letzte bisschen Wasser aus der Butter zu bekommen, Fertig. Die Butter kann jetzt je nach Wunsch weiterverarbeiten werden. Gut ausgewaschene Butter ist feiner im Geschmack und etwas fester in der Konsistenz (ähnlich der gekauften), aber vor allen Dingen hält diese jetzt unverarbeitet um einiges länger.


    Tipps: zur Butterherstellung kann man auch problemlos die sehr günstige (0,19 €) handelsübliche „Haltbare Schlagsahne“ verwenden, auch muss man die Sahne vor der Verarbeitung nicht erst runter kühlen wie bei der Herstellung der Schlagsahne, es ist sogar besser diese auf Zimmertemperatur zu bringen. Die Butter flockt so schneller aus, da dadurch meist der Schritt der Schlagsahnebildung entfällt.



    Die Molke aus der Butterherstellung, kann man sehr gut wenn Möglich an seine Tiere verfüttern oder diese zu Buttermilch weiterverarbeiten, aber das ist wieder ein anderes Thema :rolleys:



    Lg. Blue80

  • @ blue80,


    Werde das nächste mal das mal ausprobieren! Herzlichen Dank für den Tip! Werde aber zuvor, wie Zähneblatt schon beschrieben hat, die Butter in ein überdimensioniertes Tuch legen, darunter noch ein feinmaschiges Pastasieb, und nach einer Weile das Ganze kräftig auf dem Balkon wie Salat schleudern! Gibt halt e biserl eine Sauerei, aber so lang es nicht den Nachbarn auf dem Nebenbalkon triftt macht das nichts!:grosses Lachen:


    Schöne Grüsse


    Dani

  • Ich hole mal diesen Thread hervor.


    Im Prinzip stelle ich Butter ähnlich her, aber auf eine stromlose und "mobile" Art.


    Ich benutze dazu 200ml ungekühlte H-Sahne (mind. 3Monate haltbar) und ein nicht zu kleines fest verschließbares Gafäß.


    [ATTACH=CONFIG]17423[/ATTACH]


    Nach den Einfüllen der Sahne und Verschließen des Gefäßes wird nun dieses im Sekundentakt in und her geschwenkt:
    [ATTACH=CONFIG]17424[/ATTACH] [ATTACH=CONFIG]17425[/ATTACH]


    Nach ca.12min sieht es dann in etwa so aus:
    [ATTACH=CONFIG]17426[/ATTACH]


    Mit Schwenken kommt man jetzt nicht mehr weit, sondern jetzt muss für ca. 2min. geschüttelt werden.
    Das Endergebnis:
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    Neben den 110ml echt leckerer Buttermilch habe ich fast 70g Butter (es schwankt je nach Sorte und Charge der Sahne zwischen 65g und 70g).
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    Um die restliche Buttermilch aus der Butter zu bekommen, einfach etwas kaltes Wasser hinzufügen, schwenken und die gelöste Buttermilch abgießen. Dies drei- bis viermal wiederholen und man hat eine sehr streichbare Butter.
    Gerade wenn mehrere Personen länger unterwegs sind, ist dies eine tolle Möglichkeit, nicht auf frische Butter beim Frühstück zu verzichten.
    Diese Art der Butterherstellung ist für mich der Grund, warum ich H-Sahne eingelagert und mit entspr. Gefäß auch im Fluchtgepäck habe.


    -Tazman

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  • Gestern am Abend bin ich beim Surfen im Forum auf diesen Tread gestoßen und habe Tazmans Version in einem Marmeladenglas ausprobiert! Ich bin vom Resultat und der Idee, das auf Wanderungen mitzunehmen, begeistert (leider kann ich ihm das nicht mehr persönlich sagen).

    Hier seht ihr meine Ausbeute:

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