• Jörg, hast du den Glock- Spaten schon mal in der Hand gehabt?


    Das Scharnier ist im Gegensatz zu den von dir ansonsten genannten Spaten nicht ans Blatt angenietet, sondern integraler Bestandteil. Dazu ist der faserverstärkte Kunststoff von Glock extrem widerstandsfähig.


    Ich besitze einen (gebraucht um 20€ erstanden, das Spatenblatt ist etwas verzogen und der Lack war zerkratzt, aber nichts, was die Funktionalität nachhaltig beeinträchtigt), und muss sagen, dass ich ihn jederzeit gegen den ÖBH- Spaten eintauschen würde. Was ich schon an zerbrochenen Holzstielen bei klassischeren Modellen erlebt habe hat mich auch nicht gerade von deren besserer Eignung überzeugt. Da nehme ich doch lieber den deutlich leichteren und kompakteren Glock.

  • Hallo thebrain,



    leider habe ich keinen Glock Feldspaten, um Abmessungen vorzunehmen.



    Wie stark ist das Spatenblech des Glock ca.? Ich schätze anhand des Fotos etwa 2-5 – 3 mm. Kommt das hin?





    Die Vernietung scheint auf den ersten Blick als Schwachstelle zu gelten, aber diese massive Vernietung, insbesondere beim Schweizer Feldspaten, verteilt die Kraftübertragung auf einen Grossteil des Spatenblechs.


    Der Glock Feldspaten hingegen wird genau an dieser Stelle nur von der eingepressten Einbiegung des Spatenblechs gehalten.


    Wenn diese eingepresste Einbiegung material-ermüdet, ist es mit jedem Spaten vorbei. Egal wie er heisst oder wo er produziert wurde...



    Anbei ein Foto des China Feldspaten:


    Wurde von Kappa eingestellt. Quellenangabe: http://www.dealextreme.com/p/3-in-1-military-mini-folding-pointed-spade-with-saw-blade-compass-46445




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    Auch hier sieht man deutlich die Schwachstelle. Dieser Spaten wird allein durch die Rundung des Spatenblechs gehalten.


    Zudem schätze ich die Blechstärke am Verbindungsscharnier auf ca. 2 mm. Da ist ja mein Küchenmesser noch massiver...!




    Mit Verlaub, aber dieses „China- Schäufelchen“ hätte ich im knochenharten, extrem verwurzelten Boden unseres Gartens in wenigen Minuten zerstört.


    Man kann diesen China-Spaten sicher am Strand zum Sandschippen benutzen, aber im Dschungel oder in den felsigen Bergen……?



    Gruß sagt der Jörg

    Dateien

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  • Den chinesischen Superspaten kaufe ich erst wenn ein IPhone eingebaut ist, bevorzugt ab 32GB. 10 USD mit Porto bei Versand aus China... ;)


    E-Fox, das ist wohl ein Ausleger der chinesischen Planwirtschaft? Die lassen sich den Spaten scheinbar bewusst teuer bezahlen.


    Im Ernst, zu dem Glock Spaten: Diese Verbindungen sind anfällig, ich hab den ausziehbaren Griff über das Gewindeende rausgedreht, der geht nicht mehr rein. Vielleicht kennt jemand einen Trick, aber allem Anschein nach ist dann das Spiel aus.


    Ich würde den CS Spaten empfehlen. Diese Speznaz Schaufel kann , auch Holzhacken, Selbstverteidigung, ist relativ leicht und geht nicht kaputt.

  • Danke BoeserEugen!



    Der Spaten vermittelt einen robusten Eindruck.


    Leider kann ich nicht genau erkennen, wie stark das Spatenblech ist. Ich vermute ca. 3 mm.


    Aber der Preis von 75 Euro für ein reines China-Produkt kann kaum mit rechten Dingen vor sich gehen… :staunen:



    Oder der europäische Importeur kauft die Spaten gleich container-weise für einen Spottpreis in China ein und verkauft sie später mit x-1000%-fachen Gewinn! :grosses Lachen:




    Gruß Jörg

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  • Ich höre mich mal um, ob ich eine günstige Quelle für den Spaten finde. Es ist ja wie mit allen Produkten: wenn sie neu auf dem Markt sind, dann ist die Nachfrage groß und der Preis dementsprechend hoch. Ist halt Marktwirtschaft. Auf dem amerikanischem Markt werden sie auch relativ hoch gehandelt.


    Meine Freundin ist nächsten Monat auf der Durchreise in China. Vielleicht kann sie da was organisieren.

  • Hallo Gerdd1,



    Du hast geschrieben:


    Zitat

    Die alten Spaten der BW oder des Schweizer Heeres sind hervorragend und erfüllen alle Zwecke und sind preiswert zu beschaffen.



    Das sehe ich ebenso! :Gut:




    Zitat

    Und hier noch der Notspaten der Norweger: allerdings in einer anderen Preisklasse


    http://www.kamv.no/en-sos_rescue_tools.html




    Weißt Du was der norwegische „Spaten-Spaß“ kostet? :grosses Lachen:



    Kann man dafür schon einen gebrauchten Mini-Bagger kaufen…??? :Ironie:




    Gruß Jörg

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  • Der norwegische Spaten-Spass wird in Deutschland für ca. 290.-€ angeboten. Ich habe mir vor einigen Jahren 2 davon bei den Norwegern besorgt - zum Händler EK aber auch dann sind diese Not-Spaten nicht wirklich billig.
    Allerdings hat er 2 Sägen, ein Beil, ein Brecheisenaufsatz sowie einen Blechschneider als Aufsätze und wiegt dabei ca. 2500 gr. Wir haben damit an einem Schrottwagen getestet, in wie weit er funktionell ist.


    Fazit: Als Rettungstool funktioniert er aus Laiensicht recht gut, bisher nichts defekt wurde aber auch nicht überansprucht, da ich für die Angelegenheiten im Wald auf die guten alten militärischen Spaten zugreife.

  • Hallo Gerdd1,


    Du hast geschrieben:


    Zitat

    Der norwegische Spaten-Spass wird in Deutschland für ca. 290.-€ angeboten.



    Für diesen „bescheidenen“ Preis ist wahrscheinlich im Stiel ein manuellbetriebener Hartz4-Jober integriert,
    der auf Spracherkennung die Löcher buddelt, während sich der Käufer ins Gebüsch legt…!!! :Kopfschuetel:





    Gruß Jörg

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  • Man sollte bei der Beurteilung des Preises vielleicht auch den Sinn und Zweck berücksichtigen für den dieser Spaten oder das Tool entwickelt wurde, die Verarbeitung sowie die verwendeten Materialien. Manche Dinge haben eben ihren Preis und manch einer ist auch bereit diesen dafür zu bezahlen.


    Zumal: wenn schon ein einfacher Spaten aus China dort für ca. 80 USD angeboten wird...


    Egal, wir wollen hier nicht über Sinn und Unsinn von dem Norweger-Spaten lamentieren - ich habe ihn nur als Beispiel daneben gelegt.


    Kernaussage war und ist: Die alten Spaten der BW und der Schweizer Armee genügen voll und ganz.

  • Hallo Zusammen,


    wer einen Spaten will soll sich zuerst einmal überlegen für was er ihn braucht.


    Ich durfte bei den Pfadfindern einige Erfahrungen mit Spaten machen. Ich war unter anderem der Materialwart.


    Am längsten (eigentlich ewig) „überlebt“ haben die Spaten mit dem fixen Holzstiel (alter CH-Spaten), ähnich dem Coldsteel, nur mit rechteckigem Blatt. Diese Art war unentbehrlich in jeder Materialkiste zum sauberen ausstechen von Grassoden für Kochstellen oder Zeltgräben die man später wieder sauber schliessen wollte.
    Für die Nahkämpfer sicher auch ideal.
    Aber versucht mit so einem Ding mal ein 1m tiefes, rundes Loch für eine Latrine zu buddeln!


    Dafür hatten wir den CH-Klappspaten. Bei diesen kommt jedoch immer irgend wann der Zeitpunkt wo das Gewinde zur Arretierung so verschlagen und verdreckt ist, dass man es nur noch mit der Rohrzange lösen kann (zumindest bei nicht so sorgfältiger behandlung).
    Trotzdem: Preis– Leistungsverältniss top.


    Zum BW-Spaten mit dem Dreiecksschaft sage ich nur ein Wort: Schreibtischtäter! (Ähnlich wie vollgumierte, wasserdichte Schlafsäcke).


    Ich selbst habe seit vielen Jahren (neben dem billigen CH-Armeespaten) den von Glock. Habe übrigens erst lange nach dem Kauf erfahren dass er von Glock ist.
    Gewicht- Packmass- und Leistungsverhälniss ist bei diesem unübertroffen.
    Aber ich trage auch etwas Sorge zu diesem, in den Händen von Pfadi-Kids hätte er nicht lange überlebt.
    Zu dem von Jörg kritisierten Scharnier kann ich nur sagen die Arretierung ist genial und wahrscheinlich auch patentiert, sonst wäre sie schon lange kopiert worden.


    Zum Preis kann ich nur Gerd zitieren:

    Zitat von gerdd1;102958

    Manche Dinge haben eben ihren Preis und manch einer ist auch bereit diesen dafür zu bezahlen.


    Eine anständige Lawinenschaufel kostet gleich viel.



    Grüsse, Gresli

  • Zitat von Gresli;102974


    ...
    Eine anständige Lawinenschaufel kostet gleich viel.
    ...


    Beim Thema Lawinenschaufel habe ich heuer im Winter bei einer Auto-Bergeübung auch so meine Erfahrungen gemacht. Bei nassem, durch das Fahrzeuggewicht komprimiertem Schnee hat die billige Lawinenschaufel € 30,- gegen Ende der dritten Schaufelei aufgegeben und ist beim Übergang vom Blatt zum Stiel gebrochen. Die zweite Schaufelei war dabei (absichtlich) schlampig, also nicht der komplette Unterboden völlig freigeschaufelt wie beim 1. und 3. Versuch. Bei einem echten Einsatz in einem Lawinenkegel würde man damit wahrscheinlich nur 0,5 Verschüttete bergen können.
    Geringes Gewicht ist bei einer Schaufel, die man mit sich herumschleppt, natürlich schon fein. Wenn die superleichte (oder auch superbillige) Schaufel dann aber leider nur einen halben Einsatz übersteht, dann steht man vor der zweiten Hälfte schön blöd da. Darum lieber ein paar Euro drauflegen, ein paar Gramm mehr in Kauf nehmen und dafür ordentliches und stabiles Schaufel-Material beschaffen.

  • Hallo,


    Zitat

    ..im Stiel ein manuellbetriebener Hartz4-Jober integriert,


    als ich bei der Panzertruppe war, hatten wir einen ähnlichen
    Spaten.



    Auf einen Knopf gedrückt, kam ein Panzergrenadier herausgesprungen
    und fragte: Wie tief? Wie breit? Wie lang?



    Duck … und weg:grosses Lachen: