Bevorratung erweiterter med. Gebrauchsgüter

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  • Zitat


    Was das Material angeht sollte man sich ebenfalls überlegen, was überhaupt (noch) Sinn macht. Eine Cervicalstütze (z.B. StifNeck) macht nur sehr eingeschränkt Sinn, wenn ich den Rest des Körpers nicht immobilisieren kann und es ggf. auch keine (erreichbare) Klinik gibt welche die Verletzungen behandeln kann.


    Hmm...was ist denn der Sinn eines StifNek...richtig Immobilisation des Halses... Wenn der Pat. sonst keine Verletzungen(Extremitätentrauma,etc.) hat reicht es aus diesen flach auf eine Liege zu legen...


    [URL="http://www.google.de/search?q=Extremitetentrauma&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a#pq=extremitetentrauma&hl=de&gs_nf=1&cp=9&gs_id=1o&xhr=t&q=notfallkoffer&pf=p&client=firefox-a&hs=Bdf&rls=org.mozilla:de%3Aofficial&sclient=psy-ab&pbx=1&oq=notfallko&aq=0&aqi=g4&aql=&gs_sm=&gs_upl=&gs_l=&bav=on.2,or.r_gc.r_pw.r_qf.,cf.osb&fp=c56ea0b97da475b7&biw=1920&bih=934"]Notfallkoffer[/URL] oder was man früher vor Millionen von Rettungsdienstjahren mal gesagt hat dazu, Arztkoffer.

  • Evtl. hat ja noch jemand aus dem Rettungsdienst eine Bestandsliste von einem Notfallkoffer? Oder man kann sich durch die Website von Söhngen wühlen www.soehngen.de und schauen, was die da so reinpacken.


    Kommt natürlich immer auf die individuelle Ausprägung an. Bin ich Notfallchirurg und möchte entsprechend vielen Menschen Hilfe zukommen lassen, dann brauche ich wohl chirurgisches Besteck, die Möglichkeit zu sterilisieren und Unmengen an Verbandsmaterial. Bin ich aber Neurologe oder Internist, werde ich da wohl nicht so weit mit kommen, sondern evtl langzeitlagerfähige Medikamente bevorraten und eine überdimensionale Hausapotheke besitzen.


    Oder bin ich ein Privatmensch, der seine letzte Sanitäts"ausbildung" als unmotivierten HLW-Kurs für den Führerschein vor 30 Jahren genossen habe? Dann hilft mir auch der große Hessenkoffer nichts.


    Wichtig als Grundregel für alle ist: Jeder hat Material am Mann (gilt auch für Frauen) um die eigene Versorgung zu gewährleisten. Und dieses Material wird auch nicht dafür verwendet, um andere Menschen zu bedoktern. Eigensicherung geht vor! Und was ich darüber hinaus bevorrate und/oder mit mir rumschleppe, muss auf den vorhanden medizinischen Ausbildungsstand und die tatsächliche bzw. zu erwartende Situation abgestimmt werden.


    So long,
    Sam

    There is only one god and his name is Death. (Syrio Forell)

  • so schauts aus!


    Zumal was bringt es einem Chirurgen wenn er ein Chirurgisches Besteck hat aber keinen Anästhesisten hat...klar im Notfall geht alles aber ganz ehrlich...da würde ich lieber ihr wisst schon...

  • Also mal ganz ehrlich, wir reden doch hier von Krisensituationen. Anästhesisie ist Luxus, und für Luxus ist in Notsituationen kein Platz. Die Art von Verletzungen, die man außerhalb eines OP's durchführen kann, kann man auch ohne Anästhesie durchführen - hat ja vorher auch schon funktioniert.
    Hier soll es doch um die Bevorratung medizinscher Bedarfsgüter gehen, die über den normalen Haus-Erste-Hilfe-Kasten deutlich hinausgehen.
    Wenn zum Beispiel eine längere Schnittwunde versorgt werden muss, stösst man damit schnell an die Grenzen. Mehrfacher Verbandwechsel mit sterilen Wundauflagen und Fixierbinden über mehrere Tage hinweg ist mit dem normalen Vorrat nicht drin, soviel hat auch kaum jemand zur Eigenabsicherung am Mann.
    Man sollte hier bei der Bevorratung immer davon ausgehen, das nach der Erstversorgung, die hier wohl fast alle beherrschen, noch lange nicht Schluss ist, dass die weitere medizinische Versorgung dann auch geleistet werden muss. Dass innerhalb von 10 Minuten ein Rettungswagen da ist und den Verletzten ins Krankenhaus bringt, von der Vorstellung sollte man sich verabschieden.
    Deshalb stelle ich mir die Fragen:
    - welche medizinische Fertigkeiten habe ich
    - wieviele Personen will/kann ich entsprechend meinen Fertigkeiten behandeln
    - wieviel Material muss ich dafür einlagern (und hier sind die Praktiker gefragt!)
    - was kann ich selbst dafür herstellen (z.B. Kochsalzlösung)


    Und so langsam sollte man sich dann schon mal um die Triage Gedanken machen...

  • [TABLE="class: MsoTableGrid"]

    [tr]


    [TD="width: 614, bgcolor: transparent, colspan: 4"] Notfallvorrat zur Wundbehandlung

    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]Vorrat
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]Wofür/wogegen
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]Nützliche Tipps
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]Warnhinweise
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]Einmalhandschuhe
    puderlos
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]Zum eigenen und fremden Schutz b. Behandl. V. Wunden
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]Talkumpuder kann je nach Körnchengröße in andere Gewebe wandern
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]Desinfektionslösung
    Octenisept-Spray





    Betaisodona-Lösung






    Sterile Kochsalzlösung
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    Das beste bei der Wundbehandlung, darf auch in die Wunde gelangen


    Sehr gut geeignet zum Einweichen angeklebter Verbände




    Bei Jodallergie zum Ablösen der Verbände

    Zum Spülen von verschmutzten Wunden
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    Mit anderen Sprays nur die umgebende Haut desinfizieren, die Wunde mit steriler Kochsalzlösung ausspülen
    Auch Polyvidon genannt und andere Handelsnamen




    Am günstigsten: Sterile Kochsalzlösung für Kontaktlinsenträger
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]






    Jodhaltig.
    Bei Jodallergie nicht verwenden
    Auf die vorgeschriebene Verdünnung achten (Packung!)
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    Mullkompressen, steril
    Klein/mittel/groß
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    Zum Abdecken von Wunden
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    Kann man günstig im Tierhandel erstehen
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    Elastische Binden
    4/6/8/10 cm breit
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    Zum Befestigen der Kompressen über der Wunde
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    Haben den Vorteil, dass man sie nach Desinfektion mit Bleiche und Wäsche wieder verwenden kann
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    Nicht zu fest wickeln, es soll nichts anschwellen
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    Antibiotika-Salbe
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    Zur Vorbeugung und Behandlung von Entzündungen in Wunden
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    Es sollte auf jeden Fall Neomycin und Polymyxin B enthalten sein
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    Nicht innerlich anwenden!
    Nicht anwenden bei bekannter Allergie darauf
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    Hansaplast
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    Zur Abdeckung v. kleinen Wunden
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    In allen Größen, auch sensitiv für Pflaster-allergische und Kinderpflaster
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    Allergie auf Pflaster
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]Leukoplast/Leukosilk
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]Klebestreifen
    Fast so gut wie Panzertape
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]Pflasterallergie
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    Steristrip
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    Schmale Streifen zum Annähern der Wundränder
    Man klebt sie quer über die Wunde
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    Sind genial zur Wundversorgung ohne Naht. Wenn es aber anfangen sollte zu eitern, müssen sie entfernt werden, damit der Eiter abfließen kann
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    Pinzetten
    -1 Splitterpinz.
    -1 normale Pinz.
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]


    Damit kann man auch gut Zecken entfernen
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    Nach Benutzung in Desinfektionslösung einlegen (Bleiche oder Betaisodona)
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    Monatsbinden
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    Für große blutende Wunden zur Blutstillung draufdrücken
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    Tampons werden in das Gerinnsel eingebaut, das sich bildet. Wenn man sie dann entfernt, blutet es wieder arg und man reißt viel auf
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]Sterile 1er Knülen
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]v.a. zur Splitterentfernung
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]Man schneidet mit der Spitze direkt über dem Splitter die Haut auf, wenn man mit der Pinzette nicht weiterkommt
    Aus Tierbedarf geht hier gut
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]Vorher unbedingt die Haut desinfizieren!
    [/TD]

    [/tr]


    [tr]


    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]Dreieckstuch
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]Äußerst vielseitig
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    [/TD]
    [TD="width: 154, bgcolor: transparent"]
    [/TD]

    [/tr]


    [/TABLE]

    Prinzipiell wird eine Wunde erst dann endgültig verbunden, wenn es aufgehört hat zu bluten. Das ist normalerweise nach 5 Min. der Fall. Wenn jemand Aspirin nimmt, kann es aber deutlich länger dauern. Solange mit einigen sterilen Kompressen auf die Wunde drücken, nach 5 Min. loslassen und gucken, ob es noch blutet. Wenn es nicht mehr blutet, die Umgebung der Wunde gut säubern. Blut ist der optimale Nährboden für Bakterien. Dann verbinden.
    Ruhig stellen und hochlagern hilft immer gut bei der Wundheilung. Die Wunde heilt am besten, wenn man sie sauber und in Ruhe lässt. Einmal täglich sollte man den Verband wechseln, um die Wunde zu kontrollieren.
    Ich selbst bin kein Freund von antibiotischen Salben, habe sie aber im Entwicklungsland selbst benutzt, als jede noch so kleine Schramme vereiterte.
    Bei Verbrennungen würde ich in Katastrophenszenarios immer die Blase drauf lassen als natürlichen sterilen Verband und dann steril abdecken. Man kann mit einer sterilen Nadel nach einer Hautdesinfektion die Blase öffnen und die Flüssigkeit abfließen lassen, die sich unter der Blase gebildet hat.
    Bei Knochenbrüchen muss man versuchen, fachliche Hilfe zu bekommen. Zur Ruhigstellung vom Unterarm z.B. kann man eine mehrfach geknickte Zeitung mit einer elastischen Binde anwickeln. Ich selbst würde mich nicht mit diversen Schienen ausstatten, die kann man mit Besenstiel, Ästen, zusammengerollten Handtüchern etc. auch improvisieren.
    Zur Schmerzbekämpfung bei Verletzungen kein Aspirin geben. Aspirin verschlechtert die Blutgerinnung. Erlaubt sind Paracetamol und Ibuprofen (unbedingt nach dem Essen einnehmen, Vorsicht bei Allergien).

  • Zitat

    was kann ich selbst dafür herstellen (z.B. Kochsalzlösung)


    das kannst du schon mal vergessen selbst eine NaCl herzustellen glaub fast niemand kann dies steril bei sich zu hause machen!


    Zitat

    Anästhesisie ist Luxus, und für Luxus ist in Notsitu


    Den will ich erleben der ohne einen größeren eingriff bekommt!Auch nähen wenn es groß genug ist kann sehr schmerzhaft sein!


    Sorry,aber diese Aussage halte ich für heiße Luft!!!



    Bei dem Rest schließe ich mich dir an....

  • Wobei zusagen ist das Paracetamol nicht mehr als 2500mg bis max 4000mg gegeben werden darf am Tag und auch nicht länger als 3-4Tage!!!Sonst kann es zum Nierenversagen kommen!!!!!!!!


    Gute Liste!!!!


    Zur Brandwundenbehandlung ist noch zu sagen nicht zuviel kühlen und kein WaterJel benutzen!!!!!!!

  • Im Krieg haben die das glaube ich mit Schnaps gemacht? Ne, mal ehrlich, es wird ein großes Problem sein, für Eingriffe eine Schmerzbekämpfung hinzubekommen, wenn man überhaupt Material für den Eingriff hat. Es ist ja nicht wie im 2. Weltkrieg, in dem alles (ja, leider alles) mit deutscher Gründlichkeit organisiert war.
    Für die medis unter uns: ich überlege, mir einen guten Vorrat von (S-)Ketamin anzulegen. Hervorragendes Schmerz/Narkosemittel, stabilisiert den Kreislauf, erweitert die Bronchien. Schutzreflexe bleiben erhalten, man muß nicht beatmen. Das kann man auch Leuten geben, die tödlich verletzt sind und starke Schmerzen haben, warum sollen sie leiden? Dieses Mittel ist heutzutage auf dem Notarztwagen vorrätig.

  • Danke an alle medis für den zusätzlichen Input! Bitte bei allen Medikamenten auf dem Beipackzettel die genaue Dosierung ansehen.


    Und noch einmal: haltet Euren Impfschutz immer aktuell! Alle, die ich hab' an Tetanus sterben sehen, hatten Bagatellverletzungen gehabt.

  • Ähm....du denkst aber daran das auch Ketanes-S nur mit Dormicum gegeben werden darf/soll und dann hast du auch wieder das problem mit der Beatmung...


    Auser du willst das derjenige einen Horrorflash bekommt...




    Damals war alles etwas anders...

  • Ja, medic, das sagt man so. Aber wenn Kreislauf/Atmung das nicht vertragen, würde ich es auch ohne geben. Ich habe früher in der Anästhesie sehr viel damit gearbeitet und wir haben alle Patienten hinterher befragt - so schlimm ist es mit den Horrorvisionen auch nicht.


    Hier habe ich übrigens mal einen Link zur Folgeneinschätzung eines großflächigen, länger dauernden Stromausfalls für den Bundestag BRD. Dort steht auch einiges über die medizinische Seite.
    http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/056/1705672.pdf



    Ich halte einen Stromausfall oder einen wirtschaftlichen Kollaps für die wahrscheinlichsten Szenarien, was größere Katastrophen angeht.

  • Kleiner Tip für alle, die Spritzen/Kanülen benötigen und keinen Veterinär-Supermarkt in der Nähe haben: http://www.omikron-online.de
    Und dazu gibts hier auch jede Menge Vitamine, Nahrungsergänzungsmittel, Milchpulver, Dextrose... Teilweise in Großgebinden.
    Dazu kommt, dass die recht zivile Preise haben.


    So long,
    Sam


    Edit:
    Omikron Onlineshop auch zur Shop-Liste hinzugefügt


    Edit II: Dort gibt es auch Gelatine-Leerkapseln zum selbstbefüllen.

    There is only one god and his name is Death. (Syrio Forell)

  • wegen dem Ketamin
    Ne so schlimm ist es nicht ;-)
    Ein Freund von mir durfte an einem Test Programm teilnehmen, wo er nach einer sehr heftigen Operation, 3 Wochen lang eine Pumpe gehabt hat zum selber Dosieren.
    er meinte nach seinem Aufenthalt. " Ach die Malediven Ferien vor dem Spital, seien nicht annähernd so schön gewessen und weisst Du mit jedem klick der Pumpe wurden die Schwestern noch schöner.
    Und all die Techno und Goa Freaks sahen auch meistens sehr glücklich aus mit Ihren Dümmlich grinsenden Gesichtern. Klar es kann sehr übel werden, wenn man meint man sei gestorben und in einer zwischen Ebene gefangen. Doch auch ein solcher Horror wäre um einiges erträglicher als echt Höllische Schmerzen zu ertragen.


    Also ich würde es in einem Notfal gerne nehmen, auch ohne andere zusätze. Hand drauf.


    Ps: Einen Horrortrip zu erleben könnte einem auch gut auf denn Stress eines K-Falls vorbereiten. Gewissen hier drin würde dies sicherlich mal gut tun. ;-)

  • @medic911
    bitte Zitate nicht aus dem Zusammenhang reißen. Ich habe geschrieben:

    Zitat

    Anästhesisie ist Luxus, und für Luxus ist in Notsituationen kein Platz. Die Art von Verletzungen, die man außerhalb eines OP's durchführen kann, kann man auch ohne Anästhesie durchführen


    Deine Antwort darauf war:

    Zitat

    Den will ich erleben der ohne einen größeren eingriff bekommt!Auch nähen wenn es groß genug ist kann sehr schmerzhaft sein!


    Natürlich kann Nähen schmerzhaft sein. Verzichtest du deshalb darauf, nur weil kein Anästhesist in der Nähe ist? Und nähen ist ein Technik der Wundversorgung, die jeder relativ schnell erlernen kann.
    Und die von die angesprochenen größeren Eingriffe sind wohl in den aller seltensten Fälle außerhalb eines OP's zu machen...


    Btw., warum sollte man eine Kochsalzlösung nicht zu Hause steril herstellen können?



    Und ja, früher hat man das Schmerzempfinden mit Alkohol ausgeschaltet. Funktioniert wirklich gut(eigene Erfahrung), ist aber aufgrund der angeregten Durchblutung und der erweiterten Gefässe wohl eher kontraproduktiv bei Operationen

  • Hallo Chris,
    danke für die Liste



    Zitat von ChrisHamburg;95855


    Für die medis unter uns: ich überlege, mir einen guten Vorrat von (S-)Ketamin anzulegen. Hervorragendes Schmerz/Narkosemittel, stabilisiert den Kreislauf, erweitert die Bronchien. Schutzreflexe bleiben erhalten, man muß nicht beatmen..



    Als Narkosemittel: Wieso nicht auch Äther? Soviel ich weiss hat es den Vorteil, im Gegensatz zu anderen Narkosemittel (nicht Ketamin), dass der Atemstillstand vor dem Herzstillstand kommt, d.h. die Reanimation ist einfacher.



    Äther ist relativ billig und gut verfügbar (Apotheke, Chemiehandel) und fällt nicht unter das BtMG. Eine Äthermaske ist einfach selbst zu basteln.



    Einzig die Explosionsgefahr ist ziemlich gross!




    Zitat von medic911;95854

    Paracetamol ...Sonst kann es zum Nierenversagen kommen



    So viel ich weiss ist es eher die Leber die sich verabschiedet.





    Grüsse, Gresli

  • Hallo Gresli,
    Äther halte ich für eine gute Alternative. Gibt es den noch?? und es stimmt, Paracetamol belastet die Leber. Aber man sollte auch hier nicht den Teufel an die Wand malen. In den USA sind Paracetamol und Aspirin Grundnahrungsmittel, und so viele sterben da auch nicht dran.

  • mein Fehler...ich habe mal wieder Ibu mit Para verwechselt....nehm ich auf meine Kappe aber denoch ist die Gefahr groß und sollte nicht lapiedar runter gespielt werden.


    Äther als Narkosemittel...meine Herren da können wir auch gleich alles lassen...ich sag nur sehr langer Abbau,erbrechen,und die genannte Explosion. Bitte wenn ihr schon Vorschläge macht dann welche womit man nicht noch schaden anrichtet...


    Zitat

    Btw., warum sollte man eine Kochsalzlösung nicht zu Hause steril herstellen können?


    Weil du es nicht steril bekommst ganz einfach!Oder würdest du einfach mal eine unsterile Suppe in jemanden schütten?



    Dann zum Thema Ketanest S , erstens ist das ein Thema für Ärzte und Rettungspersonal da alle andere da nicht ran kommen.zweitens, du willst mir ernsthaft weiss machen das ihr in der Klinik kein Dormikum oder Fenta gegeben habt!?Die Klinik würde ich gerne wissen!
    Das ist ein sowas von Ärtzepfusch dann!Ich bin seit 12 Jahren Rettungsassistent davon 10 LRA und seit 5 Paramedic... klar kann das gut gehen aber wehe wenn...sorry dafür hab ich null verständniss!

  • Goldene OP-Regel: Steril bleibt steril, wenn's auch auf den Boden fiel! ;)


    Wenn das Wasser abkoche, dann ist es meinem laienhaften Verständnis nach steril. Wenn ich Salzwasser abkoche, ist es meinem laienhaften Verständnis nach ebenfalls steril.


    Oder bin ich da auf dem falschen Dampfer?


    So long,
    Sam

    There is only one god and his name is Death. (Syrio Forell)

  • ja aber nur bis du es dann abfüllen willst.
    dann nimmst du durch die Umgebungsluft Verunreinigungen mit.


    Und wie willst du es lagern?Du kannst nicht jedes mal frisch abkochen und wenn es abgekühlt ist ist es wieder unsteril....

  • Hallo Medic,


    ich empfehle Dir das Buch Ich war Arzt in Dien-Bien-Phu vom Oberstbsarzt Dr.Grauwin. Da siehst Du was in Extremsituationen alles möglich ist!


    http://www.amazon.de/Grauwin-D…61BS?tag=httpswwwaustr-21


    (18h/Tag Operationen im Erdbunker, knöcheltief im Schlamm. Kaum sauberes Wasser, praktisch keine Medis ... Wochenlang!)


    Es ist klar, dass in einer Krise (oder in der 3.Welt) ev. anders gehandelt wird als in normalen Zeiten hier bei uns (auch Triage).


    Grüsse, Gresli